Luzianer

Die Luzianer sind eine sehr alte, technisch hoch entwickelte Spezies, die jedoch ebenso eine starke Verbundenheit zur Natur besitzt. Bereits seit vielen Jahrhunderten bereisen Luzianer das All, vor allem um andere Kulturen zu beobachten.

Luzia XIII ist ein sehr heißer Planet, mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 53°C und vielen heißen Quellen. Ein Tag hat eine Dauer von rund 42 Erdstunden, gefolgt von einer ebenso langen Nachtphase. Dadurch sind Luzianer in der Lage, auf Sternenflottenschiffen längere Schichten zu arbeiten, benötigen zum Ausgleich jedoch entsprechend lange Ruhephasen. Der Versuch, diesen Rhythmus künstlich zu verändern ist bisher regelmäßig gescheitert und führte bei den Probanden zu schweren psychischen Störungen.

Außerdem sind Luzianer Veganer – ihr Verdauungssystem ist nicht in der Lage die Proteine aus tierischer Nahrung zu verarbeiten. Daher wirkt beispielsweise Fleisch wie Gift, dass der Körper nicht abbauen kann. Die typische Nahrung besteht aus Beeren und Salaten, sowie Wasser. Obstsäfte wirken dagegen wie Alkohol (im Gegensatz zu echtem Alkohol, der nicht viel mehr als Wasser mit Geschmack ist).

Die Vorfahren der Luzianer waren in der Lage mit ihren Flügeln auch längere Strecken zu fliegen. Im Laufe der Evolution bildete sich diese Fähigkeit jedoch zurück, so dass die Flügelchen heute fast nur noch als Statussymbol Bedeutung haben. Dennoch sind einige Luzianer in der Lage, ihre Flügel – ein entsprechendes Training vorausgesetzt – anderweitig einzusetzen. Sie können sich dann in die Höhe bewegen (eher selten), größere Distanzen überspringen oder bei Stürzen aus großer Höhe in eine Art Gleitflug übergehen bzw. sanft landen.

Ihre durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 503 Jahren, wobei die ersten 40 Jahre als Phase der Entstehung bezeichnet werden, deren Ende in etwas dem menschlichen Teenager-Alter entspricht. Danach folgt die Phase der Entscheidung, die außerdem die Volljährigkeit beinhaltet. Erst mit rund 170 Jahren sind Luzianer erwachsen und auf dem Höhepunkt ihrer geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit, die sie bis zum Alter von etwa 380 bis 400 Jahren behalten.

Zwar verfügen Luzianer keinesfalls über ein fotografisches Gedächtnis – im Gegenteil, gemessen an dem, was sie alles in ihrem Leben lernen, vergessen sie sogar wieder recht viel – doch für einen normalen Menschen macht es einen völlig anderen Eindruck. Das liegt vor allem daran, dass Luzianer in ihrer deutlich längeren Lebensspanne viel mehr Dinge erleben und davon immer „irgendwas hängen bleibt“.

Je nach Abstammung (Region) können Luzianer unterschiedliche weitere Merkmale aufweisen. Sehr weit verbreitet bei den Luzianern sind zwei Hörner auf dem Kopf, die meist mit vermindertem oder völlig verschwundenem Haarwuchs begleitet werden. Diese Hörner haben eine Doppelfunktion. Die wohl offensichtlichste Funktion ist die sexuelle Stimulation. So empfinden Luzianer das Streicheln oder sanfte Reiben an und mit den Hörnern als sehr angenehm und anregend. Luzianer mit Hörnern sind Kontakt-Telepathen, was auch der zweiten Funktion der Hörner entspricht. Eine Berührung der Hörner führt zu einer geistigen Verschmelzung, die in beide Richtungen funktioniert und den Austausch von Gedanken, Erinnerungen, sowie Gefühlen und Emotionen ermöglicht. Der Einsatz der telepathischen Fähigkeiten bei gleichzeitiger Stimulierung der Hörner wird als besonders erotisches Erlebnis beschrieben. Beide Funktionen bilden sich erst in der Phase der Entscheidung heraus.
Die einzige bekannte Luzianerin dieser Abstammung in der Sternenflotte ist Tymee van Oden, die vor einiger Zeit als KOMM auf der USB Cailleach stationiert war.
Nicht ganz so häufig sind Luzianer, die statt der Hörner einen Schwanz aufweisen. Diese Gruppe der Luzianer besitzt keinerlei telepathische Fähigkeiten. Ähnlich wie bei Katzen kann dieser Schwanz zum Balancieren eingesetzt werden. Dabei ist es den Luzianern je nach Situation möglich, ihren Schwanz bewusst oder unbewusst einzusetzen. Die Schwanzspitze gilt allgemein als besonders erogene Zone.