{"id":5818,"date":"2020-07-13T14:08:11","date_gmt":"2020-07-13T12:08:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/eine-neue-pera\/"},"modified":"2020-07-13T14:08:11","modified_gmt":"2020-07-13T12:08:11","slug":"eine-neue-pera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/eine-neue-pera\/","title":{"rendered":"eine neue Pera"},"content":{"rendered":"<div>Hallo!<\/p>\n<p>Auf Friddis Steilvorlage musste ich einfach eingehen.<br \/>Und dann konnte ich auch Isidoras Schicksal anbringen. Wenigstens den ersten Teil.<\/p>\n<p>Sorry, wieder mal nur die Kikonen&#8230;<\/p>\n<p>&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p>Ort: Thyene, Myzen<br \/>Zeit: MD 13.0840<\/p>\n<p>&Uuml;berraschung. Gefolgt von Entsetzen. Und dann von Zorn!<\/p>\n<p>Wie konnte sie es nur wagen!<\/p>\n<p>Wie konnte diese Frau es nur wagen, die Anweisungen der Prinkipax einfach zu ignorieren! Ja, ihre Mutter hatte Recht gehabt. Leute wie diese Frau, diese Dagon Unatra Ricara Anjeta atto Myzen waren es, die den Frieden auf Thyene st&ouml;rten. Nicht diese Rebellen. Die reagierten nur darauf. Sicherlich mit ganz falschen Mitteln, aber dennoch.<br \/>Insofern war es gut, das wieder einmal so deutlich vor Augen gef&uuml;hrt zu bekommen. Jetzt hatte sie ein wundervolles Exempel, auf das das heute Gespr&auml;ch mit der Rebellenf&uuml;hrerin Isidora fu&szlig;en konnte. Zu gern h&auml;tte sie die junge Tabitha dabei gehabt, doch das wollte sie dieser armen Frau nicht mehr zumuten.<br \/>Bitternis &uuml;berkam sie bei dem Gedanken, dass Tabitha von Thyene fliehen musste um den Nachstellungen ihrer Tante zu entgehen. Wie schlimm war das denn? Wie tief waren sie gesunken! Was f&uuml;r ein erb&auml;rmliches Bild gaben sie f&uuml;r die F&ouml;deration ab. Arsinoes Gesicht wurde dunkelrot und sie zitterte unter ihrer m&uuml;hsam beherrschten Wut.<br \/>&#8222;Du, Unatra Anjeta,&#8220; sprach sie diese bewusst unter Fortlassung ihres vollen Titels und Namen an, &#8222;geh. Verschwinde! Aber halte Dich bereit. Ich bin sicher, dass die Prinkipax Dich sehr bald sprechen m&ouml;chte.&#8220;<\/p>\n<p>Jetzt war es an Anjeta, doch etwas blass zu werden. Jedoch nicht, weil sie selber bef&uuml;rchtete, zu weit gegangen zu sein, als vielmehr den Nachstellungen dieses Kindes, dieser Prinkipaxillis ausgesetzt zu sein. Die ihrerseits den Einfl&uuml;sterungen durch diese Fremden ausgesetzt war, die diese neuen, peinlichen Ideen ins Reich gebracht hatte. Wiederlich!<br \/>Dennoch verbeugte sie sich tief. Rang war Rang und Titel war Titel. &#8222;Gewiss, Prinkipaxillis. Und bitte verzeiht, wenn ich Euch ver&auml;rgert habe. Das lag nicht in meiner Absicht.&#8220;<\/p>\n<p>Arsinoe hatte gar nicht zugeh&ouml;rt, machte nur eine wegwerfende Geste mit ihrer Hand und Anjeta verschwand so schnell als m&ouml;glich. Drau&szlig;en bemerkte sie den Schweber und die zwei Gardistinnen, die sie misstrauisch musterten. Und die Nachbarn. Also nahm sie ihren ganzen Stolz hervor, r&uuml;ckte ihre Brust raus und stolzierte davon.