{"id":8068,"date":"2024-03-12T17:58:35","date_gmt":"2024-03-12T16:58:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/loesungsansaetze\/"},"modified":"2024-03-12T17:58:35","modified_gmt":"2024-03-12T16:58:35","slug":"loesungsansaetze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/loesungsansaetze\/","title":{"rendered":"L\u00f6sungsans\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<div>\n<div style=\"\">\n<div>Hi!<\/p>\n<p>Hier ein TriPost von Assets, Mac und mir.<\/p>\n<p>\n&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p>#Ort: Terti\u00e4re Sektion &#8211; Deck 12 &#8211; wissenschaftliches Labor T&#8217;Vala<br \/>\n#Zeit: MD99.1000<\/p>\n<p>Der melodische Gong der T\u00fcr riss die wissenschaftliche Offizierin T&#8217;Vala aus ihren Gedanken. Oder vielmehr aus ihren Studien. Nun gut, sie war durchaus in der Lage, Gedanken, die sie gerade gehegt hatte, auch zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt fortzuf\u00fchren, dennoch war es nicht besonders zielf\u00fchrend, da auch sie sich immer wieder von neuem in eine gewisse Thematik hineindenken musste.<br \/>\nAber falls jemand ihre Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigte, wollte T&#8217;Vala nat\u00fcrlich gern helfen. Also sah sie auf. &#8222;T\u00fcr \u00f6ffnen!&#8220; befahl sie und die T\u00fcr gehorchte aufs Wort.<\/p>\n<p>Zu T&#8217;Valas \u00dcberraschung war es dieses Mal die leitende medizinische Offizierin, die eintrat.<br \/>\n&#8222;Lieutenant T&#8217;Vala!&#8220; begr\u00fc\u00dfte diese die Vulkanierin.<\/p>\n<p>Diese hatte nat\u00fcrlich gr\u00fcndlich recherchiert und wusste, wie die Bhutanerin angesprochen werden sollte.<br \/>\n&#8222;Lieutenant Jetsun Pema. Wie kann ich Ihnen Unterst\u00fctzung gew\u00e4hren?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Vielen Dank!&#8220; Jetsun wartete, bis die T\u00fcr hinter ihr wieder zu war, ehe sie fortfuhr.<br \/>\n&#8222;Ich m\u00f6chte Sie bitten, mit mir ein paar Berechnungen anzustellen. Es geht um eine holographische Konstruktion, also um ein Hologramm. Und den dazugeh\u00f6rigen Ressourcenverbrauch.&#8220;<\/p>\n<p>*Ping* machte es in T&#8217;Valas Kopf. Ging es wom\u00f6glich um DAS Hologramm?<br \/>\n&#8222;Wir sprechen \u00fcber das Hologramm eines Arapahoe-M\u00e4dchens mit dem Namen Neniitowuh&#8217;koohut, nehme ich an.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun nickte. Einerseits war sie etwas \u00fcberrascht, wie gut die Wissenschaftlerin informiert war, andererseits war es gut, dass sie nicht lange Eingangserkl\u00e4rungen abgeben musste.<\/p>\n<p>&#8222;Ich habe mehrere Versuche und \u00dcberlegungen zusammen mit Ensign Larson angestellt&#8220;, erkl\u00e4rte die Vulkanierin, &#8222;wir waren in einigen Punkten unterschiedlicher Ansicht, aber der Ressourcenverbrauch eines Hologrammes sollte diese H\u00f6hen nicht erreichen k\u00f6nnen. Selbst eine vollst\u00e4ndige k\u00fcnstliche Intelligenz im Sinne eines selbstt\u00e4tig denkenden und Schl\u00fcsse ziehenden virtuellen Wesens, wie beispielsweise dem Holodoc, den ich leider nur aus Logb\u00fcchern und Aufzeichnungen kennenlernen konnte, h\u00e4tte diese Anforderungen nicht erreicht.&#8220;<\/p>\n<p>T&#8217;Vala bedeutete Jetsun sich zu setzen und rief ein Programm auf, das sich auf dem Schirm seitlich des Schreibtisches abzeichnete. Mehrere Tabellen waren nebeneinander dargestellt, Spezifikationen von Hologrammen, unter anderem denen der Holo-Sicherheit und dem des Standard-MHN, wie es an Bord vieler Schiffe zu finden war.<br \/>\n&#8222;Die Komplexit\u00e4t dieser Programme liegt weit unter dem, welches Sie modifiziert haben. Faszinierenderweise &#8211; ich konnte inzwischen verschiedene Versionen ihres Programmes untersuchen, darunter das Ursprungsprogramm, ohne jegliche Modifikation &#8211; stellte sich heraus, dass sich das Programm selbst modifiziert hat.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun hatte bislang geschwiegen. Jetzt aber wurden ihre Augen gro\u00df.<br \/>\n&#8222;Sie haben&#8230; was?&#8220;<\/p>\n<p>T&#8217;Vala sah sie schweigend an. Sie nahm nicht an, dass die CM akustisch nicht verstanden hatte, was sie eben gesagt hatte.<\/p>\n<p>&#8222;Verzeihung,&#8220; versuchte Jetsun es erneut.<br \/>\n&#8222;Ich hatte vor, Ihnen f\u00fcr die Berechnungen die Freigabe zu &#8218;meinem&#8216; Programm zu geben. Mir war nicht bewusst, dass Sie diese bereits haben.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Captain Ruthven gab Ensign Larson und mir den Auftrag, den Vorfall zu untersuchen. Ich war der Meinung, Sie w\u00e4ren dar\u00fcber informiert.&#8220;<br \/>\nDie Vulkanierin machte sich eine geistige Notiz, die Kommunikationsabl\u00e4ufe an Bord zu untersuchen und zu optimieren. Diese Untersuchung war doch etwas, bei dem alle an einem Strang ziehen sollten, ihrer Meinung nach.<\/p>\n<p>&#8222;Gut. Dann&#8230; wissen Sie sicherlich, dass ich das Programm dahingehend modifiziert habe, dass es&#8230; sagen wir&#8230; physikalisch deutlich komplexer wurde. Die Aufl\u00f6sung der holographischen Elemente ist derzeit auf Maximum, also auf zellul\u00e4rer Ebene.&#8220;<br \/>\nJetsun l\u00e4chelte entschuldigend. &#8222;Ich habe beispielsweise eine Blutprobe des Hologramms untersucht. Rein optisch gibt es da keine Unterschiede zu&#8230; normalem Blut.<br \/>\nIch nehme an, dass daher die extrem hohe Rechenlast herr\u00fchrt, konnte das aber nicht wirklich an Zahlen festmachen.&#8220;<\/p>\n<p>T&#8217;Vala nickte einmal abgehackt: &#8222;Ihre Vermutung ist korrekt, ich bin allerdings auf weitere interessante Details gesto\u00dfen. Sie sagten, auf zellul\u00e4rer Ebene?&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun nickte: &#8222;Jedoch nur bis dort. Der Zellkern, Erbinformationen oder Protoplasma sind nicht enthalten gewesen, nur die Zellh\u00fclle, die Zellmembran wurde noch korrekt dargestellt.&#8220;<\/p>\n<p>Die Vulkanierin nickte. Es w\u00e4re ein interessantes Projekt, die Tiefe weiter zu erh\u00f6hen, vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet. Ein dauerhaft betriebenes Hologramm mit einer Aufl\u00f6sung bis hin zu Erbinformationen? Dies erg\u00e4be eine biologische Vermehrungsf\u00e4higkeit mit einem Hologramm. Vielleicht.