[USS-Hephaistos] Möbelrücken

<NRPG>
So,
bevor es was zur Mission gibt, arbeite ich mit diesem RPG erst einmal Bälle ab, die für mich geworfen wurden. Vielen Dank dafür.
Das RPG ist "nur" Soap, so dass sich dieser nicht zu sehr mit den Missionsdingen vermischt.

Das Holodeck-Abenteuer von Shay und Ajur habe ich allerdings auch noch einmal ausgespart – denn das will ich ebenfalls separat schreiben, um es zu würdigen.

Viel Spaß beim Lesen,

Effi

</NRPG>

<RPG>

# Zeit: MD 04.1500
# Ort: Betazed, Künstlerkolonie (USS Hephaistos, Holodeck 2)

<QUOTE>

"Und – wieso lasst ihr euch dann nicht einfach wieder scheiden?" fragte sie dann. "Es ist ja nicht so als wenn das heutzutage so ein großes Ding wäre." fragte sie weiter und Shay seufzte.

"Ich weiß nicht. Zum einen weil ich bei der Hochzeit auch ein Versprechen gab und egal welchen Ruf ich haben mag aber ich halte mein Wort wenn ich es einmal gebe. Und zum anderen – es ist immer noch bequemer einfach verheiratet zubleiben statt sich scheiden zu lassen. Mein Vater ist glücklich das er mich unter der Haube weiß, ihre Familie ist zufrieden … " er zuckte mit den Schultern. "Und sie hat kein Problem damit wenn ich ähm … nun ja sie würde sagen 'meinen körperlichen Bedürfnisse mit anderen Personen stille' solange es eben diskret passiert." fuhr er fort. Nicht sicher ob dies die Antwort war die sie sich erhofft hatte.

Trish schwieg eine Weile und versuchte das gehörte zu verdauen. "Und ist das alles? Körperliche Bedürfnisse stillen, meine ich?" fragte sie dann und brachte Shay damit sichtlich aus dem Konzept. "Wenn es nur das wäre könnte ich dasauch mit entsprechenden Hologrammen im Whirlpool meines Wandschranks" erklärte er dann konsterniert und brachte Trish damit kurz zum auflachen ehe sie wieder ernst wurde. "Moment – du hast einen Whirlpool im Wandschrank?" fragte sie dann und zog eine Augenbraue hoch. "Nur einen holographischen und ich zeig ihn dir gern Mal wenn du willst." grinste er nun leicht anzüglich.
</QUOTE>

In Trish Augen blitzte es. "Vielleicht ein ander' Mal, Shay Ruthven" sagte sie und schenkte dem Schotten ein zurückhaltendes, aber dennoch so intensives Lächeln, dass er das Kribbeln an seiner Wirbelsäule spüren konnte. Diese Frau wusste, wie man allein mit Blicken und Gesten einen Mann auf Berge des Glücks tragen oder in Gruben der Verzweiflung stoßen konnte.
"Aber…" Sie fischte sich eine Traube, wie eine Trophäe, aus dem Obstsalat und hielt sie sich vor den Mund. "… ich bin keine Frau nur für körperliche Bedürfnisse…." Damit aß sie die Traube mit einem einzigen Haps, kaute und schluckte.
"Also werde ich wohl, wenn dies hier vorbei ist und wir wieder Subraumkontakt haben dürfen, irgendwie mit ihr reden müssen" Sie seufzte. Das würde vermutlich nicht ganz so einfach werden.
"Ich finde dich anziehend, Shay – aber ich muss wissen, dass es… ok ist."

Unwillkürlich lockerte Shay sich ein wenig den Kragen und nickte. "Natürlich. Ich verstehe…"

"Danke" lächelte Trish – und erhob sich. Sie schritt um den Tisch herum und beugte sich vor. Shay musste sich echt Mühe geben, nicht in den tiefen Ausschnitt des – ohnehin halb transparenten – Kleides zu fallen, als die Rothaarige ihm einen Kuss auf die Wange hauchte. "Nun sollte ich aber gehen und dir nicht weiter die Holozeit stehlen." Sie richtete sich auf. "Du hast mir sehr geholfen."

