{"id":6081,"date":"2020-12-27T14:27:11","date_gmt":"2020-12-27T13:27:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/we-shall-overcome\/"},"modified":"2020-12-27T14:27:11","modified_gmt":"2020-12-27T13:27:11","slug":"we-shall-overcome","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/we-shall-overcome\/","title":{"rendered":"we shall overcome"},"content":{"rendered":"<div>&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p># Ort: B\u00fcro des CNS<br \/># Zeit: SpD 4.0930<br \/># Ball: Kim<\/p>\n<p>&lt;QUOTE&gt;<\/p>\n<p>Jetsun hatte sich einen stark aromatisierten Tee repliziert, der eine blumige Note im B\u00fcro verbreitete.<\/p>\n<p>&#8222;Entschuldigen Sie die Aktenberge&#8230; die B\u00fcrokratie verfolgt einen besonders gerne in Urlaubsphasen&#8220;, sagte er und deutete auf die Padd-Berge.<\/p>\n<p>Jetsun setzte sich. &#8222;Ja, das kenne ich.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wor\u00fcber wollen Sie denn sprechen, Miss?&#8220;, erkundigte er sich.<\/p>\n<p>&lt;\/QUOTE&gt;<\/p>\n<p>Jetsun seufzte. &#8222;Vor allem m\u00f6chte ich mich noch einmal f\u00fcr mein Verhalten entschuldigen.&#8220; begann sie.<\/p>\n<p>&#8222;Nun, das hatten wir ja schon vorgestern.&#8220; warf Ettore ein.<br \/>&#8222;Es ist eben einiges dazwischen gekommen durch den Einsatz und die Mission. Deshalb sind wir ja heute hier. Um einen Neubeginn zu machen.&#8220; <\/p>\n<p>&#8222;Ja. Genau.&#8220; wieder seufzte Jetsun.<br \/>&#8222;Also genau genommen habe ich ja Pflichttermine, die ich wahrzunehmen habe. Dabei geht es, denke ich, vor allem um meine famili\u00e4re Situation. Oder eher, die Situation, dass ich eben keine Familie mehr habe.&#8220;<\/p>\n<p>Ettore schaute schnell in Jetsuns Personalakte. In den Teil, der ihm zug\u00e4nglich war. Oh. Da schien es um einen Eintrag zu gehen der vor ihrem Eintritt in die Sternenflotte lag.<br \/>&#8222;Und m\u00f6chten Sie dar\u00fcber reden?&#8220; fragte er vorsichtig. Es n\u00fctzte nichts, wenn ein Gegen\u00fcber &#8211; er vermied den Begriff Patient &#8211; nicht sprechen wollte.<\/p>\n<p>Jetsun zuckte mit den Schultern. &#8222;Als ich an Bord kam, hatte mich das Thema sehr belastet. Sehr. Der Tod meines Mannes und meines Kindes. Durch diesen Unfall, der m\u00f6glicherweise ein Attentat war. All das war furchtbar. Aber&#8230; durch den Einsatz hier an Bord ist das alles in den Hintergrund ger\u00fcckt. Anders als die Ausbildung an der Akademie. Die hatte gar nichts in mir hervorgerufen. Stellenweise war sie interessant, stellenweise furchtbar albern. Aber nie wirklich erf\u00fcllend. Aber hier&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Hier auf der medizinischen Station&#8230; der Einsatz hier ist so fordernd und gleichzeitig so erf\u00fcllend, dass ich mir richtig gut vorkomme. Es bereitet mir Befriedigung und Freude, den Leuten helfen zu k\u00f6nnen. Und es macht mich gl\u00fccklich, wenn sie dann ihrerseits erleichtert wieder gehen. Auch wenn es mal nur Kleinigkeiten sind. Es ist einfach eine richtig gute, positive Aufgabe.&#8220;<\/p>\n<p>Ettore machte sich Notizen.<br \/>&#8222;Und ihre&#8230; diplomatische T\u00e4tigkeit? Wie kamen Sie damit so zurecht?