{"id":7814,"date":"2024-02-06T21:16:09","date_gmt":"2024-02-06T20:16:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/beichte\/"},"modified":"2024-02-06T21:16:09","modified_gmt":"2024-02-06T20:16:09","slug":"beichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/beichte\/","title":{"rendered":"Beichte"},"content":{"rendered":"<div>&lt;RPG&gt;<br \/>Zeit: MD 98.0507<br \/>Ort: G\u00e4nge, Deck 2<\/p>\n<p>Mit zerzausten Haaren wanderte Samantha durch die langen G\u00e4nge der Hephaistos. Ihr Nachthemd flatterte um ihre Beine, w\u00e4hrend sie verloren durch die metallenen Korridore irrte. Die fluoreszierenden Lichter warfen ein k\u00fchles Gl\u00fchen auf ihre m\u00fcden Augen, und der k\u00fchle Boden unter ihren nackten F\u00fc\u00dfen lie\u00df sie fr\u00f6steln. Sie sp\u00fcrte ein unbestimmtes Verlangen, eine Sehnsucht, die sie nur schwer benennen konnte. Ihr kleiner Begleiter huschte um ihre F\u00fc\u00dfe herum und machte schnatternde Ger\u00e4usche, auf die sie jedoch nicht achtete. Auch Permin war aufgeregt nach dem Alptraum, der sie aus dem Schlaf gerissen hatte.<\/p>\n<p>Der gestrige Morgen steckte ihr ebenso in den Knochen, wie die davor liegende Nacht. Das Drama um die \u00dcberauslastung des Bordcomputers hatte sich bis in die Nacht hinein gezogen. Die Lieutenants Sato und Taina hatten irgendwann zur\u00fcckgemeldet, dass ein &#8222;lebendiges&#8220; Hologramm an Bord war und erst mal im Quartier der CM untergebracht worden war und anschlie\u00dfend auf einen Bericht f\u00fcr den kommenden Tag vertr\u00f6stet.<\/p>\n<p>Dieser Zustand hatte bei Samantha Kopfschmerzen hinterlassen. Ein lebendes Hologramm im Quartier der CM? Sie hatte mit der Entscheidung gehadert, den Befehl zu geben, das Programm einfach abschalten zu lassen. Die B\u00fcrgermeisterin in ihr rief genau danach. Es war ein m\u00f6gliches und gewaltiges Sicherheitsproblem. Doch h\u00e4tte sie der Stimme der B\u00fcrgermeisterin wirklich vertrauen sollen? Diese Stimme in ihr, die die Macht an Bord genauso an sich rei\u00dfen wollte, wie \u00fcber Reedale und Arcadia? Also hatte sie sich bewusst gegen ihre eine innere Stimme entschieden. Als Sicherheitsma\u00dfnahme hatte sie schlussendlich nur eine Sicherheitssperre um das Quartier der CM errichten lassen.  Samantha hatte anschlie\u00dfend ein Memo f\u00fcr die Wissenschaft dagelassen. T&#8217;Vala hatte entsprechend den Auftrag am Morgen sich des Themas anzunehmen um herauszufinden, wie das geschehen konnte. Auch Jenn hatte von Sam eine entsprechende Aufforderung erhalten. Sie war gespannt gewesen, was die Untersuchungen der beiden ergeben w\u00fcrden. Dem Rest hatte sie einfach Shay \u00fcberlassen, sollte er sich drum k\u00fcmmern, schlie\u00dflich war es sein Schiff.<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass Ajur &#8211; als TAK &#8211; ebenfalls nicht begeistert \u00fcber diese &#8218;Bedrohungslage&#8216; gewesen und vehement die Abschaltung und L\u00f6schung des Programms gefordert hatte, hatte es nicht einfacher gemacht. Der Klingone war ruhig geblieben und hatte die h\u00f6here Autorit\u00e4t des Ranges akzeptiert und sie nicht herausgefordert &#8211; f\u00fcr einen Moment hatte sie die Bef\u00fcrchtung, sie w\u00fcrde sich gleich mit ihm in einer Bathleth-Arena wiederfinden &#8211; aber es war ihm deutlich anzusehen gewesen, wie wenig Verst\u00e4ndnis er in dieser Situation f\u00fcr das Gebahren seiner Mitoffiziere hatte.<\/p>\n<p>Als Sam schlussendlich am Morgen rechtschaffen ersch\u00f6pft ihr Quartier erreicht hatte, blinkten ihr Botschaften um Botschaften entgegen. Als die Nachricht &#8222;Wenn das B\u00f6se in dir erwacht, sag ihm Guten Morgen&#8220; fr\u00f6hlich pink blinkend ihr entgegenschrieh, war sie schlussendlich auf dem Absatz umgedreht und in ihr B\u00fcro gefl\u00fcchtet und alle Benachrichtigungsdienste auf stumm geschaltet. So genau wusste sie nicht, womit sie anschlie\u00dfend den restlichen Tag verbracht hatte. Reparaturmeldungen, Dienstpl\u00e4ne und \u00e4hnliches waren es wohl gewesen, Routinekram, den sie im Halbschlaf konnte. Ein kurzer Mittagsschlaf hatte auch dazu geh\u00f6rt. Bevor Sam am Abend wieder in ihr Quartier ging, hatte sie auch alle Kommunikationswege dahin erfolgreich gekappt und es f\u00fcr eine Nacht isoliert. Es war ihr egal gewesen, ob jemand sie m\u00f6glicherweise zu erreichen w\u00fcnschte. Sie wollte einfach nur in Ruhe schlafen. Aber selbst das war ihr nicht verg\u00f6nnt gewesen.