***

# Zeit: MD 4.1755
# Ort: USS Hephaistos, Deck Geos/9 – zerstörtes Quartier nahe der Materieinjektoren
# Ball: Freiball

Mit Sorge besah sich die rothaarige Technikerin den Türrahmen des Quartiers. Er zeigte noch immer schwarze Flecken, die wie Finger von innen heraus nach dem Metall gegriffen hatten – Spuren der Flammen, die durch die Explosion im Inneren des Quartiers ausgebrochen waren. Tatsächlich lag das besagte Quartier G9/Blau-11 nicht nur in der Nähe der Antimaterieinjektoren, sondern mit der Rückwand auch an der Hauptkrankenstation.
Trish atmete durch und betätigte den Türöffner. Es half nichts, hier draußen herum zu stehen.

Fast zärtlich glitt die Tür auf, nur um ihr dahinter ein Chaos zu präsentieren:
Die Explosion in der Krankenstation vor… war es wirklich erst 9 Tage her? Nach dem was alles passiert war, kam es ihr so vor, als wäre es vor deutlich längerer Zeit passiert. Nun, die Explosion hatte die Rückwand des Quartiers zerstört und ein Feuer im Inneren ausgelöst. Das Feuer war gelöscht und die Rückwand – im Zuge der Wiederherstellung der Krankenstation – wieder repariert worden… aber das war es auch schon gewesen. Der Bodenbelag war durch Feuer und Löschvorgang ruiniert worden, Möbel zerstört. Überall lagen noch Trümmerreste herum – die großen Bruchstücke waren längst der Materiewiederverwertung zugeführt worden, aber niemand hatte sich die Mühe gemacht, die kleineren Bruchstücke zu sichten und zu recyceln. Vermutlich hatte sich irgendjemand gedacht, dass man aussortieren sollte, was noch verwendet werden konnte und was man neu replizieren musste. Um 'Energie zu sparen'. Als würde das bei dem sonstigen Energieverbrauch an Bord wirklich ins Gewicht fallen. Aber es war Krieg und da gab es Vorschriften. Dabei zeigte der noch immer im Raum hängende Brandgeruch deutlich an, dass eigentlich alles raus gehörte – immerhin, das würde es einfacher machen.

Trish begann zögerlich ihren Rundgang durch das Quartier, um weitere Schäden zu begutachten. Es war eigentlich ein Mehrzweck-Quartier gewesen, dass für zwei Crewmitglieder, einen höherrangigen Offizier oder ein Ehepaar ausgestattet werden konnte. Dementsprechend hatte es zwei separate Raumabschnitte, einen Hygienebereich und einen 'variablen Funktionsbereich', der unterschiedlich gestaltet werden konnte.
Da sie den Rang einer Petty Officer bekleidete, würde es also ein Zweier-Quartier werden. Aber wenigstens würde sie vielleicht den 'variablen Funktionsbereich' mit einer Küche gestalten können? Wenn sie sich schon die Arbeit machte…

Sie schrak vor dem Gedanken zurück und schüttelte selbst den Kopf. Nein, eigentlich sollte das doch gar nicht von Dauer sein! Nur eine Notlösung, bis Emily wieder zurück war und sie wieder bei ihr…
Trish spürte, wie ihr die Tränen kamen. Sie hasste das. Sie wollte nicht weinen. Nicht jetzt. Stoisch, fast wütend, öffnete sie eine Abdeckklappe und verifizierte ihre Vermutung, dass die Leitungen ebenfalls vollkommen 'am Arsch' waren. Schön, wenn man Recht behielt. Irgendwie.

Sie trat ein kleines Trümmerstück zu Seite, wischte sich über die Augen und ballte grimmig die Fäuste.

