{"id":5953,"date":"2020-11-08T20:14:18","date_gmt":"2020-11-08T19:14:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/zukunftsplaene\/"},"modified":"2020-11-08T20:14:18","modified_gmt":"2020-11-08T19:14:18","slug":"zukunftsplaene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/zukunftsplaene\/","title":{"rendered":"Zukunftspl\u00e4ne"},"content":{"rendered":"<div>&lt;RPG&gt;<br \/>MD 19.2145<br \/>Ort: Quartier Ruthven\/ Careen<\/p>\n<p>Elli lag auf dem Sofa so wie auch schon in den letzten Tagen. Sie hatte sich \u00fcberwiegend im Quartier vergraben. Sie wollte niemanden sehen oder h\u00f6ren. SIe wollte einfach allein sein und trauern &#8211; und nachdenken. Sie f\u00fchlte sich, als w\u00e4re sie in ein tiefes Loch gest\u00fcrzt. Und keiner konnte sie verstehen. Nun, Shay vielleicht, da er wusste, was Colin und Elli verband. Aber wie h\u00e4tte sie mit irgendjemand anderem dar\u00fcber reden k\u00f6nnen, der gleichzeitig auch wusste, dass sie mit Shay Ruthven, dem CO dieses Schiffes verheiratet war. Sie mochte Shay, und bis vor einiger Zeit war sie auch der Meinung gewesen, dass dies ausreichte, um eine vern\u00fcnftige Ehe zu f\u00fchren. Doch nicht nur ihr Abschied von Colin lie\u00dfen sie daran zweifeln. Sie ringelte sich auf dem Sofa ein und schloss die Augen. Schlafen konnte sie nicht, aber sie wollte weiter nachdenken und vor sich hintr\u00e4umen, was h\u00e4tte sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als die T\u00fcr zum Quartier sich zischend \u00f6ffnete, glitt Shays Blick \u00fcber das unordentliche Sofa und die darauf zusammengerollte Frau. Er seufzte leise. So konnte es nicht weitergehen. Seit drei Tagen hatte sich Elli hier vergraben und das war nicht gesund. Er hatte sich schon so seine Gedanken gemacht und eine Idee. Seine Frau brauchte eine Aufgabe, die sie besch\u00e4ftigte. Au\u00dferdem musste sie einen Posten an Bord bekommen, bevor das FKOM ihr etwas anderes zuwies. Sonst w\u00fcrde sie sp\u00e4testens an der n\u00e4chsten Starbase abkommandiert werden. Offiziere, die sich heimlich in einer Nacht- und Nebelaktion einfach selbst versetzten waren im FKOM nicht immer sehr beliebt.<\/p>\n<p>&#8222;Wir m\u00fcssen reden.&#8220; Shay setzte sich auf den Tisch vor den Sofa und strich Elisa sacht \u00fcber die Haare. Er l\u00e4chelte sie an, als sie die Augen \u00f6ffnete. &#8222;Aye, das m\u00fcssen wir.&#8220; Elisa setzte sich langsam auf. &#8222;Ich habe nachgedacht Shay, und ich&#8230;&#8220; sie biss sich auf die Lippen. Dann zwang sie sich jedoch, ihren Ehemann anzuschauen. Das schuldete sie ihm.<br \/>&#8222;&#8230; Shay, wir sollten uns scheiden lassen.&#8220;<\/p>\n<p>Shay starrte seine Frau an. Das kam jetzt unerwartet.<\/p>\n<p>&#8222;Es ist nur fair, wenn ich dich freigebe.&#8220; fuhr Elisa fort, noch ehe Shay sich gesammelt und die M\u00f6glichkeit gehabt hatte irgendwas zu sagen. &#8222;Du brauchst jemanden, die wirklich eine Frau f\u00fcr dich ist und zu dir passt. Wir sind gute Freunde, aber mehr war da nie zwischen uns. Ich will dich nicht an mich binden. DU brauchst jemand, der dir Kinder geben kann. Du wirst schlie\u00dflich auch nicht mehr j\u00fcnger. Marcus w\u00fcnscht sich auch so sehr Enkelkinder. Und ich kann die dir nicht geben. Ich kann dir aber helfen, jemanden zu suchen, der f\u00fcr dich passt.&#8220;<\/p>\n<p>Shay stand abrupt auf, ging zu seinen geheimen Whiskyvorr\u00e4ten und nahm zwei Gl\u00e4ser. W\u00e4hrenddessen erkl\u00e4rte Elisa einfach weiter. Sie hatte bereits \u00fcberlegt, wie eine passende Partnerin ausgew\u00e4hlt werden k\u00f6nnte. Wenn sie es richtig angingen, w\u00fcrde Shay eine richtige Frau haben, bevor er 40 war. Das sollte f\u00fcr eine m\u00f6gliche Vaterschaft auch noch nicht zu sp\u00e4t sein. Befreundet bleiben k\u00f6nnten sie ja auch. Damit w\u00fcrde sich eigentlich auch nicht so viel \u00e4ndern. Ein anderes Quartier w\u00e4re sicher angemessen, aber das w\u00fcrde sich sicherlich finden.