<br \/>\nSie wandte sich von dem Gedanken ab. S\u00e4mtliche ethischen Gesichtspunkte und etliche Regeln und Gesetze der F\u00f6deration w\u00fcrden dabei verletzt werden.<br \/>\nEine andere Frage ging T&#8217;Vala daf\u00fcr durch den Kopf, eine, die sie pers\u00f6nlich sehr interessierte, aber wohl andere Vulkanier nicht gestellt h\u00e4tten: &#8222;Warum haben Sie die Aufl\u00f6sung genau so hoch gestellt, wie sie ist?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Es war ein Versuch. Mir ging es darum, Nenii so&#8230; echt und naturgetreu wie m\u00f6glich zu haben. Dass dabei eine so extreme Rechenlast entstand, habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht beachtet. Oder bedacht. Es war nur ein Versuch.&#8220;<\/p>\n<p>T&#8217;Vala nickte. &#8222;Ich habe mehrere Versionen ihres Programmes untersucht. Das Ursprungsprogramm enthielt nur wenig komplexe Verhaltensregeln, die Version stammt aus der Zeit, bevor die Hephaistos in die Anomalie gezogen wurde. Eine weitere Version deutet auf \u00c4nderungen hin, die nicht Sie vorgenommen haben, Lieutenant Jetsun Pema.&#8220;<\/p>\n<p>Die Buthanerin machte gro\u00dfe Augen. &#8222;Oh. K\u00f6nnen Sie erkennen, wer diese \u00c4nderungen vorgenommen hat? Und welche \u00c4nderungen dies sind?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sind Sie vertraut mit komplexen KI-Systemen? Mit deren Lernf\u00e4higkeiten und den Trainingsmethoden, die angewandt werden?&#8220;, stellte T&#8217;Vala eine Gegenfrage.<\/p>\n<p>&#8222;Nein.&#8220; gestand Jetsun. &#8222;Ich habe nur das Basiswissen, welches an der Akademie gelehrt wird. Meine Fachgebiete waren Medizin und Diplomatie, nicht aber Mathematik oder Informatik.&#8220;<\/p>\n<p>Die Vulkanierin nickte erneut einmal: &#8222;Sie haben diesem Programm ein Grundwissen gegeben, Grundverhaltensweisen und die Komplexit\u00e4t erh\u00f6ht. Dieses Programm war nie dazu vorgesehen, in einer anderen Welt, als der zu leben, in der es als Programm reagieren sollte. Die Figur Nenii entwickelte nun eine Lernf\u00e4higkeit, nennen Sie es Neugier oder Wissensbegierde. Auf irgendeine Weise wurde das Programm auf dem Holodeck ausgef\u00fchrt, konnte jedoch in dieser Anomalie agieren, wie Sie wissen. So wie auch andere Holodeckfiguren. Die au\u00dfergew\u00f6hnliche Komplexit\u00e4t hatte zur Folge, dass sich dieses Programm selbst weiterentwickelte, durch Interaktion. W\u00e4hrend wir dort in der Anomalie wenige Tage erlebten, hat dieses Programm drei Monate Zeit gehabt, nach der Zeit au\u00dferhalb, sich immer weiter zu bilden, neue F\u00e4higkeiten und neue Verhaltensweisen zu erlernen.&#8220;<\/p>\n<p>T&#8217;Vala hatte sich viele Gedanken dar\u00fcber gemacht, seit sie mit Jennifer Larson dar\u00fcber gesprochen hatte. Ihr eigenes Steckenpferd war die Vorherberechnung von Reaktionen verschiedenster Spezies und Individuen, eine Art Zukunftsberechnung. Zu Studienzwecken war dieses Programm f\u00fcr sie mehr als nur faszinierend.<\/p>\n<p>Jetsun hatte beinahe die Luft angehalten. T&#8217;Vala war es gelungen, etwas in Worte zu fassen, was sie bislang eher vage gedacht hatte. Der wichtigste Faktor dabei war, dass Nenii, oder besser die Software dahinter, mehrere Monate Zeit hatte, eine Komplexit\u00e4t zu erlangen. Weil sie eben Teil der Anomalie war. Faszinierenderweise hatte diese Anomalie aber reagiert auf die Menschen in der Anomalie, indem sie die Figur Nenii nur die wenigen Tage dort hatte auftreten lassen.<\/p>\n<p>&#8222;Eine weitere, sp\u00e4tere Version, die letzte, hat zus\u00e4tzlich Komponenten des medizinisch holografischen Notfallprogrammes enthalten, womit ein Selbstaufruf und ein Verlassen des Holodecks m\u00f6glich wurde. Das Programm kann sich allerdings nur entfalten, wenn die Ressourcen zur Verf\u00fcgung stehen. Momentan tun sie dies nicht mehr, da Arbeiten an verschiedenen Systemen ausgef\u00fchrt werden. Diese Arbeiten wurden an dem Abend, an dem sich Nenii manifestierte, nicht ausgef\u00fchrt, oder unterbrochen, womit ein Selbstaufruf m\u00f6glich wurde. Die Hochzeit und das Ende der Holodecknutzung, viele der Besatzungsmitglieder hatten frei.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun sch\u00fcttelte den Kopf. &#8222;Ich habe hierzu eine andere Theorie.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;So?&#8220; fragte T&#8217;Vala etwas verwundert.<\/p>\n<p>&#8222;Ich denke, Nenii wollte es einfach nicht. Es gab f\u00fcr sie keinen Grund, mich aufzusuchen. Vielleicht war sie ja ungl\u00fccklich \u00fcber den abrupten Abbruch ihres ersten Besuchs. Au\u00dferdem wurde sie dabei ja auch verletzt. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie weitere Besuche vorerst einmal scheut. Ich glaube auch, dass es gut w\u00e4re, wenn ich sie besuchen w\u00fcrde, um ihr zu verdeutlichen, dass es nicht gut w\u00e4re, ohne Absprache hierher zu kommen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Es ist ein Computerprogramm. Das bleibt es, auch wenn es eine Art Bewusstsein entwickelt hat. Kompliziert sind die Verhaltensparameter. Ich arbeite noch an den Motivationseinstellungen. Sie gehen hier von menschlichen Verhaltensweisen aus, die ich nur teilweise nachvollziehen kann, die aber auf die Programmierung zutreffen k\u00f6nnen&#8220;, versuchte T&#8217;Vala sich selbst zu erkl\u00e4ren, wie solch eine M\u00f6glichkeit umsetzbar w\u00e4re. Vulkanier und Emotionen waren zwei Dinge, die nicht besonders gut \u00fcberein passten. T&#8217;Vala war dazu erzogen, keinerlei Emotionen zuzulassen, rein logisch zu agieren, doch hier musste sie Emotionen analysieren. Noch dazu die Emotionen eines Computers. Oder eines Computerprogrammes.<br \/>\n&#8222;Meine Analysen sind noch nicht abgeschlossen und aufgrund der Komplexit\u00e4t des Programmes wird es l\u00e4nger dauern, s\u00e4mtliche Verweise und Verschachtelungen innerhalb der Programmierung zu durchschauen und nachzuvollziehen. Insbesondere die erlernten Teile sind nicht in einem speziell abgeschlossenen Bereich, die Ver\u00e4nderungen ziehen sich durch alle Bereiche, inklusive des Aussehens, was mehrfach in kleinen Teilen angepasst wurde. Verletzungen, selbst auf kleinster Ebene, durch einen Spaziergang durch den Wald Arcadias, zum Beispiel.