[USS-Hephaistos] andere Zivilisationen – andere Sitten

<NRPG>

 

Erstmal ein wenig zu der Mission bzw. der Queste. Wenngleich ich erst einmal nur aufhole, aber noch nicht weiter schreibe.

Ileytis folgt dann beim nächsten Mal.

 

</NRPG>

 

 

<RPG>

 

# Zeit: MD 07.0112

# Ort: Hephaistos

 

> "Besprechung um 0-700. Seht zu das ihr etwas Schlaf bekommt,

> wenn jemand dennoch Arbeiten will bitte aber sehen sie zu das

> sie zur Besprechung fit sind." erklärte Shay und ließ keinen

> Zweifel daran das dies als Befehl gesehen werden sollte.

 

"Aber Captain!" warf Jetsun ein. Auch sie war ziemlich müde, gleichzeitig aber auch sehr aufgekratzt.

"Ich habe für morgen früh eine Einladung durch die Prinkipax. Ich denke…"

 

"Sie haben Ihre Befehle!" erwiderte Shay, einfach zu müde, jetzt noch zu diskutieren. Seine Schwester hatte er ruhig stellen können, da sollte jetzt nicht noch die junge Ensign dazwischen funken!

 

Jetsuns Mund klappte zu. Fast schon verzweifelt sah sie zu Botschafter Jared, doch der zuckte nur mit den Schultern.

Beleidigt drehte Jetsun sich daraufhin um und ging in ihr Quartier.

 

 

# Zeit: 07.7010

# Ort: Besprechungsraum

 

Am nächsten Morgen war Jetsun leidlich munter. Sie hatte sehr gut geschlafen. Nur nicht lange genug, da Ileytis sie noch ziemlich lange wach gehalten hatte.

Die Besprechung war mehr ein Brainstorming. Es wurde zusammengetragen, was an Informationen gewonnen wurde, wenn auch eher vorsichtig wie Jetsun fand. Dann wurde sie gefragt, was der erhöhte Sauerstoffgehalt auf dem Planeten für Menschen bedeutete.

"Sir, mit zunehmender Sauerstoffsättigung im Blut steigt ein Sterberisiko stetig an. Durch eine Sauerstoffüberversorgung oder auch Hyperoxämie erhöhte sich ihr Sterblichkeitsrisiko ungefähr zwischen 15 und 20 Prozent. Das gilt allerdings für Personen, die schon gefährdet sind. Für gesunde Menschen oder menschenähnliche Lebewesen ist das Risiko zu vernachlässigen. Erinnern Sie sich daran, dass in den Anfängen der menschlichen Raumfahrt einige der Raumkapseln mit reinem Sauerstoff geflutet waren. Das hat – abgesehen von dem Risiko der Entzündlichkeit des Sauerstoffs keine Probleme für die Insassen bedeutet. Auch bei längeren Missionen von mehreren Wochen."

 

Und dann platzte die nächste Bombe! Nicht nur, dass sie den Termin bei der Prinkipax nicht rechtzeitig wahrnehmen können würde, jetzt sollte dieser in Gänze gestrichen werden weil sie an diesem dämlichen Abenteuer teilnehmen sollte!

"Aber Sir! Der Termin, den ich bei der Prinkipax habe. Bislang kann ich vielleicht noch erklären, dass ich mich verspätet habe, weil dienstliche Belange von Bedeutung waren. Aber wenn ich an dieser… Queste teilnehmen muss, kann ich das ganz vergessen. Glauben Sie, dass Prinkipax Myzen begeistert sein wird, wenn wir ihre Einladung einfach ignorieren?"

 

Shay atmete tief durch. "Die Prinkipax hat doch selber diese Queste initiiert. Sie wird verstehen, dass Sie dort gebraucht werden. Einerseits als Medizinerin und andererseits als hochrangige Diplomatin. Sie wird es verstehen. Aber so oder so ist Ihre Teilnahme schon aus rein dienstlichen Gründen wichtig."

