{"id":8077,"date":"2024-03-15T20:35:10","date_gmt":"2024-03-15T19:35:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/bei-pommes-rot-weiss\/"},"modified":"2024-03-15T20:35:10","modified_gmt":"2024-03-15T19:35:10","slug":"bei-pommes-rot-weiss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/bei-pommes-rot-weiss\/","title":{"rendered":"Bei Pommes rot wei\u00df"},"content":{"rendered":"<div>Guten Abend ihr Lieben,<br \/>hier findet ihr ein Co-Post aus der Feder von Sunny und mir. Es ist reines Soap zu Emily und Sam.<br \/>Liebe Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>ela<\/p>\n<p>&lt;RPG&gt;<br \/># Ort: Station K7; Garten<br \/># Zeit: SpD 10.1930<\/p>\n<p>Emily hatte sich in den letzten Tagen auf der Station herumgedr\u00fcckt. Es war angenehm mal nichts mit dem Krieg oder anderen Dramen zu tun zu haben, aber dennoch, langsam aber sicher vermisste sie ihre Freunde auf dem Schiff. Sie vermisste es sich um die Reparaturen zu k\u00fcmmern und an dem schnurrenden Warpkern herum zu schrauben. Sie vermisste ihre Tribble, die Einhornkatze, Permin und Sam \u2013 vielleicht nur nicht in dieser Reihenfolge.<\/p>\n<p>Sie mochte Sam unglaublich, aber auch wenn diese ihre Gef\u00fchle nicht erwiderte, mussten sie in den kommenden Tagen irgendwie mit einander zurechtkommen und ignorieren war keine Option.<br \/>Emily tat es weh und sie war sich sicher, selbst wenn Sam ihre Gef\u00fchle nicht erwiderte, es w\u00fcrde sie auch belasten. Sam war so ein guter Mensch, sie konnte Leuten nicht einfach so aus dem Weg gehen und f\u00fcr sich selbst so tun als w\u00e4re alles in Ordnung.<\/p>\n<p>Das sie reden mussten, das war also ein unausweichlicher Fakt.<\/p>\n<p>Mata hatte schlussendlich vorgeschlagen, das sie auf neutralem Boden mit einander sprechen sollten. Ein Ort an dem sie nicht XO und CING waren, sondern Sam und Emily. Eigentlich w\u00e4re Em f\u00fcr solch eine Idee immer zu haben gewesen, aber diese mal war sie unsicher. Klar, h\u00e4tte sie sich eine Beziehung mit Sam gew\u00fcnscht, aber sie vermisste Sam auch als Freundin und wenn sie schon ein Korb an der Beziehungsfront kassiert hatte, was war wenn Sam nun gar nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte? Es war also Mata die ein Teil des Gartens der Station f\u00fcr pers\u00f6nlichen Gebrauch sperren lie\u00df, ab und zu war es ganz praktisch durch die Geschichten die man gesammelt hatte, Vorteilen nutzen zu k\u00f6nnen, auch wenn sie es im Gegensatz zu Analise recht selten tat.<\/p>\n<p>Der Bereich war gro\u00dfz\u00fcgig mit undurchsichtigen Energiefeldern abgetrennt, in der Mitte stand ein Tisch mit wei\u00dfer Tischdecke, Kerzen und reichlich Essen.<br \/>Mata hatte sich in der Kultur der Menschen schlau gemacht und offensichtlich war dies eine gute Atmosph\u00e4re um Dinge pers\u00f6nlicher Natur zu besprechen. Das Essen hatte sie im edelsten menschlichen Restaurant der Station ordern lassen und insgeheim hoffte sie, dass beide von den winzigen sieben G\u00e4ngen auch satt wurden.<br \/>Sie hatte Sam eine Einladung geschickt und ihr den Code f\u00fcr das Kraftfeld zukommen lassen, auch wie bei den Menschen \u00fcblich um angemessene Abendgarderobe gebeten.