{"id":5924,"date":"2020-10-16T13:12:45","date_gmt":"2020-10-16T11:12:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/farewell\/"},"modified":"2020-10-16T13:12:45","modified_gmt":"2020-10-16T11:12:45","slug":"farewell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/farewell\/","title":{"rendered":"Farewell"},"content":{"rendered":"<div>&lt;NRPG&gt;<\/p>\n<p>Ich weise noch einmal darauf hin, dass die Erinnerungen, die Ileytis von Las&#8217;Tor hier preis gibt, Erinnerungen sind, die ihr k\u00fcnstlich eingegeben wurden. Ileytis ist ein Kunstprodukt, genetisch manipuliert und in einer k\u00fcnstlichen Welt in einem wissenschaftlichen Labor aufgewachsen. Sie ist sich dessen nat\u00fcrlich nicht bewusst und geht felsenfest davon aus, dass alles, was sie glaubt erlebt zu haben auch so geschehen ist. Derzeit gibt es kaum Hinweise, dass dem nicht so ist.<\/p>\n<p>&lt;\/NRPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p># Zeit: MD 15.1035<br \/># Ort: Insel Vios, Thyene<\/p>\n<p>Herrlich! Jetsun und Ileytis waren zusammen hinunter auf den Planeten gebeamt. Sie hatten sich einiges vorgenommen, vor allem aber einfach nur zu entspannen. Und das ging, so fanden beide, vor allem da, wo es warm und sch\u00f6n war. Und ruhig.<br \/>Wintersport war f\u00fcr beide keine Entspannung. Wandern in einem Wald konnte sch\u00f6n sein, doch Jetsun wollte Meerluft atmen. Also mit einem gewissen Salzgehalt. Das half der Bhutanerin immer am allerbesten. Und Ileytis hatte nichts dagegen. Ihre Heimatstadt hatte ebenfalls am Meer gelegen und in ihrer Erinnerung heraus konnte man aus den Palastfenstern direkt auf eine wundersch\u00f6ne Bucht schauen.<\/p>\n<p>Also hatten sie sich der gr\u00f6\u00dften Urlaubergruppe der zweiten Welle angeschlossen. Gestern war das erste Kontingent nach unten gegangen, jetzt war der zweite Tag mit der zweiten Welle.<br \/>Zuvor hatte Jetsun noch Arsinoe angefunkt und gefragt, ob die vielleicht Zeit und Lust h\u00e4tte, sie und Ileytis zu treffen. Das hatte sie, hatte aber tags\u00fcber Dienst. Sie w\u00fcrden die beiden F\u00f6derierten aber gerne am sp\u00e4ten Nachmittag abholen und ihnen dann ein wenig Fremdenf\u00fchrerin spielen.<\/p>\n<p>Die Urlaubsinsel Vios, die von der Prinkipax f\u00fcr die Crew der Hephaistos ger\u00e4umt worden war, war gro\u00df genug, dass sich die Leute, wenn sie wollten, gut aus dem Weg gehen konnten. Das half auch, falls einige Leute gern FKK machen wollten, andere sich wiederum daran st\u00f6rten. Jetsun fragte sich, wie die Kikonen es organisiert bekommen hatten, eine komplette Insel zu r\u00e4umen und was das wohl die Prinkipax kosten w\u00fcrde. Andererseits interessierte sie das dann eigentlich doch nicht wirklich. Wichtig war nur die warme Sonne auf der Haut und die salzhaltige Luft, die so sauerstoffreich war, dass ihr davon schon fast schwindelig wurde. Sie tastete nach rechts, fand Ileytis&#8216; Hand und umfasste sie. Hier war es sch\u00f6n!<\/p>\n<p># Zeit: MD 15.1510<br \/># Ort: Insel Vios, Thyene<\/p>\n<p>Nicht nur die Sonne und die Luft war hier sch\u00f6n, auch das Wasser war herrlich. Klar und warm. Und voller Leben. Tausende kleiner Lebewesen, die eher an Seepferdchen erinnerten, schwammen hier umher. Jetsun und Ileytis schwammen zusammen mit einem gute Dutzend anderer Crewmitglieder nackt im flachen Wasser umher. Einige hatten Schnorchelausr\u00fcstung und erkundeten mehr die Unterwasserwelt. Jetsun war richtig entspannt und alberte gerade ein wenig mit zwei Leuten aus der wissenschaftlichen Abteilung herum, als Ileytis ihr zurief: &#8222;Jetsun, schau mal. Da, am Strand!&#8220;<\/p>\n<p>Die Medizinerin schaute zuerst zu Ileytis, die Wasser trat und ihr zuwinkte. Dann schaute sie in Richtung Uferlinie. Dort standen zwei Leute in Uniform und winkten etwas hektisch mit beiden Armen. Und das wirkte nicht fr\u00f6hlich. Jetsuns Brust zog sich zusammen. \/\/Nicht ein Notfall!\/\/ dachte sich und schwamm zusammen mit ihrer Freundin zur\u00fcck Richtung Land.