{"id":5691,"date":"2020-03-14T22:59:32","date_gmt":"2020-03-14T21:59:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/?p=5691"},"modified":"2020-03-16T00:33:46","modified_gmt":"2020-03-15T23:33:46","slug":"uss-hephaistos-ein-gestaendnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/uss-hephaistos-ein-gestaendnis\/","title":{"rendered":"[USS-Hephaistos] Ein Gest\u00e4ndnis"},"content":{"rendered":"<p>Hallo!<br \/>\nWie ich schon angedeutet hatte: Hier noch ein kurzes Nachspiel. Mit einem Ball an Shay und an ein-zwei Weitere.<br \/>\n <RPG><br \/>\n# Ort: Palast der Prinkipax Myzen # Zeit: MD 11.1515<br \/>\nAls Arsinoe kurz darauf (s. Post 706: &#8222;Ein Leben f\u00fcr ein Leben&#8220;) in das Besprechungszimmer ihrer Mutter wollte, stellte sie fest, dass diese sich offenbar eingeschlossen hatte. Es standen auch Posten vor den T\u00fcren, doch die Prinkipaxillis hatte nat\u00fcrlich immer Zutritt zu den R\u00e4umen ihrer Mutter. Jedenfalls war Arsinoe in der Lage, den Posten solches gegen\u00fcber zu vermitteln. Ihr Handabdruck (eigentlich eher ein DNA-Scan) reichte aus um die T\u00fcr zu \u00f6ffnen und einzutreten. Was sie dann h\u00f6rte, war&#8230; naja, zu erwarten gewesen.<br \/>\n&#8222;&#8230;unm\u00f6glich. Das kann doch einfach nicht wahr sein! Ihr G\u00f6tter, was habe ich euch denn getan? Hat das etwas mit den Kontakten zur F\u00f6deration zu tun? Wenn das so weitergeht, dann&#8230; Arsinoe? Was machst Du denn hier?&#8220;<br \/>\n&#8222;Hallo Mutter. Du hast Sorgen?&#8220; Arsinoe sprach absichtlich locker. Nat\u00fcrlich wusste sie, um was es ging.<br \/>\nPrinkipax Lysikia zischte gestresst, antwortete aber nicht. Sie stand neben dem gro\u00dfen Besprechungstisch, an dem sonst nur noch Gete Asphalea Ergas\u00eda atto Turena sa\u00df. Asphaela war die Leiterin des Amtes f\u00fcr Innere Sicherheit, daneben aber auch eine private Freundin und enge Vertraute der Prinkipax. Arsinoe kannte sie, sch\u00e4tzte ihre Integrit\u00e4t, mochte sie aber pers\u00f6nlich nicht so sehr, da sie ihr immer etwas zu radikal vorkam. &#8222;Mutter&#8230;&#8220; begann sie erneut, doch Lysikia unterbrach sie. &#8222;Arsinoe, wenn es nicht wirklich wichtig ist, geh bitte wieder. Ich habe hier wirklich ein ernstes Problem, um das ich mich k\u00fcmmern muss.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ich wei\u00df!&#8220; erwiderte Arsinoe.<br \/>\n&#8222;Bitte, Kind, ich&#8230; Moment! Du wei\u00dft davon? Woher? Ich habe eine Nachrichtensperre diesbez\u00fcglich verh\u00e4ngt. Wovon also sprichst Du?&#8220;<br \/>\n&#8222;Die Rebellin. Aus der Festung. Geht es darum?&#8220;<br \/>\nLysikias Augen verengten sich. &#8222;Setz Dich. Und erz\u00e4hle mir dann, woher Du davon wei\u00dft. Sag mir alles. Ganz genau. Wohlm\u00f6glich haben wir hier eine undichte Stelle und Du k\u00f6nntest Schl\u00fcsselinformationen haben.&#8220;<br \/>\nArsinoe nahm Platz. &#8222;Mutter, bitte hole Vater dazu. Sein Rat kann Dir sehr helfen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Das ist eigentlich kein Thema f\u00fcr M\u00e4nner.