{"id":5881,"date":"2020-08-24T17:07:35","date_gmt":"2020-08-24T15:07:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/doktorspiele\/"},"modified":"2020-08-24T17:07:35","modified_gmt":"2020-08-24T15:07:35","slug":"doktorspiele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/doktorspiele\/","title":{"rendered":"Doktorspiele"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>Hallo!<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Mal ein paar Doktorspielchen&#8230;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&lt;RPG&gt;<\/div>\n<div># Ort: Krankenstation<\/div>\n<div># Zeit: MD 12.1810<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Jetsun sah der Offizierin nach, wie sie sich vorsichtig den Weg zur\u00fcck aus der T\u00fcr der Krankenstation hinaus bahnte. Na gut, so viel Chaos war dort nicht verursacht worden. Nur eine Pf\u00fctze aus medizinischem Alkohol, einigen metallenen Bestecken und eine feuchte Wolldecke, die auf dem Boden herumlagen.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Jetsun seufzte tief. Ihre Anspannung, die sich nach ihrem Heulanfall zun\u00e4chst in blanke Wut verwandelt hatte, lie\u00df sie nun halbwegs zusammen sacken. Mit Commander DeCoster waren fast alle Leute aus der Krankenstation wieder fort. Blieb nur noch der ungl\u00fcckliche Lieutenant LaGroille. Jetsun gestattete sich ein paar tiefe Atemz\u00fcge, dann ging sie zu ihm, der immer noch ausgesprochen artig auf seiner Medoliege ausharrte. Gerade sein h\u00f6fliches und bescheidenes Auftreten machte ihn f\u00fcr Jetsun sehr sympathisch.<\/div>\n<div>&#8222;Lieutenant?&#8220; sprach sie ihn an.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Ma&#8217;am?&#8220; fragte Fabien zur\u00fcck. Er wusste ja nicht, ob er es war, der angesprochen worden war.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Jetsun l\u00e4chelte bei der Anrede. Sie war nicht Fabiens Vorgesetzte, dennoch korrigierte sie seine Anrede nicht. Was w\u00e4re auch die Alternative gewesen? Ensign? Oder Jetsun? Jetsun Pema? Miss Pema, wie sie so einige hier an Bord nannten? Nach einigen Tagen hatte sie sich abgew\u00f6hnt, alle immer erziehen zu wollen. Vielleicht schickte sie irgendwann mal ein Memo herum, was ihre korrekte Anrede betraf, aber im Grunde war auch das eher albern.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Lieutenant, ich&#8230; ich habe eben schon mit Commander DeCoster gesprochen. Es tut mir ganz f\u00fcrchterlich leid, aber ich hatte einen wirklich harten und anstrengenden Tag. Ich wei\u00df, dass jetzt meine Schicht auf der Krankenstation ist, aber ich traue mir nicht zu, jetzt eine aktive Behandlung ihrer Augen vorzunehmen.&#8220; Dass sie so etwas noch nie zuvor gemacht hatte, sagte sie nicht. Sie musste den armen Lieutenant nicht noch zus\u00e4tzlich verunsichern.<\/div>\n<div>&#8222;Daher schlage ich Ihnen vor, dass ich sie zun\u00e4chst einmal einem Stufe-Vier Scan unterziehe. Das ist eine etwa 15-Min\u00fctige automatische Untersuchung ihrer Auge und Sehnerven. Danach, und wenn ich gesehen habe, dass Sie keiner direkten Gef\u00e4hrdung durch Folgeprobleme ausgesetzt sind, k\u00f6nnen Sie gern in Ihr Quartier gehen. Wir k\u00f6nnen Dazu auch jemanden rufen, der Sie hinbringt.<\/div>\n<div>Wenn Sie das nicht m\u00f6chten, k\u00f6nnen Sie selbstverst\u00e4ndlich auch hier bleiben. Normalerweise ist es hier auch sehr viel ruhiger.&#8220; f\u00fcgte sie seufzend hinzu und streckte sich einmal.<\/div>\n<div>&#8222;Ich bleibe nat\u00fcrlich hier und bei Ihnen und wir k\u00f6nnen gern alles besprechen. Oder uns einfach nur unterhalten. Aber operieren m\u00f6chte ich Sie jetzt nicht.