{"id":5140,"date":"2019-10-19T21:14:44","date_gmt":"2019-10-19T21:14:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/hephaistos\/20190711-langzeitscans-603\/"},"modified":"2019-10-19T23:16:54","modified_gmt":"2019-10-19T21:16:54","slug":"20190711-langzeitscans-603","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/20190711-langzeitscans-603\/","title":{"rendered":"Langzeitscans"},"content":{"rendered":"<p>Langzeitscans<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\" class=\"header-part1\">\n<tr>\n<td><b>Betreff: <\/b>Langzeitscans<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>Von: <\/b>v2vc <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>Datum: <\/b>11.07.2019, 19:13<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\" class=\"header-part2\">\n<tr>\n<td><b>An: <\/b>USS-Hephaistos@yahoogroups.de<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Moin,<\/p>\n<p>kleines Copost von Isi und mir. Danke an Dich, hat Spass gemacht \ud83d\ude42<\/p>\n<p>&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p># Ort: Beobachtungslounge<br \/># Zeit: MD -1.1023<\/p>\n<p>&#8222;Dann sind wir mit den Crewbewertungen also durch&#8220;, sagte Shay, wobei es<br \/>nicht als Frage formuliert war.<\/p>\n<p>Er blickte in die Runde, wo neben Sureya auch Jetsun und Ettore sa\u00dfen.<br \/>Sie hatten die routinem\u00e4\u00dfig zu erfolgenden Crewbewertungen<br \/>durchgesprochen. Die meisten w\u00fcrden bis nach der Mission warten m\u00fcssen,<br \/>bis sie wieder eine Raumstation o.\u00e4. anflogen. Aber es gab auch eine<br \/>Handvoll neue Mitglieder, deren Probezeit nun ausgelaufen war.<\/p>\n<p>Nachdem sie von der EO als Spezialistin f\u00fcr das Personal an Bord sowie<br \/>der amtierenden CM und dem CNS als dienstf\u00e4hig und einsatzbereit<br \/>eingestuft wurden, k\u00f6nnten sie ab dem heutigen Tag auch zu anderen<br \/>Eins\u00e4tzen und mit Aufgaben h\u00f6herer Sicherheitsfreigabe hinzugezogen<br \/>werden. Shay freute sich besonders, dass Crewman Luseco sich als<br \/>Logistikspezialist bew\u00e4hrt hatte, genauso wie Ensign Grace als<br \/>Sanit\u00e4terin. Es war immer wieder ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl, jemand als<br \/>vollwertiges Mitglied in der kleinen Familie der Hephaistos-Crew<br \/>willkommen hei\u00dfen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Als nur ein best\u00e4tigendes Kopfnicken von allen kam, sagte der Skipper<br \/>nur &#8222;Exzellent \u2013 wegtreten.&#8220; Woraufhin Sureya und er es beide sehr eilig<br \/>hatten, wieder auf die Br\u00fccke zu kommen.<\/p>\n<p>Jetsun sa\u00df noch einen Augenblick vertr\u00e4umt auf das Padd blickend da.<br \/>Ettore bemerkte dies im Weggehen und drehte sich noch einmal zu der<br \/>jungen Frau.<\/p>\n<p>&#8222;Wie war denn eigentlich Ihr erster Au\u00dfeneinsatz?&#8220;, fragte er. &#8222;War es<br \/>dass, was Sie sich erhofft haben? Sie brannten ja quasi darauf, sich in<br \/>einem Einsatz zu beweisen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh&#8230;&#8220; machte Jetsun und versuchte einige Sekunden Zeit zu gewinnen.