<br \/>Mata war sich recht sicher das Sam die gr\u00f6\u00dferen Probleme mit einer Beziehung hatte, weswegen sie ihr wenigstens f\u00fcr das Gespr\u00e4ch die Sicherheit ihrer eigenen Kultur bereiten wollte, Karx war ja zum Gl\u00fcck in sowas recht flexibel. Mehr hatte sie nicht tun k\u00f6nne, au\u00dfer der Kleinigkeit, Emily ihre matschigen Stiefel f\u00fcr diesen Anlass auszureden.<\/p>\n<p>Die Einladung zu diesem Essen hatte Samantha in eine mittelschwere kleine Krise gest\u00fcrzt. Nicht nur die Einladung an sich, auch wenn sie gr\u00f6\u00dfere Sorgen hatte, wie das Ergebnis am Ende aussehen w\u00fcrde. Doch der Punkt mit der Abendgarderobe hatte Sam ratlos zur\u00fcckgelassen. Auch wenn sie nicht viele Freunde an Bord hatte, so hatten doch die wenigen, die sie fragen konnten keine sehr hilfreichen Ratschl\u00e4ge.<\/p>\n<p>Fabi hatte sie etwas ratlos angeschaut und gefragt, was an ihrer Uniform denn so schlecht sei. Anschlie\u00dfend hatte er nur vorgeschlagen, sie k\u00f6nne ja eine Galauniform tragen. Shays Vorschlag hingegen, ein Abendkleid zu tragen, hatte Samantha rundheraus abgelehnt.  Der Abend w\u00fcrde so schon angespannt sein, da musste sie sich nicht auch noch in ihrer Kleidung unwohl f\u00fchlen. Auch Elisa hatte sich ungefragt eingemischt und pragmatisch vorgeschlagen, sie k\u00f6nne das Kleid von der Hochzeit nochmal tragen, da es ja sowieso schon da w\u00e4re und ihr gut passen w\u00fcrde.  Erst Mosley hatte sie erl\u00f6st, nachdem er erboten hatte, gemeinsam mit ihr nach etwas passendem aber dennoch h\u00fcbschen zu sehen.<\/p>\n<p>Und so stand sie nun bekleidet mit schwarzer Hose und hell gemusterter Bluse im Garten der Station. In ihren H\u00e4nden hielt sie eine kleine Schachtel mit Pralinen, von der sie geplant hatte, diese Emily zu schenken. Nachdem sie jedoch den abgetrennten Bereich betreten und gesehen hatte, was Emilys Frauen vorbereitet hatten, kam sie sich damit sehr albern vor.  Z\u00f6gerlich trat Samantha Emily gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>&#8222;Hallo,&#8220; sie l\u00e4chelte Em sch\u00fcchtern an,  &#8222;danke f\u00fcr die Einladung. Du siehst viel besser aus, als&#8230; &#8220; Samantha blickte verlegen auf ihre H\u00e4nde, die immer noch die Schachtel mit den Pralinen in der Hand drehte. &#8222;Die sind f\u00fcr dich.&#8220;<\/p>\n<p>Emily hatte sich in ihr wei\u00dfes Sommerkleidchen geworfen und sich die Stiefel nur schwer ausreden lassen. Snickers waren auch nicht ganz passend, aber bequem. Mata hatte Emily hier her begleitet, aber war dann recht schnell verschwunden und Em hatte sich einfach auf den Rasen gesetzt und die Blumen betrachtet.<br \/>Es war h\u00fcbsch hier und wenn Mata recht hatte, dann w\u00fcrde es noch sch\u00f6ner werden, wenn es dunkler wurde.<br \/>In Gedanken hatte Em durchgespielt, dass Sam gar nicht kommen w\u00fcrde.<br \/>Das Essen war sicher gut, aber Em war sich gar nicht so sicher ob Tomaten unbedingt als Schaum gegessen werden mussten und mit dieser Molekular Idee als Essen kam sie nicht zurecht, aber es war menschliche K\u00fcche und das w\u00fcrde Sam sicher gefallen.<br \/>Etwas verlegen gr\u00fc\u00dfte Emily zur\u00fcck und stupste dabei mit dem Fu\u00df gegen den Boden, auch um dahin zu gucken und nicht zu Sam. &#8222;Hallo zur\u00fcck&#8220;, gab Em nun etwas verz\u00f6gert von sich und blickte kurz verlegen auf um Sam anzul\u00e4cheln und die Pralinen entgegen zu nehmen, &#8222;Dank dir.