&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Doktor,&#8220; erwiderte Fabien. &#8222;Ich habe gar kein Quartier. Bislang jedenfalls. Es gab keines f\u00fcr mich. Daher bleibe ich nat\u00fcrlich gern hier. Nur&#8230; darf ich Sie vielleicht bitten, mir die&#8230; \u00e4h&#8230; \u00d6rtlichkeiten zu zeigen?&#8220; Das war Fabien schon ein wenig peinlich, aber es war schlichtweg notwendig.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Oh, \u00e4h, nat\u00fcrlich.&#8220; Jetsun nahm Fabiens Hand und geleitete ihn die Liege herunter und dann zum Bad, wo sie ihm die entsprechende Stallt\u00fcr zeigte. Dann wartete sie bis er fertig war und f\u00fchrte ihn wieder zur\u00fcck. Insgeheim fluchte sie, dass sie keinen vern\u00fcnftigen Holodoc hatten. Der hiesige musste ja unbedingt verr\u00fccktspielen und ein halbkriminelles Eigenleben entwickeln.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Dann initiierte sie den Scan und w\u00e4hrend die Medoliege vor sich hin summte r\u00e4umte sie das Chaos auf. Dabei fragte sie sich, wo denn das \u00fcbrige medizinische Personal wohl war. Wahrscheinlich im Einsatz oder in der Freizeit. Kurz \u00fcberlegte sie, ob sie einen akuten Einsatzfall ausrufen sollte, entschied sich aber doch dagegen. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr waren einfach nicht gegeben. Und mit Standardf\u00e4llen w\u00fcrde sie auch so abgespannt, wie sie gerade war, schon zurechtkommen.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Ihr kikonisches Kleid! Sie hob es hoch und besah sich den Schaden. Wie es aussah, war es sogar handgearbeitet! Jetsun schluckte schwer. Dann besah sie sich den Schaden. Tats\u00e4chlich war der Stoff selber nicht einmal kaputt, nur eine Naht war komplett aufgerissen. Vielleicht lie\u00df sich das ja wieder hinbekommen. Jedenfalls w\u00fcrde sie das Kleid nicht einfach wegwerfen, sondern durch einen Schneider auf der n\u00e4chste Raumbasis einmal pr\u00fcfen und in Ordnung bringen lassen. Hier an Bord gab es so etwas ja sicher nicht.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Die Medoliege meldete sich und signalisierte, dass der Scan abgeschlossen war. Jetsun legte das Kleid wieder \u00fcber eine Stuhllehne und trat zu Fabien um das Scanergebnis anzuschauen. Oha!<\/div>\n<div>&#8222;Lieutenant LaGroille, so wie es aussieht wurde an Ihnen ganz sch\u00f6n herumgepfuscht. Aber was immer man Ihnen angetan hat, es ist wieder in Ordnung zu bekommen.&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Danke, Doktor!&#8220; Fabien atmete erleichtert aus. Er hatte das gehofft. Auf der Cassandra hatte man ihn ja auch schon untersucht, hatte aber nicht die Fachkompetenz oder die Mittel, ihn vern\u00fcnftig zu behandeln. Es war gut, von der leitenden Medizinerin hier zu h\u00f6ren, dass er wieder in Ordnung kommen w\u00fcrde.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Keine Ursache.&#8220; l\u00e4chelte Jetsun, was Fabien zwar nicht sehen, wohl aber an dem Klang ihrer Stimme erkennen konnte. Spontan kam ihm das Gef\u00fchl ihrer Brust wieder in den Sinn, die er versehentlich angefasst hatte und ihm wurde hei\u00df. Zum Gl\u00fcck merkte die Doktorin nichts sondern fuhr fort:<\/div>\n<div>&#8222;Ich denke, morgen Vormittag, nachdem ich Commander DeCoster behandelt habe, w\u00fcrde ich Sie dann gern dran nehmen. Eine halbe Stunde sollte gen\u00fcgen. Falls es Komplikationen gibt vielleicht eine volle Stunde, doch damit rechne ich nicht.&#8220; wieder l\u00e4chelte Jetsun, als sie merkte, wie sich Fabiens Gesicht ein wenig verf\u00e4rbte. Dass das anderen Gedanken geschuldet war, ahnte sie nicht.