&#8220; warf Asphaela ein.<br \/>\n&#8222;Vater ist fraulicher als viele meiner Gener\u00e4le.&#8220; gab Lysikia zu. &#8222;Ich hole ihn.&#8220; Sie war angespannt, wurde aber langsam wieder ruhiger. Doch das \u00e4nderte sich keine zwei Minuten sp\u00e4ter.<br \/>\n&#8222;DU HAST&#8230; WAS?&#8220; schrie sie ihre Tochter an und es fehlte nicht viel und sie h\u00e4tte Arsinoe direkt ins Gesicht geschlagen. &#8222;Willst Du mich umbringen? Soll ich Dich jetzt in die Festung werfen?&#8220;<br \/>\n&#8222;Nein, Mutter.&#8220; Erwiderte Arsinoe, \u00e4u\u00dferlich ruhig. Aber nur \u00e4u\u00dferlich.<br \/>\n&#8222;WAS ZUM&#8230;&#8220; Lysikia schluckte den Rest des Satzes herunter als sie die Hand ihres Mannes auf ihrem Oberarm sp\u00fcrte.<br \/>\n&#8222;Warum hast Du das bitte getan, Arsinoe? Ich will das zumindest verstehen.&#8220; brachte sie leiser und beherrschter hervor.<br \/>\n&#8222;Es war eine Ehrenschuld. Ein Leben f\u00fcr ein Leben.&#8220;<br \/>\n&#8222;Du hattest eine Ehrenschuld gegen\u00fcber dieser Terroristin?&#8220;<br \/>\n&#8222;Ja, Mutter. Sie hat mir einmal direkt das Leben gerettet. Mir und allen anderen des Questes. Zumindest unserer Gruppe. Sie hat uns aus dem Feuer gef\u00fchrt. Alleine h\u00e4tten wir das wohlm\u00f6glich nicht geschafft. Und dann hatte sie sich pers\u00f6nlich daf\u00fcr eingesetzt, dass wir von unseren Leuten gefunden wurden. Sie selber hat uns zu dem Sammelpunkt gef\u00fchrt.&#8220;<br \/>\n&#8222;Hatte sie doch ein schlechtes Gewissen?&#8220; sinnierte Asphaela. &#8222;Kaum vorstellbar.&#8220;<br \/>\n&#8222;Sie ist anders, als ich zun\u00e4chst angenommen hatte, Mutter. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass Du einmal mit ihr sprechen w\u00fcrdest.&#8220;<br \/>\n&#8222;Die M\u00f6glichkeit hast Du mir jedenfalls genommen, Arsinoe.&#8220; Lysikia seufzte tief. Und jetzt erz\u00e4hle bitte, was Du getan hast. So genau als m\u00f6glich.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ja, Mutter.&#8220; Und Arsinoe berichtete alles, bis auf die Tatsache, dass Isidora nicht rematerialisiert wurde sondern noch im Transporterpuffer gespeichert war. Das behielt sie noch zur\u00fcck.<br \/>\n&#8222;Und nun? Was soll ich Eurer Ansicht nach tun?&#8220; fragte Lysikia in die Runde.<br \/>\n&#8222;Du wirst Generalin Briseis abl\u00f6sen. Sie hat die Flucht zu verantworten. Nicht Du.&#8220; schlug Asphaela vor. &#8222;Das hattest Du sowieso schon l\u00e4nger vor. Wohlm\u00f6glich w\u00fcrde man Dir Manipulation vorwerfen. Dass Du die Flucht inszeniert hattest um Briseis loszuwerden. Aber damit kannst Du sicher umgehen.<br \/>\n&#8222;Nein. Das geht nicht. Das w\u00fcrde dennoch auf mich zur\u00fcckfallen.&#8220; widersprach Lysikia entschieden. &#8222;Wir sprechen hier nicht von einer beliebigen Rebellin, sondern von einer der Anf\u00fchrerinnen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Was, wenn sie gar nicht geflohen ist? Was, wenn sie Selbstmord begangen h\u00e4tte. Oder bei einem Fluchtversuch get\u00f6tet wurde?