&#8220;<br \/>Wenn das Essen nicht schmeckt, dann w\u00fcrden sie dank des umsichtigen Geschenks nicht verhungern.<br \/>Zusammen gingen die Damen zu dem Tisch auf dem das Essen unter vielen kleinen metallenen Hauben wartete.<br \/>Sam blickte etwas unsicher, als sie einen der St\u00fchle w\u00e4hlte und war noch \u00fcberraschter als Emily ihr den Stuhl heranschob als sie sich setzte.<br \/>Em schmiss sich auch halbwegs ordentlich auf einen der St\u00fchle und hob die erste Haube an; &#8222;Tomatenschaum an Basilikum Eis.&#8220; Emily legte die Stirn in Falten, die Stimmung war bedr\u00fcckend und das Essen machte auch nicht viel her, au\u00dferdem war es bestimmt echt teuer.<br \/>Innerlich seufzte Em, das war irgendwie schwieriger als gedacht.<br \/>&#8222;Ich bin froh das du gekommen bist&#8220;, erkl\u00e4rte Em aufrichtig, &#8222;Ich wollte morgen zur\u00fcck aufs Schiff kommen. Ich vermisse alle, aber ich will auch nicht, dass es dich bedr\u00fcckt, dass ich da bin und ich dachte wenn wir reden, dann wird es wenigstens wie vor der super tollen, wundersch\u00f6nen M\u00e4rchenwelt.&#8220;<\/p>\n<p>\u00dcberrascht sah Samantha vom Essen auf und Emily an. &#8222;Ich&#8230; wir haben dich alle vermisst und freuen uns, wenn du endlich wieder zu Hause bist.&#8220; Fast hatte sie Angst gehabt, dass Emily ihr er\u00f6ffnen w\u00fcrde, in Zukunft bei Mata und Analise zu bleiben. Daher waren diese Nachrichten im Grunde toll. Emily w\u00fcrde zur\u00fcckkommen.<\/p>\n<p>Das Essen vor sich betrachtend nahm Samantha einen L\u00f6ffel in die Hand. Sie hatte in den letzten Tagen angefangen nachzudenken, so wie Shay es ihr gesagt hatte, war aber noch zu keiner klaren Erkenntnis gelangt. Sie wollte das Emily so erkl\u00e4ren, doch die Ratschl\u00e4ge ihrer Freunde waren mal wieder unklar gewesen: Elli meinte, am besten direkt sofort alles kl\u00e4ren, Shay auf keinen Fall sofort und Mosley hatte einfach dazu geschwiegen. Also drehte sich das Gedankenkarussel in ihrem Kopf und alle M\u00f6glichkeiten an zu sagende S\u00e4tze formten sich und wurden wieder verworfen.<\/p>\n<p>\/\/Ich hab dich lieb.\/\/ &#8211; \/\/\u00dcbrigens ich bin verlobt!\/\/ &#8211; \/\/Lass uns Freunde sein.\/\/ &#8211; \/\/Du siehst h\u00fcbsch aus.\/\/ &#8211; \/\/Der Warpkern hat nach dir gefragt.\/\/ &#8211; \/\/Die Schauspielerin hat mir Angst gemacht.\/\/ &#8211; \/\/Ich hatte Angst, dass du stirbst.\/\/ &#8211; \/\/Ich hab versucht dich umzubringen.\/\/<\/p>\n<p>Sie schob sich verlegen einen L\u00f6ffel des roten Schaums in den Mund und blickte \u00fcberrascht auf. Dieser schmeckte unerwartet intensiv und schaffte es, kurz alle Gedanken zu pausieren.<\/p>\n<p>&#8222;Es w\u00fcrde mich mehr bedr\u00fccken, wenn du nicht wieder k\u00e4mst,&#8220; murmelte sie aber schlie\u00dflich leise.<\/p>\n<p>Das Emily \u00e4hnliche Gedanken hatte wie Sam, ahnte diese sicher nicht. Wie Sam hatte Emily sich mit Mata, Analise und sogar Penelope ausgetauscht und ebenso wie die XO hatte auch die Trill unterschiedliche Antworten erhalten.<br \/>\/\/Ich habe dich lieb\/\/ &#8211; \/\/Ich will, dass du gl\u00fccklich bist\/\/ &#8211; \/\/Ich wei\u00df nicht ob, du mit mir gl\u00fccklich sein kannst\/\/ &#8211; \/\/Ich bin nun auch Karx und erinnere mich an 800 Jahre.