{"id":5774,"date":"2020-04-20T18:29:22","date_gmt":"2020-04-20T16:29:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/erhebliche-differenzen\/"},"modified":"2020-04-20T18:29:22","modified_gmt":"2020-04-20T16:29:22","slug":"erhebliche-differenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/erhebliche-differenzen\/","title":{"rendered":"erhebliche Differenzen"},"content":{"rendered":"<div># Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia <br \/># Zeit: MD 10.1020<\/p>\n<p>&lt;QUOTE&gt;<br \/>Langsam schritt die Atrexa auf die Prinkipax zu. Ihr Mann folgte ihr und den beiden wiederum folgte Samantha DeCoster in voller Sternenflottenuniform. Sowohl Shay als auch Claudia waren f&ouml;rmlich sprachlos.<\/p>\n<p>Die Atrexa umrundete die Artefakte und nickte zufrieden. <\/p>\n<p>&#8222;Lass dich von mir nicht unterbrechen, Prinkipax. Ich bin hier um die Questlinge zu w&uuml;rdigen und die D&eacute;ax ton prix mit eigenen Augen zu sehen. Immerhin l&auml;utet ihre Ankunft das 4. Zeitalter ein.&#8220; erkl&auml;rte die Atrexa und bedeutete der Prikipax mit einer Handbewegung fortzufahren.<br \/>&lt;\/QUOTE&gt;<\/p>\n<p>&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p>Prinkipax Lysikia rollte mit den Augen.<br \/>Oh, sie war nicht weniger religi&ouml;s als die Atrexa. Eher vielleicht noch etwas mehr. Ein Staatsamt l&auml;sst einen ja bekanntlich leicht zum Zyniker werden, und das wiederum vertr&auml;gt sich nicht gut mit dem Glauben. Dennoch fand sie es etwas unpassend, eine Alien, noch dazu in der Uniform der f&ouml;derierten Sternenflotte hier offiziell als G&ouml;ttin vorzustellen. Vor allem wegen des erw&auml;hnten 4. Zeitalters. Was diese Aussage alles bewirken konnte. Nur gut, dass hier nichts live &uuml;bertragen wurde. Die Aufzeichnungen konnte man dann ja noch &uuml;berarbeiten.<\/p>\n<p>Doch dann fiel ihr der Blick der Atrexa Diomeda auf. Au&szlig;enstehende w&uuml;rden das nie bemerken, doch Lysikia und die Diomeda kannten sich auch privat gut&#8230; naja, recht gut. Von daher fiel der Prinkipax die leichte Ironie auf, die sie durch ihre Mimik ausdr&uuml;ckte.<br \/>Lysikia war ernsthaft erleichtert.<\/p>\n<p>Der Rest der Zeremonie ging dann ein wenig unter. Jedenfalls wurden die mitgebrachten allgemein bestaunt und Smantha erntete mehr als nur ein paar sch&uuml;chterne und zugleich staunende Blicke, die die Lieutenant Commander nun doch ein wenig unwohl werden lie&szlig; und sie die N&auml;he zum Captain suchte.<\/p>\n<p>Doch dann erklang ein lauter aber melodischer Gong und ein Sprecher in einem ausgesprochen klassisch-griechischem Kost&uuml;m, wie es schien, bat alle Anwesenden mit seiner klangvollen Stimme in den Nebenraum, wo zu einem Essen geladen wurde.<\/p>\n<p>Die Atrexa Diomeda beugte sich zu Prinkipax Lysikia und fl&uuml;sterte ihr zu: &#8222;Ich bin beeindruckt, dass Du es noch geschafft hast, die Sitzordnung &auml;ndern zu lassen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Frag nicht!&#8220; erwiderte Lysikia. &#8222;Meine Maiordomina hat Blut und Wasser geschwitzt. Ich habe eben erst das Zeichen bekommen, dass alles komplett neu arrangiert wurde.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich wei&szlig;. Es gibt ja so furchtbar viele Abh&auml;ngigkeiten, wer mit wem zusammen sitzen darf und wer nicht.&#8220;<br \/>Diomeda seufzte tief. &#8222;Unsere M&auml;nner haben es da so viel einfacher. Die k&ouml;nnen sich einfach zusammenstellen und miteinander ganz zwanglos &uuml;ber ihre Hobbies reden ohne dass daraus gleich eine Intrige geschnitzt wird.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Du wei&szlig;t, wie ich &uuml;ber die Regenbogenpresse denke!&#8220; stimmte Lysikia zu.<br \/>&#8222;Manche der Bl&auml;tter w&uuml;rde ich zu gerne verbieten und deren Redakteurinnen und Herausgeberinnen auspeitschen lassen wollen.&#8220;<\/p>\n<p>Diomeda lachte laut auf, was ihr sofort etliche skeptische Blicke einbrachte.<br \/>&#8222;Ich verstehe Dich nur zu gut. Vielleicht sollten wir doch mal &uuml;ber eine Gesetzesinitiative nachdenken.&#8220;<\/p>\n<p>Ausgesprochen gut gelaunt nahmen beide F&uuml;rstinnen dann am Kopf der Tafel ihre Pl&auml;tze ein. Daneben bekamen die Questlinge und die &#8218;D&eacute;ax ton prix&#8216; die Ehrenpl&auml;tze. Dann kam der Rest der eingeladenen Teilnehmer. Dann wurde aufgetragen.<\/p>\n<p># Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia <br \/># Zeit: MD 10.1040<\/p>\n<p>Die Vorspeisen wurden gerade abger&auml;umt, als eine Offizierin in voller Kampfausr&uuml;stung jedoch ohne Waffen eintrat und zur Prinkipax heran trat. Sie beugte sich vor und gab der etwas irritiert wirkenden F&uuml;rstin ein kleines Tablet, welches diese las. Daraufhin verd&uuml;sterte sich deren Miene deutlich.<br \/>&#8222;Ist das gesichert?