{"id":5922,"date":"2020-10-14T20:50:13","date_gmt":"2020-10-14T18:50:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/srday-a-long-sleep-iii-the-great-goodbye\/"},"modified":"2020-10-14T20:50:13","modified_gmt":"2020-10-14T18:50:13","slug":"srday-a-long-sleep-iii-the-great-goodbye","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/srday-a-long-sleep-iii-the-great-goodbye\/","title":{"rendered":"[srday] A Long Sleep III &#8211; The Great Goodbye"},"content":{"rendered":"<div>&lt;NRPG&gt;<br \/>Nat\u00fcrlich folgt auf das Jahr 2415 das Jahr 2416&#8230; was leider im letzten RPG nicht richtig ber\u00fccksichtigt worden ist. Denkt es euch bitte richtig.<\/p>\n<p>Hier noch ein paar Szenen &#8211; manche galaktisch, andere mehr f\u00fcr die Crew der Hephaistos relevant. Viel Spa\u00df.<\/p>\n<p>&lt;\/NRPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p>Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.<br \/>Konfuzius (551-479 v.Chr.), chin. Philosoph<\/p>\n<p>#Ort: Lundraja IV, st\u00e4dtisches Zentrum Ebou Dar, in einem Wohnhaus<br \/>#Zeit: 29.12.2415, 0:00 Uhr<\/p>\n<p>[Achtung. Eine wichtige Durchsage. Alle telepathisch oder empathisch begabten Individueen werden aufgefordert, zu ihrer eigenen Sicherheit, den Planeten inklusive Orbit binnen 72 Stunden zu verlassen. Danach wird dieser Planet f\u00fcr Sie nicht mehr bewohnbar sein. Diese Durchsage wird regelm\u00e4\u00dfig wiederholt.]<\/p>\n<p>Die Durchsagen durch das planetare Kommunikationssystem kamen pl\u00f6tzlich und f\u00fcr viele unerwartet. Lundraja IV war schon seit Langem ein Schmelztiegel f\u00fcr die unterschiedlichsten Spezies &#8211; und auch, wenn es unangenehme Wechselwirkungen zwischen Srday und Telepathen sowie Empathen gab, hatten letztere sich doch nie unwillkommen gef\u00fchlt. Bis jetzt.<\/p>\n<p>&#8222;Mami&#8230;&#8220;<br \/>Altana Klian hatte das Nahen ihrer Tochter bereits vernommen, bevor diese die T\u00fcr zum Wohnzimmer in dem kleinen Haus in Ebou Dar, einem der st\u00e4dtischen Zentren auf Lundraja IV, ge\u00f6ffnet hatte. Die Napeanerin konnte die Unsicherheit, ja Angst, des M\u00e4dchens sp\u00fcren. Ilmara war wohl gerade alt genug um zu verstehen, was hier gesagt wurde und dass man auch sie damit meinte. Aber nicht alt genug, um das Warum zu verstehen. Wie sollte sie auch? Altana verstand es ja selbst nicht.<br \/>Seit Jahren lebten sie in Ebou Dar, besa\u00dfen eine kleine, gut besuchte Schneiderei &#8211; hier gab es genug Leute, die Handarbeit in diesem Bereich zu sch\u00e4tzen wussten und auch bezahlen konnten. Nie war es zu Vorf\u00e4llen gekommen. Zwar hatte sie geh\u00f6rt, dass die Srday nicht gut mit Empathen auskamen &#8211; doch war sie in all dem Jahren nie einem begegnet. Tats\u00e4chlich hatten viele die Existenz der Srday f\u00fcr ein M\u00e4rchen gehalten &#8211; bis sich vor einigen Jahren pl\u00f6tzlich die alten Tempelanlagen auf der Oberfl\u00e4che ge\u00f6ffnet hatten. Doch so pl\u00f6tzlich wie er entstanden, so war er auch einige Wochen sp\u00e4ter wieder vorbei gewesen. Und seitdem&#8230; Ruhe. Aber nun &#8211; das!<\/p>\n<p>&#8222;Komm her, Schatz. Ich bin hier.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;M\u00fcssen wir fort von hier, Mami?&#8220; fragte Ilmara, suchte zitternd Schutz in der Umarmung ihrer Mutter.<\/p>\n<p>&#8222;Ich&#8230; wei\u00df es nicht, Schatz.