&#8220; Auch Cheiromach brachte nun Ideen vor.<br \/>\n&#8222;Hmm&#8230;&#8220; machte Lysikia. Ihr Mann hatte immer die besten Ideen. Nur&#8230; &#8222;Aber wenn sie wieder bei den Rebellen auftaucht? Sollen wir die dann als Doppelg\u00e4ngerin abtun?&#8220;<br \/>\n&#8222;Das ist dann nur ein Trick der Rebellen. Die haben durch das Feuer sowieso viele Sympathien verloren.&#8220; meinte ihr Mann.<br \/>\n&#8222;Oder Deine Tochter hat sie get\u00f6tet. Aus Rache. Sie hat ihr vergiftete Pralinen gebracht.&#8220; sagte Asphaela. Arsinoe war gar nicht wohl bei dieser M\u00f6glichkeit.<br \/>\n&#8222;Nein.&#8220; sagte Lysikia. &#8222;Ihr Ruf w\u00fcrde befleckt sein. Einige w\u00fcrden sie daf\u00fcr verachten, andere lieben. Aber es wird sicherlich nicht das sein, was Du Dir w\u00fcnschst, nicht wahr?&#8220;<br \/>\n&#8222;Nein, Mutter. Aber es w\u00fcrde das sein, mit dem ich leben muss.&#8220;<br \/>\nEin melodischer Gong erklang. Die T\u00fcranlage. Lysikia seuftze (wieder einmal), trat an ihren Arbeitstisch und aktivierte den Interkom. [Herrin, die Generalin Briseis ist hier und w\u00fcnscht Euch zu sprechen]<br \/>\n&#8222;F\u00fchre sie in den kleinen Konferenzraum, ich werde gleich dazu kommen.&#8220;<br \/>\n[Sehr wohl, Herrin]<br \/>\nLysikia wandte sich ihren Mann, an Arsinoe und Asphaela. &#8222;Danke f\u00fcr die Anregungen. Wartet bitte hier. Ich komme gleich zur\u00fcck.&#8220; Und verschwand nach Nebenan.<br \/>\n Zwei R\u00e4ume weiter wartete eine ausgesprochen blasse Offizierin in vollem (oder eher ausgesprochen knappen) Ornat. Als die Prinkipax eintrat, verbeugte sie sich tief. &#8222;Briseis! Schau mich an und berichte. Was gibt es Neues?&#8220;<br \/>\n&#8222;Nichts, Herrin. Der Transporter wird noch untersucht, erste Anzeichen aber deuten darauf hin, dass er zwar empfangen, nicht aber materialisiert hat. Wer immer mit diesem Ger\u00e4t transportiert wurde, ist&#8230; nun, nicht mehr existent.&#8220;<br \/>\nLysikia sah auf. &#8222;Ist das gesichert?&#8220;<br \/>\n&#8222;Wie gesagt, die Untersuchung des Ger\u00e4ts muss noch endg\u00fcltig best\u00e4tigt werden. Aber ja, es ist eine begr\u00fcndete Vermutung.&#8220;<br \/>\n&#8222;Gut.&#8220; Lysikia atmete tief durch. &#8222;Generalin, ich muss sie leider von zweierlei in Kenntnis setzen. Die Gefangene ist nicht entkommen, sie ist tot. Sie wurde ein Opfer eines Mordanschlags. Diese Transporterflucht war eine Falle f\u00fcr die Gefangene. Es war ein pers\u00f6nlicher Racheakt. Das wurde mir soeben mitgeteilt. Leider muss ich Sie daf\u00fcr von Ihren Pflichten entbinden. Sie k\u00f6nnen Sich ins Privatleben zur\u00fcckziehen. Wie ich h\u00f6re, ist die Verwalterin Ihres Landgutes in Atreya eine Versagerin und verschleudert das ihr zur Verf\u00fcgung gestellte Geld mit beiden H\u00e4nden. Sie haben also zu tun.&#8220;<br \/>\nBriseis hob eine Augenbraue. &#8222;Ein Racheakt? Kaum zu glauben. Und wer soll das getan haben? Ihre Tochter?