<\/div>\n<div>&#8222;Sie werden danach noch rund 36 Stunden nichts sehen k\u00f6nnen, aber auch damit werden wir locker umgehen k\u00f6nnen. Eine weitere Woche werden sie nicht besonders scharfsichtig sein. Sie sollten also nicht versuchen, Shuttles zu landen. Jedenfalls nicht von Hand. Und beim Scheibenschie\u00dfen w\u00fcrden sie nicht besonders gut abschneiden. Aber danach wird alles wieder wie fr\u00fcher sein.&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Danke Doktor!&#8220; erwiderte Fabien wieder und r\u00e4usperte sich. Das &#8218;Danke&#8216; erschien ihm doch etwas lahm. Und au\u00dferdem brannte ihm schon noch auf der Seele, was vorhin geschehen war. Ihre warme Haut&#8230;<\/div>\n<div>&#8222;Und&#8230; Doktor, bitte verzeihen Sie das Missgeschick, was mir vorhin geschehen war. Ich wollte Sie ganz gewiss nicht angreifen oder irgendwie unsittlich ber\u00fchren oder so. Es war einfach&#8230;&#8220;<\/div>\n<div>Er brach ab.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Jetsun verzog ein wenig schmerzlich das Gesicht. &#8222;Das macht nichts. Wirklich nicht. Sie konnten ja nichts daf\u00fcr, das wei\u00df ich. Und das Kleid&#8230; nun, das war meine Schuld. Und au\u00dferdem glaube ich, dass wieder repariert werden kann. Machen Sie sich aber keine Sorgen deswegen.&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Dennoch!&#8220; widersprach Fabien und der Franzose kam in ihm hoch.<\/div>\n<div>&#8222;Gestatten Sie mir wenigstens, Sie dann einmal als Entsch\u00e4digung zum Essen auszuf\u00fchren? Vielleicht auf der n\u00e4chsten Raumbasis. Und bitte tragen Sie dann das Kleid. Ich m\u00f6chte es wenigstens einmal an Ihnen sehen. Es stand Ihnen bestimmt ganz hervorragend.&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Oh&#8230;&#8220; machte Jetsun. Ob ausgerechnet dieses Kleid das richtige f\u00fcr eine Raumbasis w\u00e4re? Anderseits&#8230; warum nicht? Entschlossen schob sie ihre Unterlippe ein wenig vor.<\/div>\n<div>&#8222;Also gut. Abgemacht. Aber erst einmal wollen wir Sie wieder zur\u00fcck in Ihre alte Form bringen, einverstanden?&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div># Ort: Krankenstation<\/div>\n<div># Zeit: MD 13.0810<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Jetsun war nicht so besonders gut drauf. Zugegeben, der Abend in der Krankenstation zusammen mit Lieutenant LaGroille war noch recht anst\u00e4ndig gewesen. Nur so viel zum Unterhalten waren sie nicht gekommen, da es doch genug zu tun gab. Aber das machte nichts und war vielleicht auch ganz gut so.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Als sie dann endlich um 22 Uhr ging um in ihr Quartier zu gelangen, war Ileytis nicht da gewesen. Das hatte Jetsun ma\u00dflos entt\u00e4uscht, zumal auf ihre Nachfrage nur der Hinweis kam, dass diese in der Astrogation war und nicht gest\u00f6rt werden wollte. Jetsun hatte also einfach nur ihren Kittel und den kl\u00e4glichen Rest ihrer Kleider abgestreift und sich einfach so und ungewaschen hingelegt und war sofort eingeschlafen.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Am n\u00e4chsten Morgen war es dann umgekehrt gewesen. Sie musste aufstehen, da sie ja zwei wirklich wichtige Termine hatte, aber Ileytis hatte sich einfach nur umgedreht und weiter geschlafen.<\/div>\n<div>Am liebsten h\u00e4tte Jetsun alle ihre bl\u00f6den Termine gestrichen und sich mit ihrer Freundin ausgesprochen, doch nat\u00fcrlich war das nicht m\u00f6glich. Sie wusste auch, dass es ihre Schuld war. Sie hatte einfach zu viel zu tun. Diese Doppelbelastung durch Medizin und Diplomatie gab ihr keine Zeit mehr f\u00fcr Ileytis, die sich hier an Bord ja immer noch nicht wirklich einleben hatte k\u00f6nnen. Und dann noch die Aff\u00e4re mit Arsinoe. Ileytis hatte sich nicht eifers\u00fcchtig gezeigt, doch so ganz, f\u00fcrchtete Jetsun, war das vielleicht doch nicht der Fall.