&#8220; Es war sinnlos zu l\u00fcgen &#8211; Ilmara h\u00e4tte es gesp\u00fcrt.<br \/>&#8222;Ich werde morgen zur Stadtverwaltung gehen und herausfinden, was das soll.&#8220;<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p># Ort: Srday Raumkreuzer &#8222;Schwert der Finsternis&#8220;<br \/># Zeit: 01.01.2416, irgendwann vor dem fr\u00fchen Morgen<\/p>\n<p>&lt;NRPG&gt;Mit Dank an Helen Jane Long &#8211; &#8222;Intervention&#8220; &#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VPYS75hb8pA%3C\/NRPG\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VPYS75hb8pA&lt;\/NRPG<\/a>&gt;<\/p>\n<p>Sie waren noch nicht sehr lange unterwegs, doch bisher verlief die Reise sehr schweigsam. Elisa hatte noch so viel zu sagen und wusste doch nicht, wie sie \u00fcberhaupt anfangen sollte. Nun sa\u00df sie in einem seltsam ovalen Raum, der in Halbdunkel getaucht war, auf einem bequemen Sitz und sp\u00fcrte nichteinmal, dass sich das Schiff &#8211; sicher befand sie sich auf einem &#8211; bewegte. Ihr Blick schweifte immer wieder zu Colins Gesicht, der beinahe regunglos im Schneidersitz auf einer Art Chaiselonge ruhte &#8211; unsicher ob sie ihn in seiner Konzentration st\u00f6ren durfte. Sie stellte sich die Frage, ob seine Schweigsamkeit mehr mit der Reise an sich, mit ihr oder dem Kuss zu tun hatte &#8211; oder ob aus seiner Sicht einfach alles gesagt war.<\/p>\n<p>In ihr war ein Gef\u00fchlswirrwarr.<br \/>Sie war gl\u00fccklich Colin zu sehen und bei ihm zu sein, sie war traurig, weil es ein Abschied f\u00fcr immer war. Am liebsten w\u00fcrde sie ihn einfach festhalten und den Wahnsinn verhindern, den er da vorhatte.<\/p>\n<p>Ihr Blick schweifte weiter durch den Raum, zu den Fenstern, durch die sie doch nur graues Wabern sehen konnte. Dieses Raumfahrzeug war der reinste Irrsinn. Colin hatte gesagt, dass sie bis zur Hephaistos weniger als einen Tag brauchen w\u00fcrden, obgleich sich das Sternenflottenschiff in einem g\u00e4nzlich anderen Sektor des Quadranten befand.<br \/>Viel zu kurz f\u00fcr ihren Geschmack.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus war sie mal wieder fasziniert von der Technik der Srday. In der F\u00f6deration eingesetzt, k\u00f6nnte diese das Leben und Reisen revolutionieren. Doch verstand sie auch, wieso diese Technik nicht einfach \u00fcbertragen werden konnte &#8211; und wieso die Srday dies auch nicht wollten. Sie hatte von dem Konflikt der Sept&#8217;arin und den Mani&#8217;Pas nur am Rande geh\u00f6rt &#8211; tats\u00e4chlich tauchte dieser Krieg in den meisten offiziellen Aufzeichnungen gar nicht auf. Vielleicht hatten viele ihn wirklich nicht mitbekommen. Vielleicht war aber auch der Gedanke, dass es dort drau\u00dfen &#8211; in den Weiten des Alls &#8211; noch Spezies gab, die m\u00fchelos einen halben Quadranten ausl\u00f6schen konnten, zu erschreckend? Immerhin waren die Borg lange Jahrzehnte das Schreckgespenst der F\u00f6deration gewesen und hatten zu einem Wettr\u00fcsten gef\u00fchrt &#8211; doch wie begegnete man Spezies, deren Technologie so weit entwickelt war, dass sie selbst den modernen Menschen hin und wieder wie Magie vorkam? Und was w\u00fcrde die Menschheit mit solchen M\u00f6glichkeiten anstellen? Elisa hatte einmal gedacht, dass die Menschen in ein neues Zeitalter des Reisens und der Entdeckung aufbrechen w\u00fcrden &#8211; doch die vergangenen Jahre hatten gezeigt, dass die Erdenbewohner und auch die ganze F\u00f6deration noch alte Resentiments wie \u00c4ngste hegten.