\/\/ &#8211; \/\/Ich will nicht das du wegen mir Stress hast.\/\/ &#8211; \/\/Aber ich mag dich halt voll!\/\/<br \/>Emily r\u00e4usperte sich und schob den Teller mit dem Tomatenschaum zur Seite, das war nicht ihres. Sie hob die n\u00e4chste Haube an und las, was auf der Innenseite stand:  Kalbsbratencream.<\/p>\n<p>Em blickte auf die zwei Teller und schob einen vorsichtig zu Sam. Das Zeug sah aus wie ihre Zahnpaste heute Morgen.  Die Kartoffeln waren in perfekte kubische Gebilde geschnitten und schienen gefroren zu sein. Emily war sich nicht sicher ob sie nicht lieber ne Currywurst Pommes gehabt h\u00e4tte.<br \/>Ein wenig verlegen blickte Emily zu Sam um endlich ihrerseits etwas zu sagen, \u201eIch bin froh, dass du mich vermisst hast?\u201c<br \/>Klar war es toll vermisst zu werden, aber ob es wirklich so war, das versuchte Em nun heraus zu kitzeln.<br \/>Wobei eigentlich hatte sie offen reden wollen und vor allem wollte sie nicht, dass Sam sich so schwer tat. Aktuell wollte ihr aber nichts so recht einfallen um es ihr leichter zu machen.<br \/>\u201eGibt es denn bei dir was Neues. Ich habe sicher viel verpasst auf dem Schiff. Die Anderen haben aber viel berichtet, was hast du denn so angestellt?\u201c<\/p>\n<p>Samantha zuckte mit den Schultern. &#8222;Gearbeitet, das Audit vorbereitet, mit der Counselor \u00fcber meine B\u00fcrgermeisterin gesprochen und ich war mit Lt. Ajur im Kloster. Also nicht viel.&#8220; Ratlos stocherte sie mit dem L\u00f6ffel in der Creme  herum. Ob Emily jetzt unter die Snobs gegangen war? Ihre beiden Trill-Frauen wirkten ja ein wenig exquisit, genauso wie das Essen. In Sam stieg der Gedanke auf, dass egal, wie sie sich wohl selbst entscheiden w\u00fcrde, sie als einfache Offizierin vielleicht nicht gut genug f\u00fcr die Trill war, wenn sie jetzt f\u00fcr solche Sachen zu begeistern war. Sam mochte sich gar nicht vorstellen, wie teuer dieses Essen hier war.<\/p>\n<p>&#8222;Ja, ich habe dich vermisst.&#8220; Herausfordernd blickte Samantha nach einer Weile auf. &#8222;Es war sehr sch\u00f6n, mit dir&#8230; und es tut mir leid, dass ich dir nie richtig zugeh\u00f6rt habe.&#8220; Sie legte den L\u00f6ffel ab. &#8222;Ich dachte&#8230;&#8220; Sam biss sich auf die Lippen und dachte an Shays Worte. Er hatte sie gewarnt, sich gleich am Anfang auszusprechen. &#8222;Es tut mir leid, ich will das Essen nicht verderben,&#8220; murmelte sie schlie\u00dflich und stie\u00df den L\u00f6ffel schwungvoll in die Creme. Irgendwer hatte sich hiermit sehr viel M\u00fche gemacht und Sam nahm sich vor, das auch zu w\u00fcrdigen und nicht kaputt zu machen.<br \/>Emily hatte aufmerksam zu Sam geblickt und sich schlussendlich an einem L\u00e4cheln versucht, \u201eDas Essen ist schei\u00dfe!\u201c<br \/>Sie zuckte mit den Schultern, wenn die Trill nicht futterte, dann war das wohl beschreibend genug.<br \/>Kurz lie\u00df die Trill ihren Blick \u00fcber die Teller mit den silbernen Hauben gleiten und fand das was sie suchte, Mata hatte immer einen Notfallplan und diese Haube war markiert.<br \/>Em erhob sich und legte dabei ihre Hand auf die von Sam um sie mit ich zu ziehen. Vielleicht nicht so romantisch wie man sich das Vorstellte, denn sie zog doch ein wenig an Sam und hilt zeitgleich den Notfallteller in der freien Hand.