{"id":5914,"date":"2020-10-04T20:28:06","date_gmt":"2020-10-04T18:28:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/ein-erwartetes-wiedersehen\/"},"modified":"2020-10-04T20:28:06","modified_gmt":"2020-10-04T18:28:06","slug":"ein-erwartetes-wiedersehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/ein-erwartetes-wiedersehen\/","title":{"rendered":"Ein erwartetes Wiedersehen"},"content":{"rendered":"<div>Hallo zusammen,<\/p>\n<p>hier ein Copo von ela und mir, in dem es um die Ereignisse nach dem<br \/>Aufbruch geht.<\/p>\n<p>Der Hauptteil ist aus der Perspektive &#8222;von au\u00dfen&#8220; geschrieben, so dass<br \/>gern jeder pers\u00f6nliche Erlebnisse, tragikomische Details oder Austausch<br \/>von Beleidigungen \u00fcber Subraumfunk erg\u00e4nzen kann. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Die &#8222;unerwartete&#8220; Errettung ist schon relativ genau ausgedacht. Falls<br \/>also jemand hinten anschlie\u00dfen und fortsetzen m\u00f6chte, ist das nat\u00fcrlich<br \/>erlaubt; aber er\/sie sei hiermit gebeten, sich mit Mac und\/oder Effi<br \/>abzustimmen (z.B. im Discord).<\/p>\n<p>Viel Vergn\u00fcgen beim Lesen!<br \/>\u00a0Johannes &amp; ela<\/p>\n<p>&lt;RPG&gt;<br \/># Zeit: MD15.1300<br \/># Ort: Captain&#8217;s Room<\/p>\n<p>&#8222;Was gibt es, Captain&#8220;?<\/p>\n<p>Der Klingone wirkte wie immer absolut ruhig und gefasst. Falls die<br \/>Bestellung zu einem Vieraugengespr\u00e4ch ihn in irgendeiner Weise nerv\u00f6s<br \/>machte, war ihm zumindest \u00e4u\u00dferlich nichts davon anzumerken.<\/p>\n<p>&#8222;Leftenant, stehen Sie bequem&#8220;, begr\u00fc\u00dfte Shay ihn freundlich. &#8222;Danke<br \/>dass Sie die Zeit gefunden haben.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Selbstverst\u00e4ndlich Captain.&#8220;<\/p>\n<p>Shay gestattete sich ein kleines L\u00e4cheln. Wie lange war der Klingone<br \/>jetzt schon an Bord? Man sollte meinen dass die Umgangsformen mit der<br \/>Zeit etwas lockerer wurden. Doch bei Ajur stand die Sache etwas anders.<\/p>\n<p>Der Captain beschloss, gleich zur Sache zu kommen. &#8222;Wie Sie<br \/>wissen,fliegen wir morgen ab. Darum w\u00fcrde ich gern Ihre Einsch\u00e4tzung h\u00f6ren.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Gern, sofern ich helfen kann&#8230;&#8220; erwiderte Ajur etwas unentschlossen,<br \/>immer noch nicht ganz sicher worauf Ruthven hinauswollte. Dieser fuhr fort:<\/p>\n<p>&#8222;W\u00e4hrend wir auf dem Planeten unterwegs waren hat sich ja einiges<br \/>ereignet. Da w\u00e4re zum einen die Entf\u00fchrung von Emily Wells und ihre<br \/>Flucht von dem klingonischen Kreuzer. Zum zweiten haben wir die USS<br \/>Cassandra, die von getarnten Schiffen bedroht und dann aus unbekannten<br \/>Gr\u00fcnden ziehen gelassen wurde.&#8220;<\/p>\n<p>Er sah aus dem Fenster auf das Halbrund von Thassos IV. &#8222;Schlie\u00dflich ist<br \/>da der Waldbrand, den ich hautnah erleben durfte. Ausgel\u00f6st durch einen<br \/>F\u00f6derationsphaser, der durch nach wie vor ungekl\u00e4rte Umst\u00e4nde auf den<br \/>Planeten gelangt ist. Verschiedene weitere kleine Vorf\u00e4lle, die etwas zu<br \/>bedeuten haben k\u00f6nnten oder auch nicht &#8230; Sie wissen ja Bescheid.&#8220;<\/p>\n<p>Ajur nickte zu den ihm bereits bekannten Fakten.