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;\u00c4h&#8230; Lieutenant&#8230;&#8220; versuchte Jetsun zu unterbrechen.<br \/>\n&#8222;Wir kommen inzwischen g\u00e4nzlich von meiner eigentlichen Frage ab.<br \/>\nWas ich ben\u00f6tige, sind Zahlen. Inwieweit steht der tats\u00e4chliche Verbrauch an Ressourcen &#8211; sprich Rechenleistung &#8211; in direktem Zusammenhang mit der physischen Komplexit\u00e4t von Neniis K\u00f6rper. Nur das ist f\u00fcr mich erst einmal von eminenter Bedeutung.<br \/>\nOb und wenn, wie sie, also das Programm, auf \u00e4u\u00dfere und interne Reize reagiert, das k\u00f6nnen wir gern zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt besprechen. Das ist auch etwas, von dem ich etwas mehr verstehe. Hier kann ich behilflich sein.&#8220;<\/p>\n<p>Die Vulkanierin hob eine Augenbraue: &#8222;Das ist f\u00fcr Sie die wichtigste Frage&#8220;, stellte sie fest, denn ihrer Meinung nach war dies unerheblich. Aber gut. Sie rief das Programm Neniis auf, wie es sich darstellte in der Programmierung. F\u00fcr Jetsun sah das alles nach wirren Zeichen aus, mehr oder weniger. Formeln, Befehlsketten, teilweise nur Aneinanderreihungen von Werten oder Buchstaben. Es dauerte eine Weile, bis sich die Vulkanierin wieder meldete: &#8222;Die Komplexit\u00e4t und der Ressourcenverbrauch schnellen mit der Darstellung von Emotionen an. Vergleichen wir es mit der Biologie, dann erh\u00f6ht sich die Ressourcenlast mit einer Erh\u00f6hung des Adrenalinspiegels und sinkt mit der Aussch\u00fcttung von Serotonin, k\u00f6nnte man sagen. Im h\u00f6chsten Entspannungszustand ist der Verbrauch am geringsten.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun nickte. Darin kannte sie sich aus.<br \/>\n&#8222;Wenn ich das Programm nun, sagen wir, noch einmal durch den Konfigurator schicken w\u00fcrde und dann die physische Komplexit\u00e4t reduzieren w\u00fcrde auf beispielsweise einen Wert von 30 statt jetzt 100. W\u00fcrde das die Rechenlast deutlich reduzieren? Ich denke ja. Dann haben wir nat\u00fcrlich keine Simulation mehr auf zellul\u00e4rer Ebene, sondern&#8230; vielleicht&#8230; auf organischer Ebene. So w\u00e4re vielleicht der Magen, der Darm, der Blutkreislauf, das Herz, die Nieren, die Leber&#8230; all diese Organe w\u00fcrden noch simuliert werden, aber es w\u00e4ren eben keine Zusammensetzungen einzelner Zellen mehr. Das ist allerdings nur eine Vermutung.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun l\u00e4chelte. &#8222;Bei dem Wert Null, den das Programm im Auslieferungszustand hatte, gab es ja nichts dergleichen. Da war Neniis K\u00f6rper eben einfach nur eine H\u00fclle ohne Innenleben.&#8220;<\/p>\n<p>T&#8217;Vala nickte: &#8222;Das ist korrekt, in der urspr\u00fcnglichen Fassung wurde nur die sichtbare Oberfl\u00e4che dargestellt. Wozu m\u00f6chten Sie eine h\u00f6here Komplexit\u00e4t erzeugen? F\u00fcr ein Hologramm ist dies nicht notwendig.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich wei\u00df es nicht. Es war, wie ich schon erw\u00e4hnte, ein Versuch. Diese Software, diese Komplexierung, wurde durch das letzte MHN geschrieben. Es hat sich ja ebenfalls selbst verbessert. Ich nehme an, es hat mit eben diesen Ver\u00e4nderungen experimentiert. Da es selbst kaum nennenswerte Rechenleistung ben\u00f6tigt, gehe ich davon aus, dass es diese physische Komponente nicht weiter verwendet hat. Wohl aber sicher die psychische, also die Erweiterung des Arbeitsspeichers.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun l\u00e4chelte etwas entschuldigend. &#8222;Ich habe wohl versucht, auf diese Weise etwas &#8218;Leben&#8216; zu simulieren. Ich verstehe aber, dass das f\u00fcr Nenii nicht wirklich erforderlich ist. Jedenfalls nicht die physische Komponente. Alle kognitiven Prozesse, \u00fcberhaupt alles l\u00e4uft ja nicht &#8218;in&#8216; dem Hologramm ab, sondern im Rechner.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Um genau zu sein, l\u00e4uft alles im Rechner ab, auch die Errechnung der Darstellung. Jede Falte bei jeder Bewegung. Die Umsetzung geschieht nur mittels der Holoemitter. Und je komplexer die Ver\u00e4nderung der Darstellung, desto h\u00f6her die ben\u00f6tigte Leistung. Es w\u00e4re auch m\u00f6glich, emotionale Komponenten abzuschw\u00e4chen, um ein \u00e4hnliches Ergebnis zu erhalten, bei hoher Aufl\u00f6sung der Darstellung. Nehmen wir dem Programm die F\u00e4higkeit, Angst zu empfinden, wird auch dies die Rechenleistung stark verringern.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nun, dies ist aber absolut kontraproduktiv. Das Ziel ist es ja, das Programm so echt wie irgend m\u00f6glich zu haben.<br \/>\nDazu kommt noch eine andere \u00dcberlegung. Sie erinnern sich an das fr\u00fchere MHN?<br \/>\nDies hatte die Anerkennung als Lebensform und somit die f\u00f6derierten B\u00fcrgerrechte erhalten. Sie sehen, worauf ich hinaus will, ja?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Es gibt mehrere M\u00f6glichkeiten und alle k\u00f6nnen wir durchgehen. Theoretisch sind Emotionen f\u00fcr die Anerkennung als k\u00fcnstlicher Lebensform nicht ausschlaggebend.&#8220;<br \/>\nT&#8217;Vala hatte dies bereits recherchiert. Es gab Pr\u00e4zedenzf\u00e4lle, unter anderem den eines Androiden auf der USS Enterprise. Die Frage, ab wann eine Lebensform Rechte bekam, war eine juristische. Diese sollten andere angehen. Das war nicht ihr Gebiet. Ihres war die Mathematik und Logik. Wichtig war allein, dass sie es hier mit einer intelligenten Lebensform zu tun haben _k\u00f6nnten_. Bis diese Frage endg\u00fcltig entschieden war, w\u00fcrde T&#8217;Vala sie zumindest so behandeln. Nichtsdestotrotz k\u00f6nnte man ihr eine vulkanische Erziehung einprogrammieren, die dazu f\u00fchren w\u00fcrde, dass die Emotionen und damit auch der Ressourcenverbrauch \u00fcberdeutlich verringert w\u00fcrden.<br \/>\n&#8222;Ein Neudurchlauf der Grundeinstellungen, eine Ver\u00e4nderung auf zum Beispiel vulkanische Verhaltensparameter, w\u00fcrde die Last ebenso verringern. Die Frage ist, welche Priorit\u00e4ten man bevorzugt.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun beherrschte sich meisterhaft.