Nachklang mit falschem Ausblick

Copost von Mac und mir.

<RPG>

# Ort: Büro des CNS
# Zeit: MD 13.1030

Renal hatte eine enorme Anzahl an Padds vor sich liegen. Sie waren in
Reihen ausgelegt und zum Teil hinter einander sortiert. Es sah aus, als
würde sie eine große Patience legen, wenn auch mit Padds statt mit
Spielkarten. Immer wieder nahm sie ein Padd, schob andere zusammen und
legte ein Padd zu anderen.

Auf der anderen Seite saß Ettore gemütlich in einem Stuhl. Er hielt ein
einziges Padd in der Hand, auf das er von Zeit zu Zeit guckte. Meistens
jedoch hatte er die Augen geschlossen oder guckte die Decke an. Er hatte
sich weit zurück gelehnt und wippte rhythmisch mit der Rückenlehne.

„Crewman Aitan“, begann der Italiener nach einem kurzen Blick auf sein
Padd. „Mr. Aitan hat hier seinen ersten Posten er ist sehr jung und
leidet unter der angespannten politischen Situation sehr stark an
Heimweh. Zudem sind einige seiner Geschwister ebenfalls in der
Sternenflotte und im Krieg. Leider ist er oft in großer Sorge und kann
seine Arbeit dadurch sehr schlecht verrichten. Er glaubt, er könne
nichts, dabei ist es nur eine Frage der Konzentration. Es wurde nun ein
anderer Dienstplan für ihn vereinbart, er hat kürzere Schichten, in
denen er sich immer nur auf ein Projekt konzentrieren kann. So hat er
mehr Erfolgserlebnisse und kann zwischendurch immer wieder die
Kommunikation mit seiner Familie aufrecht erhalten. Er erscheint mir
etwas weniger gestresst. Allerdings wird dies für seine Karriere in der
Sternenflotte nicht unbedingt eine Empfehlung sein. Eine Überlegung,
sich als Offiziersanwärter zu bewerben kann ich unter den gegebenen
Umständen nicht unterstützen.“

„Mhh.“ Sagte Renal. Die Romulanerin schob das Padd zwischen einige
andere und bildete dann mit den anderen zusammen einen kleinen Stapel.

„Ensign Sorkas“, meinte sie und zog ein anderes Padd scheinbar wahllos
hervor.

**Düdiep**

„Hatten wir den Türsummer nicht abgestellt?“ Ettore fuhr wie aus einem
Tagtraum hoch.

„Ja, aber vielleicht hat jemand ihn überbrückt.“ Meinte Renal „Wer ist
da bitte?“, erkundigte sie sich.

[Hier ist der Captain, der Counselor wollte mich sprechen. Der Türsummer
ging nicht.] hörte man Shay durch die Tür.

Renal drückte auf eine kleine Schaltfläche am Tisch und die Tür glitt auf.

„Sehr wohl Captain. Wir befinden uns noch in einer Sitzung und möchten
diese ungestört beenden. Dies sollte aber bald soweit sein. Dürfte ich
Sie bitten, bis dahin im Miniosum zu warten. Vielen Dank.“ Sie zeigte
ein gewinnendes Lächeln und deutete auf die Tür zum Miniosum.

„Äh ja.“ Shay war verwundert. Natürlich ging er Richtung Miniosum, warf
dann aber noch einmal einen Blick zurück. Es war wie in einer verkehrten
Welt. Saß nicht normalerweise der Counselor auf dem Platz von Renal und
die Patienten dort, wo er gerade saß? Die Tür glitt hinter ihm zu und er
machte einen tiefen Atemzug. Wenn man schon mal hier war, sollte man
sich den Duft der Pflanzen nicht entgehen lassen, in vollen Zügen zu
genießen.

# Zeit: Einige Minuten später

Die Tür glitt auf und Ettore betragt das Miniosum. „Es tut mir leid, wir
haben etwas überzogen. Es hat doch länger gedauert als gedacht.“

„Ich wusste gar nicht, dass der Counselor zum Psychologen geht“, sagte
Shay vorsichtig.