<\/p>\n<p>Arsinoes Aufmerksamkeit war inzwischen auf Jetsun und Tabitha gerichtet, wo sich die &Auml;rztin gerade um die ger&ouml;tete Wangen k&uuml;mmerte. Nichts, was wirklich Aufmerksamkeiten bedurfte. Jedoch kannte Arsinoe Jetsuns f&uuml;rsorgliches Wesen und lie&szlig; sie daher machen. Und Tabitha war von der ganzen Situation so derma&szlig;en eingesch&uuml;chtert, dass sie &uuml;berhaupt keinen Widerstand gegen irgendetwas entgegenbrachte.<\/p>\n<p>Der Mann dagegen, Tomasi, verbeugte sich&#8230; relativ ehrerbietig.<br \/>&#8222;Herrin, ich danke Euch. Vielmals. F&uuml;r Euer beherztes Eingreifen und f&uuml;r Euer wundervolles Angebot. Die Sterne zu sehen! Ins All zu reisen und all das. Das ist so&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Wieder hob Arsinoe ihre Hand und Tomasi unterbrach sich sofort.<br \/>&#8222;Bitte, Mann! Tomasi, nicht wahr? Du musst unbedingt lernen, Dich zu beherrschen. Ist Dir nicht klar, dass es vor allem und allein Deine Worte waren, die Dich, Tabitha und eure Kinder, ja auch eure Dienerschaft in diese furchtbare Situation gebracht haben? Du kannst denken, was immer Du m&ouml;chtest. Aber achte unbedingt auf das, was Du sagst. Worte k&ouml;nnen helfen. Worte k&ouml;nnen vieles bewirken. Aber sie k&ouml;nnen auch zerst&ouml;ren. Vernichten. Denke immer daran.&#8220;<\/p>\n<p>Tomasi senkte betroffen den Kopf. Kurz. Er wusste, dass er ein leidenschaftlicher Mann war. M&auml;nner waren gef&uuml;hlvoll, das war schon immer so und zeichnete sie ja auch aus. Nicht umsonst waren M&auml;nner ja auch die K&uuml;nstler und Musiker des Volkes. Aber er wusste, dass die Prinkipaxillis Recht hatte. Er war vorlaut. Und lie&szlig; sich so leicht von seinen Leidenschaften dahin rei&szlig;en. Und ja, er bereute es zutiefst, durch seine Worte seine Familie so ins Chaos gest&uuml;rzt zu haben, doch eigentlich bereute er seine Worte nicht. Hatten sie nicht zuletzt doch daf&uuml;r gesorgt, dass er ins All fliegen durfte? Ihr G&ouml;tter, er hatte jetzt schon hunderte Melodien im Kopf, die er dazu komponieren konnte. Und Bilder vor Augen. Das Leben w&uuml;rde wundervoll werden!<\/p>\n<p>Tabitha dagegen war einfach nur zutiefst erleichtert. Sie wollte eigentlich nicht fort. Sie war eine ganz normale Kikonin und liebte ihre Heimat zutiefst. Weshalb sollte irgendeine Kikonin ihre Welt verlassen wollen, wo es andernorts doch niemals so sch&ouml;n sein konnte.<br \/>Eigentlich! Denn nat&uuml;rlich wusste Tabitha auch, dass sie nie ein sch&ouml;nes, ruhiges Leben hier f&uuml;hren k&ouml;nnen w&uuml;rde. Ihre furchtbare Verwandtschaft w&uuml;rde keine Ruhe geben, solange sie hier sein w&uuml;rde. Ihr Mann, ihr armer, lieber, leidenschaftliche, liebevoller und auch so naiver Mann w&uuml;rde furchtbar leiden. Und ihre Kinder w&uuml;rden ausgegrenzt werden. Das brach ihr das Herz. Dass ihre Kinder nicht als echte Kikonen aufwachsen w&uuml;rden. Jedenfalls nicht zuhause. Doch wenn sie die Wahl h&auml;tte, diese selber und durch ihren Mann zu erziehen, oder andererseits sie durch ihre Tante und deren Speichellecker erzogen zu sehen, wusste sie genau, was der bessere Weg w&auml;re.