{"id":5167,"date":"2019-10-19T21:14:50","date_gmt":"2019-10-19T21:14:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/hephaistos\/20190912-gruener-daumen_-630\/"},"modified":"2019-10-19T23:16:55","modified_gmt":"2019-10-19T21:16:55","slug":"20190912-gruener-daumen_-630","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/20190912-gruener-daumen_-630\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcner Daumen?"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcner Daumen?<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\" class=\"header-part1\">\n<tr>\n<td><b>Betreff: <\/b>Gr\u00fcner Daumen?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>Von: <\/b>MacKyMacKenzie@googlemail.com<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>Datum: <\/b>12.09.2019, 20:46<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\" class=\"header-part2\">\n<tr>\n<td><b>An: <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Moin,  ja ich wei\u00df ich hatte versprochen was zur Mission zu tippen aber mir kam ein CoPo dazwischen das ich zuerst senden m\u00f6chte. Das Missionspost ist in Arbeit wenn auch nicht nicht weit fortgeschritten &#8211; ich denke sp\u00e4testens Sonntag kommt es dann. Hier aber nun das CoPo mit Isabelle &#8211; ich w\u00fcnsche viel Spa\u00df beim lesen  &lt;RPG&gt;   # Zeit: MD 05.1100 # Ort: Bereitschaftsraum CO   &lt;QUOTE&gt; &#8222;Gewiss, Captain. Das verstehe ich.&#8220; nickte Ileytis. &#8222;Und meine Dankbarkeit war nicht nur eine Floskel. Ich bin wirklich dankbar, dass ich an Bord ihres Schiffes sein darf und vorerst bleiben darf. Ich w\u00fcrde gerne helfen, wenn ich kann. Ich habe profunde Kenntnisse auf verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten. Ich w\u00fcrde mich Ihnen gern zur Verf\u00fcgung stellen. Ganz besonders gerne auch, wenn es f\u00fcr Sie kein Problem darstellt, in der der Astrometrie. Das ist zwar nicht mein Spezialgebiet, jedoch denke ich, dass dieser Bereich ihrer wissenschaftlichen Abteilungen m\u00f6glicherweise weniger sensibel ist. Nat\u00fcrlich aber auch andernorts, wenn das f\u00fcr Sie entgegenkommender w\u00e4re.&#8220; &lt;\/QUOTE&gt;   Daher wehte der Wind also. Shay konnte es ihr im Grunde nicht einmal verdenken. Selbst mit all dem Wissen \u00fcber die F\u00f6deration das die Liduuri nachholen musste w\u00fcrde es ihr fr\u00fcher oder sp\u00e4ter langweilig werden. Die Astrometrie war daher ein logischer Schluss. Die konnte dort nach ihrer geheimnisvollen Welt forschen und hatte damit wieder etwas zu tun. Plus das war die Abteilung die chronisch unterbesetzt war, es w\u00e4re also ein Gewinn f\u00fcr beide Seiten. Andererseits war die Astrometrie nicht unbedingt ein Ort an den man jeden arbeiten lie\u00df. Es w\u00fcrde bedeuten, dass die Fremde umfangreiches Wissen \u00fcber die Hephaistos und ihre Flugrouten bekommen w\u00fcrde. Man w\u00fcrde Ileytis damit auch weitreichendere Befugnisse geben m\u00fcssen.   Die Liduuri wartete und deutete Shays schweigsame Nachdenklichkeit bereits wie eine halbe Absage. Um Zeit zu gewinnen griff der CO nach seiner Tee Tasse und trank einen Schluck.   &#8222;Der Vorschlag ehrt sie Miss von Las&#8217;Tor.