[USS-Hephaistos] Der Mann ihrer Träume

Hallo  an Alle,


meine unglückliche Kikonin versucht ihr Leben zu retten und trifft auf den Mann ihrer Träume?

<RPG>

 

Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia
Zeit: MD 9.1800

 

Den ganzen Tag lang hatte Dagon Allatrix Ismara Tabitha atto Myzen versucht die Wogen zu glätten. Ihre Vorgesetzte war nicht gerade erfreut über den ganzen Schlamassel gewesen. Auch Tabithas Tante hatte sich mittlerweile bei ihr gemeldet. Nach der Ansprache ihrer Tante hatte sie das Gefühl gehabt, dass ihre Vorgesetzte geradezu freundlich zu ihr gewesen war. In der viel zu kurzen Mittagspause hatte Tabitha sich dann wiederum auf ihren Mann gestürzt. Sie hatte ihm klar gemacht, dass sie auch ganz andere Seiten aufziehen könnte und dass er in Zukunft kein Interview mehr geben würde. Nachdem sie mit ihm fertig war, hatte er sie wie ein kleiner Welpe angeschaut. Wieder einmal war sie weich geworden und hatte ihren Mann in den Arm genommen und ihm zugeflüstert das alles gut werden würde. Auch wenn sie das selber nicht so genau wusste. Hach, Männer waren einfach viel zu zart besaitet für den harten Alltag.

 

"Dagon Allatrix Ismara Tabitha atto Myzen, wie sieht es mit den Anforderungen aus, welche ich Ihnen heute Nachmittag geschickt haben?"

 

Hinter Tabitha stand ihre Chefin. Domina Sagrada Esmirna Hadassa atto Myzen. Sie war eine strenge Vorgesetzte. Der Titel Domina bedeutete so viel wie Verwalterin. Sie sorgte für die reibungslosen Abläufe im Palast und auch dafür, dass sich Gäste gut versorgt fühlten. Für den heutigen Abend rechnete man erneut mit diesen Gästen. Es hatte vor einer halben Stunde einen kurzen Kontakt mit einer Gruppe Questenden gegeben. Hinter der Hand hieß es, dass sogar diese dreckigen Rebellen beteiligt waren. Doch egal wie, die Questenden würden zurückkehren und das war eine gute Nachricht.

 

"Ich bin damit fertig Domina Sagrade Esmirna Hadassa atto Myzen. Wir haben genug zu trinken geordert und die Gäste werden in den Quartieren des Palastes alles finden was ihnen nach Tagen der Entbehrung gut tun wird."

 

Ein unwilliger Laut kam über die Lippen ihrer Vorgesetzten. Sie prüfte die Anforderungslisten ihrer Untergebenen und man merkte ihr an, dass sie mehr als gewillt war einen Fehler zu finden. Doch Tabitha hatte alles ganz genau überprüft und war sich sicher, dass ihr kein Fehler unterlaufen war.

 

"Nun gut, dies ist akzeptable Arbeit Tabitha."

 

Allein die Tatsache, dass die Domina nur ihren Rufnamen verwendete sagte eigentlich schon alles. Doch akzeptable Arbeit war unter diesen Umständen schon fast ein Lob. Tabitha stieß erleichtert ihren Atem aus und wollte sich wieder ihrer Arbeit widmen. Doch ihr Vorgesetzte hatte andere Dinge im Sinn.

 

"Nein, sie werden nun noch das Quartier von Cmdr. Ruthven Shay atto Föderation überprüfen. Ich will sichergehen, dass er alles hat was er braucht!"

 

Sie wollte schon widersprechen, doch dann schluckte Tabitha ihren Ärger herunter. Dies gehörte keineswegs zu ihren Aufgaben. Dafür gab es Diener. Doch sicherlich war heute nicht der Tag, um auf solche Umstände hinzuweisen. Eigentlich konnte sie sogar froh sein, dass sie immer noch im Palast arbeiten durfte. Also nickte sie kurz und zupfte dann an ihren Haaren. Immerhin konnte sie versuchen der ganzen Situation etwas Gutes abzugewinnen. Heute Morgen hatte sie noch davon geträumt den schmucken Föderationsmann näher kennenzulernen. Nun hatte sie womöglich die Gelegenheit dazu.

 

Ort: Palast Myzia, Gästequartier Shay Ruthven
Zeit: MD 9.1805

 

Erschöpft lag Shay auf dem Triclinia. Zumindest hätte man es auf der Erde wohl so benannt. Damals bei den alten Römern. Wie die Kikonen das Möbelstück nannten wusste er nicht. Sie hatten sich entschlossen die Queste tatsächlich zu Fuß zu beenden. Doch hatte Arsinoe dabei durchaus der Schalk geritten, so kam es Shay vor. Denn sie hatte entschieden, dass der Queste genüge getan war, wenn sie die letzten 100 Schritt zu Fuß gingen. Dabei bezog sie sich auf eine alte Geschichte ihrer Vergangenheit wo es auf die letzten 100 Schritte ganz besonders ankam. Ihm war es letztendlich egal gewesen. Er hätte sich auch den ganzen Weg zurückgeschleppt, wenn es ihnen dienlich gewesen wäre. Doch so war er froh, dass es nur 100 Schritte gewesen waren. Den Rest hatte man sie gebeamt. Nachdem sie angekommen waren, hatte er im rituellen Bad schleunigst das blaue Zeug von sich entfernt. Danach war er von mehreren Dienerinnen in sein Quartier gebracht worden. Hier wartete nun eine heiße Badewanne auf ihn. Zumindest hatte man ihm das versprochen.