<\/p>\n<p>Sie riss sich zusammen. Die Erdenfrau hatte ein k&uuml;hlendes Gel auf ihre Wangen aufgetragen und das tat sehr gut. In mehrfacher Hinsicht. Es tat k&ouml;rperlich wohl, aber es war auch ein sch&ouml;nes Gef&uuml;hl, dass andere, sogar Fremde sich um einen k&uuml;mmerten und bem&uuml;hten. Diese F&ouml;derierten waren ein freundliches, liebevolles Volk, wie es schien und auch wenn es nicht Thyene sein w&uuml;rde, wo sie zuk&uuml;nftig leben w&uuml;rde, so das Leben unter solchen Kikonen&#8230; nein, Menschen&#8230; oder Leuten&#8230; was auch immer, es w&uuml;rde einfach friedvoller sein. Ihr Mann konnte malen, komponieren, schaffen&#8230; und ihre Kinder w&uuml;rden in Frieden und Toleranz aufwachsen. Selbst ihre Dienerschaft w&uuml;rde in Frieden leben k&ouml;nnen. Das war jedes Opfer wert.<br \/>Sie sah die Fremde Frau an. In ihrer eher schlichten Uniform sah sie so anders aus. Auch dieser h&uuml;bsche rote Schal, den sie trug &auml;nderte nur wenig daran. Aber ihr Gesicht und ihre Augen waren dieselben. Tabitha verbeugte sich tief. &#8222;Ich danke Euch, Jetsun Pema. Ihr habt mir sehr geholfen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh,&#8220; erwiderte diese, &#8222;das war nichts. Nur ein wenig Gel. Etwas ganz Einfaches.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein, das meinte ich nicht, Herrin. Ich meinte insgesamt. Ihr, euer edler Kommandant, euer ganzes liebes  Volk. Ihr alle habt mir und meiner Familie im wahrsten Sinne des Wortes das Leben gerettet. Das werde ich euch nie vergessen!&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun wurde rot. &#8222;Oh, danke.&#8220;<br \/>Eigentlich wollte sie abwiegeln, doch als ausgebildete Diplomatin war ihr bewusst, dass viele V&ouml;lker so etwas nicht sch&auml;tzten.<br \/>&#8222;Ich wei&szlig;, dass es nicht nur mir, sondern auch unserem Captain eine Freude und eine Verpflichtung war, Euch zu helfen. Ihr seid uns allen herzlich willkommen! Ob ihr nun auf einem unserer Schiffe t&auml;tig sein werdet, oder ob ihr doch lieber auf einer unser Welten leben m&ouml;chtet. Das bleibt noch zu ergr&uuml;nden.&#8220;<\/p>\n<p>Ums Haar w&auml;re Tomasi wieder herausgeplatzt und h&auml;tte lautstark f&uuml;r ein Raumschiff votiert, doch dieses Mal hielt er sich im Zaum. Nicht zuletzt, weil Arsinoe noch neben ihm stand.<br \/>&#8222;Wir werden zusehen, so schnell als irgend m&ouml;glich bereit zu sein.&#8220; brachte er stattdessen aufgeregt hervor.<\/p>\n<p>Ort: Thyene, Myzen, Palast der Prinkipax<br \/>Zeit: MD 13.1000<\/p>\n<p>Prinkipax Lysikia knirschte mit den Z&auml;hnen.<br \/>&#8222;Was hat diese&#8230; Person&#8230; getan? Ja, ist sie denn vollends von allen guten Geistern verlassen?&#8220;<\/p>\n<p>Lysikia fasste es einfach nicht. Verga&szlig;en sich diese Leute? Sicher, sie hatten einen Titel. Rang und Namen. Aber gerade deshalb sollten sie doch begreifen, dass auf Thyene keine Demokratie existierte! Ober sticht unter. So einfach war das. Und wenn ein &#8218;unter&#8216; seine &#8218;ober&#8216; zu sehr herausforderte, w&uuml;rde es krachen. Auch das war einfach.<br \/>Und es w&uuml;rde krachen, darauf konnte sich diese Anjeta verlassen. Aber sowas von.<\/p>\n<p>Lysikia senkte den Kopf. Sie hatte einen Plan gehabt. Hatte gehofft, Arsinoe als Konsulin auf die Erde zu schicken. Vielleicht f&uuml;r 4 Jahre oder so. Und Tabitha h&auml;tte als deren Angestellte mitgehen k&ouml;nnen. Dann h&auml;tte sie nie den Kontakt verloren und Tabitha h&auml;tte in den anderen Konsulatsangestellten andere Kikonen um nicht einsam zu werden. Aber das w&uuml;rde jetzt nicht mehr gehen. Diese von allen G&ouml;ttern verfluchte Anjeta hatte ihr das verdorben. Daf&uuml;r w&uuml;rde sie b&uuml;&szlig;en!