<br \/>\n&#8222;Ich bevorzuge die Priorit\u00e4ten, die gegenw\u00e4rtig vorliegen. Nenii hat bereits einen Charakter. Der darf nicht ver\u00e4ndert werden. Wenn also Ressourcen eingespart werden m\u00fcssen, dann k\u00f6nnen&#8230; m\u00fcssen wir ganz einfach die Aufl\u00f6sung reduzieren. Gern auf 30%. W\u00e4ren Sie daher wohl so freundlich und w\u00fcrden den Ressourcenverbrauch bei einer Einstellung von 30 noch einmal durchzurechnen, Lieutenant T&#8217;Vala?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sicherlich!&#8220; Die Vulkanierin aktualisierte einige Werte in ihren Wertetabellen und lie\u00df diese dann noch einmal durchkalkulieren.<br \/>\n&#8222;H\u00f6chst interessant!&#8220; meinte sie dann und deutete auf ein Ergebnis.<br \/>\n&#8222;Bei einer Reduktion der physikalischen Komplexit\u00e4t auf den Wert drei\u00dfig &#8211; dieser ist nat\u00fcrlich nur ein Normwert &#8211; geht die antizipierte Rechenleistung auf unter 4% der gegenw\u00e4rtigen Rechenlast.<br \/>\nMoment, ich werde daraus einmal eine dynamische Tabelle machen. Wir k\u00f6nnen dann r\u00fcckw\u00e4rts gehen, eine gew\u00fcnschte Rechnerleistung eingeben und so die erforderliche Einstellung erfahren.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Und wenn&#8230; sagen wir&#8230; der Wert der Komplexit\u00e4t des holographischen Modells auf Null gesetzt wird, die optische Aufl\u00f6sung der Au\u00dfenh\u00fclle aber&#8230; sagen wir&#8230; vervierfacht wird? W\u00fcrde das etwas ausmachen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das ist kaum anzunehmen. Hierbei handelt es sich ja um eine Vervierfachung einer zweidimensionalen Grafik. Selbst eine viermal-vierfache, also sechzehnfache Optimierung w\u00fcrde kaum ins Gewicht fallen. Wie ich schon sagte, das ist rein graphisch und bedarf kaum echter Rechenleistung wie beispielsweise die Simulation von Zellen in der Niere des Holokonstrukts.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun l\u00e4chelte. Das klang sch\u00f6n. Sie wollte Nenii ja auch so sch\u00f6n wie m\u00f6glich haben.<br \/>\n&#8222;Ich w\u00fcrde die Ergebnistabellen bitte gern auf ein PADD bekommen.&#8220; meinte sie dann.<\/p>\n<p>T&#8217;Vala hatte damit kein Problem. Im Gegenteil w\u00fcrde sie diese Werte auch Jennifer Larson und dem Captain vorlegen k\u00f6nnen. Und als Studienobjekt f\u00fcr die eigene Verhaltensforschung blieb Nenii nat\u00fcrlich auch weiterhin interessant. Sie griff in die Schublade ihres Arbeitstisches, zog zwei PADDs daraus hervor und kopierte die Rechnung auf beide: &#8222;Eine Kopie f\u00fcr Sie, eine weitere f\u00fcr eine Besprechung mit den F\u00fchrungsoffizieren.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wie Sie m\u00f6chten. Aber seien Sie bitte nicht entt\u00e4uscht, wenn damit nichts Neues mehr herauskommt. Ich wollte gleich mit diesen Ergebnissen zum Captain gehen.&#8220; meinte Jetsun ein klein wenig pikiert.<\/p>\n<p>&#8222;Ich komme vom Vulkan, Gef\u00fchle wie Entt\u00e4uschung sind mir fremd, Lieutenant. Ich danke Ihnen, dann kann ich mir einen Weg ersparen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nat\u00fcrlich. Oh, mir f\u00e4llt da noch etwas ein. K\u00f6nnen wir uns bitte darauf einigen, dass Sie das Hologramm Nenii niemals aktivieren?<br \/>\nIm Gegenzug w\u00fcrde ich Ihnen dann auch die Software \u00fcberlassen, mit der ich die Komplexierung des Holokonstrukts vorgenommen habe. Die ist ein Unikat und wurde vom MHN selbst geschrieben.<br \/>\nDann k\u00f6nnen Sie eigene Holokonstrukte f\u00fcr Studienzwecke erstellen.&#8220;<\/p>\n<p>T&#8217;Vala hob eine Augenbraue: &#8222;Ich hatte nicht vor, dieses Programm zu aktivieren, allerdings behalte ich mir vor, die Erweiterung der Programmierung, die unweigerlich kommen wird, mit jeder Aktivierung, zu beobachten. So wie Sie ihre Patienten immer wieder neu begutachten und untersuchen, so werde ich es mit diesem Programm halten. Die Erweiterung eines anderen Hologrammes liegt mir ebenfalls fern, aber zu Studienzwecken die Codezeilen der Umgestaltung zur Verf\u00fcgung zu haben, w\u00e4re hilfreich und erspart mir einiges an Recherchearbeit. Danke.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun nickte. &#8222;Ich denke, es w\u00e4re wirklich interessant. Immerhin hat das MHN diese Zeilen geschrieben. Also ebenfalls ein Softwareprodukt. Welches durch was auch immer seine Programmierung eigenst\u00e4ndig erweitert hatte.&#8220;<\/p>\n<p>T&#8217;Vala reichte die fertige Kopie auf dem PADD an Jetsun: &#8222;Sie sollten mit der Aktivierung des Programmes ebenfalls vorsichtig umgehen. Die emotionalen Auswirkungen in dieser Software k\u00f6nnten auch zu gewaltt\u00e4tigen oder auch selbstzerst\u00f6rerischen Aktionen f\u00fchren, die nicht absch\u00e4tzbar sind&#8220;, gab die Vulkanierin noch einen letzten Rat.<\/p>\n<p>&#8222;Meinen Sie, dass ich davon betroffen sein w\u00fcrde? Oder meinen Sie Nenii? Wir beide haben gemeinsam, dass wir ausgesprochen friedfertige Personen sind. Nur dass ich es bei Nenii wei\u00df. Bei mir kann ich es nur annehmen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das Programm entwickelte sich weiter. Sie wissen, welche Parameter Sie ihm urspr\u00fcnglich gaben. Sie k\u00f6nnen nur Schl\u00fcsse ziehen aus dem bisherigen Verhalten. In welcher Richtung weitere Entwicklungen stattfinden &#8211; durch Angst, erlebte Ablehnung, Verlust, kann der programmierte Charakter sich ver\u00e4ndern. So, wie es auch bei Menschen, Trill und anderen Intelligenzen m\u00f6glich ist.&#8220;<br \/>\nVulkanier waren davon weniger betroffen, aber auch nicht v\u00f6llig davon befreit, wie die spitzohrige Frau nur zu gut wusste.<\/p>\n<p>&#8222;Vielen Dank, T&#8217;Vala. Diese Aussage hat mir wirklich viel gegeben. Und das meine ich ernst.&#8220;<br \/>\nJetsun erhob sich und nickte der Vulkanierin zu. &#8222;Ich werde Ihnen den Quellcode der Software des MHN zukommen lassen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Danke, Lieutenant Jetsun Pema. Falls Sie weitere Fragen oder Anmerkungen haben, oder auch Hinweise auf m\u00f6gliche Ver\u00e4nderungen im Verhalten, falls Sie dieses Programm aktivieren, kommen Sie gern jederzeit auf mich zu. Egal wann.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Vielen Dank, das will ich gern tun.