{"id":6438,"date":"2021-03-20T18:32:08","date_gmt":"2021-03-20T17:32:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/gefangen-im-augenblick\/"},"modified":"2021-03-20T18:32:08","modified_gmt":"2021-03-20T17:32:08","slug":"gefangen-im-augenblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/gefangen-im-augenblick\/","title":{"rendered":"Gefangen im Augenblick"},"content":{"rendered":"<div>Heute nicht so viel, ich hoffe es gef\u00e4llt \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Gru\u00df Johannes<\/p>\n<p>&lt;RPG&gt;<br \/># Ort: USS Hephaistos, Holodeck II &#8211; &#8218;Topf voll Gold&#8216;<br \/># Zeit: SpD 13.1932<\/p>\n<p>&lt;quote&gt;<br \/>&#8222;Ja, das ist es.&#8220; stimmte Fabi\u00e8n zu. &#8222;Das zweite Glas k\u00f6nnen wir dann ja mehr genie\u00dfen.&#8220;<br \/>Er lehnte sich demonstrativ zur\u00fcck. Jetsun ebenfalls. Und sah ihn an. Und fasst dann Mut.<\/p>\n<p>&#8222;Sag&#8230; w\u00fcrdest Du mit mir tanzen?&#8220; fragte sie ihn.<br \/>&lt;\/quote&gt;<\/p>\n<p>Wie aufs Stichwort begann die Folk-Gruppe ein langsames, melancholisches St\u00fcck zu spielen. Die nachdenklichen, fast klagenden T\u00f6ne der Geige f\u00fcllten den Raum. Nach einigen Takten kam eine Basslinie hinzu, die auf dem Akkordeon gespielt wurden (ja, auch mit diesem Instrument konnte man dezent spielen). Ob nun Trish ihre H\u00e4nde im Spiel gehabt hatte oder ob es Zufall war, der Augenblick passte perfekt.<\/p>\n<p>&#8222;\u00c4hm.. ich kann das nicht wirklich&#8230;&#8220;, z\u00f6gerte Fabi\u00e8n.<\/p>\n<p>&#8222;Komm, es ist ganz einfach. Du musst nur Schritte im Takt machen. Ich f\u00fchre dich schon&#8220;, ermutigte ihn die \u00c4rztin. Sie nahm seine Hand in ihre und zog sanft daran.<\/p>\n<p>&#8222;Aber &#8230; dann werden sie uns f\u00fcr ein Paar halten &#8230;&#8220; wehrte er sich immer noch.<\/p>\n<p>&#8222;Tun sie doch eh schon &#8211; hast du das nicht gerade selbst gesagt?&#8220; l\u00e4chelte Jetsun. Innerlich verzweifelte sie ein wenig an dem Kerl, aber versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen.<\/p>\n<p>&#8222;Stimmt schon&#8220;, zuckte Fabi\u00e8n mit den Schultern, und erhob sich von der Sitzbank. Puh, dachte Jetsun. Sie hielt weiterhin seine Hand, und hatte auch nicht vor sie noch einmal loszulassen. In der Ber\u00fchrung konnte sie sp\u00fcren, dass der gro\u00dfe Franzose sich unwohl f\u00fchlte, und sich wohl am liebsten umentschieden und wieder hingesetzt h\u00e4tte. Nichts da.<\/p>\n<p>Der Pub war nicht sehr gro\u00df, und mit wenigen Schritten waren sie auf der Tanzfl\u00e4che. Fabi sah sich unsicher um &#8211; wer wohl gerade alles zuschaute? Er dachte zur\u00fcck, wann er zuletzt getanzt hatte &#8211; aber er konnte sich nicht entsinnen, ob er \u00fcberhaupt jemals au\u00dferhalb des obligatorischen Tanzkurses vor unendlich langer Zeit das Bein geschwungen hatte. Er w\u00fcrde sich bestimmt total blamieren.<\/p>\n<p>&#8222;Nicht. Schau mich an&#8220;, befahl Jetsun freundlich. Er sah ihr in die Augen und l\u00e4chelte zaghaft. Jetsun l\u00e4chelte zur\u00fcck. Das half ein wenig gegen das Lampenfieber.<\/p>\n<p>Der Gesang der Geige schwebte durch den Raum &#8211; gerade wiederholte sie das Eingangsmotiv. Jetsun legte die Arme auf Fabi\u00e8ns H\u00fcften und begann erstmal, sich im Takt hin und her zu wiegen. Fabi\u00e8n tat es ihr nach, und sie begann vorsichtig, kleine Schritte hin und her zu machen. Wie das wohl aussehen mochte? Zum Gl\u00fcck gab es noch nicht so viele Zuschauer. Er gab sich M\u00fche ihr zu folgen, und dabei nicht auf ihre F\u00fc\u00dfe zu treten. Besorgt schielte er nach unten.<\/p>\n<p>&#8222;Weiter mich anschauen&#8220;, erinnerte sie ihn. &#8222;Denk nicht so sehr an deine Beine. F\u00fchl einfach die Musik.