Ettore verzog das Gesicht. „Kein Wunder, dass unser Berufsstand so einen
schlechten Ruf genießt, wenn nicht einmal die Schiffsleitung über unser
Tun im Bilde ist.“ Er drückte den Brustkorb raus und zog die
Uniformjacke in einer echauffierten Geste straff.

Shay musste zugeben, dass der Italiener da einen Nerv getroffen hatte.
Er hatte sich noch nicht zu viele Gedanken über die Arbeitsweise gemacht
und war froh, wenn er wenig mit den Psychologen zu tun hatte. Was die
beratenden Tätigkeit anbelangte, da hatte er schon eher eine Vorstellung
und nutzte diese auch sehr viel mehr.

Er holte einmal tief Luft. „Nun, Du wirst es mir sicher erklären“, sagte
er dann.

Stattdessen sagte Ettore: „Komm, ich zeige Dir was.“

Sie gingen in die hintere Ecke. Dort gab es eine vom Rest
sichtgeschützte Stelle. Und unter zwei Bäumen war eine kleine Bank
errichtet worden. Sie erinnerte an eine Parkbank. Einfach und robust.
Sie war so aufgestellt, dass man gegen die Wand des Miniosum schaute, wo
eine Holo-Projektionsfläche war. „Mel hat hier in unserer Abwesenheit
ein neues Arrangement gemacht. Es soll ein wenig an einen Ausflug aufs
Land erinnern. Wie sieht es aus? Meerblick?“ Der Italiener betätigte
eine kleine Schaltfläche am Geländer der Bank und die Holo-Projektion
zeigte einen unendlichen Horizont aus Meer und Wolken.

„Bitte.“ Ettore deutete auf die Bank und Shay kam es wirklich so vor,
als würde diese Bank an einer Klippe am Meer stehen. Nur der salzige
Geruch der Gischt fehlte. Beide setzten sich auf die Bank.

„Also, zurück zu Deiner Frage“, begann Ettore, „Natürlich gehen wir zu
Psychologen und zwar regelmäßig. Immer wenn wir auf einer Raumstation
Halt machen, steht uns dafür geschultes Personal zur Verfügung. Was die
meisten Personen“, und dabei sah er Shay direkt an, „noch nicht
verstanden haben ist, dass man nicht erst zum Psychologen gehen sollte,
wenn es zu spät ist. Wir sind dazu angehalten, dies regelmäßig zu tun,
auch damit wir keine Probleme von uns in unsere Arbeit projezieren.“

„Mhhm“. Shay nickte. Bisher machte das Sinn. „Ich dachte Dr. Renal wäre
hoch spezialisiert.“

Ettore nickte. „Ja das ist sie auch. Wir hatten auch gerade ein etwas
anderes Gespräch. Es gibt noch einen anderen großen Bereich, warum
Counselor mit anderen Counselors oder psychologischem Personal sprechen.
Dabei geht es weniger um sie selber, als um ihre Patienten.“

„Ich dachte immer, die Patientenakten unterlägen der Schweigepflicht.“
wand Shay ein.

„Ja, natürlich. Deshalb bespricht man das ja auch nicht mit jedem,
sondern nur mit einem Supervisor, einer speziell dafür ausgebildeten
Person“, erklärte Ettore.

„Und das ist Dr. Renal?“, erkundigte sich Shay.

„Sie hat es schon lange nicht mehr gemacht, aber sie darf es machen und
ich bin heilfroh, einer Person der ich so sehr vertraue die Supervision
zu erlauben. Besser hätte ich es nicht treffen können. Gerade jetzt im
Krieg ist die Crew einem enormen Druck ausgesetzt. Da wäre ein
Aufschieben auf einen späteren Zeitpunkt oder nur via Transmission, wenn
wir mal wieder an einer Basis sind schlecht. So stehe ich der Crew hier
zur Verfügung und die meisten Dinge können vor Ort geklärt werden“,
erklärte der Italiener.

„Aber was genau passiert dann?“ erkundigte sich Shay nun ernsthaft
interessiert.

„Nun, worauf bezieht ein Arzt seine Diagnose?“, stellte Ettore eine
Gegenfrage.

„Auf den Trikorder und seine Erfahrung“, antwortete Shay sofort.