&#8220;<br \/>\nJetsun nickte noch einmal, schenkte der Vulkanierin ein liebes L\u00e4cheln und ging dann.<\/p>\n<p>\n#Ort: Bereitschaftsraum des CO<br \/>\n#Zeit: MD99.1115<\/p>\n<p>Jetsun hatte nicht geschafft, fr\u00fcher von sich aus zum Kommandanten zu gehen. Da auch keine regelm\u00e4\u00dfigen Besprechungsrunden stattfanden, hatte sie immer bef\u00fcrchtet, zu Shay gerufen zu werden, ehe sie wirklich Aussagef\u00e4hig war. Jetzt, mit T&#8217;Valas Hilfe hatte sie die letzte Info, die sie brauchte (und die sie bekommen konnte) und hatte nun auch all ihren Mut zusammengenommen.<\/p>\n<p>In ordentlicher R\u00f6ckchen-Uniform, jedoch mit Sneakers statt den albernen Schaftstiefeln und nat\u00fcrlich mit ihrem Rachu um den Schultern stand sie auf der Br\u00fccke vor der Seitent\u00fcre zum Bereitschaftsraum des Captains und wartete darauf, dass diese T\u00fcr sich \u00f6ffnete. Dann trat sie ein.<\/p>\n<p>Auch an Captain Shay Ruthven war die ganze Zeit auf Arcadia und vor allem die K\u00e4mpfe davor nicht spurlos vor\u00fcber gegangen. Er wirkte m\u00fcde, leicht abgespannt und dennoch l\u00e4chelte er freundlich, als er seine CM erblickte. &#8222;Lieutenant Jetsun Pema! Sch\u00f6n, dass wir uns treffen. Bitte entschuldigen Sie, dass ich fr\u00fcher noch keine Zeit f\u00fcr Sie gefunden hatte, doch&#8230;&#8220; er machte eine allumfassende Geste mit beiden Armen &#8222;&#8230;es gab einfach viel zu viel zu tun.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Captain&#8230;&#8220; erwiderte Jetsun und sp\u00fcrte die Sympathie, die von diesem Mann ausging, fast k\u00f6rperlich &#8222;&#8230;ich bin diejenige, die sich entschuldigen muss. Schlie\u00dflich habe ich Ihnen ja noch ein weiteres P\u00e4ckchen Arbeit aufgedr\u00fcckt.&#8220;<\/p>\n<p>Shay l\u00e4chelte listig. &#8222;So? Haben Sie das?&#8220;<br \/>\nEr deutete auf die Sitzecke. &#8222;Aber nehmen Sie erst einmal Platz. Darf ich Ihnen etwas anbieten? Einen Tee?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sehr gern. Danke. Schwarz bitte mit ein wenig Milch und Zucker.&#8220;<br \/>\nSie setzte sich. Kurz darauf kam Shay zu ihr, stellte zwei Tassen ab und setzte sich 90\u00b0 zu ihr ebenfalls.<\/p>\n<p>&#8222;Darf ich raten, um was es geht?&#8220; fragte er und r\u00fchrte ein wenig in seinem Tee.<\/p>\n<p>&#8222;Es ist nicht so schwierig, oder?&#8220; fragte sie zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&#8222;Ist es nicht. Nein.&#8220; Er sah sie leicht grinsend an. &#8222;Ihr Hologramm.&#8220;<br \/>\nKurz lachte er auf. &#8222;Sie haben es aber auch raus, komplizierte Freundinnen zu finden. Erst die Prinkipaxillis Arsinoe, dann Ileytis von Las&#8217;Tor. Und jetzt&#8230; moment&#8230;&#8220; er schaute kurz auf sein PADD &#8222;eine Arapahoe-J\u00e4gerin namens Neniitowuh&#8217;koohut.&#8220; Er sah auf. &#8222;Wie spricht man das aus?&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun war etwas rot geworden bei der Aufz\u00e4hlung ihrer Freundinnen. Sie l\u00e4chelte ein wenig verlegen. &#8222;Ich nenne sie immer Nenii. Oder Runs Ahead. Das ist die Bedeutung ihren Namens. Die, die vorweg l\u00e4uft.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nomen est omen, hm?&#8220; murmelte Shay und schob das PADD wieder beiseite.<br \/>\n&#8222;Muss ich mir Sorgen machen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein, Captain. Ganz gewiss nicht.&#8220; erwiderte Jetsun deutlich.<\/p>\n<p>&#8222;Lieutenant Tainia sieht das etwas anders.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh!&#8220; machte Jetsun und f\u00fchlte einen leichten Stich. Dann sch\u00fcttelte sie aber wieder den Kopf.<br \/>\n&#8222;Er wei\u00df offenbar nicht, was ich wei\u00df.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nun, dann&#8230; erz\u00e4hlen Sie doch mal, Miss Jetsun Pema. Wie kam es zu dem Hologramm und was kann es.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja, Sir!&#8220; nickte Jetsun.<br \/>\n&#8222;Nenii ist&#8230; ich habe sie mir sozusagen gekauft. Also das Programm. Ich wollte etwas Zerstreuung, jedoch kein Kampfspiel oder komplexes Abenteuer, jedoch auch nichts f\u00fcr Kinder. Dies ist ein Entdeckungs- und Forschungsspiel. Es geht vor allem darum, zusammen mit einem Freund die Gegend zu entdecken. Daher hat Nenii auch einen hohen Wert in Curiosity.<br \/>\nAber sie ist absolut friedfertig. Und sie liebt mich. Das kommt&#8230; \u00e4h&#8230;&#8220;<br \/>\nJetsun schluckte und fixierte ihre Teetasse.<br \/>\n&#8222;Als ich merkte, dass Fab&#8230; Lieutenant La Goille und ich nicht zueinander fanden, war ich sehr frustriert und f\u00fchlte mich unendlich einsam. Auch Emily war nicht mehr diejenige, die ich kannte und ich hatte niemanden mehr an Bord. Ich sehnte mich sehr nach Arsinoe und Ileytis, doch die beiden waren auf Thyene und ich&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Sie hatten nicht vor, zu desertieren.&#8220; erg\u00e4nzte Shay.<\/p>\n<p>Jetsun sah ein wenig erschrocken auf. Als Desertation hatte sie ein Ausscheiden aus der Flotte nicht empfunden. Jedoch&#8230; im Krieg&#8230;<br \/>\nSie nickte. &#8222;Ja, Sir. Das&#8230; wollte ich nicht. Also habe ich mir dieses Programm gekauft. Und dann wom\u00f6glich einen Fehler gemacht.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Was f\u00fcr einen Fehler?&#8220; fragte Shay und beugte sich vor.<\/p>\n<p>&#8222;Ich habe das Programm auf meine pers\u00f6nliche Partition auf dem Rechner der Krankenstation geladen und es mir dort angeschaut. Und dann dort auch die Anpassungen vorgenommen, die ich wollte. Attribute, Fertigkeiten, Aussehen, all das. Ich habe&#8230;&#8220; wieder wurde sie rot &#8222;&#8230;ich habe das Programm so angepasst, sodass Nenii sich ziemlich schnell sehr heftig in mich verliebt.&#8220;<\/p>\n<p>Shay l\u00e4chelte nachsichtig. &#8222;Das betrachte ich nicht als einen Fehler. Genau daf\u00fcr gibt es ja solche Einstellungen. Auch wenn sie wissen, dass so etwas nicht gern gesehen wird, aber es gibt auch kein Gesetz, das es verbietet.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Danke, Sir. Das war auch nicht der Fehler. Der Fehler war, dass ich diese Partition von meinem Vorg\u00e4nger \u00fcbernommen hatte.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Von Dr. Skubalon?