<\/p>\n<p>&#8222;Mutter, ich denke, es ist h&ouml;chste Zeit, dass wir mit Isidora sprechen.&#8220; warf Arsinoe ein. Der Zeitpunkt war g&uuml;nstig.<\/p>\n<p>&#8222;Ja. Stimmt. Gehen wir zu ihr.&#8220; meinte Lysikia.<br \/>&#8222;Das passt mir grade ganz gut!&#8220;<\/p>\n<p>Mutter und Tochter gingen dann gemeinsam in Arsinoes Zimmer, was im Grunde mehr eine Zimmerflucht im Palast war. Eine gro&szlig;z&uuml;gige Wohnung komplett mit Au&szlig;enbereich, in dem auch der Pool lag, in dem Arsinoe mit Jetsun zusammen&#8230; gebadet hatte. Der jungen Prinkipaxillis wurde ganz war bei der Erinnerung daran, doch sie sch&uuml;ttelte den Gedanken wieder ab. Daran wollte sie jetzt nicht denken.<br \/>Stattdessen trat sie an einen kleinen Safe der hinter einem Wandvorhang eingebaut war und deaktivierte die Sperre. Daraus zog sie die kleine Transportereinheit mit der zus&auml;tzlich angebauten Energieversorgung hervor und stellte beides auf den Boden. Ihre Mutter hatte sich bereits in einen der Sessel gesetzt, die H&auml;nde vor dem Kinn gefaltet und schien noch etwas vor sich hin zu br&uuml;ten. Arsinoe wartete gern. So konnte auch sie sich ihre Gedanken noch einmal zurechtlegen.<\/p>\n<p>Die waren im Grunde genommen fast schon revolution&auml;r. Sie hatte sich von Jetsun mit ganz viel Material &uuml;ber die verschiedenen Regierungsformen der Erde versorgen lassen. Viel Zeit, diese zu lesen hatte sie noch nicht gehabt, hatte aber das eine oder Andere schon verstanden.<br \/>Eine Demokratie, wie sie auf der Erde existierte w&uuml;rde sie hier nicht haben wollen. Selbst wenn diese vielleicht gut w&auml;re, so w&uuml;rde der Umbruch furchtbares bewirken. Au&szlig;erdem war Thyene und das ganze Reich organisch gewachsen und kein Kunstprodukt. Und jede Demokratie der Erde fu&szlig;te auf Revolution oder Krieg, was Arsinoe ganz schrecklich fand. Nein, das war nichts f&uuml;r sie.<br \/>Aber ein Kronrat. Das w&auml;re etwas. Ein Gremium, welches vielleicht ja noch nicht einmal mehr als nur beratende Funktion h&auml;tte. Das w&auml;re gut. Man w&uuml;rde gute Leute dort finden, gerade wenn es nur beratende Funktion h&auml;tte. Denn dort w&uuml;rde man sich nicht profilieren k&ouml;nnen. Aber die Mitglieder w&uuml;rden gute Argumente vorbringen um etwas zu bewirken. Wenn Isidora dort vielleicht vertreten w&auml;re. Als Abgeordnete ihrer Fraktion. Ihre Mutter hatte ja angeregt, den Rebellen Amnestie zu gew&auml;hren und ihnen das Land zu &uuml;bereignen. Irgendwie so etwas. Isidora k&ouml;nnte vielleicht sogar geadelt werden. Auch das war eine Idee von Jetsun gewesen. Peers nannte man diese Form des Adels, wo Leute aufgrund ihres Verdienstes geadelt werden. Und nur die Leute, nicht die ganze Familie. Sie w&uuml;rde diese vielleicht Pera nennen. Pera Isidora. Klang doch nicht schlecht&#8230;<\/p>\n<p>&#8222;Tr&auml;umst Du?&#8220; riss sie die Stimme ihrer Mutter aus ihren Gedanken.