Flauschi

Hallo ihr lieben,
anbei findet ihr ein gemeinsames Posting von Sunny und mir.
Danke dir, es hat sehr viel Spaß gemacht und mich mal wieder zum Schreiben motiviert.
<rpg>
# Zeit: MD 12.0635
# Ort: USS Hephaistos / Quartier Emily-Samantha
 
> Sie verließ das Bad und sah sich einer fremden Frau gegenüber die Permin auf dem Arm 
> hatte. Der Kobold stieß einen freudigen Schrei aus und riss sich erneut von Emily
> los um diesmal zu Sam zu stürzen. 
> „Permin!“ begrüßte sie ihn und saß durch den Schwung des Kobolds kurz darauf auf 
> ihrem Hintern.

> „Das ist mein Quartier. Zumindest war es das mal!“ brummte Emily und verschränkte 
> die Arme vor der Brust. 

JA! Emily war angefressen, da war mal mal ein paar Tage nicht zu Hause und schon wurde das kuschlige Heim von Hausbesetzern übernommen! Interessiert blicke Em sich um. Ihre privaten Sachen waren nicht da, aber ihre Möbel schon! 
Diese Person hatte also keinen Geschmack und auch keinen Plan von den Regeln des Profites! Wenn man schon das Heim einer angeblich verstorbenen Person übernahm, dann eignete man sich auch den ganzen Kram an. Innerlich konnte die Trill angesichts so viel Ignoranz der Regeln des Profits nur mit dem Kopf schütteln. 
Immer noch lag der Blick der blauen Augen auf der Einrichtung. Wo war eigentlich Trish! Und warum hatte sie ihr gemeinsames Heim nicht mit Leib und Leben beschützt?
Das innerliche Kopfschütteln wurde noch stärker und nur jäh von der Erkenntnis unterbrochen das die Hausbesetzerin ihren flauschigen Freund angelockt hatte und ihr aller liebstes Lieblingshandtuch um den zierlichen Leib geschlungen hatte. 
Mit missmutigem Blick betrachtete sie den flauschigen Verräter und ging dem Gedanken nach, wie sie denn nun ihr Handtuch zurückbekommen würde. Ob diese Person auch Trish geklaut hatte? Ihr Heim hatte sie besetzt!!! den flauschigen Freund angelockt!!! Das rosa Lieblingshandtuch gestohlen!!!

„DAS hier ist alles MEINS! Flauschi AUCH!“
Sam wusste nicht so recht was sie sagen sollte, aktuell war sie überfordert von der Situation. Warum hatte sie denn Niemand vorgewarnt??
„Wer ist Flauschi“, ging sie der naheliegendsten Frage nach.
Em deutete auf den Kobold, der nun von Sams Arm sprang und zu Emily huschte um sich an ihre Beine zu schmiegen, „Ich weiß, du kannst nichts dafür. Die böse Frau hat dich angelockt.“
 
Sam rappelte sich auf und hielt dabei mühsam ihr Handtuch soweit fest, dass es nicht zu sehr verrutschte. „Dieser Kobold, den Sie da *Flauschi* nennen, heißt Permin! Und ich bin mit Sicherheit k e i n e  böse Frau!“

Sie zeigte auf den Kobold, der den Kopf schräg gelegt hatte und die beiden Frauen aus besorgten, großen schwarzen Augen anschaute.

„Und Permin gehört zu mir!“ erklärte Sam ernst“, was der kleine Kobold mit einem Schnurren quittierte. Nur beachteten ihn die beiden Kontrahentinnen nicht.

„Flauschi ist meine!“ erklärte Em bestimmt. Und wieder bestätigte der flauschige Permin diese Aussage. Aber weiter ignorierten beide Frauen ihn. Sam konzentrierte sich auf die Frau vor ihr und diese wiederrum blitzte mit wütenden Augen zurück.

„Ich habe mich die ganze letzte Zeit um ihn gekümmert und vor den Klingonen gerettet!“ rief Em, doch Sam schüttelte nur den Kopf.