&#8220; hakte Skay nach.<\/p>\n<p>&#8222;Oh. Nein, da habe ich mich falsch ausgedr\u00fcckt. Ich meine von dem MHN, dem Holodoc.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Aha.&#8220; machte Shay interessiert. Der Schotte erinnerte sich an diese eher unr\u00fchmliche Geschichte mit dem stalkenden Hologramm.<\/p>\n<p>&#8222;Ja, Sir. Was ich nicht wusste, war, dass auch das MHN seine Optimierungen an sich selbst auf diesem Rechner vorgenommen hatte.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Aaah!&#8220; Shay lehnte sich zur\u00fcck. Jetzt fielen einige Puzzleteile an ihren Platz.<\/p>\n<p>&#8222;Ja, Sir. Aber ich habe keines dieser Programme anger\u00fchrt. Stattdessen habe ich das Programm auf die \u00f6ffentliche Partition des Bordrechners \u00fcbertragen und es dann gestartet. Also auf dem Holodeck.&#8220; Jetsun l\u00e4chelte. &#8222;Es war sehr sch\u00f6n.&#8220;<\/p>\n<p>Shay nickte. &#8222;Fahren Sie fort.&#8220; verlangte, bevor die CM mit ihrer Schw\u00e4rmerei weiter machte und sie den eigentlichen Gespr\u00e4chsfaden verloren.<\/p>\n<p>&#8222;Was mir zu diesem Zeitpunkt nicht auffiel, was Nenii mir aber sp\u00e4ter in Arcadia erz\u00e4hlte, war, dass sie aktiv mitbekam, dass ich dann das Holodeck verlie\u00df. Das ist eigentlich etwas, was die Programme nicht k\u00f6nnen sollten. Jedoch habe ich das erst sehr viel sp\u00e4ter mitbekommen.<br \/>\nUnd noch etwas: Nenii berichtete mir, dass nachdem ich fort war, ihr die Zeit etwas lang wurde. Daher hat sie begonnen, nach mir zu suchen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Moment&#8230; das Programm wurde doch beendet.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja, Sir. Zumindest hatte ich das so angenommen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das Programm lief also in den Speichern des Computers weiter, wenn auch ohne aktive Darstellung auf dem Holodeck.&#8220; versicherte sich der Schotte. Das war zumindest ungew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p>&#8222;Ja, Sir. Und das tut es noch immer.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Moment&#8230; ich habe geh\u00f6rt, dass Commander deCoster das Programm deaktiviert hatte. So hatte Lieutenant Tainia mir berichtet. Und dass es die einzige M\u00f6glichkeit sei, es zu deaktivieren.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein Sir. Schauen Sie, hier!&#8220; Und Jetsun zog eine kleine Schachtel aus ihrer Tasche und legte sie auf den Tisch. Sie \u00f6ffnete sie und legte dann ein kleines Glaspl\u00e4ttchen daneben.<\/p>\n<p>&#8222;Was ist das?&#8220; fragte Shay und beugte sich vor, um das Glaspl\u00e4ttchen n\u00e4her zu begutachten.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist Blut, Sir. Neniis Blut.<br \/>\nMr. Tainia hatte es von mir bekommen, nachdem Nenii auf dem Weg in mein Quartier verletzt wurde. Ich hatte Proben genommen, um es sp\u00e4ter zu untersuchen, was ich \u00fcbrigens auch getan habe. Sie sehen, Sir, dass das Programm zwar deaktiviert sein sollte, jedoch das Blut des Hologramms&#8230; holographisches Blut&#8230; nach wie vor da ist.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Jetzt mache ich mir doch etwas Sorgen.&#8220; meinte Shay.<\/p>\n<p>Jetsun l\u00e4chelte. &#8222;Das m\u00fcssen Sie nicht, Sir. Nenii ist ein absolut friedfertiger Mensch&#8230; also, ein Hologramm. Sie ist nur sehr neugierig.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Mir geht es um den technischen Aspekt der Sache. Ein Hologramm&#8230; ein Programm, das nicht abgeschaltet werden kann, ist etwas, was es nicht geben sollte.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin mir sicher, dass es abgeschaltet werden kann, Sir. Notfalls \u00fcber die zugeh\u00f6rigen Prozesse. Aber ich glaube, dass es nicht abgeschaltet werden sollte, Sir.&#8220;<\/p>\n<p>Shay nickte, musste sich aber dennoch beherrschen. Er dachte in diesem Fall an das Schiff und nicht an die Gef\u00fchlslage der CM. &#8222;Dazu kommen wir gleich. Berichten Sie doch bitte, wie es weiterging mit dem Hologramm. Oh, und trinken Sie Ihren Tee, er wird sonst kalt.&#8220; schob er seine Bedenken erstmal zur Seite, bis er die gesamte Geschichte kannte.<\/p>\n<p>&#8222;Danke, Sir.&#8220; Jetsun nahm einen gro\u00dfen Schluck und sortierte gleichzeitig ihre Gedanken.<\/p>\n<p>&#8222;Das Programm lief \u00fcbrigens nicht l\u00fcckenlos. Nenii hat mir einmal berichtet, dass sie, nachdem ich sie das erste Mal verlassen hatte, \u00fcbergangslos in ihrem Bett erwachte. Da war das Programm noch nicht weitergelaufen. Das kam, so glaube ich, erst nach Arcadia.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ah, ja. Das macht Sinn. Die Anomalie.&#8220;<br \/>\nShay l\u00e4chelte entschuldigend. &#8222;Wenn man auch nur irgendetwas in der Anomalie als sinnvoll bezeichnen m\u00f6chte.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr mich hatte diese Anomalie nur Gutes bewirkt.&#8220; meinte Jetsun.<\/p>\n<p>Der CO nickte. Das hatten wohl alle hier an Bord inzwischen mitbekommen.<br \/>\n&#8222;Wie ging es weiter?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;In Acardia. Nenii berichtete mir, dass sie eines Morgens aufwachte und der ganze Stamm in Aufruhr sei. Eine ganze Reihe Stammesangeh\u00f6rige waren verschwunden. Da beschloss sie, mich zu fragen, ob ich dazu etwas w\u00fcsste. Ihr gelang es nicht nur den Ausgang erscheinen zu lassen, sondern auch ihn zu \u00f6ffnen. Nur sei dahinter eben nicht das G\u00e4ngesystem der Hephaistos gewesen, sondern ein Waldgebiet in Arcadia. So tauchte sie dort auf. Dort traf sie auf Ensign Larson, Lieutenant Tapai, Sergeant Aquila, Lieutenant LaGroille und mich. Niemand hatte sie dort \u00fcbrigens als Hologramm wahrgenommen. Aber das ist sicherlich nicht verwunderlich.&#8220;<\/p>\n<p>Shay seufzte. &#8222;Nein, gewiss nicht.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Dann, als wir uns wieder mit unseren Counterparts vereinigten, war auch Nenii zugegen. Nur, dass bei der Wiedervereinigung von Jetsun der Aasimar und Jetsun der \u00c4rztin auch Nenii Teil davon war. Danach, nach der Wiedervereinigung, war nur noch ich alleine \u00fcbrig.