<\/p>\n<p>Elisas Blick glitt wieder \u00fcber Colins konzentriertes Gesicht. Erneut dachte sie dar\u00fcber nach, ob sie es wagen durfte ihn zu st\u00f6ren. Ihr brannte manches unter den N\u00e4geln, was sie kl\u00e4ren wollte &#8211; bevor sie sich ganz und<br \/>gar verabschieden mussten. Immerhin, er konnte hier nicht einfach weg von ihr.<\/p>\n<p>&#8222;Colin?&#8220; fragte sie daher vorsichtig, was dieser mit einem kurzen Blick zu ihr und einem knappen &#8222;Ja?&#8220; quittierte. Er war also doch die ganze Zeit aufmerksam gewesen.<br \/>&#8222;Wegen Shay,..&#8220; fing sie an und brach gleich darauf wieder ab. Sie hatte f\u00fcr einen kurzen Moment den Eindruck Colins Miene verd\u00fcstere sich. Doch konnte sie sich auch get\u00e4uscht zu haben, denn der Moment war tats\u00e4chlich sehr kurz. Vielleicht war es auch nur ihr eigenes Wunschdenken gewesen? Sie fuhr fort: &#8222;&#8230;ich wollte da noch was erkl\u00e4ren.&#8220;<\/p>\n<p>Colin sch\u00fcttelte den Kopf.<br \/>&#8222;Du musst nichts erkl\u00e4ren. Es ist so, wie es ist. Und vermutlich ist es gut so &#8211; in wenigen Stunden werde ich buchst\u00e4blich nur noch ein Traum sein. Ich w\u00fcnsche dir ein langes, gl\u00fcckliches, erf\u00fclltes Leben &#8211; und mit ihm an deiner Seite wird das sicher klappen. Er ist ein guter Kerl.&#8220;<br \/>Er sprach es nicht aus, doch Elisa vermeinte zu h\u00f6ren, wie er sagte, dass er ihr das im Gegensatz nicht bieten konnte. Vermutlich hielt er sich selbst nicht einmal f\u00fcr einen guten Menschen. Colin war schon immer kritisch zu sich selbst gewesen &#8211; und wer wei\u00df, was er in den letzten Jahren alles erlebt hatte? Immerhin waren er und sein Geistbruder Averon fast von s\u00e4mtlichen Srday in der Sternenflotte (und au\u00dferhalb) verfolgt worden. Und dann die Erlebnisse davor&#8230; Elisa hatte nie erfahren, was hinter der Explosion gesteckt hatte, die Colin damals &#8211; bevor sie sich kennen gelernt hatten &#8211; beinahe das Leben gekostet hatte. Doch wusste sie, dass er ein Mann war, der viele Geheimnisse wahrte &#8211; und darunter wohl auch einige, die manche (wie Admiral Norden) in der Sternenflotte lieber begraben w\u00fcssten.<\/p>\n<p>Die Texanerin sch\u00fcttelte energisch den Kopf.<br \/>&#8222;Zwischen Shay und mir ist nichts!&#8220; versuchte sie eine Erkl\u00e4rung und erntete nun doch eine intensivere Reaktion von Colin. Die Falten auf seiner Stirn bildeten tiefe Furchen, w\u00e4hrend seine Augen schmaler wurden und etwas enger zusammen r\u00fcckten. Aber sie hatte zumindest seine Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>&#8222;Nun, ihr seid verheiratet&#8220; warf er ein, was ihm ein Schnauben von ihr einbrachte.<\/p>\n<p>&#8222;Was denkst du von mir  &#8211; dass ich meinen Mann betr\u00fcgen w\u00fcrde?&#8220; fuhr Elisa entr\u00fcstet auf.<br \/>&#8222;Ich habe dich gek\u00fcsst, weil&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Colin meinte nun zu ahnen, worum es ihr ging.<br \/>&#8222;Wir standen uns sehr nahe, Elisa. Ein \u00dcberschwang der Gef\u00fchle. Es tut mir leid, wenn ich dich dadurch in Gewissensn\u00f6te gebracht haben sollte&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Elisa sch\u00fcttelte nur noch energischer den Kopf. &#8222;Nein! Du verstehst nicht. Ich habe dich gek\u00fcsst, weil du die Liebe meines Lebens bist!