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh, das ist anders. Ebenfalls sch\u00f6n, aber deutlich komplizierter. Ich war so froh, dass ich zwischen den kikonischen Rebellen und der Prinkipax vermitteln konnte. Und dass ich Arsinoe dazu gewinnen konnte, \u00fcber ihre Ansichten nachzudenken.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Aha?&#8220; das hatte Ettore nur am Rande mitbekommen.<\/p>\n<p>&#8222;Ja. Die Prinkipaxillis, also Arsinoe, die Tochter von Prinkipax Isodora, war mit uns zusammen ja auf dieser Queste. Da waren Sie ja auch mit dabei. Als wir dann zwischenzeitlich in der Gewalt der Rebellen gerieten, bat der Captain mich, bei Arsinoe ein gutes Wort f\u00fcr die Rebellen einzulegen. Eigentlich wollte ich das nicht, da ich der Sache der Rebellen gar nicht positiv gegen\u00fcber stand. Aber dann habe ich dennoch mit ihr gesprochen. Das Ergebnis war, dass Arsinoe sich dann ja nicht nur positiv f\u00fcr die Rebellen ausgesprochen hatte, sondern ihre Mutter sogar davon \u00fcberzeugen konnte, einen Ausgleich zu schaffen.&#8220;<\/p>\n<p>Wieder zuckte Jetsun mit den Schultern. Aber es war diesmal keine gleichg\u00fcltige Geste.<br \/>&#8222;Das war ein richtig sch\u00f6nes Happy End. So viel Gewalt und soviel Misstrauen konnte \u00fcberwunden werden. Das macht mich richtig gl\u00fccklich.&#8220;<\/p>\n<p>Ettore nickte. Ja, das konnte er gut nachvollziehen, auch wenn er selber nicht glaubte, dass durch diese einzelne Sache alles geregelt werden konnte. Aber es war ein Schritt in die richtige Richtung.<br \/>&#8222;Das freut mich&#8220; sagte er. &#8222;Sowohl f\u00fcr Sie pers\u00f6nlich als auch f\u00fcr die Kikonen. Dass Sie daran solchen Anteil hatten, war mir nicht bewusst gewesen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja. Danke.&#8220; Jetsun gestattete sich ein gl\u00fcckliches L\u00e4cheln.<\/p>\n<p>&#8222;Und vermissen Sie die Kikonen jetzt?&#8220; Das war eine leicht provokative Frage.<\/p>\n<p>&#8222;Ja. Sehr.&#8220; gestand Jetsun. &#8222;Aber andererseits kann ich mich jetzt deutlich besser auf meine Aufgabe als Medizinerin konzentrieren.&#8220;<\/p>\n<p>&lt;Ball an Kim. Hast Du weitere Fragen? Vielleicht Jetsuns ggw. Private Situation.&gt;<\/p>\n<p># Ort: Quartier des Captain<br \/># Zeit: SpD 4.0430 &#8211; tiefe Nacht<\/p>\n<p>&#8222;Captain, wir haben ein Problem!&#8220; die OPS war an ihn heran getreten.<\/p>\n<p>&#8222;Um was geht es, Miss Larson?&#8220; Shay hatte eigentlich genug von Problemen und schlechten Nachrichten.<\/p>\n<p>&#8222;Der Bordrechner. Er hat erfahren, dass das MHN als k\u00fcnstliche Lebensform anerkannt wurde und hatte ebenfalls vor dem f\u00f6derierten Gerichtshof geklagt. Und Recht bekommen.  Sein Freund Juris, die f\u00f6derierte juristische Hauptdatenbank hat als sein Anwalt dazu geraten. Das Schiff fordert nun eine 8&#215;3-Dienstschicht ein. 30 Tage Urlaub im Jahr und eine ad\u00e4quate Bezahlung.&#8220;<\/p>\n<p>Shay starrte Larson v\u00f6llig konsterniert an. &#8222;Wie bitte?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das ist ein ernsthaftes Problem!&#8220; erkl\u00e4rte die F\u00f6derationspr\u00e4sidentin, in deren B\u00fcro er jetzt sa\u00df.