<\/p>\n<p>&#8222;Somit ist eines v\u00f6llig klar. In diesem Sektor l\u00e4uft irgendeine<br \/>Operation der Klingonen, die nach wie vor im Gange ist. Zweitens scheint<br \/>mindestens ein sekund\u00e4res Ziel der Mission unser Schiff zu sein. Sehen<br \/>Sie das auch so?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ohne Zweifel&#8220;, best\u00e4tigte Ajur. Die Schlussfolgerung war naheliegend.<br \/>Wor\u00fcber er noch zweifelte, war das Motiv f\u00fcr das Interesse der Klingonen<br \/>an ihnen. Nicht dass es an solchen gemangelt h\u00e4tte. Da war die<br \/>Raumschlacht, noch keine vier Wochen her, in denen sich das ATAK<br \/>erstmalig bew\u00e4hrt hatte. Dann ihre Mission bei den Kikonen und davor im<br \/>Asteroidenfeld; und nicht zuletzt stellte auch die Hephaistos an sich<br \/>eine lohnende Prise dar. Nein, die Frage war eher, welches dieser Motive<br \/>das entscheidende war. Vielleicht ja auch alle zusammen.<\/p>\n<p>&#8222;Was denken Sie, wollen die Klingonen von uns? Und viel wichtiger, was<br \/>denken Sie, erwartet uns, wenn wir Thassos hinter uns gelassen haben?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Captain, Ihnen ist sicher selbst bewusst, wie viele verschiedene Gr\u00fcnde<br \/>es geben kann, warum der Feind&#8220;, Ajur w\u00e4hlte dieses Wort bewusst, um<br \/>eindeutig klar zu machen auf welcher Seite er stand, &#8222;.. an uns<br \/>Interesse zeigen k\u00f6nnte. Ich kann nur vermuten welche davon zutreffen.<br \/>Doch letztendlich laufen sie alle auf dasselbe hinaus.&#8220;<\/p>\n<p>Der Klingone lie\u00df eine dramatische Pause. &#8222;Sie werden versuchen, die<br \/>Hephaistos und ihre Besatzung in die Finger zu kriegen. Ich glaube<br \/>nicht, dass sie darauf aus sind uns einfach nur abzuschie\u00dfen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;hmhm&#8220;, nickte Shay und bedeutete Ajur, fortzufahren.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn ich mich nun in die Gegenseite hineinversetze&#8230;&#8220;<br \/>unerw\u00fcnschterweise stand ihm das Bild seines Bruders vor Augen. &#8222;&#8230;<br \/>w\u00fcrde ich einen solchen Coup sorgf\u00e4ltig vorbereiten. Ich w\u00fcrde akribisch<br \/>erkunden, welche F\u00e4higkeiten dem Gegner zur Verf\u00fcgung stehen.<br \/>Insbesondere nach der \u00fcberraschenden Niederlage, die wir ihnen bei der<br \/>ersten Konfrontation beigebracht haben. Erst wenn ich sicher w\u00e4re, alles<br \/>\u00fcber den Feind zu wissen, w\u00fcrde ich zugreifen. *Das* ist der Grund,<br \/>warum sie uns die ganze Zeit \u00fcber in Frieden lassen.&#8220;<\/p>\n<p>Ajur dachte an M&#8217;Kor. Er wusste, sein Bruder w\u00fcrde die Schmach der<br \/>Niederlage niemals auf sich beruhen lassen. Er war irgendwo da drau\u00dfen.<br \/>Um so erstaunlicher war es, dass er tats\u00e4chlich die n\u00f6tige Geduld f\u00fcr<br \/>das eben beschriebene Vorgehen aufbrachte. Erstaunlich &#8230; und gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>&#8222;Ich w\u00fcrde das Schlachtfeld so w\u00e4hlen, dass ich alle Vorteile habe. Ich<br \/>w\u00fcrde warten bis mein Gegner allein ist. Und dann w\u00fcrde ich mit einer<br \/>deutlichen \u00dcbermacht angreifen.&#8220;<\/p>\n<p>Er sah es vor sich, als w\u00e4re es schon geschehen. &#8222;Ich denke, sie werden<br \/>uns nicht davonkommen lassen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Hm, danke&#8220;, knirschte Shay. Eine verflixte Situation, in die sie da<br \/>geraten waren. Er dachte an die traumatisierten Fl\u00fcchtlinge von der<br \/>Ainama. Wie sollten sie eine weitere Raumschlacht \u00fcberstehen?