 

Jetsun ballte ihre kleinen Fäuste. Aus Ihrer Sicht war das ein diplomatischer Fauxpas erster Güte. Andererseits erkannte sie die Kommandogewalt des Captain an. Und rein dienstlich gesehen hatte dieser ja auch Recht. Zu guter Letzt fehlte der jungen Frau einfach der Schneid, weiter gegen ihren kommandierenden Offizier zu opponieren. Also beließ sie es mit einem deutlichen "Jawohl, Sir, Captain, Sir!" aus dem jeder hier Anwesende klar erkennen konnte, dass sie mit dieser Entscheidung absolut nicht einverstanden war.

 

 

# Zeit: MD 07.1200

# Ort: auf dem Planeten

 

Das Begrüßungskomitee war diesmal eine Offenbarung. Jetsun konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. Zu lustig waren die Reaktionen der christlich geprägten Menschen hier. As westliche Abendland mit all seinen Tabus und 'Schanden' schlug wieder zu und sorgte für zahlreiches Erröten.

 

Auch schienen etliche der Föderierten mit einer spirituellen Reinigung nichts anfangen zu können. Nur Sureya mit ihrer altägyptischen Prägung und Jetsun als Buddhistin hatten keine Probleme damit. Und so wurden die sechs Frauen von den Männern getrennt und dann gebeten, sich zu entkleiden und in ein schlichtes aber schönes Wasserbecken zu steigen, wo sich die rituelle Reinigung der Seele durch eine physische Waschung verdeutlichte.

 

Nach dieser Reinigungszeremonie wurden die Frauen in einen Nebenraum geleitet und dazu in dünne aber feine Trockentücher gehüllt. Ihre Uniformen blieben zurück.

Jetsun wandte sich an eine der Kikoninnen: "Verzeiht, bitte, aber was ist mit unserer Kleidung?"

 

Die junge Frau lächelte beruhigend. "Die bleibt zurück. Sie wird wieder auf Ihr Schiff gebracht werden, denke ich. Sie bekommen für die Queste auf die Sie Ziehen werden, eigens dafür angemessene Gewänder."

 

Jetsun nickte, etwas beunruhigt. "Das verstehe ich. Jedoch gehört zu meinen Kleidern auch ein… eine Art Schal. Das ist kein Teil meiner Uniform, jedoch ein Zeichen meiner Herkunft. Meiner Familie wenn man so will. Es ist für mich Tradition, ihn zu tragen. Auch über einer Uniform."

 

Die junge Frau wirkte ein wenig verunsichert. "Ist das eine Art… Adelsprädikat?"

 

Jetsun nickte erneut. "Ja, so in der Art. Die Grundfarben stellen den Adelsrang in meinem Land dar."

 

"Also sind Sie von Adel? Darf ich mehr darüber erfahren?"

 

"Sicher." Jetsun war das nicht unangenehm. Warum sollte es auch. Es war einfach eine Tatsache und setzte andere Leute ja nicht herab. Im Gegenteil.

"Meine Leute tragen Namen, aber keine Familiennamen. Mein Name, Jetsun Pema, bedeutet daher nicht, dass ich zur Familie Pema gehöre. Andere Leute tragen den Namen Pema als ersten Namen. Das gilt aber nicht für das Adelshaus. Der Name meiner Familie lautet Wangchuck. Das ist der Familienname meines verstorbenen Gemahls, die seitdem auch der meine ist.

In früheren Zeiten hatte unsere Familie die Könige meines Landes gestellt. Jetzt, in der Föderation gibt es diese Könige nicht mehr als Herrscher, jedoch ändert das nichts an den Familien.

Mein Name für Sie wäre also Jetsun Pema Wangchuck atto Bhutan. Bhutan ist der Name meines Landes innerhalb der Föderation.

 

Die Kikonin schien beeindruckt. "Also sind sie hochadligen Geblütes, Jetsun Pema Wangchuck atto Bhutan. Danke, dass Sie mir das mitgeteilt haben. Es ist wichtig, gerade für diese Queste, dass wir hier keine Fehler begehen. Sie müssen ja entsprechend korrekt gekleidet werden."

 

"Aber gerne." Jetsun strahlte die junge Frau an.

"Darf ich dann meinen Rachu haben? Den Schal?"