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Naja. Sie schl\u00fcpfte schnell noch unter die Dusche, putzte ihre Z\u00e4hne, trocknete sich so gut es ging ab und schl\u00fcpfte dann in ihre Uniform. Dann beugte sie sich zu Ileytis, k\u00fcsste sie z\u00e4rtlich auf die Stirn (genau auf ihre empfindliche Vilga-Dr\u00fcse was, wie Jetsun erfahren durfte, ausgesprochen sinnlich zu sein schien und ihr wenigstens ein zufriedenes Brummen einbrachte) und sauste dann los zum Dienst. Diesmal hatte sie auch nicht ihren vorgeschriebenen Schal vergessen.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Sie war p\u00fcnktlich! Dennoch hatte sie keine Zeit, wenigstens noch einen Tee zu sich zu nehmen, denn Commander DeCoster war ebenfalls p\u00fcnktlich. Also machte sie aus der Not eine Tugend.<\/div>\n<div>&#8222;Commander!&#8220; nickte sie ihrer ersten Patientin des Tages zu, &#8222;sch\u00f6n, dass Sie da sind. Gehen wir doch nach nebenan.&#8220;<\/div>\n<div>Nicht mal das \u00dcbergabeprotokoll der Nachtschicht hatte sie sich anschauen k\u00f6nnen!<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>In ihrem CM-Besprechungsraum bot Jetsun Samantha Platz an.<\/div>\n<div>&#8222;M\u00f6chten Sie auch einen Tee? Oder etwas anderes?&#8220; fragte sie und replizierte sich selber erst einmal einen\u00a0 und nahm sich dann erst einmal einen sch\u00f6nen Ceylon-Tee mit etwas Milch. Dann setzte sie sich ebenfalls und warf einen Blick auf Samanthas Akte.<\/div>\n<div>Aha. Sie bekam t\u00e4glich 0,2 Milligramm Sonitalin. Das war zwar viel, aber auch nicht ungew\u00f6hnlich viel. Und es sollte normalerweise keine Halluzinationen verursachen. Jedenfalls nicht allein eingenommen. Es gab aber m\u00f6gliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, von denen aber keine auf der Liste standen.<\/div>\n<div>&#8222;Commander,&#8220; sagte sie daher und legte das PADD auf den Tisch ab. &#8222;m\u00f6gen Sie mir wohl sagen, welche Medikamente Sie genau zu sich nehmen? Und was Sie in den letzten Tagen gegessen und getrunken haben? Oder was immer Sie zu sich genommen haben oder wessen Sie sich ausgesetzt gesehen haben. Denn das Medikament, welches Sie gerade nehmen, sollte keine derartigen, wie von Ihnen beschriebene Wirkungen zeigen. Normalerweise. Nat\u00fcrlich ist jeder Mensch anders und reagiert anders. Und dann gibt es eben auch Neben- und Wechselwirkungen. Daher w\u00fcsste ich gern, ob Sie mir dazu etwas sagen k\u00f6nnen.&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>@Sam: hepp, zur\u00fcck.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div># Ort: Krankenstation<\/div>\n<div># Zeit: MD 13.1000<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Modernste Technik. Das war, was Jetsun hier und jetzt wirklich brauchte.<\/div>\n<div>Hatte man fr\u00fcher die Augen mehr oder weniger aus den H\u00f6hlen herausgezogen um an deren Hinterseite operieren zu k\u00f6nnen, so war es jetzt anders. Der Berg kam zum Propheten. Oder umgekehrt. Jedenfalls war es eine Mischung zwischen Transportertechnologie und Holographie, die hier zum Tragen kam.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Einerseits wurde ein um den Faktor zehn vergr\u00f6\u00dfertes holographisches Abbild des zu operierenden Gebietes erzeugt, an dem der Operateur arbeitete. Gleichzeitig fungierte ein holographisches energetisches Skalpell als Kopie des eigentlichen Instruments mit dem der Operateur am Hologramm arbeitete. Das Hologramm konnte dabei nach Belieben weiter vergr\u00f6\u00dfert oder wieder verkleinert werden.