{"id":6511,"date":"2021-06-20T13:14:52","date_gmt":"2021-06-20T11:14:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/in-der-falle\/"},"modified":"2021-06-20T13:14:52","modified_gmt":"2021-06-20T11:14:52","slug":"in-der-falle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/in-der-falle\/","title":{"rendered":"In der Falle"},"content":{"rendered":"<div>&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p># Ort: Im Wald<br \/># Zeit: Abends<\/p>\n<p>Sonnenuntergang.<\/p>\n<p>Mit Grauen verfolgte sie, wie die helle Scheibe allm\u00e4hlich hinter den Baumwipfeln versank. Noch war der Himmel hell und blau, doch schon floh das Licht. Die B\u00e4ume warfen lange Schatten auf die Flanke des H\u00fcgels, auf dem sie sa\u00df. Von hier aus konnte man gerade so das Bl\u00e4tterdach \u00fcberblicken. Endlos schien es scich in alle Richtungen zu erstrecken wie ein gr\u00fcnes Meer. Undefinierbare Ger\u00e4usche kamen aus dem Wald, vielleicht war das das einsame Bl\u00f6ken eines verirrten Schafes?<\/p>\n<p>Es war ein Gl\u00fccksfall, dass sie diesen H\u00fcgel gefunden hatte. Unter dem Bl\u00e4tterdach des Waldes war es nicht sicher. Eine Lektion, die sie auf die harte Tour gelernt hatte.<\/p>\n<p>Sie dachte an ihren ersten Abend hier zur\u00fcck, in dieser verfluchten Wildnis. Nach ihrem Erwachen um die Mittagszeit war sie umherspaziert. Hatte die schuppige Rinde der B\u00e4ume angefasst, dem Lied der Insekten gelauscht. Sp\u00e4ter hatte sie einen kleinen Teich in einer Lichtung gefunden. Als es Abend wurde, hatte sie dort einen kleinen Unterschlupf f\u00fcr die Nacht errichtet. Es war wildromantisch &#8211; nur sie und die Natur. Die Nacht versprach sommerlich lau zu werden. Im Feuer garten ein paar Kartoffeln, die sie ausgegraben hatte.<\/p>\n<p>Ruhig.<\/p>\n<p>Friedlich.<\/p>\n<p>Sie war so ahnungslos gewesen.<\/p>\n<p>Sie lauschte erneut. Der Ruf des Schafes war verstummt. Doch andere Laute erhoben sich unter dem sch\u00fctzenden Dach der B\u00e4ume. Hier ein Rascheln. Da ein St\u00f6hnen. Knack, brach ein Zweig, auf den etwas getreten war.<\/p>\n<p>Wer war sie? Wie war sie hier her geraten? Nutzlose Fragen, die sie schon stundenlang hin-und her gew\u00e4lzt hatte. Letzendlich half all das Fragen nichts. Nicht einmal das Fragment einer Erinnerung an das Davor war jemals aufgeblitzt. Nur Schw\u00e4rze.<\/p>\n<p>Die Vergangenheit war irrelevant, hatte sie mittlerweile beschlossen. Nur das Jetzt z\u00e4hlte. Und irgendwann einmal&#8230; vielleicht &#8230; die Zukunft.<\/p>\n<p>Sie kontrollierte noch einmal rings herum die Befestigungsanlage. Zum Gl\u00fcck waren *sie* nicht schlau genug, mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen zu klettern. Ein brusthoher Wall sollte reichen, und schon w\u00fcrde keiner von *ihnen* mehr an sie herankommen. Solange nicht einer direkt auf dem H\u00fcgel auftauchte&#8230; Sie hatte noch nicht ergr\u00fcnden k\u00f6nnen, wo *sie* jeden Abend herkamen, doch einmal meinte sie gesehen zu haben, wie einer pl\u00f6tzlich aus der leeren Luft heraus auftauchte.