„Richtig. Aber im psychologischen Bereich gibt es im Großteil der Fälle
keine ‚technischen Daten‘. Wir müssen uns in der Diagnose auf unsere
Erfahrung verlassen. Aber natürlich kann man da auch manchmal falsch
liegen. Deshalb ist es wichtig, dass eine außenstehende Person die
Diagnose und Therapieansätze überprüft. Und genau das haben wir vorhin
gemacht.“

„Verstehe… ich glaube, ich habe da heute was wichtiges gelernt.“,
murmelte der Schotte vor sich hin.

„Du meinst, nicht erst zum Counselor zu gehen, wenn das Kind schon in
den Brunnen gefallen ist?“, erkundigte sich Ettore mit neckendem Ton.

„Ja, das auch.“ Shay lachte.

Ettore lehnte sich zurück, streckte das rechte Bein aus und verzog das
Gesicht. Dann beugte er sich vor und fing an, Oberschenkel und Knie zu
massieren.

„Schmerzen?“, erkundigte sich der Skipper.

„Na hör mal, dieser Einsatz war hart an der Grenze dessen, was mein
Körper bewerkstelligen kann. Und auch darüber hinaus. Ich bin keine 18
mehr! Ich glaube, Du weißt was ich meine, wenn ich sage, dass oft pure
Willenskraft mich vor dem Kollaps bewahrt hat. Ich bin für solch harte
körperliche Einsätze einfach nicht (mehr) gemacht.“ Er blieb in der
gebückten Haltung und fuhr mit der Massage bis zum Knöchel fort. „Aber
wie sieht es mit Dir aus, Du hast ja diesen Einsatz sehr gelitten. Bei
mir sollte es mit der Zeit weggehen…“

Das Gefühl, nur noch aus Willenskraft zu bestehen konnte Shay
nachvollziehen. Noch immer kam es ihm wie ein Rätsel vor, wie er es
eigentlich wieder zurück bis an Bord geschafft hatte und dabei noch die
Quest erfolgreich absolviert. Und das Gefühl zu haben, der ohnehin
lädierte Rücken würde jeden Moment unter der ungewohnten Belastung
nachgeben und er quasi in zwei Teile brechen. Er hatte das eine oder
andere Stoßgebet zu allen Göttern in Hörweite geschickt, dass dies nicht
passieren möge.

Nun fasste er sich ebenfalls ans Bein.

Er rieb über die Stelle an der dieser überdimensionierte Käfer ihn mit
dem Horn gestreift hatte. Es schmerzte nicht mehr und Jetsun hatte ihm
versichert das nicht einmal eine Narbe zurück bleiben würde.

„Alles wieder bestens. Ab und an ziept es aber das sind angeblich nur
irgendwelche irregeleiteten Nervenenden, die denken, dass es da noch
eine Wunde gibt. Mich hat mehr gewundert das mein Rücken bei dem ganzen
Spektakel mit gemacht hat. Offenbar sind die Yogastunden und das
Krafttraining doch für etwas gut.“ meinte Shay versonnen.

„Tja, da sitzen wir nun hier und lecken die Wunden.“ Ettore lachte
herzlich und auch Shay konnte sich dem nur anschließen. Es war eine
recht intime Situation. Dem Schotten wurde auch klar, dass nicht viele
seiner Offiziere so offen darüber gesprochen hätten. Ein warmes Gefühl
der Verbundenheit breitete sich in seiner Brust aus. Er nahm es dankbar an.

„Aber Du könntest mal einen Physiotherapeuten mit der nächsten
Personalorder anfordern.“ sagte Ettore. „Das bekäme uns allen gut und
vieles wäre auch schneller auskuriert. Hier z. B. ist nur die Muskulatur
total verhärtet.“ Er deutete auf seinen Nacken.

„Das wäre zumindest mal ein Ansatz.“ Meinte der Skipper und machte sich
eine gedankliche Notiz. Vielleicht gab es ja Therapeuthen, die
zusätzlich als Rettungssanitäter o.ä einsetzbar wären, dann hätte er
besser Karten.