<br \/>\nIch habe allerdings keine klare Vorstellung davon, was das zu bedeuten hat. Ich bin jetzt eine Hybridin beider Jetsuns, Nenii aber ist nach wie vor in dem Programm.&#8220;<\/p>\n<p>Sie seufzte. &#8222;Dann habe ich das Programm modifiziert. Hierzu gibt es eine Software, die sowohl die physische Komponente des Programms erweitern kann, als auch die psychische &#8211; wenn man es so nennen m\u00f6chte. Ich habe beide Komponenten maximiert, um sie dann zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt auf dem Holodeck zu testen. Meine Idee war es, Nenii mehr Tiefe zu geben.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Was ist das f\u00fcr eine Software?&#8220; fragte Shay.<\/p>\n<p>&#8222;Es sind Scripte, die das MHN entwickelt hatte, Sir.<br \/>\nDie physische Komponente bewirkt, dass das Hologramm Nenii, nicht die ganze Welt dort, sondern nur ausschlie\u00dflich sie bis hinunter auf zellul\u00e4rer Ebene simuliert wird. Das, Sir, ist auch die Komponente, die so immens Ressourcen verbraucht. Vor allem, wenn Nenii starken Gef\u00fchlen ausgesetzt wird, reagiert ihr K\u00f6rper und das verursacht eine enorme Rechenlast. Da diese Komplexit\u00e4t exponentiell ist, w\u00fcrde eine Reduktion auf 30% oder 20% anstelle der bisherigen 100% die Rechenlast kaum noch beeintr\u00e4chtigen. Ich habe das zusammen mit Lieutenant T&#8217;Vala durchgerechnet.<br \/>\nDie psychische Komponente entspricht ihrem&#8230; Intellekt. Oder ihrem Arbeitsspeicher. Bei der gegenw\u00e4rtigen Maximierung dieser Komponente ist Nenii in der Lage, Gedanken und \u00dcberlegungen wie ein Mensch auszuf\u00fchren.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Und das bedeutet keine erh\u00f6hte Rechenleistung?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein, Sir. Das ist reiner Arbeitsspeicher. Sie kann sich einfach nur mehr merken und&#8230; breitbandiger denken. Nennen wir es Phantasie, Sir.&#8220;<\/p>\n<p>Shay atmete einmal tief durch. Ein Hologramm mit Phantasie. Na, dann!<br \/>\n&#8222;Haben Sie eine Erkl\u00e4rung, weshalb&#8230; das Hologramm in der Lage war, nicht nur das Holodeck zu verlassen, sondern auch die Holoprojektoren der holographischen Notfallcrew zu aktivieren?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja, Sir, die habe ich.&#8220; Jetsun straffte sich.<br \/>\n&#8222;Um Nenii zu optimieren, habe ich die Scripte des MHN genutzt. Hier lag auch eine Kommandozeile hinterlegt, die ihr die Zugriffsrechte des MHN \u00fcbertrug. Somit konnte sie \u00fcberall dorthin gehen und Dinge tun, die auch das MHN konnte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.&#8220;<\/p>\n<p>Und wieso nimmt Lieutenant Tainia dann an, dass niemand au\u00dfer Ihnen das Hologramm deaktivieren kann?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das wei\u00df ich nicht, Sir. Normalerweise kann jeder Offizier ein MHN deaktivieren. Jedenfalls solange er die entsprechenden Codes dazu hat. F\u00fchrungs- oder Leitungsoffiziere sollten das k\u00f6nnen. Sollte das aus irgendwelchen Gr\u00fcnden nicht der Fall sein, dann&#8230; ist mir der Grund daf\u00fcr nicht bekannt. Ein Softwareproblem kann das nicht sein. Das MHN hatte meines Wissens keine solche Befugnisse und kann dementsprechend solche auch nicht an Nenii \u00fcbertragen haben.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Kann man diese Kommandozeile, von der Sie sprachen, auch wieder negieren? Dem Hologramm diese Berechtigung auch wieder entziehen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja, Sir. Das steht f\u00fcr mich au\u00dfer Frage. F\u00fcr mich stellt sich mehr die Frage: Sollte man?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nun, dieses M\u00e4dchen ist Teil eines Holoprogramms. Und niemand hat irgendetwas gegen ein solches Holoprogramm, solange es nicht zu viele Ressourcen beansprucht. Schon gar nicht jetzt, wo viele Systeme noch nicht wieder zu 100% laufen.<br \/>\nEin holographisches Konstrukt aber, welches sich frei an Bord bewegen kann und dazu noch die Zugriffsberechtigungen des MHN hat, ist etwas ganz anderes. Ich bin sicher, dass Sie das verstehen, Lieutenant.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja, Sir. Und nein, Sir.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Und welchen Teil davon haben Sie nicht verstanden, Lieutenant Jetsun Pema?&#8220; fragte Shay etwas sch\u00e4rfer zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Jetsun sp\u00fcrte, wie ihr der Schwei\u00df ausbrach. Doch sie wollte jetzt nicht kneifen. Nicht schon wieder.<br \/>\n&#8222;Ich verstehe die Ressourcenlage, Sir. Dagegen kann und werde ich etwas unternehmen. Lieutenant T&#8217;Vala bat mir an, mich hierbei zu unterst\u00fctzen. Ich verspreche Ihnen, dass weder schiffsinterne Rechenleistung noch schiffsinterne Holoemitter zuk\u00fcnftig eine Rolle spielen werden. Was die Zugangsberechtigungen angeht, so verstehe ich, dass Nenii nicht die des MHN haben darf. Ich denke aber, dass die Zugangsberechtigungen eines Gastes an Bord durchaus angemessen w\u00e4ren, Sir.&#8220;<\/p>\n<p>Shay \u00fcberlegte kurz, dann nickte er. &#8222;Was die Zugangsberechtigungen angeht, so gehe ich mit Ihren \u00dcberlegungen konform. Nur&#8230; wie wollen Sie das mit den Holoemittern hinbekommen, Lieutenant?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Es gibt mobile Emitter. Sie sind selten und sie sind teuer. Zum Beispiel existiert auf der USS Eternity eine ebenfalls ihrer selbst bewusste holographische Person namens Caithlyn. Auf der Eternity ist sie ein ganz normaler Anblick, da diese Caithlyn ihren holografischen K\u00f6rper via mobilen Emitter \u00fcberall frei bewegen kann. Ich habe vor, einen solchen mobilen Emitter zu beschaffen, Sir. Ebenso wie einen eigenen Rechner f\u00fcr Nenii, damit sie die schiffsinternen Systeme nicht belastet.&#8220;<\/p>\n<p>Shay schwieg einige Sekunden und lie\u00df sich das ganze durch den Kopf gehen. Es war eindeutig, dass die CM ihre &#8218;Hausaufgaben&#8216; gemacht hatte, ehe sie zu ihm gekommen war und dennoch gab es Punkte, die ihm leichte Bauchschmerzen verursachten.<\/p>\n<p>&#8222;Es ist l\u00f6blich, dass sie bereit sind, sich derart f\u00fcr das Ho \u2026 f\u00fcr Nenii einzusetzen. Allerdings gibt es etwas, das sie mir nicht beantwortet haben.