„Permin ist bei mir, seit er ein kleiner Welpe war. Er ist mit mir verbunden. Er _kann_ gar nicht zu Ihnen gehören.“

Emily schnaubte „Aber Sie haben nicht richtig auf ihn aufgepasst!“

„Aber ich bin Ihnen sehr, sehr dankbar, dass Sie ihn gerettet und mir zurückgebracht haben.“ Sam seufzte und blinzelte eine Träne weg: „Er hat bei den Klingonen gelitten, das habe ich gespürt.“

Emily wusste nicht so recht was sie nun sagen sollte. Ihr Gegenüber war ganz offensichtlich eine Quartierbesetzerin und nicht in der Lage auf ihren kleinen Freund aufzupassen. Eigentlich musste man ihr das die nächsten Stunden unter die Nase reiben, exakt so lange bis sie es einsah und sich hier aus dem Quartier verpisste und das ohne den flauschigen Freund. Ja gut, sie waren verbunden… man konnte Sam ja hier behalten damit Emily ihren Flauschi behalten konnte, quasi so als – notwendiges Übel.
Gerade als die quirlige Trill ansetzte wollte etwas Vernichtendes auf ihr Gegenüber niederprasseln zu lassen bemerkte sie die Träne und ihr blöde Symbiont schien Mitleid zu haben. Okay, sein Wille zählte hier nicht! Sie wollte ihr Quartier und ihren Freund behalten. Der Symbiont hatte aber offensichtlich Mitleid mit der Frau und begann sich zu bewegen, „Bohr ey! Lass das, das ist voll fies.“
Quietschte Emily bevor sie sich in den Sessel fallen ließ. „Okay, mag ja sein, das er ihr Freund ist, aber FLAUSCHI ist jetzt auch mein Freund und da sie schon mein Quartier geklaut haben, gebe ich ihn nicht kampflos auf.“
Sam schlang sich das Handtuch erneut um den Körper, wie gern hätte sie sich nun erst mal ordentlich angezogen, aber dann war diese Person mit ihrem Kobold sicher verschwunden und das konnte Sam nicht riskieren. 
„Okay, wir finden eine Lösung“, erklärte Sam etwas versöhnlicher. Sie konnte erahnen wie Emily sich angesichts ihrer Rückkehr fühlte, zumindest eine vage Vorstellung hatte sie davon. „Sie können uns ja etwas zu trinken und zu Essen replizieren und ich ziehe mich kurz an.“
Em verzog leicht das Gesicht. 
„Dann können wir alles in Ruhe besprechen“, legte Sam nach. 
„Ich will geteiltes Sorgerecht“, pochte Emily ernst und Sam nickte vorsichtig. 
„Das klären wir wenn ich etwas an habe.“
Emily zuckte mit den Schultern und begab sich zusammen mit dem Kobold zum Replikator.
Es war nicht leicht für Sam die Beiden allein zurück zu lassen, aber das hier war ein Raumschiff, selbst wenn die Trill nun gleich auf und davon war, Shay würde sie wiederfinden. 
Die Tür zum Bad schloss sich und eine seltsame Stille legte sich über den Raum. Es roch nicht nach Kuchen. Klar, sie konnte nun welchen replizieren, aber das war nicht dasselbe wie wenn Trish nun welchen backen würde. 
Warum hatte Emilys erster Weg sie nicht zu Trish geführt? Vielleicht weil es einfacher war mit Fremden zu sprechen als mit den Leuten die früher ihrer Freunde waren.
*Du zerfließt mir jetzt aber nicht in Selbstmitleid. Fokussiere dich auf das was wir wollen. Wir wollen Flauschi. Mindestens jedes zweite Wochenende und an einem Abend in der Woche und wir wollen bei Entscheidungen mitbestimmen.*
Emilys Blick hing an einer hübsch gekleideten Frau, die neben ihr am Replikator stand.
*Außerdem wollen wir Buchweizensaft und nicht zu viele Kohlenhydrate.*
Em schüttelte den Kopf, „Oh NEIN! Das wollen wir auf keinen Fall.“
Sie replizierte drei Teller mit Kuchen und etwas zu trinken und stellte alles zurück auf den Tisch. Angesichts dieser Speisen verschwand Emilys manifestierte Freundin auch gleich wieder.
Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis Sam aus dem Bad kam…

Sie hatte sich Zeit gelassen. Die Freude, Permin wiederzusehen, der Schreck halbnackt vor einer fremden Frau und inmitten eines kleinen Gefechts zu stehen, mussten erstmal verdaut werden. Bewusst schlüpfte sie nicht in ihre Uniform, sondern zog Freizeitkleidung an. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass bei dem kommenden Gespräch ein Darstellen ihres Ranges oder ähnlicher Dinge eher hinderlich waren.

Als Sie den Aufenthaltsraum ihres(?) Quartiers betrat, fiel ihr Blick auf ihren(?) Kobold, welcher sehr zufrieden vor ein paar Krümeln saß und mit seinem Blick auf den anderen Teller schielte, auf dem vermutlich ihr Stück lag. Sie lächelte und setzte sich zu den beiden.