&#8220; fragte Prinkipax Lysikia die Offizierin, die daraufhin nickte.<br \/>&#8222;Ja, Prinkipax. Sowohl Quelle als auch Ziel und Inhalt sich hundertprozentig gesichert.&#8220;<\/p>\n<p>Lysikia nickte. &#8222;Danke. Gebt mir Meldung, sobald weitere Informationen verf&uuml;gbar sind. Jede Kleinigkeit dies betreffend.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Jawohl, Prinkipax!&#8220; Die Offizierin trat ab.<\/p>\n<p>&#8222;Etwas, was ich wissen sollte?&#8220; fragte die Atrexa nun.<\/p>\n<p>&#8222;Ich denke, ja. Dies ist brisant. Aber nicht eilig. Wir sprechen nachher dar&uuml;ber. Jetzt wollen wir diese Feier w&uuml;rdig weiter begehen.&#8220;<br \/>Dennoch knirschte Lysikia mit den Z&auml;hnen, was nicht nur der Atrexa Diomeda auffiel. Auch Captain Ruthven bemerkte das ebenso wie Arsinoe, die zusammen mit Jetsun sa&szlig; und sich gut unterhielten.<\/p>\n<p># Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia <br \/># Zeit: MD 10.1120<\/p>\n<p>Wieder erklang dieser melodische Gong. Prinkipax Lysikia erhob sich, ihr Glas mit dem w&uuml;rzigen Wein in der Hand. Dieses Getr&auml;nk war recht stark, weshalb es &uuml;blicherweise eins zu f&uuml;nf mit Wasser verd&uuml;nnt wurde, was dem Geschmack jedoch kaum abtr&auml;glich war.<br \/>&#8222;Geehrte G&auml;ste, werte Teilnehmer an dieser heroischen Queste!<br \/>Trotz widrigster Umst&auml;nde, die sogar einen sehr tragischen Teilverlauf eingenommen hatte und nicht ohne Verletzungen, ja man kann sogar sagen, Verwundungen ablief, so wurden alle Aufgaben doch vollends erf&uuml;llt. Darauf erhebe ich meinen Kelch. Und ich bitte alle Anwesenden, dasselbe zu tun.&#8220;<br \/>Einige der Sternenflottenangeh&ouml;rigen wollten aufstehen, doch die Kikkonen bedeuteten ihnen, sitzen zu bleiben und stattdessen ihren Kelch im Sitzen zu erheben. Sitten und Gebr&auml;uche eben.<\/p>\n<p>Alle leerten dann ihren Kelch und Shay erwartete beinahe, dass dieser nun noch zerschlagen werden w&uuml;rde, wie es bei den Russen ja Brauch war. Doch zum Gl&uuml;ck gab es keine Scherben.<br \/>&#8222;Ich danke Euch allen.&#8220; fuhr die Prinkipax dann fort.<br \/>&#8222;Ich will auch keine weiteren Worte mehr verlieren. Damit ist der formale Teil dieses Treffens beendet. Zieht euch gern zur&uuml;ck in die G&auml;rten oder in andere R&auml;ume, wenn euch danach ist.<br \/>Noch einmal danke. Es war eine sehr w&uuml;rdige Queste.&#8220;<\/p>\n<p>Damit stellte die Prinkipax ihren Kelch wieder ab. Das L&auml;cheln, welches sie eben noch auf dem Gesicht getragen hatte, war wie weggeblasen. Lysikia nickte Diomeda zu und gemeinsam verlie&szlig;en beide F&uuml;rstinnen den Raum.<\/p>\n<p>Shay beugte sich zu Arsinoe vor. &#8222;Sagt, Prinkipaxillis, ist etwas geschehen, was ich wissen sollte?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Was meinte ihr?&#8220; fragte Arsinoe zur&uuml;ck.<\/p>\n<p>&#8222;Eure Mutter. Sie wirkte ausgesprochen ernst. Nachdem sie eine Nachricht bekommen hatte.&#8220;<\/p>\n<p>Arsinoe fand das zwar etwas direkt, erwiderte aber: &#8222;Ich wei&szlig; es nicht. Vielleicht etwas wegen des Brandes auf der Insel des Gl&uuml;cks. Es hat ja leider sehr viele Opfer unter den Prixes gegeben. Leider.<br \/>Aber ich wei&szlig; es nicht, Captain Ruthven.&#8220;<\/p>\n<p>Shay nickte. Dennoch gefiel ihm diese Sache nicht. Und so beschloss er, diese Feier f&uuml;r sich ausklingen zu lassen. Die anderen konnten ja noch bleiben, aber er wollte zur&uuml;ck zur Hephaistos. Nicht, dass wieder irgendetwas aus dem Ruder lief.<\/p>\n<p># Ort: USS Hephaistos, Transporterraum <br \/># Zeit: MD 10.1140<\/p>\n<p>&#8222;Sir!?&#8220;<\/p>\n<p>Kaum dass der Kommandant der USS Hephaistos auf der Transporterplattform rematerialisiert war, trat der stellvertretende CING, Ensign Forbes auf ihn zu und machte formell Meldung. Das war etwas, was Shay schon aufmerken lie&szlig;.<\/p>\n<p>&#8222;Ensign? Was gibt es denn so dringendes?&#8220; fragte er &auml;u&szlig;erlich locker, aber innerlich angespannt.<\/p>\n<p>&#8222;Sir, wir haben ein formales Schreiben von der Planetenoberfl&auml;che erhalten. Es ist&#8230; nun ja&#8230;&#8220;<br \/>Er sammelte sich kurz, was Shay gen&uuml;gte um nachzuhaken.<br \/>&#8222;Na, raus damit. Es ist doch keine Kriegserkl&auml;rung, oder?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein, nat&uuml;rlich nicht, Sir. Nein, es ist die Bitte um politisches Asyl.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ach&#8230;&#8220; Shay l&auml;chelte leicht. Schon seltsam. Er selber hatte der Rebellenanf&uuml;hrerin Isidora Asyl angeboten. Und nun kam eine solche Anfrage.&#8220;<br \/>&#8222;Von wem denn?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Hier bitte!&#8220; Forbes &uuml;berreichte dem CO ein PADD mit einem Transcript der Meldung.