{"id":5688,"date":"2020-03-12T23:01:11","date_gmt":"2020-03-12T22:01:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/?p=5688"},"modified":"2020-03-13T22:06:22","modified_gmt":"2020-03-13T21:06:22","slug":"uss-hephaistos-ein-leben-fuer-ein-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/uss-hephaistos-ein-leben-fuer-ein-leben\/","title":{"rendered":"[USS-Hephaistos] Ein Leben f\u00fcr ein Leben"},"content":{"rendered":"<p>Hi!<br \/>\nUnd wieder etwas weiter mit unseren kleinen Helden. Diesmal liegt das Augenmerk ganz auf Isidora und Arsinoe.<br \/>\n <RPG><br \/>\n# Ort: Palast der Prinkipax Myzen  # Zeit: MD 9.1600<br \/>\n&#8222;Warum?&#8220;<br \/>\nDie Frage stand im Raum wie ein granitener Monolith. Und niemand schien eine vern\u00fcnftige Antwort darauf zu haben. Niemand.<br \/>\nPrinkipax Myzen Elektryon Lysikia Mideia atto Myzen hatte sich lange mit ihrem Gemahl Cheiromach dar\u00fcber unterhalten. Was hatte die F\u00f6deration im Sinn, wenn sie einen \u00fcberladenen Phaser auf die heilige Insel beamte? Das machte \u00fcberhaupt keinen Sinn. Gar keinen. Es diskreditierte die F\u00f6deration. Ja, vielleicht auch sie selbst, weil sie nicht in der Lage gewesen war, solches zu verhindern. Aber welchen Nutzen sollte die F\u00f6deration davon haben? Es gab einfach keinen Sinn.<br \/>\nLysikia vertraute ihrem Mann. Er hatte zwar keine besondere politische Weitsicht, daf\u00fcr aber einen ausgezeichneten Verstand. Und ein gro\u00dfartige Intuition. Und diese hatte ihm deutlich gemacht, dass an der ganzen Geschichte etwas nicht stimmte. Die F\u00f6deration war hier nicht der T\u00e4ter, sondern das Opfer. Irgendjemand anders hatte das inszeniert. Jemand, der einen Nutzen darin sah, dass sie, die Kikkonen und die F\u00f6deration in Streit gerieten und somit aus einem Vertrag und einer Ann\u00e4herung nichts werden w\u00fcrde.<br \/>\nDAS fand Lysikia auch viel, viel einleuchtender. Und es passte auch zu ihrer eigenen Idee. Sie selber war zu einem \u00e4hnlichen Ergebnis gekommen, war aber nun froh, dass auch Cheiromach diese Einsch\u00e4tzung hatte.<br \/>\nDie Frage, die sich nun stellte, war, welche Fraktion in diesem Spiel nun so viel Nutzen zog, dass sie bereit war einen derartigen Frevel zu begehen. M\u00f6glicherweise gab es die eine oder andere Rebellengruppierung, die so derma\u00dfen weit gehen w\u00fcrde. Doch das waren dann wirklich verr\u00fcckte Spinner. Und die hatten nicht die M\u00f6glichkeit zu einem solch gut inszenierten Trick. Denn letztendlich zeigten die Sensorauswertungen, dass der Phaser, ein F\u00f6derationsmodell, wirklich von der Position des F\u00f6derationsschiffes aus gebeamt worden war.<br \/>\nWenn es also nicht die Rebellen sein konnten&#8230; wer dann? Ein konkurrierendes F\u00fcrstentum? Intriganten aus den eigenen Reihen gar? Nein, das schloss Lysikia aus. Weder Prinkipax Crobyzes Parathma Itira Reza atto Crobyzes w\u00e4re dazu imstande, noch Leute aus deren oder gar aus ihren eigenen Reihen. So weit w\u00fcrde niemand gehen.