"Computer – liegt ein Arbeitsauftrag für Quartier G9/Blau-11 vor?"
[Positiv. Es liegen 3 Arbeitsaufträge für dieses Quartier vor.]
"Computer – Wie ist der Titel des Neusten?"
[Wiederherstellung des Quartiers, Petty Officer.]
"Danke, Computer. Arbeitsauftrag auf mich übertragen und Ressourcenkonto öffnen"
[Arbeitsauftrag zugewiesen.]

Trish sah sich noch einmal um, atmete wieder durch.
"Computer, erfasse alle losen Teile in Quartier G9/Blau-11 inklusive Möbel und führe sie der Ressourcenverwertung zu."
[Erbitte Bestätigung zur Ressourcenrückführung aus Quartier G9/Blau-11]
"Bestätigung erteilt."

Während um sie herum Trümmerstücke und Möbelreste dematerialisierten, schaltete Trish in den Arbeitsmodus und betätigte ihren Kommunikator.
"Ó Grianna an WO Kiadra"
["Kiadra hört. Was gibt es Trish?"]
"Störe ich dich im Feierabend, Kiadra?"
["Ich sitze gerade in der Messe. Abendessen."]
"Oh, das tut mir leid. Dann störe ich auch nicht lange. Ich bin gerade in G9/Blau-11 und brauche die Freigabe für Standardmodule H-IIc, A0, A1, S7 und T13d. Auf Statik habt ihr schon geprüft, oder?"
["Ja, haben wir…"] Kiadra klang verwirrt. ["Warum bist du jetzt noch in dem Quartier? Hat das nicht Zeit bis morgen?"]
"Naja – der OPS hat mir das Quartier zugewiesen und wenn ich heute irgendwo schlafen will…"
["Das ist ein schlechter Scherz, oder? Soll ich mal mit dem…"]
"Danke, Kiadra – ich weiß das zu schätzen. Aber bevor du dich wegen mir mit einem Offizier anlegst – er hat sich wirklich bemüht. Was noch frei ist, sieht noch schlimmer aus. Irgendwo müssen die Geretteten ja hin und wir haben ohnehin reduzierte Quartierkapazität durch die ganzen Zusatzmodule, die die Süße hier trägt…"
["Trotzdem…"] Trish konnte sich den Gesichtsausdruck der bajoranischen Ingenieurin gerade lebhaft vorstellen. ["Ich gebe die Module gleich frei. Ich komme dann auch gleich rüber und schaue mal ob ich helfen kann…"]
"Du bist ein Schatz! Danke Dir."
["Klar. Dafür sind Freunde ja da. Bis gleich."]
"Bis gleich. Ó Grianna Ende."

Mittlerweile war das Quartier fast leer. Gut. Zeit für die nächste Anfrage.
"Ó Grianna an PO Gomez"
["Ah, Bella. Was gibt es denn?"]
"Hallo Luigi. Ich bin gerade in G9/Blau-11 und bräuchte dringend jemand, der hier den Boden rausreißt und einen neuen Belag verlegt. Das soll nämlich mein neues Quartier werden. Hat einer deiner Jungs vielleicht noch Dienst und könnte vorbei kommen?"
["Ah, Principessa, wozu der Aufwand? Das Quartier ist eine Katastrophe! Du kannst doch auch bei mir wohnen!"]
Trish lachte. Er versuchte es doch immer wieder. "Und was sagt deine Frau dazu, Luigi?"
["Ah, machst du deine Nudeln mit Steinpilzsoße, dann ist sie ganz versöhnlich!"]
"Die mache ich gerne für euch, Luigi – wenn das Quartier wieder hergerichtet ist. Du weißt, dass nicht geht, was nicht geht."
["Schade, schade, Tigrotta."] Das Bedauern in der Stimme war ehrlich. Aber Trish kannte dieses Geplänkel schon – und auch wenn Luigi etwas audringlich wirken konnte, war er ein herzensguter Mann und sehr friedlich, wenn man nur sein Ego streichelte. Außerdem war er seiner Frau treu – entgegen aller anderslautender Gerüchte. Was vermutlich auch gut war, denn Giulia war der Prototyp der feurigen, explosiven Italienerin. ["Frank hat eigentlich zu tun. Aber ich denke, ich kann den Auftrag umpriorisieren. Er kommt in etwa 30 Minuten zu dir rüber. Und ich komme mit, damit es schneller geht"]
"Du bist ein Schatz Luigi!"
["Das höre ich gerne. Bis gleich! Gomez Ende."]