 

Doch seine Gedanken weilten bei Isidora. Er hatte die Rebellin nach dem ersten Transport nicht mehr gesehen. Man hatte sie direkt in den Palast gebracht. Zumindest hatte Arsinoe ihm das versichert. Er fragte sich was man mit der Frau jetzt machen würde. Diese Frau hatte ihm das Leben gerettet und sie hatte die Gruppe begleitet. Obwohl sie sich hätte in Sicherheit bringen können. Dies sprach von Ehre und Verantwortung.

 

Langsam erhob er sich und versuchte behutsam aufzustehen. Man hatte ihm versichert, dass ein Arzt kommen würde, um ihm zu helfen. Dabei hatte man klar gemacht, dass auch die Ärztin der Hephaistos erst einmal Ruhe verdient hatte. Irgendetwas sagte ihm aber, dass man sich unabhängig von ihm mit Jetsun Pema unterhalten wollte.

 

Die Tür zu seinem Quartier öffnete sich und er blickte gespannt auf die Frau, die das Quartier betrat. Sie trug eine kunstvolle Robe, auch wenn diese offenbar Begegnung mit einer braunen Flüssigkeit gehabt hatte. Die Toga war nicht so freizügig wie bei den höhergestellten Frauen. Jedoch zeigte sie genug weibliche Reize, um zu erkennen das eine bildhübsche Frau vor ihm stand. Ihre langen blonden Haare schimmerten im Abendlicht als wären sie aus purem Gold.

 

"Ah, sie sind gekommen, um mir zu helfen?" Shay hoffte darauf, dass er seinen Fuß bald wieder belasten konnte.

 

Tabitha hingegen verschlug es die Sprache. Warum hatte man sie nicht vorgewarnt? War dies alles ein hinterhältiges Spiel. Wollte man nun ihre Ehre auch noch in Verruf bringen. Es würde sich überhaupt nicht gut machen, wenn man sie alleine mit einem Außenweltler antreffen würde. Nicht nach dem Interview ihres Mannes an diesem Morgen. "Ihnen helfen Cmdr. Ruthven Shay atto Föderation?"

 

"Ja, mit meinem Fuß?"

 

Bestürzt blickte Tabitha zum Fuß des Commanders. Was sollte sie damit tun? Sie war keine Dienerin. Sie würde den Mann nicht waschen. //Ui, er sieht so gut aus//, dachte sie, doch dann rief sie sich zur Ordnung //reiß Dich zusammen!//

 

"Verzeihen Sie, was ist mit ihrem Fuß?"

 

Ein Seufzen entfuhr Shay. Offenbar war diese Frau keine Ärztin. "Ich habe mich auf der Queste verletzt. Man hatte mir versichert, dass ein Arzt sich darum kümmern würde."

 

Tabitha blickte zum Fuß des Commanders. Man konnte immer noch die Spuren der Begegnung mit dem Feuerkäfer sehen. Für einen Mann war er sehr tapfer. Ihr Mann hätte auf dem Bett gelegen und laut gejammert. "Entschuldigen Sie, ich bin keine Ärztin, doch dies ändern wir schnell!"

 

Hätte Shay in einen Spiegel blicken können, dann hätte er sicherlich über sein ratloses Gesicht geschmunzelt. //Was meint die Frau mit, das Ändern wir schnell?// fragte er sich in Gedanken.

 

Doch die Erklärung folgte auf dem Fuß. Natürlich nicht auf dem verletzten. Der wollte schließlich immer noch nicht belastet werden. Tabitha ging zu einer der Wände und aktivierte eine Wandkonsole. Dann nahm sie Verbindung mit einer anderen Frau auf. Dieser erklärte sie, wie wichtig es war, das Cmdr. Ruthven die versprochene Heilung bekam. Als sie das Gespräch beendet hatte ging sie zu Shay, nahm aus einer Schüssel mit Wasser ein weiches Tuch heraus und tupfte damit über Shays Stirn. "Die Ärztin wird gleich hier sein. Ich versuche ihnen solang etwas Gesellschaft zu leisten. Haben Sie sonst alles was sie brauchen?"

 

Dabei warf Tabitha einen prüfenden Blick auf das kleine Tischchen und stellte zu ihrer Zufriedenheit fest, dass zumindest die Erfrischung und das Obst geliefert worden waren. Auch das Bett im Nebenraum war ordentlich gemacht. Innerlich machte sie einen Haken an ihre Abarbeitungsliste.