<\/p>\n<p>Crewman Sylvia Prochazkova aus der medizinischen Abteilung, Sanit\u00e4terin in Ausbildung stand zusammen mit Petty Officer Jackson von der Sicherheit hier am Strand. Sie beide waren gestern im Urlaubskontingent gewesen und Sylvia erinnerte sich gut an diese herrliche Luft. Sie hatte sich ebenfalls gesonnt, war geschwommen und hatte ein wenig gelesen aber eben vor allem diese wunderbare Atmosph\u00e4re hier genossen. Jetzt war sie zusammen mit PO Jackson hierhergeschickt worden um ihre Chef\u00e4rztin zu st\u00f6ren.<br \/>Sylvia war dar\u00fcber gar nicht gl\u00fccklich. Sie erinnerte sich noch sehr gut daran, als sie zusammen mit Kadett Szabo das Chaos mit dem Huhn auf der Krankenstation erlebt hatte. Da hatte es ihr im Nachherein wahnsinnig leid getan, die CM so zusammenbrechen gesehen zu haben und nichts getan zu haben, ihr zu helfen. Sie war so froh, dass sie dann wenigstens das Huhn einfangen durfte. Zu ihrem Gl\u00fcck war nichts darauf mehr erfolgt. Nicht mal eine Ermahnung. Nicht, dass sie die gebraucht h\u00e4tte. Sie hatte sich auch so furchtbar gesch\u00e4mt. Und jetzt sorgte sie wieder f\u00fcr \u00c4rger, wenn auch dieses Mal nur mittelbar.<\/p>\n<p>PO Jackson kniff die Lippen aufeinander. Er war beileibe nicht pr\u00fcde doch zwei h\u00fcbsche Frauen nackt aus dem Meer kommen zu sehen war schon was und machte ihn ziemlich nerv\u00f6s. Zum Gl\u00fcck b\u00fcckten sich beide nach ihren Badet\u00fcchern und warfen diese um sich, ehe sie zu ihm kamen.<br \/>&#8222;Ja?&#8220; fragte die CM. &#8222;Was gibt es?&#8220;<\/p>\n<p>Jackson r\u00e4usperte sich schnell.<br \/>&#8222;Ensign Jetsun Pema, es tut mir leid, wir konnten sie nicht erreichen.&#8220;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich, ihr Kommunikator lag bei ihren Sachen in der Korbtasche neben der Liege. Wie gut, dass man sie nicht einfach direkt aus dem Wasser hochgebeamt hatte!<\/p>\n<p>Sylvia Prochazkova fuhr fort:<br \/>&#8222;Ma&#8217;am, ich wurde von Ensign Grace beauftragt, sie f\u00fcr eine Notoperation an Bord zu bringen. Sie ben\u00f6tigt Hilfe f\u00fcr diese OP. Es tut mir leid, Ma&#8217;am.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nat\u00fcrlich!&#8220; seufzte Jetsun. &#8222;Was ist denn passiert?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Eine Art Bootsunfall. So, wie ich es verstanden hatte hatten zwei Crewman ein Rennen mit so etwas wie Jetskis gemacht. Dabei ist der vordere gest\u00fcrzt und wurde dann von dem hinteren \u00fcberfahren. Die Dinger hatten Schrauben oder sowas. Sieht gar nicht gut aus.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun verzog das Gesicht.<br \/>&#8222;Ileytis, wartest Du hier auf mich? Ich komme hoffentlich rechtzeitig zu unserer Verabredung zur\u00fcck.&#8220;<\/p>\n<p>Die Liduuri nickte. &#8222;Sicher. Ich halte Deinen Platz frei. Nicht, dass das n\u00f6tig w\u00e4re hier.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun l\u00e4chelte. &#8222;Gut. Danke.&#8220;<br \/>Sie gab Ileytis einen flinken Kuss, dann wandte sie sich an die zwei Besatzungsmitglieder. &#8222;Wir k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p># Zeit: MD 15.1520<br \/># Ort: USS Hephaistos &#8211; Krankenstation<\/p>\n<p>Jetsun hatte darum gebeten, direkt in ihr B\u00fcro auf der Krankenstation gebeamt zu werden, was PO Jackson unterst\u00fctzte. Immerhin war es eine Art Notfalltransport. Schnell schl\u00fcpfte sie in ihren Arztkittel und wickelte sich ein Handtuch um ihre nassen Haare. Dann trat sie hinaus zu Ensign Grace, die schon wartete.<br \/>Nathaly grinste ein wenig verzerrt. &#8222;Jetsun. Es tut mir so leid. Ich hatte aber echt Sorge, dass ich das alleine nicht so gut hinkriege. Der Mann sieht wirklich nicht sch\u00f6n aus.&#8220;<\/p>\n<p>Die CM winkte ab, auch wenn sie anders f\u00fchlte. Es machte wenig Sinn, Nathaly f\u00fcr diese Art Notfall verantwortlich zu machen. Das war halt ihr Job. &#8222;Das ist in Ordnung. Mach Dir keine Gedanken.&#8220;<br \/>Sie lachte leise auf. &#8222;Es ist wohl inzwischen schon normal hier auf der Krankenstation, dass ich nur mit meinem Kittel bekleidet und einem Handtuch um den Kopf zur Arbeit erscheine, hm?&#8220;<\/p>\n<p>Nathaly l\u00e4chelte. &#8222;Meinst Du, das w\u00fcrde mir auch stehen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Da bin ich sicher!&#8220; grinste Jetsun zur\u00fcck. Dann machten die Beiden sich an die Arbeit.