<\/p>\n<p>&#8222;Verzeih. Nein, ich habe mir Gedanken gemacht, was wir mit Isidora besprechen wollen.&#8220; erwiderte sie.<\/p>\n<p>&#8222;Gut. Ich ebenfalls. Wollen wir uns abstimmen?&#8220;<\/p>\n<p>Ort: Thyene, Myzen, Palast der Prinkipax<br \/>Zeit: MD 13.1300<\/p>\n<p>(vor zwei Tagen)<\/p>\n<p>Isidora hatte sich gesetzt und die Schale mit den Keksen fixiert. Ihr wollte nicht so recht in den Kopf, was die junge Prinkipaxillis vorhatte. Sie seufzte. Das mochte sie nicht. Allerdings mochte sie es noch weniger, demn&auml;chst get&ouml;tet zu werden. Also setzte sie sich auf ihre Pritsche und begann, ihre Kekse aufzumuffeln.<\/p>\n<p>Pl&ouml;tzlich bemerkte Isidora, wie sich ihre Umgebung aufzul&ouml;sen begann. Oder besser, sie selbst l&ouml;ste sich auf.<br \/>Ein Transportvorgang! War das&#8230;<\/p>\n<p>(Gegenwart)<\/p>\n<p>&#8230;Arsinoes Idee gewesen? Wahnsinn!<\/p>\n<p>Isidora blinzelze. Die Umgebung war eine andere geworden. Das hatte sie erwartet.<br \/>Was sie nicht erwartet hatte, war, der Prinkipax Lysikia gegen&uuml;ber zu stehen. Und ihrer Tochter.<br \/>Und ohne Kleidung dazustehen.<\/p>\n<p>Letzteres war kein Problem f&uuml;r sie. In der Kultur ihrer Welt hatte Kleidung weniger die Funktion eines Antitabus als vielmehr die eines Zeichens von Wohlstand. Wobei hier weniger Kleidung h&ouml;heren Rang darstellte. Das war also wirklich unproblematisch.<br \/>Sie lebte also noch. Gut. Die Transmission war also nicht ihre Hinrichtung gewesen. Alles weiter w&uuml;rde sich kl&auml;ren.<br \/>Isidora kniete sich hin und legte H&auml;nde und Unterarme auf den Boden und den Kopf darauf. Eine Geste absoluter Unterwerfung. Einmal war das angemessen, denn schlie&szlig;lich war sie die (noch nicht) verurteilte Anf&uuml;hrerin der Rebellion. Und au&szlig;erdem gab ihr das ein wenig Zeit, sich zu sammeln.<\/p>\n<p>Jedoch nicht allzu viel, denn die Stimme der Prinkipax erklang.<br \/>&#8222;Sei gegr&uuml;&szlig;t, Carpianis Thoas Isidora atto Thermidava.&#8220;<\/p>\n<p>Isidora richtete sich auf. Die Prinkipaxillis schien relativ aufgew&uuml;hlt zu sein. Ihr Gesicht zeigte das deutlich und sie selbst war gut darin, Gesichter zu lesen. Das hatte sie letztendlich zur Anf&uuml;hrerin gemacht. Das, und die anderen von ihren Ideen zu &uuml;berzeugen. Geholfen hatte ihr das aber wohl nicht. Oder vielleicht doch?<br \/>&#8222;Herrin?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Du wei&szlig;t, weshalb Du hier bist?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein, Herrin. Ich wei&szlig;, weshalb ich in der Festung war. Was jedoch der Grund ist, weshalb Ihr mich hier haben wollt, wei&szlig; ich nicht.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Und was sch&auml;tzt Du?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich denke, ich w&uuml;nscht mit mir zu sprechen. Der selbe Grund, weshalb Eure Tochter mich in der Festung aufgesucht hatte.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Einer der Gr&uuml;nde. Aber gut. Erhebe Dich und nimm Platz.&#8220; Lysikia deutete auf einen der Sessel in Arsinoes Wohnzimmer.<br \/>Isidora sah sich schnell neugierig um. Das Zimmer war schlicht aber geschmackvoll eingerichtet. Offene Fenster, wehende Vorh&auml;nge. Keine Wachen. Dennoch machte sie sich keine Illusionen. Au&szlig;erdem war ein Gespr&auml;ch mit der Prinkipax ja genau das, was sie sich immer gew&uuml;nscht hatte. Also setzte sie sich.