<br \/>Dabei fragte sie sich, ob ihr Wunsch, an dem Einsatz beteiligt zu sein<br \/>wirklich so r\u00fcbergekommen war oder ob der Counselor sie nur<br \/>herausfordern wollte.<br \/>&#8222;Ich&#8230; mir ging es weniger darum, mich zu beweisen. Es war mehr&#8230;&#8220;<br \/>Sie seufzte leise. &#8222;Ich hatte die Bef\u00fcrchtung, dass der Einsatz wohl<br \/>m\u00f6glich aus dem Ruder laufen k\u00f6nnte. Ich hoffte, in diesem Fall einigend<br \/>auf die Parteien einwirken zu k\u00f6nnen. Leider hat dieser&#8230; Ralf ganz<br \/>andere Vorstellungen gehabt.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich erinnere mich an die Einsatzbesprechung. Sie hatte da ja mehrfach<br \/>Vorbehalte vorgebracht.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das war eine rechtliche Frage. Ich glaube immer noch, dass wir uns da<br \/>in einer ziemlichen Grauzone bewegt haben. Gut, dass es letztendlich<br \/>zumindest f\u00fcr die normalen Mienenarbeiter und vor allem f\u00fcr deren<br \/>Familien gut ausgegangen ist. Nur f\u00fcr Crewman Vanlaere nicht.&#8220;<br \/>Sie senkte den Kopf. &#8222;Ich habe mir den Namen gemerkt. Das ist nicht<br \/>leicht zu verdauen, Sir.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das ist verst\u00e4ndlich, zumal Sie zu dem Zeitpunkt ja noch nicht wissen<br \/>konnten, dass wir es mit einem \u00dcberl\u00e4ufer zu tun haben.&#8220; Der Italiener<br \/>hatte wieder seinen Platz an dem Besprechungstisch eingenommen.<\/p>\n<p>&#8222;Ja, davon hat Commander Bateh etwas gesagt&#8230;&#8220; Jetsun schien etwas in<br \/>ihren Gedanken verloren zu sein.<\/p>\n<p>&#8222;Und im \u00dcbrigen waren Sie ja nicht die Einsatzverantwortliche. Nat\u00fcrlich<br \/>ist das nur ein schwacher Trost. Immerhin haben alle, die es wollten, es<br \/>auch irgendwie an Bord zur\u00fcck geschafft&#8230;&#8220; Ettore beobachtete Jetsun<br \/>weiter. Die Bhutarin guckte noch immer intensiv einen imagin\u00e4ren Fleck<br \/>auf der Tischplatte vor ihr an.<\/p>\n<p>&#8222;Allerdings haben Sie mich pers\u00f6nlich doch sehr \u00fcberrascht in ihrem<br \/>Handeln,&#8220; sagte Ettore nach einem Augenblick des Innehaltens.<\/p>\n<p>Jetzt hob Jetsun den Kopf \u00fcberrascht.<br \/>&#8222;Wie meinen Sie das?&#8220;, erkundigte sie sich.<\/p>\n<p>Ettore lie\u00df sich einen Augenblick Zeit mit der Antwort. Er zwirbelte<br \/>etwas an seinem Bart und \u00fcberlegte eine Formulierung: &#8222;Nun, es ist<br \/>nat\u00fcrlich nur eine pers\u00f6nliche Meinung. Sie sind seit kurzer Zeit<br \/>verantwortliche Chefmedizinerin hier an Bord. Sie sind also f\u00fcr das<br \/>physische Wohl aller Crewmitglieder zust\u00e4ndig, egal ob an Bord, im<br \/>Au\u00dfeneinsatz oder von einem Au\u00dfeneinsatz zur\u00fcckkommend. Dennoch meiden<br \/>Sie diese Verantwortung und st\u00fcrzen sich Hals \u00fcber Kopf in ein Abenteuer<br \/>auf dem Weg zu&#8230; sagen wir mal Ruhm und Ehre. Nat\u00fcrlich kann ich<br \/>verstehen, dass man als junger Ensign sein K\u00f6nnen unter Beweis stellen<br \/>m\u00f6chte. Das steht au\u00dfer Frage. Aber dennoch ist es in meinen Augen etwas<br \/>leichtfertig. Schlie\u00dflich h\u00e4tten auch schnell Sie die Geisel werden<br \/>k\u00f6nnen, wer h\u00e4tte sich dann um die Crew gek\u00fcmmert. Irgendwie werde ich<br \/>das Gef\u00fchl nicht los, dass Sie sich vor der gro\u00dfen Verantwortung als CM<br \/>irgendwie zu dr\u00fccken versuchten.