 

"Nein, bitte. Aber wir werden diese Farbe für Sie beachten."

Die Kikonin lächelte breit.

"Wenn Sie mir bitte folgen mögen?"

 

 

# Zeit: MD 07.1630

# Ort: auf dem Planeten

 

Es war für Jetsun eine unglaubliche Erleichterung, als eine junge Kikonin, ebenfalls nur in ein dünnes Tuch gehüllt, auf sie zutrat und sich vorstellte: "Jetsun Pema Wangchuck atto Bhutan?" Offensichtlich hatte sich ihr 'Kikonen-Name' schnell herumgesprochen. "Ich bin Arsinoe Myzen Xanthia Solange atto Myzen."

 

Jetsun machte große Augen, dann verbeugte sie sich schnell, wie sie es im Palast bei der Feier gelernt hatte. "Sie sind die Tochter der Prinkipax!"

 

Arsinoe legte ihre Hand auf Jetsuns Schulter.

"Ja, das stimmt. Aber das hat hier keine Bedeutung. Ich werde Sie auf diese Queste begleiten. Meine Mutter hat dafür Sorge getragen, dass ich Ihre persönliche Geleiterin sein werde. Ich freue mich schon sehr. Das ist eine sehr große Ehre.

Sie lächelte offen.

"Im Augenblick sind wir uns absolut gleich gestellt. Daher bitte keine Verbeugung. Nennen Sie mich bitte einfach Arsinoe.

Ich muss auch sofort wieder gehen. Eigentlich sollten wir uns noch nicht treffen. Ich wollte nur die Grüße meiner Mutter ausrichten."

 

"Dann ist Ihre Majestät, die Prinkipax nicht ungehalten über mein Nichterscheinen heute früh?"

 

"Sie war enttäuscht, hat aber absolutes Verständnis dafür gezeigt, da Sie ja offenbar doch auf die Queste gehen werden. Das hat natürlich Vorrang."

 

Jetsun seufzte erleichtert.

"Danke. Richten Sie ihrer Majestät bitte meine Dankbarkeit aus."

 

"Das kann ich leider nicht. Ich bin mit den anderen Geleiterinnen nebenan."

Wieder legte sie ihre Hand auf Jetsuns Schulter. "Dann sehen wir uns heut Abend."

 

# Zeit: MD 07.1830

# Ort: auf dem Planeten

 

Die Kleidung war… dramatisch. Anders konnte man es nicht sagen.

Die Sachen, die sie bekamen, entsprachen eindeutig dem Rang, also dem militärischen innerhalb der Sternenflotte. Je höher der Dienstgrad, desto weniger der Stoff oder der Bedeckungsgrad. Allerdings war auch das Material in seiner Art abgestuft, sowohl was den Rang als auch was die Funktion anging. Das beste Beispiel war da Commodre Ruthven. Sie trug etwas, was mit einer gewissen Fantasie zumindest als eine Art Rüstung – zumindest für den Unterkörper – durchgehen konnte. Jedenfalls empfand Jetsun die breiten Lederstreifen des Rockes, die die Commodore trug als solches. Und der metallene Kragen und der metallbedeckte Gürtel deutete so etwas an. Außerdem hatte sie an dem Gürtel eine Halterung um eine Seitenwaffe zu befestigen. Nur ihre Brüste waren, von kleinen Zierplättchen abgesehen, ausgesprochen ungeschützt.

 

Das galt aber auch für Jetsuns eigenes Gewand. Hier hatten die Kikonen eindeutig ihren nichtmilitärischen Rang mit einfließen lassen. Und natürlich ihre medizinische Tätigkeit.

