{"id":6461,"date":"2021-04-07T10:26:01","date_gmt":"2021-04-07T08:26:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/nur-das-nackte-leben\/"},"modified":"2021-04-07T10:26:01","modified_gmt":"2021-04-07T08:26:01","slug":"nur-das-nackte-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/nur-das-nackte-leben\/","title":{"rendered":"Nur das nackte Leben"},"content":{"rendered":"<div>&lt;RPG &gt;<br \/>\u00a0<br \/>#Zeit: MD 10.1800<br \/>#Ort: USS Hephaistos \u2013 Quartier Jetsun<br \/>\u00a0<br \/>&lt;QUOTE&gt;<br \/>Kiba und Dema waren aufgeregt.<br \/>\u00a0<br \/>Sie sp\u00fcrten, dass ein Fressfeind in ihrer N\u00e4he war. Ihr orangenes Fell stellten die Tiere auf. Sie suchten Schutz und waren doch schnell der Panik verfallen. Ein Schatten legte sich \u00fcber den K\u00e4fig. Jedoch nicht f\u00fcr lang, ruhelos huschten Tentakel durch das Zimmer und hinterlie\u00dfen hier und da schleimige Abdr\u00fccke.<br \/>Leise quietschte eine eines der Tier auf, um das Andere vor der drohenden Gefahr zu waren.<br \/>&lt;\/QUOTE&gt;<br \/>\u00a0<br \/>Oreiskiouroi waren scheue kleine Tiere, blitzschnell und flink, jedoch nur auf kurze Distanzen. Bei Gefahr rasen sie wie der Blitz davon und suchen ihren h\u00f6hlenartigen Bau auf, wo sie sich in Sicherheit wissen.<br \/>\u00a0<br \/>Dummerweise war dieser K\u00e4fig das, was die beiden Bergh\u00f6rnchen als ihren sicheren Bau ansahen. Dass jetzt hier eine Art Schatten \u00fcber ihren K\u00e4fig fiel, der eine derart finstere Aura ausstrahlte, war furchtbar. Und so \u00fcbernahm ihr Instinkt komplett ihr Handeln.<br \/>\u00a0<br \/>Sie waren hier nicht sicher. Sie mussten fort. Also liefen sie!<br \/>\u00a0<br \/>Der kikonische K\u00e4fig war ein hypermodernes HiTech-Ger\u00e4t mit angeschlossener Holobox und eingebautem Tierklo. Die H\u00f6rnchen konnten gleichzeitig zusammen oder unabh\u00e4ngig voneinander in der Holobox auf einem gef\u00fchlten Areal von mehreren Quadratkilometern herumrennen und dabei ihr Gesch\u00e4ftchen machen wo sie wollten. Theoretisch g\u00e4be es sogar die M\u00f6glichkeit, virtuelle Wasserstellen oder Futterpflanzen oder gar kleine Beutetiere anzubieten, doch Jetsun hatte diese Option deaktiviert, weil sie die Tierchen zum Futtern gern im realen Teil des K\u00e4figs haben wollte.<br \/>\u00a0<br \/>Doch an Futter dachte gerade keines der beiden H\u00f6rnchen. Wie der ge\u00f6lte Blitz schossen Kiba und Dema durch die kleine T\u00fcre des K\u00e4figs hinein in die Holobox, wo sie versuchten einen m\u00f6glichst gro\u00dfen Abstand zwischen sich und den unsichtbaren Feind zu bringen.<br \/>\u00a0<br \/>Das Wesen war zufrieden mit seiner ja noch harmlosen kleinen Angstattacke. Die zwei Winzlings-Opfer liefen davon. Sehr sch\u00f6n. Was das Wesen jedoch v\u00f6llig verwirrte war die Tatsache, dass beide Opfertiere nach nur wenigen Zentimetern Laufdistanz wie angewurzelt stehen blieben, sich dabei aber weiterhin zu bewegen schienen. Das begriff es einfach nicht und hielt daher erst einmal inne mit seinem Angriff. Dann, gerade als es wieder zugreifen wollte, sp\u00fcrte es die Pr\u00e4senz eines weitaus interessanteren Opfers. Kurz \u00fcberlegte es, ob es von den beiden kleinen Tierchen komplett ablassen sollte oder sie sich noch schnell als einen Appetitanreger einverleiben sollte, als beide Tierchen von einem Augenblick auf den Anderen verschwunden waren! Das Wesen stutzte&#8230; zuckte dann mit seinen imagin\u00e4ren Schultern und wandte sich interessanteren Zielen zu.