Wer ist verrückt?

<RPG>
# Ort: USS Hephaistos, Gänge
# Zeit: MD 11.1030

***
„Ich muss um Entschuldigung bitten, Ma’am. Es freut mich, dass Sie
anscheinend wieder Sie selber sind. Bei unserer letzten Begegnung war
dies leider nicht der Fall“

Sam streckte die Hand zur Begrüßung aus und wunderte sich, dass ihre
Geste nicht erwidert wurde. Sie sah genauer hin und stellte fest, dass
ihr Gegenüber ebenfalls ein paar Padds in der Hand hielt. In Ermangelung
einer zweiten Hand war er aber damit bereits völlig ausgelastet. Sie war
irritiert.

„Ja, Commander“, beeilte sie sich zu sagen.
***

Immer noch geringfügig irritiert mussterte sie die Hand mit den Padds und erwartete, dass der Counselor nun endlich diese in die andere Hand wechselte um ihre Geste zu erwidern, doch nichts dergleichen geschah. Keine weitere Hand schnelllte nach vorn. In ihr wuchs das Bedürfnis ihn ob seiner Unhöflichkeit anzufauchen und zurechtzuweisenn, doch das gehörte sich nicht. Dennoch…. sie spürte wie sich ihr Mund öffntete.

„Sie ungehobelter Klotz! Nur weil ich unachtsam war, heißt das noch lang nicht, dass Sie derart unhöflich zu mir sein müssen!“ Sie riss dem Counselor wütend die Padds aus der Hand, drückte ihm diese in die andere Hand. Anschließend ergriff sie seine Rechte, um sie zu schütteln. Mit mühsam unterdrücktem Zorn in der Stimmte meinte sie: „Mein Name ist Samantha DeCoster und ich bin….“//… völlig durchgeknallt// schoss es ihr plötzlich durch den Kopf, was war nur los mit ihr? Sie kannte sich gar nicht derart aufbrausend und unhöflich. Sie wollte sich gerade entschuldigen, stockte jedoch im letzten Moment und blieb an dem nach wie vor freundlichem Gesichtsausdruck CNS hängen. Er wirkte überhaupt nicht irritiert ob ihres seltsamen Verhaltens. Nun öffnete sich sein Mund und eine freundlich-bestimmte Stimmte meinte:

„Ich muss um Entschuldigung bitten, Ma’am. Es freut mich, dass Sie
anscheinend wieder Sie selber sind. Bei unserer letzten Begegnung war
dies leider nicht der Fall“

Sam runzelte die Stirn. Hatte er nicht gerade eben schon….? Er schien ihren Ausrutscher gar nicht übel zu nehmen. Sie streckte ihm ihre Hand entgegen um sich nach althergebrachter Weise vorzustellen, doch ein brauner Blitz pfiff zwischen ihnen durch. Permin baute sich direkt vor dem Counselor auf, knurrte und bleckte die Zähne. Ettore ging in die Hocke und streckte die linke Hand nach vorn, während er mit der rechten Hand seine Padds auf den Knien balancierte. „Gehört dieser kleine Kerl zu Ihnen? Er sieht ein wenig gefährlich aus.“ Er lächelte Sam an und richtete sich wieder auf. Sam beachtete ihn jedoch nicht, sondern startte mit offenem Mund Permin an. Der hatte sich nun, nachdem er kurz an Ettore geschnuppert hatte auf dem Boden eingeringelt und schien zu schnurren. Wo war der Kobold so plötzlch hergekommen? Verwirrt drehte sich Sam zu Ettore und reichte diesem die Hand zur Begrüßung, doch Ettore ergriff diese nicht, sondern umarmte sie überschwänglich. Unwillkürlich versteifte sich Samantha, als sich zwei fremde Arme um sie legten und kurz umarmten. Dann wurde sie wieder weggeschoben und die Arme brachten Sie auf Abstand. Eine Stimme rief voller Begeisterung:

„Ich muss um Entschuldigung bitten, Ma’am. Es freut mich, dass Sie
anscheinend wieder Sie selber sind. Bei unserer letzten Begegnung war
dies leider nicht der Fall“

Samantha reichte es. Sie spürte, wie ihr das Blut aus dem Gesicht gewichen war. Sie stolperte einen Schritt zurück, drehte sich auf den Absatz herum und rannte den Gang zurück. Sie brauchte dringend Abstand und wohl einen neuen Schub ihrer Medikamente.

Ettore blickte verwirrt der Fau hinterher. Sie hatte ausgesehen, als hätte sie einen Geist gesehen. Er war es gewohnt, dass manche Leute irritiert auf seinen fehlenden Arm reagierten. Aber dass jemand ohne ein Wort einfach davon rannte, war auch für ihn eine neue Erfahrung.