&#8220; begann der Schotte schlie\u00dflich. &#8222;Und unter anderen Umst\u00e4nden w\u00e4re ich wohl geneigt dem zuzustimmen.&#8220;   &#8222;Aber?&#8220; fragte Ileytis mit einem L\u00e4cheln und Shay meinte fast einen sp\u00f6ttischen Unterton bei dieser Frage herauszuh\u00f6ren aber vielleicht bildete er sich das auch ein.   &#8222;Aber wie ich bereits erw\u00e4hnte &#8211; wir sind im Krieg. Die Arbeit in der Astrometrie w\u00fcrde bedeuten ihnen mehr Rechte und Berechtigungen einzur\u00e4umen als ich im Moment bereit bin zu tun.&#8220; erkl\u00e4rte er offen. Ein wenig Verbl\u00fcfft \u00fcber seine eigene Ehrlichkeit, aber wenn sie tats\u00e4chlich eine Herrscherin gewesen war wie sie behauptete, w\u00fcrde sie seine Beweggr\u00fcnde verstehen. Hoffte er zumindest.   &#8222;Ihre Vorsicht ehrt sie, Captain aber seien sie versichert, dass ich weder ihnen noch dem Schiff Schaden zuf\u00fcgen w\u00fcrde.&#8220; erkl\u00e4rte die Liduuri dann ruhig und nun war es Shay der l\u00e4chelte.   &#8222;Wen ich das vermuten w\u00fcrde, w\u00e4ren sie in einer Zelle, Miss von Las&#8217;Tor und nicht im Quartier meiner CM.&#8220; gab Shay ebenfalls mit einem L\u00e4cheln zur\u00fcck. &#8222;Wir &#8211; die F\u00f6deration &#8211; sind im Grunde Forscher und Entdecker. Nichts w\u00fcrde ich lieber tun als ihren Wunsch erf\u00fcllen und ihre Welt finden und falls m\u00f6glich sogar besuchen.&#8220; erkl\u00e4rte er dann. &#8222;Allerdings bin ich aufgrund der letzten Ereignisse gezwungen zum Wohl des Schiffes eine gewisse Vorsicht walten zu lassen.&#8220; Das Bedauern in seiner Stimme klang echt und Ileytis runzelte kurz die Stirn.   &#8222;Die letzten Ereignisse?&#8220; fragte sie dann und wirkte \u00fcberrascht. Falls sie nicht eine verdammt gute Schauspielerin war, schien sie tats\u00e4chlich nichts vom Verschwinden von Emily mitbekommen zu haben oder vielmehr Jetsun hatte ihr nichts dar\u00fcber erz\u00e4hlt.   &#8222;Ms. Wells wurde offenbar entf\u00fchrt. Man hat es wie einen Unfall aussehen lassen so das &#8211; bis wir herausfanden was wirklich passiert war &#8211; die Spur der Entf\u00fchrer bereits kalt war.&#8220; erkl\u00e4rte Shay nun und beobachtete Ileytis dabei genau.   &#8222;Oh.&#8220; kam es nur von der Liduuri, der nun langsam klar wurde warum Jetsun in den letzten Tagen so abwesend wirkte.   &#8222;Nun &#8211; wie ich sagte &#8211; aufgrund der j\u00fcngsten Ereignisse kann ich sie leider nicht in unserer Astrometrie einsetzen. Zumindest nicht alleine. Ich werde mit Mr. Claton reden und sehen dass er oder einer seiner Mitarbeiter die Zeit findet, sie regelm\u00e4\u00dfig in die Astrometrie zu lassen. Mehr kann ich im Moment leider nicht tun.&#8220; meinte Shay dann noch und Ileytis nickte verst\u00e4ndig.   &#8222;Dann werde ich mir wohl etwas anderes suchen m\u00fcssen um mich zu besch\u00e4ftigen.&#8220; gab sie zur\u00fcck verbarg ihre Entt\u00e4uschung \u00fcber die Ablehnung allerdings nicht. Shay nippte erneut an seinem Tee und runzelte dann die Stirn.   &#8222;Wie steht es eigentlich um ihren gr\u00fcnen Daumen?&#8220; fragte er dann pl\u00f6tzlich und Ileytis musterte ihren Daumen so, dass Shay bewusst wurde, dass ihr diese Redewendung nicht gel\u00e4ufig war. &#8222;Was ich meine ist &#8211; wie gut kennen sie sich mit Pflanzen aus?