<\/p>\n<p>&#8222;Isidora, ich m&ouml;chte gern die von Dir geleitete Rebellion beenden. Mir ist aber bewusst geworden, dass das mit Waffengewalt nicht zu erreichen ist. Ich k&ouml;nnte niemals alle Mitglieder Deiner oder anderer Gruppen vernichten. Au&szlig;erdem w&uuml;rde durch solch ein barbarisches Vorgehen nur neue Rebellionen erzeugt werden. Es muss also einen anderen Weg geben.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Der Weg w&auml;re ein recht einfacher. Oder besser, es w&auml;re fr&uuml;her ein recht einfacher Weg gewesen. Zu Zeiten Eurer Frau Mutter, Herrin. Jetzt ist der Weg deutlich komplizierter geworden.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Und der Weg w&auml;re gewesen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Vertrauen. Gerechtigkeit. Ehre.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wollt Ihr mir Ehre absprechen? Und Gerechtigkeit?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein Herrin. Verzeiht. Was ich meinte ist, dass es den Kikoninnen, welche ihr Rebellen nennt, nicht an Ehre gebricht, ihr diese aber nicht anerkennt. Und sie werden nicht gerecht behandelt.&#8220;<\/p>\n<p>Lysikia zuckte mit den H&auml;nden. Irgendwie schien das Gespr&auml;ch in alte, ausgeleierte Bahnen zu geraten. Das w&uuml;rde zu nichts f&uuml;hren.<br \/>Zum Gl&uuml;ck ergriff Arsinoe das Wort. Npch vor einem, nein, einem Vierteljahr h&auml;tte Lysikia sich so etwas verboten, doch inzwischen schien ihre junge Tochter immens gereift zu sein. Lysikia war wirklich stolz auf sie und lie&szlig; sie somit gew&auml;hren.<br \/>&#8220; Carpianis Isidora, Du weisst sicherlich noch, was ich zu Dir in der Festung gesagt hatte. Und was Du erwidert hattest.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nat&uuml;rlich. Das ist keine Tetatoras her.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;&Auml;h&#8230;&#8220; Arsinoie ging darauf nicht ein.<br \/>&#8222;Was ich damit sagen wollte ist, dass meine Mutter und ich zum dem Schluss gekommen sind, anstelle der Waffen und der Gewalt lieber Worte sprechen zu lassen. Daher&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Daher bieten wir Dir und allen Rebellen, die bereit sind, die Waffen zu strecken eine Generalamnestie an.&#8220; &uuml;bernahm Lysikia, die der Ansicht war, dieses Angebot selber machen zu m&uuml;ssen.<\/p>\n<p>Irritierender weise schien Isidora nicht beeindruckt zu sein.<br \/>&#8222;Ich f&uuml;r meinen Teil freue mich dar&uuml;ber. Jedoch wird das alleine nicht ausreichen.&#8220; war deren Antwort.<\/p>\n<p>Ein wenig &auml;rgerlich fuhr Lysikia fort.<br \/>&#8222;Nat&uuml;rlich nicht. Ich wei&szlig; das. Unsere Pl&auml;ne gehen deutlich dar&uuml;ber hinaus.&#8220;<br \/>Sie seufzte und verfluchte innerlich ihre schlechte Laune.<br \/>Ihr operiert in der Region Trichonida, richtig?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ihr wisst, wo unser Lager war. Wir lebten dort. Einige von uns.