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun starrte den Counselor ziemlich betroffen an. Mehrmals machte sie<br \/>den Mund auf, um etwas zu erwidern um es dann doch zu lassen.<br \/>Schlie\u00dflich brachte sie gerade einmal ein kurzes &#8222;Oh.&#8220; hervor.<\/p>\n<p>Dann atmete sie zweimal tief durch ehe sie eine vern\u00fcnftige Antwort gab:<br \/>&#8222;Das tut mir leid. Ich hatte es nicht so gesehen. Ich dachte, dass mein<br \/>Platz da w\u00e4re, wo die h\u00f6chste Gefahr f\u00fcr Verletzungen w\u00e4re. Und ich<br \/>hatte ernsthaft angenommen, dass es zu gewaltt\u00e4tigen<br \/>Auseinandersetzungen kommen w\u00fcrde. Und zu Opfern, vor allem unter den<br \/>Zivilisten der Kolonie. Da wollte ich sein und helfen. Ich hatte<br \/>nicht&#8230; \u00e4h&#8230; zum Gl\u00fcck ist es ja ganz anders gekommen.&#8220;<\/p>\n<p>Sie reckte dann den Kopf in einer etwas trotzig wirkenden Haltung.<br \/>&#8222;Immerhin habe ich ja dann doch Leben retten k\u00f6nnen. Und der Captain hat<br \/>mir dazu keine Vorw\u00fcrfe gemacht.&#8220; f\u00fcgte sie noch hinzu.<\/p>\n<p>&#8222;Oh, ich machte Ihnen auch keine Vorw\u00fcrfe. Mir war es eben nur<br \/>aufgefallen.&#8220; erwiderte Ettore und beschloss, dieses Thema doch lieber<br \/>erst einmal fallen zu lassen. Dabei am\u00fcsierte er sich ein klein wenig,<br \/>wie sehr sich junge Offiziere doch \u00e4hneln.<\/p>\n<p>&#8222;Wie geht es denn ihrer neuen Patientin. Ich h\u00f6re die junge Dame hat<br \/>sich gut erholt? Sie lebt jetzt bei Ihnen in Ihrem Quartier, nicht wahr?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja.&#8220; best\u00e4tigte Jetsun und ging innerlich weiter in die Defensive.<br \/>&#8222;So kann ich mich auch au\u00dfer Dienst weiter ihrer Genesung widmen.<br \/>Au\u00dferdem muss sie noch immens viel Wissen nachholen. Von der F\u00f6deration<br \/>und alledem wei\u00df sie tats\u00e4chlich gar nichts.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Erstaunlich. Immerhin spricht sie ja F\u00f6derationsstandard.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja, nicht wahr?&#8220; Mehr sagte Jetsun dazu nicht. Vor allem, weil sie auch<br \/>nicht viel mehr dazu beitragen konnte. Das war eine Diskrepanz und keine<br \/>kleine. Auch was Ileytis \u00fcber ihr Sternenreich berichtete, klang so<br \/>phantastisch, dass die junge CM davon sicher beeindruckt war, aber<br \/>dennoch passe so vieles nicht. Wie dieses gro\u00dfe Reich in die Galaxis und<br \/>ihre vier Quadranten passen sollte, zum Beispiel. Dann fragte sie sich,<br \/>ob Ileytis vielleicht gar nicht aus dieser Galaxis kam. Aber Andromeda<br \/>war so weit fort. Und das erkl\u00e4rte auch nicht die Sprachkenntnisse.<br \/>Dennoch glaubte sie der Liduuri. Vielleicht sollte sie bald einmal mit<br \/>dem Captain dar\u00fcber sprechen.