&#8220; pr\u00e4zisierte er seine Frage dann. &#8222;Wir haben neben dem B\u00fcro des Counselors ein kleines Arboretum oder eher Miniosium. Die Frau von Mr. della Scala k\u00fcmmert sich normalerweise darum, aber da sie k\u00fcrzlich Zwillinge bekam w\u00e4re sie sicher nicht abgeneigt hier etwas Hilfe zu erhalten. Nat\u00fcrlich nur wenn sie das m\u00f6chten.&#8220; setzte Shay nach.   Ileytis schaute den Kommandanten verbl\u00fcfft an. Meinte er das tats\u00e4chlich ernst? Oder war das eine Art Pr\u00fcfung? So richtig konnte sie sich aus diesem Angebot keinen Reim machen. Sie \u00fcberlegte blitzschnell. Sie war Gast hier an Bord. Und bislang hatte man sie ausgesprochen zuvorkommend behandelt. Schon alleine die Frage der Unterkunft. Oder diese lustige Feier. Die Frage war, wie schnell die Situation kippen konnte. Dass der Kommandant sie nicht unbeaufsichtigt in der Astrometrie arbeiten lassen mochte, das verstand sie, auch wenn es nat\u00fcrlich entt\u00e4uschend war. Ebenso wenig war zu erwarten, dass sie in anderen sensiblen Bereichen des Schiffes arbeiten d\u00fcrfte. Dennoch hatte der Captain ihr gerade erkl\u00e4rt, dass er ihr sehr wohl Zugang zur Astrometrie gew\u00e4hren w\u00fcrde, solange ein leitender Offizier zugegen sein w\u00fcrde. zumindest hatte Ileytis das so verstanden. Wenn sie sich also das Wohlwollen des Captain erhalten wollte, musste sie auch bereit sein, ihrerseits etwas zu tun, auch wenn es ihr im Grunde nicht wirklich zusagte. Geben und Nehmen.   &#8222;Ganz ehrlich, Captain,&#8220; erwiderte sie daher nach einem kurzen Augenblick. &#8222;Es ist ewig her, seit ich eine Blume eingepflanzt habe. Ich wei\u00df nicht einmal mehr, ob sie auch angewachsen war. Ich war damals noch mehr ein Kind und das ist&#8230;&#8220; sie stockte. &#8222;&#8230;lange her. Aber ich bin Biochemikerin. Ich nehme an, ich kann mich recht schnell einarbeiten. Und wer wei\u00df, vielleicht macht es ja Spa\u00df. Auf jeden Fall stelle ich es mir als eine sehr entspannte T\u00e4tigkeit vor. Also&#8230; warum nicht.&#8220;  Shay schmunzelte ein wenig und versuchte sich Ileytis beim Einpflanzen von Blumen zu vorzustellen, doch es wollte nicht recht gelingen. &#8222;Ich muss das vorher nat\u00fcrlich noch mit Ms. Loona besprechen. Sie ist etwas eigen was die Pflanzen angeht und ich denke auch nicht das sie welche einpflanzen werden m\u00fcssen.&#8220; begann Shay dann und fuhr sich nachdenklich \u00fcber das Kinn.  &#8222;Kontrollieren ob die Pflanzen genug Wasser haben und ab und an vielleicht d\u00fcngen d\u00fcrfte vermutlich gen\u00fcgen.&#8220; meinte er dann noch und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf die Liduuri. &#8222;Falls ihnen das nicht zusagt bin ich sicher finden wir etwas anderes. Das Schiff ist gro\u00df und ihnen stehen im Moment alle M\u00f6glichkeiten offen. Haben sie sich vielleicht auch schon Gedanken gemacht wie es weiter gehen k\u00f6nnte &#8211; also sobald wir unsere Mission beendet und wieder eine Raumstation anfliegen k\u00f6nnen, meine ich.&#8220; fragte der Schotte dann nach. Biochemiker waren zwar gesucht aber die Liduuri war momentan kein F\u00f6derationsb\u00fcrger und ob sie \u00fcberhaupt einer werden wollte stand auch in den Sternen.  