<br \/>&#8222;Eine gewisse Dagon Allatrix Ismara Tabitha atto Myzen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Tabitha&#8230; Tabitha??? Da soll mich doch&#8230;&#8220; entfuhr es dem CO.<\/p>\n<p>&#8222;Sie kennen diese Dame, Sir?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Kennen ist zuviel gesagt. Aber ich bin ihr schon begegnet, ja. Eine Dame von Adel, wie man aus dem langen Namen ja schon ersehen kann. Und sie hat&#8230; zusammen mit ihrer ganzen Familie&#8230;  um Asyl gebeten. Hmm. Mann, Kinder und Dienerschaft. Na sowas!&#8220;<br \/>Er sah Forbes an.<br \/>&#8222;Haben Sie dem stattgegeben?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein, Sir. Die Meldung kam grade rein. Also vor rund einer Stunde.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Aber best&auml;tigt?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Selbstverst&auml;ndlich, Sir!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Hmm&#8230; Gut. So brandeilig kann es ja nicht sein. Wobei&#8230;&#8220; murmelte Shay und setzte sich in Bewegung in Richtung Br&uuml;cke.<\/p>\n<p>Forbes ihm nach.<br \/>&#8222;Gibt es etwas, was ich wissen sollte, Sir?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein.&#8220; erwiderte der CO.<br \/>&#8222;Nur so eine Vermutung von mir. Wir werden dem stattgeben. Es ist Politik der F&ouml;deration, Asylsuchenden eben dieses Asyl zu gew&auml;hren, solange sie keine Straftaten begangen haben, die auch unter F&ouml;derationsrecht strafbar sind. Also gegen die F&ouml;deration gerichtet sind. Ich werde das machen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Gut, Sir!&#8220; Forbes nickte. Zufrieden und erleichtert. Zufrieden, weil er ebenfalls so entschieden h&auml;tte, h&auml;tte er die Entscheidung treffen m&uuml;ssen. Erleichtert deshalb, weil er offenbar keinen Fehler gemacht hatte, mit der Entscheidung zu warten.<\/p>\n<p>Auf der Br&uuml;cke angekommen wies er den amtierenden COMM an, eine Verbindung zu Tabhita aufzunehmen. &#8222;Mr. Enovo, eine Verbindung zu den folgenden Empf&auml;nger: Dagon Allatrix Ismara Tabitha atto Myzen.&#8220;<\/p>\n<p>Es dauerte keine 15 Sekunden, als er das Bild der jungen Kikkonin vor sich sah.<br \/>&#8222;Hallo Dagon Allatrix Ismara Tabitha atto Myzen.&#8220;<\/p>\n<p>[Captain Shay Ruthven atto Federation. Ich bin ja so froh, Sie sprechen zu k&ouml;nnen.]<\/p>\n<p>&lt;Ball an Friddy. Oder Mac. Oder wer will&#8230;&gt;<\/p>\n<p># Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia, Besprechungsraum der Prinkipax<br \/># Zeit: MD 10.1145<\/p>\n<p>Atrexa Attrades Alledies Diomeda Ismara atto Thyene lie&szlig; sich auf dem einfachen Stuhl vor dem riesigen Arbeitstisch der Prinkipax nieder. Nach dem ganzen Sitzen auf den weichen Kissen bei der Feier eben war ihr so ein Stuhl deutlich lieber. Sie selber war nicht mehr jung, wohl aber durch ein ausgewogenes Sportprogramm k&ouml;rperlich absolut fit, was man ihren Formen, die unter dem ausgesprochen freiz&uuml;gigen Gewand, welches sich bei den Kikkonen so gro&szlig;er Beliebtheit erfreute, gro&szlig;z&uuml;gig abzeichneten auch gut entnehmen konnte.<br \/>&#8222;Also, Lysikia, was ist nun wieder passiert?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Lies selbst!&#8220; erwiderte die Prinkipax und reichte ihrer Atrexa das Tablet.<\/p>\n<p>Diese &uuml;berflog es kurz, dann reichte sie es wieder zur&uuml;ck.<br \/>Diomeda hatte einen scharfen Verstand ohne den sie sich kaum so lange in ihrer Position hatte halten k&ouml;nnen. Dennoch brauchte sie einige Augenblicke um die Folgen dieser Meldung zu &uuml;berschauen.<br \/>&#8222;Na klasse!&#8220; war ihr erster Kommentar.<\/p>\n<p>&#8222;Oh. Ich hatte schlimmeres auf der Zunge.&#8220; kommentierte Lysikia.<\/p>\n<p>Die Atrexa sah kurz auf, dann zuckte sie mit den Schultern.<br \/>&#8222;Was sind denn die Fakten dahinter?&#8220;<\/p>\n<p>Die Prinkipax setzte sich auf ihren Arbeitssessel und aktivierte das Display.<br \/>&#8222;Erinnerst Du Dich an dieses Interview, was dieser sentimentale Narr gegeben hatte? Dagon Allatrix Plutark Tomasi atto Myzen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Der potentielle Sternenreisende? Himmel, ja. Ich habe versucht, diese Klatschsendungen zu vermeiden. Aber so ziemlich jeder Diener und jede Dienerin hatte dar&uuml;ber geredet.<br \/>Und Du meinst, dass diese Geschichte jetzt derartige Kreise gezogen hat?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja. Aber nicht direkt, sondern indirekt. Ich habe das hinterfragen lassen. Meine Kontakte sind&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich wei&szlig;&#8230; sehr gut! Besser als meine, denke ich.&#8220;<br \/>Das stimmte nat&uuml;rlich nicht, doch Atrexa Diomeda hatte nicht vor, die wahre T&uuml;chtigkeit ihrer Spione offen zu legen.