<\/p>\n<p>&#8222;Andererseits, wenn man mit einem Universal\u00fcbersetzer in Kontakt kommt,<br \/>l\u00e4sst sich vieles bei gewissem Talent schnell lernen&#8230; Ich finde es ja<br \/>sehr aufopferungsvoll, dass Sie sich direkt um Ihren Gast k\u00fcmmern. Es<br \/>stehen aber derzeit noch gen\u00fcgend G\u00e4stequartiere zur Verf\u00fcgung.<br \/>Vielleicht sollten Sie dar\u00fcber nachdenken, ihr ein wenig Freiraum zu<br \/>geben. Genesung hin oder her, das ist sicher eine sehr \u00fcberraschende<br \/>Situation f\u00fcr Sie, vielleicht braucht Sie etwas Ruhe, um ihre Gedanken<br \/>zu sortieren.&#8220;, schlug Ettore m\u00f6glichst beil\u00e4ufig vor.<\/p>\n<p>Als Antwort nickte Jetsun erst einmal. Dann aber f\u00fcgte sie hinzu: &#8222;Es<br \/>erschien mir als ein guter Gedanke. Die R\u00e4tin ist sehr alleine. Fast<br \/>schon verloren. Und sie vertraut mir, so wie ich ihr. Und es war ihr<br \/>Wunsch, in meiner N\u00e4he zu bleiben. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt k\u00f6nnen<br \/>wir sicherlich noch etwas an dieser Situation \u00e4ndern, doch im Augenblick<br \/>halte ich es f\u00fcr das kl\u00fcgste, wenn wir sie nicht die ganze Zeit \u00fcber<br \/>alleine lassen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Au\u00dferdem frage ich mich, wieso sie dazu kommen, dass Sie unbedingt<br \/>etwas \u00fcber die F\u00f6deration lernen _muss_. Ich m\u00f6chte hier keine<br \/>Schwarzmalerei betreiben. Aber immerhin sind wir im Krieg. Hat Miss<br \/>Ileytis das irgendwie begr\u00fcndet? Ich meine&#8220;, er nahm den Kopf zur\u00fcck,<br \/>als betrachtete er etwas aus der Distanz, &#8222;das sind ja alles sehr<br \/>seltsame Zuf\u00e4lle\u2026 Hat sie irgendetwas dazu gesagt?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh, sie muss nicht. Sie m\u00f6chte. Jedenfalls hatte sie das so gesagt. Ich<br \/>nehme an, dass sie davon ausgeht, bis auf weiteres erst einmal in der<br \/>F\u00f6deration zu bleiben. Aus ihrer Heimat wurde sie ja exiliert. Von daher<br \/>bleiben ihr nur wenige M\u00f6glichkeiten.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun presste die Lippen aufeinander. Eigentlich war sie ja sehr gut in<br \/>diplomatischen Dingen, doch das war f\u00fcr sie jetzt pers\u00f6nlich. Sie f\u00fchlte<br \/>sehr stark f\u00fcr Ileytis und hatte das Gef\u00fchl, dass diese Emotionen ebenso<br \/>erwidert wurden. Nur wie sollte sie so etwas erkl\u00e4ren? Dabei hatte sie<br \/>das Gef\u00fchl, dass Counselor della Scala schon auf dem richtigen Pfad war.<br \/>Und das nur, weil sie ihre Emotionen nicht unter Kontrolle hatte.<br \/>Zumindest, was Ileytis anging.<\/p>\n<p>Wieso f\u00fchlte sie eigentlich so stark gegen\u00fcber der Liduuri? Rational<br \/>lie\u00df sich das nicht begr\u00fcnden, doch haben Gef\u00fchle ja nichts mit<br \/>Rationalit\u00e4t zu tun. Jetsun seufzte. Es war jedenfalls so. Und f\u00fcr sie<br \/>war das sehr sch\u00f6n, denn seit sie an Bord der Hephaistos gekommen war &#8211;<br \/>im Grunde schon, seit sie ihre Familie verloren hatte &#8211; hatte sie sich<br \/>unglaublich alleine gef\u00fchlt. Und jetzt war dieses Gef\u00fchl fort.<\/p>\n<p>&#8222;Aber vielleicht m\u00f6chten Sie sich ja gern selber einmal ein Bild von der<br \/>Situation machen. Sprechen Sie mit ihr, Commander. Vielleicht w\u00fcrde das<br \/>mehr Sinn ergeben.