Den Wasserstand kontrollieren? D\u00fcngen? Ihr G\u00f6tter! Ileytis atmete aus. Irgendwie erschienen ihr diese T\u00e4tigkeiten eher etwas f\u00fcr eine Automatik. Vielleicht noch f\u00fcr ein Sch\u00fclerpraktikum. Aber sicher nicht f\u00fcr eine hoch erfahrene Biochemikerin. Dennoch riss die Liduuri sich zusammen. &#8222;Captain Ruthven, ich will es gern im&#8230; Miniosium versuchen. Sollte sich herausstellen, dass ich damit nicht gut zurechtkomme oder dass Misses Loona und ich nicht miteinander harmonieren, dann w\u00fcrde ich gern wieder auf Ihr Angebot zur\u00fcckkommen. F\u00fcr mich ist wichtig, dass ich eine Aufgabe bekomme, die mich etwas fordert. Etwas Neues zu lernen ist da sicher nicht das Schlechteste.&#8220;  Ileytis machte dann eine kurze Pause. &#8222;\u00dcber meine langfristige Zukunft habe ich mir bislang noch keine Gedanken gemacht. Wissen Sie, bis vor der Rebellion war &#8218;Langfristig&#8216; f\u00fcr mich ein sehr weit gefasster Begriff. Und danach hatte ich im Grunde gar keine Zukunft vor Augen. Jedenfalls keine, die ich in irgendeiner Weise h\u00e4tte beeinflussen k\u00f6nnen. Ich w\u00e4re sehr gerne weiterhin mit Jetsun&#8230; Pema zusammen. Aber ich denke, dass ich das noch nicht sofort \u00fcberlegen muss, oder? M\u00fcssen Sie da etwas im Voraus planen, Captain?&#8220;  Ileytis sah den Kommandanten in die Augen. Ihre Vilga-Dr\u00fcse zog sich ein wenig zusammen. Shay fiel das nicht auf, jedoch empfand er diese Liduuri mit ihren doch recht ungew\u00f6hnlich gro\u00dfen Augen als ausgesprochen sympathisch. Jedenfalls keine Person, die herum zickte und sich wichtig machte, sondern jemand, der sich gern einzupassen schien und bereit war, mit anzupacken. Alles in allem eine h\u00f6chst angenehme Person, ja.  &#8222;Captain, werde ich Miss Loona selber ansprechen oder werden Sie mir diese Dame vorstellen? Oh, noch etwas anderes. Ich habe einmal begonnen, alle mir gegenw\u00e4rtigen Informationen zu dem Sulvy-System, also meinem Heimatsystem, zusammen zu stellen und aufzuschreiben. Astronomische Informationen wie den mittleren Sonnenabstand, Masse und Gr\u00f6\u00dfe der einzelnen Planeten und dergleichen. Ich werde das auch noch erweitern. Vielleicht hilft das ja etwas.&#8220;  Sie strahlte den Captain an. &#8222;Vielen Dank, dass Sie sich so viel M\u00fche um mich machen. Ich werde das nicht vergessen.&#8220;  Shay l\u00e4chelte ohne zu wissen warum. Er f\u00fchlte sich beschwingt dadurch dass dieses Gespr\u00e4ch besser lief als erwartet. Nat\u00fcrlich hatte er nicht vor die Fremde als G\u00e4rtnerin anzuheuern. Melody w\u00fcrde ihm die H\u00f6lle hei\u00df machen sollte er auch nur ansatzweise auf dem Gedanken kommen. Andererseits fiel ihm spontan kaum ein Ort an Bord ein, der so weit unkritisch war, als dass er die Fremde dort allein lassen wollte. Die Bar maximal noch, aber wie eine Kellnerin kam sie ihm nun gar nicht vor.   &#8222;Das ist doch selbstverst\u00e4ndlich Ms. von Las&#8217;Tor. Wie ich schon sagte, wir sind Entdecker und Forscher. Ihre Welt klingt sehr spannend und ich hoffe dass wir sie finden werden. Ich bin auch sicher dass ihre Informationen zu all dem uns weiterhelfen werden. Warum \u00fcbermitteln sie die Daten nicht schon einmal in die Astrometrie. Der Computer kann dann schon anfangen zu berechnen. Das dauert ohnehin sicherlich etliche Stunden.