<\/p>\n<p># Zeit: MD 15.1720<br \/># Ort: Insel Vios, Thyene<\/p>\n<p>Prinkipaxillis Arsinoe hatte keine Probleme, die f\u00fcr Kikonen gesperrte Urlaubsinsel Vios zu erreichen. Rang hatte seine Privilegien. Und ihr schneller Gleiter hatte die 650 km in weniger als einer Stunde zur\u00fcckgelegt. Nat\u00fcrlich h\u00e4tte sie auch Beamen k\u00f6nnen, doch irgendwie war ihr nicht danach gewesen. Der Flug, die bequemen Sitze, Musik und einfach nur Ruhe nach dem hektischen Tag in der Klinik. Vielleicht h\u00e4tte sie sich nicht auf Kindermedizin spezialisieren sollen. Der Beruf als Solcher war herrlich befriedigend, aber die V\u00e4ter konnten so furchtbar unlogisch und hektisch reagieren. Da sch\u00fctze sie nicht einmal ihr Rang, auch wenn die meisten Leute hinterher immer ganz entsetzt waren.<\/p>\n<p>Die Anflugkontrolle hatte sie glatt durch gewinkt und die Landeautomatik setzte den Gleiter butterweich auf dem Landefeld auf. Kaum, dass die T\u00fcren sich \u00f6ffneten drang die herrlich warme Luft ein und umwehte ihren K\u00f6rper. Arsinoe seufzte zufrieden. Ja, die Stunde Flugzeit war gut gewesen.<br \/>Jetzt stellte sich das Problem, Jetsun zu finden. Die Insel Vios war nicht eben klein und wirklich verabredet hatten sie sich ja nicht. Eine einzelne Terranerin hier zu suchen w\u00e4re sicherlich v\u00f6llig witzlos gewesen, also ging die Prinkipaxillis zu einer der Sicherheitsbeamtinnen und sprach diese an:<br \/>&#8222;Entschuldigung. Ich suche die medizinische F\u00fchrungskraft der F\u00f6derierten. Kannst Du mir helfen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh, Eromeni! geht es Dir nicht gut? Soll ich nicht besser eine unserer Sanit\u00e4terinnen rufen?&#8220;<br \/>Die junge Beamtin wirkte sofort leicht verst\u00f6rt.<\/p>\n<p>&#8222;Nein, nein.&#8220; Arsinoe machte eine verneinende Geste.<br \/>&#8222;Mir geht es gut. Ich bin mit der&#8230; der Chefmedizinerin der F\u00f6derierten verabredet, wei\u00df aber nicht, wo sie hier auf Vios ist.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ah. Ich verstehe.&#8220; Die junge Frau verstand zwar nicht, weshalb man sich mit diesen F\u00f6derierten treffen sollte, aber akzeptierte die Aussage vorbehaltlos.<br \/>&#8222;Einen Augenblick. Wie ist denn der Name dieser Terranerin?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sie hei\u00dft Ensign Jetsun Pema.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Danke.&#8220;<br \/>Die Beamtin bet\u00e4tigte ihren Kommunikator.<br \/>&#8222;Ypodekanix Aliki, Wache Landefeld 4.&#8220;<\/p>\n<p>Dank der zwischengeschalteten Translationsmatrix klappte die Verbindung ausgezeichnet.<br \/>[CPO Lehmann, f\u00f6derierte Urlaubs-Koordination. Was kann ich f\u00fcr Dich tun, Ypodekanix?]<\/p>\n<p>&#8222;Ich suche eine&#8230; Ensign Jetsun Pema. Wo bitte ist diese Dame?&#8220;<\/p>\n<p>[Einen Augenblick&#8230; Ah, hier. Ensign Pema befindet sich exakt bei +19:34:22, -155:30:04.<br \/>Soll ich sie rufen?]<\/p>\n<p>Die junge Beamtin sah fragend zu Arsinoe, doch die sch\u00fcttelte den Kopf.<br \/>&#8222;Nein, vielen Dank, CPO Lehmann. Ich wiederhole noch einmal die Koordinaten.<br \/>+19:34:22, -155:30:04. Richtig?&#8220;<\/p>\n<p>[Korrekt.]<\/p>\n<p>&#8222;Danke. Weiterhin einen sch\u00f6nen Tag!&#8220;<\/p>\n<p>[Dir auch!]<\/p>\n<p>Arsinoe hatte inzwischen die Koordinaten in ihren Kommunikator eingegeben und nickte dann.<br \/>&#8222;Danke, Ypodekanix Aliki. Das finde ich.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Gerne, Eromeni!&#8220; Die junge Beamtin nickte zur\u00fcck und freute sich, ihrer Prinkipaxillis gezeigt haben zu k\u00f6nnen, wie gut hier alles funktionierte.<\/p>\n<p>Arsinoe stieg zur\u00fcck in ihren Gleiter, lie\u00df die Seitenfenster herunter und flog dann die letzten zweieinhalb Kilometer zu dem genannten Standabschnitt in gem\u00e4\u00dfigtem Tempo. Keine 3 Minuten sp\u00e4ter setzte sie sanft auf und zog dann erst einmal ihre Sandalen aus. Himmel, wann hatte sie selbst das letzte Mal so Urlaub gemacht? Wo es so wundersch\u00f6ne Fleckchen auf ihrer Heimatwelt gab!