<br \/>\nWelche Fraktionen blieben dann noch \u00fcbrig? Auf Anhieb fielen Lysikia nur noch die Klingonen ein. Diese waren die Feinde der F\u00f6deration in einem hei\u00dfen Krieg. Nat\u00fcrlich w\u00fcrden die nicht wollen, dass es zu einem Ausgleich zwischen Kikkonen und der UFP kam. Und rein technisch waren die bestimmt in der Lage, solch einen Trick durchzuf\u00fchren. Und nat\u00fcrlich war eine heilige Insel und heilige Tiere, die im Feuer starben kein Hinderungsgrund f\u00fcr sie. Ganz sicher nicht. Nur&#8230; es gab keinerlei Anzeichen f\u00fcr Klingonen in diesem Raumsektor. Wenn dem so w\u00e4re, w\u00e4re das sogar h\u00f6chst fatal, denn das w\u00fcrde bedeuten, dass die Klingonen in der Lage gewesen w\u00e4ren, die Sektorverteidigung zu unterwandern.<br \/>\nDas waren keine guten Gedanken. Oder eben doch. Nur mit schlimmen Folgen.<br \/>\nLysikia seufzte tief, dankte ihrem Mann f\u00fcr seine Gedanken und Anregungen und machte sich auf, Yevirax Sikaar Numaris Adaia atto Tyre zu kontaktieren. Die Kommandierende Generalin der Systemverteidigung musste davon wissen, auch wenn es nur \u00dcberlegungen waren. Dennoch war der Gedanke, Klingonen unerkannt im eigenen Heimatsystem zu haben, die dar\u00fcber hinaus auch noch eine Kriegshandlung gegen einen durchgef\u00fchrt hatten in h\u00f6chstem Ma\u00dfe beunruhigend.<\/p>\n<p># Ort: Irgendwo auf dem Weg zur\u00fcck # Zeit: MD 9.1600<br \/>\n&#8222;Warum?&#8220;<br \/>\nDie Frage stand im Raum wie ein granitener Monolith. Und niemand schien eine vern\u00fcnftige Antwort darauf zu haben. Niemand.<br \/>\nPrinkipaxillis Myzen Elektryon Arsinoe Xanthia Solange atto Myzen hatte den ganzen Weg zur\u00fcck dar\u00fcber nachgedacht, was hier eigentlich geschehen war. Bis dato war sie felsenfest davon ausgegangen, dass die Rebellen die heilige Insel angesteckt hatten. Selbst wenn diese Isidora selber daf\u00fcr nicht direkt verantwortlich war, so war sie es als Anf\u00fchrerin dieses Abschaums zumindest indirekt. Doch sie hatte sich mit Jetsun Pema Wangchuck atto Bhutan \u00fcber dieses Thema unterhalten. Viele Stunden lang hatten sie dar\u00fcber gesprochen, wie das kleine K\u00f6nigreich damals funktioniert hatte, bis es dann mehr oder weniger freiwillig seine politische Unabh\u00e4ngigkeit aufgegeben hatte. So ganz hatte Arsinoe das nicht nachvollzogen, aber wichtig war auch eine andere Idee. Eine Idee, die sie nicht mehr loslie\u00df.<br \/>\nDas Zauberwort lautete &#8218;Peers&#8216;!<br \/>\nJetsun hatte ihr davon erz\u00e4hlt. Ein anderes Reich der Erde, das sogenannte Britische Empire, hatte diese Art von Adelstitel eingef\u00fchrt und das K\u00f6nigreich Bhutan hatte es, da es sein Reich ein wenig nach dem britischen System modelliert hatte, \u00fcbernommen. Demnach wurden Personen, die etwas Besonderes geleistet hatten dadurch belohnt, dass sie den Titel eines Peer erhielten. Und ein Peer war Teil des Hochadels! Damit wurde frisches Blut in das ganze Adelssystem gebracht und die Bev\u00f6lkerung &#8211; auch ganz einfache Leute! &#8211; hatten Hoffnung auf einen solchen Titel und bem\u00fchten sich nach Kr\u00e4ften, solch einen Titel zu verdienen. Das Besondere daran war, dass ein solcher Titel tats\u00e4chlich nur einer einzelnen Person verliehen wurde. Nicht der ganzen Familie. So war es hier bislang Tradition, weshalb eine solche Verleihung so gut wie nie vorkam. Wer wollte schon ein ganzes Geschlecht adeln? Aber eine einzelne Person? Und die w\u00fcrde dann, zwar Hochadel, dennoch eine Besonderheit darstellen.