&#8220; meinte er dann noch und fragte sich warum sie das nicht schon l\u00e4ngst getan hatte.  &#8222;Ja, diesen Gedanken hatte ich auch.&#8220; stimmte Ileytis zu und l\u00e4chelte leicht. &#8222;Und was ist nun mit Ms. Loona?&#8220; fragte sie dann und Shay runzelte kurz die Stirn ehe ihm die Frage von vorhin wieder einfiel. &#8222;Oh, \u00e4hm, ich denke es w\u00e4re vielleicht besser wenn ich sie ihnen vorstelle.&#8220; meinte er dann und dachte kurz \u00fcber seine weiteren Termin an diesem Morgen nach.   &#8222;Computer wo befindet sich Ms. Loona?&#8220; fragte er dann.  [Deck 14, Miniosium.] gab die blecherne Stimme nach einem best\u00e4tigenden Piepen von sich.   &#8222;Perfekt, was halten sie davon wen wir einfach kurz vorbei gehen und dort alles weitere kl\u00e4ren?&#8220; fragte er dann an Ileytis gewandt. Die Liduuri nickte leicht. &#8222;Wieso nicht.&#8220; stimmte sie schlie\u00dflich zu \/\/ Je schneller ich es  hinter mir habe umso besser \/\/ dachte sie dann noch bei sich und erhob sich w\u00fcrdevoll.  Shay ging voraus und auch wen man dem ungleichen Paar fragende Blicke zuwarf, so gen\u00fcgte ein &#8222;Bin gleich wieder zur\u00fcck&#8220; in Richtung seiner XO und Sureyas Nicken, damit alle sich wieder an die Arbeit machten.  &#8222;Deck 14&#8220; befahl er dann als sie beide im Turbolift waren.    # Miniosium  Auf Deck 14 befand sich neben dem B\u00fcro des Counselors und dem Miniosium auch die biochemischen Labore, was Ileytis mit einigem Interesse feststellte. Dennoch machte sich die Liduuri keine Illusionen, was ihre Zugriffsberechtigung dahingehend anging. Au\u00dferdem mochte die Tatsache alleine ja interessant sein, jedoch machte es absolut keinen Sinn, einfach nur herumzuexperimentieren. Ein Ziel, also ein Projekt sollte es da schon geben. Und genau das hatte sie hier nicht.  Melody Loona war in ihrem Element. Als leidenschaftliche Botanikerin hatte alles pflanzliche Leben ihr ungeteiltes Interesse, ihre Aufmerksamkeit und ihre Zuneigung. Sie wusste, was Pflanzen ben\u00f6tigen, was ihnen gut tat und nat\u00fcrlich auch, was ihnen schadete. Und ihrer Auffassung nach hatten viel zu wenige andere sogenannte intelligente Lebewesen Ahnung von diesen Dingen. Andererseits aber war das auch wiederum nicht so schlecht, weil somit auch keine vermeintlichen Fachleute ernsthaften Schaden unter ihren Pflanzen anrichten konnten. Dennoch hatte sie manchmal das Gef\u00fchl, dass ihr die Arbeit im Miniosium etwas \u00fcber den Kopf wuchs. Und entsprechend ungehalten war sie auch, als sie der T\u00fcrgong aus ihrer t\u00e4glichen Prozedur riss.  Das Miniosium war kein Sicherheitsbereich. Nat\u00fcrlich konnte jeder hier herein kommen, der es wollte. Dennoch hatte Melody daf\u00fcr gesorgt, dass die T\u00fcr sich nicht jedem hier an Bord einfach so \u00f6ffnete &#8211; Sicherheit hin oder her. Falls irgendwelche P\u00e4rchen unter einem Baum knutschen wollten, sollten sie das gef\u00e4lligst ebenso im Holodeck machen wie Leute die im Gr\u00fcnen picknicken wollten.  