<\/p>\n<p>Ein kurzer Blick auf den Armband-Kommunikator zeigte ihr Richtung und Entfernung zu Jetsuns Aufenhaltsort. Und da lag auch eine Frau auf einem Liegestuhl und hatte ihr pechschwarzes Haar lang und offen ausgebreitet. Arsinoe l\u00e4chelte. Es war bitte, Jetsun schon morgen abreisen zu wissen. Naja. Nicht klagen sondern \u00fcber das freuen, was geht. Schnell lief sie paar hundert Meter zu dem Liegestuhl&#8230; und stutzte! Das&#8230; war nicht Jetsun! Das war eine Fremde, die jetzt aufst und sie aus riesigen dunklen Augen ansah.<\/p>\n<p>&#8222;Verzeihung&#8230;&#8220; sagte Arsinoe verwirrt, doch dann erkannte sie die Frau. Das war Jetsuns Freundin und Geliebte. Und auch diese schien sie zu erkennen, denn sie l\u00e4chelte offen und erhob sich.<br \/>&#8222;Prinkipaxillis Arsinoe. Bitte Verzeih, wenn ich Dich nicht mit vollem Titel anspreche. Ich habe mir diesen leider noch nicht vollst\u00e4ndig merken k\u00f6nnen. Es ist mir eine Freude.&#8220;<\/p>\n<p>Arsinoe zermarterte sich einen Augenblick lang ihr Gehirn, dann fiel ihr der Name dieser Frau wieder ein. &#8222;Ileytis von Las&#8217;Tor, richtig? Wir wollen Freunde sein, ja? Also lassen wir die Titel. Ich bin einfach nur Arsinoe.&#8220;<\/p>\n<p>Ileytis&#8216; L\u00e4cheln wurde noch breiter und Arsinoe f\u00fchlte eine unglaubliche Herzensw\u00e4rme von dieser Frau ausgehen. &#8222;Sicherlich nicht nur &#8218;einfach&#8216;, Arsinoe. Aber ich freue mich. Ich bin Ileytis.&#8220; Und sie bot der Kikonin ihre Hand an.<\/p>\n<p>Arsinoe sah die ihr dargebotene Hand einen Augenblick lang an. Dann erinnerte sie sich daran, dass diese Geste bei den Terranern ja eine ganz normale Angelegenheit war. Und da Ileytis die Geliebte ihrer Freundin Jetsun war, gab es eigentlich keinen Grund, sie nicht zu ber\u00fchren. Also ergriff sie die Hand und staunte, als sich die W\u00e4rme von eben noch weiter verst\u00e4rkte.<\/p>\n<p>&#8222;M\u00f6chtest Du Dich vielleicht zu mir legen, Arsinoe?&#8220; fragte Ileytis dann und deutete auf den leeren Liegestuhl neben dem ihren.<\/p>\n<p>&#8222;Ja, ich&#8230; gern.&#8220; erwiderte die Prinkipaxillis. Sie setzten sich beide und Ileytis streckte sich wieder aus.<br \/>&#8222;Sag&#8230; ist Jetsun nicht auch hier? Ich habe die Auskunft erhalten, dass sie hier sein sollte. Ist sie gerade schwimmen?&#8220; fragte Arsinoe dann und schaute hinaus aufs Wasser.<\/p>\n<p>&#8222;Nein.&#8220; meinte Ileytis. &#8222;Leider nicht. Sie wurde zur\u00fcck aufs Schiff befohlen. Zumindest vor\u00fcbergehend. Es hatte einen Unfall gegeben und ihre Hilfe wurde dringend ben\u00f6tigt. Sie bat mich aber, auf sie zu warten.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh. Seltsam. Warum hat man mir das nicht gesagt?&#8220; fragte Arsinoe und runzelte die Stirn. Immerhin hatte sie eindeutige Koordinaten bekommen. Naja. Sie seufzte kurz, dann streckte auch sie sich in dem Liegestuhl aus.<\/p>\n<p>Einige Minuten lang wurde nichts gesagt ehe Ileytis die Stille durchbrach.<br \/>&#8222;Ihr habt eine wundervolle Welt hier, Arsinoe. Ich habe bislang erst nur diese Insel hier gesehen, doch nach dem, was Jetsun so erz\u00e4hlt hatte ist dies hier ein Juwel in dieser Galaxis.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;O, danke. Ja, wir f\u00fchlen uns hier sehr wohl und geben sehr ach darauf, dass es auch so bleibt.&#8220;<br \/>Arsinoe drehte den Kopf und sah Ileytis an. &#8222;Wie ist Deine Heimat? Du bist keine Terranerin, nicht wahr?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein. Ich bin eine Liduuri. Mein Volk ist sehr alt und meine Heimat wohl sehr, sehr weit weg. Tats\u00e4chlich wei\u00df ich nicht genau, wo und wann ich mich gerade befinde.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh. Nun, dies ist der Planet Thyene im Thassos-System. Wir befinden uns ziemlich im galaktischen S\u00fcdwesten des Beta-Quadranten. Aber das m\u00fcsstest Du eigentlich wissen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja, verzeih. Ich meinte das anders. Meine Heimat liegt aller Wahrscheinlichkeit nach nicht in dieser Galaxie, sondern in der Nachbargalaxis, die die F\u00f6derierten Andromeda nennen. Wir nennen sie einfach nur &#8218;die Insel&#8216;. Diese Galaxie hier kenne ich nicht oder nur kaum. Hier bin ich seit Ewigkeiten nicht gewesen.