Iskarii

Iskar befindet sich im Alphaquadranten, nördlich der Sternensysteme, die zur Allianz des Friedens gehören. Trotz mehrfacher Bemühungen der Allianz, trat Iskar niemals dieser bei, sondern hielt ihre Unabhängigkeit. Die Nähe der Cardassianer machte es nicht einfacher, doch diese mussten herbe Rückschläge gegen eiskalt agierende Iskarii hinnehmen, so dass sie deren Unabhängigkeit schließlich hinnehmen mussten.

Sie besitzen eine helle Haut, die an die Farbe von Sand erinnert. Ihre Haarfarbe liegt zwischen weiß und Silber, ihre Augen besitzen meist einen Rot-Ton. Die durchschnittliche Körpergröße beträgt um 1,80 Meter. Die Iskarii besitzen sowohl an Händen und Füßen jeweils 6 Finger, bzw. Zehen. Der Planet des Volkes braucht für eine Umkreisung seiner Sonne etwa 2/3 der Zeit, welche die Erde benötigt. Es herrschen immer relativ hohe Temperaturen, daher ist der Großteil der Oberfläche von Wüste bedeckt, nur etwa 15% werden von einem einzigen großen Meer eingenommen. Die Schwerkraft beträgt etwa 75% im Vergleich zu der der Erde. Die Atmosphäre ist ähnlich wie die der Erde, allerdings mit einem etwas höheren Sauerstoffanteil.

Die meisten Iskarii besitzen eine angeborene Nachtsicht, solange es einen Hauch von Licht oder Wärme gibt, finden sie sich überall zurecht. Allerdings führt dies auch dazu, dass sie bei extremer Helligkeit Probleme bekommen können, besonders, wenn sie damit überrascht werden.
Wenn sie sich in freiem Gelände befinden, hören Iskarii überdurchschnittlich gut und in Massenansammlungen sind sie in der Lage, einzelne Stimmen zu lokalisieren. Allerdings führt dies dazu, dass sie sich unter Fremden schnell unwohl fühlen und außerhalb ihres Volkes lieber für sich bleiben.
Da die Iskarii von einer Wüstenwelt stammen und nur selten die milden Gegenden am Meer besuchen, sind sie hohe Temperaturen gewöhnt und reagieren extrem empfindlich auf Kälte. Sobald sie in kalte Regionen kommen, verlangsamen sich ihre normalerweise sehr guten Reflexe, so dass die Iskarii träge wirken.

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Iskarii beträgt 243 Jahre, seit mehreren hundert Jahren wurde kein Mitglied des Volkes älter als 270. Die Berichte, dass die Iskarii früher weit über 500 Jahre alt wurden, werden heute als Fehler in der Geschichsschreibung angesehen.
Mit 25 gelten Iskarii als ausgewachsen und volljährig. Der eigentliche Knochenwuchs kann sich aber bis zum 40. Lebensjahr hinziehen, es kommt auch vor, dass die Iskarii auch danach noch weiter wachsen.

Das Gesellschaftssystem der Iskarii ist in Clans unterteilt, die die einzelnen Provinzen des Heimatplaneten kontrollieren. Dabei sind die verschiedenen Clans zwar voneinander unabhängig und selten wird zwischen ihnen eine Verbindung mit Verpflichtungen eingegangen. Hauptsächlich haben sie im Gremium oder beim Handel miteinander zu tun.
Das Gremium an sich setzt sich aus jeweils vier Vertretern des Clans zusammen, wer einen Platz einnehmen darf, entscheidet der Clanherr. Eine solche Ehrung ist lebenslang. Nur durch eigenen Rücktritt vom Sitz oder durch ein verübtes Verbrechen kann man ihn verlieren.