&#8220;<\/p>\n<p>\u201eJa, das werde ich ganz sicher einmal machen\u201c, erkl\u00e4rte der Italiener<br \/>und l\u00e4chelte Jetsun freundlich an.<\/p>\n<p># Ort: Krankenstation<br \/># Zeit: MD 1.2105<\/p>\n<p>&lt;QUOTE&gt;<br \/>Jetsun konnte die Skepsis im Gesicht des Counselors deutlich erkennen,<br \/>deshalb f\u00fcgte sie hinzu:<br \/>&#8222;Commander, deutlich gesagt, sich \u00fcber etwas so sehr aufzuregen, dass<br \/>man deshalb einen solchen Schw\u00e4cheanfall erleidet hat andere Ursachen.<br \/>Sir, Sie sind einfach noch nicht alt genug f\u00fcr derartige Symptome. Daher<br \/>w\u00fcrde ich Sie entweder gern noch 24 Stunden hier behalten wollen, oder<br \/>aber Sie bitten, zu einem anderen Zeitpunkt f\u00fcr einen<br \/>Langzeit-Tiefenscan hierher zu kommen. Dann k\u00f6nnen wir dem Ganzen auf<br \/>den Grund gehen.&#8220;<br \/>&lt;\/QUOTE&gt;<\/p>\n<p>\/\/ Man wird ja auch selten mit etwas konfrontiert, dass einen so in<br \/>seiner Selbst bis auf das Innerste ersch\u00fcttert. Kein Wunder, wenn auch<br \/>der K\u00f6rper reagiert\u2026\/\/ \u00fcberlegte Ettore.<\/p>\n<p>&#8222;Machen Sie, was Sie f\u00fcr richtig halten&#8230;&#8220;, antwortete der Italiener.<br \/>&#8222;Ich habe ja sowieso gerade nichts Besseres zu tun.&#8220; Das letzte sagte er<br \/>so leise, dass es von niemandem geh\u00f6rt werden konnte.<\/p>\n<p>Jetsun nickte und dr\u00fcckte ihren Patienten sanft wieder zur\u00fcck auf das<br \/>Biobett.<\/p>\n<p>&#8222;Ach ja, vielleicht sollten Sie meine Frau informieren, dass ich heute<br \/>Nacht au\u00dferh\u00e4usig \u00fcbernachte&#8230; allerdings muss ich sie vorwarnen,<br \/>Doktor, sie wird bei solchen Nachrichten oft zur Furie. Sie hat etwas<br \/>dagegen, mich auf einer Krankenstation zu wissen&#8230; man kann es ihr<br \/>nicht verdenken&#8220;, erg\u00e4nzte Ettore.<\/p>\n<p>&#8222;Nein, nat\u00fcrlich nicht.&#8220; erwiderte Jetsun und musste wieder ein wenig<br \/>l\u00e4cheln. Seit sie den Posten der Interims-CM \u00fcbernommen hatte, wurde sie<br \/>regelm\u00e4\u00dfig mit &#8218;Doktor&#8216; angesprochen. Dabei hatte sie weder einen<br \/>Doktortitel noch eine Approbation. Alles, was sie hatte, war die<br \/>medizinische Ausbildung an der Sternenflottenakademie. Die war aber<br \/>wiederum keineswegs schlecht und bef\u00e4higte sie durchaus, als Sanit\u00e4terin<br \/>t\u00e4tig zu sein.<\/p>\n<p>Letztendlich machte das aber auch nichts. F\u00fcr viele Leute war der Titel<br \/>&#8218;Doktor&#8216; gleichzusetzen mit Mediziner und ein solcher war sie<br \/>letztendlich ja aufgrund ihrer Funktion als CM auch.<\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr den Posten des CM war n\u00e4mlich weniger die medizinische<br \/>Ausbildung, also das Studium und die Promotion als vielmehr die<br \/>F\u00fchrungsf\u00e4higkeit, die man an der Akademie lernte. Jedenfalls hatten ihr<br \/>der Captain und die XO das so versichert. Jetsun nahm an, dass man ihr<br \/>ansonsten auch kaum diesen Posten angeboten h\u00e4tte.<\/p>\n<p>&#8222;Sie sind ja nicht ansteckend krank.&#8220; f\u00fcgte sie hinzu. &#8222;Also keine<br \/>Einw\u00e4nde.