{"id":5836,"date":"2020-07-28T12:46:26","date_gmt":"2020-07-28T10:46:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/nachklang-mit-falschem-ausblick\/"},"modified":"2020-07-28T12:46:26","modified_gmt":"2020-07-28T10:46:26","slug":"nachklang-mit-falschem-ausblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/nachklang-mit-falschem-ausblick\/","title":{"rendered":"Nachklang mit falschem Ausblick"},"content":{"rendered":"<div>Copost von Mac und mir.<\/p>\n<p>&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p># Ort: B&uuml;ro des CNS<br \/># Zeit: MD 13.1030<\/p>\n<p>Renal hatte eine enorme Anzahl an Padds vor sich liegen. Sie waren in<br \/>Reihen ausgelegt und zum Teil hinter einander sortiert. Es sah aus, als<br \/>w&uuml;rde sie eine gro&szlig;e Patience legen, wenn auch mit Padds statt mit<br \/>Spielkarten. Immer wieder nahm sie ein Padd, schob andere zusammen und<br \/>legte ein Padd zu anderen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite sa&szlig; Ettore gem&uuml;tlich in einem Stuhl. Er hielt ein<br \/>einziges Padd in der Hand, auf das er von Zeit zu Zeit guckte. Meistens<br \/>jedoch hatte er die Augen geschlossen oder guckte die Decke an. Er hatte<br \/>sich weit zur&uuml;ck gelehnt und wippte rhythmisch mit der R&uuml;ckenlehne.<\/p>\n<p>&bdquo;Crewman Aitan&ldquo;, begann der Italiener nach einem kurzen Blick auf sein<br \/>Padd. &bdquo;Mr. Aitan hat hier seinen ersten Posten er ist sehr jung und<br \/>leidet unter der angespannten politischen Situation sehr stark an<br \/>Heimweh. Zudem sind einige seiner Geschwister ebenfalls in der<br \/>Sternenflotte und im Krieg. Leider ist er oft in gro&szlig;er Sorge und kann<br \/>seine Arbeit dadurch sehr schlecht verrichten. Er glaubt, er k&ouml;nne<br \/>nichts, dabei ist es nur eine Frage der Konzentration. Es wurde nun ein<br \/>anderer Dienstplan f&uuml;r ihn vereinbart, er hat k&uuml;rzere Schichten, in<br \/>denen er sich immer nur auf ein Projekt konzentrieren kann. So hat er<br \/>mehr Erfolgserlebnisse und kann zwischendurch immer wieder die<br \/>Kommunikation mit seiner Familie aufrecht erhalten. Er erscheint mir<br \/>etwas weniger gestresst. Allerdings wird dies f&uuml;r seine Karriere in der<br \/>Sternenflotte nicht unbedingt eine Empfehlung sein. Eine &Uuml;berlegung,<br \/>sich als Offiziersanw&auml;rter zu bewerben kann ich unter den gegebenen<br \/>Umst&auml;nden nicht unterst&uuml;tzen.&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;Mhh.&ldquo; Sagte Renal. Die Romulanerin schob das Padd zwischen einige<br \/>andere und bildete dann mit den anderen zusammen einen kleinen Stapel.<\/p>\n<p>&bdquo;Ensign Sorkas&ldquo;, meinte sie und zog ein anderes Padd scheinbar wahllos<br \/>hervor.<\/p>\n<p>**D&uuml;diep**<\/p>\n<p>&bdquo;Hatten wir den T&uuml;rsummer nicht abgestellt?&ldquo; Ettore fuhr wie aus einem<br \/>Tagtraum hoch.<\/p>\n<p>&bdquo;Ja, aber vielleicht hat jemand ihn &uuml;berbr&uuml;ckt.&ldquo; Meinte Renal &bdquo;Wer ist<br \/>da bitte?&ldquo;, erkundigte sie sich.<\/p>\n<p>[Hier ist der Captain, der Counselor wollte mich sprechen. Der T&uuml;rsummer<br \/>ging nicht.] h&ouml;rte man Shay durch die T&uuml;r.