<\/div>\n<div>Dazu kamen energetische Stimulationen der Nerven mit ins Spiel. Zerst\u00f6rte Nervenenden wurden entfernt und die noch funktionst\u00fcchtigen wurden durch entsprechende Stimulation zu explosionsartigen aber gezielten Wachstum angeregt. Auf diese Weise wurden die zerst\u00f6rten Verbindungen wieder hergestellt. Und dabei lag der Patient einfach nur da w\u00e4hrend die Operateure im Nebenraum arbeiteten. Wichtig dabei war die absolute Immobilit\u00e4t des Patienten. Dieser wurde dazu in Stasis gelegt und sein Herzschlag und seine Atmung auf ein Tausendstel reduziert. Nur zu bestimmten Situationen wurde diese Stasis deaktiviert. Dann, wenn n\u00e4mlich eine der Nervenbahnen wachsen soll. Das geht in Stasis nat\u00fcrlich nicht.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Jetsun hatte solch eine OP noch nie zuvor gemacht, wusste aber wenigstens ungef\u00e4hr, wie es funktionierte. Sie hatte nicht einmal Zeit genug gehabt, sich richtig in die Arbeitsmethoden einzulesen. Das aber hatte Nathaly Grace wenigstens, die Jetsun bei ihrer T\u00e4tigkeit zu assistieren hatte. SCPO Te-Aboshanai \u00fcberwachte in seiner Eigenschaft als MTA die technische Seite der Operation w\u00e4hrend PO Ilali ak Metano bei Fabien blieb und ihn \u00fcberwachte. Und vor allem daf\u00fcr sorgte, dass er absolut still blieb.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Nat\u00fcrlich lief nichts so wie geplant. Das begann schon damit, dass Fabien irgendwie nicht so gut auf die Medikamente ansprach. Er wollte einfach nicht still bleiben, wenn die Stasis nicht griff. Das wiederum bedeutete, dass auch das Hologramm sich st\u00e4ndig ver\u00e4nderte, da der Computer die Wechselbeziehung zwischen holografischem Operationsgebiet und dem holographischen Skalpell nicht so schnell berechnen konnte. Hier ging es ja zumindest bei maximaler Vergr\u00f6\u00dferung um mikroskopische Bereiche. Schon der Puls lie\u00df das ganze Arbeitsgebiet vibrieren.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Dazu waren beide Ensigns ziemlich nerv\u00f6s. Bestimmt hundert Mal hatte Jetsun gedacht, dass es eine Sauerei war, dass man solche Arbeiten nicht dem Computer \u00fcberlassen konnte. Sie h\u00e4tte bestimmt gelacht, wenn sie gewusst h\u00e4tte, dass Nathaly genau dasselbe dachte. Dagegen waren Te-Aboshanais Gedanken genau anders herum. Er bewunderte die beiden Frauen und war dankbar, dass solche sensiblen Arbeiten nicht einer seelenlosen KI \u00fcberlassen wurde. Fabien LaGroille dachte gar nichts und das war auch sicher gut so. So merkte er zumindest nicht, dass die f\u00fcr eine halbe Stunde gedachte und f\u00fcr eine Stunde angesetzte Operation insgesamt zweieinhalb Stunden dauerte. Ohne Pause.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Als dann Jetsun v\u00f6llig nassgeschwitzt das holographische Skalpell deaktivierte und sich zu Nathaly umsah bemerkte sie, dass diese ihrerseits ebenso klitschnass war. Jetsun l\u00e4chelte ersch\u00f6pft und meinte dann: &#8222;Ich hoffe, dass ich das so bald nicht wieder machen muss.&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;O, ja!&#8220; pflichtete Nathaly ihr bei. &#8222;Und ich muss zugeben, dass ich froh war, hier nicht die Verantwortung zu haben. Das war doch ganz sch\u00f6n&#8230; aufregend.&#8220; Sie \u00fcberpr\u00fcfte noch einmal ihre gemeinsame Arbeit, dann nickte sie.<\/div>\n<div>&#8222;Aber wir haben es richtig gut gemacht. Etwas&#8230; naja, \u00fcberm\u00e4\u00dfig vielleicht und nicht so elegant wie ein&#8230;&#8220; fast h\u00e4tte sie Profi gesagt, aber das wollte sie weder Jetsun noch sich selbst antun. Also setzte sie ihren Satz fort: &#8222;&#8230;wie ein alter Hase in diesem Job. Aber gut. Richtig gut.