Zeit: MD 11.1110
Ort: des Holodocs Gefängniszelle

Samantha stürmte in das Holodeck, in das der Holodoc seit einigen Tagen eingesperrt war. Keiner hatte wirklich Zeit gefunden, sich um seine Probleme und Befindlichkeiten zu kümmern. Doch Sam war eingefallen, was der Doktor vor einigen Tagen noch gemurmelt hatte, ihre Medikamente würden nicht so passen. Daher hatte sie ihren Weg zur Krankenstation abgewandelt.

„Doktor, ich glaube ich habe Halluzinationen!“ Samantha war zu aufgewühlt um sich das empfindsame MHN genauer zu betrachten. Daher nahm sie nicht wahr, wie das MHN im Morgenmantel am Fenster stand und versonnen in eine Wüstenlandschaft starrte. Nur langsam drehte er sich herum und strich sich die verstrubbelten Haare glatt. Eine vorwitzige und widerspenstige Strähne stiekste trotzdem seitlich ab. Tiefe Augenringe hatten sich in das Gesicht des MHN gebrannt. Es gähnte ausgiebig und setzte sich auf das unordentliche Sofa, direkt auf ein paar dreckig-weißer Socken. Mit seinem Rücken verdeckte er das unordentlich über die Lehne gehängte schwarze Hemd.

„Ma’am ich bin seit 94,5 Stunden in von Ihnen verhängter Quarantäne, ich habe seitdem nicht mehr geschlafen. Ich hielte es für angemessen, wenn Sie sich zumindest nach meinem Befinden fragen würden!“ lamentierte das MHN und holte Samantha ein Stück weit aus ihrer eigenen Ratlosigkeit. Ihr schlechtes Gewisen meldete sich.

„Doktor es tut mir leid, ich habe Ihr Anliegen nicht vergessen. Solang ich jedoch kein Personal habe, welches Ihre Routinen überprüfen kann, müssen Sie leider nach wie vor hier bleiben, werden jedoch zumindest auch nicht gelöscht.“

Das MHN seufzte und holte unter einem der Sofakissen einen medizinischen Trikorder hervor.

„Also gut…. nennen Sie die Art Ihres medizinischen Dramas.“

Sam runzelte die Stirn und fragte sich kurz, ob dies auch wieder eine Halluzination war, wie diese mit dem unfreundlichen Counslor.

„Doc, Sie sprachen vor 4 Tagen von einer Dysbalance bei mir. Wie äußert sich diese?“ versuchte sich Sam zu sammeln. Das MHN schütelte den Kopf. „Ich sagte Sie sollten sich behandeln lassen. Der Coctail in Ihrem Blut und der Kaffee vertragen sich nicht. Und Ihre Alpha- und Theta-Wellen deuten auf eine tiefergehende Dysbalance hin. Aber wie ich die Psyche der Menschn kenne, haben Sie auf meinen Rat nicht gehört.“ Er scannte in Ruhe weiter, während Sam sich verteidigte „Ich habe deutlich weniger Kaffee getrunken!“

„Ja, aber Sie haben sich nicht behandeln lassen, wie ich es Ihnen gesagt habe, Zumindest deutet die Phasenverschiebung der Theta-Wellen darauf, dass das Neuroleptikum nach wie vor falsch dosiert eingesetzt ist. Lassen Sie die Dosis anpassen auf 65% des jetzigen Wertes, dann sollten sich ihre Werte vorerst auf ein Optimum einpegeln. Das hätte schon vor Tagen geschehen sollen. Also gehen Sie endlich auf die Krankenstation und lassen Sie mich hier allein zurück in Einzelhaft! Bringen Sie das nächste mal bessere Nachrichten mit!“

Mit den Worten klappte das empfindliche MHN den Trikorder ein und ließ sich rückwärts auf das Sofar sinken. Mit geschlossenen Augen signalisierte er, dass das Thema für ihn beendet war.
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<SUM>
# Ort: USS Hephaistos, Gänge
# Zeit: MD 11.1030

Sam und Ettore lernen sich kennen und doch ist nicht alles so, wie es scheint.

Zeit: MD 11.1110
Ort: des Holodocs Gefängniszelle

Nach ihrem seltsamen Erlebnis mit dem CNS sucht Samantha den Holodoc auf und bittet ihn um Rat. Dieser rät zu einer Anpassung der Medikamente und möchte ansonsten in seiner Depression nicht gestört werden
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***submitted by
ela aka Samantha – hab ich Wahnvorstellungen? – DeCoster