<\/p>\n<p>Renal dr&uuml;ckte auf eine kleine Schaltfl&auml;che am Tisch und die T&uuml;r glitt auf.<\/p>\n<p>&bdquo;Sehr wohl Captain. Wir befinden uns noch in einer Sitzung und m&ouml;chten<br \/>diese ungest&ouml;rt beenden. Dies sollte aber bald soweit sein. D&uuml;rfte ich<br \/>Sie bitten, bis dahin im Miniosum zu warten. Vielen Dank.&ldquo; Sie zeigte<br \/>ein gewinnendes L&auml;cheln und deutete auf die T&uuml;r zum Miniosum.<\/p>\n<p>&bdquo;&Auml;h ja.&ldquo; Shay war verwundert. Nat&uuml;rlich ging er Richtung Miniosum, warf<br \/>dann aber noch einmal einen Blick zur&uuml;ck. Es war wie in einer verkehrten<br \/>Welt. Sa&szlig; nicht normalerweise der Counselor auf dem Platz von Renal und<br \/>die Patienten dort, wo er gerade sa&szlig;? Die T&uuml;r glitt hinter ihm zu und er<br \/>machte einen tiefen Atemzug. Wenn man schon mal hier war, sollte man<br \/>sich den Duft der Pflanzen nicht entgehen lassen, in vollen Z&uuml;gen zu<br \/>genie&szlig;en.<\/p>\n<p># Zeit: Einige Minuten sp&auml;ter<\/p>\n<p>Die T&uuml;r glitt auf und Ettore betragt das Miniosum. &bdquo;Es tut mir leid, wir<br \/>haben etwas &uuml;berzogen. Es hat doch l&auml;nger gedauert als gedacht.&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;Ich wusste gar nicht, dass der Counselor zum Psychologen geht&ldquo;, sagte<br \/>Shay vorsichtig.<\/p>\n<p>Ettore verzog das Gesicht. &bdquo;Kein Wunder, dass unser Berufsstand so einen<br \/>schlechten Ruf genie&szlig;t, wenn nicht einmal die Schiffsleitung &uuml;ber unser<br \/>Tun im Bilde ist.&ldquo; Er dr&uuml;ckte den Brustkorb raus und zog die<br \/>Uniformjacke in einer echauffierten Geste straff.<\/p>\n<p>Shay musste zugeben, dass der Italiener da einen Nerv getroffen hatte.<br \/>Er hatte sich noch nicht zu viele Gedanken &uuml;ber die Arbeitsweise gemacht<br \/>und war froh, wenn er wenig mit den Psychologen zu tun hatte. Was die<br \/>beratenden T&auml;tigkeit anbelangte, da hatte er schon eher eine Vorstellung<br \/>und nutzte diese auch sehr viel mehr.<\/p>\n<p>Er holte einmal tief Luft. &bdquo;Nun, Du wirst es mir sicher erkl&auml;ren&ldquo;, sagte<br \/>er dann.<\/p>\n<p>Stattdessen sagte Ettore: &bdquo;Komm, ich zeige Dir was.&ldquo;<\/p>\n<p>Sie gingen in die hintere Ecke. Dort gab es eine vom Rest<br \/>sichtgesch&uuml;tzte Stelle. Und unter zwei B&auml;umen war eine kleine Bank<br \/>errichtet worden. Sie erinnerte an eine Parkbank. Einfach und robust.<br \/>Sie war so aufgestellt, dass man gegen die Wand des Miniosum schaute, wo<br \/>eine Holo-Projektionsfl&auml;che war. &bdquo;Mel hat hier in unserer Abwesenheit<br \/>ein neues Arrangement gemacht. Es soll ein wenig an einen Ausflug aufs<br \/>Land erinnern. Wie sieht es aus? Meerblick?&ldquo; Der Italiener bet&auml;tigte<br \/>eine kleine Schaltfl&auml;che am Gel&auml;nder der Bank und die Holo-Projektion<br \/>zeigte einen unendlichen Horizont aus Meer und Wolken.<\/p>\n<p>&bdquo;Bitte.&ldquo; Ettore deutete auf die Bank und Shay kam es wirklich so vor,<br \/>als w&uuml;rde diese Bank an einer Klippe am Meer stehen. Nur der salzige<br \/>Geruch der Gischt fehlte. Beide setzten sich auf die Bank.