{"id":6427,"date":"2021-03-08T11:56:42","date_gmt":"2021-03-08T10:56:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/ueber-140\/"},"modified":"2021-03-08T11:56:42","modified_gmt":"2021-03-08T10:56:42","slug":"ueber-140","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/ueber-140\/","title":{"rendered":"\u00fcber 140"},"content":{"rendered":"<div>&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p>#Zeit: MD 10.1625<br \/>#Ort: USS Hephaistos \u2013 Waffenkammer\/ Sicherheitsbereich<\/p>\n<p>Jetsun nahm ihren Phaser entgegen. Nat\u00fcrlich hatte sie mit diesen Dingern ge\u00fcbt. Damals, auf der Akademie. So lange war das nat\u00fcrlich noch nicht her, dennoch hatte seitdem nie wieder eine solche Waffe in der Hand gehabt. Nicht einmal, als sie auf der Minenkolonie unterwegs war. W\u00e4hrend die Kampfteams in den milit\u00e4rischen Hazzard-Anz\u00fcgen unterwegs waren, bis an die Z\u00e4hne bewaffnet, hatte das medizinische Team nat\u00fcrlich nur normale Raumanz\u00fcge bekommen. Dieselbe Sorte, die sie auch jetzt trugen. Und sie war unbewaffnet geblieben. Was auch v\u00f6llig richtig war. Sie mochte diese Dinger nicht. Jedoch akzeptierte sie die Erfordernis. Nur&#8230;<br \/>&#8222;Ensign Johnson..?&#8220; fragte sie die CSO.<\/p>\n<p>Skye seufzte innerlich. Sie und die CM&#8230; naja. Sie war ein Profi.<br \/>&#8222;Ja, Lieutenant?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ist es zwingend erforderlich, dass ich diesen Phaser mitschleppen muss? Ich habe schon so einiges an medizinischer Ausr\u00fcstung dabei.&#8220;<\/p>\n<p>Okay. Das war jetzt nachzuvollziehen. Verbandsmaterial, medizinischer Tricorder, Scanner, Dermalregenerator, Hypos und die zugeh\u00f6rigen Ampullen und so weiter. Da kam bestimmt so einiges zusammen. Dennoch.<br \/>&#8222;Die Vorgabe war, dass kein Teammitglied unbewaffnet sein soll. Daher&#8230; ja, ist es.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Kann ich dann vielleicht lieber einen kleinen Phaser I bekommen? Das sollte doch sicher reichen. Ich bin eh kein besonders guter K\u00e4mpfer.&#8220; Dass sie eine gute Bogensch\u00fctzin war, half hier sicherlich nicht, weshalb Jetsun das nicht erw\u00e4hnte.<\/p>\n<p>Skye runzelte kurz die Stirn. Weshalb jemand freiwillig einen &#8218;echten&#8216; Phaser gegen diesen kleinen &#8218;Schl\u00fcsselanh\u00e4nger&#8216; eintauschen wollte, ging gegen ihr Begriffsverm\u00f6gen. Aber bitte sehr&#8230;<br \/>&#8222;Sicher. Das k\u00f6nnen sie. Geben Sie her&#8230;&#8220; Sie nahm den Typ II zur\u00fcck und h\u00e4ndigte Jetsun den kleinen Mini- oder auch &#8218;Cricket&#8216;-Phaser aus.<br \/>Zufrieden steckte Jetsun die Waffe in die Tasche.<\/p>\n<p>&#8222;Lieutenant?&#8220; erklang Skyes strenge Stimme.<\/p>\n<p>&#8222;Ja?&#8220; Jetsun sah auf. Sie schaffte es knapp, nicht zusammen zu zucken.<\/p>\n<p>&#8222;Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung&#8230; Frequenzcheck&#8230; Grundeinstellung&#8230;&#8220; Skye klang leicht genervt.<\/p>\n<p>&#8222;Oh. Nat\u00fcrlich. Entschuldigung.&#8220; Jetsun seufzte leicht, zog die kleine Handwaffe wieder hervor und pr\u00fcfte alle Einstellungen. Dann l\u00e4chelte sie noch einmal entschuldigend und steckte den Phaser wieder ein.<\/p>\n<p>#Zeit: MD 10.1655<br \/>#Ort: USS Hephaistos \u2013 Ankleidekammer zu Luftschleuse 2b<\/p>\n<p>Mit dem Schlie\u00dfen des Helmes&#8230; oder besser der Helm-Kapuze dieser supermodernen Schutzanz\u00fcge&#8230; begann Jetsun auf einmal ihre Nervosit\u00e4t zu sp\u00fcren. Sie schaute auf ihr Armbandger\u00e4t, eine spezielle medizinische Variante, die anstelle der ganzen taktischen Informationen eben medizinische Daten der Scanner und Tricorder wiedergeben konnte. Ihr eigener Puls war bereits bei 92 bps. Nicht problematisch, aber auff\u00e4llig. Sie stie\u00df einmal kurz die Luft aus und versuchte sich wieder zu beruhigen.