<\/p>\n<p>&#8222;Wie es aussieht, hat dieses Interview die ganze Familie gesellschaftlich ruiniert.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wie das?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Dieser Mann, Plutark, wurde entrechtet. Und seine Kinder der Familie entzogen und unter die Vormundschaft der Tante gegeben. Die Dienerschaft&#8230; naja, Du kannst es Dir ja vorstellen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Du meine G&uuml;te!&#8220; entfuhr es der Atrexa.<br \/>&#8222;Sind diese Leute etwa Promethen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Schlimmer! Semeleiten!&#8220; nickte die Prinkipax.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Na klasse!&#8220; Atrexa Diomeda sch&uuml;ttelte ihren Kopf.<br \/>&#8222;Ich war von Anfang an dagegen, dass diese religi&ouml;sen Gruppierungen eine derartige Macht haben.&#8220;<br \/>Fast unbewusst stand sie auf.<br \/>&#8222;Einen einfachen Mann, mag er auch noch so ein naiver Tr&auml;umer sein, so derart zu&#8230; zu sch&auml;digen. Und seine ganze Familie. Nur weil er eben einen Traum tr&auml;umt. Meine G&uuml;te!&#8220;<\/p>\n<p>Sie wandte sich an die Prinkipax. &#8222;Hast Du mit dieser&#8230; Tante gesprochen?<br \/>Ach, nat&uuml;rlich nicht. Wann auch. Ich will, dass Du sie hierherbeorderst. H&ouml;st Du? Nicht hierher bittest, sondern hierher befiehlst. Und dann will ich diese Frau sprechen.&#8220;<\/p>\n<p>Lysikia nickte. In diesem Augenblick erklang ein harmonischer Dreiklang.<br \/>&#8222;Eine Nachricht. H&ouml;chste Priorit&auml;t.&#8220;<\/p>\n<p>Die Atrexa seufzte. &#8222;Was ist es? Hat die F&ouml;deration diesem Asylantrag stattgegeben?&#8220;<\/p>\n<p>Lysikia &ouml;ffnete die Nachricht. Und verkniff ihr Gesicht.<br \/>&#8222;Nein. Das nicht. Noch nicht jedenfalls. Aber es gibt wieder Nachrichtenverkehr zwischen dem f&ouml;derierten Schiff und Myzen.<br \/>Nein, hier ist etwas anderes. Ein Transkript. Diese Tabhita, sie hat den Captain der Hephaistos schon zuvor getroffen. Die zwei kennen sich. Und&#8230;&#8220; sie unterbrach sich. Das war etwas, was sie der Atrexa nicht erz&auml;hlen wollte.<\/p>\n<p>&#8222;Und was?&#8220; hakte Diomeda nach. Nat&uuml;rlich wusste sie, um was es ging, hatte damit aber keine Probleme.<br \/>&#8222;Geht es um diese Isodora?&#8220;<\/p>\n<p>Jetzt sah Prinkipax Lysikia doch erstaunt auf. Dann nickte sie.<br \/>&#8222;Ja. Er hatte ihr ebenfalls schon Asyl angeboten.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh!&#8220; Dieses Detail hatte Diomeda noch nicht gewusst.<br \/>&#8222;Interessant. Hat die F&ouml;deration etwa vor, unsere&#8230; Revolution&auml;re zu unterst&uuml;tzen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich habe morgen ein Gespr&auml;ch mit dem Captain der Hephaistos. Informell. M&ouml;chtest Du dabei sein?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Warum nicht? Kann ich hier &uuml;bernachten?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nat&uuml;rlich. Dein Raum ist immer bereit.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sch&ouml;n.&#8220; Atrexa Diomeda atmete tief durch. &#8222;Manchmal benehmen sich diese F&ouml;derierten wie die Kinder. H&auml;tten sie nicht wenigstens damit warten k&ouml;nnen bis der Vertrag in trockenen T&uuml;cher ist?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Unsere Damen sind ja auch nicht besser. Sind unsere M&auml;nner wie Kinder, so sind manche der Frauen wirkliche Katsikas (kik. Ziegen).&#8220;<\/p>\n<p>Beide Frauen lachten m&uuml;de.<br \/>&#8222;Lass mich bitte jetzt alleine, meine Liebe. Ich m&ouml;chte mich auf das Gespr&auml;ch mit dieser Tante vorbereiten. Es soll&#8230; wirken.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ist recht. Ich widme mich noch ein wenig den G&auml;sten.&#8220; meinte die Prinkipax, die keine Probleme damit hatte, ihren pers&ouml;nlichen Besprechungsraum der Atrexa zu &uuml;berlassen.<br \/>&#8222;Oh, da f&auml;llt mir was ein. Zum Thema Religion. Was gedenkst Du in Bezug auf diese &#8218;D&eacute;ax ton prix&#8216; zu machen? War das ernst gemeint mit dem &#8218;4. Zeitalter&#8216;?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ist dieses Zeitalter nicht schon eingel&auml;utet? Genau das erleben wir hier ja gerade.<br \/>Und nein, nat&uuml;rlich nicht. Eine Menschenfrau wird und kann niemals eine G&ouml;ttin der Kikkonen sein. Wir werden sie ehren und sie wird immer eine bevorzugte Stellung in unserer Gesellschaft innehaben. Das hat sie sich verdient. Aber eine G&ouml;ttin? Mit wohlm&ouml;glicher g&ouml;ttlicher Macht? Nein. Niemals. Das w&auml;re auch politischer Selbstmord. Denk an die Promethen. Oder die Semeleiten! Die w&uuml;rden uns bei lebendigem Leib die Haut abziehen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Gut. Ruf mich, wenn Du etwas brauchst, meine Atrexa.