&#8220; platze es aus ihr heraus. Sie wollte nicht so emotional sein &#8211; und \u00fcblicherweise war dies auch sehr untypisch f\u00fcr sie &#8211; doch nun bebte ihr ganze Leib und sie hatte die H\u00e4nde beinahe hilflos zu F\u00e4usten geschlossen.<br \/>Sie biss sich auf die Lippen. Das hatte sie gar nicht sagen wollen.Und doch war es nun raus. Ohne Colin die M\u00f6glichkeit zu lassen, darauf zu reagieren, fuhr sie daher fort: &#8222;Shay und ich wurden verheiratet, das ist richtig. Aber das war das Ergebnis von schrecklichen Ereignissen und viel geflossenem Alkohol, insbesondere seitens des Admirals, der die Ehe einfach geschlossen hat. Und da ich mir Schlimmeres vorstellen kann, als die Ehefrau von Shay Ruthven zu sein, haben wir einfach beschlossen, es dabei zu belassen. Shay ist ein guter Freund. Aber mehr ist zwischen uns nicht, und wird auch nie sein.&#8220;<\/p>\n<p>Colins Gesichtsausdruck wurde&#8230; seltsam. Die Z\u00fcge hatten etwas von einer Wachsmaske, die f\u00fcr einige Zeit der hei\u00dfe Sonne ausgesetzt worden war und dann wieder erstarrte. Die schmalen, blassen Lippen regten sich lange nicht, nur seine Augen blieben nicht stumm. In ihnen tobte ein Sturm widerstreitender Gef\u00fchle. Wut, Trauer, Bedauern, Begehren&#8230; so viel.<br \/>&#8222;Das tut mir leid&#8220; sagte er schlie\u00dflich. &#8222;Mich zu lieben kann ich nicht empfehlen.&#8220; Die Stimme klang seltsam hohl und weit entfernt.<br \/>Mit einer flie\u00dfenden Bewegung erhob er sich. Sie wusste, dass er gehen wollte &#8211; nicht um ihr auszuweichen, sondern weil er glaubte, sie dadurch am Wenigsten zu verletzen. Verdammter Kerl! Ein Teil von ihr wollte ihn packen, ihn sch\u00fctteln, ihn anschreien zu bleiben. Doch als sie ihn anblickte sagte sie nur leise &#8222;Nimm mich mit. Bitte&#8220; Tr\u00e4nen standen in ihren Augen. Sie f\u00fchlte sich in diesem Moment wieder entwurzelt, vom Schicksal umhergeworfen und verlacht.<\/p>\n<p>Da sp\u00fcrte sie, wie sie in den Arm genommen wurde. Eine erst z\u00f6gerliche, dann aber doch sanfte und warme Geste. Sie hob den Kopf, blickte zu dem schwarzhaarigen Mann auf.<br \/>&#8222;Und dann? Selbst wenn ich es k\u00f6nnte &#8211; wenn ich dich vor dem was kommt sch\u00fctzen k\u00f6nnte &#8211; ist der Ort doch keiner, der einfach zu verstehen ist. Nichts wird dort so sein, wie wir es kennen &#8211; und wenn wir zur\u00fcck kehren, wird das All ein g\u00e4nzlich anderes sein. Was ist mit den Menschen, die dich brauchen? Deinen Freunden? Dem Jungen, den du auf die Erde gebracht hast?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Aber ich brauche dich!&#8220; sagte sie, nun rollten die Tr\u00e4nen doch \u00fcber ihre Wangen. &#8222;Wenn ich nicht mit kann, dann bleibe hier! Jetzt, da du Bescheid wei\u00dft &#8211; wir kl\u00e4ren das mit Shay, wir finden einen&#8230;&#8220;<br \/>Er sch\u00fcttelte bedauernd den Kopf und unterbach sie so. &#8222;Das ist nicht das Problem. War es nie&#8220; erkl\u00e4rte er. &#8222;Ich muss das tun, wie ich sagte. Zu viel h\u00e4ngt davon ab.