&#8220;<\/p>\n<p>Arsinoe merkte auf. Konnte das wirklich die M\u00f6glichkeit sein oder wollte Ileytis sie jetzt auf den Arm nehmen? Irgendwie glaubte die Prinkipaxillis das aber nicht. Sie kannte den Humor dieser&#8230; Liduuri nicht, aber es hatte nicht den Anschein, als wolle diese scherzen. &#8222;Willst Du mir davon erz\u00e4hlen?&#8220; fragte sie daher.<\/p>\n<p>&#8222;Hat Jetsun nichts \u00fcber mich erz\u00e4hlt?&#8220; fragte Ileytis zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&#8222;Wir hatten nicht viel Zeit miteinander.&#8220; wich Arsinoe aus.<\/p>\n<p>Ileytis l\u00e4chelte. Sie wusste immerhin, wie Jetsun und diese junge Kikonin ihre wenige Zeit miteinander verbracht hatten. Sie drehte ebenfalls ihren Kopf und ihre Augen trafen sich. Ja, sie konnte Jetsun gut verstehen.<br \/>&#8222;Wenn Du m\u00f6chtest.&#8220; meinte sie.<br \/>&#8222;Mein Volk ist alt. Sehr alt.&#8220; begann sie.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist meines auch.&#8220; erwiderte Arsinoe l\u00e4chelnd. Diese riesigen Augen waren schon sehr einnehmend.<\/p>\n<p>&#8222;Wirklich alt.&#8220; meinte Ileytis. &#8222;Als ich geboren wurde&#8230; das war \u00fcbrigens auf einer Welt namens Verva im Atargatis-System, hatten meine Leute bereits seit 15.000 Jahren die Galaxie hier erkundet und auch den Sprung \u00fcber die &#8218;Weite&#8216; zur Nachbargalaxis vollzogen. Das war vor&#8230; nun, mindestens 10.000 Jahren. Ich hatte damals die Regentschaft \u00fcber das Sulvy-System mit der Hauptwelt Tarnum \u00fcbertragen bekommen. Tarnum war auch wundersch\u00f6n. Deine Welt hier erinnert mich sehr an Tarnum. Der Regierungspalast lag auf einer Anh\u00f6he \u00fcber einer Bucht, wo das Klima auch im Winter angenehm war. Im Sommer war es ein Traum.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sterben Deine Leute denn nie?&#8220; fragte Arsinoe etwas verwirrt. Das klang doch reichlich m\u00e4rchenhaft. Konnte diese Frau denn \u00fcber 10.000 Jahre alt sein? Sie wirkte mehr wie&#8230; knapp \u00fcber drei\u00dfig.<\/p>\n<p>&#8222;Oh, doch. Aber ich nicht. Die Liduuri waren technologisch weit fortgeschritten und hatten auch kleine Ger\u00e4te entwickelt, die den Alterungs- und Zerfallsprozess des K\u00f6rpers durch mehrdimensionale Strahlung dadurch unterbinden, indem sie das Zellwachstum anregen.&#8220;<\/p>\n<p>Arsinoe be\u00e4ugte die junge Frau neben ihr. Ob das dieses kleine Teil war, was an einer Kette um deren Hals befestigt zwischen deren r\u00fcsten ruhte?<br \/>&#8222;So etwas w\u00fcrde bei uns m\u00f6glicherweise eine Revolte ausl\u00f6sen.&#8220; meinte sie skeptisch.<\/p>\n<p>&#8222;Ich wei\u00df, was Du meinst.&#8220; nickte Ileytis. &#8222;Es gab immer nur rund zwei Dutzend dieser Ger\u00e4te. Sicher wollten viele Liduuri dieses ewige Leben, doch je \u00e4lter ein Liduuri wird, desto weniger klammert er sich an sein Leben. Wir Liduuri sind ja ein durchweg altes Volk. Und irgendwann erlischt auch der Lebenswille bei den meisten. Au\u00dferdem ist unser Leben aufgrund unserer biotechnischen Entwicklung zumindest in medizinischer Hinsicht problemlos gewesen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Und Du? Ist bei Dir der Lebenswille nie erloschen?&#8220;<\/p>\n<p>Ileytis sch\u00fcttelte langsam den Kopf. &#8222;Nein. Nicht.&#8220;<br \/>Und sie l\u00e4chelte.<\/p>\n<p>Arsinoe l\u00e4chelte zur\u00fcck.<br \/>Ewiges Leben! Sie w\u00fcsste auf Anhieb so einige Kikonen, die daf\u00fcr morden w\u00fcrden. Vor allem die weiter oben an der Macht sa\u00dfen. Viele w\u00fcrden diese Macht zu gern weiter und weiter aus\u00fcben wollen. Andererseits&#8230; vielleicht auch nicht. Sie dachte an ihre Mutter, die Prinkipax von Myzen. Wie die immer wieder entnervt von ihren Regierungsaufgaben berichtete und durchblicken lie\u00df, dass sie den Tag herbei sehnte, an dem sie ihre Regierungsgesch\u00e4fte an sie \u00fcbergeben k\u00f6nnte. Ewiges Leben war nicht unbedingt ein Segen. Es konnte auch eine B\u00fcrde sein. Vor allem, wenn man \u00fcber Jahrhunderte von Eindr\u00fccken \u00fcberflutet wurde. Konnte ein Gehirn \u00fcberhaupt so viel Informationen aufnehmen? Oder ver\u00e4nderte sich der Kikone dann im Laufe des langen Lebens?