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Diomeda!&#8220; erwiderte diese mit einem leichten Vorwurf in der Stimme.&#8220;<\/p>\n<p># Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia, Garten<br \/># Zeit: MD 11.1800<\/p>\n<p>&#8222;Captain Ruthven! Sein Sie als mein Gast erneut herzlich willkommen!&#8220;<\/p>\n<p>Diese Begr&uuml;&szlig;ung war in der Tat h&ouml;chst informell. Kein &#8218;atto irgendwas&#8216;.<br \/>Shay, der angesichts der informellen Einladung zwar all seinen Begleitern gestattet hatte, zivile Kleidung zu tragen, hatte aber selber das Gef&uuml;hl, dass f&uuml;r ihn die Uniform angemessener sei. Umso erfreuter war er, eben derart locker begr&uuml;&szlig;t zu werden.<\/p>\n<p>Bislang hatten sich die Kikkonen immer geradezu &uuml;berschlagen, ein riesen Trara zu machen aus allen Begegnungen. Viel Marmor, viel Gold, Musiker und T&auml;nzerinnen, eine h&uuml;bscher und nackter als die andere. Hier, so stellte er zufrieden fest, waren wirklich nur der Garten, ein h&uuml;bscher Brunnen und viel von dem moosartigen Gras. Plus nat&uuml;rlich ein Tisch mit ein paar Getr&auml;nken und Geb&auml;ck und sieben sehr bequem aussehende Liegen, auf die man sich setzen oder legen konnte.<\/p>\n<p>Auf Seiten der Kikkonen erkannte er neben der Prinkipax noch deren Herrscherin, die Atrexa, die er nicht unbedingt bei einer solch informellen Begegnung erwartet hatte. Und dann noch die junge Arsinoe. Das war gut, da deren Beziehung zu Jetsun Pema hoffentlich f&uuml;r eine gewisse Entspannung sorgen w&uuml;rde.<\/p>\n<p>&#8222;D&eacute;ax ton prix!&#8220; Die Prinkipax als Gastgeberin lie&szlig; es sich nicht nehmen, jeden der G&auml;ste selber zu begr&uuml;&szlig;en. &#8222;Es ist mir eine Ehre, Euch hier wieder begr&uuml;&szlig;en zu d&uuml;rfen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Danke!&#8220; erwiderte Samantha und obwohl sie diese Art von Aufmerksamkeit durchaus sch&ouml;n fand, war es ihr doch ein wenig zu viel, als G&ouml;ttin angesehen zu werden.<br \/>&#8222;Bitte, nennt mich einfach Samantha DeCoster.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wenn das Euer Wunsch ist.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Jetsun Pema Wangchuck atto Bhutan. Ich freue mich, Dich wieder zu sehen. Lass Dir gesagt sein, dass Dir dieses Gewand vorz&uuml;glich steht.&#8220;<br \/>Jetsun war ein wenig verlegen. Sie wollte dieses Teil tragen, auch wenn alles, was ihre Br&uuml;ste bedeckte etwas Goldstaub war. Aber sie hatte es von Arsinoe bekommen als Ersatz f&uuml;r das auf der Queste kaputt gegangene Kleid. Und ob sie sp&auml;ter je noch einmal die Gelegenheit bekommen w&uuml;rde, es zu tragen?<\/p>\n<p>Prinkipax Lysikia wandtze sich dann an den zweiten Mann der Delegation zu.<br \/>&#8222;Botschafter Jared. Ich bin immer wieder &uuml;berrascht, einen Mann zu sehen, der eine so hohe diplomatische Position innehat. Sein auch Sie herzlich willkommen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich m&ouml;chte Ihnen unsere Atrexa Attrades Alledies Diomeda Ismara atto Thyene vorstellen, falls Sie sie noch nicht kennen gelernt haben. Sie hatte den Wunsch ge&auml;u&szlig;ert, bei dem heutigen Treffen zugegen zu sein.&#8220;<\/p>\n<p>Dann wies Lysikia auf ihre Tochter.<br \/>&#8222;Dies ist meine Tochter, Prinkipaxillis Myzen Elektryon Arsinoe Xanthia Solange atto Myzen.<\/p>\n<p>Geehrte G&auml;ste, da es sich um ein rein informelles Treffen handelt, mit dem Ziel vorab jeder formalen Verhandlung m&ouml;gliche Stolpersteine aus dem Weg zu r&auml;umen, bitte ich Sie, uns dementsprechend zu verhalten. Von dem hier gesprochenen wird nichts nach au&szlig;en dringen, aber alles, was gesagt wird, wird sicherlich unsere Entscheidungen beeinflussen. Das ist auch das Ziel.&#8220;<\/p>\n<p>Ein paar kleine Erfrischungen standen bereit und alle Anwesenden lie&szlig;en sich auf einer der Liegen nieder.<br \/>Diese Liegen&#8230; Kurz warf Shay einen Blick  auf Jetsun, die sich seiner Ansicht nach viel zu nackt gekleidet hatte. Auf solch einer Liege sorgte sie ebenso wie die junge Arsinoe, deren Kleid Jetsuns eher noch mehr in den Schatten stellte f&uuml;r erhebliche Konzentrationsm&auml;ngel.<\/p>\n<p>Shay r&auml;usperte sich. Er hatte sich schlau gemacht und wusste, dass es nun an ihm war, die Gespr&auml;che zu er&ouml;ffnen.<br \/>&#8222;Majest&auml;ten, Hoheit, ich danke noch einmal f&uuml;r diese Einladung, der ich gern gefolgt bin.<br \/>Darf ich fragen, ob Sie schon dar&uuml;ber nachgedacht haben, inwieweit eine m&ouml;gliche Allianz zwischen unseren V&ouml;lkern f&uuml;r Sie in Frage kommen w&uuml;rde?&#8220;<\/p>\n<p>Es war die Atrexa, die das Wort &uuml;bernahm.<br \/>&#8222;Captain Ruthven, sicherlich haben Sie sich schon mit Ihrer Offizierin, Commander DeCoster besprochen, mit der ich schon das Vergn&uuml;gen gehabt hatte zu konferieren.