&#8220;<br \/>\nBriseis gestattete sich ein L\u00e4cheln. &#8222;Herrin, ich war immer treu an Ihrer Seite. Ich stehe auch jetzt noch treu f\u00fcr Sie ein. Ich glaube, ich habe ein klein wenig Vertrauen verdient.&#8220;<br \/>\nLysikia zauderte kurz, dann nickte sie. &#8222;Das gebe ich zu. Meine Tochter, ja. Sie wird daf\u00fcr einstehen. Dazu ist sie, so sagte sie, bereit. Und ich bin es auch.&#8220;<br \/>\n&#8222;Mit Verlaub, Herrin, aber das denke ich nicht. Kein so junges M\u00e4dchen ist f\u00fcr so etwas bereit. Und Sie sollten ebenfalls nicht den Kopf daf\u00fcr hinhalten m\u00fcssen. Sagen wir lieber, ich habe diese Rebellin get\u00f6tet. Ich traute den Gerichten nicht. Es hatte den Anschein, als ob Ihre Tochter vielleicht auf Gnade hoffte. Dieser Gefahr wollte ich sie nicht aussetzen, Herrin. Daher habe ich das getan. Ich denke, das ist bei weitem glaubw\u00fcrdiger. Und au\u00dferdem haben Sie recht, Herrin. Meine Verwalterin ist wirklich eine Verschwenderin.&#8220;<br \/>\nLysikia sah Briseis erstaunt an. &#8222;Das w\u00fcrden Sie so durchziehen? Man wird sie daf\u00fcr belangen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Bah! Atreya ist weit von hier. Au\u00dferdem glaube ich, dass mich die Mehrzahl der Kikkonen daf\u00fcr eher belohnen m\u00f6chte. Nein, Herrin, lassen Sie mich diese Verantwortung \u00fcbernehmen. Ich habe das breitere Kreuz und kann so etwas deutlich leichter einstecken. Ihre Tochter hat noch das ganze Leben vor sich und sollte nicht mit solch einer B\u00fcrde belastet werden. Also, hiermit stelle ich mich meiner Verantwortung.&#8220;<br \/>\nLysikia starrte die \u00e4ltere Generalin an, dann sch\u00fcttelte sie langsam den Kopf. &#8222;Nein. Wir werden das so nicht handhaben. Nicht direkt.&#8220; Sie straffte sich. &#8222;Briseis, ich danke Ihnen f\u00fcr ihre gro\u00dfherzige Initiative. Und ich nehme sie dankbar an. Aber ich werde Sie nicht f\u00fcr diese Tat b\u00fc\u00dfen lassen. Ich werde diese Angelegenheit vertuschen. Nat\u00fcrlich wird etwas durchsickern. Aber ich werde Sie nicht vor ein Gericht bringen lassen. Ich werde Sie von ihrem Posten entbinden, aber keinesfalls unehrenhaft. Sie werden sich nicht vor Gericht verantworten m\u00fcssen, sondern werden ganz einfach in den Ruhestand versetzt werden. Und&#8230; im Namen meiner Tochter danke ich Ihnen von ganzem Herzen.&#8220;<br \/>\nBriseis l\u00e4chelte ein wenig schief. Sie war schon doch irgendwie ger\u00fchrt. Etwas, was ihr seit Jahren nicht mehr passiert war. Sie bedauerte ihr &#8218;Opfer&#8216; auch nicht. Jedoch nahm sie an, dass da noch deutlich mehr dahinter stecken w\u00fcrde. Entweder war die Prinkipax nicht hundertprozentig ehrlich ihr gegen\u00fcber, was sie ihr aber nicht vorwarf. Oder aber, die Prinkipax wurde selber belogen und hatte diese L\u00fcge noch nicht durchschaut. Oder wollte sie nicht durchschauen, was sie am ehesten annahm. Wahrscheinlich hatte die junge Arsinoe noch etwas viel \u00fcbleres verbockt, und die Prinkipax deckte sie nun. Auch das warf sie ihrer Herrin nicht vor. Daf\u00fcr waren M\u00fctter, daf\u00fcr war die Familie da. Sie hoffte nur, dass die Prinkipax in ihrer Rolle als Mutter und F\u00fcrstin ihrer Tochter richtig geh\u00f6rig den Kopf wusch. Es konnte doch nicht sein, dass der ganze Staat gef\u00e4hrdet wurde, nur weil die junge Tochter einen kapitalen Bock schoss. Nunja, sie hatte ihren Teil getan, damit das Staatsschiff nicht allzu sehr ins Schlingern kam. &#8222;Meine Herrin, es gibt nichts zu danken.