<\/p>\n<p>&#8222;ooooaaah&#8220;, st\u00f6hnte es ganz in der N\u00e4he. Die B\u00fcsche raschelten. Nun wurde es ernst. Sie wusste, sie konnten sie riechen. Besonders wenn sie vor Angst stank, so wie jetzt. Doch wie h\u00e4tte sie das verhindern k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Schlurfende Schritte n\u00e4herten sich; unsichtbar unter den B\u00e4umen. Gerade fiel das erste Licht des Mondes auf die Baumkronen.<\/p>\n<p>Vor dem Wall hatte sie einige B\u00fcsche mit blo\u00dfen H\u00e4nden niedergerissen, so dass sie sehen konnte was sich n\u00e4herte. Im fahlen silbrigen Licht teilten sich die Bl\u00e4tter der stehen gebliebenen B\u00fcsche dahinter. Unbeholfen befreite sich das Wesen aus den Zweigen. Seine untoten, hungrigen Augen waren auf sie fixiert. Oh ja, es wusste genau wo sie war.<\/p>\n<p>Ihr Herz fing an wie wild zu pochen. Unwillk\u00fcrlich dachte sie an den ersten dieser Zombies, der ihr am ersten Abend begegnet war. Im R\u00fcckblick war es ihr vollkommen unverst\u00e4ndlich, wie sie ihn f\u00fcr einen anderen Wanderer halten konnte. In der Abendd\u00e4mmerung war er am anderen Ufer des Teiches aufgetaucht, hatte ihr zugewunken (meinte sie) und dann gem\u00e4chlichen Schrittes den Teich umrundet. Sie hatte sogar eine Kartoffel f\u00fcr ihn aus dem Feuer geholt!<\/p>\n<p>Doch als sie ihm das Nahrungsmittel hinhielt, hatte er nicht in die Kartoffel gebissen, nein. Noch immer schmerzten die Gebissabdr\u00fccke an ihrem Unterarm. Die Umgebung der Bissstelle war rot und entz\u00fcndet. Wer wusste, welche Gifte oder Krankheitskeime noch in ihrem Fleisch ihr Unwesen taten? Doch sie konnte nichts tun.<\/p>\n<p>Seitdem war sie vielen dieser Wesen begegnet, doch keines hatte sie jemals wieder so nah an sich herangelassen, auch wenn es h\u00e4ufig knapp gewesen war.<\/p>\n<p>Wie sie in dieser ersten Nacht gelaufen war! Noch jetzt brach ihr der kalte Schwei\u00df aus, wenn sie daran dachte. Im dunklen Wald, orientierungslos. Unheilvolles St\u00f6hnen, das Klappern untoter Knochen. Es begann schon wieder hell zu werden, als sie eine halbwegs sichere H\u00f6hle gefunden hatte. Dort wartete sie den hellen Tag ab. Die grelle Sonne bekam den Monstern nicht, wie sie sp\u00e4ter lernen sollte. Doch im Halbdunkel des Waldes konnten sie sich noch lange verstecken, ehe der Hunger nach menschlichem Fleisch sie jede Vorsicht vergessen lie\u00df.<\/p>\n<p>Inzwischen hatten sich ein zweiter und dritter Zombie aus dem Geb\u00fcsch gesch\u00e4lt. Der erste kratzte hilflos mit seinen verfaulten H\u00e4nden an dem Erdwall herum, den sie am Tage errichtet hatte. Keine Chance zu ihr zu kommen. Doch ihr Puls wollte sich nicht beruhigen. Der starre Blick des Wesens lie\u00df sie nicht los. Und sie wusste, wenn er nur irgendwie die Chance dazu bekam, w\u00fcrden diese verwesenden, erdigen Finger sich um ihre Glieder schlie\u00dfen, und seine Z\u00e4hne ihr grausiges Werk beginnen&#8230; Es w\u00e4re einfacher gewesen, h\u00e4tte man sie f\u00fcr hirnlose Automaten halten k\u00f6nnen. Doch sein Blick zeugte von einem wahnsinnigen, verdrehten Verstand.