{"id":5170,"date":"2019-10-19T21:14:51","date_gmt":"2019-10-19T21:14:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/hephaistos\/20190915-ueber-architektur-und-buntglas-633\/"},"modified":"2019-10-19T23:16:55","modified_gmt":"2019-10-19T21:16:55","slug":"20190915-ueber-architektur-und-buntglas-633","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/20190915-ueber-architektur-und-buntglas-633\/","title":{"rendered":"\u00dcber Architektur und Buntglas"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber Architektur und Buntglas<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\" class=\"header-part1\">\n<tr>\n<td><b>Betreff: <\/b>\u00dcber Architektur und Buntglas<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>Von: <\/b>g.xyz@web.de<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>Datum: <\/b>15.09.2019, 23:20<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\" class=\"header-part2\">\n<tr>\n<td><b>An: <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>&lt;RPG&gt;  # Zeit: MD 6.2030  # Ort: Palast  &lt;Quote&gt; W\u00e4hrenddessen unterhielt sich Tine Jenkins bereits mit der Frau von Apulis Prestatio. Sie diskutierten intensiv die Vor- und Nachteile eines neuen Bauvorhabens, welches aufgrund ihrer l\u00e4ngeren Erkrankung liegen geblieben war.  Es war durchaus faszinierend, denn die Kikonen wollten neue Wege einschlagen und eine Symbiose zwischen althergebrachtem mit neuartiger Technik finden. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters war die Leiterin des Infrastrukturamtes derartigen Neuerungen nicht abgeneigt, hatte jedoch innerhalb ihrer Zust\u00e4ndigkeiten mit eher konservativen Ansichten zu k\u00e4mpfen. Entsprechend wurde das Projekt in ihrer Abwesenheit eher stiefm\u00fctterlich behandelt. Tine hatte tats\u00e4chlich aus ihrem Wirkungsbereich einige Ideen, an denen die Kikonin sehr interessiert war. &lt;\/Quote&gt;  Tine war von dieser Welt fasziniert. Wieder einmal war es erstaunlich, wie sich eine Kultur so \u00e4hnlich zur Erde entwickeln konnte. Von weiten hatte der Palast, in dem der Empfang stattfand, ein bisschen wie ein r\u00f6micher Tempel gewirkt. Und auch das Stadtbild um Platz wirkte auf sie sehr antik. Ein bisschen erinnerten sie die Geb\u00e4ude an Holographische Simulationen des antiken Rom oder Athen aus dem Geschichtsunterricht. Aber gleichzeitig schienen moderne Elemente selbstverst\u00e4ndlich in die Geb\u00e4ude integriert worden zu sein. Jeder Winkel des Raums wurde mit einem warmen Licht ausgestrahlt, die eigentlichen Lampen schienen unsichtbar in der Decke verborgen zu sein.     Diese Symbiose von alt und neu schien sich durch das komplette Leben der Kikonen durchzuziehen. Schon seit l\u00e4ngerer Zeit unterhielt sich Tine mit  Apulis Paismataris Tavros atto Myzen. Sie hatte Tine zu Beginn angesprochen, es lief gerade die Planung f\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Terminal f\u00fcr Shuttlelandungen und Transportvorg\u00e4nge nahe des Regierungsviertels. Das neue Geb\u00e4ude musste sich nat\u00fcrlich in das Stadtbild einf\u00fcgen und trotzdem funktionell sein. Tavros war sehr interessiert ein paar neue Meinungen dazu zu bekommen, war doch der Architekt vor kurzem p\u00f6tzlich verstorben ud hinterlie\u00df eine halbfertige Planung. Tine wusste im ersten Moment nicht wirklich wie sie weiterhelfen konnte, im ersten Moment fielen ihr nur die strengfunktionalen Shuttleflugh\u00e4fen der F\u00f6deration ein. Doch nach kurzem \u00dcberlegen erinnerte sie sich an einen Wochenendausflug als Jugendliche nach Moskau gemacht hatte und an deren majest\u00e4tischalsen Metrostationen. Und so kam sie ein bisschen ins schw\u00e4rmen dar\u00fcber, wie man zumindest in diesem Fall Funtionalit\u00e4t und Form beeindruckend verkn\u00fcpft hatte.   Paismataris bohrte immer weiter und lie\u00df sich von Tine detailliert die Innenausstattung und die funktionale Anordnung der U-Bahn-R\u00f6hren, Ein-und Ausg\u00e4nge und die Einbindung der L\u00e4den beschreiben. Auch die Gestaltung der Reliefs und Wandbilder interessierte sie. Tine hatte anfangs Schwierigkeiten sich so genau zu erinnern, aber nach und nach kamen ihr die Eindr\u00fccke zur\u00fcck ins Ged\u00e4chtnis. Wo wirklich wei\u00dfe Flecken blieben, versuchte sie ein paar plausible Fakten zu erfinden, ohne sich zu sehr in Widerspr\u00fcche zu verwickeln.  