Trish ließ die Finger knacken. Nun denn – das sah doch gleich viel besser aus. Gut, wenn man Freunde an Bord hatte.
Also dann…

<NRPG>Irgendwer, der noch helfen will? Oder sich beschweren mag, dass Crewmitglieder Aufträge verschieben? 😉 </NRPG>

***

<QUOTE>
„Ich glaube nicht, dass das sinnvoll ist. Ich rede kurz mit Forbes. Aber deine Schicht müsste sowieso bald zu Ende und sein und ich kann auch eine kurze Pause vertragen.
Wenn es dir recht ist, können wir uns woanders, nicht ganz so öffentlich, uns weiterunterhalten. Vielleicht über etwas schöneres.“
Es würde keinen helfen, wenn Trish abermals zusammenbrechen würde, jetzt wo sie zumindest etwas stabiler schien. Obwohl Tine im ersten Moment nicht einmal einen Plan
hatte worüber sie mit ihr reden sollte, denn eigentlich wusste sie so gut wie nichts über Trishs Interessen.

„Danke“, murmelte Trish dankbar und stand langsam auf. An der Technik für den Transporter weiterzumachen wäre wohl wirklich verdammt hart für sie gewesen.
</QUOTE>

# Zeit: MD 05.1555
# Ort: USS Hephaistos, Quartier G9/Blau-11
# Ball: Tine

"… und dann haben wir uns von hinten an das Kamel geschlichen und ihm einen kräftigen Klapps gegeben. Du hättest sehen sollen, wie sich diese Tusse versucht hat, auf dem Kamel zu halten… Bis das Tier dann direkt an der Oase anhielt und sie kopfüber in das schlammige Wasser geworfen wurde" vollendete Tine die Erzählung eines Jugendstreiches. Sie wusste nicht genau, wie Trish sie dazu gebracht hatte, von diesen zu erzählen – aber es war geschehen. Trish hatte eine Art an sich, dass man ihr diese Dinge erzählte – und in der Zeit, da die beiden Frauen in Trish provisorisches Quartier gegangen waren, um in Ruhe einen Tee zu trinken und sich zu unterhalten, hatten sie festgestellt, dass sie irgendwie doch einiges gemeinsam hatten. Beide hatten als Kind große Gemeinschaften an ungewöhnlichem Ort erlebt und beide waren dann in einer Umgebung aufgewachsen, in der sie nicht sein wollte.
Bei ihnen beiden hatte dies dazu geführt, dass sie 'trotzige' kleine Wirbelwinde geworden waren und letztendlich zu den selbstbewussten Frauen, die sie jetzt waren.

Und Trish schien es gut zu tun, zu reden.
"Ich kann es mir vorstellen. Muss ein schöner Anblick gewesen sein, als sie triefendnass aus dem Wasser kam" kicherte die Rothaarige. "Hast du Ärger bekommen? Immerhin war sie ja so irgendwas wie der Boss deines Vaters?"

"Oh, schon. Aber nichts, was ein Kind nicht schnell wieder vergisst" feixte Tine.

"Ich erinnere mich noch daran, wie ich das City-Shuttle meiner Großmutter so manipuliert habe, dass es immer zum Spielzeugladen flog, anstatt zur Schule" sinnierte Trish nun.

"Oh? Wie alt warst du da?"