<\/p>\n<p>&#8222;Und wie bist Du hierhergekommen? Ich meine, so weit von zuhause fort?&#8220; setzte Arsinoe die Unterhaltung fort.<\/p>\n<p>&#8222;Das war&#8230; schlimm. Eine Revolte im Reich, die sich aufgrund verfehlter Politik ausgeweitet hat und dann leider auch nicht vor meinem System Halt gemacht hatte. Ich geh\u00f6rte zur herrschenden Schicht und wurde abgesetzt. Aber ich wurde nicht hingerichtet, sondern in die Verbannung geschickt. Ich wurde in Stasis versetzt und offenbar sehr weit weg bef\u00f6rdert. Wie lange ich in Stasis gelegen habe, wei\u00df ich nicht.&#8220;<\/p>\n<p>Arsinoe war geschockt. Hatte sie hier ein, wenn auch nur ehemalige Herrscherin eines ganzen Planetensystems vor sich? So wie die Atrexa?<br \/>&#8222;Und was machst Du nun auf der Schiff?&#8220; fragte sie offen.<\/p>\n<p>&#8222;Ganz ehrlich?&#8220; fragte Ileytis zur\u00fcck. Aber sie meinte diese Frage nur rhetorisch, denn sie fuhr gleich fort: &#8222;Nicht viel. Zum Gl\u00fcck habe ich eine fundierte Ausbildung als Bio-Chemikerin, auch wenn es lange her ist, dass ich aktiv darin gearbeitet habe.<br \/>Eine kurze Zeitlang habe ich die wissenschaftliche Abteilung an Bord gef\u00fchrt. Doch das ist vorbei. Derzeit helfe ich in der Astrometrie und habe nach meinem Heimatsystem gesucht. Aber das ist alles nicht sehr erf\u00fcllend.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh.&#8220; machte Arsinoe.<br \/>In diesem Augenblick flirrte dicht neben den Liegest\u00fchlen die Luft und eine weitere Person materialisierte aus einem Transporterfeld.<br \/>&#8222;Jetsun!&#8220; riefen Ileytis und Arsinoe wie aus einem Munde.<\/p>\n<p>&#8222;Arsinoe!&#8220; erwiderte diese und ging die f\u00fcnf-sechs Schritte zu den Liegest\u00fchlen, warf das um ihren Leib geschlungene Handtuch ab und lie\u00df sich in den Sand sinken. &#8222;Ich komme wohl ziemlich sp\u00e4t.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein, Du bist nicht sp\u00e4t!&#8220; Arsinoe sprang aus dem Liegestuhl auf und gesellte sich zu ihr.<br \/>&#8222;Ich bin auch gerade erst zehn Minuten hier.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ach gut.&#8220; nickte Jetsun. &#8222;Habt ihr euch gut unterhalten?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja.&#8220; meine Arsinoe. &#8222;Ileytis hat mir etwas \u00fcber sich und ihr Volk erz\u00e4hlt. Es war sehr faszinierend.<br \/>Aber wie geht es Dir?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin etwas steif. Ich habe eine zweist\u00fcndige Operation hinter mir und bin auch mental etwas ausgelaugt. Ich w\u00fcrde mich jetzt gern etwas ausstrecken.&#8220; Sie hob beide Arme hoch \u00fcber den Kopf und reckte sich.<br \/>&#8222;Oder nein, ich glaube, ich m\u00f6chte etwas schwimmen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich begleite Dich!&#8220; meinte Arsinoe. &#8222;Und Du, Ileytis?&#8220;<\/p>\n<p>Diese hatte eben Jetsun bewundert, wie diese sich gereckt und gestreckt hatte. Ihre Geliebte war schon wundersch\u00f6n! Gern h\u00e4tte sie sie jetzt in den Arm genommen und an sich gedr\u00fcckt, doch sie nahm an, dass Arsinie das wohl ebenso gern getan h\u00e4tte.<br \/>Au\u00dferdem erkannte sie in Jetsun den Wunsch, sich etwas mit der Kikonin auszutauschen. Und eigentlich kam ihr das zupass, denn in ihr war ein Gedanke aufgekommen und begann zu wachsen.<br \/>&#8222;Nein.&#8220; sagte sie. &#8222;Ich bleibe noch etwas liegen und genie\u00dfe die Sonne. Und ich werde mir vielleicht etwas zu trinken besorgen. Soll ich euch dann etwas mitbringen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;O ja, gerne!&#8220;<\/p>\n<p>Arsinoe schl\u00fcpfte schnell aus ihrer Kleidung, die eh nur sehr knapp bemessen war und lief dann zusammen mit Jetsun hinunter zur Wasserlinie um etwas zu schwimmen. Ileytis sah den beiden Frauen nach. Dann schloss sie ihre Augen und dachte \u00fcber ihren zugegebenerma\u00dfen recht spontanen Einfall nach.<\/p>\n<p># Zeit: MD 15.2240<br \/># Ort: Restaurant &#8218;Kymenia&#8216;, Myzen, Thyene<\/p>\n<p>Die drei Frauen hatten sich gut satt gegessen und genossen jetzt einen sch\u00f6nen, schweren Wein.