Er zog selber die Schultern hoch und ließ sie ein paar mal zur
Entspannung kreisen, gleiches tat er mit seinem Kopf. Er atmete einmal
tief ein und aus.

„Du wolltest mich aber doch sicher nicht sprechen, nur damit ich einen
Physiotherapeuthen auf die Personalliste setze, oder?“ erkundigte er sich.

„Nein, das ist richtig.“ Ettore streckte sich und holte einmal tief
Luft. „Ich wollte nur einmal fragen, wie lange Du Dir das eigentlich
noch gefallen lassen willst?“

„Was meinst Du genau?“, hakte Shay nach. Es gab so einiges, was gerade
nicht so lief, wie er sich das vorstellte.

„Na ja das mit den Kikonen und der Commodore mal ganz konkret“,
antwortete Ettore. „Es ist Dein Schiff, Du hast darüber das Kommando,
aber alles muss nach ihrer Pfeife tanzen. Die ganze Führung der
Delegation über das Schiff etc. wieviele Zugständnisse soll es denn noch
geben?“

„Es lief doch angeblich ganz gut“, wandte Shay ein.

„Wie auch immer – inhaltlich wird ja die diplomatische Abteilung des
Schiffes wieder einmal nicht informiert“, antwortete der Italiener
spitz. „Es geht mir aber vor allem um die Zugeständnisse, die da gemacht
werden, das ist alles sehr verlogen. Nur Frauen sollen die Führung
durchs Schiff machen, dabei sind weder die Commodore noch die CM hier
‚Herr im Haus‘. Wenn Miss Bateh das übernommen hätte, wäre es was die
Geschlechteraufteilung angeht ebenso gut gewesen und sie gehört zur
Crew. Aber nein.

Außerdem warum verbiegen sie sich so. Diplomatie bedeutet auch, dass man
authentisch ist. Und wir vertreten die Föderation und damit eine
Gesellschaft, in der die Geschlechter gleichberechtigt sind. Warum
vermitteln wir nicht das unseren Gästen? Stattdessen wird so getan, als
wären wir ein billiger Abklatsch von ihrer Gesellschaft. Wir haben uns
auf dem Planeten von der besten Seite gezeigt und diese seltsamen Quests
mitgemacht, dafür waren wir also gut genug und ich vermute nach wie vor,
dass es zum reinen Amüsement der Kikonen war. Aber hier wird dieses
Spielchen jetzt weitergespielt, was soll das? Wann machst Du dem ein
Ende?“, fragte Ettore verbittert.

„Du kannst ja mal mit meiner Schwester reden“, schlug Shay etwas
halbseiden vor.

„Ha.“ Ettore lachte bitter auf. „Danke, die letzte Begegnung war nicht
gerade förderlich. Sie ist Deine Schwester. Wenn sie schon den Rang
raushängen lässt, kann sie sich aber vor Eurer Verwandschaft nicht
drücken. Es wird an der Zeit, dass hier wieder ein normales Leben
herrscht und nicht ein
Wir-müssen-uns-den-Kikonen-um-jeden-Preis-anbiedern. Wenn man sich so
verstellt, weiß man hinterher nicht mehr, wer man eigentlich ist. Eine
schlechte Ausgangslage für Diplomatie.“

Shay schwieg lange und starrte auf die Holoprojektion des Meeres. Vieles
ging ihm gerade durch den Kopf und auch wenn er den Ausbruch von Ettore
verstand so war nicht alles so schwarz-weiß wie der Italiener es gerne
hätte.

Ettore selbst wurde die Stille ein wenig unangenehm. War er zu Weit
gegangen? Aber Shays relativ entspannte Sitzhaltung deutete nicht darauf
hin das der Schotte irgendwie verärgert war.

„Das Problem ist …“ begann Shay plötzlich und schwieg dann wieder. Er
hatte gute Lust jetzt einfach diese Klippe hinabzuspringen und eine
Runde im Meer zu schwimmen. Alles zu vergessen und eine Weile abzuschalten.