<\/p>\n<p>Schaudernd kroch sie etwas h\u00f6her auf den H\u00fcgel hinauf. Die anderen beiden Untoten gesellten sich zum ersten und behinderten sich gegenseitig im hirnlosen Versuch, die Wand zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Was war das nur f\u00fcr eine verfluchte Wildnis. So wundersch\u00f6n sie am Tage wirkte, so furchterregend und t\u00f6dlich wurde sie des Nachts. Ihre einzige Hoffnung war, aus dem Wald herauszufinden und.. und&#8230;<\/p>\n<p>Genaugenommen hatte sie keine Ahnung, was sie jenseits des endlos scheinenden Waldes erwarten w\u00fcrde. Doch sie wusste, wenn sie hier bliebe gab es nichts zu erwarten, au\u00dfer den immer wiederkehrenden Schrecken der Nacht.<\/p>\n<p>Noch einmal kontrollierte sie den ringsherum den Wall. Wenn nur irgendeine Stelle nicht steil genug w\u00e4re, w\u00fcrden die Zombies diese finden und sie im Schlaf fressen.<\/p>\n<p>Als sie die R\u00fcckseite des H\u00fcgels erreicht hatte, raschelte es wieder in den nahen B\u00fcschen. Etwas n\u00e4herte sich, etwas&#8230; anderes? Sie konnte es schlecht erkennen, denn der Mond schien nun hell und stand genau im R\u00fccken des Wesens. Doch ganz sicher konnte es nichts gutes sein. Sie sp\u00e4hte angestrengt, um im Gegenlicht etwas zu erkennen. Die schwarze Silhouette schimmerte gr\u00fcnlich (glaubte sie), und wo die Augen sein sollten, erahnte sie schwarze L\u00f6cher die in die Tiefe f\u00fchrten&#8230;<\/p>\n<p>Sie hatte genug gesehen, beschlo\u00df sie. Was immer es war, es war besser, nicht in seiner N\u00e4he zu sein. Zumindest sah es nicht aus als ob es klettern k\u00f6nnte, genau genommen hatte es gar keine Arme. Nur vier stummelige Beine, auf denen es \u00fcberraschend schnell n\u00e4her gekommen war!<\/p>\n<p>Die Zeit, in der sie sich aufgerichtet hatte, hatte dem Wesen schon gereicht um die notd\u00fcrftig gerodeten B\u00fcsche zu \u00fcberwinden. Es stand direkt unter ihr und starrte sie anklagend an.<\/p>\n<p>Starr vor Angst, starrte sie in die leeren Augenh\u00f6hlen&#8230;<\/p>\n<p>&#8222;ssssSSSsSSSSS!!!&#8220; zischte das Wesen aggressiv. Sie fiel hin, krabbelte auf allen vieren, versuchte Abstand zu gewinnen&#8230;<\/p>\n<p>Ein heller Blitz blendete sie, und sie wurde herumgewirbelt. Ihre Ohren piepten. Erst mit Verz\u00f6gerung wurde ihr klar, dass es laut geknallt hatte. Lichtkringel schienen vor ihren Augen zu tanzen, verblassten nur langsam. Sie drehte den Kopf hin und her, um das benommene Gef\u00fchl zu vertreiben. Allm\u00e4hlich merkte sie dass sie Schmerzen hatte. Ihr rechter Arm brannte und ihre Beine&#8230;<\/p>\n<p>&#8222;Auuuu!&#8220; Aufstehen konnte sie vergessen. Was war das nur f\u00fcr ein Tier gewesen!? Anscheinend hatte es sich selbst in die Luft gesprengt. Wie? Warum!?<\/p>\n<p>M\u00fchsam versuchte sie sich wenigstens hinzusetzen. Ihr Arm protestierte, und ihre Beine versuchte sie so gut es ging nicht zu bewegen. Scharfe, stechende Schmerzen durchzuckten sie, wenn sie nur versuchte das Bein zu bewegen. Schlie\u00dflich hatte sie es geschafft, sich halb sitzend auf die Arme zu st\u00fctzen. Und nun sah sie die Bescherung.