&#8220;<\/p>\n<p>Sie hatte leicht reden. Na gut, dachte Fabi, selber schuld wenn sie nachher Plattf\u00fc\u00dfe hat. Er konzentrierte sich etwas mehr auf die Musik und versuchte nebenher, die Spannung in seinen Beinen und Oberk\u00f6rper etwas nachzulassen. Nicht einfach, wenn man gleichzeitig den Takt halten wollte.<\/p>\n<p>Es war eigenartig und angenehm, die warmen H\u00e4nde auf der H\u00fcfte zu f\u00fchlen. Seine eigenen H\u00e4nde hatte er auf Jetsuns Schultern abgelegt &#8211; irgendwo mussten sie ja hin &#8211; aber allein der Gedanke, damit weiter nach unten zu rutschen, stie\u00df in seinen Gedanken schon auf eine undurchdringliche Wand. Er sp\u00fcrte wie ihre Schulterbl\u00e4tter sich im Takt der Schritte hoben und senkten.<\/p>\n<p>Er sah ihr wieder in die Augen. Es war unglaublich, was man in einem Gesicht alles an Details entdecken konnte, wenn man ihm so nah war. Goldenes Kerzenlicht und Schatten wechselten sich ab auf ihrer Stirn und ihren Wangen, w\u00e4hrend sie sich durch den Raum bewegten. Auch ihre Aura l\u00f6ste sich in feinere Details auf, wenngleich das zarte Schimmern in den wechselnden Lichtverh\u00e4ltnissen schwer zu sehen war. Kleine, silbergoldene F\u00fcnkchen schienen sich aus ihren Wangen zu l\u00f6sen; sie tanzten in einem grazilen Wirbel um ihre dunklen Augen und verd\u00fcnnten sich dann zu kaum wahrnehmbaren F\u00e4den. So was hatte er noch nie gesehen, weder bei Jetsun, noch bei jemand anderem. Es war wundersch\u00f6n und faszinierend.<\/p>\n<p>Die Musik gewann an Intensit\u00e4t. F\u00e4hnrich Shengyin aus der Wissenschaft setzte jetzt mit der Panfl\u00f6te ein. Virtuos f\u00e4delte sie die T\u00f6ne aneinander, es klang nach Wald, Liebe und Geheimnis.<\/p>\n<p>Fabi\u00e8n achtete nicht mehr darauf was seine F\u00fc\u00dfe taten; die Musik trug sie und lie\u00df den Raum mal links-, mal rechtsherum um sie schweben. Jetsuns Antlitz schwebte vor ihm. Er wagte es nicht, irgendetwas zu sagen oder zu tun; aus Furcht, dass das kleinste Wort den Zauber zerst\u00f6ren w\u00fcrde. Ein oder zwei mal erwischte er mit seinen Schritten tats\u00e4chlich die F\u00fc\u00dfe der \u00c4rztin; er merkte es kaum. Ihre Haare waren wie dunkles Nussbaumholz. Weich und seidig schwangen sie im Takt der Schritte hin und her.<\/p>\n<p>Doch schon m\u00fcndete die Melodie in die letzte Wiederholung; nacheinander klangen die einzelnen Stimmen aus, bis ganz zuletzt ein letzter, klagender Geigenton in der Luft hing, endlos, wie es schien &#8211; und &#8211; aus.<\/p>\n<p>Sie blieben auf der Tanzfl\u00e4che stehen. Noch hingen ihre Blicke aneinander. Innerlich hatte Fabi das sichere Gef\u00fchl, dass er mindestens die n\u00e4chsten vier Wochen brauchen w\u00fcrde, um die letzten drei Minuten vollst\u00e4ndig zu verarbeiten.<\/p>\n<p>&#8222;Danke&#8220;, fl\u00fcsterte Jetsun.<\/p>\n<p>&#8222;One, two, three, four&#8220;, z\u00e4hlte ein Mitglied der Band. Eine flotte Melodie setzte ein, gest\u00fctzt von einem Wechselbass, bei dem einem die F\u00fc\u00dfe zuckten. Der Zauber des Augenblicks verflog schneller als ein Traum im Wind.<\/p>\n<p>&#8222;Ich glaub&#8216;, ich brauch jetzt was zu essen&#8220;, verk\u00fcndete der Franzose. &#8222;Du auch?&#8220;<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<br \/>&lt;SUM&gt;<br \/># Ort: USS Hephaistos, Holodeck II &#8211; &#8218;Topf voll Gold&#8216;<br \/># Zeit: SpD 13.1932<\/p>\n<p>Fabi und Jetsun tanzen.<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>**submitted by<br \/> Johannes aka Lt. Fabien LaGroille<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute nicht so viel, ich hoffe es gef\u00e4llt \ud83d\ude42 Gru\u00df Johannes &lt;RPG&gt;# Ort: USS Hephaistos, Holodeck II &#8211; &#8218;Topf voll Gold&#8216;# Zeit: SpD 13.1932 &lt;quote&gt;&#8222;Ja, das ist es.&#8220; stimmte Fabi\u00e8n zu. &#8222;Das zweite Glas k\u00f6nnen wir dann ja mehr genie\u00dfen.&#8220;Er lehnte sich demonstrativ zur\u00fcck. Jetsun ebenfalls. Und sah ihn an. 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