Sie hatte ein einfaches, weißes, leicht plissiertes Gewand aus hauchdünnem Stoff, welches ihre Körperlinien deutlich durchscheinen ließen. Es begann unterhalb ihrer Brüste, die frei blieben, wurde von zwei dünnen Trägerbändern über die Schulter und einer dünnen Schnur um die Hüften festgehalten, war seitlich hoch geschlitzt und reichte hinunter bis zu den Waden. Abgesehen davon, dass das Gewand aus sehr edlem Material bestand, war es schlicht gehalten. Den Kontrast dazu bildete ein breiter Halskragen aus Rotgold, dar mit feinen Rubinen besetzt war. Dazu trug sie artgleiche Armbänder. Ihre Lippen, Wangen und die Brustwarzen waren mit feiner Goldfarbe bemalt. Ihr Haar war zu einem einzelnen, dicken Zopf geflochten. An den Füßen trug sie wiederum einfache Schnürsandalen. Nur ihre medizinische Tasche mit unter anderem dem Trikorder und dem Sternenflottenkommunikator, den sie an der Tasche befestigt hatte, ließ sie als Mitglied der Sternenflotte erkennen.

 

Jetsun strahlte. Sie mochte dieses Gewand in seiner Gesamtheit. Falsche Scham verspürte sie nicht. Wozu auch? Die Kikonen hatten diese Kleidung ausgesucht und keine religiös geprägten Tabus behinderten sie. Der feine Stoff um ihre Beine fühlte sich wundervoll an und die Luft auf ihrer Haut nicht minder. Und mit Arsinoe an ihrer Seite, die fast genauso gekleidet war, nur dass ihr Halskragen blaugrundig und mit Lapislazuli bedeckt war, fühlte sie sich sehr wohl. Vielleicht war es doch keine so schlechte Idee, diese Queste zu beschreiten.

 

Sie sah Captain Ruthven, der aufgrund seines militärischen Rangs auch recht freizügig gekleidet war, was ihm aber, wie sie fand, richtig schneidig aussehen ließ. Sie trat zu ihm hin, ein offenes Lächeln auf dem Gesicht, und sprach ihn an:

"Captain Ruthven, Sir. Ich möchte Ihnen die Tochter der Prinkipax vorstellen. Dies ist Arsinoe Myzen Xanthia Solange atto Myzen."

 

Die sie vorgestellte Kikonin musterte dem CO der Hephaistos kurz, dann nickte sie ihm zu.

"Captain Shay Ruthven atto Federation. Ich freue mich, Sie kennen zu lernen. Wie es aussieht, werden wir zusammen auf diese Queste gehen. Ich freue mich sehr, dass ich dabei sein darf."

Sie legte ihre Hand auf Jetsuns Schulter, wie sie es schon häufiger getan hatte.

"Ich wurde als Geleiterin von Jetsun Pema Wangchuck atto Bhutan ausgewählt. Haben Sie Ihren Geleiter schon gefunden?"

 

</RPG>

 

 

<SUM>

 

# Zeit: MD 07.0112

# Ort: Hephaistos

 

Jetsun wird knapp abgefertigt. Der CO hat eindeutig keine Lust auf eine weitere Diskussion.

 

 

# Zeit: 07.7010

# Ort: Besprechungsraum

 

Das Brainstorming geht weiter. Sauerstoff muss nicht schädlich sein. Und wieder stellt Jetsun fest, dass Befehl nun einmal Befehl ist.

 

 

# Zeit: MD 07.1200

# Ort: auf dem Planeten

 

Auch die Frauen unterziehen sich einer rituellen Reinigungszeremonie. Bei einem Gespräch im Bad gibt Jetsun freimütig Auskunft über ihre Familie und ihre Heimat. Das hat Auswirkungen auf ihre zeremonielle Kleidung für die Queste.

 

 

# Zeit: MD 07.1630

# Ort: auf dem Planeten

 

Jestun wird kurz von Arsinoe, der zweitältesten Tochter der Prinkipax aufgesucht. Zu ihrer großen Erleichterung war die Prinkipax nicht ungehalten über die Verschiebung des Besuchstermins.

 

 

# Zeit: MD 07.1830

# Ort: auf dem Planeten

 

Wie auch die Männer, so bekamen die Frauen ebenfalls zeremonielle Kleidung, die sie für den Zeitraum der Queste über tragen sollten.

Jetsun stellt dann Arsinoe Shay vor.

 

</SUM>

 

Isabelle

a.k.a.

Jetsun Pema, Ens.

(i)CM USS Hephaistos

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