<br \/>\u00a0<br \/>Kiba und Dema aber waren tats\u00e4chlich nicht mehr Teil dieses Universums. Jedenfalls nicht direkt.<br \/>\u00a0<br \/>Die Sicherheitsautomatik des kikonischen Tierk\u00e4figs hatte eingegriffen. Das interne \u00dcberwachungssystem hatte die Vitalwerte der Tierchen wie \u00fcblich mitprotokolliert. Das war vor allem dazu gedacht um bei eventuellen Krankheiten oder Unf\u00e4llen einschreiten zu k\u00f6nnen. Hier war es der weit\u00fcberdurchschnittliche Puls der beiden Bergh\u00f6rnchen, der ein Eingreifen der Automatik erforderlich machte. \u00c4hnlich wie bei der Auslieferung der Tiere in einem Pufferspeicher, wurden beide Oreiskiouroi dematerialisiert und in ihrem gegenw\u00e4rtigen Zustand im Pufferspeicher abgelegt, damit sie ein sachverst\u00e4ndiger Tierarzt untersuchen konnte.<br \/>\u00a0<br \/>\u00a0<br \/># Zeit: MD 10.1820<br \/># Ort: Gang &#8211; Baltimore<br \/>\u00a0<br \/>&lt;QUOTE&gt;<br \/>&#8222;Nimm das du Feuerd\u00e4mon!&#8220; schrie sie den Flammen entgegen und tats\u00e4chlich zeigte es Wirkung den die Flammen verschwanden so schnell wie sie gekommen waren. Der S\u00e4bel schwang gef\u00e4hrlich in Jetsuns Richtung und Skye sah sie mit m\u00f6rderischen Blick an.<br \/>\u00a0<br \/>&#8222;Und welche Ausgeburt der H\u00f6lle bist du?&#8220; fragte die CSO dann.<br \/>&#8222;Du kannst nicht die CM sein, ich habe gesehen wie du gestorben bist! Gib dich zu erkennen!&#8220; verlangte sie dann erneut.<br \/>&lt;\/QUOTE&gt;<br \/>\u00a0<br \/>Jetsun sah die Sicherheitsoffizierin an, erkannte sie aber nicht.<br \/>Das konnte alles nicht wahr sein. Sie war sich sicher, dass sie gestorben war. Ebenso sicher schien es, dass sie in der Unterwelt, der Niraya gelandet sein musste. Das hier musste die tiefste Ebene, das Avici sein. Sie erinnerte sich an ein Bild aus dem Haus ihrer Gro\u00dfmutter. Dort hatte ein Tankha gehangen welcher die verschiedenen Ebenen des Jenseits darstellte. Voller Grauen erkannte sie in Skye einen der Feuerd\u00e4monen aus dem Bild, der mit einem Flammenschwert auf eine gefesselte Frau einschlug. Eine Szene, die ihr als Kind damals mehr als nur einmal Alptr\u00e4ume beschert hatte.<br \/>\u00a0<br \/>Nur weshalb sie hier gelandet war, das konnte sich Jetsun einfach nicht erkl\u00e4ren.<br \/>\u00a0<br \/>Aber sie war nicht gefesselt. Sie war wach, trug zwar nur den lose gebundenen Schlaf-Kimono am Leib, konnte sich aber ansonsten frei bewegen. Die Flammen waren weg, jedoch flimmerte der S\u00e4bel in der Hand dieses grauenvollen D\u00e4monen t\u00fcckisch und konnte sicherlich jederzeit in Flammen aufgehen. Das wollte Jetsun unter keinen Umst\u00e4nden erleben. Also wandte sie sich um zur Flucht.<br \/>\u00a0<br \/>Skye ihrerseits sah Jetsun an. Und sah ihren Verdacht best\u00e4tigt. Das eigentlich h\u00fcbsche Gesicht der CM begann sich irgendwie zu verformen. Es verzerrte sich immer mehr, so als ob es aus Wachs war, welches zu gro\u00dfer Hitze ausgesetzt war. Angeekelt verzog die CSO ihre Miene. Nat\u00fcrlich war das ein Trick gewesen. Aber sie war nicht darauf hereingefallen. Das hier war kein Mensch mehr, das war ein Zombi. Eine perverse Abstraktion, eine Ausgeburt der H\u00f6lle. Etwas, was unter keinen Umst\u00e4nden am Leben bleiben sollte. Und sie hatte die Mittel, diese Kreatur zu vernichten und damit sicherlich auch die arme Jetsun von ihrem Leid zu erl\u00f6sen.