<\/p>\n<p>&bdquo;Also, zur&uuml;ck zu Deiner Frage&ldquo;, begann Ettore, &bdquo;Nat&uuml;rlich gehen wir zu<br \/>Psychologen und zwar regelm&auml;&szlig;ig. Immer wenn wir auf einer Raumstation<br \/>Halt machen, steht uns daf&uuml;r geschultes Personal zur Verf&uuml;gung. Was die<br \/>meisten Personen&ldquo;, und dabei sah er Shay direkt an, &bdquo;noch nicht<br \/>verstanden haben ist, dass man nicht erst zum Psychologen gehen sollte,<br \/>wenn es zu sp&auml;t ist. Wir sind dazu angehalten, dies regelm&auml;&szlig;ig zu tun,<br \/>auch damit wir keine Probleme von uns in unsere Arbeit projezieren.&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;Mhhm&ldquo;. Shay nickte. Bisher machte das Sinn. &bdquo;Ich dachte Dr. Renal w&auml;re<br \/>hoch spezialisiert.&ldquo;<\/p>\n<p>Ettore nickte. &bdquo;Ja das ist sie auch. Wir hatten auch gerade ein etwas<br \/>anderes Gespr&auml;ch. Es gibt noch einen anderen gro&szlig;en Bereich, warum<br \/>Counselor mit anderen Counselors oder psychologischem Personal sprechen.<br \/>Dabei geht es weniger um sie selber, als um ihre Patienten.&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;Ich dachte immer, die Patientenakten unterl&auml;gen der Schweigepflicht.&ldquo;<br \/>wand Shay ein.<\/p>\n<p>&bdquo;Ja, nat&uuml;rlich. Deshalb bespricht man das ja auch nicht mit jedem,<br \/>sondern nur mit einem Supervisor, einer speziell daf&uuml;r ausgebildeten<br \/>Person&ldquo;, erkl&auml;rte Ettore.<\/p>\n<p>&bdquo;Und das ist Dr. Renal?&ldquo;, erkundigte sich Shay.<\/p>\n<p>&bdquo;Sie hat es schon lange nicht mehr gemacht, aber sie darf es machen und<br \/>ich bin heilfroh, einer Person der ich so sehr vertraue die Supervision<br \/>zu erlauben. Besser h&auml;tte ich es nicht treffen k&ouml;nnen. Gerade jetzt im<br \/>Krieg ist die Crew einem enormen Druck ausgesetzt. Da w&auml;re ein<br \/>Aufschieben auf einen sp&auml;teren Zeitpunkt oder nur via Transmission, wenn<br \/>wir mal wieder an einer Basis sind schlecht. So stehe ich der Crew hier<br \/>zur Verf&uuml;gung und die meisten Dinge k&ouml;nnen vor Ort gekl&auml;rt werden&ldquo;,<br \/>erkl&auml;rte der Italiener.<\/p>\n<p>&bdquo;Aber was genau passiert dann?&ldquo; erkundigte sich Shay nun ernsthaft<br \/>interessiert.<\/p>\n<p>&bdquo;Nun, worauf bezieht ein Arzt seine Diagnose?&ldquo;, stellte Ettore eine<br \/>Gegenfrage.<\/p>\n<p>&bdquo;Auf den Trikorder und seine Erfahrung&ldquo;, antwortete Shay sofort.<\/p>\n<p>&bdquo;Richtig. Aber im psychologischen Bereich gibt es im Gro&szlig;teil der F&auml;lle<br \/>keine &sbquo;technischen Daten&lsquo;. Wir m&uuml;ssen uns in der Diagnose auf unsere<br \/>Erfahrung verlassen. Aber nat&uuml;rlich kann man da auch manchmal falsch<br \/>liegen. Deshalb ist es wichtig, dass eine au&szlig;enstehende Person die<br \/>Diagnose und Therapieans&auml;tze &uuml;berpr&uuml;ft. Und genau das haben wir vorhin<br \/>gemacht.&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;Verstehe&#8230; ich glaube, ich habe da heute was wichtiges gelernt.&ldquo;,<br \/>murmelte der Schotte vor sich hin.<\/p>\n<p>&bdquo;Du meinst, nicht erst zum Counselor zu gehen, wenn das Kind schon in<br \/>den Brunnen gefallen ist?