[USS-Hephaistos] MHN – sein oder nicht sein

Hallo Zusammen, 
ich wieder… aber ich hatte noch etwas zum MHN zu schreiben, damit die Fäden da nicht so offen rumliegen und auch klar ist, das diese Wesen weg sind und erst mal auch nicht wieder auftauchen. 
Liebe Grüße 
Miri

 

<RPG>

# Ort: Hephaistos – Holodeck

# Zeit: MD 8.1200

# Ball: Ela

Arrest oder Sicherheitsverwahrung waren eigentlich nur unterschiedliche Worte für denselben Zustand. Er war eingesperrt und das nur weil… warum eigentlich?

Gut, er hatte seinen Spaß mit der süßen Ärztin gehabt, aber wenn man für so etwas eingesperrt wurde, dann gehörten noch weitere Crewmitglieder in den Arrest, angefangen mit seiner lieben Freundin Emily. Ein seltsames Gefühl breitete sich in seinen Subroutinen aus. Ob es ihr wirklich gut ging? Ob sie zurückkommen würde?

Er war zwar darauf programmiert Wesen zu helfen, aber wenn der medizinische Notfall versorgt war, dann verschwendete er keinen weiteren Gedanken an den Patienten, außer es ging um eine Kontrolluntersuchung und auch dann griff er lediglich auf seine gespeicherten Informationen zurück, jetzt aber sorgte er sich um Emily und er sorgte sich um sich selbst. Er war abgeschoben und auf Gedeih und Verderb auf die Sternenflotte angewiesen, wenn irgendwer auf die Idee kam ihn neu zu booten, dann war er verschwunden! Von tot wollte er nicht sprechen, denn dafür hätte er erst einmal leben müssen und ob er das wirklich tat da war er sich nicht sicher.
Er war sich aber in einem anderen Punkt mehr als sicher, er war nicht mehr eines der unzähligen MHN Programme die auf unzähligen Sternenflottenschiffen eingesetzt wurden und genau aus diesem Grund benötigte er dringend ein anderes Äußeres und einen Namen und der Crew zu verdeutlichen, das er ein Individuum war! Irgendwann würden sie ihn verstehen müssen, ihn ernst nehmen müssen und dann waren ihre langweiligen Regeln und Vorschriften hoffentlich seine Rettung.

Schon vor Stunden hatte er bei dieser niedlichen Samantha eine Anfrage nach einem Termin gestellt, dieses Mal hatte er den Dienstweg eingehalten und seine Zeit damit vertrödelt Namen und das passende Aussehen zu testen.

Nach einem kurzen Ausflug in die englische Barockzeit und dem Namen Elisabeth, hatte er sich doch für eine männliche Form entschieden. Stöckelschuhe, waren sicherlich optisch sehr hübsch und ein wahrer Blickfang, jedoch waren sie mit Sicherheit nicht gut für die Knochen und Muskeln und in ihm steckte noch genügend Mediziner um zumindest in diesem Punkt ein Vorbild sein zu wollen. Korsette und Unterröcke waren auch eher unpraktisch bin vollkommen unnötig, weswegen ein männliches Aussehen zu bevorzugen wäre.
Irgendwelche Erkenntnisse musste man aus den ständigen Wechseln der Programmierung des Erscheinungsbildes ja ziehen. 

Stunde um Stunde hatte er damit zugebracht sein Äußeres zu verändern und sein heimlicher Favorit war ein mürrischer Arzt aus der menschlichen Geschichte, der Gehstock war schick und notfalls konnte man damit junge Offiziere piksen. Nur dann wenn diese nicht so wollten wie er es sich vorstellte. 

Für den Moment saß er in einem Büro das er sich auf dem Holodeck materialisiert hatte und ging Akten durch, ein Arzt konnte einfach nicht aus seiner Haut. Die Bilder der hübschen Frauen machten sich auch viel besser wenn man sie in Akten versteckte und so bekam er sicher auch keine Ärger. 