&#8220; Und sie verbeugte sich tief.<br \/>\nLysikia wartete, bis die Offizierin abgetreten war, dann sch\u00fcttelte sie kurz den Kopf, wie um ein l\u00e4stiges Insekt zu vertreiben. Dann ging sie zur\u00fcck in den Besprechungsraum.<br \/>\n Dort angekommen wartete sie, bis sich die T\u00fcr hinter ihr geschlossen hatte. Dann tippte sie auf einen ber\u00fchrungsempfindlichen Sensor ihres Schmuckarmbandes, was bewirkte, dass sich das St\u00f6rfeld um diesen Raum wieder aufbaute. Dann setzte sie sich an ihren Platz am Kopf der Tafel und schaute die anderen drei Anwesenden scharf an. &#8222;Gerneralin Briseis hat sich soeben bereit erkl\u00e4rt, ein Opfer f\u00fcr mich, f\u00fcr Dich, Arsinoe, und f\u00fcr unser Pinkipat zu bringen. Sie wird die Schuld f\u00fcr diesen Vorfall auf sich nehmen und wird von ihrem Posten als Leiterin der Festung zur\u00fccktreten. Sie wird die Truppe verlassen und sich ins Privatleben zur\u00fcckziehen. Ich bin noch nicht fertig!&#8220; f\u00fcgte sie hinzu und unterbrach jeglichen Kommentar im Vorwege. &#8222;Ich werde diesen Vorfall komplett vertuschen lassen. Alle Beteiligten werden vergattert. Alle Wachen der Festung, die an dieser Angelegenheit beteiligt waren, werden entsprechend instruiert. Ich werde l\u00fcgen und betr\u00fcgen. Und es werden Bestechungsgelder flie\u00dfen und Drohungen ausgesprochen. Dies ist eine sehr ernste Angelegenheit. Und ich hasse es, solches tun zu m\u00fcssen! Aber ich werde es tun!&#8220;<br \/>\n&#8222;Mutter, ich&#8230;&#8220; begann Arsinoie, doch der Blick Lysikias lie\u00df sie verstummen.<br \/>\n&#8222;Arsinoe, noch einmal: Ich verstehe und akzeptiere, weshalb Du dieses getan hast. Eine Ehrenschuld ist eine sehr, sehr ernste und bedeutungsvolle Angelegenheit. Aber mit dieser Tat hast Du mich in eine \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrliche Situation gebracht. Warte! Dies sage ich Dir nur einmal: Tu so etwas nie wieder! Sollte es jemals wieder dazu kommen, dass Du Dich in einer derartigen Lage siehst, komm zu mir! Besprich Dich mit mir. Du siehst, ich habe absolut Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Dich und Deine Lage. Aber gemeinsam k\u00f6nnen wir solches viel, viel besser meistern. Und m\u00fcssen dabei nicht so viele Leute in Gefahr bringen. Verstehst Du das?&#8220;<br \/>\nArsinoe schluckte, kreidebleich. &#8222;Ja, Mutter!&#8220; presste sie hervor. &#8222;Ich verspreche es. Bei meiner Ehre!&#8220;<br \/>\n&#8222;Gut!&#8220; Lysikia nickte, sardonisch l\u00e4chelnd. &#8222;Und nun berichte mir, was Du bislang noch verschwiegen hast.&#8220;<br \/>\n&#8222;Mutter..?&#8220;<br \/>\n&#8222;Muss ich Dich an Deinen soeben geleisteten Eid erinnern, Arsinoe?