&ldquo;, erkundigte sich Ettore mit neckendem Ton.<\/p>\n<p>&bdquo;Ja, das auch.&ldquo; Shay lachte.<\/p>\n<p>Ettore lehnte sich zur&uuml;ck, streckte das rechte Bein aus und verzog das<br \/>Gesicht. Dann beugte er sich vor und fing an, Oberschenkel und Knie zu<br \/>massieren.<\/p>\n<p>&bdquo;Schmerzen?&ldquo;, erkundigte sich der Skipper.<\/p>\n<p>&bdquo;Na h&ouml;r mal, dieser Einsatz war hart an der Grenze dessen, was mein<br \/>K&ouml;rper bewerkstelligen kann. Und auch dar&uuml;ber hinaus. Ich bin keine 18<br \/>mehr! Ich glaube, Du wei&szlig;t was ich meine, wenn ich sage, dass oft pure<br \/>Willenskraft mich vor dem Kollaps bewahrt hat. Ich bin f&uuml;r solch harte<br \/>k&ouml;rperliche Eins&auml;tze einfach nicht (mehr) gemacht.&ldquo; Er blieb in der<br \/>geb&uuml;ckten Haltung und fuhr mit der Massage bis zum Kn&ouml;chel fort. &bdquo;Aber<br \/>wie sieht es mit Dir aus, Du hast ja diesen Einsatz sehr gelitten. Bei<br \/>mir sollte es mit der Zeit weggehen&#8230;&ldquo;<\/p>\n<p>Das Gef&uuml;hl, nur noch aus Willenskraft zu bestehen konnte Shay<br \/>nachvollziehen. Noch immer kam es ihm wie ein R&auml;tsel vor, wie er es<br \/>eigentlich wieder zur&uuml;ck bis an Bord geschafft hatte und dabei noch die<br \/>Quest erfolgreich absolviert. Und das Gef&uuml;hl zu haben, der ohnehin<br \/>l&auml;dierte R&uuml;cken w&uuml;rde jeden Moment unter der ungewohnten Belastung<br \/>nachgeben und er quasi in zwei Teile brechen. Er hatte das eine oder<br \/>andere Sto&szlig;gebet zu allen G&ouml;ttern in H&ouml;rweite geschickt, dass dies nicht<br \/>passieren m&ouml;ge.<\/p>\n<p>Nun fasste er sich ebenfalls ans Bein.<\/p>\n<p>Er rieb &uuml;ber die Stelle an der dieser &uuml;berdimensionierte K&auml;fer ihn mit<br \/>dem Horn gestreift hatte. Es schmerzte nicht mehr und Jetsun hatte ihm<br \/>versichert das nicht einmal eine Narbe zur&uuml;ck bleiben w&uuml;rde.<\/p>\n<p>&#8222;Alles wieder bestens. Ab und an ziept es aber das sind angeblich nur<br \/>irgendwelche irregeleiteten Nervenenden, die denken, dass es da noch<br \/>eine Wunde gibt. Mich hat mehr gewundert das mein R&uuml;cken bei dem ganzen<br \/>Spektakel mit gemacht hat. Offenbar sind die Yogastunden und das<br \/>Krafttraining doch f&uuml;r etwas gut.&#8220; meinte Shay versonnen.<\/p>\n<p>&bdquo;Tja, da sitzen wir nun hier und lecken die Wunden.&ldquo; Ettore lachte<br \/>herzlich und auch Shay konnte sich dem nur anschlie&szlig;en. Es war eine<br \/>recht intime Situation. Dem Schotten wurde auch klar, dass nicht viele<br \/>seiner Offiziere so offen dar&uuml;ber gesprochen h&auml;tten. Ein warmes Gef&uuml;hl<br \/>der Verbundenheit breitete sich in seiner Brust aus. Er nahm es dankbar an.<\/p>\n<p>&bdquo;Aber Du k&ouml;nntest mal einen Physiotherapeuten mit der n&auml;chsten<br \/>Personalorder anfordern.&ldquo; sagte Ettore. &bdquo;Das bek&auml;me uns allen gut und<br \/>vieles w&auml;re auch schneller auskuriert. Hier z. B. ist nur die Muskulatur<br \/>total verh&auml;rtet.&ldquo; Er deutete auf seinen Nacken.<\/p>\n<p>&bdquo;Das w&auml;re zumindest mal ein Ansatz.