Schlie\u00dflich gelangten sie an einen Punkt, der Paismataris aufhorchen lie\u00df. Tine hatte gerade von der Trubnaya-Station erz\u00e4hlt und von den gro\u00dfartigen Buntglasfenstern, die man dort und auch in einigen anderen Stationen wie der Nowoslobodskaja bewundern konnte.  &#8222;Buntglasfenster?&#8220; wiederholte ihre Gespr\u00e4chspartnerin fragend. &#8222;Wie meinen Sie das?&#8220;  &#8222;Nun ja, Fenster aus buntem Glas eben. Viele kleine Glasfenster die zusammengesetzt ein Bild ergeben.&#8220;  &#8222;Glas ist doch aber durchsichtig. Wie soll das ein Bild ergeben?&#8220;  Tine wunderte sich, was war das f\u00fcr eine eigenartige Frage. &#8222;Na, jede Scheibe hat eine andere Farbe. So dass man ein Mosaik daraus machen kann.&#8220;  &#8222;Buntes Glas! Genial!&#8220; war Paismataris begeistert. &#8222;Aber das ist doch sicher sehr sehr teuer?&#8220;  &#8222;Nein, wieso?&#8220; entgegnete Tine.   Die Amtsleiterin erkl\u00e4rte daraufhin, dass Glas auf Thyene ein \u00e4u\u00dferst rarer und kostbarer Stoff  war. Nun, da Paismataris es ausgesprochen hatte fiel Tine auch auf, dass nur wenige Gegenst\u00e4nde wie zum Beispiel die Trinkgef\u00e4\u00dfe aus Glas (oder Kristall?) bestanden. Ansonsten gab es zum Beispiel Brillengl\u00e4ser oder auch kleine Kunstgegenst\u00e4nde. Gr\u00f6\u00dfere Gegenst\u00e4nde wie z.B. Glastische, Kr\u00fcge und Schalen waren schon Luxusg\u00fcter, die sich nur die Reichen leisten konnten. Ein ganzes Fenster aus Glas herzustellen war nahezu undenkbar, und in den meisten Klimazonen des Planeten auch unn\u00f6tig. Das typische kikonische Fenster war grunds\u00e4tzlich offen und konnte durch klappbare oder automatische Fensterl\u00e4den verschlossen werden; Gitter oder steinerne Pfosten und Streben waren auch nicht un\u00fcblich.  Damit verstand Tine die Begeisterung von Paismataris etwas besser. Insbesondere als sie vorsichtig andeutete, dass die F\u00f6deration ohne weiteres genug Glas f\u00fcr ein Shuttleterminal liefern konnte. (Die Worte &#8222;f\u00fcr eine ganze Stadt&#8220; konnte sie gerade noch zur\u00fcckhalten bevor sie ihr von der Zunge purzelten).  &#8222;He Page&#8220;, winkte Paismataris einen Diener heran. &#8222;Wir brauchen Stifte und Papier. Augenblicklich!&#8220; Dann, zu Tine gewandt: &#8222;Als erstes malen Sie mir ein Beispiel f\u00fcr so ein Buntglasfenster auf. Dann will ich sehen wie ein Geb\u00e4ude mit gro\u00dfen Glasfenstern bei Ihnen gebaut wird.&#8220;  In diesem Moment hatte sich Tine am liebsten ein PADD gew\u00fcnscht, oder zumindest irgendetwas, mit dem sie sich ein Bild zeigen konnte. Aber so blieb ihr nichts anderes \u00fcbrig, als sich eine grobe Skizze aus den Fingern zu saugen. Ein steinernes Geb\u00e4ude, das stand fest. Eine hohes Wartehalle mit Spitzbogenartigen Fenstern, das schien ihr in diesem Fall am wichtigsten. In diese zeichnete sie bunte Muster, in die sie antike Formen wie Vasen und Statuen einflie\u00dfen lies. Die Wartehalle w\u00fcrde ebenerdig erreichbar ein, durch ein Tor, das mit S\u00e4ulen verziert war. Mit Aufz\u00fcgen konnte man auf ein klassisch gehaltenes Flugdeck gelangen. Besonders h\u00fcbsch und einfallsreich war das Ergebnis wahrlich nicht, aber Paismataris wirkte trotzdem schwer beeindruckt und fragte nach diesen oder jenen Details. Tine gelangte dabei an ihre Grenzen, und bereute es bitter, dass sie sich nie f\u00fcr Architektur, und im speziellen f\u00fcr historische Bauwerke interessiert hatte.  &#8222;Die bunten Farben der Fenster werden durch verschiedene Chemikalien erreicht. Ich glaube gr\u00fcn erreicht man mit Eisen, aber mehr wei\u00df ich leider nicht.&#8220;  &#8222;Wenn das erst der Planungsstab sieht. Hier noch ein paar Reliefs an der Fassade und dort noch etwas Farbe, ich glaube das wird&#8230;gro\u00dfartig.&#8220; Paismatris wirkte \u00e4userst zufrieden mit dieser sehr groben Planung.   Tine \u00fcberlegte, wie sie Paismataris etwas von ihrer raschen Skizze ablenken konnte: &#8222;Und was, wenn ich fragen darf, ist an Glas so teuer? Sand, Soda und Pottasche sind auf der Erde nie knapp geworden.&#8220; Nat\u00fcrlich kannte sie die Order, sich am ersten Abend auf Smalltal zu konzentrieren, aber diese Frage brannte ihr schon l\u00e4nger unter den N\u00e4geln.  &#8222;Hmmmh.