<br \/>Ein kleines St\u00fcck entfernten sie sich vom Tisch und setzten sich auf die Wiese, eine rechts und eine links vom Notfall Teller. And\u00e4chtig hob Em die Haube an und legte einen gro\u00dfen Teller mit Currywurst \u2013 Pommes frei, nat\u00fcrlich die Pommes rot\/ wei\u00df so wie es sich geh\u00f6rte. Im Gras sa\u00df man auch viel bequemer. Die Trill reichte Sam feierlich eine Gabel.<\/p>\n<p>\u201eSam!\u201c Setzte Emily l\u00e4chelnd an, \u201eWenn du mich nicht so magst wie ich dich, dann ist das eine Katastrophe, aber ich komm damit zurecht, irgendwann! Du musst nicht mit mir gl\u00fccklich werden, aber du musst unbedingt gl\u00fccklich werden und eine Auditvorbereitung ist sehr erheiternd, aber doch nichts was dein Leben erf\u00fcllt.\u201c<br \/>Emily piekste eine Pommes auf und schob sie in den Mund, das war schon viel besser, au\u00dferdem a\u00df sie mit Sam von einem Teller, der ultimative Liebesbeweis, zumindest f\u00fcr eine Karx.<\/p>\n<p>Die Currywurst schmeckte. Und sie war eindeutig besser, als alles andere, was sie bisher gegessen hatten. Auch der zus\u00e4tzliche Ortswechsel trugen sehr zu einer deutlichen Entspannung bei. Auf einer Wiese sitzend konnte man einfach nicht steif sein.<\/p>\n<p>&#8222;Ich kann an einem Audit nichts erheiterndes finden.&#8220; brummte Sam und griff nach einer Pommes.  &#8222;Ich mag dich&#8230; wirklich sehr mag ich dich. Und ich denke die ganze Zeit dar\u00fcber nach, wie sehr ich dich mag. Ich hatte wahnsinnige Angst um dich, als du einfach verschwunden bist zu deiner OP. Aber da sind so viele Sachen, die ich bedenken muss. Ich hab eine Liste gemacht.&#8220; Sie legte eine Pommes vor sich auf den flachen Handteller. &#8222;Du bist so jung&#8230; oder jetzt so alt? Ich wei\u00df es nicht. Es f\u00fchlt sich nicht richtig an, als w\u00fcrde ich dich ausnutzen und noch mehr verletzen. Du hast schon so viel durchgemacht&#8220; Als sie nach der n\u00e4chsten Pommes griff und diese neben die erste legte, setzte sie fort. &#8222;Ich bin deine Vorgesetzte. Nicht nur, dass das FKOM dagegen sein und einen Aufstand machen wird, was ist, wenn wir uns mal streiten oder&#8230;. irgendwann trennen?&#8220;<\/p>\n<p>Emily wollte was sagen, doch Sam hob schnell die dritte, sehr dicke Pommes an und hielt sie nach oben. &#8222;Bitte lass mich erst fertig erkl\u00e4ren.&#8220; l\u00e4chelte sie gequ\u00e4lt und legte diese Pommes zu den anderen beiden. &#8222;Ich bin verlobt.&#8220; Sie stockte kurz und sah auf ihre Strichliste vor sich. &#8222;Also&#8230; nicht dass ich glaube, dass J.J. noch lebt, er gilt seit Jahren missing in action, aber&#8230; ich kann doch nicht einfach was neues anfangen?&#8220;<\/p>\n<p>Die dicke Pommes machte sich sehr gewichtig und dick neben den anderen beiden und dann griff Sam nach einer Curry-Wurst und hielt sie hoch. &#8222;Und auf der anderen Seite steht, dass ich dich wirklich sehr mag. Deine verr\u00fcckten Ideen, dass du so lieb bist und dich um alle k\u00fcmmern willst. Du hast ein riesiges Herz und das alles macht dich zu einem ganz besonderem Wesen.&#8220;<\/p>\n<p>Nachdenklich starrte Samantha auf ihre H\u00e4nde und die Strichliste.