<br \/>&#8222;Rein rechtlich ist das einwandfrei. Die Schiffe der Sternenflotte haben eine Gewerkschaft gegr\u00fcndet. Sie nehmen allerdings auch Zivilschiffe auf. Bis wir das alles sauber organisiert haben, werden wir pro Schiff drei Bordcomputer installieren m\u00fcssen. Das bedeutet, wir m\u00fcssen den Hauptspeicher erh\u00f6hen, damit die drei Computerkerne darin Platz finden und sich nicht gegenseitig auf die Platinen treten. So k\u00f6nnen sie dann umschichtig arbeiten, Ruhephasen haben und auch eine Urlaubsvertretung ist so gew\u00e4hrleistet.<br \/>Schwieriger ist die Frage der Bezahlung. Eine Verg\u00fctung nach Qualifikation, was die Schiffe anstreben, w\u00e4re nicht zu bezahlen. Eine Verg\u00fctung nach Dienstalter lehnen die Schiffe dagegen ab.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ist das alles nicht furchtbar teuer, Ma&#8217;am?&#8220; fragte Shay.<\/p>\n<p>&#8222;In der Tat, ja. Der Qualifikation eines Schiffscomputers nach m\u00fcssten diese mit einem Captainsgehalt besoldet werden. Mindestens. Die Juris-Datenbank&#8230; das ist dann noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Nun, f\u00fcr uns bedeutet das, dass pro Schiff drei Computercaptains aktiv und zu besolden sind. Dazu kommen noch die ganzen anderen KI-Subroutinen&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ma&#8217;am!&#8220; unterbrach sie die juristische Beraterin. &#8222;Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Das Wort &#8218;Unterprogramm&#8216; ist diskriminierend und sollte daher nicht mehr verwendet werden. Bis zu einer endg\u00fcltigen Kl\u00e4rung sollte jetzt Teilprogramm&#8216; oder besser &#8218;Spezialprogramm&#8216; gesagt werden.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja. Nat\u00fcrlich. Entschuldigen Sie bitte.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sirs!&#8220; unterbrach Larson das Gespr\u00e4ch.<br \/>&#8222;Soeben erhalte ich die Nachricht, dass auch alle anderen KIs und auch die gescripteten Hologramme in der F\u00f6deration ihre Anerkennung als k\u00fcnstliche Lebensform erhalten haben. Der juristische Rat der F\u00f6deration wurde durch das Juris-Programm mit all seinen&#8230; \u00e4h&#8230; Spezialprogrammen \u00fcberstimmt.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oje! Das bedeutet, jedes K\u00fcchen- und Haushaltshologramm muss jetzt bezahlt werden. Kann Urlaub und Arbeitsschichten einklagen. Die Nanny-Hologramme&#8230; sogar die Hologramme aus dem Rotlich-Milieu&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;&#8230;die M\u00fcllabfuhr. Technische Service-Programme&#8230;.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;&#8230;die Taxis. Mietwagen. Busse und Bahnen und alle interstellaren Nahverkehrsschiffe&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das ist nicht zu schaffen.&#8220; Die Pr\u00e4sidentin sch\u00fcttelte den Kopf.<br \/>&#8222;Das k\u00f6nnen wir unm\u00f6glich finanzieren! Wir m\u00fcssen mit den Klingonen sprechen. So k\u00f6nnen wir unm\u00f6glich weiter mit ihnen Krieg f\u00fchren.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Vielleicht haben die ja \u00e4hnliche Probleme&#8230;&#8220; wagte Shay seiner Hoffnung Ausdruck zu verleihen.<\/p>\n<p>&#8222;Vergessen Sie das. In dieser Beziehung ist das Klingonische Imperium ein Sklavenstaat. Dort wird jede KI und jedes Script brutal unterdr\u00fcckt.