<\/p>\n<p>Als Shay ihr ein Glas in die Hand dr\u00fcckte, verstummte sie kurz. &#8222;Mich wolltest du wohl gar nicht fragen, was ich davon halte?&#8220;<\/p>\n<p>Doch Elli sch\u00fcttelte nur den Kopf. &#8222;Es ist nicht fair, dass ich dich aufhalte. Du bist mir gegen\u00fcber zu nichts verpflichtet. Au\u00dferdem&#8230; ich habe einen anderen Mann gek\u00fcsst. Ich habe dich damit eh hintergangen.&#8220; Sie blickte ihn fest in die Augen und er musterte ihr eingefallenes Gesicht. Shay lachte rauh. &#8222;Ich kann mich erinnern, dass wir eine Vereinbarung haben. Auch ich habe andere Frauen gek\u00fcsst. Und Colin ist ein Idiot, dass er dich aufgegeben hat.&#8220; Er setzte sich neben Elisa auf das Sofa und nahm sie in den Arm. Kurz z\u00f6gerte sie, doch dann lie\u00df sie es geschehen und lehnte sich an ihn.<\/p>\n<p>&#8222;Mir ist egal, was mein Vater m\u00f6chte. Er hat noch andere Kinder, von denen er Enkelkinder erwarten kann.&#8220; Elisa seufzte. &#8222;Wir m\u00fcssen das nicht jetzt entscheiden, aber bitte denk dar\u00fcber nach.&#8220; Sie sp\u00fcrte sein Nicken. Ein Anfang war gemacht. Und sie sa\u00dfen eine ganze Weile schweigend beieinander. Dann durchzuckte Elisa ein Gedanke.<\/p>\n<p>&#8222;Wor\u00fcber wolltest du eigentlich mit mir reden?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich glaube grad nicht, dass das der richtige Moment ist. Ich verdaue gerade noch deinen Vorschlag&#8220; murmelte er ihr Gewicht in seinem Arm sp\u00fcrend. Doch das n\u00fctzte ihm wenig. Elli richtete sich auf, rutschte etwas von Shay weg und blickte ihn herausfordernd an. &#8222;Nun sag, wor\u00fcber wolltest du reden?&#8220;<\/p>\n<p>Shay seufzte. &#8222;Kannst du dich nicht einfach wieder anlehnen, dich tr\u00f6sten lassen und wir reden morgen?&#8220; doch er erntete nur entschlossenes Kopfsch\u00fctteln. &#8222;Raus mit der Sprache.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Okay,&#8220; Shay dachte kurz nach und strich sich nachdenklich \u00fcber die Haare. &#8222;Du bist jetzt wieder an Bord der Hephaistos, aber ohne Versetzungsorder und ohne Posten. Du hast erz\u00e4hlt, das FKOM will dich gern auf einen F\u00fchrungsposten schieben und das wird bei uns an Bord nicht geben. Ich f\u00fcrchte also, sobald wir an der Starbase sind, werden sie dich wegbeordern. Ich habe mir \u00fcberlegt, dass ich einen einzigartigen Posten f\u00fcr dich h\u00e4tte, bei denen deine F\u00e4higkeiten gefragt sind. Wenn du den \u00fcbernehmen w\u00fcrdest, wird auch das FKOM erst mal die F\u00fc\u00dfe still halten. Aber jetzt wei\u00df ich gar nicht, ob du \u00fcberhaupt hier bleiben m\u00f6chtest. Ich meine&#8230;. wenn wir uns scheiden lassen gibt es f\u00fcr dich keinen Grund  an Bord meines Schiffes zu bleiben. Also vielleicht ist es keine gute Idee, wenn du den Job \u00fcbernimmst.&#8220;<\/p>\n<p>In Elisas Augen funkelte Interesse auf. Bei ihrem spontanen Aufbruch hatte sie tats\u00e4chlich nicht dar\u00fcber nachgedacht, was sie an Bord der Hephaistos machen sollte. Und  nach ihrem langen Abschied hatte sie auch gar keine Lust mehr gehabt, dar\u00fcber nachzudenken. Sie war mit ihrem Selbstmitleid genug besch\u00e4ftigt gewesen, so dass der Gedanke an die Zukunft irrelevant war.  &#8222;Nun sag schon, was hast du vor?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Was wei\u00dft du \u00fcber ATAK?