<br \/>\nArsinoe fand diese Idee bestechend.<br \/>\nDoch dann zog es ihre Gedanken zur\u00fcck zu dem &#8218;Warum&#8216;. Warum hatten die Rebellen Gewalt angewandt? Nat\u00fcrlich waren sie bewaffnet, was sie schon allein deshalb zu Verbrechern machte. Besitz von Kriegswaffen war in h\u00f6chstem Ma\u00dfe strafbar. Aber dann hatten sie auch noch auf Lochagis Cyra Nephele atto Akragas geschossen. Arsinoe biss die Z\u00e4hne aufeinander. Cyra war ermordet worden. Doch weshalb? Auch das machte \u00fcberhaupt keinen Sinn. Waren diese Rebellen doch einfach nur hirnlose, schie\u00dfw\u00fctige Terroristen? Aber diese Isidora machte \u00fcberhaupt keinen solchen Eindruck. War es wohlm\u00f6glich die Tat eines Einzelnen? Aber dann w\u00fcrde das bedeuten, dass Isidora ihre Leute nicht unter Kontrolle hatte, was es nicht wirklich besser machte.<br \/>\nDann waren die Feuerk\u00e4mpfer gekommen. Und ein Rettungstrupp. Sie hatten Isidora mitgenommen. Und Arsinoe hatte festgestellt, dass sie sich irgendwie in der Verantwortung sah f\u00fcr die Rebellin. Dazu hatte nicht nur Jetsun beigetragen, deren Haltung ziemlich der ihren entsprach. Auch der m\u00e4nnliche Kommandant der F\u00f6derierten hatte sie beeindruckt. Zwar schien er der Rebellion gegen\u00fcber positiv eingestellt zu sein, was sie sehr \u00e4rgerte, aber er war tapfer, ehrlich und ehrenhaft.<br \/>\nDoch Arsinoe hatte noch ein wichtiges Argument, dass sie dazu brachte, diese Isidora mit anderen Augen zu sehen. Ihre eigene Ehre. Isidora hatte sie nicht nur vor dem Feuer gerettet (eine Tatsache, die die Prinkipaxillis lange von sich gewiesen hatte, jedoch dann doch einsehen musste). Isidora hatte auch daf\u00fcr gesorgt, dass sie wohlbehalten gerettet werden konnten. War das erste m\u00f6glicherweise noch ein gewisser Selbstschutz, um bei der F\u00f6deration zu punkten, so war diese Art der \u00dcbergabe unn\u00f6tig. Die Rebellen h\u00e4tten sie auch einfach bei dem Lagerplatz zur\u00fccklassen und sich in Sicherheit bringen k\u00f6nnen. Aber sie hatten es nicht getan. Stattdessen hatte Isidora sich selbst &#8218;geopfert&#8216; um sicher zu gehen, dass sie alle in Sicherheit gebracht werden konnten. Und das in dem Wissen, dass sie ihr Leben damit aufgab. Das musste ihr v\u00f6llig klar sein.<br \/>\nUnd das nagte an Arsinoe.<br \/>\nDenn&#8230; sie verdankte dieser Rebellin auch ihr Leben. Und das konnte Arsinoe einfach nicht vergessen.<\/p>\n<p># Ort: Myzen # Zeit: MD 11.1400<br \/>\nArsinoe trat vor den Haupteingang des Hochsicherheitsgef\u00e4ngnises. Die junge Prinkipaxillis trug ihre Uniform. Das war keine Kriegerr\u00fcstung, sondern die Kleidung einer Medizinerin. Dazu aber trug sie auch die Zeichen ihrer Familie und ihres Ranges. Nat\u00fcrlich war das gesamte Outfit ausgesprochen freiz\u00fcgig. Auf der Erde h\u00e4tte sie so h\u00f6chstens an einem Badestrand auftreten k\u00f6nnen und h\u00e4tte dort dennoch alle Blicke auf sich gezogen. Hier war es dagegen ein eindrucksvoller Auftritt einer hochadligen F\u00fcrstentochter. Der Prinkipaxillis! Und das \u00f6ffnete T\u00fcr und Tor. Selbst die T\u00fcr eines Hochsicherheitsgef\u00e4ngnisses.