„Das Problem ist, dass wir, seit wir hier sind, improvisieren.“ begann
er dann jedoch erneut. „Niemand auf der Hephaistos hätte die Kikonen
auch nur zu Gesicht bekommen sollen. Alles, was wir hätten tun müssen,
wäre gewesen den Botschafter auf der Ainama abzuliefern. Die Ainama war
das Schiff, das erwartet wurde, die Ainama hatte das halbe diplomatische
Corps an Bord, um mit den Kikonen zu verhandeln.

Wir hätten die Ainama nur begleitet und wären getarnt und in sicherer
Entfernung gewesen, um darauf zu achten das die Klingonen die
Verhandlungen nicht stören.

Aber die Ainama wurde zerstört noch bevor wir sie erreichen konnten.

Seitdem improvisieren wir. Claudia, Jetsun – selbst der Botschafter tun
was sie, unter diesen Umständen und den zur Verfügung stehenden Mitteln,
können um das ganze irgendwie zu einem erfolgreichen Abschluß zu
bringen. Hätte ich es gern das man dich mehr einbindet? Himmel ja, Du
bist der einzige mit diplomatischer Erfahrung ,dem ich vertraue. Aber
das liegt nicht an mir.

Ob Schwester oder nicht, Claudia ist Commodore und steht im Rang über
mir. Wenn sie sagt ‚spring‘ dann frage ich nicht warum sondern wie
hoch.“ erklärte der Schotte nun ruhig und sachlich.

Dass keine Männer beider Schiffsführung dabei waren, lag auch nur daran,
dass er von dem Shuttleflug noch völlig fertig war und Sureya Dienst auf
der Brücke hatte. Sie alle waren von der Quest erschöpft und bräuchten
eigentlich mehrere Tage Ruhe.

Nun war es Ettore der kurz schwieg und seine Worte abwägte.

„Du weißt, dass nach allem was Claudia mit gemacht hat, sie eigentlich
eine psychologische Unbedenklichkeitsbescheinigung bräuchte, um Dir
überhaupt irgendwelche Befehle zu geben.“ stellte der Italiener in den
Raum und Shay atmete tief durch.

„Ich werde keine Meuterei gegen meine Schwester anzetteln – nicht
solange sie nicht die Crew oder das Schiff in unnötige Gefahr bringt.“
gab Shay hart zurück und suchte Ettores Blick.

„Man könnte argumentieren das die Quest diesen Umstand erfüllt.“ blieb
er dennoch hartnäckig und hielt auch Shays Blick stand.

„Nicht vor Gericht. Die Quest war im Grunde recht einfach zu erledigen.
Dass außenstehende Elemente sie sabotierten, war nicht Claudias Schuld.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Klingonen einen Spion oder
Saboteur unter den Kikonen haben. Vielleicht liegen sie auch getarnt
direkt neben uns … wer weiß. Das Feuer auf der Insel war eindeutig ein
Akt der Sabotage. Dass mich der Käfer erwischt hat, war im Endeffekt
auch meine eigene Schuld. Ich musste den Helden spielen. Hätte ich
einfach nichts gemacht oder das, was man mir gesagt hat, dann hätte das
persönliche Schild von Cyra uns beide vor dem Käfer bewahrt. Glaub mir
den Fall nimmt kein Anwalt des Universums an und ich möchte es auch gar
nicht soweit kommen lassen.“ blieb Shay hart.

Er würde seiner Schwester nicht in den Rücken fallen – nicht noch einmal.

„Jaja, unser Held.“ Ettore schmunzelte.

Shay guckte ihn irritiert an. „Wie war das jetzt gemeint?“

„Ach, wenn Du es so siehst, sollten wir eben schnellstmöglich dafür
sorgen, alles zu Ende zu bringen und damit dem Spektakel und der
Improvisation ein Ende bereiten. Sei ein Held.“ Er klopfte dem Schotten
freundschaftlich auf die Schulter.

</RPG>

<SUM>

# Ort: Büro des CNS
# Zeit: MD 13.1030
Shay und Ettore unterhalten sich. Nachklang zur Quest und wie man die
Lage mit etwas Abstand betrachten kann.

</SUM>

von
Mac und Kim
aka
Cpt. Shay Ruthven – CPT
LtCmdr. Ettore Ludovico della Scala – CNS
USS Hephaistos

SD 260728.5