<\/p>\n<p>&#8222;Also, Leftenant&#8220;, sagte er schlie\u00dflich auffordernd zu Ajur. &#8222;Was machen<br \/>wir dagegen?&#8220;<\/p>\n<p>Der Klingone verzog keine Miene. &#8222;Oh, ich habe da schon einmal einige<br \/>Vorschl\u00e4ge vorbereitet&#8230;&#8220;<\/p>\n<p># Zeit: MD8.1050<br \/># Ort: Am Rande des Thassos-System<\/p>\n<p>Sie brauchten knapp drei Stunden, um das Thassos-System hinter sich zu<br \/>lassen. Zehn Minuten vor elf meldete sich das kikonische Schiff. Eine<br \/>befehlsgewohnte Frauenstimme drang aus dem COM.<\/p>\n<p>[&#8222;Arkouda hier. Wir drehen jetzt ab. Ab hier haben Sie freie Kurswahl.&#8220;]<\/p>\n<p>&#8222;Verstanden Arkouda&#8220;, best\u00e4tigte Shay. Er f\u00fchlte dass er noch irgend<br \/>etwas sagen wollte. &#8222;Wir bedanken uns f\u00fcr die Gastfreundschaft, und<br \/>hoffen dass wir uns in Frieden wiedersehen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>[&#8222;Es war uns eine Ehre. M\u00f6ge Aletheia Sie beh\u00fcten, wohin sie auch gehen.<br \/>Und&#8230; geben Sie auf unsere Schwester acht.&#8220;]<\/p>\n<p>Shay warf einen Seitenblick zu Selene, die den Flug durchs All nach wie<br \/>vor mit staunenden Kinderaugen verfolgte (solange sie sich unbeobachtet<br \/>f\u00fchlte).<\/p>\n<p>&#8222;Das werden wir. Mar sin leat &#8212; Auf Wiedersehen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Verbindung schloss sich. Nun waren sie wirklich unterwegs.<\/p>\n<p># Zeit: MD8.1100<br \/># Ort: knapp vor dem Thassos-System<\/p>\n<p>Es hatte\u00a0 lang gedauert, bis es die Cassandra zur\u00fcck zum Thassos-System<br \/>geschafft hatte &#8211; eine gef\u00fchlte Ewigkeit. In der Zeit hatte der CING mit<br \/>seiner Mannschaft das Schiff fast general\u00fcberholt und neu lackiert.<br \/>Zumindest w\u00fcnschte sich Maria Chavez das. Der Statusreport sagte jedoch<br \/>etwas anderes. Ihr Schiff war kurz davor ein Schrotthaufen zu sein, ein<br \/>Schrotthaufen, der schie\u00dfen kann und wenn man sich nicht vorsah, dann<br \/>konnte man sich an irgendwelchen Schrottteilen mit Tetanus oder anderen<br \/>Dingen infizieren, wenn man sich versehentlich dran schnitt, jedoch<br \/>bildete sich jemand im Flottenkommando ein, dass ein kleines Kampfschiff<br \/>mit einem schie\u00dfenden Schrotthaufen im R\u00fccken sicherer war, als ohne<br \/>diesen.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Ma&#8217;am, die Hephaistos wird in wenigen Minuten die Systemgrenze erreichen.<\/p>\n<p>&#8222;Rufen Sie sie!&#8220;<\/p>\n<p>Nur wenige Minuten sp\u00e4ter erschien das Konterfei von Shay Ruthven auf<br \/>dem Bildschirm.\u00a0<\/p>\n<p>[Wie ich sehe, sind Sie wohlauf?] erklang die Stimme des CO der USS<br \/>Hephaistos durch den Br\u00fcckenlautsprecher.<\/p>\n<p>Maria nickte. &#8222;Wir sind gekommen um Sie zu unterst\u00fctzen.&#8220;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Shay und Maria redeten, arbeite im Hintergrund der TAK der USS<br \/>Hephaistos fieberhaft. Pl\u00e4ne mussten adaptiert, ATAK mit neuen<br \/>Informationen gef\u00fcttert werden. Tats\u00e4chlich hatte Ajur mehrere Pl\u00e4ne<br \/>ausgearbeitet und einige mit Cpt. Ruthven besprochen. Auch die<br \/>Begleitung durch ein zus\u00e4tzliches Schiff hatte er zumindest angedacht.