{"id":5960,"date":"2020-11-09T13:57:10","date_gmt":"2020-11-09T12:57:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/ich-war-so-dumm\/"},"modified":"2020-11-09T13:57:10","modified_gmt":"2020-11-09T12:57:10","slug":"ich-war-so-dumm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/ich-war-so-dumm\/","title":{"rendered":"Ich war so dumm"},"content":{"rendered":"<div>&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p># Zeit: MD 19.1030<br \/># Ort: Krankenstation<\/p>\n<p>Jetsun war heilfroh dass der Kampf weitgehend ohne echte Verluste abgeschlossen worden war. Es war furchtbar f\u00fcr sie gewesen, als sich die drei Sektionen der Hephaistos voneinander getrennt hatten, und sie auf der geflohenen Terti\u00e4reinheit geblieben war. Aber da war nun einmal die Krankenstation und im Kampf selber konnten sie nicht viel beitragen. Doch zum Gl\u00fcck war alles sehr glimpflich ausgegangen und auch wenn die Cassandra dabei zerst\u00f6rt wurde, so war hatte deren Besatzung \u00fcberlebt. Alle drei Module der Hephaistos waren wieder zusammengef\u00fcgt worden und die gesamte medizinische Crew ging daran, die Nachversorgung der Verletzten zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Jetzt endlich war auch Zeit, wieder andere Aufgaben zu \u00fcbernehmen. Und dazu geh\u00f6rte auch die Nachuntersuchung der Augen von Lieutenant Fabien LaGroille. Irgendwie freute sich Jetsun auf den freundlichen Franzosen. Er hatte so reizende Manieren und wirkte anders als so viele Offiziere der Sternenflotte gar nicht soldatisch. Er war sogar ein klein wenig sch\u00fcchtern und das gefiel ihr an ihm auch sehr.<\/p>\n<p>Entsprechend fr\u00f6hlich schaute sie auch auf, als es p\u00fcnktlich an der T\u00fcr gongte und Fabien eintrat. &#8222;Hallo, Lieutenant LaGroille. Sch\u00f6n, Sie zu sehen. Gesund und munter. Wie geht es Ihren Augen? Keine Beschwerden, nehme ich an?&#8220;<\/p>\n<p>Fabien war in der Tat ein wenig sch\u00fcchtern. Jedenfalls gegen\u00fcber der \u00c4rztin. Sie war in seinen Augen eine h\u00fcbsche junge Frau und auch recht sensibel. Und er erinnerte sich noch allzu gut an ihren so verkorksten Start. Nat\u00fcrlich wusste er, dass die CM ihm nichts nachtrug. Sie beiden wussten, dass niemand etwas daf\u00fcr konnte. Das \u00e4nderte aber leider nichts daran, dass er sich ihr gegen\u00fcber immer noch ein wenig befangen f\u00fchlte. Insofern war er heilfroh, dass sie nicht eines dieser durchscheinenden Gew\u00e4nder trug sondern ihre Uniform und den Arztkittel. Wenn sie auch diesen seiner Ansicht nach etwas unpraktischen Schal oder Stola oder was auch immer umgelegt hatte.<br \/>&#8222;Vielen Dank, Doktor!&#8220; erwiderte er und versuchte sich seinerseits so locker wie m\u00f6glich zu geben, ohne dabei \u00fcbertrieben zu wirken.<br \/>&#8222;Mir geht es wirklich sehr gut. So gut, dass mir der Captain das Ruder \u00fcber das Schiff \u00fcbergeben hatte.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das ist ja wundervoll!&#8220; meinte Jetsun und verzichtete darauf, zu korrigieren, dass sie keine Doktorin war. Es war in diesem Fall ohne Belang. Und sie wollte Fabien bestimmt nicht unn\u00f6tig mit irgendwelchen nichtigen Korrekturen bel\u00e4stigen.<br \/>&#8222;Nehmen Sie doch einfach auf der Liege dort Platz. Es geht dann auch ganz schnell.&#8220; Sie nahm sich einen medizinischen Scanner und aktivierte auch den Holoprojektor. Dann trat sie zu Fabien, der es sich bereits auf der Untersuchungsliege mehr oder weniger bequem gemacht hatte.<br \/>&#8222;Und? Haben Sie noch manchmal irgendwelche St\u00f6rung in ihrem Sichtfeld? Schlieren? Oder kleine Lichtblitze?&#8220; fragte sie ihn, w\u00e4hrend sie mit dem Scanner in seine Augen hineinschaute.<\/p>\n<p>&#8222;Nein.&#8220; erwiderte Fabien wahrheitsgem\u00e4\u00df. Tats\u00e4chlich hatte er derlei nicht bemerkt. W\u00e4hrend des Kampfes hatte er die Prim\u00e4rsektion geflogen&#8230; solange das ATAK ihn gelassen hatte&#8230; und war so derma\u00dfen konzentriert dabei gewesen, dass er \u00fcberhaupt nichts mehr in Bezug auf eine verletzungsbedingte Behinderung wahrgenommen hatte.