"Öhm… Neun? Glaube ich. Ok, 'umprogrammiert' ist auch zu viel gesagt. Ich habe einfach die Einträge für beide Orte in der Navigationsdatenbank vertauscht. Was vermutlich noch perfider war, weil selbst der Techniker keinen Fehler in der Steuerung, den Sensoren oder dem Navigationsprogramm finden konnte…"

"Oh mein Gott, wie genial! Das hat vermutlich einige wahnsinnig gemacht?"

"Qui. Meine Großmutter war nicht amüsiert. Allerdings war das zu einer Zeit, wo sie schon aufgehört hatte, zu versuchen, mir Hausarrest zu geben"

"Tu as été une fille diabolique!" antwortete Tine, was ein 'Squeee-Geräusch' von Trish auslöste.

"Tu parle francais?" fragte die Halb-Französin die Vorgesetzte, ob diese Französisch spreche.
Diese blickte nun etwas verlegen, diesen Überschwang hatte sie nun nicht erwartet.
"Ein bisschen" gab sie zu. "Bin eingerostet."

"Oh, das können wir ändern…." grinste Trish da.

<NRPG> So – über was könnten Tine und Trish sich noch so unterhalten beziehungsweise anstellen?</NRPG>

***

# Zeit: MD 05.1900
# Ort: USS Hephaistos, Quartier G9/Blau-11
# Ball: Kim

Trish saß auf ihrem Bett, fuhr sich durch die wilden Locken. Sie hatte wieder geweint – zum Glück war niemand hier, der dies sehen konnte. Zwar ging es ihr schon besser und die Zuwendungen der vergangenen Tage hatten geholfen – dennoch hatte sie Emilys Verschwinden, wenn sie ehrlich mit sich selbst war, noch lange nicht verarbeitet.

Vielleicht sollte sie sich Hilfe holen? Es hatte gut getan, über die Ereignisse zu reden – aber sie konnte damit schlecht ständig den Captain oder die TO belasten. Beide erfüllten wichtige Aufgaben auf diesem Schiff und das Trösten von aufgelösten Technikerinnen gehörte da sicherlich nur sekundär dazu.
Ruckartig erhob sie sich und wischte sich über die Augen. Dann trat sie an das mittlerweile funktionsfähige Terminal… und zögerte für einen Moment.
"Computer – Bitte rufe Dr. Renal" sagte sie dann schließlich.
Es war nur logisch, Hilfe in der Abteilung des Counselor zu suchen. Vermutlich wäre der Italiener hier die erste Anlaufstelle gewesen, aber wenn sie ehrlich war, würde sie lieber mit einer Frau sprechen. Also blieb die Romulanerin.
Deren Gesicht erschien auch gleich auf dem Bildschirm.
["Ja?"] fragte sie.
"Dr. Renal… guten Abend." sagte Trish und kam sich seltsam albern vor.
"Ich.. Greene. Petty Officer Trish Grene." stellte sie sich dann vor, weil sie nicht wusste, ob die Psychologin wusste, er sie war. "Ich… würde gerne mit jemanden sprechen. Also professionell… Wegen Emilys… wegen des Verschwindens von Lt. Wells…"
<NRPG>*ball hinleg*</NRPG>

***

# Ort: Quartier Ajur
# Zeit: MD 6.2100

<Quote>
Erschrocken sprang die Vulkanierin auf, ihre Emotionslosigkeit für den Moment vollkommen vergessen. Kurz wog sie ab, ob sie auf den Wohnzimmertisch springen sollte. Sie räusperte sich hingegen und versuchte die alte Fassung wieder zu finden.
„Ist ihnen bewusst dass sich Schädlinge in ihrem Quartier befinden?“
Ajur blickte auf und wollte mit einer Handbewegung in Richtung des Käfigs erklären, dass er den Begleiter von Emily bewachte bis diese zurück war, allerdings geriet er selbst ins Stocken, als sein Blick seiner Bewegung folgte und von der Ratte keine Spur im Käfig zu erkennen war. Das PADD legte Ajur zur Seite und machte ein paar Schritte auf den Käfig zu…. Immer noch keine Spur.
„Es lief unter die Couch“, brachte Reha nüchtern hervor, hoffte jedoch dass diese Tier nicht in ihre Nähe kommen würde. Ratten und anderes Ungeziefer waren ihr Schwachstelle.
</Quote>

"Es scheint, als hätte 'Elvis' die Findigkeit seiner Besitzerin" brummte der Klingone.