<\/p>\n<p>Emily hatte sich aufgesetzt und kniete nun neben Sam um ihre Strichliste aufrichtig und sehr ernst zu begutachten. Es gab nicht viele Wesen im Universum die eine Pommesliste so ernst nahmen wie Karx. Es fiel der Trill nicht leicht zu schweigen, aber sie tat es und verfolgte jede Bewegung der frittierten Sonnenstrahlen die zu einer Liste mutierten. Emily nahm ebenfalls eine Pommes und legte sie zu Sam auf die Handfl\u00e4che, \u201eSeit der OP sind Karx und ich so\u2026 naja, wie es sein sollte. Ich erinnere mich an 800 Jahre, die wir gelebt haben und da sind meine Freunde. Du wei\u00dft ja, die sind eigen.\u201c Es gab nur eine Pommes, sie wollte die Liste ja nicht zu gewichtig auf der Pommesseite werden lassen, aber wenn Sam ehrlich war, dann war sie es auch.<\/p>\n<p>Angestrengt dachte die Trill nach, \u201eIch mag dich aber eigentlich seit der OP nur noch mehr\u201c, gab sie nachdenklich nickend zu. Alle ihre Freunde mochten Sam, aber das war vielleicht ein wenig zu viel f\u00fcr Sam. Immer noch dachte Em \u00fcber die Liste nach und immer noch schien auch Sam immer wieder zwischen Pommes und Wurst hin und her zu blicken. Emily nahm nun die erste Pommes von Sams Handfl\u00e4che, \u201eAlso, ich bin \u00e4lter als du. Und auch wieder nicht. Aber ich bin noch recht knackig\u201c, den Spa\u00df ging Sam nur bedingt mit und doch Em musste l\u00e4cheln. Sam zeitverz\u00f6gert auch. \u201eIch denke der Punkt mit dem Alter hebt sich auf. Ich bin irgendwie alt, auf eine abgefahren Trill Art und Weise und w\u00fcrde das niemals benutzen um dich auszunutzen.\u201c Die Pommes verschwand also im Mund der CING.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste frittierte Kartoffel wechselte von Sams Hand in Ems Finger, \u201eWir sind im Krieg und vielleicht \u00fcberleben wir den nicht. Eventuell gehen wir also hops bevor das FKOM von uns erf\u00e4hrt und selbst wenn wir noch ein paar Monate oder so leben, dann w\u00fcrde ich ja keine Rundmail an die Sternenflotte schicken um \u00fcber unseren Status zu informieren. In meiner Welt f\u00e4llt so etwas unter, da k\u00fcmmere ich mich drum wenn es \u00c4rger gibt. Aber ich wei\u00df, du bist da anders. Und Streiten, wir w\u00fcrden bestimmt mal streiten\u201c, Sam senkte etwas betroffen den Blick. \u201eAber was soll dann passieren? Willst du mich als Strafe in die K\u00fcche des Schiffes schicken. Ich habe mich schon x mal mit Trish gestritten und sie schl\u00e4ft nachts beim Boss. Und trennen\u2026 ne wenn wir zusammen sind, dann w\u00fcrden wir uns nicht trennen.\u201c Sam belegte Emily mit diesem Blick, der sagte \u2013 sei mal bitte ernst.<\/p>\n<p>\u201eWo wir gerade beim Boss sind. Ehebruch sieht die Sternenflotte auch nicht gern. Wegen dem ethischen Kodex f\u00fcr F\u00fchrungsoffiziere. Wei\u00df ich genau, gab etwas \u00c4rger als ich mal Captain war. Also, das w\u00fcrde bei mir auch unter, ich k\u00fcmmere mich drum, wenn es soweit ist, fallen.\u201c Die zweite Pommes lag nun nicht mehr auf irgendwelchen H\u00e4nden sondern bei der Till im Magen.<\/p>\n<p>Sam blickte auf die beiden \u00fcbrigen Pommes auf ihrer Handfl\u00e4che und Emily z\u00f6gerte, \u201eEs gibt nichts was ich zu deinem Verlobten sagen k\u00f6nnte, das steht mir auch gar nicht zu. Ich denke aber, dass er wollen w\u00fcrde, dass du gl\u00fccklich bist.