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin es leid, Colin&#8220; antworte Elisa traurig, legte ihre Arme ihrerseits um Colin und hielt ihn ebenfalls fest. So fest, wie sie konnte. &#8222;Warum muss das Schicksal, warum muss das Wohl ganzer V\u00f6lker immer dem Gl\u00fcck entgegen stehen? Hast du nicht genug gegeben, nicht genug geopfert?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das Wohl aller&#8230;.&#8220; Er seufzte. &#8222;Es ist, wie es ist.&#8220;<br \/>Es war zu sp\u00e4t. In wenigen Stunden w\u00fcrden sich ihrer beider Wege trennen. F\u00fcr immer. Was blieb waren nur diese Augenblicke, die sie noch miteinander hatten. Nur noch ein paar Stunden&#8230; dann w\u00fcrde er aus ihrem Leben verschwinden. Und sie w\u00fcrde irgendwann zu einer fernen Erinnerung werden. Fast war es, als h\u00e4tte Shakespeare sich das ausgedacht. Beschissene Trag\u00f6dien!<br \/>Elli sah noch einmal zu ihm hoch. &#8222;Colin&#8230; ich will, dass du mich fest h\u00e4ltst. So lange, wie es geht&#8230; gibt es&#8230; hier ein Bett?&#8220;<br \/>Colin war \u00fcberrascht, l\u00e4chelte dann leicht. &#8222;Ja&#8220; sagte er nur. Dann hob er sie hoch.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>#Ort: Lundraja IV, st\u00e4dtisches Zentrum Ebou Dar, Rathaus<br \/>#Zeit: 29.12.2415, 10:00 Uhr<\/p>\n<p>[Achtung. Eine wichtige Durchsage. Alle telepathisch oder empathisch begabten Individueen werden aufgefordert, zu ihrer eigenen Sicherheit, den Planeten inklusive Orbit binnen 62 Stunden zu verlassen. Danach wird dieser Planet f\u00fcr Sie nicht mehr bewohnbar sein. Diese Durchsage wird regelm\u00e4\u00dfig wiederholt.]<\/p>\n<p>&#8222;Bitte beruhigen Sie sich&#8230; bitte&#8230;&#8220; Betse Silvin wusste nicht, wie ihr geschah. Die kleine, schlanke, schwarzhaarige Frau war amtierende Ratsherrin in Ebour Dar &#8211; eine Position, die in der Vergangenheit in der Regel vor Allem repr\u00e4sentative Pflichten und wenig Stress beinhaltet hatte. Doch seit heute Nacht war alles anders.<br \/>Die letzte Nacht hatte ihr Leben auf den Kopf gestellt. Kurz bevor diese &#8230; Durchsagen angefangen hatte, hatte sie eine Nachricht vom Rat der Dreizehn erhalten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie nicht einmal daran geglaubt, dass er wirklich interessierte. Doch sie war eines Besseren belehrt worden. Die Nachricht war indess eher kurz und knapp gewesen: Alle Lebewesen mit telepathischer oder empathischer Veranlagung sollten bis zum Beginn des Jahres 2416 Standardzeit den Planeten und sein Orbit verlassen haben &#8211; sonst k\u00f6nnte man nicht mehr f\u00fcr ihre Sicherheit garantieren. Allen die gehen wollten, war jede m\u00f6gliche Hilfe zu gew\u00e4hren. Jene, die bleiben wollten, taten dies auf eigene Gefahr.<\/p>\n<p>&#8222;Ich wei\u00df leider auch nicht viel mehr&#8230;&#8220; versuchte sie sich Geh\u00f6r zu verschaffen. Die Menge, die sich vor dem Rathaus versammelt hatte, war gr\u00f6\u00dfer als erwartet.<br \/>&#8222;Ich wurde vom Rat der Dreizehn kontaktiert. Anscheinend wird der Planet in 62 Stunden f\u00fcr Mitglieder von empathisch und telepathisch begabten Spezies unbewohnbar. Wir haben um externe Hilfe f\u00fcr die Evakuation gebeten und werden alles tun, um ihnen eine Reise vom Planeten weg zu erlauben&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Was soll das?&#8220;<br \/>&#8222;Sie k\u00f6nnen uns doch nicht einfach aus unseren H\u00e4usern verjagen!