&ldquo; Meinte der Skipper und machte sich<br \/>eine gedankliche Notiz. Vielleicht gab es ja Therapeuthen, die<br \/>zus&auml;tzlich als Rettungssanit&auml;ter o.&auml; einsetzbar w&auml;ren, dann h&auml;tte er<br \/>besser Karten.<\/p>\n<p>Er zog selber die Schultern hoch und lie&szlig; sie ein paar mal zur<br \/>Entspannung kreisen, gleiches tat er mit seinem Kopf. Er atmete einmal<br \/>tief ein und aus.<\/p>\n<p>&bdquo;Du wolltest mich aber doch sicher nicht sprechen, nur damit ich einen<br \/>Physiotherapeuthen auf die Personalliste setze, oder?&ldquo; erkundigte er sich.<\/p>\n<p>&bdquo;Nein, das ist richtig.&ldquo; Ettore streckte sich und holte einmal tief<br \/>Luft. &bdquo;Ich wollte nur einmal fragen, wie lange Du Dir das eigentlich<br \/>noch gefallen lassen willst?&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;Was meinst Du genau?&ldquo;, hakte Shay nach. Es gab so einiges, was gerade<br \/>nicht so lief, wie er sich das vorstellte.<\/p>\n<p>&bdquo;Na ja das mit den Kikonen und der Commodore mal ganz konkret&ldquo;,<br \/>antwortete Ettore. &bdquo;Es ist Dein Schiff, Du hast dar&uuml;ber das Kommando,<br \/>aber alles muss nach ihrer Pfeife tanzen. Die ganze F&uuml;hrung der<br \/>Delegation &uuml;ber das Schiff etc. wieviele Zugst&auml;ndnisse soll es denn noch<br \/>geben?&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;Es lief doch angeblich ganz gut&ldquo;, wandte Shay ein.<\/p>\n<p>&bdquo;Wie auch immer &#8211; inhaltlich wird ja die diplomatische Abteilung des<br \/>Schiffes wieder einmal nicht informiert&ldquo;, antwortete der Italiener<br \/>spitz. &bdquo;Es geht mir aber vor allem um die Zugest&auml;ndnisse, die da gemacht<br \/>werden, das ist alles sehr verlogen. Nur Frauen sollen die F&uuml;hrung<br \/>durchs Schiff machen, dabei sind weder die Commodore noch die CM hier<br \/>&sbquo;Herr im Haus&lsquo;. Wenn Miss Bateh das &uuml;bernommen h&auml;tte, w&auml;re es was die<br \/>Geschlechteraufteilung angeht ebenso gut gewesen und sie geh&ouml;rt zur<br \/>Crew. Aber nein.<\/p>\n<p>Au&szlig;erdem warum verbiegen sie sich so. Diplomatie bedeutet auch, dass man<br \/>authentisch ist. Und wir vertreten die F&ouml;deration und damit eine<br \/>Gesellschaft, in der die Geschlechter gleichberechtigt sind. Warum<br \/>vermitteln wir nicht das unseren G&auml;sten? Stattdessen wird so getan, als<br \/>w&auml;ren wir ein billiger Abklatsch von ihrer Gesellschaft. Wir haben uns<br \/>auf dem Planeten von der besten Seite gezeigt und diese seltsamen Quests<br \/>mitgemacht, daf&uuml;r waren wir also gut genug und ich vermute nach wie vor,<br \/>dass es zum reinen Am&uuml;sement der Kikonen war. Aber hier wird dieses<br \/>Spielchen jetzt weitergespielt, was soll das? Wann machst Du dem ein<br \/>Ende?&ldquo;, fragte Ettore verbittert.<\/p>\n<p>&bdquo;Du kannst ja mal mit meiner Schwester reden&ldquo;, schlug Shay etwas<br \/>halbseiden vor.<\/p>\n<p>&bdquo;Ha.