<br \/>Die Anwesenheit \u00e4nderte somit nicht alles. Aber die Bandbreite der<br \/>M\u00f6glichkeiten variierte, selbst wenn man ber\u00fccksichtigte, dass die USS<br \/>Cassandra eher einem Forschungsschiff, denn einem Kampfkreuzer glich.\u00a0<\/p>\n<p>Als sich Shay Ruthven fragend zu seinem TAK herumdrehte, nickte dieser<br \/>daher nur best\u00e4tigend in dem Wissen, dass die Frage beinhaltete, ob er<br \/>die Cassandra in seine Planung aufgenommen hatte.<\/p>\n<p>[Cmdr. Chavez, Sie erhalten in wenigen Minuten einen Satz verschl\u00fcsselte<br \/>Taktik-Daten. Ich w\u00fcnsche uns allen viel Gl\u00fcck. Wir bereiten nun den<br \/>Abflug aus dem Thassos-System vor. Ich hoffe wir treffen uns<br \/>wohlbehalten an DS K-7 wieder.]<\/p>\n<p># Zeit: MD16.1400<br \/># Ort: Auf dem Weg nach DS K-7<\/p>\n<p>Auf dem Hauptbildschirm zogen gleichm\u00e4\u00dfig die Sterne an ihnen vorbei. Es<br \/>sah aus wie ein normaler, langweiliger Warpflug.<\/p>\n<p>Doch Captain Ruthven wusste, dass dem Frieden nicht zu trauen war. Seit<br \/>sie auf Warp gegangen waren, f\u00fchlte er die innere Anspannung. Auch der<br \/>Rest der Br\u00fcckencrew war bereit. Sie hatten die Zeit seit dem Verlassen<br \/>des Orbits genutzt, um die einzelnen Stationen mit den n\u00f6tigen<br \/>Informationen zu briefen.<\/p>\n<p>Die Ruhe vor dem Sturm. Shay glaubte nicht, dass die Klingonen sich viel<br \/>Zeit lassen w\u00fcrden. Sie waren etwa zwei Stunden von Thassos entfernt,<br \/>als es ohne gro\u00dfe Vorwarnung begann.<\/p>\n<p>&#8222;Captain, ich orte eine Energiesignatur auf 27 strich 92. N\u00e4hert sich<br \/>schnell.&#8220;, meldete Ajur mit ruhiger Stimme von der taktischen Station.<\/p>\n<p>\/\/ Endlich \/\/ dachte Shay unwillk\u00fcrlich. &#8222;Schilde hoch. Roter Alarm.<br \/>Geschwindigkeit reduzieren auf Warp 4.&#8220;<\/p>\n<p>Das bislang konstante Betriebsger\u00e4usch des Schiffes ver\u00e4nderte sich, als<br \/>Aggregate in den Tiefen der Hephaistos ansprangen, w\u00e4hrend andere<br \/>abtourten. Die Beleuchtung dimmte ab und das gef\u00fcrchtete rote Licht<br \/>begann zu pulsieren.<\/p>\n<p>&#8222;Eine zweite Energiesignatur. Ziel ist die Cassandra&#8220;, meldete Ajur. Nur<br \/>Sekunden sp\u00e4ter blitzte der Schild der Hephaistos auf, als der erste<br \/>Torpedo explodierte. Eine leichte Ersch\u00fctterung durchlief das Schiff,<br \/>doch ansonsten blieb dieser Warnschuss ohne Folgen. Auch die Cassandra<br \/>steckte ihren Treffer weg.<\/p>\n<p>&#8222;Status?&#8220; forderte Shay.<\/p>\n<p>&#8222;Keine Sch\u00e4den&#8220;, antwortete Jenn von der OPS. &#8222;Schilde auf f\u00fcnfzig<br \/>Prozent der Nominalleistung.&#8220;<\/p>\n<p>Wenig \u00fcberraschend, denn bis gerade eben war der Gro\u00dfteil der<br \/>Schiffsenergie ja noch dem Warpantrieb zugekommen.<\/p>\n<p>&#8222;Wir bleiben bei Plan C.15&#8220;, befahl Shay. &#8222;Unter Warp gehen. ATAK auf<br \/>Aktivmodus I gehen, bereithalten f\u00fcr Aktivmodus II.&#8220;<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Nicht mehr als ein Staubkorn, dass auf die unendliche schwarze<br \/>Tischplatte des Weltalls fiel, so erschien die USS Hephaistos wieder im<br \/>Normaluniversum. Ein zweiter Subraumblitz begleitete das Auftauchen der<br \/>USS Cassandra. Nur ein sehr aufmerksamer Beobachter bemerkte die<br \/>weiteren Ersch\u00fctterungen des Raumzeit-Kontinuums, die durch die<br \/>ebenfalls auftauchenden Klingonenschiffe verursacht wurden.