&#8220;<br \/>&#8222;Das ist ein Progrom!&#8220;<br \/>&#8222;Das lassen wir uns nicht gefallen?&#8220;<br \/>&#8222;Rat der Dreizehn? Humbug!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Bitte&#8230; so nehmen Sie doch bitte Vernunft an&#8230;&#8220;<br \/>Betse liefen die Schwei\u00dfperlen \u00fcber die Stirn. Was sollte sie nur tun?<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>#Ort: USS Hephaistos, Quartier des Captains<br \/>#Zeit: Nur Sekunden, nachdem Colin verschwunden ist<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Shays Augen noch mit dem Wechsel von Licht und Dunkelheit k\u00e4mpften, h\u00f6rte er mit einen Mal den charakteristischen Ton, der die Ankunft einer Subraum-Nachricht anzeigte. Was war denn nun schon wieder? Wer konnte das sein? Andererseits &#8211; eigentlich war es eh schon egal. Was sollte es jetzt noch an \u00dcberraschungen geben, die ihn aus der Bahn werfen konnten.<br \/>&#8222;Computer, eingehende Verbindung akzeptieren!&#8220;<\/p>\n<p>Oh, wie sich ein Schotte irren konnte.<br \/>[&#8222;Hallo, Shay Ruthven&#8220;] hauchte eine weibliche Stimme f\u00f6rmlich und lie\u00df so die gef\u00fchlte Temperatur im Quartier gleich um mehrere Grad ansteigen. Augen wie das Herz des Waldes blickten in an, umrahmt von einem Schopf aus goldenen Sonnenstrahlen in einem Gesicht so hell und zart wie sahnige Milch.<\/p>\n<p>&#8222;&#8230; Botschafterin&#8230;&#8220; stammelte Shay, \u00fcberrascht.<\/p>\n<p>[&#8222;Oh?&#8220;] Die Frau senkte leicht den Blick, sah Shay durch ihre langen Wimpern an und zog einen Schmollmund.<br \/>[&#8222;Hast du mich das letzte Mal nicht schon &#8218;Shanya&#8216; genannt?&#8220;] fragte sie, hob den Blick wieder.<br \/>[&#8222;Die Jahre haben dir gut getan. Du bist reifer geworden, seit wir uns das letzte Mal sahen.&#8220;]<\/p>\n<p>&#8222;Danke&#8230; glaube ich&#8220; entgegnete Shay und r\u00e4usperte sich. &#8222;Du bist immer noch so strahlend und bezaubernd wie fr\u00fcher.&#8220; sagte er dann.<br \/>Die Blondine l\u00e4chelte und r\u00e4kelte sich. Sie trug eine Art schwarze Kutte, die zum Gl\u00fcck nicht soviel Preis gab. Die Umgebung in der sie stand, erinnerte Shay aber fraprierend an ein Bild dass er erst vor Kurzem gesehen hatte.<br \/>&#8222;Du&#8230; bist auf der &#8218;Schwert der Finsternis&#8216;?&#8220;<\/p>\n<p>[&#8222;Das ist richtig, mein lieber Shay. Dunaar und ich&#8230; wir begleiten Averon&#8230; und Colin. Und die anderen&#8220;] Sie setzte ein feinsinniges, trauriges L\u00e4cheln auf.<br \/>[&#8222;Und da wollte ich mir die Zeit nehmen, mich auch von dir zu verabschieden, Shay Ruthven. Leider konnten wir uns ja nie n\u00e4her kennen lernen&#8230; jedenfalls so nahe, wie ich es gerne getan h\u00e4tte.&#8220;]<br \/>Sie hatte damals schon wie eine Katze mit Shay gespielt &#8211; und er hatte nie gewusst, ob sie ihn als Kater oder als Maus gesehen hatte.<br \/>[&#8222;St\u00f6rt es dich, wenn ich noch f\u00fcr ein paar Minuten vorbei komme?