&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Auch Te-Aboshanai nickte. &#8222;Sollte ich mal ein derartiges Problem haben, w\u00fcrde ich mich jederzeit in eure zarten H\u00e4nde begeben. Besser jemand, der sich so richtig viel M\u00fche gibt wie ihr, als der eben zitierte alte Hase, der diesen Job mal so eben zwischendurch zwischen Tee und Tennis macht.&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Alle drei lachten entspannt und sowohl Jetsun als auch Nathaly erwiderte fast im Chor: &#8222;Danke!&#8220;<\/div>\n<div>Nathaly f\u00fcgte dann noch hinzu: &#8222;Eigentlich&#8230; finde ich das auch. Also, wenn n\u00f6tig w\u00fcrde ich das doch wieder machen. Notfalls auch schon morgen. Aber nur mit euch beiden zusammen.<\/div>\n<div>Nur jetzt nicht. Jetzt brauch ich erstmal eine Pause.&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Geh nur!&#8220; meinte Jetsun. &#8222;Ich bleibe hier und mache die Schicht bis 16 Uhr, in Ordnung?&#8220;<\/div>\n<div>An Te-Aboshanai gewandt sagte sie: &#8222;Fahr Du bitte die Anwendung runter. Ich gehe r\u00fcber zu unserem Patienten. Er m\u00fcsste ja jeden Augenblick wieder aufwachen.&#8220;<\/div>\n<div>Das sollte eigentlich von jetzt auf sofort gehen, doch da Fabien auf das Standard-Narkotikum nicht gut reagiert hatte, hatten sie ein anderes nehmen m\u00fcssen, das einerseits eine l\u00e4ngere Nachlaufzeit hatte und andererseits leichte Stimmungsschwankungen hervorrufen konnte. Sie machte sich also darauf gefasst, dass Fabien m\u00f6glicherweise etwas jammerig drauf war. Wutanf\u00e4lle konnte sie sich bei dem netten Franzosen einfach nicht vorstellen. Eher, dass er N\u00e4he brauchte. Naja, das w\u00fcrde schon irgendwie gehen&#8230;<\/div>\n<div>Dabei fiel ihr ein, dass es vielleicht angebracht w\u00e4re, Dr. Renal zu kontaktieren. Die Rihanha war ja spezialisiert auf posttraumatische Stressprobleme. Doch bevor sie das tat wollte Jetsun erst einmal sehen, wie Fabien \u00fcberhaupt reagierte.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>@Fabi: Wie wird er reagieren?<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&lt;\/RPG&gt;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&lt;SUM&gt;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div># Ort: Krankenstation<\/div>\n<div># Zeit: MD 12.1810<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Jetsun spricht mit Fabien seine kommende OP ab. Dieser entschuldigt sich dann noch einmal f\u00fcr sein Missgeschick.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div># Ort: Krankenstation<\/div>\n<div># Zeit: MD 13.0810<\/div>\n<div># Ball: Sam<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Die Beziehung zwischen Ileytis und Jetsun kriselt etwas, was Jetsun ein wenig zu schaffen macht. Unabh\u00e4ngig davon trifft sie sich wie geplant mit Lieutenant Commander DeCoster um deren Medikamentierung zu besprechen.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div># Ort: Krankenstation<\/div>\n<div># Zeit: MD 13.1000<\/div>\n<div># Ball: Fabi<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Fabi kommt unters Messer&#8230;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&lt;\/SUM&gt;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>submitted by<\/div>\n<div>Isabelle<\/div>\n<div>a.k.a.<\/div>\n<div>Ens. Jetsun Pema<\/div>\n<div>(i)CM USS Hephaistos<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo! \u00a0 Mal ein paar Doktorspielchen&#8230; \u00a0 \u00a0 &lt;RPG&gt; # Ort: Krankenstation # Zeit: MD 12.1810 \u00a0 Jetsun sah der Offizierin nach, wie sie sich vorsichtig den Weg zur\u00fcck aus der T\u00fcr der Krankenstation hinaus bahnte. Na gut, so viel Chaos war dort nicht verursacht worden. 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