&#8220;<br \/>\n&#8222;Nein, Mutter.&#8220; fl\u00fcsterte Arsinoe.<br \/>\n&#8222;Also?&#8220;<br \/>\nArsinoe atmete tief durch. Dann senkte sie den Kopf. &#8222;Isidora ist nicht fort. Sie ist bei mir. Ich habe sie versteckt. Sie befindet sich noch in einem mobilen Transporterpuffer in meinem Zimmer.&#8220;<br \/>\nSchweigen.<br \/>\nAsphaela war die Erste, die dieses Schweigen brach. &#8222;Das ist brillant! Darauf muss man erst einmal kommen. Kein Wunder, dass wir sie nie gefunden haben.&#8220;<br \/>\nLysikia teilte diese Einsch\u00e4tzung nicht ganz. Dennoch l\u00e4chelte sie leicht. Und ehrlich. &#8222;Gut. Dieser Teil Deines Planes scheint mir der beste \u00fcberhaupt zu sein. Was hattest Du vor mit ihr? Wolltest Du sie zu gegebener Zeit laufen lassen?&#8220;<br \/>\n&#8222;Nein, Mutter. Oder doch, schon. Aber zuerst wollte ich Dich dazu bewegen, mit ihr zu sprechen. So vorbehaltlos als irgend m\u00f6glich.&#8220;<br \/>\n&#8222;Aha.&#8220; machte die Prinkipax. &#8222;Darauf w\u00e4re ich jetzt nicht gekommen. Sie scheint Dich nachhaltig beeindruckt zu haben, diese Rebellin. Nun gut. Warum auch nicht. Dann sollten wir das auch so tun.&#8220;<br \/>\n&#8222;Danke, Mutter. Ich verspreche Dir&#8230;&#8220;<br \/>\n&#8222;Versprich nichts, was Du nicht auch halten kannst. Oder willst!&#8220;<br \/>\n&#8222;Wir sollten den Kommandanten der F\u00f6deration dazu bitten!&#8220; brachte Cheiromach vor und hatte damit die absolute Aufmerksamkeit der Anwesenden.<br \/>\n&#8222;Was? Wieso denn das?&#8220; fragte Lysikia leicht geschockt. Und Asphaela sch\u00fcttelte den Kopf. &#8222;Das w\u00e4re Wahnsinn. Die F\u00f6deration in eine solche Krise einzuweihen w\u00e4re taktisch \u00e4u\u00dferst unklug.&#8220;<br \/>\n&#8222;Nein, w\u00e4re es nicht!&#8220; widersprach der Prinkipas.&#8220; Ganz im Gegenteil. Sieh, dieser Captain hat sich sehr um das Wohl und die Unversehrtheit dieser Rebellin gesorgt. Auch er sieht sich wohl in einer Art Ehrenschuld ihr gegen\u00fcber. Wenn er nun erkennt, dass wir ebenfalls eine solche Ehrenschuld begleichen, wird ihn das sehr f\u00fcr uns einnehmen. Gleichzeitig wird er auf diese Weise eine Art Verb\u00fcndeter von uns. Nein, ich denke, das w\u00e4re eine ausgezeichnete Handlung.&#8220;<br \/>\nArsinoe meldet sich zu Wort: &#8222;Ich wollte gerne Jetsun&#8230; also Jetsun Pema Wangchuck atto Bhutan, die Gesandte der F\u00f6deration auch dazu bitten. Sie hat eine ausgesprochen positive und mir sehr \u00e4hnliche Ansicht zu der ganzen Lage. Und ihr Wort hat gewiss Gewicht.&#8220;<br \/>\nLysikia dachte kurz dar\u00fcber nach. Dann sah sie Asphaela an. &#8222;Was denkst Du?&#8220;<br \/>\n&#8222;Der Prinkipas hat vielleicht Recht. So habe ich die Sache noch nicht betrachtet. Ich pflichte ihm, wenn auch vorsichtig, bei.&#8220;<br \/>\n&#8222;Gut. Dann kontaktiere ich den f\u00f6derierten Kommandanten. Aber es wird ein informelles Treffen sein. Das muss unbedingt klar gestellt sein.&#8220; Sie sah ihre Tochter an. &#8222;Arsinoe?&#8220;<br \/>\n&#8222;Mutter?