<br \/>Die Ausr\u00fcstung! Rechts trug sie, anders als die Anderen, eben nicht die Waffe, sondern den schweren medizinischen Tricorder. Der kleine Mini-Phaser steckte in ihrer Oberschenkeltasche vorne. Er war so flach, dass er kaum auftrug. Sie musste ihn allerdings extza herauszupfen, was einen deutlichen Unterschied zu den Schnellzieh-Holstern der Typ-II-Waffen darstellte. Aber herumballern war eh nicht ihre Aufgabe.<br \/>Links trug sie die kleine Verbandtasche mit den Hypos, der zugeh\u00f6rigen &#8218;Munition&#8216;, dem Regenerator und dessen &#8218;Futter&#8216; sowie einen Energiepack zum Aufladen dieser Ger\u00e4te. Und als Umh\u00e4ngetasche auf dem R\u00fccken fixiert noch die gro\u00dfe Verbandtasche mit deren Ausr\u00fcstung Leute wiederbelebt, schwere Verwundungen behandelt und vor allem auch Krankheitserreger neutralisiert werden konnten. Insgesamt schon ein ganz sch\u00f6nes Paket, was sie mit sich herumschleppte. Masse und Volumen standen der Kampfausr\u00fcstung eines CSO nicht nach.<\/p>\n<p>Die Kommunikations\u00fcberpr\u00fcfung riss sie aus einer kleinen Gedankenspirale und sie meldete sich entsprechend zur\u00fcck. Dann ging es &#8218;hinaus&#8216;. Jetsuns Puls lag inzwischen bei 102.<\/p>\n<p>#Zeit: MD 10.1705<br \/>#Ort: Der Weltraum, zwischen der USS Hephaistos und der USS Baltimore<\/p>\n<p>Das Helmdisplay zeigte genau ihren Weg und warnte auch vor Abweichungen. Dennoch w\u00e4re es Jetsun sehr viel lieber gewesen, wenn sie &#8211; vielleicht ferngesteuert durch Fabi oder von ihr aus auch direkt von der Hephaistos aus &#8211; nicht selber korrigieren m\u00fcsste. Aber das war von vorneherein abgelehnt worden. Falls es Probleme durch unvorhergesehene Hindernisse gab, sollte niemand ungelenkt in ein solches hineinrasen. Jetsun verstand das. Dennoch f\u00fchlte sie sich furchtbar unsicher.<\/p>\n<p>Der Start gelang gut. Noch war keine Kurskorrektur erforderlich. Unterwegs schaute sie sich einmal um, was ihren K\u00f6rper in eine leichte Rotation versetzte. Diese versuchte sie \u00fcber die Man\u00f6vriertriebwerke auszugleichen, \u00fcbersteuerte aber, was die Rotation nur \u00e4nderte, nicht aber kompensierte. Es dauerte einige Sekunden, ehe sie ihre Lage und den Kurs wieder unter Kontrolle hatte. Wissen war eines, Erfahrung etwas v\u00f6llig anderes. Au\u00dferdem zerrte die Masse ihrer Ausr\u00fcstung an ihr, was das Steuern nicht einfacher machte.<\/p>\n<p>Viel zu schnell war dann die H\u00fclle der Baltimore da. Jetsun hatte das Gef\u00fchl, mit dem Kopf voran direkt hineinzukrachen. Also f\u00fchrte sie das Drehman\u00f6ver aus und bremste hart. Zu hart, wie sich herausstellte. Jenn musste sie wieder einfangen, ehe sie noch ohne die H\u00fclle \u00fcberhaupt ber\u00fchrt zu haben wieder ins All hinausdriftete. Dann hatte sie endlich Kontakt und die Magnetsohlen griffen, was den Stand sicherer aber nicht besser machte. Zum Gl\u00fcck waren die Stiefel semiintelligent und erfassten, wenn sich ihr Tr\u00e4ger bewegen wollte und reduzierten die Magnetleistung entsprechend. Das k\u00f6nnte sogar Spa\u00df machen, w\u00fcrde da nicht diese unterschwellige Angst in ihr rumoren. Ihr Puls war zwischenzeitlich auf \u00fcber 140, lag jetzt aber wieder bei 121.<\/p>\n<p>#Zeit: MD 10.1713<br \/>#Ort: USS Baltimore, Deck 4 vorne, Steuerbord<\/p>\n<p>Jetsun war heilfroh, als sich die Au\u00dfent\u00fcr schloss. Oder glaubte es jedenfalls. Aber es gefiel ihr hier nicht. Und obwohl sie die Truppaufteilung vorher schon wusste, war sie ungl\u00fccklich, dass Fabi nicht bei ihr war. Irgendwie hatte seine Anwesenheit sie beruhigt und half ihr. Naja. Rein intellektuell wusste sie, dass die Teams schon gut verteilt waren.<br \/>Dennoch war die ganze Atmosph\u00e4re hier furchtbar. Jetsun sp\u00fcrte, wie ihre unterschwellige Furcht wuchs. Sie war doch sonst nicht so ein H\u00e4schen. In der Mienenkolonie war sie durch Tunnel gerobbt und hatte ja unter anderem auch Ileytis dort gefunden und gerettet. Hier war sie doch an Bord eines Sternenschiffes. Wieso also diese Angst? Dummerweise half ihr diese \u00dcberlegung kein bisschen.