\u201c Diese Pommes blieb also weiterhin auf Sams Hand liegen und auch die Pommes f\u00fcr Emilys Symbionten Gep\u00e4ck konnte sie nicht wegdiskutieren. Sie wusste, dass es viele Wesen gab, die sich mit vereinigten Trill schwer taten. Karx war sehr alt und sehr speziell \u2013 das konnte Em nicht wegdiskutieren.<\/p>\n<p>Sie legte nun aber die zweite Schale mit der zweiten Currywust auf Sams Gegenargumentseite, \u201eIch mag dich sehr. Und ich denke, dass wir sehr viel Spa\u00df zusammen haben k\u00f6nnten.\u201c Emily blickte nun erwartungsvoll auf Sam und das Essen. Eine gewisse Stille legte sich \u00fcber die Szene und Em konnte fast sehen wie Sam angestrengt nachdachte, \u201eDu solltest einfach das tun was dein Herz dir sagt. Du zerdenke nicht alles. Aber Emily nahm nun Sam beide Wurstschalen ab und stellte sie wieder neben die Pommes ins Gras, \u201eDu musst auch nichts heute entscheiden. Wir sollten vielleicht einfach noch etwas hier sitzen und essen und zusehen, wie der Sonnenuntergang simuliert wird.\u201c<\/p>\n<p>Stumm blickte Samantha die beiden verbliebenen Pommes an und nickte schlie\u00dflich. Sonnenuntergang ansehen klang nach einem guten Plan. Aber, hatte Emily die anderen jetzt wirklich aus ihrer Hand weggegessen? Eventuell war es nicht durchdacht gewesen, die Strichliste mit Essen zu visualisieren. Sie wollte gerade die beiden Pommes neben sich ins Gras legen, um sie sp\u00e4ter zu essen, da nahm sie die neue Pommes von Em nochmal in den Blick.<\/p>\n<p>&#8222;Wie ist das f\u00fcr dich?&#8220; Nun sah Samantha die kleine Trill mit besorgtem Blick an. &#8222;Geht es dir gut damit? Also dass Karx und du nun richtig verbunden seid?&#8220; Eigentlich zum ersten mal bei diesem Treffen nahm Samantha wirklich wahr, wie Emily aussah. Und das war definitiv besser als bei ihrem Besuch auf der Krankenstation der Nemesis vor einigen Tagen. Zum einen war Emily wach, das war ein riesiger Fortschritt. Aber sie sah auch nicht mehr so blass aus. &#8222;Du siehst jedenfalls gut aus.&#8220; l\u00e4chelte sie vorsichtig.<\/p>\n<p>Der Knoten in ihrem Bauch, der da die ganze Zeit gewesen war, l\u00f6ste sich langsam und wurde kleiner. Im Grunde genommen hatte sie Angst vor dem Treffen gehabt, davor dass Emily sie nicht mehr mochte, davor dass Em sie immer noch mochte und davor dass Karx Em ver\u00e4ndert hatte. Vielleicht hatte er das ja auch. Die kleine Trill wirkte viel vern\u00fcnftiger als bisher, zumindest abgesehen davon, dass sie einfach die Pommesstrichliste aus ihrer Hand gegessen hatte! Achtsam legte Sam die verbliebenen Striche auf die von Emily abgewandte Seite ins Gras und sah dann wieder zu ihrer Freundin.<\/p>\n<p>Emily zuckte mit den Schultern, \u201eIch wei\u00df, dass es f\u00fcr alle Nicht Trill seltsam sein muss. Ich habe es deswegen auch nur dir gesagt.\u201c Zusammen a\u00dfen Beide sogar nun die restlichen Pommes und befassten sich mit der Currywurst, was ganz praktisch war, denn Emily hoffte auf den Moment in dem das Geschirr sie nicht mehr trennte. Nachdenklich hatte Em gekaut und auf den sich langsam rot einf\u00e4rbenden Himmel geblickt, auch wenn er nicht echt war, es wirkte echt.