Gemeinsame Pause

Hallo Ihr Lieben,

eine Co-Po von Sunny und mir zum Aufeinandertreffen von Emily und Jennifer. Viel Spass beim Lesen.

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# Zeit: MD 12.0841
# Ort: Büro der OPS
Da wollte man mal ein wenig moppern wegen dem verschollenem Hab und Gut und dann, dann machte das Gegenüber so einen Eindruck. Das Schicksal meinte es nicht gut mit der jungen Trill, das stand für Emily außer Frage, allerding beschlich sie nun das Gefühl, dass auch ihr Gegenüber schon mal ein paar harte Schläge hatte einstecken müssen. Es war schon irgendwie nervig, dass ihre imaginären Freunde ein wenig Erfahrung in das Einschätzen von anderen Wesen mitbrachten, das Leben war definitiv einfacher gewesen, als sie sich noch nicht um alles und Jeden in achtfacher Ausführung Gedanken machen musste und diese Gedanken dann auch noch lustig in großer Runde diskutiert wurden. 
„Na ja, warten wir mal ab wie das so wird noch sind alle schrecklich anstrengend, aber zu ertragen“, resümiert Em die letzten Stunden in ihrem zu Hause. 
Ein kurzer Blick huschte auf das PADD, „Die brauchen ja noch was bis die mein Zeug rausgesucht haben…. Wobei… sie haben es ja auch aus dem Quartier rausgeholt, also es wäre nur fair, wenn das Zeug auch da wieder hinkommt und ich es nicht abholen muss.“
Jao, Em wollte ihr Zeug zurück aber abholen wollte sie es nun auch nicht zwingend. „Außerdem habe ich Hunger und als Kriegsgefange steht mir nun zu so viel zu essen wie ich will, ich muss ja außerdem noch wen durchfüttern.“
Jenns Augen weiteten sich, dieser Kommentar schockierte sie leicht, aber für den Moment stand ihr wohl nicht zu, zu fragen ob Emily wirklich schwanger war. Trotzdem stellte sich die Frage wer der Vater war. 
„Also, ich habe Hunger.“
Jenn nickte!
Ems Blick lag auf der jungen Frau, wie immer fragte die Trill sich warum sie nicht verstanden wurde.
„Ich habe Hunger.“
Wieder ein Nicken des Abschiedes bei der OPS.
„Echt jetzt?“, quietschte Em, „Kommst du jetzt mit? Ich geh nicht allein essen…… ich bin schwer angeschlagen, vielleicht gehe ich verloren auf dem Weg… oder mir passiert sonst was!“
Die Art der Trill war irgendwie anstrengend und leicht aufdringlich, wenn man bedachte, dass sie sich quasi kaum kannten. 
„Äh, wie jetzt?“ erwartete die Trill jetzt tatsächlich eine Begleitung? Sie hatte noch so viel zu tun. Jenns Blick fiel auf den Schreibtisch. Na ja, sie hatte hier Arbeit zu erledigen, aber eigentlich sprach nichts gegen eine kleine Pause. Jenns Magen meldete sich ebenfalls. Sie hatte heute Morgen nur eine Tasse ihres Lieblingsgetränks zu sich genommen. Was sprach also gegen eine kleine Erfrischung? 
Wieder fiel Jenns Blicks auf Emily. Sie musste an das Hologramm denken. Manchmal hatte sie sich gefragt, ob die Techniker ihrer Chefin damit einen Streich gespielt hatten. Doch es wirkte eher so als wäre das Hologramm dem „Original“ stark nachempfunden. Seit ein paar Tagen trug Jenn deshalb auch keine Zigaretten mehr bei sich. Es war einfach die pure Verschwendung, da sie eh im All landeten.
„Boah, was ist denn nun?“ hippelte Emily. Sie hatte wirklich Hunger- wie immer!
„Einen Moment,“ Jenn ging zum Replikator und tippte eine kurze Abfolge an Befehlen ein. Der Replikator summte und ein Wrap materialisierte sich. Diesen drückte Jenn Emily in die Hand und meinte Augenzwinkernd, „Wegzehrung!“
Dann schnappte sie sich das PADD vom Schreibtisch und ging damit zur Tür. „Sollen wir?“ 
„Was für eine Frage“, antwortet Emily mit vollem Mund ohne Rücksicht aus Ästhetik. 