<br \/>Sie aktivierte den medizinischen Tricorder, der sich sofort mit dem Armband und dem Helmdisplay koppelte. So musste sie nicht st\u00e4ndig mit dem Ger\u00e4t selber herumfuchteln. Bestimmt h\u00e4tte sie es jetzt jemandem ins Gesicht gehauen, so nerv\u00f6s wie sie war.<\/p>\n<p>Eine Hand legte sich auf ihre Schulter und Jetsun quietschte erschreckt auf.<br \/>&#8222;Lieutenant&#8230;&#8220; erklang die Stimme der TO.<br \/>&#8222;Ist alles in Ordnung? Ihre Biowerte sind deutlich erh\u00f6ht.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun biss sich leicht auf die Unterlippe.<br \/>&#8222;Ja, ich&#8230;&#8220; sie schluckte. &#8222;Ich bin&#8230; so etwas nicht gew\u00f6hnt. Ich&#8230;&#8220; sie seufzte tief. &#8222;Ich habe ganz sch\u00f6n Angst.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Schon okay. Sie sind nicht alleine. Wir sind alle da. Bestimmt ist alles ganz harmlos. Ein paar Ferengi  haben das Schiff gefunden und begonnen, es zu reparieren. Vielleicht sind sie in Streit geraten \u00fcber die Verteilung der Beute. Oder haben eingesehen, dass sie sich mit dem Schiff \u00fcbernommen haben. Was auch immer. Heute Abend beim Essen lachen wir alle dar\u00fcber.&#8220;<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich musste Jetsun leicht l\u00e4cheln bei der Bemerkung.<br \/>&#8222;Danke!&#8220; sagte sie leise.<\/p>\n<p>&#8222;K\u00f6nnen wir dann wieder weiter?&#8220; erklang die leicht ungeduldige Stimme der EO. Jetsun sah auf. Sie hatte nicht einmal bemerkt, dass sie &#8211; und damit auch alle anderen &#8211; stehen geblieben waren.<br \/>&#8222;Nat\u00fcrlich. Entschuldigung!&#8220; sagte sie schnell. Und reihte sich dann wieder ein.<br \/>Ihre Angst war um kein bisschen gesunken und ihr Puls wieder bei \u00fcber 140&#8230;<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<\/p>\n<p>#Zeit: MD 10.1625<br \/>#Ort: USS Hephaistos \u2013 Waffenkammer\/ Sicherheitsbereich<\/p>\n<p>Jetsun bittet um einen Phaser I anstelle der Typ-II-Waffe und erh\u00e4lt diesen auch ausgeh\u00e4ndigt.<\/p>\n<p>#Zeit: MD 10.1655<br \/>#Ort: USS Hephaistos \u2013 Ankleidekammer zu Luftschleuse 2b<\/p>\n<p>Schon beim \u00fcberpr\u00fcfen des Schutzanzugs sp\u00fcrte Jetsun eine deutliche Unruhe. Sie versucht diese durch die genaue \u00dcberpr\u00fcfung ihrer Ausr\u00fcstung zu kompensieren.<\/p>\n<p>#Zeit: MD 10.1705<br \/>#Ort: Der Weltraum, zwischen der USS Hephaistos und der USS Baltimore<\/p>\n<p>Der Sprung zur Baltimore erweist sich f\u00fcr die CM als schwieriger als gedacht. Der Mangel an Erfahrung in Kombination mit ihrer Furcht macht sich bemerkbar.<\/p>\n<p>#Zeit: MD 10.1713<br \/>#Ort: USS Baltimore, Deck 4 vorne, Steuerbord<\/p>\n<p>Inzwischen muss Jetsun sich selbst und den Anderen eingestehen, dass sie wirklich Angst hat. Die TO, Lt. Ivoin versucht sie etwas zu beruhigen.<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>Submitted by<br \/>Isabelle<br \/>Lt(jg) Jetsun Pema, CM<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;RPG&gt; #Zeit: MD 10.1625#Ort: USS Hephaistos \u2013 Waffenkammer\/ Sicherheitsbereich Jetsun nahm ihren Phaser entgegen. Nat\u00fcrlich hatte sie mit diesen Dingern ge\u00fcbt. Damals, auf der Akademie. So lange war das nat\u00fcrlich noch nicht her, dennoch hatte seitdem nie wieder eine solche Waffe in der Hand gehabt. Nicht einmal, als sie auf der Minenkolonie unterwegs war. W\u00e4hrend&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/ueber-140\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;\u00fcber 140&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-6427","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6427","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6427"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6427\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6427"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6427"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6427"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}