<\/p>\n<p>Die Maske fiel. Als erstes tauchte nat\u00fcrlich die IKS Qu&#8217;Vat vor dem<br \/>nachtschwarzen Hintergrund auf. Dann ein &#8211; zwei &#8211; drei &#8211; vier<br \/>Begleitschiffe.<\/p>\n<p>Es gab nichts, was die Parteien sich zu sagen hatten. Die Fronten waren<br \/>klar. Noch bevor die Verzerrungen der sich abschaltenden Tarnfelder bei<br \/>allen Klingonenschiffen erloschen waren, waren die ersten Torpedosalven<br \/>unterwegs, begleitet von den orangeroten Salven der Disruptoren. Die<br \/>Hephaistos und Cassandra zahlten in gleicher M\u00fcnze zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Hephaistos? Nun, eigentlich waren es drei kleinere Schiffe, die hier<br \/>in den Kampf eintraten. Denn wie sich zeigte, waren die Starfleet Leute<br \/>keineswegs unvorbereitet unterwegs gewesen. Noch vor Antritt des<br \/>Warpfluges hatte sich das Schiff geteilt, und war in perfektem<br \/>Synchronflug in den \u00dcberlichtflug gegangen. Nun spritzten sie ohne<br \/>Zeitverzug auseinander und er\u00f6ffneten das Gegenfeuer.<\/p>\n<p>Die F\u00f6derationsschiffe starteten dabei mit einer defensiven Taktik. Der<br \/>wichtigste Baustein war das Geos-Modul, das Mittelst\u00fcck der Hephaistos,<br \/>das sich als Fels in der Brandung vor die Cassandra und die anderen<br \/>beiden Schiffsteile stellte. Die ersten Sch\u00fcsse steckte der Schild der<br \/>Geos ein; ein geschicktes Ausweichman\u00f6ver lie\u00df die Torpedos harmlos<br \/>vorbeischie\u00dfen. Leider gelang das gleiche auch den Klingonen.<\/p>\n<p>Es war klar, dass die Klingonen bei diesem Spiel nicht lange mitspielen<br \/>w\u00fcrden. Das Geschwader f\u00e4cherte auf und begann, die Geos in drei<br \/>Dimensionen zu umgehen. Nun gab es auch Arbeit f\u00fcr die anderen drei<br \/>Einheiten. Salve um Salve feuerten die Pulsphaser der Olymp. Ein<br \/>begnadeter Sch\u00fctze war hier am Werk, und fast jeder Schuss fand sein<br \/>Ziel. Es h\u00e4tte wie Tontaubenschie\u00dfen sein k\u00f6nnen, doch leider taten die<br \/>klingonischen Kreuzer ihnen nicht den Gefallen, einfach zu zerplatzen.<br \/>Im Gegenteil, es schien als k\u00f6nnten sie jeden Treffer einstecken,<br \/>w\u00e4hrend es auf Seiten der F\u00f6derationsschiffe allein ihrer Wendigkeit und<br \/>den kunstvollen Flugman\u00f6vern der Piloten zu verdanken war, dass noch<br \/>keine gr\u00f6\u00dferen Sch\u00e4den zu verzeichnen waren.<\/p>\n<p>Im Vergleich zur Olymp waren die Cassandra und das Hades-Modul eher zur<br \/>Unterst\u00fctzung und f\u00fcr kurze Ablenkungsman\u00f6ver gut. Gl\u00fccklicherweise<br \/>schien die klingonische Aufkl\u00e4rung doch nicht perfekt zu sein, sonst<br \/>h\u00e4tten sie die beiden schwach bewaffneten Einheiten wohl links liegen<br \/>gelassen und sich auf die wahren Gegner konzentriert.<\/p>\n<p>Den ersten Wirkungstreffer erzielte ausgerechnet das Hades-Modul, das am<br \/>schw\u00e4chsten bewaffnete der F\u00f6derationsschiffe. Einer seiner Torpedos<br \/>traf in einem g\u00fcnstigen Moment auf die Schilde eines Klingonenkreuzers,<br \/>durchschlug diese und amputierte ihm den Sublichtantrieb mit<br \/>chirurgischer Pr\u00e4zision. Das Schiff trudelte man\u00f6vrierunf\u00e4hig davon.