&#8220;]<\/p>\n<p>&lt;NRPG&gt; Mac? \ud83d\ude42 &lt;\/NRPG&gt;<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>#Ort: USS Hephaistos, Sureyas Quartier<br \/>#Zeit: MD 17.09<\/p>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<p>Sureya Bateh, Freundin der Srday,<br \/>H\u00fcterin von Wahrheiten,<\/p>\n<p>es ist an der Zeit, dass wir uns verabschieden. Nicht nur wir beide uns von dir, sondern mein Volk und du. Wenn du morgen oder in einem Jahr oder in zehn Jahren Lundraja IV besuchst, so wirst du die Tempel still und die alten St\u00e4tten verwaist vorfinden. Wir verlassen diese B\u00fchne um zu tr\u00e4umen. Niemand wei\u00df genau, wie lange wir schlafen werden doch wird es wohl l\u00e4nger als ein Leben sein.<br \/>Bitte bewahre unser Andenken, beh\u00fcte die Geschichten \u00fcber uns. Werde zu einer H\u00fcterin der Legende, zu einer Sagenerz\u00e4hlerin. Denn ein Traum ist, was bleibt. Und einst werden wir zur\u00fcck kehren, wenn die Albtr\u00e4ume drohen. Vergesst uns nicht.<\/p>\n<p>Majada Shenjaa Simrak<\/p>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<p>Sureya starrte auf die Nachricht, las sie wieder und immer wieder. Was nur war geschehen?<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p># Lundraja IV<br \/># Jahreswechsel 2415 \/ 2416<\/p>\n<p>[Achtung. Die Zeit ist um. Wir hoffen, dass alle telepathischen sowie empathisch begabten Individuen den Planeten und dessen Orbit verlassen haben. In den folgenden Minuten wird Lundraja IV aufh\u00f6ren, f\u00fcr diese Personen ein habitabler Planet zu sein. Alle anderen Bewohner haben nichts zu bef\u00fcrchten. Der Schutz der Schatten wird weiterhin \u00fcber ihnen liegen. Frohes neues Jahr.]<\/p>\n<p>Stille breitete sich aus. Erwartungsvolle, furchtsame Stille.<br \/>In den oberen Atmosph\u00e4renschichten war noch immer das Gl\u00fchen von Antriebsagregaten zu sehen, als die letzten Schiffe mit den letzten Telepathen und Empathen, die sich entschlossen hatten zu gehen, an Bord ,sich bem\u00fchten, Lundraja IV rechtzeitig zu verlassen.<\/p>\n<p>Und wieder geschah das, was jene, die vor einigen Jahren bereits auf Lundraja IV gewesen waren, bereits erlebt hatten: \u00dcberall auf dem Planeten regten sich die alten Tempelanlagen. Die K\u00f6pfe der Pyramiden bewegten sich empor, gaben mehrfach gefurchte Stelen aus seltsam leuchtendem Gestein Preis. An anderen Orten tat sich der Boden auf, offenbarte uralte Kuppeln und Kugeln. Dreieckige Stelen fuhren aus uralten Anlagen und offenbarten, dass steinerne Formen, die man urspr\u00fcnglich f\u00fcr Schmuck gehalten hatten, in Wahrheit nur Klappen gewesen waren.<br \/>Und doch war etwas anders als damals. Denn diesmal leuchtete der kleinere Mond Lundrajas, jener der weiter entfernt war, der &#8218;dunkle&#8216; Mond, auf. Es war wie eine Aura aus bl\u00e4ulichem Licht, die den Mond einer Korona gleich umgab und dann &#8211; geleitet durch uralte Technologie &#8211; auf den Planeten \u00fcbersprang. Die alten Pyramiden begannen zu summen, sogen das Licht auf, verst\u00e4rkten es und leiteten es weiter. Es war, als w\u00fcrde sich eine Art Kuppel \u00fcber den ganzen Planeten legen. Eine Kuppel aus tr\u00fcbem D\u00e4mmerlicht, das schnell wieder verblasste. Nur ein schwacher, blauer Glanz, der vorher nicht da war, blieb am Himmel sichtbar.<\/p>\n<p>Und das Summen.<br \/>Ein Summen, dass von Nicht-Telepathen nicht zu h\u00f6ren war. Ein Summen, dass die Gedanken von Telepathen mit wei\u00dfem Rauschen f\u00fcllte. Ein immer-w\u00e4hrender Tinitus, der es unm\u00f6glich machte, sich zu konzentrieren, der mit spitzen Nadeln hinter die Schl\u00e4fen drang und einen nicht schlafen lie\u00df. Das Summen, das einen Telepathen in den Wahnsinn trieb.