<br \/>Wie Sie sicherlich wissen, ging es unter anderem darum, dass uns als kleines Sternenreich kaum eine Wahl bleibt, als uns mit der F&ouml;deration zu verb&uuml;nden. Sehen Sie das anders?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Mit Verlaub, Majest&auml;t,&#8220; warf Botschafter Jared ein &#8222;Man hat immer eine Wahl. Es muss ja kein B&uuml;ndnis sein. Es gibt zahlreiche Varianten von Vertr&auml;gen, die wir abschlie&szlig;en k&ouml;nnen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das wird auch n&ouml;tig sein. Denn ein B&uuml;ndnis kommt derzeit leider nicht mehr in Frage.&#8220; Warf Prinkipax Lysikia ein. Und es klang auch wie ein Vorwurf.<\/p>\n<p>&#8222;Darf ich fragen, weshalb das der Fall ist?&#8220; fragte Jared nach.<\/p>\n<p>&#8222;Nun, jede Art von Allianz basiert auf Vertrauen. Die Frage ist nun, ob wir als Kikkonen der F&ouml;deration vertrauen d&uuml;rfen. Oder ob wir bef&uuml;rchten m&uuml;ssen, dass Sie uns hintergehen. Zum Beispiel, indem Sie sich ohne uns zu fragen in unsere inneren Angelegenheiten einmischen. Wohlm&ouml;glich mit Elementen verhandeln oder gar paktieren, die wir als gesuchte Verbrecher ansehen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sie wissen, dass die F&ouml;deration solches nie tun w&uuml;rde. Wir haben ganz eindeutige Vorschriften. Unsere F&ouml;deration ist ein sehr gro&szlig;es Gebilde aus vielen unterschiedlichen V&ouml;lkern mit unterschiedlichen Wertevorstellungen. Dennoch leben wir in Eintracht miteinander zusammen. Dies sollte Ihnen einen Eindruck vermitteln, dass wir mit Sicherheit niemals mit solchen Taten, wie Sie sie erw&auml;hnten in Verbindung gebracht werden k&ouml;nnen. Sie erinnern sich sicherlich auch daran, dass diese Sache mit dem Phaser nicht unser Werk war.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja, das wissen wir. Wir wissen aber auch, dass allein durch Ihre Anwesenheit nunmehr die Klingonen davon ausgehen werden, dass wir Ihnen gegen&uuml;ber zumindest freundlich eingestellt sind. Damit sind wir automatisch in deren Fokus. Ich pers&ouml;nlich glaube nicht, dass sich das wieder &auml;ndern l&auml;sst.<br \/>Und ich glaube nicht, dass Ihnen das nicht bewusst war. Ich nehme an, dass das ein taktischer Zug war.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das war es mit Sicherheit nicht, Majest&auml;t!&#8220; ergriff Shay wieder das Wort.<br \/>&#8222;Dass sich ein klingonisches Schiff entweder an unsere Fersen geheftet hatte, oder aber bereits hier im System auf uns wartete, war uns nicht bekannt. M&ouml;glicherweise haben wir die Tarnf&auml;higkeiten des Klingonen untersch&auml;tzt. Jedoch, sollte das klingonische Schiff hier bereits gewartet haben, dann waren Sie bereits im Fokus dieser Leute. Von daher k&ouml;nnen Sie nur gewinnen, wenn Sie sich uns zuwenden.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das glaube ich auch!&#8220; erwiderte die Atrexa.<br \/>&#8222;Und ich pers&ouml;nlich h&auml;tte eine Allianz mit der F&ouml;deration begr&uuml;&szlig;t. Keinesfalls aber eine Aufnahme unseres reiches in die F&ouml;deration. Das w&auml;re Jahrzehnte zu fr&uuml;h, wenn es denn &uuml;berhaupt m&ouml;glich w&auml;re.<br \/>Aber&#8230; nachdem Sie jetzt bereits zweimal unsere Gesetze und unsere Sitten und Gebr&auml;uche mit F&uuml;&szlig;en getreten haben, wie k&ouml;nnen wir Ihnen da noch vertrauen? Wir m&uuml;ssen es, denn alleine w&auml;ren wir den Klingonen hoffnungslos unterlegen. Dennoch haben Sie es uns im grunde bereits unm&ouml;glich gemacht.&#8220;<\/p>\n<p>Shay war blass geworden und Botschafter Jared rot.<br \/>&#8222;Darf ich fragen, Majest&auml;t, was Sie meinen?&#8220; fragte er.<\/p>\n<p>&#8222;Es geht um politisches Asyl. Zuerst boten Sie der Rebellenf&uuml;hrerin Carpianis Thoas Isidora atto Thermidava politisches Asyl an. Und danach gew&auml;hrten Sie es Dagon Allatrix Ismara Tabitha atto Myzen, ihrem Gemahl, ihren Kindern und ihrer kompletten Dienerschaft.<br \/>W&uuml;rden Sie sich bitte dazu &auml;u&szlig;ern?&#8220;<\/p>\n<p>Botschafter Jareds Gesicht &auml;hnelte inzwischen mehr einer &uuml;berreifen Tomate als er sich wortlos dem Captain zuwandte, jedoch nichts sagte. Erst einmal.<br \/>Shay dagegen nickte.<br \/>&#8222;Ja, Majest&auml;t, da haben Sie recht. Das haben wir getan. Unsere F&ouml;deration gew&auml;hrt jedem intelligenten Lebewesen, ob es nun B&uuml;rger der F&ouml;deration ist oder nicht, gewisse unver&auml;u&szlig;erliche Grundrechte. Diese einzuhalten ist ein hohes Gut. Aus diesem Grunde habe ich der Rebellenf&uuml;hrerin Asyl angeboten. Es ging mir nicht darum, sie vor einer gerechten Strafe zu bewahren, sondern darum, daf&uuml;r Sorge zu tragen, dass sie nicht ohne ein verfahren einfach get&ouml;tet werden w&uuml;rde. Diese Gefahr bestand auch nach Aussage Eurer Tochter durchaus. Allerdings, das wissen Sie ja, lehnte Isidora das Angebot ab.