<\/p>\n<p>Das Wesen hatte sie mit seiner Explosion nicht nur durch die Luft geschleudert. Viel schlimmer &#8211; es hatte eine Bresche in ihren m\u00fchsam aufgeschichteten Erdwall gerissen. Schon h\u00f6rte sie das St\u00f6hnen weiterer sich n\u00e4hernder Zombies, und diesmal w\u00fcrde sie nichts aufhalten. Ihre H\u00e4nde ertasteten einen herumliegenden Stock. Zeit f\u00fcr einen letzten, verzweifelten Kampf&#8230;<\/p>\n<p>\u00a0* * *<br \/>\u00a0<br \/>Voller Faszination hatte das kleine schwarze Schlangenwesen die Szene verfolgt. Der Geruch nach Angst und Adrenalin hatte es hergelockt. Ein sorgsam designter Pheromoncocktail, den man speziell f\u00fcr ihn hergestellt und im L\u00fcftungssystem verteilt hatte. Doch das wusste das schlangenartige Wesen nicht.<\/p>\n<p>Einmal angekommen, hatte es weit mehr bekommen als es erwartet h\u00e4tte. Instinktgesteuert wie es war, fragte es sich nicht, wie solch eine Szenerie mit dem Raumschiff zusammenpasste auf dem es sich befand. Alles was z\u00e4hlte, war die Angst. Und davon gab es hier wahrhaftig \u00fcberreichlich. Sie war fast greifbar, fast reif zur Ernte&#8230; Mit aller Anstrengung versuchte es, der Frau ihre Emotionen auszusaugen, bevor sie von den Zombies gefressen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Doch es war wie verhext. Wie als w\u00fcrde man ein Buffet voll der k\u00f6stlichsten Gerichte vor sich haben, doch mit einer Panzerglasscheibe dazwischen. Es konnte sich anstrengen und anstrengen, doch es &#8230; kam&#8230; einfach &#8230; nicht&#8230; ran!!<\/p>\n<p>Sein Instinkt sagte ihm, es musste fressen. Sein kindlicher Verstand lie\u00df kein rationales Denken, keine Reflektion seiner Situation zu. Wieder und wieder fuhr es seine telepathischen Saugr\u00fcssel aus, versuchte den Cocktail der Emotionen in sich aufzunehmen.. und scheiterte.<\/p>\n<p>Wie sollte es auch wissen, was eine holographische Simulation war?<\/p>\n<p>Vom Schlangenwesen unbemerkt, schlossen sich die Zugangstunnel. Kraftfelder erwachten summend zum Leben und riegelten jede noch so kleine \u00d6ffnung ab. Eine ganze Abteilung von Wissenschaftlern durchforstete die Sensorsignale aus Holodeck 1, um das Wesen genau zu lokalisieren.<\/p>\n<p>&lt;NRPG: Ball hochwerf, dann r\u00fcckt ihm mal auf die Pelle&gt;<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<br \/>&lt;SUM&gt;<br \/># Zeit: MD10.2200<br \/># Ort: Holodeck 1<\/p>\n<p>Mit einem speziellen Holodeckprogramm wird eines der Schlangenwesen in die Falle gelockt.<br \/>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>**submitted by<br \/>\u00a0Johannes a.k.a Lt. Fabi\u00e8n LaGroille<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;RPG&gt; # Ort: Im Wald# Zeit: Abends Sonnenuntergang. Mit Grauen verfolgte sie, wie die helle Scheibe allm\u00e4hlich hinter den Baumwipfeln versank. Noch war der Himmel hell und blau, doch schon floh das Licht. Die B\u00e4ume warfen lange Schatten auf die Flanke des H\u00fcgels, auf dem sie sa\u00df. 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