Die Iskarii besitzen eine sehr alte Kultur, die der der Menschen in einigen Dingen eine Menge voraus hat; in anderen Bereichen hängen sie dafür zurück, zum Beispiel, was die Rechte des einzelnen angeht, gibt es im Gegensatz zur Föderation einige Defizite.
Den Warpantrieb kennen sie schon sehr lange und während des ersten Jahrhunderts nutzten sie diese Fähigkeit aus. Sie reisten durch die halbe Galaxie, wobei sie aber hauptsächlich auf junge Völker stießen, die an ihre Entwicklung noch lange nicht heran reichten. Daher entwickelten sie eine Art Kodex, der in etwa der ersten Direktive der Föderation entspricht.
Ebenso halten Sie sich beim Austausch der Technik stark zurück, da die Iskarii befürchten, dass ihre Erfindungen die jüngeren Völker zu sehr beeinflussen könnte und sie in ihrer eigenen Entwicklung beeinträchtigen.
Sie besitzen im Orbit und in ihrem Sonnensystem mehrere kleine Raumstationen, die von Robotern instand gehalten werden und hauptsächlich zur Überwachung ihres Raumes dienen. Sie unterhalten Verbindungen zu verschiedenen Händlervölkern und einigen Spezies, da sie diesen Verbindungen als persönlichen Vorteil sehen.
Hoch werden auch die Handelsabkommen geschätzt, die die Iskarii mit vielen Völkern ihrer Umgebung aufrecht erhalten. Nicht nur Ferengi finden schnell mal den Weg zu ihnen, fast jedes Volk in ihrer Nähe hatte schonmal Kontakt mit den Iskarii. Rohstofftechnisch hat Iskar nicht viel zu bieten, so dass sie hauptsächlich importieren, doch diese Güter werden von ihnen meist verarbeitet und dann gewinnbringend wieder verkauft.

Bis vor kurzem verschwendete kein Iskarii einen Gedanken an die Bildung von Kolonien, doch Umstürze im Gremium, dem Regierungsrat, haben dazu geführt, dass erste Clans auf den 3 weiteren bewohnbaren Planeten des Systems ansiedeln. Der 5. Planet besteht hauptsächlich aus Dschungel, der 6. ist größtenteils durch einen Ozean bedeckt ist. Der 7. Planet ist eine Wüste, auf Grund der Entfernung zur Sonne jedoch wesentlich kühler.
Seit dem Erstkontakt mit der Föderation stehen die Iskarii der Idee des Völkerbündnisses sehr viel offener als zuvor gegenüber, jedoch gab es noch keinen Antrag auf Mitgliedschaft und auch in absehbarer Zeit wird es wohl keinen geben. Allerdings gibt es einen aktiven Austausch zwischen Iskar und speziell der Erde. Inzwischen ist es den Iskarii erlaubt, sich an der Akademie zu bewerben. Allerdings müssen sie dafür auf Iskar zunächst strenge Auswahlverfahren durchlaufen, weshalb es pro Jahrgang nicht mehr als zehn Kandidaten für die Tests zur Aufnahme gibt.

Ein Teil der Iskarii besitzen die Fähigkeit zur Kontakttelepathie. Dieser Umstand ist jedoch relativ selten und auch nur etwa 1/3 der Personen mit dieser Veranlagung entschließen sich, diese schulen zu lassen.
Im Alter von drei Jahren wird jedes Gesellschaftsmitglied einer körperlichen und geistigen Kontrolle unterzogen. Besitzt man ein gewisses Potential, wird den Eltern des Kindes eine spezielle Ausbildung vorgeschlagen, die meist im Alter von zehn Jahren beginnt, wenn die Kinder selbst zustimmen.
Die Kinder die sich dafür entschieden haben, werden in Gedankenkontrolle ausgebildet und bekommen ein starres Training des Geistes und Körpers.
Die ausgebildeten Telepathen sind mehrheitlich nur durch Körperkontakt dazu in der Lage, fremde Gedanken zu lesen. (Ausnahmen bilden spezielle Verbindungen zu anderen Personen, zum Beispiel verknüpft ein Telepath nicht selten seine Gedanken mit denen seines Ehepartners, wodurch diese sich einander ständig bewusst sind.)
Einige Iskarii besitzen von Geburt an die Fähigkeit der Empathie, allerdings trat noch nie Empathie und Telepathie gleichzeitig bei derselben Person auf. Empathen werden meist ähnlich intensiv wie die Telepathen gefördert. Bei den meisten „normalen“ Iskarii sind sie unbeliebter als die Telepathen, denn iskariische Empathen sind in der Lage, Gefühle anderer ohne Körperkontakt zu erfassen.

Die Iskarii glaubten früher daran, dass ihre Sonne ein Gott sei, doch diesen Glauben haben sie schon vor langer Zeit abgelegt. Menschen würden sie wohl als Atheisten bezeichnen, obwohl es durchaus vorkommt, dass einzelne Clans noch daran glauben, dass gewisse Sternenkonstellationen Glück oder Unheil bringen.

Hochzeiten an sich gibt es nicht, eher eine Art gemeinschaftliches Zusammenleben. Dabei ist kommt es nicht selten vor, dass die Frau sich den Mann aussucht und ihn kunstgerecht verführt, um ihn an sich zu binden. Haben sich zwei Iskarii aneinander gebunden, so kann und wird sie nur der Tod trennen – besonders, wenn einer oder beide die Fähigkeiten eines Telepathen besitzen.