<br \/>\u00a0<br \/>Sie schlug zu, da sich dieses Monster aber leider gleichzeitig zur Flucht gewandt hatte, erwischte sie es nur an einem \u00c4rmel der Fetzen, die es noch am Leibe trug. Der ging sofort in Flammen auf.<br \/>Das war wichtig! Skye musste wertvolle Sekunden damit verbringen, das Feuer auszutreten ehe sie sich an die Verfolgung der fl\u00fcchtigen Kreatur machen konnte. Doch die w\u00fcrde ihr nicht entkommen. Niemals.<br \/>\u00a0<br \/>Jetsun ihrerseits rannte planlos davon. Der Feuerd\u00e4mon hatte mit seinem Flammenschwert nach ihr geschlagen! Zum Gl\u00fcck war sie noch rechtzeitig zur\u00fcckgewichen, so dass er ihr nur ein St\u00fcck des weiten \u00c4rmels ihres Kimonos abgetrennt hatte. Doch der \u00c4rmel glomm nun vor sich hin und Jetsun hatte schreckliche Angst davor, dass der Stoff auch noch Feuer fing. So warf sie das ja nur locker um ihren Leib geschlungenen Schlafgewand kurzerhand ab und verschwand dann nackt um eine Ecke. Und tats\u00e4chlich stand der Kimono kaum dass er den Boden ber\u00fchrte lichterloh in Flammen.<br \/>\u00a0<br \/>Sie musste fort von hier. Nicht einfach nur weglaufen, nein, sie musste weg von diesem verfluchten Ort. Jetsun wusste im hintersten Winkel ihres Gehirns, dass sie eigentlich nichts so derma\u00dfen B\u00f6ses getan hatte, was einen Aufenthalt im Avici rechtfertigte. Wenn, dann m\u00fcsste sie nur sehr kurze Zeit hier verweilen. Das alles konnte und durfte eigentlich nur eine Warnung sein. So hoffte sie jedenfalls. Es musste also einen Ausgang f\u00fcr sie geben.<br \/>\u00a0<br \/>Und sie fand einen Ausgang. Denn der Gang, in den sie eingebogen war, m\u00fcndete in einem T-St\u00fcck an dem eine ganze Reihe kleiner T\u00fcren waren. Einstiegs\u00f6ffnungen f\u00fcr die Rettungskapseln.<br \/>Jetsun sah sich um. Schon konnte sie den Feuerschein des sich n\u00e4hernden Feuerd\u00e4monen erkennen. Also bet\u00e4tigte sie den \u00d6ffnungsmechanismus der Rettungskapsel, stieg hinein und bet\u00e4tigte sofort die Abtrennautomatik. Das Schott schloss sich vor der wutverzerrten Fratze des D\u00e4monen und dann sp\u00fcrte Jetsun die Beschleunigung des Abschusses.<br \/>\u00a0<br \/>Sie war gerettet. Vor Erleichterung brach die junge Medizinerin in Tr\u00e4nen aus.<br \/>\u00a0<br \/>&lt;\/RPG&gt;<br \/>\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>&lt;SUM&gt;<br \/>\u00a0<br \/>#Zeit: MD 10.1800<br \/>#Ort: USS Hephaistos \u2013 Quartier Jetsun<br \/>\u00a0<br \/>Ein klein wenig ausf\u00fchrlicher: Jetsuns Bergh\u00f6rnchen werden durch die medizinische Sicherungsautomatik des K\u00e4figs in einen Transporterpuffer zwischengespeichert.<br \/>\u00a0<br \/>\u00a0<br \/># Zeit: MD 10.1820<br \/># Ort: Gang &#8211; Baltimore<br \/>\u00a0<br \/>Skye sieht Jetsun als monstr\u00f6sen Zombi und will diese Kreatur vernichten um das Leid der CM zu beenden. Jetsun erkennt Skye als Feuerd\u00e4mon und fl\u00fcchtet vor ihr. Dabei gelingt es der CM, sich in eine Rettungskapsel zu fl\u00fcchten.<br \/>\u00a0<br \/>&lt;\/SUM&gt;<br \/>\u00a0<br \/>submitted by<br \/>Isabelle &#8211; Lt(jg) Jetsun Pema, CM<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;RPG &gt;\u00a0#Zeit: MD 10.1800#Ort: USS Hephaistos \u2013 Quartier Jetsun\u00a0&lt;QUOTE&gt;Kiba und Dema waren aufgeregt.\u00a0Sie sp\u00fcrten, dass ein Fressfeind in ihrer N\u00e4he war. Ihr orangenes Fell stellten die Tiere auf. Sie suchten Schutz und waren doch schnell der Panik verfallen. Ein Schatten legte sich \u00fcber den K\u00e4fig. 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