<br \/>\nArsinoe hatte heute \u00fcberrascht und erleichtert erfahren, dass Cyra noch am Leben war! Also hatte sie sofort ihren kleinen Gleiter genommen und war in das Krankenhaus gefahren um die Lochagis aufzusuchen. Sie hatten einige Zeit miteinander gesprochen und Arsinoe hatte die Verbitterung der jungen Offizierin aufgenommen, hinterr\u00fccks niedergeschossen worden zu sein. Cyra wollte daf\u00fcr Genugtuung und Arsinoe verstand das. Isidora hatte daf\u00fcr m\u00f6glicherweise den Tod verdient. Und m\u00f6glicherweise auch allein daf\u00fcr, dass sie eine bewaffnete Rebellion anf\u00fchrte.<br \/>\nDennoch&#8230; ein Leben f\u00fcr ein Leben&#8230;<br \/>\n Die junge Toxotai vor dem Haupttor stand stramm und pr\u00e4sentierte ihre Waffe. &#8222;Prinkipaxillis!&#8220;<br \/>\nArsinoe l\u00e4chelte. &#8222;Ich w\u00fcnsche die Komandeurin dieser Einrichtung zu sprechen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Selbstverst\u00e4ndlich, Prinkipaxillis!&#8220; Die junge Soldatin hob ihren Armband-Kommunikator vor den Mund und nahm Verbindung zu ihrer Wachhabendin auf. &#8222;Toxotai Helia. Herrin, die Prinkipaxillis Myzen Elektryon Arsinoe Xanthia Solange atto Myzen ist hier. Sie w\u00fcnscht die Kommandantin zu sprechen&#8230;&#8220;<br \/>\nF\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter stand  Arsinoe einer \u00e4lteren Generalin gegen\u00fcber. Diese l\u00e4chelte k\u00fchl. &#8222;Nat\u00fcrlich verstehe ich Euch, Prinkipaxillis. Und es spricht nichts dagegen, dass ihr die Gefangene sehen k\u00f6nnt. Ich werde daf\u00fcr Sorge tragen, dass sie in einen Besprechungsraum gebracht wird. Ihr m\u00fcsst euch nicht dazu herablassen, eine Zelle zu betreten.&#8220;<br \/>\nWeitere f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter betrat Arsinoe einen karg eingerichteten Raum. Isidora erwartete sie schon. Insgeheim hatte Arsinoe erwartet, dass die Rebellin in einer schlechten Verfassung sein w\u00fcrde, doch dem war nicht so. Dennoch wirkte Isidora desillusioniert. Als diese Arsinoe erblickte, verh\u00e4rteten sich ihre Z\u00fcge. &#8222;Prinkipaxillis Myzen Elektryon Arsinoe Xanthia Solange atto Myzen. Welche Ehre. Seid Ihr gekommen, um Euch an meinem Anblick zu erg\u00f6tzen? Nun, das Recht habt Ihr Euch sicher verdient. Wohlan, hier bin ich. Seht Euch satt!&#8220;<br \/>\nArsinoe kniff die Lippen aufeinander und w\u00e4re ums Haar wortlos umgekehrt und wieder gegangen. Doch sie beherrschte sich. &#8222;Nein, Carpianis Thoas Isidora atto Thermidava. Das ist mitnichten meine Absicht. Ich wollte im Gegenteil mich mit Euch besprechen. Nicht unterhalten, sondern besprechen. Eure Ziele, eure Beweggr\u00fcnde verstehen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Warum?&#8220; Isidora war ernsthaft \u00fcberrascht.<br \/>\n&#8222;Warum? Ja, genau das ist die Frage. Warum habt ihr das alles getan? Doch setzen wir uns erst einmal. Doch dies habe ich Euch mitgebracht.&#8220; Und sie \u00fcberreichte Isidora eine Schale voller Pralines.<br \/>\n&#8222;Was soll das? Ich&#8230; verstehe Euch nicht.&#8220;<br \/>\n&#8222;So wenig, wie ich Euch. Doch das m\u00f6chte ich \u00e4ndern.&#8220; Sie beugte sich vor. &#8222;Ihr werdet sterben, Isidora. Doch ich m\u00f6chte nicht, dass Ihr sterbt, ohne dass ich verstanden habe, wieso. Damit k\u00f6nnte ich nicht gut zurechtkommen.