"Elvis? Sie geben dem pelzigen Schädling Namen??" fragte die Vulkanierin mit Unglauben in der Stimme. Nun, was sollte man von einer Spezies, die lebende Müllverwerter als Schlachtvieh auf Raumschiffen hielt auch erwarten?

"Dieser 'Schädling', wie sie ihn bezeichnen, ist ein Rassetier und der Besitz von Lt. Wells, welche mir in Abwesenheit die Aufsicht darüber übertragen hat" erklärte er, ein wenig indigniert. Warum musste er dies immer allen Leuten erklären? Traute man ihm nicht zu, die Aufsicht über ein solches Wesen zu übernehmen? Nun, dass das Tier ausgebrochen war, war ein wenig peinlich aber nicht unterwartet. Für solche Fälle hatte er einen Plan.

"Wie auch immer… wollen Sie nicht was tun?" Die Vulkanierin hatte immer größere Mühe, ihr Unbehagen zu unterdrücken. Dieses … Vieh konnte schließlich überall sein. Vielleicht sogar schon direkt hinter ihr. Nicht auszumalen, wenn…

"Computer – führe Befehlssatz 'Rückführung Elvis 3' aus" befahl Ajur mit ruhiger Stimme, worauf hin ein Beamgeräusch zu hören war, gefolgt von einem verwirrten Fiepen der Ratte aus dem Käfig heraus, welches endete, als der Futterspender en Leckleri in den Käfig fallen ließ.

"Sie… sie haben einen Befehlssatz für so etwas?" fragte Reha ungläubig. "Bricht dieses… Tier etwa häufiger aus?" Musste sie in Zukunft etwa auf der Hut sein, wenn sie an diesem Quartier vorbei ging?

"Das war das erste Mal" erklärte Ajur. "Ich bin gerne vorbereitet."

"Vorbereitet? Auf den Ausbruch einer Ratte?" Reha hob eine Augenbraue. "Vermutlich haben Sie dann auch einen Plan zur Übernahme des Schiffs, nur für den Fall, wie?" Die Vulkanierin hatte in ihrer Zeit bei der Sternenflotte durchaus das Konzept von Humor begriffen – wenn sie sich auch auf diesem Terrain noch nicht sicher bewegte.

Allerdings galt das für den Klingonen ebenso. "23"

"Äh, was meinen Sie?"

"Ich habe genau genommen 23 Pläne für diesen Fall. Plan 24 ist in Arbeit." entgegnete Ajur trocken. Natürlich hatte er diese. Es war seine Aufgaben, taktische Risiken aufzuzeigen und zu managen. Also musste er auch im Blick haben, welche Risiken und Möglichkeiten es gab. Das war für ihn aber so selbstverständlich, dass er sich nicht weiteren Erklärungen aufhielt.

"Ich glaube, ich sollte jetzt gehen." sagte die Wissenschaftlerin da und erhob sich.

"Einen Moment bitte, Lt." hielt Ajur sie auf. Die Vulkanierin erstarrte. Hatte der Klingone bemerkt, dass er ein Komplott verraten hatte und wollte jetzt eine Mitwisserin ausschalten?  Immerhin hatte man klingonische Spione an Bord gehabt. Konnte es also nicht doch sein, dass die Gerüchteküche an Bord Recht hatte und…
"Sie sollten die Dokumente für Lt. Claton nicht vergessen" ergänzte Ajur und reichte Reha ein anderes Padd.