<br \/>Dasselbe galt f&uuml;r Dagon Allatrix Ismara Tabitha atto Myzen. Ich nehme an, Sie wissen, was ihr und ihrer Familie geschehen ist. Ich werde das jetzt nicht bewerten. Jedoch bat sie mich, sie selbst und die Ihren vor gesellschaftlicher &Auml;chtung und Verfolgung zu besch&uuml;tzen. Wer bin ich, dass ich mich einer solchen Bitte gegen&uuml;ber verschlie&szlig;en kann?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich verstehe, Captain Ruthven. Sie glaubten ehrenvoll zu handeln. Und m&ouml;glicherweise war es auch so. Allerdings haben Sie eben so gehandelt ohne wirklich zu wissen, was sie taten. Unsere Gesellschaft ist in der jetzigen Form weit &uuml;ber dreieinhalbtausend ihrer Jahre alt. Sie mag Fehler haben, doch sie existiert immerhin und sie funktioniert. Und wir, also die Kikkonen wollen sie auch so. Sicherlich nicht das ganze Volk, jedoch die &uuml;berwiegende Mehrheit.<br \/>Und jetzt stellen Sie sich den Umkehrschluss vor. Was, wenn wir zu Ihnen reisen w&uuml;rden, dort eine gesuchte Verbrecherin, an deren H&auml;nden Blut klebt, aus dem Kerker holen und ihr politisches Asyl anbieten. Weil sie ja nachweislich bei Ihnen verfolgt wird. Ich nehme an, nach wenigen Tagen w&uuml;rde sich eine recht ansehnliche Flotte von F&ouml;derationsschiffen an unserer Grenze einfinden und h&ouml;flich darum bitten, sie doch wieder herauszugeben.<br \/>Captain, noch einmal: Sie m&ouml;gen in ehrenhafter Ansicht gehandelt haben. Und ich pers&ouml;nlich sch&auml;tze Ihr Engagement. Aber so geht es nicht. Tats&auml;chlich haben Sie es uns schlechterdings unm&ouml;glich gemacht, eine Allianz mit der F&ouml;deration einzugehen.&#8220;<\/p>\n<p>Stille.<\/p>\n<p>Dann sprach Arsinoe: &#8222;Was k&ouml;nnen wir nun tun, damit wir dennoch zu einem Abschluss kommen?&#8220;<br \/>Sie sah sich um.<br \/>&#8222;Es macht doch keinen Sinn, formal zu sein. Bei einem informellen treffen. Versuchen wir lieber konstruktiv zu sein.&#8220;<\/p>\n<p>Samantha ergriff das Wort.<br \/>&#8222;Die Sache mit Isidora ist ja nun Geschichte. Wir wissen nicht, was aus ihr geworden ist&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sie ist frei.&#8220; unterbrach die Prinkipax.<br \/>&#8222;Ich habe sie begnadigt. Oder vielmehr, ich wollte sie begnadigen. Ich hatte sogar vor, es bei diesem treffen hier zu tun, doch das wird nun nichts. Aber es wird geschehen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Aber&#8230; warum?&#8220; Samantha war etwas sprachlos. &#8222;Ich meine, ich finde das grunds&auml;tzlich begr&uuml;&szlig;enswert. Aber hat sie nicht nachweisliche Verbrechen begangen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sie pers&ouml;nlich nein. Sie h&auml;lt die Verantwortung f&uuml;r ihre Leute, ja. Aber sie ist eher ein m&auml;&szlig;igender Faktor innerhalb der Rebellion. Ich hatte vor, mit ihr zu sprechen und mir ihre Beweggr&uuml;nde anzuh&ouml;ren. Aber dazu bitte sp&auml;ter.&#8220;<\/p>\n<p>Samantha nickte eifrig.<br \/>&#8222;Danke. Was nun Tabhita angeht, so haben Sie sicherlich erfahren, was genau das Problem ist.&#8220;<\/p>\n<p>Die Atrexa sch&uuml;rzte ihre Lippen.<br \/>&#8222;Das ist eine interne Angelegenheit, derer wir uns bereits angenommen haben.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Aber es ist auch eine Sache, die bereits mehrere Leben zerst&ouml;rt hat.&#8220; beharrte Samatha.<\/p>\n<p>&#8222;Dennoch ist es eine innere Angelegenheit, die Sie absolut nichts angeht. Vor allem, da es sich um eine vorwiegend religi&ouml;se Angelegenheit handelt. Ich w&uuml;nsche, dass Sie sich aus solchen Angelegenheiten heraushalten.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Kann ich in meiner Eigenschaft als D&eacute;ax ton prix irgendetwas bewirken?&#8220; lie&szlig; Samantha nicht locker.<\/p>\n<p>Die Atrexa schwieg. Sekundenlang. Dann sagte sie: &#8222;M&ouml;glicherweise. Allerdings habe ich die beteiligte&#8230; Partei bereits pers&ouml;nlich instruiert. Wenn Sie wirklich dahingehend noch aktiv werden wollen, dass ist das m&ouml;glich, jedoch nur ein enger Absprache mit mir oder der Prinkipax.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sie sagten, Sie haben sich dieser Angelegenheit angenommen. Hei&szlig;t das, dass Tabithas Ruf und der ihrer Familie wieder hergestellt ist?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Es hei&szlig;t, dass diejenigen, die gegen die Familie vorgegangen sind, dar&uuml;ber im Klaren gesetzt wurden, dass sie sich durch diese Handlungsweise das &auml;u&szlig;erste Missfallen der Prinkipax und der Atrexa zugezogen haben. Mit allen Konsequenzen.