<\/p>\n<p>Die Klingonen lie\u00dfen sich nicht etwa dazu hinrei\u00dfen, das angeschlagene<br \/>Schiff zu sch\u00fctzen. Im Gegenteil, die beiden n\u00e4chsten Schiffe drehten<br \/>wie zuf\u00e4llig etwas ab, um es den F\u00f6derationsschiffen wie auf dem<br \/>Pr\u00e4sentierteller darzubieten. Ein netter Versuch, doch die Falle war<br \/>offensichtlich, und die F\u00f6derationseinheiten bissen nicht an. Statt<br \/>dessen brachten sie sich durch einen taktischen R\u00fcckzug au\u00dfer Reichweite<br \/>des dahintreibenden Schiffs, und entfernten es auf diese Weise aus der<br \/>Gleichung.<\/p>\n<p>Die verbleibenden vier Klingonenschiffe, unter ihnen die Qu&#8217;Vat, setzten<br \/>nach und lie\u00dfen der F\u00f6deration nur eine minimale Atempause. Lang genug<br \/>f\u00fcr die n\u00e4chste \u00dcberraschung, die die Taktiker von der Hephaistos<br \/>vorbereitet hatten.<\/p>\n<p>&#8222;Es hat etwas von Harakiri, aber es muss sein&#8220;, hatte Shay gestern dazu<br \/>gesagt. &#8222;Ich hoffe nur, sie nennen es sp\u00e4ter nicht das Ruthven-Man\u00f6ver.&#8220;<\/p>\n<p>Was geschah war, dass das Hades-Model unvermittelt seine Schildst\u00e4rke<br \/>halbierte, als betr\u00e4chtliche Energiemengen im Inneren des Schiffes<br \/>umgeleitet wurden. Unmittelbar darauf folgte der Sprung auf maximale<br \/>Warpgeschwindigkeit. Um zu verhindern, dass die Klingonen auf dumme<br \/>Ideen kamen, feuerten die Olymp, Geos und Cassandra unterdessen aus<br \/>allen Rohren. Die O&#8217;thor, eines der klingonischen Begleitschiffe,<br \/>versuchte trotzdem die Verfolgung aufzunehmen. Ein Man\u00f6ver, dass das<br \/>Raumschiff seine linke Disruptorphalanx kosten sollte, zusammen mit der<br \/>H\u00e4lfte der Schwinge, als ein Wirkungstreffer der Geos es erwischte.<br \/>Kraftfelder und kleinere Explosionen blitzen an der Bruchkante des<br \/>l\u00e4dierten Fl\u00fcgels auf.<\/p>\n<p>Somit war die Mission im Grunde erfolgreich gewesen. Die Geretteten von<br \/>der Ainama, und alle entbehrlichen Crewmitglieder der Hephaistos, waren<br \/>davongekommen . Sie w\u00fcrden, wenn sonst nichts dazwischenkam, sicher die<br \/>Sternbasis K7 erreichen. Ebenso hatten sie nat\u00fcrlich die Vertr\u00e4ge mit<br \/>den Kikonen sowie Kopien der Konstruktionsunterlagen f\u00fcr die Schilde mit<br \/>im Gep\u00e4ck.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zur\u00fcckgebliebenen auf Olymp, Geos und Cassandra wurde es jetzt<br \/>nat\u00fcrlich erst recht brenzlig. Im Gegensatz zum Hades-Modul war die<br \/>Cassandra nicht ins ATAK eingebunden, und die Koordination musste auf<br \/>die herk\u00f6mmliche Weise erfolgen. Wieder \u00fcbernahm die Geos die schwere<br \/>Aufgabe die Klingonen zu besch\u00e4ftigen, damit die Hades und die Cassandra<br \/>aus der Deckung heraus schie\u00dfen konnten. Treffer um Treffer landete in<br \/>den Schilden der Schiffe auf beiden Seiten, und es war nur die Frage wo<br \/>die Zerm\u00fcrbung schneller einsetzen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Klingonen hatten Paare gebildet, die sich immer wieder abwechselten,<br \/>je nachdem wer gerade einen Treffer eingesteckt hatte. Die Taktik lie\u00df<br \/>erkennen dass sie auf Zeit spielten. Die F\u00f6deration w\u00fcrde keine<br \/>Verst\u00e4rkung bekommen, und auf Dauer w\u00fcrde die \u00dcbermacht zum Sieg f\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Phase des Belauerns dauerte einige Minuten an. Dann ging es Schlag<br \/>auf Schlag.