"Natürlich" atmete Reha durch, nahm die Dokumente entgegen – und verließ das Quartier. Nur weg!

***

# Ort: USS Hephaistos, Quartier Emily
# Zeit: MD 6.1900
# Ball: John

<Quote>
Reha seufzte innerlich, sie hatte einen kleinen Blick riskiert und alles verloren. Sie war angesehen worden, von einer weinenden Menschenfrau…… das war leider ein Grund um kurz inne zu halten. Ein kurzes Nicken wäre eine angemessene Geste gewesen, aber nein schon wieder rollten Tränen über das Gesicht der Frau. Innerlich seufzte Reha, es war rein gar nichts an logisch daran mit dieser Frau zu sprechen, aber einfach weiter gehen brachte einem diesen gewissen Ruf ein. „Sie packen?“ Stellte Reha fest, nicht wissen was genau Trish hier tat. „Meinen Sie, sie wird zurückkommen?“ Rehas Blick wurde fragend, es wäre hilfreich gewesen zu wissen über wen sie sprachen um die Wahrscheinlichkeit zu errechnen, „Bitte?“
„Emily!“ Gab Trish tonlos von sich und packte weiter die Sachen der Trill zusammen. Rehas Augenbrauen wanderte ein klein wenig gegen den Horizont, „Die Wahrscheinlichkeit liegt bei unter 10 % würde ich Mutmaßen, obwohl mir zu einer fundierten Gleichung die nötigen Fakten fehlen.“
Die nüchternen Worte der Vuklanierin führten nur dazu dass Trish die Tränen nun unweigerlich über die Wangen ronnen. Ein Moment der Stille legte sich über die Frauen und Reha hoffte inständig das diese Person nicht auf die Idee kam von ihr Trost auf körperliche Weise einzufordern, die Nase triefte mittlerweile gefährlich und es war sicher schwer menschlichen Nasenausfluss aus der Lieblingsuniform heraus zu bekommen, ohne einen farblichen Unterschied hervorzurufen. „Es ist eine Chance“; Rehe blickte auf den Karton die Stiefel und die Lederjacke und mutmaßte das diese Dinge wohl der Till gehörten, „Aber ich könnte mir vorstellen, das sie nicht erfreut sein wird, wenn sie wieder da ist und ihr Eigentum in ihren Besitz übergegangen ist.“
Trishs Tränen versiegten abrupt, die Farbe ihres Gesichts änderte sich und hatte etwas von der Farbe eines gekochten Hummers, sie hatte in ihrem aufgewühlten Zustand nicht wirklich verstanden was Reha sagen wollte und interpretierte es doch sehr gefühlsbelastet.
</Quote>

"Sie glauben ernsthaft, dass ich Emily bestehlen will?" Trish Augen blitzten gefährlich. Mit etwas mehr Empathie als die Vulkanierin besaß, hätte man vermutlich das Gefühl, dass der Rotschopf in zornigen Flammen stand und gerade einer Magnesiumflamme gleich vor sich hinloderte.

"Sie haben den Schneid, einerseits zu behaupten, dass die Chancen, dass Emily zurück käme, klein seien und gleichsam unterstellen Sie mir, dass ich die schwere Aufgabe, die persönlichen Dinge in einem _gemeinsamen_ Quartier zu sortieren, aus niederen Beweggründen täte?" Die tränenfeuchten Augen der Technikerin verschossen Blitze in Richtung der Wissenschaftsoffizierin. Die Stimme hatte unwillkürlich an Volumen gewonnen und wirkte wie ein Feuersturm, der langsam an Drehmoment gewann.

"Gemeinsames Quartier?" fragte Reha nun doch etwas verblüfft, und hob eine Augenbraue. Den Gefühlsausbruch der Petty Officer konnte sie weder einordnen noch nachvollziehen. Aber Menschen waren eine irrationale Spezies, das wusste sie aus eigener Erfahrung zu Genüge. "Sie haben mit Lt. Wells zusammen gewohnt? Waren Sie ein Paar?" wollte sie, wenig einfühlsam, wissen.