Entsprechend war sie etwas \u00fcberrascht, dass die T\u00fcr dennoch ohne ihr Zutun auf glitt. Herein trat der Captain (das erkl\u00e4rte das!) und eine fremde Person, die Melody bislang noch nicht kennen gelernt hatte. Neugierig wischte sie sich ihre H\u00e4nde an ihrer Sch\u00fcrze ab und kam den beiden entgegen. &#8222;Captain!&#8220; nickte sie dem Kommandanten zu, dann begr\u00fc\u00dfte sie die Fremde: &#8222;Guten Tag!&#8220;  &#8222;Melody,&#8220; begann Shay dann. &#8222;Ich m\u00f6chte Dir Miss von Las&#8217;Tor vorstellen. Sie ist Gast auf unserem Schiff und hat die Bitte ge\u00e4u\u00dfert, sich etwas n\u00fctzlich einbringen zu d\u00fcrfen. Da du ja schon meintest, etwas Unterst\u00fctzung hier im Miniosium gebrauchen zu k\u00f6nnen, dachte ich, dass Dir Miss von Las&#8217;Tor etwas zur Hand gehen k\u00f6nnte.&#8220;  Melody musterte die fremde Frau kurz. Ihre Augen waren unnat\u00fcrlich gro\u00df, weshalb sie schon davon ausging, dass diese Frau kein Mensch war. Das nahm sie aber nur am Rande wahr. Sie hatte keinerlei grunds\u00e4tzlichen Abneigungen gegen andere Rassen oder V\u00f6lker. Sie bemerkte allerdings das feine, seidenartige Kleid, welches die schlanken Glieder dieser Frau sanft umspielten. Sie wirkte sehr grazil und irgendwie auch etwas&#8230; erhaben. Melody mochte es, mit beiden H\u00e4nden zuzupacken. Wer mit Pflanzen umgehen wollte, musste auch bereit sein, sich die H\u00e4nde schmutzig zu machen (wenn man bei \u00fcberhaupt von &#8218;Schmutz&#8216; reden konnte!). Lange, gepflegte Fingern\u00e4gel passten da \u00fcberhaupt nicht. Und diese Frau wirkte mehr wie ein&#8230; Prinzesschen denn wie eine Handwerkerin.   &#8222;Oh, vielen Dank, Shay. Du hast dich daran erinnert.&#8220; Melody legte den Kopf schr\u00e4g. &#8222;Es ist ja nicht so, dass ich keine Hilfe gebrauchen k\u00f6nnte. Doch im Augenblick habe ich eher zu viel zu tun, als dass ich mich darum k\u00fcmmern k\u00f6nnte, eine ungelernte Hilfskraft anzulernen. Sp\u00e4ter&#8230; vielleicht.&#8220; Und sie l\u00e4chelte offen.  Ileytis sp\u00fcrte die Ablehnung sofort. Ihre Vilga-Dr\u00fcse auf der Stirn pochte und zog sich leicht zusammen.   Shay runzelte die Stirn. Irgendwas ging hier vor das er nicht g\u00e4nzlich fassen konnte. Sein Blick glitt von Ileytis zu Melody und er l\u00e4chelte knapp. Damit hatte er nun nicht wirklich gerechnet.   &#8222;Melody.&#8220; begann er freundschaftlicher und ber\u00fchrte sie kurz am Arm. &#8222;Das letzte was ich will ist dir noch mehr Arbeit aufhalsen. Du hast mit Kieran und den Zwillingen genug zu tun und dann die Sache mit Ettore.&#8220; fuhr er fort. &#8222;Ich wei\u00df das hier ist dein Heiligtum, aber dein Mann w\u00e4re der erste, der dir sagt, dass man manchmal Hilfe auch annehmen muss.&#8220; versuchte er zu beschwichtigen auch wenn er nicht genau wusste was er nun wieder falsch gemacht hatte.  Melody war hin und her gerissen. Es stimmte was Shay sagte und sie machte sich verdammt viele Sorgen um Ettore, aber das Miniosium war eben auch ihr Refugium in dem sie zu Ruhe kommen konnte. Nachdenken konnte. Eins sein mit der Natur &#8211; soweit das auf einem Schiff m\u00f6glich war und dennoch &#8211; ihr Blick glitt zu der Fremden. Etwas an ihr stimmte nicht. Passte nicht. Es war nur ein Gef\u00fchl und dennoch &#8230; Melody war es gewohnt auf ihre Gef\u00fchle zu h\u00f6ren. Allerdings wusste sie auch das Shay es nur gut meinte.  &#8222;Und du denkst das ich das nicht alles schaffe?&#8220; fragte sie dann neutral und Shay seufzte.  &#8222;Nein, ich denke dass du einen gro\u00dfartigen Job machst trotz allem und deshalb m\u00f6chte ich dir jemanden zur Seite stellen, der dir ein wenig Arbeit abnehmen kann. Versuch es doch wenigstens. Wenn es so gar nicht klappt &#8211; in Ordnung. Aber ein Versuch sollte drin sein.&#8220; beharrte der Schotte und Melody atmete tief durch. Shay hatte nicht bemerkt das er mit Melody automatisch ins g\u00e4lische gewechselt war. Ein Unh\u00f6flichkeit die ihm sonst selten passierten.   &#8222;Fein. Versuchen wir es. Aber nicht in der Kleidung. Sie braucht etwas Passendes zum Anziehen und vielleicht Handschuhe? Dann kann sie mir zur Hand gehen beim umtopfen des Oleanders da hinten.&#8220; gab Melody schlie\u00dflich nach und wechselte ihrerseits wieder in F\u00f6derationsstandard. Shay warf einen zweifelnden Blick auf den jungen aber doch schon recht gro\u00dfen Busch auf den Melody gedeutet hatte und beschloss das es nun Zeit f\u00fcr einen geordneten R\u00fcckzug war..  &#8222;Sehr gut! Dann \u00e4h lass ich euch beide wohl mal besser allein. Die Damen entschuldigen mich. Die Br\u00fccke wartet auf mich. Ms. von Las&#8217;Tor. Ich w\u00fcnsche viel Erfolg.&#8220; deutete Shay noch eine knappe Verbeugung an und ging r\u00fcckw\u00e4rts Richtung T\u00fcr bis das zischen erklang und er die Flucht antreten konnte.  Ileytis sah dem Captain nach. Dann wieder zu Ms. Loona. Jetzt war sie gespannt, wie es weiter gehen w\u00fcrde. Die Dame hatte ja schon gesagt, dass ihre Kleidung eher unpassend w\u00e4re. W\u00fcrde sie jetzt sofort zum Umziehen fort geschickt werden oder w\u00fcrde Ms. Loona erst einmal das Gespr\u00e4ch mit ihr suchen? Bislang wurde sie ja eher wie ein Gegenstand verschachert. Jedenfalls hatte diese eigenwillige Botanikerin sie nicht ein einziges Mal direkt angesprochen sondern nur &#8218;\u00fcber&#8216; sie geredet.  Ileytis war gespannt.  &lt;nrpg: Damit hepp an Kim &#8211; ich glaube hier w\u00e4re evtl. auch ein CoPo angebracht &gt;  &lt;\/RPG&gt;  &lt;SUM&gt;  # Zeit: MD 05.1100 # Ort: Bereitschaftsraum CO \/ Miniosium  Ileytis sucht das Gespr\u00e4ch mit Shay bez\u00fcglich &#8218;Arbeit&#8216; an Bord. Ileytis Hoffnung in der Astrometrie aushelfen zu k\u00f6nnen macht Shay jedoch wegen Sicherheitsbedenken zun\u00e4chst zunichte. Dann schl\u00e4gt der CO vor das Ileytis im Miniosium aushelfen k\u00f6nnte. Als die Liduuri einwilligt begeben sich beide dorthin und treffen auf Melody.  &lt;\/SUM&gt;  &#8212; submitted by  Isabelle &amp; Mac  [Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcner Daumen? Betreff: Gr\u00fcner Daumen? Von: MacKyMacKenzie@googlemail.com Datum: 12.09.2019, 20:46 An: Moin, ja ich wei\u00df ich hatte versprochen was zur Mission zu tippen aber mir kam ein CoPo dazwischen das ich zuerst senden m\u00f6chte. Das Missionspost ist in Arbeit wenn auch nicht nicht weit fortgeschritten &#8211; ich denke sp\u00e4testens Sonntag kommt es dann. 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