&#8220;<br \/>\nIsidora senkte den Blick. Diese junge Prinkipaxillis war heute ganz anders drauf als letztens. obwohl&#8230; bei ihrer Festnahme hatte sie sich wie auch der Captain der F\u00f6derierten f\u00fcr sie eingesetzt. Und ihr Wort hatte anders als das des Captain Gewicht. Das war nicht n\u00f6tig gewesen, doch sie hatte es getan. Also beschloss sie, ihre H\u00e4me, die sie als Schild vor sich hergetragen hatte, zu beenden. Letztendlich war es auch einerlei. &#8222;Danke, Prinkipaxillis. Und&#8230; ich meine das auch so. Es ist nicht leicht, dem eigenen Tod gelassen entgegen zu sehen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ja.&#8220; best\u00e4tigte Arsinoe. &#8222;Tod ist auch meine erste Frage. Weshalb wolltet ihr Cyras Tod?&#8220;<br \/>\nIsidora senkte erneut den Blick. Nat\u00fcrlich kam die schwierigste Frage zuerst. &#8222;Ich wollte ihn nicht.&#8220;<br \/>\n&#8222;Dennoch habt ihr ihn gebilligt.&#8220;<br \/>\n&#8222;Nein. Habe ich nicht.&#8220;<br \/>\n&#8222;Wurde die Lochagis also ohne Euer Wissen niedergeschossen? Oder entgegen Euren Wunsch?&#8220;<br \/>\nIsidora seufzte. &#8222;Ja. Und Ja. Ich habe das nur aus dem Augenwinkel heraus gesehen. Ich konnte nichts dagegen tun. Aber die ganze Situation&#8230; das Feuer&#8230; das ganze Chaos. Wir hatten sogar Angst. Diese cyra war eine ausgezeichnet ausgebildete Kriegerin. Wir alle nicht. Ich wollte das alles nicht. Wir wollten nur mit den F\u00f6derierten sprechen. Das ganze Andere&#8230; es hat mich einfach \u00fcberrumpelt. Ja, ich gestehe, dass ich in diesem Augenblick \u00fcberfordert war. Ihr wisst, dass ich nur ein einfaches Fischerm\u00e4dchen war. Ich habe keine Kampfausbildung genossen. Alles, was ich habe, ist mein Verstand. Der hat mir sehr weit geholfen. Doch in jener Situation&#8230; ich habe ganz einfach die \u00dcbersicht verloren.&#8220;<br \/>\nArsinoe nickte. &#8222;Habt ihr die T\u00e4terin gerichtet?&#8220;<br \/>\nIsidora sch\u00fcttelte den Kopf. &#8222;Nein. Ich konnte es nicht. Ich habe sie beschimpft. Geschlagen. Aber ich konnte nicht&#8230; nein.&#8220;<br \/>\n&#8222;Weil sie Eure Verwandte ist, nicht wahr?&#8220;<br \/>\n&#8222;Ja.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ich verstehe.&#8220; Arsinoe seufzte. &#8222;Und die Rebellion? Weshalb habt ihr die Waffen aufgenommen?&#8220;<br \/>\nIsidora sah auf. Das war einfacher. Dennoch beschloss sie, ehrlich zu sein. &#8222;Wir wollten Chancen. Mehr nicht. Chancen, die uns unser Ansicht nach zustanden, die uns aber verwehrt blieben. Seit Jahrzehnten&#8230; Jahrhunderten.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ihr wollt keinen Umsturz?&#8220;<br \/>\n&#8222;Nat\u00fcrlich nicht! Unsere Gesellschaft ist uralt und funktioniert. Nur Wahnsinnige w\u00fcrden so etwas zerst\u00f6ren wollen. Daraus kann nur Chaos entstehen. Nein, ich wollte Aufmerksamkeit. Ich wollte die M\u00f6glichkeit, geh\u00f6rt zu werden. Und meine Argumente vortragen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Nun, Isidora, die Gelegenheit habt Ihr nun.&#8220;<br \/>\n&#8222;Nein. Habe ich nicht. Es n\u00fctzt nichts mehr. Mein Wort mag ja vielleicht geh\u00f6rt werden, doch unter meinen Leuten hat es ja kein Gewicht mehr. Ich werde sterben. Jetzt werden Andere die F\u00fchrung \u00fcbernehmen. Andere, die andere Ziele haben.