Offensichtlich hatte Jenn es eilig, oder sie war sportlicher, denn sie lief für Emilys Empfinden wirklich schnell, vielleicht lag es jedoch auch nur an dem Umstand das sie selbst schon eine ganze Weile nicht mehr hatte Arbeiten müssen und die Zeit einfach anderes einplante, dass würde sich bestimmt nach dem ersten Arbeitstag auch vorüber sein. Ein paar Sitzungen bei ihrem aller liebsten Lieblings- Psychologen, war sie allerdings noch davon entfernt. 
# Zeit: MD 12.0845
# Ort: Offiziersmesse
Endlich hatten die beiden Damen die Messe erreicht und Emily hatte praktischer Weise über den Umweg an einem Replikator vorbei ihren Lieblingstisch angesteuert. Jenn hatte zwei Tabletts tragen müssen. „Warum musst ich denn dein zweites Tablett schleppen“, stellte die Stellvertretende OPS fest und da Emily nun schon diverse male zum Du übergegangen war, ob es wohl mit den Floskeln der Höflichkeit nicht so ernst nahm, war das wohl in Ordnung. Es kam Jenn fast so vor als wäre die Trill mit dem gesamten Schiff per Du.
„Weil es voll verfressen aussieht wenn man zwei Tabletts schleppt und ich will ja nicht verfressen wirken“; logische Erklärung fand Emily. 
Jenn musste nun nach den ersten privaten Minuten mit der Technikerin einsehen, dass sie sich sehr ähnlich waren, nur Emily war dabei irgendwie einen Hauch putziger. 
Die anderen Offiziere in der Messe warfen tatsächlich auch Blicke zu Jenn und Emily. Bei einigen begann auch ein eifriges Tuscheln. Jenn hasste diesen Flurfunk. Sie war so oft Thema desselbigen. Vor allem dann, wenn herauskam dass sie „die Überlebende“ war. Langsam stieg in ihr die Wut hoch. Doch sie stellte beide Tabletts auf den Tisch und setzte sich zu Emily. Dann begann das Tuscheln wieder am Nachbartisch.
„Ja, so ist es eben, wenn man mit anderen Überlebenden in ein Massenquartier gepfercht wird. Man bekommt nichts zu Essen, fühlt sich Aussätzig und alle Tuscheln über einen!“
Jenns Tonfall war beherrscht aber bestimmt. Sie blitzte allerdings die Offiziere zornig an.
Kurz blickte Emily sich kauend um, zuckte mit den Schultern und futterte unbeirrt weiter, „Lass sie doch reden…. juckt doch keinen.“
In diesem Punkt war Emily meinungsresistent, wenn sie sich jedes mal einen Kopf darüber gemacht hätte, was andere Leute von ihr dachten, oder darüber dachten was sie tat, dann war sie sicherlich gedanklich dauerbeschäftigt und ein ständiges Opfer von Migräne, da war die Trill sich ganz sicher. 
Emily blickte erneut kurz von ihrem Essen auf, sie hatte schon die Hälfte der ersten Portion verdrückt und biss dann genüsslich in das mitgelieferte Brot.
Auch Jenn nahm ein Teil des Brotes und bestrich es dick mit Leberwurst. Oder zumindest sah es aus wie Leberwurst. In Wahrheit war es irgendein Ersatzprodukt. Auf dem Teller lagen noch einige Trauben. Das ganze spülte sie mit einem Schluck Kaffee herunter. Der Kaffee war in Ordnung, doch er war nicht so gut wie ein frischer He’ubeth. Leider konnte der Replikator in der Offiziersmesse dieses Getränk nicht. Er hatte noch nicht Jennifers Spezialbehandlung erfahren.
„Das mit Deinem Quartier tut mir Leid. Doch noch viel mehr mit Deinen Sachen. Ich habe mich dabei wirklich beschissen gefühlt.“
Jenn war überrascht über sich selber.  Nur selten ließ sie sich so schnell hinter ihre Masken blicken. Lag es daran, dass sie das Gefühl hatte Emily zu kennen, weil sie in den letzten Tagen einen ständigen Begleiter gehabt hatte? Suchen blickte sich Jenn um, eigentlich hätte es sie nicht gewundert wenn das Hologramm ihnen Gesellschaft leisten würde. Doch andererseits war es auch eine Abwechslung sich mit der echten Emily Wells zu unterhalten.