&#8220;<br \/>\n&#8222;Entlasse die Rebellin aus dem Puffer. Gib ihr Zeit. Bade sie. Kleide sie angemessen. Gib ihr zu Essen und zu trinken und all das. Und erkl\u00e4re ihr die Situation. Mach ihr aber klar, dass sie sich diesem Gespr\u00e4ch nicht entziehen kann. Ansonsten wir es ohne sie stattfinden, was es f\u00fcr sie deutlich schlechter machen w\u00fcrde. Und ich gebe mein Wort, dass sie nach dem Gespr\u00e4ch freigelassen wird.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ihr G\u00f6tter.. ich meine&#8230; danke Mutter!&#8220; keuchte Arsinoe. &#8222;Ich k\u00fcmmere mich darum.&#8220;<br \/>\nLysikia nickte. &#8222;Und ich werde mich jetzt an die F\u00f6deration wenden.&#8220;<br \/>\n Zehn Minuten sp\u00e4ter ging eine Nachricht an Captain Shay Ruthven atto Federation ein, in der er h\u00f6flich aber bestimmt eingeladen wurde, an einem informellen Treffen mit der Prinkipax Myzen Elektryon Lysikia Mideia atto Myzen teilzunehmen. Ebenfalls explizit eingeladen wurde auch Jetsun Pema Wangchuck atto Bhutan. Es wurde nicht ausgeschlossen, weitere Teilnehmer mitzubringen, jedoch wurde darum gebeten, den Kreis der Teilnehmenden ausgesprochen klein zu halten. Maximal vier Teilnehmer.<br \/>\n<\/RPG><br \/>\n <SUM><br \/>\n# Ort: Palast der Prinkipax Myzen # Zeit: MD 11.1515<br \/>\nArsinoe gesteht ihrer Mutter ihre Tat. Daraufhin wird beschlossen, das ganze so gut als m\u00f6glich zu vertuschen. Die Leiterin der Festung bringt freiwillig ihr Bauernopfer und wird als Verantwortliche in den Ruhestand versetzt. Isidora soll freigelassen werden, jedoch soll sie zuvor nach an einem informellen Gespr\u00e4ch zwischen der Prinkipax, Generalin Gete Asphalea Ergas\u00eda atto Turena, der Leiterin des Amtes f\u00fcr Innere Sicherheit und Arsinoe selber teilnehmen. Die F\u00f6deration, darunter Captain Ruthven, Ensign Jetsun Pema und maximal zwei weitere Personen sollten ebenfalls teilnehmen.<br \/>\n<\/SUM><br \/>\nSubmitted by Isabelle a.k.a. Ens. Jetsun Pema, CM USS Hephaistos<br \/>\n -=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=- Groups.io Links: You receive all messages sent to this group.<br \/>\nView\/Reply Online (#708): <a href=\"https:\/\/groups.io\/g\/USS-Hephaistos\/message\/708\">groups.io\/g\/USS-Hephaistos\/message\/708<\/a> Mute This Topic: <a href=\"https:\/\/groups.io\/mt\/71960014\/2325319\">groups.io\/mt\/71960014\/2325319<\/a> Group Owner: <a href=\"mailto:USS-Hephaistos+owner@groups.io\" >USS-Hephaistos+owner@groups.io<\/a> Unsubscribe: <a href=\"https:\/\/groups.io\/g\/USS-Hephaistos\/leave\/4773858\/302900500\/xyzzy\">groups.io\/g\/USS-Hephaistos\/leave\/4773858\/302900500\/xyzzy<\/a>  [rpg-hephaistos@sf-germany.com] -=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-=-<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo! Wie ich schon angedeutet hatte: Hier noch ein kurzes Nachspiel. Mit einem Ball an Shay und an ein-zwei Weitere. # Ort: Palast der Prinkipax Myzen # Zeit: MD 11.1515 Als Arsinoe kurz darauf (s. 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