&#8220;<br \/>\nArsinoe hob ihr Kinn. Und sah Isidora etwas k\u00fchl an. &#8222;Ist das ein Trick, um Euch freizulassen? Dazu braucht es mehr. Bedeutend mehr.&#8220;<br \/>\n&#8222;Nein. Ich wei\u00df, dass ich nicht freikommen werde. Das ist unm\u00f6glich.&#8220; Isidora seufzte. &#8222;Ich w\u00fcnsche mir nur, dass Ihr meine Motive versteht. Ich&#8230; wollte reden. Verhandeln. Allerdings nicht aus einer Position der Schw\u00e4che heraus. Ich wollte Euch&#8230; Eure Mutter vielmehr&#8230; an den Verhandlungstisch zwingen. Mit der Unterst\u00fctzung der F\u00f6deration w\u00e4re uns das m\u00f6glicherweise gelungen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Und nun?&#8220;<br \/>\n&#8222;Nun&#8230; ich f\u00fcrchte Schlimmes. Nicht jeder unter uns teilt meine Idee, den Kampf auf diese Art zu gewinnen. M\u00f6glicherweise wird der Kampf jetzt schlimmer.&#8220;<br \/>\nArsinoe sch\u00fcttelte entschieden den Kopf. &#8222;So k\u00f6nnt ihr nicht gewinnen! Wir k\u00f6nnen uns nicht erpressen lassen. Das ist unm\u00f6glich.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ich wei\u00df das. Aber andere sehen das anders.&#8220;<br \/>\nArsinoe lie\u00df die Luft heraus. &#8222;Gut. Ich verstehe Dich. Ich will Dich verstehen.&#8220;<br \/>\nSie seufzte erneut. &#8222;Ich bin allerdings nicht alleine deshalb gekommen.&#8220; Sie sah auf, Isidora direkt in die Augen. &#8222;Cyra hat \u00fcberlebt. Das rettet Dir das Leben. W\u00e4re sie tot, h\u00e4tte ich Dich nicht aufgesucht. Dann w\u00e4rst Du in meinen Augen eine M\u00f6rderin. Auch wenn Du nicht selber geschossen hast. So aber&#8230; nun, ich schulde Dir mein Leben. Und das Leben der Anderen. Das ist in meinen Augen eine Ehrenschuld. Eine Schuld, die ich begleichen muss, bevor Dein Leben endet. Denn&#8230; danach m\u00fcsste ich mit dieser Schuld leben. Und das m\u00f6chte ich nicht.&#8220;<br \/>\nSie hob die Schale mit den Pralinen. &#8222;Iss. Bitte. Die mit dem Stern.&#8220;<br \/>\nIsidora runzelte die Stirn. &#8222;Bitte?&#8220;<br \/>\n&#8222;Stell bitte keine Fragen. Nimm die Praline mit dem Stern und iss sie.&#8220;<br \/>\n&#8222;Und dann?&#8220;<br \/>\n&#8222;Keine Fragen. Bitte. Iss jetzt, ehe ich es mir doch noch anders \u00fcberlege!&#8220;<br \/>\nIsidoras Gedanken rasten. Sie verstand nicht. Hunderttausend M\u00f6glichkeiten durchzuckten ihr Gehirn. Drogen? Todes\u00e4hnlicher Zustand? Sogar so etwas Verr\u00fccktes wie tempor\u00e4re Superkr\u00e4fte kamen ihr in den Sinn, doch nat\u00fcrlich war das absoluter Unsinn. Unwillk\u00fcrlich leckte sie sich mit der Zungenspitze \u00fcber die Lippen. Dann atmete sie aus. Es war ja auch egal. Was immer geschehen w\u00fcrde, wenn sie nichts tun w\u00fcrde, w\u00fcrde sie in ein paar Tagen hingerichtet werden. Was hatte sie zu verlieren?<br \/>\n&#8222;Gut!&#8220; Sie nahm die Praline und legte sie auf sie Zunge.<br \/>\n&#8222;Kauen! Du musste sie kauen!&#8220;<br \/>\nIsidora tat wie gehei\u00dfen. Nichts geschah. Keine Superkr\u00e4fte. Nat\u00fcrlich nicht. &#8222;Und nun?&#8220; fragte sie.<br \/>\n&#8222;Nun wartest Du ab. Es dauert nicht lange.&#8220; Arsinoe erhob sich, nicht ohne ebenfalls ein paar Pralinen zu essen. &#8222;Die \u00fcbrigen lasse ich Dir hier. Iss, soviel Du magst. Biete sie auch gern den Wachen an.