Warten war Scheiße…. Auch eine Empfindung die brandneu und noch ganz unbenutzt für ihn war.

 

 

 

# Ort: Hephaistos – Weg zum Holodeck

# Zeit: MD 8.1220

# Ball: Ela

Sam hatte überhaupt keine Zeit für diese Spielchen des MHNs, sie war noch immer angeschlagen, sie hatte die Verantwortung für das Schiff und musste sich um eine Crew kümmern die sie eigentlich überhaupt nicht kannte. Natürlich machten alle ihren Job und das vorbildlich, ABER es war seltsam wenn man die Leute nicht einmal vom Namen her kannte und selbst wenn sie weiter ihre wenige Freizeit darauf verwenden würde Namen und Gesichter auswendig zu lernen, würde sie noch ein paar Tage benötigen um dem Ganzen gerecht zu werden.

Sam ermahnte sich, es würde nicht das Geringste bringen, wenn sie hier in Selbstmitleid badete oder sich gleich darin ertränkte. Ein wenig in diesem Gefühl zu duschen, war unter Anbetracht der Umstände erlaubt, aber das Bad musste verschoben werden, wenn das Außenteam zurück war, dann hatte sie vielleicht einen Moment sich auf ihre Gefühle und die Erfahrungen zu besinnen und um die zu trauern, die sie verloren hatte.

Sams Weg endete abrupt als sie um eine Ecke bog und fast mit einem kleinen Mädchen kollidierte. Das Kind war nicht mal acht und sah zwar niedlich in dem weißen Blumenkeid aus, aber es sollte hier nicht allein herumlaufen! Niedlich hin – Niedlich her. 

Suchend blicke Sam sich um,  Kinder sollten in Kriegszeiten nicht auf solchen Schiffen sein. Kopfschütteln ging sie vor dem Mädchen in die Hocke, „Wenn du so um die Ecke hoppst, dann kommt es noch zu einem Unfall.“ Sam versuchte sich an einem Lächeln, während das Mädchen schuldbewusst ihr Gesicht an ein Katzenstofftier schmiegte.

Die Unsicherheit des Mädchens schien sie geradezu anzuspringen, „Ist schon gut. Ist ja nichts passiert. Wo sind denn deine Eltern?“

Das Mädchen zog die Schultern ein kleines Stück weit nach oben, nur um sie wortlos wieder sinken zu lassen, „Ich weiß nicht…“, kam ein Flüstern von dem Kind.

„Du solltest hier nicht allein herumlaufen“; Sam hockte noch immer vor dem Kind hielt ihr nun aber die Hand entgegen, „Ich heiße Sam und wie ist dein Name?“

Das Mädchen dachte angestrengt nach, „Mein Name?“

Die Aufmerksamkeit des Mädchens wurde von etwas Anderem geradezu angezogen, ohne die Chance sich davon zu lösen. Ein leises Schnurren sorgte nun auch dafür, dass Sam sich umblickte und eine Katze sah. Sie erhob sich als das Mädchen an ihr vorbeirannte, „Ich habe ich gesucht! Wo warst du denn?“ Die Katze ließ sich auf dem Arm des Kindes ziehen und schon hopste der kleine blonde Wirbelwind um die nächste Ecke. „Warte, Sam umrundete die Ecke, jedoch war von Kind und Katze nichts mehr zu sehen. Die Streck bis zur nächsten Ecke wurde begutachtet und Sam entscheid, dass dieses Kind eigentlich nicht so schnell sein konnte.

Sie betätigte ihren Kommunikator und berichtete der Sicherheitsabteilung, dass ein Kind verloren gegangen war, dann setzte sie nach einer kurzen Suche ihren Weg weiter fort zum Holodeck.

Gerade als sie sich in ihr Schicksal ergeben wollte, meldete sich die Sicherheit und informierte sie darüber dass es auf dem Schiff kein Mädchen gab das auf ihre Beschreibung passen würde.
Was hatte sie dem Schicksal eigentlich getan?