&ldquo; Ettore lachte bitter auf. &bdquo;Danke, die letzte Begegnung war nicht<br \/>gerade f&ouml;rderlich. Sie ist Deine Schwester. Wenn sie schon den Rang<br \/>raush&auml;ngen l&auml;sst, kann sie sich aber vor Eurer Verwandschaft nicht<br \/>dr&uuml;cken. Es wird an der Zeit, dass hier wieder ein normales Leben<br \/>herrscht und nicht ein<br \/>Wir-m&uuml;ssen-uns-den-Kikonen-um-jeden-Preis-anbiedern. Wenn man sich so<br \/>verstellt, wei&szlig; man hinterher nicht mehr, wer man eigentlich ist. Eine<br \/>schlechte Ausgangslage f&uuml;r Diplomatie.&ldquo;<\/p>\n<p>Shay schwieg lange und starrte auf die Holoprojektion des Meeres. Vieles<br \/>ging ihm gerade durch den Kopf und auch wenn er den Ausbruch von Ettore<br \/>verstand so war nicht alles so schwarz-wei&szlig; wie der Italiener es gerne<br \/>h&auml;tte.<\/p>\n<p>Ettore selbst wurde die Stille ein wenig unangenehm. War er zu Weit<br \/>gegangen? Aber Shays relativ entspannte Sitzhaltung deutete nicht darauf<br \/>hin das der Schotte irgendwie ver&auml;rgert war.<\/p>\n<p>&#8222;Das Problem ist &#8230;&#8220; begann Shay pl&ouml;tzlich und schwieg dann wieder. Er<br \/>hatte gute Lust jetzt einfach diese Klippe hinabzuspringen und eine<br \/>Runde im Meer zu schwimmen. Alles zu vergessen und eine Weile abzuschalten.<\/p>\n<p>&#8222;Das Problem ist, dass wir, seit wir hier sind, improvisieren.&#8220; begann<br \/>er dann jedoch erneut. &#8222;Niemand auf der Hephaistos h&auml;tte die Kikonen<br \/>auch nur zu Gesicht bekommen sollen. Alles, was wir h&auml;tten tun m&uuml;ssen,<br \/>w&auml;re gewesen den Botschafter auf der Ainama abzuliefern. Die Ainama war<br \/>das Schiff, das erwartet wurde, die Ainama hatte das halbe diplomatische<br \/>Corps an Bord, um mit den Kikonen zu verhandeln.<\/p>\n<p>Wir h&auml;tten die Ainama nur begleitet und w&auml;ren getarnt und in sicherer<br \/>Entfernung gewesen, um darauf zu achten das die Klingonen die<br \/>Verhandlungen nicht st&ouml;ren.<\/p>\n<p>Aber die Ainama wurde zerst&ouml;rt noch bevor wir sie erreichen konnten.<\/p>\n<p>Seitdem improvisieren wir. Claudia, Jetsun &#8211; selbst der Botschafter tun<br \/>was sie, unter diesen Umst&auml;nden und den zur Verf&uuml;gung stehenden Mitteln,<br \/>k&ouml;nnen um das ganze irgendwie zu einem erfolgreichen Abschlu&szlig; zu<br \/>bringen. H&auml;tte ich es gern das man dich mehr einbindet? Himmel ja, Du<br \/>bist der einzige mit diplomatischer Erfahrung ,dem ich vertraue. Aber<br \/>das liegt nicht an mir.<\/p>\n<p>Ob Schwester oder nicht, Claudia ist Commodore und steht im Rang &uuml;ber<br \/>mir. Wenn sie sagt &sbquo;spring&lsquo; dann frage ich nicht warum sondern wie<br \/>hoch.&#8220; erkl&auml;rte der Schotte nun ruhig und sachlich.<\/p>\n<p>Dass keine M&auml;nner beider Schiffsf&uuml;hrung dabei waren, lag auch nur daran,<br \/>dass er von dem Shuttleflug noch v&ouml;llig fertig war und Sureya Dienst auf<br \/>der Br&uuml;cke hatte.  Sie alle waren von der Quest ersch&ouml;pft und br&auml;uchten<br \/>eigentlich mehrere Tage Ruhe.<\/p>\n<p>Nun war es Ettore der kurz schwieg und seine Worte abw&auml;gte.<\/p>\n<p>&#8222;Du wei&szlig;t, dass nach allem was Claudia mit gemacht hat, sie eigentlich<br \/>eine psychologische Unbedenklichkeitsbescheinigung br&auml;uchte, um Dir<br \/>&uuml;berhaupt irgendwelche Befehle zu geben.&#8220; stellte der Italiener in den<br \/>Raum und Shay atmete tief durch.