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Gut. Du geh&ouml;rst zur Sippe der Carpianis. Ihr lebt dort in der Region. Deine ganze Familie und viele derjenigen, die der Rebellion beigetreten sind.<br \/>Nein, keine Furcht. Ihr sagte schon, dass ich nicht vorhabe, den Kampf weiter fortzusetzen. Ich w&uuml;nsche eine Einigung. Und dazu brauche ich Deine Hilfe.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Eine Einigung? Gerne.&#8220; Isidora l&auml;chelte. Dennoch war sie sich unsicher, worauf die Prinkipax hinaus wollte.<\/p>\n<p>&#8222;Gut. Die ganze Region Trichonida einschlie&szlig;lich der Ortschaft Thermidava umfasst ein Gebiet von rund 2000 Hektatien. Diese Region geh&ouml;rt zum F&uuml;rstentum Myzen. Ich werde es zu einer Kyvernas machen. Und eine Kyvernitix einsetzen, die diese Region zu regieren hat. Ich m&ouml;chte Dich zu dieser Kyvernitix machen.&#8220;<\/p>\n<p>Isidora sah ihre Prinkipax entsetzt an. &#8222;Was? Kyvernitix? Aber&#8230; ich bin nicht mal adlig!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich wei&szlig;. Steh auf und knie Dich hin!&#8220;<\/p>\n<p>Isidora gehorchte wie in Trance.<br \/>Lysikia stand ebenfalls auf und legte ihre Hand auf Isidoras Kopf.<br \/>&#8222;Ich ernenne Dich hiermit zur ersten Pera des Reiches. Steh auf, Pera Carpianis Thoas Isidora atto Thermidava.&#8220; Lysikia nickte ihrer Tochter zu und setzte sich wieder.<\/p>\n<p>Arsinoe hielt Isidora die Hand hin und half ihr auf.<br \/>&#8222;Komm, setz Dich wieder, Pera Isidora.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Danke&#8230; ich&#8230; mir schwirrt noch der Kopf. Was soll das alles? Ich komme gerade nicht mit.&#8220;<br \/>Isidora lie&szlig; sich gerade ziemlich unzeremoniell in den Sessel plumpsen.<\/p>\n<p>&#8222;Der Gedanke ist folgender. Deine Heimat wurde, wenn ich das richtig recherchiert habe, vor gut 70 Jahren von Myzen annektiert. Zusammen mit einigen anderen bislang unabh&auml;ngigen Gebieten. Du weisst ja, die schlechte alte Zeit. Seither wurden Deine Leute klein gehalten.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;So kann man es nennen, ja.&#8220; zischte Isidora, verbitterter als sie es wollte.<\/p>\n<p>&#8222;Gut. Oder nicht gut. Nun, wir wollen diesen Fehler jetzt korrigieren. Wir wollen ihn aber nicht gegen einen anderen Fehler ersetzen.&#8220; erkl&auml;rte Lysikia.<br \/>&#8222;Wir geben Deinen Leuten ihre Rechte wieder zur&uuml;ck, nicht aber ihre Unabh&auml;ngigkeit. Sie werden in der neu gegr&uuml;ndeten Kyvernas leben, jedoch als teil Myzens. Und nat&uuml;rlich Thyenes. Sie werden somit keinen Einschr&auml;nkungen unterliegen, die die anderen B&uuml;rger nicht auch teilen. Wir hoffen so, die eigentliche Ursache f&uuml;r die Rebellion zu beseitigen. Ihr k&ouml;nnt wieder prosperieren.<br \/>Dar&uuml;ber hinaus habe ich vor, einen Kronrat zu begr&uuml;nden, der aus allen F&uuml;rsten Myzens bestehen wird. Darunter auch Trichonida. Damit w&auml;rst auch Du eine Vertreterin Deiner Kyvernas im Kronrat. Du kannst Dich also jederzeit zu Wort melden und hast als Mitglied dieses Rates das recht, Dich jederzeit an mich zu wenden. Ohne zuvor um eine Audienz zu bitten.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Danke, ich&#8230; ich verstehe nur nicht so ganz.<br \/>Warum? Was hat Dich dazu veranlasst?