Em zuckte erneut mit den Schultern, „Ach passt schon die Sachen sind ja wieder da. Damit habe ich ja gar nicht gerechnet.“
Jenns Blick wurde fragend. 
„Ich wurde zum Teil von Ferengi aufgezogen, also wenn du entführt worden wärst, dann wäre es meine Pflicht gewesen, dein Zeug zu verkaufen und den Profit einzukassieren, schon allein um dein Andenken zu ehren.“
Jenn lachte laut auf, begriff aber erst dann, dass es kein Scherz war, „Echt jetzt?“
Emily nickte mit vollem Mund würgte einen halb gekauten Brocken herunter und blickte zu ihrem Gegenüber, „Also, hau mal raus. Was ist dir passiert?“
Ja, die Trill war direkt und unverblümt und was Jenn zu gestoßen war, interessierte sie nun wirklich. 
Fast hätte sich Jenn an ihrem Leberwurstbrot verschluckt. Nur wenige fragten sie so direkt nach ihrer Vergangenheit. Und noch wenigeren hatte Jenn davon wirklich erzählt. Sie hatte es Leid die berühmte Überlebende zu sein. Noch immer lauerte die Prawda auf eine Berichterstattung mit ihr. Auf jedem Schiff der Sternenflotte wollte jeder Psychologe der sein, der ihr half ihre Vergangenheit und ihr „Trauma“ zu überwinden. Im HQ der Sternenflotte war sie so oft untersucht und befragt worden, dass sie für ihr Leben eigentlich genug davon hatte.
Und nun saß ihr Emily Wells gegenüber. Eine unkonventionelle Offizierin. Jemand der es nachfühlen konnte, wenn man „verloren“ ging. Jemand der ohne Argwohn und Hintergedanken offensichtlich an der Geschichte von Jenn interessiert war.
„Hey, was ist los mit Dir? Fällt es Dir schwer darüber zu reden?“ fragte Emily die durchaus mitbekommen hatte, dass sich Jenn fast verschluckt hatte.
„Ja und nein. Es gibt Dinge, die möchte ich nicht erzählen“, dabei hatte Jenn Bilder im Kopf. Eine Nacht auf einem Dach, Suchscheinwerfer, eine Polizistin und sie. Eine Aufgabe die getan werden musste. Der Nachtfalke. „Und es gibt Dinge, die weis gefühlt jeder über mich. Trotzdem ist es schön, dass ich offenbar nicht so berühmt bin, wie ich es befürchte.“
Jenn nahm noch einmal einen Schluck von ihrem Kaffee. Dann blickte sie Emily in die Augen. Diese kaute weiterhin passioniert und sorgte dafür dass der Nachschub gesichert war.
„Es ist jetzt ungefähr fünf Jahre her. Da wurden wir von unserem CO auf eine Außenmission geschickt. Der Planet auf dem wir landeten war eine Prä-Warp-Zivilisation. Man konnte sie ungefähr mit dem 21. Jahrhundert der Erde vergleichen. Es kam auf dem Planeten zu einem Unfall.“ Wieder tauchten Bilder in Jenns Kopf auf. Das Auto, welches viel zu schnell auf sie zugeschossen kam. Das Gefühl als sie von dem Auto erfasst worden war und durch die Luft geschleudert wurde. Die anschließende Explosion.
„Mein Außenteam wurde so schnell es ging evakuiert. Doch mich hielt man für Tod. Es gab eine Explosion. Alle waren sich sicher, dass ich darin umgekommen bin. Anstatt nach mir zu suchen entschied man sich mich als Tod zu erklären und den Planeten zu verlassen.“
Emily nahm einen Schluck von ihrem Getränk und schob sich den nächsten Bissen in ihren Mund. „Wadum schitst du dn hir?“ klang es etwas unverständlich aus Emily vollem Mund.
„Ich habe überlebt. Ich habe mich angepasst. Nach vier Jahren auf dem Planeten gelang es mir ein anderes Sternenflottenschiff auf mich aufmerksam zu machen. Ab da war ich ein Koriosum. Die Frau die überlebt hatte.“
Diesen Titel hasste Jenn abgrundtief. Ja, sie hatte überlebt. Ja, sie hatte Mittel und Wege gefunden um dies zu tun. Die Sternenflotte fand diese Wege verabscheuungswürdig. So mancher Captain und Admiral hatte dafür plädiert Jennifer für ihre Vergehen einzusperren. Vielleicht hätte sie es verdient gehabt. Aber nicht für die Vergehen, die ihr die Sternenflotte zu Last legte. Da gab es andere. Jenn nahm einen Schluck von ihrem Kaffee und verzog das Gesicht. Dieser Kaffee, er war genauso bitter wie die Sternenflotte.