"Die richtige Frage lautet: 'Sind Sie ein Paar'. Gegenwartsform, nicht Vergangenheit. Ich bin nämlich ziemlich sicher, dass Emily noch lebt, auch wenn das nicht in ihren logischen Vulkanierschädel wollen solle" fauchte Trish, einer irischen Schwarzfee gleich. "Und auch wenn Sie das überhaupt nichts angeht – Nein, sind wir nicht. Wir sind Freundinnen. "

"Sie sollten ihre Lautstärke senken, Petty Officer" mahnte da Reha, immerhin gab es so etwas wie ein angemessenes Verhalten und eine Rangfolge.

"Oh, ich bin doch noch gar nicht laut, Ma'am" zischte Trish und irgendwie schaffte sie es, mit ihrer Präsenz den Raum auszufüllen – auch wenn dies an der Vulkanierin gänzlich vorbei ging.
Nicht so jedoch an John Geary, der gerad ein der Nähe gewesen und durch die laute Stimme hergelockt worden war.
"Was ist denn hier los?" fragte der CSO, an der offenen Tür stehend – wenngleich er sich einen Moment lang fragte, ob es wirklich eine gute Idee war, sich einzumischen. 

<NRPG> Dann hier mal einen Ball für unseren CSO 🙂 </NRPG>

</RPG>

<SUM>
# Zeit: MD 04.1500
# Ort: Betazed, Künstlerkolonie (USS Hephaistos, Holodeck 2)  
Trish beschließt, dass sie bei nächster Gelegenheit erst einmal mit Elisa sprechen muss, bevor das mit ihr und Shay eine eventuelle Zukunft haben kann. Sie bedankt sich aber artig bei dem Schotten.
***
# Zeit: MD 4.1755
# Ort: USS Hephaistos, Deck Geos/9 – zerstörtes Quartier nahe der Materieinjektoren
# Ball: Freiball 
Trish besichtigt das Quartier, dass man ihr zugewiesen hat und beginnt dann mit den Aufräumarbeiten. Zum Glück geht mit Freunden an Bord alles besser…
***
# Zeit: MD 05.1555

# Ort: USS Hephaistos, Quartier G9/Blau-11
# Ball: Tine  

Tine und Trish unterhalten sich in Trish neuem Quartier und stellen fest, dass es irgendwie doch einige Gemeinsamkeiten in ihren Lebensgeschichten gibt.
Als Tine offenbart, dass sie auch ein wenig französisch spricht, hat sie Trish vollkommen für sich eingenommen.
***
# Zeit: MD 05.1900
# Ort: USS Hephaistos, Quartier G9/Blau-11
# Ball: Kim 
Trish kontaktiert Dr. Renal mit der Absicht, einen Gesprächstermin zu vereinbaren. 
Die Technikerin kommt nämlich zu dem Schluss, dass professionelle Hilfe nicht schaden kann. 
***
# Ort: Quartier Ajur
# Zeit: MD 6.2100 
Ajur hat längst einen Plan für den Ausbruch Elvis', den er auch prompt in die Tat umsetzt. Allerdings findet es Reha wohl beunruhigender, dass der Klingone nach eigener Aussage auch noch auf ganz andere Dinge vorbereitet ist…
***
# Ort: USS Hephaistos, Quartier Emily
# Zeit: MD 6.1900
# Ball: John  
Rehas Verhalten treibt – die auf Grund der letzten Ereignisse immer noch sehr emotionale – Trish zum lautstarken Aufbrauen, was ausgerechnet dem CSO nicht verborgen bleibt, der gerade zufällig im Flur vorbei kam. 
</SUM>
übermittelt von Effi
Lt. (jg) Ajur, Sohn des Nedek
TAK USS Hephaistos
vorbereitet
PO Trish Greene
Technikerin USS Hephaistos
emotional wacklig
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