<br \/>Den famili&auml;ren Ruf&#8230; den hat der gute Mann leider selbst ruiniert.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Und nun?&#8220; fragte Jetsun, die das ganze ziemlich mitgenommen hatte.<\/p>\n<p>&#8222;Sollten wir ernsthaft &uuml;ber eine Allianz nachdenken wollen, ist unsere Bedingung, dass Sie erstens den Antrag auf Asyl zur&uuml;ckweisen und zweitens keine weiteren Versuche unternehmen, sich in derartige innere Angelegenheiten des Reiches einmischen. Und das ist nicht diskutabel.&#8220;<\/p>\n<p>Shay erstarrte. &#8222;Das ist&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Im Gegenzug bieten wir ihnen erstens an, dass die Familie der Dagon Allatrix Ismara Tabitha atto Myzen jederzeit freiwillig und ohne weitere Konsequenzen ausreisen darf. Sie beh&auml;lt ihre kikkonische Staatsb&uuml;rgerschaft und darf nat&uuml;rlich jederzeit zur&uuml;ckkommen. Thyene ist kein Gef&auml;ngnis. Vielleicht haben Sie es noch nicht verstanden, aber unser Volk, die Kikkonen, wir sind ein sehr heimatverbundenes Volk. Warum sollten wir woanders hingehen wollen, wo es hier doch am sch&ouml;nsten &uuml;berhaupt ist. Jedenfalls ist das die &Uuml;berzeugung der allermeisten Kikkonen. Das k&ouml;nnen Sie allein schon daran erkennen, dass wir sehr wohl die Kenntnisse haben, interstellare Reisen durchzuf&uuml;hren, es aber schlichtweg nicht wollen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Prinkipax l&auml;chelte jetzt offen.<br \/>&#8222;K&ouml;nnen wir uns darauf verst&auml;ndigen?<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<\/p>\n<p># Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia <br \/># Zeit: MD 10.1020<\/p>\n<p>Die Zeremonie f&uuml;r die Queste endet. Vor allem wurde Samatha als immerhin offiziell von der Atrexa als &#8218;D&eacute;ax ton prix&#8216; bestaunt. Und nat&uuml;rlich auch die Questitems, die die drei Gruppen mitgebracht hatten.<\/p>\n<p># Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia <br \/># Zeit: MD 10.1040<\/p>\n<p>Prinkipax Lysikia bekommt eine Nachricht, die durch die Systemsicherheit aufgefangen wurde. Es handelt sich um die Kommunikation zwischen der Hephaistos und Tabitha.<\/p>\n<p># Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia <br \/># Zeit: MD 10.1120<\/p>\n<p>Die Zeremonie endet und es wird in einen informellen Teil &uuml;bergegangen.<br \/>Atrexa Diomeda und Prinkipax Lysikia ziehen sich zu einer internen Beratung zur&uuml;ck.<br \/>Shay beamt auf das Schiff zur&uuml;ck, Jetsun bleibt bei Arsinoe.<\/p>\n<p># Ort: USS Hephaistos, Transporterraum <br \/># Zeit: MD 10.1140<\/p>\n<p>An Bord der Hephaistos bekommt Shay die Nachricht von Tabitha. Ihre Bitte um Asyl nimmt er gern an. (oder nicht?)<\/p>\n<p># Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia, Besprechungsraum der Prinkipax<br \/># Zeit: MD 10.1145<\/p>\n<p>Atrexa Diomeda und Prinkipax Lysikia einigen sich darauf, dass sie die Tante von Tabitha scharf ins Gebet nehmen. Diese geh&ouml;rt einer strengen religi&ouml;sen Gruppierung an, die Semele anbeten und besonders streng auf die &#8218;guten Sitten&#8216; achten.<br \/>Au&szlig;erdem besprechen sie Shays Vorsto&szlig;, Isidora politisches Asyl zu gew&auml;hren. Und die Atrexa m&ouml;chte bei dem informellen Gespr&auml;ch am n&auml;chsten Tag mit den F&ouml;derierten dabei sein.<\/p>\n<p># Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia, Garten<br \/># Zeit: MD 11.1800<\/p>\n<p>Das Gespr&auml;ch zwischen Thyene und der F&ouml;deration beginnt gar nicht gut. Jedoch k&ouml;nnen sich beide Seiten dann doch noch auf einen Modus Vivendi einigen. Zumindest bei den Vorverhandlungen.<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>Submitted by<br \/>Isabelle<br \/>as<br \/>Ens. Jetsun Pema, <br \/>(i)CM USS Hephaistos<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p># Ort: Thyene (Thassos IV), Myzen, Palast Myzia # Zeit: MD 10.1020 &lt;QUOTE&gt;Langsam schritt die Atrexa auf die Prinkipax zu. Ihr Mann folgte ihr und den beiden wiederum folgte Samantha DeCoster in voller Sternenflottenuniform. Sowohl Shay als auch Claudia waren f&ouml;rmlich sprachlos. Die Atrexa umrundete die Artefakte und nickte zufrieden. &#8222;Lass dich von mir nicht&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/erhebliche-differenzen\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;erhebliche Differenzen&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-5774","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5774","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5774"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5774\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5774"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5774"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5774"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}