<\/p>\n<p>&#8222;Hervorragend!&#8220; lobte Jetsun und legte den Scanner beiseite. &#8222;Die Verletzung ist fast komplett ausgeheilt. Wenn Sie jetzt keine Probleme mehr haben, werden Ihre Augen zu 100% wieder in Ordnung werden. Oder schon sein.<br \/>Machen wir noch einen letzten Test, ja?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Gern, Doktor.&#8220; Erwiderte Fabi. Er hatte das auch so erwartet, doch es war sch\u00f6n, so etwas auch von der behandelnden \u00c4rztin best\u00e4tigt zu bekommen.<\/p>\n<p>Jetsun aktivierte den Holoprojektor. Im Grunde war das eine modernere Variante der klassischen Buchstabenerkennung. In unterschiedlichen Entfernungen wurden unterschiedlich gro\u00dfe Buchstaben oder Zeichen projiziert die Fabi vorlesen musste.<br \/>&#8222;Sagen Sie einfach die ersten zehn Buchstaben auf.&#8220; Bat sie ihn und startete die Routine.<\/p>\n<p>&#8222;A&#8230; B&#8230; K&#8230; L&#8230;&#8220; las Fabi fehlerfrei vor.<\/p>\n<p>&#8222;Das war wohl zu einfach.&#8220; Meine Jetsun scherzhaft und suchte eine etwas komplexere Routine aus dem Men\u00fc heraus.<br \/>&#8222;Wie steht es eigentlich mit Ihrer Unterkunft?&#8220; fragte sie dabei. Sie hatte schon \u00fcberlegt, Fabien vielleicht einmal zu besuchen. Oder zu einem gemeinsamen Essen abzuholen.<br \/>&#8222;Wegen all der aufgenommenen Besatzungsmitglieder der Ainama und jetzt auch der Cassandra muss es ja schon recht unangenehm eng sein.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;O, ja.&#8220; Erwiderte Fabien leichthin. Das war es. Aber ich bin umgezogen und wohne jetzt mit Petty Officer Greene zusammen.&#8220; Fabi erinnerte sich an das erste gemeinsame Pl\u00e4tzchenessen und geriet dabei automatisch leicht ins L\u00e4cheln.<\/p>\n<p>&#8222;Trish?&#8220; fragte Jetsun und hielt mitten in der Bewegung inne. Trish kannte sie. So ziemlich jeder hier kannte Trish. Dass diese ein eigenes Quartier f\u00fcr sich hatte, wusste sie aber nicht.<br \/>&#8222;Sie leben jetzt mit Trish zusammen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Zusammenleben ist etwas weit gefasst, aber ja, ich wohne bei ihr mit im Raum. Es ist ein wenig eng, aber sie ist ausgesprochen entgegenkommend. Und deutlich angenehmer als in dem Massenquartier, in dem ich bislang untergebracht war.<br \/>Alles in Ordnung, Doktor?&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun sah den Franzosen etwas verwirrt an. Dann nickte sie schnell.<br \/>&#8222;Ja. Nat\u00fcrlich. Entschuldigen Sie. Ich war nur&#8230; ich dachte&#8230;&#8220;<br \/>Sie schluckte schwer.<br \/>&#8222;Alles in Ordnung. Ich war nur so&#8230; dumm!&#8220;<\/p>\n<p>Fabi begriff nicht so recht. Und ging daher lieber nicht darauf ein.<br \/>&#8222;Gut&#8230; dann&#8230; sollen wir weiter machen?&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun wandte sich ab und legte den Holoprojektor zur\u00fcck auf die Ablage.<br \/>&#8222;Nein. Es ist alles bestens. Ich begl\u00fcckw\u00fcnsche Sie, Lieutenant. Sie sind vollst\u00e4ndig geheilt.<br \/>Sie k\u00f6nnen dann gehen.&#8220;<\/p>\n<p>Okay. Fabi erkannte einen Rausschmiss, wenn er ihn erlebte. Er verstand aber absolut nicht, weshalb er jetzt so pl\u00f6tzlich so kalt abserviert wurde. Hatte das etwas mit seiner Unterkunft zu tun? Hatte die Doktorin wohlm\u00f6glich ein pers\u00f6nliches Problem mit Trish Greene? Vielleicht wegen dieser Kikonischen-G\u00f6ttersache? Nun, das war nichts, was er verstand und da wollte er sich auch nicht einmischen.<\/p>\n<p>Er stand auf. &#8222;Nat\u00fcrlich, Doktor. Vielen Dank.<br \/>\u00c4h, soll ich irgendwann noch einmal wieder vorbei schauen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein.&#8220; kam die Antwort. &#8222;Das ist nicht erforderlich. Es ist alles in Ordnung.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Dann&#8230; nochmals danke. Und auf Wiedersehen.