&#8220; fragte Shay erst mal nach. Doch Elli zuckte nur mit den Schultern. &#8222;Nicht viel &#8211; ein Testsystem an Bord f\u00fcr die Taktik. Aber was es genau macht oder wie es funktioniert, keine Ahnung.&#8220; &#8211; &#8222;Zusammenfassend ist das richtig. Die Autonome Taktische Analyse Komponente  ist bei uns eingebaut. Ich wei\u00df nicht, was du von der Raumschlacht mitbekommen hast, ehe ihr uns gerettet habt, aber das war ATAK. Ohne das System w\u00e4ren wir bereits geentert gewesen, als ihr eintraft. ATAK ist in die Systeme der Hephaistos eingebunden, aber es ist ein nachtr\u00e4glich eingebautes Testsystem, nicht alle Schnittstellen funktionieren so, wie sie sollen und es gibt noch wie ich h\u00f6rte gelegentliche Probleme in der Ressourcenzuweisung. Offiziell m\u00f6chte ich gern, dass du die Verbindung zwischen unserem taktischen Offizier und der Operations und der Technik einnimmst. Du kannst mit den Leuten in der OPS umgehen und kennst die Prozessabl\u00e4ufe.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Und was sind deine Hintergedanken?&#8220; Elli runzelte die Stirn und Shay sah sie \u00fcberrascht an. &#8222;Woher&#8230;. ich meine wie kommst du darauf, dass ich Hintergedanken habe?&#8220; SIe lachte. &#8222;Wir sind nun lang genug verheiratet, dass ich dich kenne. Au\u00dferdem hast du sogar gesagt, dass das die offiziellen Gr\u00fcnde sind. Also was stimmt nicht mit ATAK? Hast du Angst vor dem Computer?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Du durchschaust mich, aber nein. Ich denke ATAK ist eine gute Sache, vielleicht etwas spooky, wenn man zu intensiv dr\u00fcber nachdenkt, aber gut. Nun inoffiziell hoffe ich, dass du ein Auge auf den dazugeh\u00f6rigen Spezialisten hast. Lt. Ajur, Sohn des Nedek.&#8220; Elli sog h\u00f6rbar die Luft ein. &#8222;Ich m\u00f6chte ihm grunds\u00e4tzlich vertrauen, und doch ein gewisses Misstrauen ist da und dir vertraue ich.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Du wei\u00dft schon, dass ich nie im Leben die Sicherheitsfreigaben f\u00fcr ein solches System bekommen w\u00fcrde.&#8220; Elisas Stimme hatte einen leicht h\u00f6rbaren traurigen Unterton, doch Shay winkte nur ab. &#8222;Das ist doch egal, die ben\u00f6tigst du nichtmal. Es geht darum, dass du den TAK entlastest um die notwendige Kommunikation mit der OPS und der Technik, wenn es um Einbauten oder Ressourcen geht und dass du einfach einen Blick auf ihn hast.&#8220;<\/p>\n<p>Unschl\u00fcssig starte Elisa ihn an. &#8222;Ich wei\u00df nicht, ob das eine gute Idee ist&#8230;.&#8220;<\/p>\n<p>Shay zog sie einfach wieder zu sich, so dass sich Elli wieder an ihn anlehnen musste. Kurz wollte sie ihn stoppen, doch dann lie\u00df sie es zu und genoss seine starken Arme und die W\u00e4rme. &#8222;Denk einfach dr\u00fcber nach.&#8220;<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<br \/>MD 19.2145<br \/>Ort: Quartier Ruthven\/Careen<\/p>\n<p>Elisas und Shays Pl\u00e4ne f\u00fcr die Zukunft gehen im ersten Moment weit auseinander. W\u00e4hrend Elli f\u00fcr Shay die Freiheit m\u00f6chte, bietet er ihr einen besonderen Job an<br \/>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>***submitted by<br \/>ela aka Elisa Careen<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;RPG&gt;MD 19.2145Ort: Quartier Ruthven\/ Careen Elli lag auf dem Sofa so wie auch schon in den letzten Tagen. Sie hatte sich \u00fcberwiegend im Quartier vergraben. Sie wollte niemanden sehen oder h\u00f6ren. SIe wollte einfach allein sein und trauern &#8211; und nachdenken. Sie f\u00fchlte sich, als w\u00e4re sie in ein tiefes Loch gest\u00fcrzt. 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