<\/p>\n<p>Ihr letzter Traum stand ihr noch zu deutlich vor Augen. In diesem hatte Samantha es erfolgreich geschafft, Shay von Bord zu werfen. Claudia hatte ihr dazu gratuliert, nachdem sie sie vorher mit Munition aus Shay Ruthvens Kindheit versorgt hatte. Der Traum war derart detailliert und erschreckend gewesen, dass Samantha schwei\u00dfgebadet aufgewacht war. Permin neben ihr hatte erb\u00e4rmlich gefiept und sich an sie gedr\u00fcckt.<\/p>\n<p>So konnte es nicht weitergehen und nun stand sie hier, fr\u00fchmorgens, vor Shays Quartier und war sich unschl\u00fcssig, ob sie ihn wirklich st\u00f6ren sollte. Als sie jedoch Schritte in der Ferne h\u00f6rte, wurde ihr diese Entscheidung schlussendlich abgenommen, als sie bemerkte, in welcher leichten Bekleidung sie durch das Schiff lief. Und auch wenn es lange bange Minuten dauerte, ehe nach ihrem Klingeln die T\u00fcr sich \u00f6ffnete, huschte sie in das Quartier, bevor die Schritte vollends heranwaren.<\/p>\n<p>*** etwas sp\u00e4ter ***<\/p>\n<p>Elli hatte Samantha mit einem Bademantel und Kaffee auf dem Sofa drapiert und war anschlie\u00dfend Shay wecken gegangen. Langsam und allm\u00e4hlich bereiteten ihr die insbesondere n\u00e4chtlichen Frauengeschichten ihres Mannes doch etwas Kopfschmerzen.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter stand Shay mit strubbeligen Haaren, aber \u00fcberwiegend bekleidet vor dem Sofa und musterte besorgt seine erste Offizierin, welche tr\u00fcbsinnig in ihren Kaffee starrte. Bereits in den letzten Tagen hatte ihm nicht gefallen, was er gesehen hatte. Bl\u00e4sse, Augenringe und gelegentlich zitternde H\u00e4nde waren noch am auff\u00e4lligsten. Er konnte sich auch nicht des Eindrucks erwehren, dass sie abgenommen hatte. Doch das konnte t\u00e4uschen, da sich Erfahrungen und Bilder aus Arcadia und hier an Bord immer wieder \u00fcberlagerten. Da sie f\u00fcrs erste nicht dazu ansetzte, ihn \u00fcberhaupt anzusehen oder gar zu sprechen, ging Shay zuerst zum Replikator und holte zwei Tassen Kaffee. Eine davon setzte er vor Samantha ab und lie\u00df sich anschlie\u00dfend immer noch schweigend neben ihr auf das Sofa fallen.<\/p>\n<p>&#8222;Ich muss mit dir reden.&#8220; fl\u00fcsterte nach sehr langem Schweigen schlie\u00dflich Samantha und griff nach der zweiten Tasse.<\/p>\n<p>Shay nickte und r\u00e4usperte sich. &#8222;Aye, ich vermute du bist hier als meine Freundin und nicht als meine EO?&#8220; versuchte er ihr eine Br\u00fccke zu bauen. Auch deshalb hatte er sich bewusst neben sie gesetzt und nicht ihr gegen\u00fcber. Ihm wurde bewusst, dass er schon viel eher h\u00e4tte mit ihr reden sollen. Es war ja nicht so, als h\u00e4tte er nicht bemerkt, dass sie etwas besch\u00e4ftigte. Daf\u00fcr waren sie schon viel zu lang Freunde.<\/p>\n<p>Shays Blick fiel auf Permin, welcher sich an Samantha gekuschelt hatte, aber nun erwartungsvoll den Kopf hob und sie schlie\u00dflich anstubbste.<\/p>\n<p>&#8222;ich bin mir nicht sicher.&#8220; Samantha seufzte. War sie wirklich Shays Freundin? W\u00fcrde sie sich dann vorstellen, oder tr\u00e4umen, wie sie ihn fertig machte um aus seinem Ungl\u00fcck Profit zu ziehen? &#8222;Heut Nacht habe ich getr\u00e4umt, dass ich daf\u00fcr gesorgt habe, dass dir dein Kommando entzogen wird. Ich habe die Hephaistos bekommen und du musstest deinen Dienst quittieren.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Klingt nach einem Alptraum.&#8220; Shay schmunzelte &#8222;mehr f\u00fcr dich als f\u00fcr mich w\u00fcrde ich sagen.