&#8220;<br \/>Kurz \u00fcberlegte sie, dann fragte sie nach: &#8222;Ben\u00f6tigen Sie noch etwas,<br \/>Commander? Wenn Sie hier einige Zeit bleiben werden. Vielleicht k\u00f6nnte<br \/>Ihre Frau etwas f\u00fcr Sie hierher holen.<\/p>\n<p>Ettore seufzte leise. &#8222;Ja, etwas zu lesen w\u00e4re schon nicht schlecht. Ich<br \/>habe auf meinem privaten PADD einiges an Literatur. Wenn Sie mir das<br \/>zukommen lassen w\u00fcrden, w\u00e4re ich Ihnen dankbar.&#8220; sagte er.<\/p>\n<p>&#8222;Sehr sch\u00f6n. Nathaly, magst Du Dich darum k\u00fcmmern? Aber vorher wollen<br \/>wir Commander della Scala etwas aus dem Zentrum heraus man\u00f6vrieren.&#8220;<br \/>sagte Jetsun und bugsierte dann die Bio-Liege zusammen mit der<br \/>Sanit\u00e4terin in eine der Ecken der Krankenstation und zog dann einen<br \/>Vorhang vor, dass nicht jeder, der hier hereinkam, sofort auf den<br \/>Counselor stie\u00df.<\/p>\n<p>&#8222;Sie k\u00f6nnen es sich auch gern noch etwas bequemer machen, Counselor.&#8220;<br \/>meinte Nathaly dann.<br \/>&#8222;Soll ich Ihnen die Schuhe abnehmen? Oder die Jacke? Der Tiefenscan ist<br \/>nicht unangenehm aber langweilig und ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass es<br \/>zumindest ohne Schuhe bequemer w\u00e4re.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja, danke!&#8220; erwiderte Ettore. \/\/Langweilig&#8230; 24 Stunden Nichtstun? O<br \/>ja.\/\/ dachte er dabei.<\/p>\n<p>Ensign Grace verschwand dann, um die Frau des Counselors aufzusuchen und<br \/>Ettore wandte sich dann an Jetsun. &#8222;Sagen Sie, Ensign, weshalb dauert<br \/>dieser Scan so lange? 24 Stunden erscheinen mir f\u00fcr so etwas<br \/>au\u00dferordentlich lange.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun nickte. &#8222;Das verstehe ich. Der Scan, also ein einzelner Scan<br \/>dauert tats\u00e4chlich auch nur zwischen 8 und 12 Minuten. Aber hierbei<br \/>handelt es sich um eine Aufnahme eines Ver\u00e4nderungsprozesses. Das<br \/>bedeutet, wir machen rund 30 Scans von Ihnen ungef\u00e4hr im Abstand von 50<br \/>Minuten. Theoretisch k\u00f6nnen sie zwischen den Scans arbeiten, essen oder<br \/>was auch immer. Nur sollten wir, wenn irgend m\u00f6glich die Intervalle<br \/>einhalten und das klappt selten, wenn man nicht hier vor Ort ist. Tut<br \/>mir Leid, Sir.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Schon gut, Miss. Es ist ja f\u00fcr meine Gesundheit.&#8220; beruhigte Ettore die<br \/>junge CM, auch wenn er nicht wirklich glaubte, dass dieser Scan etwas<br \/>zutage f\u00f6rdern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>&#8222;Darf ich Sie etwas fragen, Commander?&#8220; bat Jetsun dann.<\/p>\n<p>&#8222;Was denn?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich habe Ihre medizinische Akte gelesen. Unterbrechen Sie mich, wenn<br \/>Sie der Ansicht sind, dass mich das nichts angeht, aber haben Sie nicht<br \/>dar\u00fcber nachgedacht, eventuell Ersatz f\u00fcr ihren fehlenden Arm anpassen<br \/>zu lassen. Ich denke, dass inzwischen viel mehr M\u00f6glichkeiten bestehen<br \/>als noch vor 15 Jahren.