&#8220; die Leiterin der Infrastruktubeh\u00f6rde brauchte kurz um die Richtigen Worte zu finden: &#8222;Es ist wohl schwierig, das einem Fremden zu erkl\u00e4ren, aber wie empfinden Glas in Fenstern nicht als sonderlich&#8230;wichtig und n\u00fctzlich. Vielleicht auch als wenig \u00e4sthetisch&#8220;  Der letzte Halbsatz verwunderte Tine besonders: &#8222;ich meine Glas hat viele Nutzen, Schutz vor Wetter und  Wind aber auch vor Gestank. Vor Jahrhunderten, bevor strom \u00fcberall verf\u00fcgbar war, waren Glasfenster, vor allem in Gegenden mit stark ausgepr\u00e4gten Jahreszeiten, essentiell.&#8220;   &#8222;Ich denke, unsere Planeten haben sich in dererlei Hinsicht unterschiedlich entwickelt. Die ersten Inustriellen Zentren, aber zuvor auch die gro\u00dfen St\u00e4dte mit wissenschaftlichen Zentren, entstanden in warmen Gegenden. Ohne zu kalte Jahreszeiten. Wir brauchten Glas nie dringend.&#8220;  &#8222;Und was ist mit technischen Anwendungen? Zum Beispiel optische Linsen? Wie haben sie dieses Problem gel\u00f6st?&#8220; Tine fragte aufgeregt nach, gerade erfuhr sie so viel \u00fcber diesen Planeten.  &#8222;Werden soweit ich wei\u00df aus Kristallen geschliffen. So wie diese Kristallkelche hier.&#8220; Paismataris fiel auf, dass ihr Exemplar noch Wein enthielt, was sie sogleich korrigierte. Sie genoss das Gespr\u00e4ch mit der jungen Fremden. Solche Leute br\u00e4uchte sie auch in ihrem Amt&#8230; Sie fuhr fort:  &#8222;Diese Kristallsorte hat die angenehme Eigenart, gr\u00f6\u00dfere Vorkommen von annehmbarer Reinheit zu bilden. Nur die Gr\u00f6\u00dfe der Drusen l\u00e4sst h\u00e4ufig zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Viel mehr wei\u00df ich dar\u00fcber leider auch nicht.&#8220;  Neben ihnen lachte Apulis Prestatio schallend, so dass die Unterhaltung f\u00fcr einen Augenblick nicht fortgesetzt werden konnte. Paismataris warf ihrem Gemahl einen strafenden Blick zu, der folgenlos von ihm abperlte.  &#8222;Ich denke das Problem mit dem Glas ist auch der Schmelzprozess&#8220;, sinnierte die Kikonin weiter. &#8222;Sie m\u00fcssen ja Temperaturen \u00fcber 1000\u00b0C erzeugen, was ohne Verbrennung kaum zu erreichen ist. Was nat\u00fcrlich wiederum bedeutet, dass &#8230;&#8220;  Tine sollte jedoch (noch) nicht erfahren, wie gef\u00e4hrlich Br\u00e4nde hierzulande werden konnten, denn der Gongschlag und der darauffolgende Wechsel in den Silbernen Salon beendeten dieses Gespr\u00e4ch f\u00fcrs erste.  &lt;NRPG: Gern wieder aufgreifen, mit gleichen oder ver\u00e4nderten Personalien&gt;  &lt;\/RPG&gt;  &lt;SUM&gt; # Ort: Thyene (Thassos IV), Region Myzen, Palast Myzia # Zeit: MD 6.2030 Apulis Paismataris Tavros atto Myzen erz\u00e4hlt Tine von einem Shuttleterminal das in Planung ist. Dabei stellt sich heraus dass die Kikonen kein farbiges Glas und (fast) keine gro\u00dfen Fensterscheiben kennen &#8211; vielleicht ein Ansatz um ins Gesch\u00e4ft zu kommen? &lt;\/SUM&gt;  **submitted by  gruenkariert &amp; Nessy  a.k.a. Tine Jenkins &amp; !^$*#\u00a7 &#8212; hinter Milchglas verborgen &#8212; [Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber Architektur und Buntglas Betreff: \u00dcber Architektur und Buntglas Von: g.xyz@web.de Datum: 15.09.2019, 23:20 An: &lt;RPG&gt; # Zeit: MD 6.2030 # Ort: Palast &lt;Quote&gt; W\u00e4hrenddessen unterhielt sich Tine Jenkins bereits mit der Frau von Apulis Prestatio. Sie diskutierten intensiv die Vor- und Nachteile eines neuen Bauvorhabens, welches aufgrund ihrer l\u00e4ngeren Erkrankung liegen geblieben war. Es&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/20190915-ueber-architektur-und-buntglas-633\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;\u00dcber Architektur und Buntglas&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-5170","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5170","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5170"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5170\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5328,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5170\/revisions\/5328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5170"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5170"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5170"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}