&#8220;<br \/>Fabi nickte der \u00c4rztin zu und verlie\u00df dann die Krankenstation.<br \/>Drau\u00dfen blieb er kurz stehen. Was zur H\u00f6lle war da eben geschehen? Welches f\u00fcr ihn doch noch unsichtbare Fettn\u00e4pfchen hatte er denn jetzt blo\u00df voll erwischt? Irgendetwas hatte die \u00c4rztin jedenfalls ersch\u00fcttert und bei ihr einen 180\u00b0 Kurs\u00e4nderung ihrer Stimmung verursacht. Aber w\u00fctend war sie nicht. Nur&#8230; irgendwie traurig. Wohl wegen Trish. Aber das konnte ja wohl kaum eine Eifersuchtssache sein! Jedenfalls hatte er nicht bemerkt, dass es da zu einem Gerangel um seine Person gekommen war.<br \/>Fabi beschloss, dazu jemanden zu fragen. Mal sehen, wer da in Frage k\u00e4me.<\/p>\n<p>Auf der Krankenstation sprang Jetsun auf und verschwand mit einem &#8222;Ich bin i meinem Raum!&#8220; in ihrem CM-B\u00fcro. Dort spritzte sie sich erst einmal kaltes Wasser ins Gesicht.<br \/>Himmel! Sie war wirklich eine v\u00f6llig bescheuerte und von allen guten Geistern verlassene N\u00e4rrin! Was hatte sie denn erwartet? Dass Leute wie Lieutenant LaGroille einfach fr\u00f6hlich l\u00e4chelnd vor sich hin lebten und warteten, bis sie endlich mal auf sie zuging? Vor wenigen Tagen noch hatte sie ja immerhin noch quasi unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit ihre Zeit zusammen mit Ileytis auf der Feier im &#8218;Topf voll Gold&#8216; verbracht.<\/p>\n<p>Und mal ehrlich? Was hatte sie sich auch gedacht? Trish war eine strahlend aussehende Betazoidin mit ordentlich Oberweite. Und fr\u00f6hlich. Sie dagegen war eine flachbr\u00fcstige asiatische Witwe und zumindest Fabien gegen\u00fcber eine ausgemachte Heulsuse.<br \/>Nein, das&#8230; oder besser, ihn konnte sie geflissentlich vergessen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatte sie ja grade nicht wirklich etwas verloren.  Verlieren konnte man ja nur, wenn man es gehabt hatte. Und gehabt hatte sie Fabien ja nun wirklich nicht einmal auch nur ansatzweise. H\u00f6chstens etwas Hoffnung hatte sie sich gemacht. Ja.<\/p>\n<p>Dennoch! Jetsun seufzte tief. Irgendwie klappte \u00fcberhaupt nichts in ihrem Leben. Vielleicht h\u00e4tte sie doch auch auf Thyene bleiben sollen! Da waren jetzt jedenfalls alle Leute, die sie ernsthaft als Freunde bezeichnen konnte. Oder wollte. Da halfen auch keine Bergh\u00f6rnchen.<br \/>Wobei das nicht ganz stimmte. Die beiden s\u00fc\u00dfen Tierchen waren schon wirklich lieb. Und immerhin das einzige, was ihr von ihren Freundinnen blieb.<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<\/p>\n<p># Zeit: MD 19.1030<br \/># Ort: Krankenstation<\/p>\n<p>Jetsun stellt frustriert fest, dass sie Fabien wohl verloren hatte, bevor sie ihn \u00fcberhaupt hatte gewinnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>Submitted by<br \/>Isabelle<br \/>a.k.a.<br \/>Ens. Jetsun Pema<br \/>(i)CM USS Hephaistos<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;RPG&gt; # Zeit: MD 19.1030# Ort: Krankenstation Jetsun war heilfroh dass der Kampf weitgehend ohne echte Verluste abgeschlossen worden war. Es war furchtbar f\u00fcr sie gewesen, als sich die drei Sektionen der Hephaistos voneinander getrennt hatten, und sie auf der geflohenen Terti\u00e4reinheit geblieben war. Aber da war nun einmal die Krankenstation und im Kampf selber&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/ich-war-so-dumm\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Ich war so dumm&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-5960","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5960","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5960"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5960\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5960"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5960"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5960"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}