<br \/>Sie hatten einen niedrigen Tisch bekommen und sich auf dicke Kissen niedergelassen. Etwas abseits von anderen Tischen, aber nicht so alleine, als dass sie den Eindruck hatten, alleine im Restaurant zu sein. Die Unterhaltungen der anderen G\u00e4ste sowie leise Musik war immer zu h\u00f6ren.<br \/>Das kikonische Essen hier war richtig gut gewesen und hatte Jetsun entfernt an Tappas erinnert. Unendlich viele kleine Sch\u00e4lchen mit Zutaten, die man dann wieder mit anderen Speiseelementen zusammen tat und a\u00df. Es machte Spa\u00df, dauerte sch\u00f6n lange und vermittelte einem immer wieder neue geschmackliche Eindr\u00fccke. Arsinoe hatte erkl\u00e4rt, dass dies ein s\u00fcd-thyenisches Spezialit\u00e4tenrestaurant war, etwas, was sie alleine nie aufsuchte. Einerseits war es dazu zu teuer und andererseits machte solch ein Essen alleine keinen Spa\u00df. Jetsun f\u00fchlte sich ein wenig beschwipst und au\u00dferdem musste sie auf die Toilette. Das dauerte. Und als sie wiederkam, merkte sie zun\u00e4chst nicht, dass die Stimmung gekippt war.<\/p>\n<p>&#8222;Jetsun..?&#8220; begann Ileytis vorsichtig.<\/p>\n<p>&#8222;Ja?&#8220; fragte die Buthanerin zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&#8222;Jetsun&#8230; wenn Du nachher zur\u00fcck an Bord gehst&#8230; werde ich nicht mitkommen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wieso? Was willst Du denn noch machen? Wir starten doch morgen und es gibt noch so einiges zu tun. Au\u00dferdem&#8230; Die Nacht wird auch so sehr kurz werden.<br \/>Oder&#8230; meinst Du&#8230;?&#8220;<br \/>Der Alkohol lie\u00df sie ausgesprochen langsam schalten.<\/p>\n<p>&#8222;Ich werde gar nicht mehr zur\u00fcck an Bord kommen. Ich werde hier auf Thyene bleiben.<br \/>Es tut mir leid. Es tut mir sehr leid.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;WAS?&#8220; Jetsun war entsetzt.<br \/>&#8222;Aber warum? Ich&#8230; ich will nicht, dass Du gehst. Ich will Dich behalten. Ich liebe Dich!&#8220;<\/p>\n<p>Ileytis lehnte sich in den Kissen vor und nahm Jetsuns Hand, die sich eiskalt anf\u00fchlte.<br \/>&#8222;Ich liebe Dich auch, Jetsun. Ehrlich! Ich habe Dich vom ersten Augenblick an, an dem wir einander ber\u00fchrt hatten geliebt. Ich verdanke Dir alles. Du hast mein Leben gerettet. Ohne Dich w\u00e4re ich elendig erstickt. Du hast Dich f\u00fcr mich eingesetzt, hast mich bei Dir aufgenommen und umsorgt. Ich wei\u00df nicht, wie ich ohne Dich zurechtgekommen w\u00e4re. In dieser f\u00fcr mich fremden und ungewohnten Umgebung an Bord.<br \/>Aber bitte sieh, dass ich an Bord der Hephaistos keine Zukunft habe. Ich bin eine Fremde. Ein Alien. Ein EBE. Ich bin nicht einmal F\u00f6derationsb\u00fcrgerin. Es gibt keine Vergangenheit von mir. Niemand kennt mich. Viele mistrauen mir. lehnen mich ab.<br \/>Ich k\u00f6nnte auch niemals dauerhaft an Bord bleiben. Dass ich \u00fcberhaupt dort etwas tun durfte, verdanke ich Dir und dem Captain, der sich geradezu \u00fcbernat\u00fcrlich entgegenkommend gezeigt hatte. Aber \u00fcber kurz oder lang m\u00fcsste ich das Schiff verlassen. Das steht fest. Ich m\u00fcsste zun\u00e4chst F\u00f6derationsb\u00fcrgerin werden. Das w\u00e4re schon ohne eine genaue Untersuchung kaum m\u00f6glich. Und dann m\u00fcsste ich, wenn ich es denn \u00fcberhaupt wollte, die Sternenflottenakademie aufsuchen. Ich zweifle nicht, dass ich das k\u00f6nnte. Doch ob ich dann wieder auf die Hephaistos kommen w\u00fcrde ist auch sehr fraglich. Immerhin herrscht Krieg und da werden wenige W\u00fcnsche erf\u00fcllt. Genauso gut kann es auch sein, dass die Sternenflotte mein Wissen und meine F\u00e4higkeiten andernorts einsetzen m\u00f6chte.<br \/>Nein, Geliebte, ich habe auf der Hephaistos keine Zukunft.<\/p>\n<p>Hier dagegen, auf Thyene, habe ich das. Ich kann hier mein Wissen und meine F\u00e4higkeiten viel besser einsetzen. Mit Arsinoe und vielleicht ihrer Mutter habe ich Personen, die mich und die ich unterst\u00fctzen kann. Es ist ein kleines, \u00fcberschaubares System. Anders als die F\u00f6deration. Du k\u00f6nntest mich hier jederzeit finden. Und ich f\u00fchle mich hier sehr wohl.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Dann bleibe ich auch!&#8220; Jetsuns Stimme \u00fcberschlug sich.