&#8220; begann Shay langsam. &#8222;Ist sich Nenii bewusst, dass sie ein Hologramm ist? Denn wenn nicht und danach sieht es aktuell den Berichten nach aus, dann h\u00e4lt sie sich weiterhin f\u00fcr eine &#8211; &#8220; Shay musste wieder das PADD zu Rate ziehen. &#8222;Arapahoe-J\u00e4gerin. Was wiederum bedeutet, dass sie kein eigenes Bewusstsein hat und damit nicht unter die gleichen Statuten f\u00e4llt wie damals das MHN. Trotz aller Modifikationen ist und bleibt sie damit lediglich ein Programm.&#8220; erl\u00e4uterte der Schotte und versuchte so einf\u00fchlsam wie m\u00f6glich zu sein. Er ahnte, dass Jetsun dies anders sah und Nenni f\u00fcr sie ein &#8218;Lebewesen&#8216; war.<\/p>\n<p>&#8222;Der zweite Punkt ist, dass es auch f\u00fcr dieses Programm notwendig ist, dass es deaktiviert werden kann. Ich habe mit die historischen Aufzeichnungen zum MHN der USS Voyager angesehen und hier wird mehr als deutlich das wenn solch ein Hologramm wie Nenii \u00fcber einen langen Zeitraum aktiv bleibt &#8211; und wenn Nenii wirklich die 3 Monate im Computerspeicher aktiv war ehe sie in Arcadia erschien dann trifft das hier zu &#8211; kommt es bei diesen Programmen zu Speicherdegenerationen. Es wird also n\u00f6tig sein, das Programm zu deaktivieren und genauestens auf solche Degenerationen zu untersuchen. Allein schon, um sicher zu sein, dass sie am Ende nicht v\u00f6llig zerst\u00f6rt wird.&#8220; erkl\u00e4rte Shay langsam und nahm nun ebenfalls einen Schluck von seinem Tee. Auch wenn er sich w\u00fcnschte, er h\u00e4tte einen Schuss Whisky hineingetan.<\/p>\n<p>Jetsun sah ihn mit gro\u00dfen Augen an und man konnte erkennen, dass sie an diesen Aspekt nicht gedacht hatte. Das Letzte, was sie wollte, war, dass Nenii wegen sowas tats\u00e4chlich zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n<p>&#8222;Und der n\u00e4chste Punkt, den ich leider ansprechen muss, ist in dem Fall ihre Handlung, Doktor.&#8220; kam Shay nun zum eigentlichen Kern dessen, was er auf dem Herzen hatte.<\/p>\n<p>&#8222;Auch wenn es schon eine Weile her ist, gibt es einen Grundkurs an der Akademie, bei dem die Funktionsweise des Holodecks genauestens erkl\u00e4rt wird. Die Tatsache, dass hier die Technologien von Transporter und Replikator zu allem anderen zum Einsatz kommen d\u00fcrfte jedem Kadetten bekannt sein. Die Tatsache, dass sie Nenii bis auf zellul\u00e4rer Ebene heruntermodifiziert haben, bringt uns in ein v\u00f6llig unerforschtes Gebiet. Es gibt Berichte in der Medizin, in der einzelne Organe f\u00fcr so einen Fall holographisch erzeugt wurden, aber niemals eine ganze Person.<br \/>\nWenn man es \u00fcberspitzt ausdr\u00fcckt, haben Sie quasi eine neue Lebensform erschaffen.&#8220; erkl\u00e4rte Shay langsam.<\/p>\n<p>&#8222;Daher werde ich aktuell auch auf Ihren Antrag das Programm mit den von Ihnen angesprochenen \u00c4nderungen, was die physikalische Komplexit\u00e4t angeht, weiterlaufen lassen. Regeln Sie die runter auf&#8230; 20% oder weniger. Und wir m\u00fcssen uns wegen den Speicherdegenerationen in dem Fall noch Gedanken machen. Au\u00dferdem m\u00f6chte ich, dass Nenii f\u00fcrs erste auf das Holodeck und ihr Quartier beschr\u00e4nkt bleibt. Kein eigenst\u00e4ndiges \u00d6ffnen der T\u00fcren, kein Herumlaufen auf dem Schiff mehr!<\/p>\n<p>Sobald ich gekl\u00e4rt habe, ob Nenii den Status als holografische Lebensform bekommen kann, k\u00f6nnen wir \u00fcber weitere Freiheiten f\u00fcr das Hologramm entscheiden. Da wir auf K7 ja eine gute Anw\u00e4ltin kennen und unser MHN dort ebenfalls ist, sollte das recht schnell machbar sein. Es wird also nur einige Tage dauern. W\u00e4re das f\u00fcr Sie in Ordnung, Leftenant?&#8220; fragte er dann seine CM, auch wenn es weniger eine Bitte war.<\/p>\n<p>Jetsun brauchte einige Augenblicke, bis sie ihre Kehle wieder frei hatte. Dann nickte sie deutlich.<br \/>\n&#8222;Ja, Captain. Nat\u00fcrlich. Ich&#8230; bin Ihnen sehr dankbar. Und, bitte, ich&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich wei\u00df!&#8220; unterbrach Shay seine \u00c4rztin.<br \/>\n&#8222;Wenn ich angenommen h\u00e4tte, dass Sie all dies so gewollt und geplant h\u00e4tten, s\u00e4\u00dfen wir hier so nicht zusammen.&#8220;<\/p>\n<p>&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p>\n&lt;SUM&gt;<\/p>\n<p>#Ort: Terti\u00e4re Sektion &#8211; Deck 12 &#8211; wissenschaftliches Labor T&#8217;Vala<br \/>\n#Zeit: MD99.1000<\/p>\n<p>Jetsun wendet sich an T&#8217;Vala mit der Bitte ihr bei Berechnungen zu helfen. Es geht darum, die Rechenlast des Hologramms Nenii in Beziehung zu der Aufl\u00f6sungsqualit\u00e4t des Hologramms zu ermitteln. Jetsun m\u00f6chte dem Captain einen akzeptablen Vorschlag machen.<\/p>\n<p>\n#Ort: Bereitschaftsraum des CO<br \/>\n#Zeit: MD99.1115<\/p>\n<p>Captain Ruthven empf\u00e4ngt seine CM, die ihn \u00fcber die gegenw\u00e4rtige Situation und den Hintergrund zu dem Holoprodukt Nenii aufkl\u00e4rt. Vor allem, inwieweit die Anomalie Arkadia\/Reedale damit zusammenh\u00e4ngt. Dann bietet sie dem CO eine Option an, die Rechenlast und damit den Ressourcenverbrauch zu minimieren. Shay ist mit dem L\u00f6sungsansatz grunds\u00e4tzlich einverstanden, beschr\u00e4nkt den \u00b4Freiraum\u00b4 des Hologramms aber auf das Holodeck und Jetsuns Quartier bis eine abschlie\u00dfende L\u00f6sung dieser Situation gefunden wird.<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>submitted by Isi Fox, Assets und Mac<br \/>\n\u00a0<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hi! Hier ein TriPost von Assets, Mac und mir. &lt;RPG&gt; #Ort: Terti\u00e4re Sektion &#8211; Deck 12 &#8211; wissenschaftliches Labor T&#8217;Vala #Zeit: MD99.1000 Der melodische Gong der T\u00fcr riss die wissenschaftliche Offizierin T&#8217;Vala aus ihren Gedanken. Oder vielmehr aus ihren Studien. Nun gut, sie war durchaus in der Lage, Gedanken, die sie gerade gehegt hatte, auch&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/loesungsansaetze\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;L\u00f6sungsans\u00e4tze&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-8068","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8068"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8068\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}