Emily runzelte die Stirn, sie fragte sich immer noch warum Jenn hier saß, denn offensichtlich hatte die junge Frau das noch nicht verdaut.
Einen Moment sinnierte Emily über das gesagte, „Ich sehe schon für weiter Nachfragen haben wir nicht den richtigen Alkoholspiegel und trinken darf ich erst in ein paar Tagen wieder. Ich habe da aber noch eine Flasche Selbstgebrannten. Also so richtig selbst, ich habe da mal was im Frachtraum gebaut, ABER als sie mich erwischt haben, musste ich es zurückbauen.“
Jenn war erstaunt über die Art wie Emily mit dem ganzen Umging, sie hatte ihr Gegenüber nicht mit diesem mitleidigen Blick belegt. Die Trill hatte die letzten Tage bei den Klingonen verbracht und schien besser damit zurecht zu kommen als Jenn es nach vier Jahren tat. 
„Immmm Übrichen“, erklärte die Trill nun wieder schmatzend, „Ich bin nun aktuell dreimal verloren gegangen und das nur in diesem Leben.“
Sie hatte Jenn überboten, dass sollte ihr erst mal einer nachmachen!“ War zwar blöde gerade in diesem Spiel zu gewinnen, aber gewonnen…. War gewonnen.
„Also in 36 Stunden darf ich trinken. In meinem Quartier geht es nicht. Diese Sam wirkt nicht so als hätte sie denselben Spaßlevel wie ich. Sie ist nett, aber eher so auf ne Shay Art und Weise.“
Bis jetzt hatte Em ja auch noch niemand über den Rang und die aktuelle Position ihrer Mitbewohnerin aufgeklärt. 
Jenn musste lachen. Das mit dem Trinken gefiel ihr. Sie schüttelte ihren Kopf und versuchte die Erinnerungen loszuwerden.
„Sam ist in Ordnung. Sie ist der Grund warum ich immer noch bei der Sternenflotte bin. Nach einem Jahr der Prüfungen und Untersuchungen hat sie etwas in mir gesehen, was viele andere wohl nicht mehr gesehen haben.“ Ein leiser Auflacher entfuhr Jenn: „Wenn ich ehrlich bin, dann hat sie es nicht leicht mit mir. Aber falls Du ihr das verrätst leugne ich alles und behaupte das Gegenteil!“ Em nickte, „Oh das kenn ich, dann gucken die Leute immer so verwirrt und es ist lustig.“
„Aber was meinst Du mit in diesem Leben?“ hakte Jenn nun nach.
Gerade als Emily ansetzte etwas zu sagen, meldete sich Jenns Kommunikator, es schien so als würde es irgendeine Gottheit gut mit der Trill meinen und so hatte Em noch ein wenig Aufschub um sich eine vernünftige Erklärung auszudenken.
Frustierte blickte Jenn zu Em: „Anscheinend wird meine Anwesenheit gewünscht. Irgend jemand traut sich nicht in Abwesenheit des OPS Entscheidungen zu treffen. Also muss ich ran und dass wo ich nicht mal offiziell in Dienst bin hier an Bord. Sorry, sollen wir das mit deinen Sachen dann nach diesem wichtigen Auftrag machen?“ 
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# Zeit: MD 12.0841
# Ort: Büro der OPS
Em möchte ihre Sachen nicht selber schleppen müssen zudem hat sie Hunger. Also beschließt sie, dass Jenn ihr beim Essen Gesellschaft leisten soll. Diese hat nichts gegen eine Pause einzuwenden.
# Zeit: MD 12.0845
# Ort: Offiziersmesse
Obwohl Jennifer Emily noch kaum kennt stellt sich doch schnell ein vertrautes Gefühl ein. Daher erzählt Jennifer auch etwas von ihrer Vergangenheit. Das gemeinsame Essen wird allerdings unterbrochen, weil Jennifer wieder in die OPS muss.
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submitted by
Sunny und Friddi
aka
Lt. Emily Wells
und
Ens. Jennifer Larson