<\/p>\n<p>Die backbordseitigen Schilde der Olymp versagten und ein<br \/>Disruptortreffer schlug ungef\u00e4hr zwischen Deck 5 und 6 ein.<\/p>\n<p>Die Cassandra musste einen Torpedo einstecken, der eine der Warpgondeln<br \/>abtrennte. Sie schaffte es gerade so, der Detonation der Gondel zu<br \/>entkommen; geriet dabei aber frontal ins Visier der Qu&#8217;Vat.<\/p>\n<p>Geos erzielte einen scheinbar harmlosen Treffer bei der schon<br \/>angeschlagenen O&#8217;thor. Dieser l\u00f6ste jedoch eine Kettenreaktion aus, und<br \/>nicht einmal eine Minute sp\u00e4ter zerbarst der Klingonenkreuzer, und wurde<br \/>somit zum ersten verlorenen Schiff dieser Schlacht.<\/p>\n<p>Auch die Geos blieb nicht ohne Sch\u00e4den, stand aber von den<br \/>F\u00f6derationsschiffen noch am besten da.<\/p>\n<p>Die verbleibenden drei Schiffe der Klingonen schienen von den Erfolgen<br \/>angestachelt zu werden, und konzentrierten nun das Feuer auf die<br \/>Cassandra, ohne R\u00fccksicht auf Verluste. Geos und Olymp hielten dagegen<br \/>und erzielten mehrere schwere Flankentreffer, doch die Klingonen<br \/>ignorierten das einfach und gingen weiter mit voller Feuerkraft auf das<br \/>schw\u00e4chste der F\u00f6derationsschiffe. Nur Sekunden sp\u00e4ter war das selbige<br \/>Geschichte. Einige Rettungskapseln trieben davon; ein aufmerksamer<br \/>Beobachter h\u00e4tte festgestellt, das maximal noch eine Handvoll Leute an<br \/>Bord gewesen sein konnte.<\/p>\n<p>Die Aktion hatte die klingonischen Schiffe verwundbar zur\u00fcckgelassen.<br \/>Die Pulsphaser der Olymp fanden ihr Ziel, und brachten mit einem<br \/>Gl\u00fcckstreffer einen weiteren der kleinen Kreuzer zur Explosion.<\/p>\n<p>Nun stand es Zwei gegen Zwei. Dennoch waren die Chancen weit von<br \/>gleichverteilt entfernt. Olymp und Geos waren mehr oder weniger<br \/>angeschlagen, ebenso wie die Ukvat, der verbliebene Bird of Prey. Die<br \/>Qu&#8217;Vat hingegen hatte bisher nur Schildtreffer einstecken m\u00fcssen und war<br \/>noch voll kampfbereit.<\/p>\n<p>Das war der Augenblick, in dem sich ein weiterer klingonischer Bird of<br \/>Prey enttarnte&#8230;<\/p>\n<p>Waren die Chancen bis eben nicht rosig, wechselte die Farbe auf d\u00fcster.<br \/>Zwei angeschlagene Schiffsteile der Hephaistos standen nun zwei<br \/>vollwertige klingonische\u00a0 Kampfschiffe gegen\u00fcber. Das dritte Schiff<br \/>hatte sich im R\u00fccken der aufgeteilten Hephaistos in Stellung gebracht.<br \/>Noch ehe auf der Br\u00fccke jemand reagieren konnte, entsch\u00e4rfte ATAK die<br \/>Situation geringf\u00fcgig.\u00a0 F\u00fcr einen au\u00dfenstehenden Beobachter konnte es so<br \/>aussehen wie eine musterg\u00fcltige Paarbildung im radioaktiven Zerfall.<br \/>Waren Olymp und Geos eben noch in relativer N\u00e4he zueinander, umringt von<br \/>den drei sichtbaren und unbekannt vielen unsichtbaren klingonischen<br \/>Schiffen, nahmen beide Segmente nun Fahrt auf und entfernten sich im<br \/>spiegelgleichen Zickzackkurs aus der direkten Gefechtslinie.<br \/>Entsprechend verfehlten die Einzelsalven der Klingonen sowohl die Olymp<br \/>und Geos. Das Phaserfeuer der beiden Sektionen traf hingegen zwar mit<br \/>Pr\u00e4zision die klingonischen Schiffe, verpuffte jedoch wirkungslos in den<br \/>Schilden der Gegner.