„Danke. Ich bin übrigens Sam.“ beschloss sie, das Gespräch zu beginnen. Sie wollte sich nicht vorstellen, wie das gerade alles auf die junge Frau vor ihr wirkte. Aus deren Sicht hatte sie ihr alles weggenommen und war in das Quartier eingedrungen. Innerlich verfluchte sie den Umstand, dass Jenn ihr ausgerechnet dieses Quartier besorgt hatte. Andererseits war es – aus Gründen – das Einzige gewesen, das frei war. Und sie hatte die Ruhe dringend gebraucht.

„Emily“, schmatzte die Trill kauend. 

„Es tut mir leid, dass ich einfach in Ihr Quartier gezogen bin. Ich brauchte Ruhe und musste aus Krankenstation raus. Aber Ich versuche so schnell wie möglich eine bessere Unterkunft zu finden.“ Sam versuchte, das Gespräch erstmal auf den hoffentlich etwas weniger emotionalen Teil zu lenken. Permin war offenbar ein schwieriges Thema. Der Kobold blickte immer wieder zwischen ihnen hin und her, während seine Pfote vorsichtig in Richtung ihres Kuchenstück tastete, welches sie noch nicht angerührt hatte. Sie fragte sich, ob der Kobold sich aufgrund ihrer großen Entfernung und der Trennung nicht doch mit der jungen Frau verbunden hatte. Es hieß zwar immer, Kobolde würden sterben, wenn ihr Partner sie verließ, aber bisher war auch noch nie einer in klingonische Kriegsgefangenschaft geraten. wer wusste schon, was da passieren konnte.

Mit einem letzten Happs hatte Emily ihren Teller geleert und zurück auf den Tisch gestellt, bevor sie sich dem dritten Teller widmete. 
Sie persönlich hatte niemals in Betracht gezogen den Kuchen mit dieser Sam zu teilen, aber nun schien es irgendwie doch nicht angemessen gewesen zu sein, diesen Teller auch an sich zu reißen, das hatte sie in den fragendem Blick mit dem sie nun belegt wurde zumindest hineininterpretiert, „Ich habe nen Parasiten, der hat halt Hunger und hat auch gern einen eigenen Teller. Ich wusste ja nicht ob sie auch Kuchen wollen, aber falls sie nun welchen replizieren, dann nehm ich auch noch mal einen Teller voll.“ Ob sie das anderes hätte formulieren sollen? Sie wollte kein Stück Kuchen, sie wollten einen Teller voll.
„Also! Ich bin mir sehr sicher, dass es auf dem Schiff aktuell keine freien Quartiere gibt! Immerhin haben die Familien mit Kindern nun Vorrang“, Em seufzte das letzte Stück Kuchen war viel kleiner als die Anderen, zumindest kam es ihr so vor.
„Wenn sie versprechen drauf zu achten, dass Flauschi nicht wieder entführt wird, dann kann ich mir auch was anderes suchen. Wenn ich Trish finde, dann kann ich bei ihr schlafen… wobei…. Ne die weiß nicht welchen Kuchen wir aktuell mögen. Ich gehe einfach zu Cat, wobei ne unser Beziehungsstatus ist auch gerade schwierig…. Ajur könnte ich auf die Nerven gehen, aber was dann die Leute denken… wobei das interessiert mich ja sonst auch nicht.“
Sam folgte den Schilderungen und war sich nicht ganz sicher mit wem und über was die Trill philosophierte. „Wenn Sie ein neues Quartier finden, dann  kann ich das sicher auch“, stellte sie versöhnlich fest. 
Em nickte langsam, „Aber Sie haben hier keine Freunde… ich bin mit fast allen befreundet, zumindest war ich das mal.“
Nachdenklich stapelte Emily die Teller und versuchte Sam nun ohne Worte zu erklären das sie Kuchen wollte.
„Bist du traurig das du hier kaum Freunde hast“, joa, wenn man seinem Gegenüber verständlich machen wollte, dass es Kuchen ranschaffen sollte, dann musste man wohl auch mal die etwas persönlicheren Worte wählen und den Cheerleader – Welpen – Zuckerwatten Blick drauflegen. 

Der Blick von Sam schwankte zwischen Permin und Em hin und her. Bildete sie sich das nur ein oder hatten beide den gleichen bettelnd-hungrigen Blick drauf? Sie schüttelte den Kopf. Das konnte gar nicht sein, dass… oder hatten die beiden tatsächlich eine Art Bindung? Sie konnte spüren, dass Permin noch großen Appetit hatte. Erneut schaute sie die beiden an, dann stand sie zögernd auf. Zwei Augenpaare folgten jeder ihrer Bewegungen

„Oh, Ich habe Freunde hier auf der Hephaistos. Einige Crewmitglieder von meinem Schiff sind mit mir gerettet worden. Jenn ist eine Freundin, sie hat mir auch dieses Quartier hier… “ Sam biss sich auf die Lippen, das war wohl kein überaus günstiges Thema. „Außerdem verbindet auch Shay und mich schon seit Jahren eine Freundschaft. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es eine gute Idee wäre, bei ihm einzuziehen.“ Sie lächelte und drehte sich endgültig zum Replikator um.