 

Der CO der Hephaistos hingegen war irritiert. Er hatte noch keine Frau auf diesem Planeten erlebt die sich so dienstbar zeigte. Die meisten Frauen schienen hier eher die Hosen anzuhaben und solche Aufgaben den Männern zu überlassen. Aus der Kleidung und dem Schmuck schloss Shay das die Anwesende keineswegs zur Dienerschaft gehörte. Bei der es auch Frauen gab wie er festgestellt hatte und zu der offenbar auch die Rebellen gehörten. Doch ihre Hand war angenehm und das nasse Tuch nach den Strapazen sorgte tatsächlich für etwas Linderung. Trotzdem fühlte er sich nicht unbedingt wohl bei der ganzen Sache. Lag es daran, dass er die Rebellen kennen gelernt hatte oder dass er sich eher wie ein Objekt vorkam?

 

"Wie heißen Sie?"

 

Tabitha wurde leicht rot in ihrem Gesicht. "Wie unhöflich von mir. Ich bin Dagon Allatrix Ismara Tabitha atto Myzen. Ich arbeite hier im Palast in der Verwaltung."

 

"In der Verwaltung? Heißt, dass sie kennen sich hier im Palast gut aus?" fragte nun Shay sofort, eine Idee keimte in seinem Kopf.

 

Doch die Antwort blieb Tabitha ihm schuldig. Eine Ärztin betrat das Quartier des Gastes. Sie stellte sich kurz vor, ging dann aber sofort an die fachfrauliche Untersuchung seiner Wunden. Wieder war Shay verwundert zu sehen, was für Technik die Kikonen hier einsetzten. Wirkten sie manchmal wie ein Volk einer Prä-Warp-Kultur, so zeigten sich doch schnell, dass sie moderne Technik besaßen und diese auch anwenden konnten. Die Medizin stand hier der Föderation offensichtlich in nichts nach. Wenige Minuten nach Beginn der Behandlung war von der Wunde nichts mehr zu sehen. Nur ein leichtes Brennen und Ziehen zeigte noch, das vor wenigen Augenblicken das Bein noch deutlich mitgenommen gewesen war.

 

"Sie hatten eine gute Erstversorgung bekommen Cmdr. Ruthven Shay atto Föderation. Das hat meine Arbeit erleichtert. Ihr Bein ist so gut wie neu. Sie werden die nächsten paar Tage noch Schmerzen spüren. Doch das liegt er daran, dass das neue Gewebe sich noch etwas steif anfühlt. Das gibt sich sicherlich sehr schnell." Die Ärztin nickte noch einmal kurz, packte dann ihre Sachen zusammen und verließ den Raum.

 

Auch Tabitha wollte nun aufbrechen. Doch Shay hielt sie auf. "Sagen Sie, wenn Sie in der Verwaltung arbeiten Dagon Allatrix Ismara Tabitha atto Föderation, dann wissen sie doch bestimmt auch wo man Carpianis Thoas Isidora atto Thermidava hingebracht hat, oder?"

 

"Ja, das weiß ich. Sie hatten Kontakt mit den Rebellen auf der Queste?“

„Ja, wir hatten Kontakt mit den Rebellen. Ich wusste allerdings nichts, dass es auf Thyene eine Rebellion gibt?“ Shay versuchte harmlos zu fragen. Neugierig ohne aber aufdringlich zu sein.

„Diese Rebellion ist schrecklich. Wir haben so eine gute Herrscherin. Unsere Kultur ist so durchdacht. Ich weiß nicht ob dies pure Bosheit oder Verwirrtheit ist.“ Gerade bei dem letzten Punkt musste Tabitha wieder an ihren Mann denken.

„Auch auf unsere Welt gab es immer wieder Rebellionen. Nicht immer war es Bosheit. Manchmal war es auch der Beginn einer nötigen Veränderung. Hatten sie schon einmal mit den Rebellen zu tun?“

Tabitha schüttelte den Kopf. Eine Neugier erfasste sie. Vielleicht lag es daran, dass dieser Tag für sie eh eine Katastrophe gewesen war. Oder es war der Tatsache geschuldet dass sie diesem Mann, von dem sie heimlich geträumt hatte, nun so Nahe war. Ein seltsamer Wagemut erfasste sie. „Soll ich Sie zu der Rebellin bringen?“

 

</RPG>

 

<SUM>

 

Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia
Zeit: MD 9.1800

 

Tabithas Tag wird nicht besser. Ihre Chefin verlangt von ihr, sich um die Gästequartier zu kümmern. Widerwillig tut Tabitha ihr den Gefallen.

 

Ort: Palast Myzia, Gästequartier Shay Ruthven
Zeit: MD 9.1805

 

Shay hat ein Gästequartier bekommen, nachdem die Queste einen schnellen und doch würdigen Abschluss gefunden hat. Als Tabitha eintritt bekommt er medizinische Versorgung und ergreift die Chance die Kikonin nach Isidora zu befragen. Tabitha bietet ihm an, ihn zu Isidora zu bringen.

 

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submitted by
Friddi
aka
Dagon Allatrix Ismara Tabitha atto Myzen
Verführte oder Verführerin?

 

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