\u00a0<\/p>\n<p>Die beiden Schiffeleitetensimultan eine Wendung ein um die<br \/>Phaserpulskanonen auszurichten, w\u00e4hrenddessen intensivierte sich das<br \/>Phaserfeuer. Jeder Schuss selbst w\u00e4hrend der Wende sa\u00df, auch wenn der<br \/>Effekt auf die Schilde an keiner Stelle als durchschlagend zu betrachten<br \/>war, besch\u00e4ftigte es die Systeme der Klingonen und band Energie. ATAK<br \/>stellte beeindruckende M\u00f6glichkeiten\u00a0 zur Verf\u00fcgung. Auch wenn die<br \/>Sektionen angeschlagen waren, gab es doch noch eine Chance f\u00fcr ein<br \/>glimpfliches Ende. Zudem, jede zus\u00e4tzliche Minute, die sie f\u00fcr die Hades<br \/>herausschlagen konnten, w\u00fcrde der terti\u00e4ren Sektion gegebenenfalls den<br \/>entscheidenden Vorsprung verschaffen.<\/p>\n<p>Noch w\u00e4hrend auf den Br\u00fccken der Hephaistos ein Funken Hoffnung glomm,<br \/>enttarnte sich ein dritter Bird of Pray direkt vor der Olymp und<br \/>er\u00f6ffnete sofort das Feuer. Die Distanz zwischen beiden Schiffen reichte<br \/>nicht, um ein geeignetes Ausweichman\u00f6ver mehr als nur einzuleiten, als<br \/>der erste Torpedo die Sektion traf.<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<br \/>&lt;SUM&gt;<br \/># Zeit: MD15.1300<br \/># Ort: Captain&#8217;s Room<br \/>\u00a0&#8211; Shay und Ajur diskutieren die Vorkehrungen f\u00fcr den zu erwartenden<br \/>Angriff.<\/p>\n<p># Zeit: MD8.1100<br \/># Ort: knapp vor dem Thassos-System<br \/>\u00a0&#8211; Abschied von den Kikonen. Die Cassandra schlie\u00dft sich der Hephaistos an<\/p>\n<p># Zeit: MD16.1400<br \/># Ort: Auf dem Weg nach DS K-7<br \/>\u00a0&#8211; Ein klingonischer Flottenverband um die IKS Qu&#8217;Vat greift Hephaistos<br \/>und Cassandra an.<br \/>\u00a0&#8211; Die Heph trennt sich; der Hades-Sektion (mit den Geretteten) gelingt<br \/>plangem\u00e4\u00df die Flucht.<br \/>\u00a0&#8211; Die Cassandra wird vernichtet; die beiden \u00fcbrigen Teile der<br \/>Hephaistos stehen allein und angeschlagen gegen drei- nein<br \/>vier!klingonische Kreuzer&#8230;<br \/>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>submitted by<br \/>Johannes a.k.a. Lt. Fabi\u00e8n LaGroille<br \/>ela a.k.a Samantha DeCoster&amp; Elisa Careen (coming)<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo zusammen, hier ein Copo von ela und mir, in dem es um die Ereignisse nach demAufbruch geht. Der Hauptteil ist aus der Perspektive &#8222;von au\u00dfen&#8220; geschrieben, so dassgern jeder pers\u00f6nliche Erlebnisse, tragikomische Details oder Austauschvon Beleidigungen \u00fcber Subraumfunk erg\u00e4nzen kann. \ud83d\ude42 Die &#8222;unerwartete&#8220; Errettung ist schon relativ genau ausgedacht. Fallsalso jemand hinten anschlie\u00dfen und&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/ein-erwartetes-wiedersehen\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Ein erwartetes Wiedersehen&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-5914","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5914","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5914"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5914\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5914"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5914"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5914"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}