&#8220; Sie nickte Isidora zu. &#8222;Wir sehen uns wieder.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ich verstehe nicht&#8230;&#8220; sagte Isidora verwirrt. &#8222;Wir werden doch gewiss abgeh\u00f6rt&#8230;&#8220;<br \/>\n&#8222;Nein. Ich bin die Prinkipaxillis. Und ich hasse Dich. Und ich habe einen St\u00f6rsender.&#8220; Arsinoe l\u00e4chelte. &#8222;Ich m\u00f6chte dieses Gespr\u00e4ch gern ein andermal fortsetzen.&#8220; Sie drehte sich um. Machte ein paar Schritte. Dann sah sie sich noch einmal um. Isidora sa\u00df noch immer wie erstarrt da, die Schale mit den Pralinen in den H\u00e4nden. &#8222;Ein Leben f\u00fcr ein Leben.&#8220; sagte Arsinoe leise. Dann ging sie.<br \/>\nIsidora wurde in ihre Zelle zur\u00fcckgebracht. Die Pralinen wurden ihr nicht abgenommen, jedoch wurden einige eingezogen um untersucht zu werden. Ergebnislos.<\/p>\n<p>Etwa eine Stunde sp\u00e4ter gellte Alarm durch die Festung. Von einem Augenblick zum anderen war die Gefangene verschwunden. Nur ihre Kleidung wurde gefunden. Alle Kleidung. Man hatte eine Energiesignatur festgestellt. Ein Transportersignal. Eindeutig kikkonischen Ursprungs. Der Transporter war au\u00dferhalb des Gef\u00e4ngnisses geortet worden und wurde schnell gefunden. Es war eine ganz normaler Transporteinheit, wie es sie zu kaufen gab. Dennoch&#8230; Mit einem solchen Transporter konnte die Rebellin unm\u00f6glich aus einem abgeschirmten Gef\u00e4ngnis gebeamt werden. Sie w\u00e4re nicht zu orten gewesen. Sofort wurde die ganze Stadt abgeriegelt. Die Rebellin w\u00fcrde nicht entkommen!<br \/>\n Zuhause in ihrem Zimmer stellte Arsinoe ihre Tasche ab. Sie hatte diese nicht mit im Gef\u00e4ngnis gehabt, sondern sie in einem \u00f6ffentlichen Schlie\u00dffach hinterlegt. Sie holte eine etwa Schuhkartongro\u00dfe technische Einheit heraus und sah auf das Display. Dann seufzte sie erleichtert. Der Transporterpuffer war in Ordnung. Isidora war am Leben, wenn auch nicht physisch. Jetzt musste sie den geeigneten Ort und Zeitpunkt finden, sie wieder zu rematerialisieren. Zufrieden mit sich, \u00f6ffnete sie ihren privaten kleinen Safe in ihrem Zimmer, in dem sie ihren Schmuck aufbewahrte und stellte den Puffer dazu. Hier w\u00fcrde er sicher sein.<br \/>\n<\/RPG><br \/>\n <SUM><br \/>\n# Ort: Palast der Prinkipax Myzen  # Zeit: MD 9.1600<br \/>\nPrinkipax Myzen kommt zu dem Schluss, dass die F\u00f6deration nicht die Ursache f\u00fcr den Brand sein kann, auch wenn das das Ergebnis reiner \u00dcberlungen sind. Ohne Beweise.<br \/>\n # Ort: Irgendwo auf dem Weg zur\u00fcck # Zeit: MD 9.1600<br \/>\nPrinkipaxillis Arsioe denkt lange \u00fcber die Motive der Rebellen nach. Und \u00fcberlegt, ob es nicht besser sei, denen diese Motive zu nehmen anstatt sie zu bek\u00e4mpfen.<br \/>\n # Ort: Myzen # Zeit: MD 11.1400<br \/>\nArsinoe trifft Isidora in deren Hochsicherheitsgef\u00e4ngnis und unterh\u00e4lt sich mit ihr. Dann, und erst dann, aufgrund des Gespr\u00e4chsverlaufs, entschlie\u00df sie sich, die Rebellin aus dem Gef\u00e4ngnis zu holen um sie sp\u00e4ter wohlm\u00f6glich frei zu lassen.