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen sie so etwas fragen und in Erw\u00e4gung ziehen. Allerdings<br \/>muss ich Ihnen sagen, dass ich es leid bin, von Ihrer Zunft &#8211; und bitte<br \/>sehen Sie das nicht als pers\u00f6nlichen Affront an &#8211; optimiert zu werden zu<br \/>wollen. Ein Gro\u00dfteil der Probleme beruhte immer darauf, dass alles<br \/>verschlimmbessert wurde. Von Anfang an ist es schief gelaufen. Wenn sich<br \/>ein geeigneter Moment f\u00fcr eine Ver\u00e4nderung ergibt, wird er sich mir ganz<br \/>sicher offenbaren. Jetzt ist er es nicht.&#8220;, erkl\u00e4rte der Italiener bestimmt.<\/p>\n<p>Jetsun nickte, etwas betroffen. Sie erwiderte aber nichts. Verst\u00e4ndnis<br \/>zu heucheln f\u00fcr etwas, was sie anders sah, w\u00e4re fehl am Platze aber dem<br \/>Counselor ins Gesicht sagen, dass er ihrer Ansicht nach falsch lag, w\u00e4re<br \/>ebenso wenig schlau gewesen. Also am besten gar nichts sagen.<\/p>\n<p>Kurz dachte sie an sich selbst. Sie war nach ihrem schrecklichen Unfall<br \/>rein k\u00f6rperlich komplett genesen, dank der modernen Medizin. Diese, so<br \/>meinte sie, k\u00f6nnte Commander della Scala sicherlich auch helfen oder<br \/>zumindest Erleichterung verschaffen. Aber dazu musste er auch bereit<br \/>sein, solange das nicht der Fall w\u00e4re, w\u00fcrde auch die Medizin nicht<br \/>allzu viel helfen k\u00f6nnen. Insofern hatte er vielleicht doch Recht. Es<br \/>war noch nicht der richtige Zeitpunkt.<\/p>\n<p>&#8222;Fein.&#8220; sagte sie. Dann wollen wir mal anfangen. Bleiben Sie jetzt bitte<br \/>ganz ruhig liegen. Das Ger\u00e4t meldet sich, wenn ein Scan anliegt. Dann<br \/>sollten Sie immer m\u00f6glichst still bleiben. Das Ger\u00e4t korrigiert<br \/>nat\u00fcrlich fehlerhaft gelaufene Scans, aber dann dauert es insgesamt<br \/>immer nur etwas l\u00e4nger und die Ergebnisse sind nicht so aussagekr\u00e4ftig.&#8220;<\/p>\n<p>Sie bet\u00e4tigte einen Taster und eine Laufkatze schob sich \u00fcber den Kopf<br \/>des Counselors und der Scan begann.<\/p>\n<p>Jetsun f\u00fchrte dieses zum ersten Mal durch. Das war nicht weiter<br \/>problematisch, da das Verfahren komplett automatisiert war. Jedoch war<br \/>es sinnvoll zu wissen, wie man die Parameter richtig einstellt. Dar\u00fcber<br \/>hatte sie erst vor drei Tagen etwas gelesen und war froh, dass das<br \/>Wissen dazu noch so frisch in ihrem Ged\u00e4chtnis war. Es gab \u00fcberhaupt so<br \/>viel zu lesen, zu wissen und zu erfahren in diesem Wissensgebiet, dass<br \/>sie manchmal glaubte, damit doch \u00fcberfordert zu sein. Dann wiederum gab<br \/>es die Gespr\u00e4che, vor allem mit Nataly von der sie immens viel lernte.<br \/>In diesen Augenblicken fragte sie sich, ob diese nicht besser mit der<br \/>Position der CM dran gewesen w\u00e4re, doch Nataly hatte ihr mehrfach<br \/>versichert, dass das f\u00fcr sie absolut nicht in Frage k\u00e4me. Die<br \/>F\u00fchrungst\u00e4tigkeit und die Verantwortung w\u00e4ren nichts f\u00fcr sie. Jedenfalls<br \/>noch nicht. In zehn Jahren vielleicht einmal aber im Augenblick war sie<br \/>absolut zufrieden mit der gegenw\u00e4rtigen Rollenverteilung.<\/p>\n<p>Rund 10 Minuten sp\u00e4ter war der erste Scan abgeschlossen und der Scankopf<br \/>samt Laufkatze wieder zur\u00fcckgefahren.