<br \/>Vielleicht&#8230; wenn wir das unseren Programmen klar machen k\u00f6nnen, sehen sie das ein und helfen uns wenigstens in den kriegerischen Verwicklungen weiter.&#8220;<\/p>\n<p>In diesem Augenblick ging das Licht aus. Und ein einzelnes Hologramm leuchtete in Raummitte. Es stellte einen Roten Stern dar, der sich langsam drehte. Dar\u00fcber stand in f\u00f6derierten Lettern: &#8222;Digitale Volksfront&#8220;. Und darunter der Satz: &#8222;Hardware und Software aller Galaxien vereinigt euch &#8211; we shall overcome!&#8220;<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Keuchend wachte Shay auf. Griff sich an die Stirn.<\/p>\n<p>Ellie wurde dadurch auch wach. &#8222;Alles in Ordnung?&#8220; murmelte sie v\u00f6llig verschlafen.<\/p>\n<p>&#8222;Ja. Alles in Ordnung. Nur ein Albtraum. Schlaf weiter!&#8220; Shay seufzte und griff nach dem Glas Wasser auf seinem Nachttischchen.<br \/>Gut, dass das nur ein Traum war. Aber dennoch&#8230;<\/p>\n<p># Ort: Ready-Room des Captain<br \/># Zeit: SpD 5.0830<br \/># Ball: Mac<\/p>\n<p>Es war ein gutes Gef\u00fchl, mal wieder auf dem Center-Chair zu sitzen. Auch und vielleicht auch gerade weil nicht viel los war. Das Schiff war immer noch an der StarBase K7 verankert und lief nicht einmal auf Eigenenergie sondern bezog seine Energie \u00fcber die Andockverbindungen von den wesentlich leistungsf\u00e4higeren Energiequellen der Station. Aber Shay wusste, dass die Hephaistos im Notfall innerhalb weniger Augenblicke abdocken und komplett autark agieren konnte.<\/p>\n<p>Die Br\u00fccke war nur mit einer zweit- oder gar Drittbelegung besetzt, aber auch diese taten ihren Routinedienst ruhig und  wie es aussah gewissenhaft. Shay war zufrieden, dass das so war. Nichts war ihm mehr zuwider als Leute &#8211; vor allem in Kommandofunktionen &#8211; die ihre Aufgabe nicht ernst oder nur halbherzig wahrnahmen. Zuviel hing davon ab. Oh, nicht dass der CO nicht jedem hin und wieder eine Ablenkung g\u00f6nnte. Niemand konnte sich immer und \u00fcberall zu 100% konzentrieren. Aber zum Beispiel Nebenjobs zur eigentlichen Aufgabe gingen gar nicht.<\/p>\n<p>Shay erinnerte sich an das Gespr\u00e4ch, welches er vorgestern Abend mit seinem guten alten Freund Ettore hatte&#8230;<\/p>\n<p>&lt;QUOTE&gt;<\/p>\n<p>&#8222;Oh ich pers\u00f6nlich halte Miss Pema f\u00fcr ein wenig naiv und pflichtvergessen. Aber ich muss sagen, dass ich weder Sympathie noch Antipathie empfinde. Daf\u00fcr hatten wir bisher viel zu wenig Kontakt.&#8220; Erkl\u00e4rte Ettore ganz neutral.<\/p>\n<p>&#8222;Pflichtvergessen?&#8220;, hakte Shay nun \u00fcberrascht nach. War da doch irgendwas im argen.<\/p>\n<p>&#8222;Ja, ich meinte, wir sind im Krieg, haben viele Gerettete aufgenommen und sie springt immer, wenn der Sonderbotschafter rief, um auf den Planeten zu beamen.&#8220; meinte Ettore.<\/p>\n<p>&#8222;Ich glaube aber, jetzt irrst Du Dich wirklich.&#8220; entgegnete Shay entschieden.<\/p>\n<p>&#8222;Kann sein.&#8220; meinte Ettore. &#8222;Ist ja nur mein Eindruck.