&#8220; Samantha hob den Kopf und blicke Shay stirnrunzelnd an.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist kein Spa\u00df Shay Ruthven. Wenn ich schlafe, wenn ich wach bin, stell ich mir vor, wie es w\u00e4re und was ich tun kann, damit das hier mein Schiff wird, weil ich dann denke, dass ich das viel besser kann als du.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Und kannst du es besser als ich?&#8220; Shay lehnte sich zur\u00fcck und wartete gespannt auf die Antwort von Sam. Er kannte Sam nun schon so lang und wusste sehr genau, wie wenig sie daran interessiert war, Macht zu haben. Sie \u00fcbernahm Verantwortung, wenn sie die Notwendigkeit sah. Und das machte sie in seinen Augen zu einer guten Offizierin. Sie dr\u00fcckte sich nicht, wenn es sein musste, aber strebte nicht nach oben um des Posten Willens.<\/p>\n<p>&#8222;Ich&#8230; Nein!&#8220; rief Samantha auch wie erwartet aus. &#8222;Das ist ja das Problem. Ich will das nicht, aber trotzdem denke ich immer daran und kann nicht aufh\u00f6ren. Ich bin nicht mehr die Sam, die du kennst!&#8220; Und wie nach einem Dammbruch begann Samantha von ihrer Zeit in Reedale zu erz\u00e4hlen, wie geschickt es die B\u00fcrgermeisterin &#8211; sie selbst! &#8211; eingef\u00e4delt hatte, dass der Pastor alle aufwiegelte. Die Vorbereitungen des Angriffs des 7. Solaris ebenso wie ihre Pl\u00e4ne Prinzessin Emily zu heiraten und anschlie\u00dfend verschwinden zu lassen. All diese Pl\u00e4ne und Taten erz\u00e4hlte sie und hatte Angst davor zu sehen, wie Shay sie anschlie\u00dfend mit Verachtung und Abscheu ansehen w\u00fcrde. Er war der erste, dem sie alles erz\u00e4hlte.<\/p>\n<p>&#8222;Was ich damit sagen will. Du darfst mir nicht vertrauen, Shay Ruthven, du musst immer damit rechnen, dass ich dir hinterr\u00fccks ein Messer in den R\u00fccken ramme und&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Weiter kam Samantha nicht, weil ihr Gegen\u00fcber anfing zu lachen. &#8222;Versuch es ruhig mal. Vorher sollten wir aber etwas trainieren. Ich glaube nicht, dass es dir ohne \u00dcbung gelingen wird.&#8220;<\/p>\n<p>Konsterniert blickte Samantha Shay an. Auch wenn sie nicht die erwartete Abscheu sah, war sie verwirrt und&#8230; w\u00fctend. Er glaubte ihr nicht! Schnell wurde Shay wieder ernst, als er ihren vernichtenden Blick sah. &#8222;Ganz ehrlich, ich vertraue dir und ich wei\u00df, dass du zu allem m\u00f6glichen f\u00e4hig bist. Aber schon allein, dass du mir davon erz\u00e4hlst zeigt doch, dass du eben nicht die B\u00fcrgermeisterin bist.<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<br \/>Zeit: MD 98.0507<br \/>Ort: G\u00e4nge, Deck 2<\/p>\n<p>Samantha l\u00e4uft nach einer schrecklichen Nacht, einem schlechten davor liegendem Tag und einer noch schlimmeren Nacht durch das Schiff und legt vor Shay eine Beichte ab.<\/p>\n<p>Davor rekapituliert sie ihre Entscheidungen hinsichtlich des Hologramms Nenii<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;RPG&gt;Zeit: MD 98.0507Ort: G\u00e4nge, Deck 2 Mit zerzausten Haaren wanderte Samantha durch die langen G\u00e4nge der Hephaistos. Ihr Nachthemd flatterte um ihre Beine, w\u00e4hrend sie verloren durch die metallenen Korridore irrte. Die fluoreszierenden Lichter warfen ein k\u00fchles Gl\u00fchen auf ihre m\u00fcden Augen, und der k\u00fchle Boden unter ihren nackten F\u00fc\u00dfen lie\u00df sie fr\u00f6steln. Sie sp\u00fcrte&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/beichte\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Beichte&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-7814","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7814","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7814"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7814\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7814"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7814"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7814"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}