<br \/>\n<\/SUM><br \/>\n <NRPG><br \/>\nEine Erkl\u00e4rung zu der Befreiung:<br \/>\nDie Praline enthielt eine Substanz, die Arsinoe in ihrer Profession als Medizinerin zusammengemischt hatte, welche auf eine bestimmte Strahlungsfrequenz reagiert und ihrerseits eine Reflektion bewirkt. Diese Reflektion ist gezielt anmessbar. Die Substanz ist nicht besonders gesundheitssch\u00e4dlich und wird nach einigen Tagen aus dem K\u00f6rper wieder ausgeschieden.<br \/>\nSo hatte sie Isidora direkt anpeilen k\u00f6nnen und sie aus dem Gef\u00e4ngnis heraus beamen k\u00f6nnen. Jedoch kam es zu keiner Rematerialisation, da Arsinoe den Transporter an einen mobilen Transporterpuffer angeschlossen hatte, den sie dann mitgenommen hat. Isidora ist also noch dematerialisiert in dem Puffer. Weiterhin war der Transport nur m\u00f6glich, weil die Reflektionssubstanz sich in Isidoras K\u00f6rper ausgebreitet hat. So war sie anmessbar, jedoch nur die &#8218;Biomasse&#8216;. F\u00fcr mehr war die Ortung dann doch zu ungenau. Daher wurde nur Isidoras K\u00f6rper transportiert, nichts aber, was sie noch bei sich hatte. Auch keine Kleidung. Etwas, was die Wachen reichlich verwirrte.<br \/>\nIch \u00fcberlege noch, ob Arsinoe auch die Schildfrequenz des Gef\u00e4ngnisses in Erfahrung gebracht hatte, wei\u00df aber noch nicht so recht, wie. Das w\u00e4re aber eine weitere Erkl\u00e4rung, wie der Transport hatte funktionieren k\u00f6nnen. Dar\u00fcber denke ich noch einmal nach.<br \/>\nAuf jeden Fall gef\u00e4llt mir die \u00dcberlegung, dass Isidora die &#8218;gem\u00e4\u00dfigte Seele&#8216; der Rebellion ist. Und dass Arsinoe \u00fcber die Peers nachdenkt \ud83d\ude42<br \/>\n<\/NRPG><br \/>\nSubmitted by Isabelle a.k.a. Jetsun Pema, CM<br \/>\n -=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=- Groups.io Links: You receive all messages sent to this group.<br \/>\nView\/Reply Online (#706): <a href=\"https:\/\/groups.io\/g\/USS-Hephaistos\/message\/706\">groups.io\/g\/USS-Hephaistos\/message\/706<\/a> Mute This Topic: <a href=\"https:\/\/groups.io\/mt\/71913436\/2325319\">groups.io\/mt\/71913436\/2325319<\/a> Group Owner: <a href=\"mailto:USS-Hephaistos+owner@groups.io\" >USS-Hephaistos+owner@groups.io<\/a> Unsubscribe: <a href=\"https:\/\/groups.io\/g\/USS-Hephaistos\/leave\/4773858\/302900500\/xyzzy\">groups.io\/g\/USS-Hephaistos\/leave\/4773858\/302900500\/xyzzy<\/a>  [rpg-hephaistos@sf-germany.com] -=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hi! Und wieder etwas weiter mit unseren kleinen Helden. Diesmal liegt das Augenmerk ganz auf Isidora und Arsinoe. # Ort: Palast der Prinkipax Myzen # Zeit: MD 9.1600 &#8222;Warum?&#8220; Die Frage stand im Raum wie ein granitener Monolith. Und niemand schien eine vern\u00fcnftige Antwort darauf zu haben. Niemand. Prinkipax Myzen Elektryon Lysikia Mideia atto Myzen&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/uss-hephaistos-ein-leben-fuer-ein-leben\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;[USS-Hephaistos] Ein Leben f\u00fcr ein Leben&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-5688","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5688","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5688"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5688\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5688"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5688"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5688"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}