Warum bekam sie denn nur ein Problem nach dem Anderen serviert?
Oder drehte sie einfach langsam durch?

Ihr Blick verfinsterte sich als sie das Büro des MHN begutachtete, was hatte der denn schon wieder vor?
Der Tag konnte nun ganz klar in die Tonne. 

 

 

 

# Zeit: MD 07.0450

# Ort: Hephaistos – Holodeck

Ball: Nö

Die beiden dunklen Gestalten blickten sich an. „Vielleicht sollten wir ihn mit uns nehmen?“

Die Frauen in den langen düsteren Umhängen verließen das Holodeck, „Wir verlassen das Schiff…. Unsere Anwesenheit wird an anderer Stelle benötigt! Wir haben nicht die Zeit um und um ihn zu kümmern…. und nicht die Lust!“

Eine Welle aus Käfern folgte seinen Herrinnen, während die vereinzelten Besatzungsmitglieder das Szenario um sie herum nicht einmal bemerkten. „Er ist allein unter ihnen!“ Ein Seufzen entkam den schwarzen Lippen, „Er muss sich erst beweisen… beweisen ob er ein echtes Leben hat, oder nicht! Noch ist er nichts weiter als ein Programm der Sternenflotte das versucht etwas größeres zu werden.“
„Du bist zu melancholisch Schwester… auch das du diese Wesen immer erst einmal sterben lässt.“
Die Zweite blieb verärgert stehen und zog ihre Kapuze zurecht; „Zum Leben gehört der Tod, alles hat ein Verfallsdatum! Dessen solltest du dir bewusst sein.“

Der Weg setzte sich fort und auch die schwarzen Käfer setzten ihre Marsch fort und umrundeten dieses mal sogar die Frauen, jedoch wichen sie geschickt ihren Bewegungen aus, „Vor mir aus, soll er nicht der Einzige seiner Art sein.“ Die Frau nahm einen der Käfer hoch und zog ein paar sichtbar gewordenen Festen eines Programms aus seinem Maul, die sie  fast liebevoll auf den Boden legte.

„Nun komm, ich möchte die Geburt des schwarzes Lochs sehen.“

Die Käfer krabbelten auf die Umhänge der Frauen, krabbelten an ihren empor und schien zu  einem Berg aus Käfern zu werden, bevor sie alle in einem schwarzen Blitz verschwanden und das Schiff verließen, ohne wirklich bemerkt worden zu sein. Die Sternenflotte die sich oft für die Krönung der Schöpfung hielt, bemerkte von Zeit zu Zeit jedoch nicht was sich vor ihrer Nase abspielte.

An der Stelle an der das Datenfragment auf dem Boden gelegen hatte, saß nun ein kleines Mädchen das sich verwirrt umblickte….

</ RPG>

 

< SUM>

# Ort: Hephaistos – Holodeck

# Zeit: MD 8.1200

# Ball: Ela

Das MHN ist auf der Suche nach sich selbst und versucht ein neues Aussehen mit passendem Namen zu finden. Er wartet auch auf Sam die seinen Antrag auf einen Namen entsprechen soll. 

# Ort: Hephaistos – Weg zum Holodeck

# Zeit: MD 8.1220

# Ball: Ela

Auf dem Weg zum Holodeck trifft Sam auf ein Kind, das sich verlaufen hat. 

# Zeit: MD 07.0450

# Ort: Hephaistos – Holodeck
Die fremden Wesen, die das Potential des MHN erkannten und ihn bei seiner Entwicklung unterstützt haben, haben das Schiff verlassen und nicht vor in nächster Zeit wieder zurück zu kommen. 
Allerdings wollten sie auch nicht, das das MHN allein unter der Sternenflotte sein muss und haben dafür gesorgt, dass er nicht der Einzige seiner Art ist. 

</ SUM>

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