<br \/>&#8222;Ich reiche meinen Abschied ein. Ich kann hier sehr gut in einem Krankenhaus arbeiten!&#8220;<br \/>Sie sah Arsinoe an. &#8222;Das kann ich doch, oder? Ich bin eine gute \u00c4rztin. Chefmedizinerin auf einem Sternenschiff!&#8220;<\/p>\n<p>Arsinoe sch\u00fcttelte den Kopf.<br \/>&#8222;Das kannst Du nicht, mein Schatz. Du bist Offizierin der Sternenflotte. Und es ist Krieg. Du kannst nicht einfach k\u00fcndigen. Das w\u00e4re Fahnenflucht. Desertation. Du w\u00fcrdest vor einem Kriegsgericht landen und verurteilt werden.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun schossen die Tr\u00e4nen in die Augen.<br \/>&#8222;Ich kann fliehen. Ich kann hier untertauchen. Es gibt kein Auslieferungsabkommen. Du wirst mir doch helfen, oder?&#8220; Doch Jetsun klang schon gar nicht mehr \u00fcberzeugt. Sie sah in die verschwommenen traurigen Gesichter ihrer Freunde. &#8222;Bitte!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh, mein Schatz!&#8220; sagte jetzt Arsinoe.<br \/>&#8222;Ileytis ist doch nicht aus der Welt. Sie ist hier und Du kannst jederzeit hierher kommen. Wann immer es geht. Und wir werden zu Dir kommen, sie und ich auch, wann immer wir die M\u00f6glichkeit haben. Das Reich hat schnelle Schiffe. Wir k\u00f6nnen uns jederzeit treffen. Hier und dort. Wo wir wollen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem&#8230; wir wissen gar nicht, was kommen wird. Vielleicht endet der Krieg schon bald. Vielleicht sehen die Klingonen ein, dass sie gegen unser beider V\u00f6lker nicht gewinnen k\u00f6nnen. Oder wir schlagen sie gemeinsam.  Ach!&#8220;<br \/>Sie sah sich nach Ileytis um und nickte. Beide Frauen standen auf und knieten sich neben Jetsun und umarmten diese eng. Und verharrten lange so. Dann tippte Arsinoe auf ihren Kommunikator und lie\u00df sie drei in einem Direkttransfer in ihren Garten im Palast beamen.<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;NRPG&gt;<\/p>\n<p>Ouuh, das fiel mir schwer&#8230;<\/p>\n<p>&lt;\/NRPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<\/p>\n<p># Zeit: MD 15.1035<br \/># Ort: Insel Vios, Thyene<\/p>\n<p>Jetsun und Ileytis genie\u00dfen Luft und Sonne auf einer kikonischen Urlaubsinsel.<\/p>\n<p># Zeit: MD 15.1510<br \/># Ort: Insel Vios, Thyene<\/p>\n<p>Nach einem herrlichen Urlaubsmittag wird Jetsun zu einer Notfalloperation an Bord der Hephaistos gerufen. Ileytis bleibt alleine auf der Insel zur\u00fcck.<\/p>\n<p># Zeit: MD 15.1520<br \/># Ort: USS Hephaistos &#8211; Krankenstation<\/p>\n<p>Zusammen mit Ens. Nathaly Grace gelingt es Jetsun, den schwer verletzten und verst\u00fcmmelten Crewman in einer mehrst\u00fcndigen Operation wiederherzustellen.<\/p>\n<p># Zeit: MD 15.1720<br \/># Ort: Insel Vios, Thyene<\/p>\n<p>Prinkipaxillis Arsinoe sucht Jetsun und findet stattdessen Ileytis von Las&#8217;Tor. Die beiden Frauen sind einander sofort sympathisch, was einerseits durch Ileytis&#8216; Vilga-Dr\u00fcse und andererseits durch die Empathie der Kikonen verst\u00e4rkt wurde. Die beiden unterhalten sich gut miteinander bis Jetsun nach Ende der Operation wieder zur\u00fcck auf die Insel kommt. Arsinoe und sie gehen zusammen schwimmen, Ileytis bleibt zur\u00fcck und denkt nach.<\/p>\n<p># Zeit: MD 15.2240<br \/># Ort: Restaurant &#8218;Kymenia&#8216;, Myzen, Thyene<\/p>\n<p>Nach einem wundervollen Nachmittag auf der Insel f\u00fchrt Arsinoe Jetsun und Ileytis in ein kikonisches Spezialit\u00e4tenrestaurant in ihrer Heimatstadt aus. Die drei Frauen genie\u00dfen ein k\u00f6stliches Essen und schweren Wein. Dann er\u00f6ffnet Ileytis Jetsun, dass sie sich entschlossen hat, hier auf Thyene zu bleiben. Jetsun bricht in Tr\u00e4nen aus und versucht ihre Geliebte von deren Plan abzubringen, sieht aber ein, dass es wirklich Sinn macht f\u00fcr Ileytis, hier zu bleiben.<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;NRPG&gt; Ich weise noch einmal darauf hin, dass die Erinnerungen, die Ileytis von Las&#8217;Tor hier preis gibt, Erinnerungen sind, die ihr k\u00fcnstlich eingegeben wurden. Ileytis ist ein Kunstprodukt, genetisch manipuliert und in einer k\u00fcnstlichen Welt in einem wissenschaftlichen Labor aufgewachsen. 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