Nur kurz darauf drehte sie sich herum mit einem großen und einem kleinen gefüllten Teller. Sie hatte jedoch nicht nur Kuchen, sondern auch Obst und Kekse repliziert. Den kleineren Teller platzierte sie vor ihrem Kobold, welcher sich sofort darauf stürzte. Den größeren Teller reichte sie Emily, welche sich sofort darauf stürzte. 

Sam schmunzelte und beobachtete die beiden ungleichen Wesen, welche vereint im Appetit die Teller leer futterten. Permin war als erstes fertig, was aber natürlich nur daran lag, dass sein Teller viel weniger gefüllt war. Er war ja schließlich nicht gefräßig. Aber tatsächlich war er nun fast sowas wie zufrieden. Während Em noch aß kletterte er zu Sam hinüber und versuchte es sich auf ihrem Schoß bequem zu machen. Früher, als er kleiner war, hatte das deutlich besser geklappt. Trotzdem gelang es ihm schlussendlich seinen Körper auf ihr zu drappieren und sich zusammenzurollen. Während Sam ihn liebevoll betrachtete, begann sie ihm sacht die Ohren zu kraulen.
Emily war mittlerweile auch satt und das hieß bei ihr auch mehr oder weniger zufrieden. Die nervige Stimme des Botschafters klang in ihrem Kopf auf und redete ihr nun weiterhin ein schlechtes Gewissen ein. Es war seltsam mit den neuen Freunden, wenn sie nicht da waren, dann war das beunruhigend, wenn sie da waren und auf einmal seltsame Moralvorstellungen aufkeimen ließen, dann war das nervig bis anstrengend.
Sie hatte vielleicht ein paar Dinge zu der Frau gesagt, die sie traurig gemacht hatten… aber sie hatte auf Flauschi nicht genügend aufgepasst! Das war nun mal Fakt! Ja, man hätte ihn ihr vielleicht nicht um die Nase hauen müssen und durch selbige hindurchziehen. 

„Er hat sich nicht mit mir verbunden“; Sam schaute verwirrt zu Emily hinüber, „Das ist doch die Frage die du dir stellst. Also, wenn ich du wäre, dann würde ich das wissen wollen. Er wollte es mal, aber der Botschafter hat mir gesagt wie ich ihn davon abhalte. Ich hatte da anderen Stress, bevor er draufgegangen wäre hätte ich es getan.“
Emily blickte nun auf ihren geleerten Teller, während Sam innerlich doch beruhigt war. 
Die Trill hingegen fand das Einfühlungsvermögen von acht gelebten Leben gerade richtig scheiße. 
Sam setzte den Kobold auf ihren Platz, als sie sich erhob und noch mal ein Stück Kuchen ranschaffte auch ihr war Empathie nicht fremd und die junge Frau brauchte dafür auch nur ein Leben, das gar nicht mal so abgenutzt war, auch wenn die Ereignisse der letzten Wochen sie innerlich hatten um Jahre altern lassen.
„Du kannst hier bleiben… wir teilen MEIN Quartier einfach erst mal. Ich muss eh Doppelschichten machen, bis ich im Maschinenraum alles wieder aufgearbeitet habe. Ich befürchte ja immer noch, dass der Warpkern nur noch von Klebeband und Kabelbinder gehalten wird.“
Für den Anfang war es einfacher mit einer Fremden zusammen zu leben und so hatte sie Flauschi an ihrer Seite, das war eine gute Option, besonders für Emily, denn das Quartier war nie so aufgeräumt wie jetzt.

Sam lächelte und dachte darüber nach, dass die Trill wohl die seltsamste Mitbewohnerin war, die sie jemals hatte. Und es war ja vermutlich nicht für lange Zeit. Irgendwann würden sie sicherlich irgendwo abgesetzt werden und neue Aufgaben bekommen. Und bis dahin hatte sie wohl viel Zeit.

„Danke, und wenn du Hilfe im Maschinenraum brauchst komme ich gern mit. Jetzt wo alle wieder an Bord sind, hab ich nicht viel zu tun.“

</rpg>

.
<sum>
# Zeit: MD 12.0650
# Ort: USS Hephaistos / Quartier Emily-Samantha
Permin und ein gemeinsames Quartier sind das Bindglied zwischen Sam und Em. Beide schaffen er, sich am Leben zu lassen und einigen sich auf Konditionen für eine Koexistenz
</sum>
***submitted by
Sunny+ela aka die Perminhüterinnen