<\/p>\n<p>&#8222;Ich werde keine Meuterei gegen meine Schwester anzetteln &#8211; nicht<br \/>solange sie nicht die Crew oder das Schiff in unn&ouml;tige Gefahr bringt.&#8220;<br \/>gab Shay hart zur&uuml;ck und suchte Ettores Blick.<\/p>\n<p>&#8222;Man k&ouml;nnte argumentieren das die Quest diesen Umstand erf&uuml;llt.&#8220; blieb<br \/>er dennoch hartn&auml;ckig und hielt auch Shays Blick stand.<\/p>\n<p>&#8222;Nicht vor Gericht. Die Quest war im Grunde recht einfach zu erledigen.<br \/>Dass au&szlig;enstehende Elemente sie sabotierten, war nicht Claudias Schuld.<br \/>Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Klingonen einen Spion oder<br \/>Saboteur unter den Kikonen haben. Vielleicht liegen sie auch getarnt<br \/>direkt neben uns &#8230; wer wei&szlig;. Das Feuer auf der Insel war eindeutig ein<br \/>Akt der Sabotage. Dass mich der K&auml;fer erwischt hat, war im Endeffekt<br \/>auch meine eigene Schuld. Ich musste den Helden spielen. H&auml;tte ich<br \/>einfach nichts gemacht oder das, was man mir gesagt hat, dann h&auml;tte das<br \/>pers&ouml;nliche Schild von Cyra uns beide vor dem K&auml;fer bewahrt. Glaub mir<br \/>den Fall nimmt kein Anwalt des Universums an und ich m&ouml;chte es auch gar<br \/>nicht soweit kommen lassen.&#8220; blieb Shay hart.<\/p>\n<p>Er w&uuml;rde seiner Schwester nicht in den R&uuml;cken fallen &#8211; nicht noch einmal.<\/p>\n<p>&bdquo;Jaja, unser Held.&ldquo; Ettore schmunzelte.<\/p>\n<p>Shay guckte ihn irritiert an. &bdquo;Wie war das jetzt gemeint?&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;Ach, wenn Du es so siehst, sollten wir eben schnellstm&ouml;glich daf&uuml;r<br \/>sorgen, alles zu Ende zu bringen und damit dem Spektakel und der<br \/>Improvisation ein Ende bereiten. Sei ein Held.&ldquo; Er klopfte dem Schotten<br \/>freundschaftlich auf die Schulter.<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<\/p>\n<p># Ort: B&uuml;ro des CNS<br \/># Zeit: MD 13.1030<br \/>Shay und Ettore unterhalten sich. Nachklang zur Quest und wie man die<br \/>Lage mit etwas Abstand betrachten kann.<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>von<br \/>Mac und Kim<br \/>aka<br \/>Cpt. Shay Ruthven &#8211; CPT<br \/>LtCmdr. Ettore Ludovico della Scala &#8211; CNS<br \/>USS Hephaistos<\/p>\n<p>SD 260728.5<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Copost von Mac und mir. &lt;RPG&gt; # Ort: B&uuml;ro des CNS# Zeit: MD 13.1030 Renal hatte eine enorme Anzahl an Padds vor sich liegen. Sie waren inReihen ausgelegt und zum Teil hinter einander sortiert. Es sah aus, alsw&uuml;rde sie eine gro&szlig;e Patience legen, wenn auch mit Padds statt mitSpielkarten. Immer wieder nahm sie ein Padd,&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/nachklang-mit-falschem-ausblick\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Nachklang mit falschem Ausblick&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-5836","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5836","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5836"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5836\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}