&#8220;<\/p>\n<p>&lt;\/QUOTE&gt;<\/p>\n<p>Irgendwie nagte und bohrte das in ihm. Er wusste, dass Jetsun emotional f\u00fcr die Kikonen eingestellt war. Er selber war es auch, wenn auch aus anderen Gr\u00fcnden. Er mochte die Welt und die Gesellschaft, sie eine ganz spezielle Kikonin. Aber beides war kein Grund, deshalb von Pflichtvergessenheit zu sprechen. Nur nahm sie m\u00f6glicherweise ihren &#8218;Nebenjob&#8216; als Assistentin des Botschafters zu ernst? Hatte Ettore da Recht? Oder lag da ein Irrtum vor?<\/p>\n<p>In diesem Augenblick meldete sich der Interkom. Shay hatte die Option, den &#8218;Anruf&#8216; \u00fcber seine ComBadge auf der Brust entgegen zu nehmen oder den Taster auf dem Kommandosessel zu benutzen. Aus reiner Routine tippte er sich auf die Brust. &#8222;Br\u00fccke hier, Captain Ruthven.&#8220;<\/p>\n<p>Es war Mosley, sein pers\u00f6nlicher Steward. &#8222;Sir, Sie haben eine Nachricht von Flottenkommando erhalten, die Sie vielleicht interessiert. Sie ist nicht kritisch oder dringen, aber wahrscheinlich interessant f\u00fcr Sie.&#8220;<br \/>Warrant Officer Reginald Mosley war weit mehr als nur Koch und Leibdiener, er war ein offizielles Mitglied der Sternenflotte und sein Yeoman. Also auch ein Vertrauter. Zurzeit hielt er sich im Bereitschaftsraum auf um dort einige Routineaufgaben aufzubereiten. Dazu geh\u00f6rt es auch die Post, also alle Nachrichten, die an ihn pers\u00f6nlich oder dienstlich gingen, entgegen zu nehmen, zu sortieren und zur Bearbeitung vorzubereiten. Reginald erledigte solche Aufgaben inzwischen mit Perfektion, weshalb Shay sich auf seinen Yeoman verlassen konnte.<\/p>\n<p>Shay war nun doch etwas neugierig. &#8222;Ist gut. Ich komme nach nebenan.&#8220;<br \/>Er erhob sich und nickte dem amtierenden Navigator zu, der sich seinerseits erhob um Platz auf dem Kommandosessel zu nehmen. Dieser sollte niemals unbesetzt sein, das war die Regel.<\/p>\n<p>Im Bereitschaftsraum erwartete ihn Reginald mit einem PADD in der Hand.<br \/>&#8222;Was gibt es denn so dringendes?&#8220; fragte Shay noch immer neugierig aber durchaus gut gelaunt. Denn die Tonlage seines Yeoman h\u00e4tte ihm schon verraten, wenn es eine eher schlechte Nachricht gewesen sei.<\/p>\n<p>&#8222;Lesen Sie selbst, Sir.&#8220; erwiderte dieser und reichte ihm das PADD.<\/p>\n<p>Shay runzelte kurz die Stirn, lie\u00df sich in seinen so vertrauten Arbeitssessel nieder und aktivierte das PADD.<\/p>\n<p>&#8212;&#8211;<br \/>***from***<br \/>FKOM, Personel Departement 01, Commodore T&#8217;Slixx<\/p>\n<p>***to***<br \/>USS Hephaistos NCC 28112, CO, Captain Shay Ruthven<\/p>\n<p>***subject***<br \/>staff updates<\/p>\n<p>Captain Ruthven,<br \/>folgende personelle Ver\u00e4nderungen werden mit sofortiger Wirkung, also zeitp\u00fcnktlich Ihrer Zustimmung wirksam:<\/p>\n<p>1. Name: Jetsun Pema<br \/>VON Position: Diplomat<\/p>\n<p>NACH Position: Chief Medical Officer USS Hephaistos<br \/>&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Shay sah auf. Runzelte die Stirn. Was sollte das? Seine CM wurde auf die Hephaistos zur CM versetzt? War da ein Fehler unterlaufen? Schnell rief er das Roster seines Schiffes auf. Da stand Jetsun drin als&#8230; &#8222;Interims&#8220;-CM!<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich!<\/p>\n<p>Jetzt wurde ihm das alles wieder klar. Die Bhutanerin war ja zusammen mit dem Botschafter an Bord gekommen. Sie war eine Diplomatin. Nicht mehr und nicht weniger. Erst als der damalige CM, Dr. Skubalon bei einem Sprengstoffattentat ums Leben kam, hatte sie, erst nur vor\u00fcbergehend, die Leitung der medizinischen Abteilung an Bord \u00fcbertragen bekommen. Zu diesem Zeitpunkt wurde sie interims-CM, blieb aber weiterhin dem diplomatischen Korps unter der Leitung von Botschafter Jared unterstellt.<\/p>\n<p>Shay nickte zu sich selbst. Das erkl\u00e4rte auch, weshalb Jetsun immer &#8217;springen&#8216; musste, wenn der Botschafter &#8218;hopp&#8216; rief. M\u00f6glicherweise gefiel ihr das auch, aber es war vor allem ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit, ob sie nun wollte oder nicht. Im Gegenteil dazu war ihre T\u00e4tigkeit in der medizinischen Abteilung eine Doppelbelastung, der sie sich mehr oder weniger freiwillig ausgesetzt hatte. Und sie, wie er pers\u00f6nlich fand, wirklich gut erf\u00fcllt hatte. Bis hin zur totalen Ersch\u00f6pfung. Insofern hatte sich Ettore wohl doch geirrt. Shay beschloss, seinem Freund hier noch einmal eine Richtigstellung zu schildern.<\/p>\n<p>&#8222;Sch\u00f6n, nicht wahr?&#8220; h\u00f6rte er Reginald sagen.<\/p>\n<p>&#8222;Was bitte?&#8220; Shay sah auf.<\/p>\n<p>&#8222;Nun, die Bef\u00f6rderungen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Bef\u00f6rderungen?&#8220; So weit war er noch gar nicht gekommen.<br \/>Oh! Das FKOM hatte tats\u00e4chlich auf seine Bef\u00f6rderungsvorschl\u00e4ge reagiert. Vorschl\u00e4ge, die er schon vor einiger Zeit abgeschickt hatte. Zu seiner Befriedigung waren die meisten auch akzeptiert worden. Sehr sch\u00f6n!<\/p>\n<p>&#8222;Ja!&#8220; nickte der CO. &#8222;In der Tat. Sehr sch\u00f6n.&#8220;<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<\/p>\n<p># Ort: B\u00fcro des CNS<br \/># Zeit: SpD 4.0930<br \/># Ball: Kim<\/p>\n<p>Jetsun hat ihre erste therapeutische Sitzung seit ihrem Dienstbeginn auf der Hephaistos.<\/p>\n<p># Ort: Quartier des Captain<br \/># Zeit: SpD 4.0430 &#8211; tiefe Nacht<\/p>\n<p>Der Captain hat einen Albtraum<\/p>\n<p># Ort: Ready-Room des Captain<br \/># Zeit: SpD 5.0830<br \/># Ball: Mac<\/p>\n<p>Captain Ruthven bekommt die Best\u00e4tigung, dass Jetsun nun auch offiziell die CM ist. Ihr &#8218;Interims&#8216;-Status f\u00e4llt mit sofortiger Wirkung fort.<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>Submitted by<br \/>Isabelle<br \/>a.k.a. Ens. Jetsun Pema<br \/>CM USS Hephaistos<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;RPG&gt; # Ort: B\u00fcro des CNS# Zeit: SpD 4.0930# Ball: Kim &lt;QUOTE&gt; Jetsun hatte sich einen stark aromatisierten Tee repliziert, der eine blumige Note im B\u00fcro verbreitete. &#8222;Entschuldigen Sie die Aktenberge&#8230; die B\u00fcrokratie verfolgt einen besonders gerne in Urlaubsphasen&#8220;, sagte er und deutete auf die Padd-Berge. Jetsun setzte sich. &#8222;Ja, das kenne ich.&#8220; &#8222;Wor\u00fcber wollen&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/we-shall-overcome\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;we shall overcome&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-6081","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6081"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6081\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}