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Meine Tochter. Und Du.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh&#8230;&#8220; Isidora schloss ihre Augen. Das alles war eigentlich zu viel auf einmal. Irgendwie f&uuml;rchtete sie, jederzeit aufzuwachen und ihre Henkersmahlzeit zu bekommen. Aber sie wusste nat&uuml;rlich, dass das nicht der Fall sein w&uuml;rde.<br \/>&#8222;Was erwartet ihr jetzt von mir, Herrin?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich m&ouml;chte, dass Du heimgehst zu Deinen Leuten. Du bekommst Brief und Siegel und auch einen Siegelring mit. Bitte &uuml;berzeuge Deine Leute, dass ich es ehrlich meine. Wenn Du m&ouml;chtest, w&uuml;rde ich Dir Arsinoe als Begleiterin mitgeben. Sprich mit ihnen. Geh in Deinen Heimatort. Die dortigen Kr&auml;fte werden entsprechend instruiert. Glaube mir, darin bin ich gr&uuml;ndlich. Ihr k&ouml;nnt euch neu organisieren. Setze Dimarchinnen ein, wo und wen Du daf&uuml;r als f&auml;hig erachtest. Es ist Deine Entscheidung.&#8220;<\/p>\n<p>Arsinoe l&auml;chelte. &#8222;Aber erst einmal wollen wir Dich vern&uuml;nftig einkleiden, ja?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein!&#8220; Isidora sch&uuml;ttelte den Kopf.<br \/>&#8222;Gebt mir meine Kleidung. Mehr nicht. Ich m&ouml;chte nicht, dass man denkt, ich w&auml;re von euch gekauft worden. Das zu vermeiden wird sowieso der schwierigste Teil dessen, was mir jetzt bevor steht.&#8220;<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<\/p>\n<p>Ort: Thyene, Myzen<br \/>Zeit: MD 13.0840<\/p>\n<p>Die Problematik um Tabitha und deren Familie f&uuml;hrt Arsinoe zu einer etwas drastisches Idee.<\/p>\n<p>Ort: Thyene, Myzen, Palast der Prinkipax<br \/>Zeit: MD 13.1000<\/p>\n<p>Arsinoe bespricht ihre Idee mit ihrer Mutter. Diese kann sich f&uuml;r diesen gedanken erw&auml;rmen. Letztendlich ist es nur eine Abwandlung dessen, was sie beide schon zuvor &uuml;berlegt hatten.<\/p>\n<p>Ort: Thyene, Myzen, Palast der Prinkipax<br \/>Zeit: MD 13.1300<\/p>\n<p>Carpianis Isidora wird zur Pera erhoben und als Kyvernitix ihrer Heimat Trichonida eingesetzt.<br \/>Prinkipax Lysikia hofft, auf diese Weise der Rebellion die Grundlage zu entziehen.<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>submitted by<br \/>Isabelle<br \/>a.k.a.<br \/>Ens. Jetsun Pema<br \/>(i)CM USS Hephaistos<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo! Auf Friddis Steilvorlage musste ich einfach eingehen.Und dann konnte ich auch Isidoras Schicksal anbringen. Wenigstens den ersten Teil. Sorry, wieder mal nur die Kikonen&#8230; &lt;RPG&gt; Ort: Thyene, MyzenZeit: MD 13.0840 &Uuml;berraschung. Gefolgt von Entsetzen. Und dann von Zorn! Wie konnte sie es nur wagen! Wie konnte diese Frau es nur wagen, die Anweisungen der&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/eine-neue-pera\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;eine neue Pera&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-5818","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5818","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5818"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5818\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}