<\/p>\n<p>&#8222;Sie haben jetzt gut 50 Minuten Ruhe vor uns, Commander.&#8220; erkl\u00e4rte<br \/>Jetsun und unterdr\u00fcckte ein G\u00e4hnen. &#8222;Sie brauchen auch nicht hier liegen<br \/>zu bleiben. Bitte sein Sie nur p\u00fcnktlich wieder hier, damit die<br \/>Folgescans zeitgerecht erfolgen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Inzwischen war Nataly auch wieder da und hatte das PADD f\u00fcr den<br \/>Counselor dabei.<br \/>&#8222;Ich&#8230; gehe dann erst einmal wieder.&#8220; meinte Jetsun und dachte an<br \/>Ileytis, die sicherlich noch auf sie in ihrem gemeinsamen Quartier<br \/>wartete. &#8222;Wenn etwas ist, kontaktiert mich einfach.&#8220;<\/p>\n<p>Ettore fragte sich, wie der letzte Rat der CM wohl gemeint sei.<br \/>Einerseits sollte er auf der KS bleiben und ihm wurde sogar Lekt\u00fcre zur<br \/>Unterhaltung gebracht. Andererseits br\u00e4uchte er sich nicht die ganze<br \/>Zeit im Bett aufhalten. Ob es der CM nun besser gefiele, wenn er hier<br \/>die ganze Zeit auf und ab laufen w\u00fcrde? Zumindest die junge Sanit\u00e4terin<br \/>w\u00fcrde dabei m\u00e4chtig nerv\u00f6s werden, wie er aus seinen Beobachtungen schloss.<\/p>\n<p>&#8222;Vielleicht k\u00f6nnen Sie mir einen Kr\u00e4utertee bringen?!&#8220; rief er Nataly<br \/>noch hinterher. Dann nahm er das PADD in die Hand und begann seine Lekt\u00fcre.<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<\/p>\n<p># Ort: Beobachtungslounge<br \/># Zeit: MD -1.1023<br \/>Jetsun und Ettore unterhalten sich noch etwas \u00fcber ihre erste<br \/>Au\u00dfenmission und den neuen Gast an Bord.<\/p>\n<p># Ort: Krankenstation<br \/># Zeit: MD 1.2105<br \/>Jetsun beginnt mit dem 24h-Scan bei Ettore.<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>Gr\u00fc\u00dfe von<\/p>\n<p>Isi und Kim<br \/>aka<br \/>Ens. Jetsun Pema, CM &amp; LtCmdr. Ettore Ludovico della Scala, CNS<br \/>USS Hephaistos<\/p>\n<p>SD 250711.8<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Langzeitscans Betreff: Langzeitscans Von: v2vc Datum: 11.07.2019, 19:13 An: USS-Hephaistos@yahoogroups.de Moin, kleines Copost von Isi und mir. Danke an Dich, hat Spass gemacht \ud83d\ude42 &lt;RPG&gt; # Ort: Beobachtungslounge# Zeit: MD -1.1023 &#8222;Dann sind wir mit den Crewbewertungen also durch&#8220;, sagte Shay, wobei esnicht als Frage formuliert war. Er blickte in die Runde, wo neben Sureya&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/20190711-langzeitscans-603\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Langzeitscans&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-5140","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5140","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5140"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5140\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5298,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5140\/revisions\/5298"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5140"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5140"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5140"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}