<br \/>Wie auch die d\u00fcstere Furcht und Melancholie, die jeden Empathen erfassten. Ein kalter Wind voll Schrecken und Albtr\u00e4ume. Ein Gef\u00fchl, dass einem Empathen schier den Atem raubte.<\/p>\n<p>Kein Telepath, kein Empath w\u00fcrde lange auf Lundraja IV bleiben k\u00f6nnen.<br \/>Kein Napeaner, kein Cairn oder Kzinti.<br \/>Weder Vulkanier noch Betazoid, kein Halananer oder Aenar.<br \/>Kein Sept&#8217;arin, kein Mani&#8217;Pas.<\/p>\n<p>Die Schatten besch\u00fctzten ihr Volk. Auch im Schlaf.<br \/>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<br \/>#Ort: Lundraja IV, st\u00e4dtisches Zentrum Ebou Dar, in einem Wohnhaus<br \/>#Zeit: 29.12.2415, 0:00 Uhr<\/p>\n<p>Alle telepathisch oder empathisch begabten Bewohner von Lundraja IV werden aufgefordert, den Planeten zu ihrem eigenen Schutz zu verlassen<\/p>\n<p># Ort: Srday Raumkreuzer &#8222;Schwert der Finsternis&#8220;<br \/># Zeit: 01.01.2416, irgendwann vor dem fr\u00fchen Morgen<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur Hephaistos herrscht vorerst Schweigen zwischen Colin und Elisa. Doch Dinge m\u00fcssen gesagt werden und so platzt Elli mit einer f\u00fcr Colin unerwarteten Mitteilung heraus. Trotzdem kann er sie nicht an den Ort mitnehmen, wo er hingeht.<\/p>\n<p>#Ort: Lundraja IV, st\u00e4dtisches Zentrum Ebou Dar, Rathaus<br \/>#Zeit: 29.12.2415, 10:00 Uhr<\/p>\n<p>Unter der Bev\u00f6lkerung von Lundraja IV herrscht Unruhe. Die telepathisch oder empathisch begabten Bewohner sind nicht willens, einfach ihre Heimat zu verlassen.<\/p>\n<p>#Ort: USS Hephaistos, Quartier des Captains<br \/>#Zeit: Nur Sekunden, nachdem Colin verschwunden ist<\/p>\n<p>Botschafterin Shanya Simarian m\u00f6chte sich auch noch von Shay verabschieden.<\/p>\n<p>#Ort: USS Hephaistos, Sureyas Quartier<br \/>#Zeit: MD 17.09<\/p>\n<p>Sureya erh\u00e4lt eine kryptische Botschaft.<\/p>\n<p># Lundraja IV<br \/># Jahreswechsel 2415 \/ 2416<\/p>\n<p>Uralte Verteidigungsanlagen erwachen zum Leben. Auf Lundraja IV treten Ver\u00e4nderungen ein, die wie angek\u00fcndigt ein Leben auf dem Planeten f\u00fcr bestimmte Wesen unm\u00f6glich macht. Doch dies dient einem h\u00f6heren Ziel: Dem Schutz durch die Schatten.<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;NRPG&gt;Nat\u00fcrlich folgt auf das Jahr 2415 das Jahr 2416&#8230; was leider im letzten RPG nicht richtig ber\u00fccksichtigt worden ist. Denkt es euch bitte richtig. Hier noch ein paar Szenen &#8211; manche galaktisch, andere mehr f\u00fcr die Crew der Hephaistos relevant. Viel Spa\u00df. &lt;\/NRPG&gt; &lt;RPG&gt; Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.Konfuzius (551-479 v.Chr.),&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/srday-a-long-sleep-iii-the-great-goodbye\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;[srday] A Long Sleep III &#8211; The Great Goodbye&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-5922","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5922","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5922"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5922\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5922"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5922"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5922"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}