<\/p>\n<p>\u201eEs ist ein wenig seltsam\u201c, gab Emily aufrichtig zu. Ich bin mir recht sicher dass es f\u00fcr mich besser so ist. F\u00fcr meine pers\u00f6nlich Freunde auch\u2026 falls du dich fragst ob sie noch so da sind wie vorher. Aber ich habe mich diese mal entscheiden k\u00f6nnen, nicht wie vorher\u201c, dass Sam das alle verstand, daran zweifelte die Trill, denn sie konnte es selbst ja nicht wirklich ausdr\u00fccken. \u201eIch habe nur etwas Sorge, das die Anderen mich nun doof finden, oder mich nicht mehr so m\u00f6gen wie vorher. Am meisten Angst hatte ich, dass du mich nicht mehr magst\u201c, die Teller waren nun doch recht passend geleert und Emily hatte sie gekonnt zur Seite gestellt, so das sie mal etwas n\u00e4her zu Sam r\u00fccken konnte. Seite an Seite sa\u00dfen beide im Gras und Em blickte ihre Freundin aufmerksam an, als diese zu dem Blumen blickte die nun leicht im sanften Wind nach links wippten.<\/p>\n<p>Emily hatte f\u00fcr sich gerade beschlossen, dass sie nun zusammen waren, sie hatte aber auch beschlossen, das Sam noch nicht zu sagen, sie w\u00fcrde schon fr\u00fcher oder sp\u00e4ter von allein drauf kommen und das dann auch voll gut finden. Immerhin hatte sie ja selbst gesagt das sie sich beide voll gern hatten. Sam blickte immer noch interessiert zu den Blumen die wie im Kollektiv von links nach rechts wippten. Es gab ein leises Zischen und alle Blumen schienen leuchtende Pollenb\u00e4llchen in die Luft zu spucken. Ein unglaublicher Anblick, diese kleine fluffigen B\u00e4llchen leuchteten und glitzerten und erstreckten sich genau in dem Moment in den Nachthimmel als das Rot der blauen Dunkelheit gewichen war.<\/p>\n<p>Sams Blick war immer noch auf das blumige Lichtspektakel gerichtet, als Em die Chance nutzte und Sam einfach von der Seite ein K\u00fcsschen auf die Wange dr\u00fcckte und ihren Kopf gegen Sams Schulter legte. Kurz, ganz kurz zuckte diese zusammen. Nachdenklich drehte sie ihr Gesicht und blickte auf den Haarschopf der kleinen Frau, deren W\u00e4rme sie an ihrer Seite sp\u00fcrte. Unbeholfen hob sie ihren Arm und legte ihn nach kurzem Z\u00f6gern an den R\u00fccken der Trill. Dann blickten sie gemeinsam weiter die kleinen Gl\u00fchw\u00fcrmchen in der Luft an.<\/p>\n<p>&#8222;Ich kenn dich nur mit Karx, warum sollte ich dich nicht mehr m\u00f6gen?&#8220; murmelte Samantha nach einer Weile. Es w\u00fcrde vielleicht seltsam sein, wenn Em nicht mehr mit ihren Freunden laut redete, aber mehr auch nicht. Sie hoffte jedoch inst\u00e4ndig, dass vor allem diese Schauspielerin nie wieder bei ihr auftauchen w\u00fcrde. Aber das musste sie Em ja nicht erz\u00e4hlen. Die W\u00e4rme an ihrer Schulter, Gl\u00fchw\u00fcrmchen vor ihren Augen, zwei Pommes neben sich liegend fragte sich Samantha, wie das hier nur weitergehen sollte. Aber f\u00fcr diesen Moment f\u00fchlte sie sich wohl. Und vielleicht musste man manche Entscheidungen auch nicht sofort treffen.<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<br \/># Ort: Station K7; Garten<br \/># Zeit: SpD 10.1930<\/p>\n<p>Emily und Sam reden bei einem Essen miteinander. Emily fasst dabei einen Entschluss.<br \/>&lt;\/SUM&gt;<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Guten Abend ihr Lieben,hier findet ihr ein Co-Post aus der Feder von Sunny und mir. Es ist reines Soap zu Emily und Sam.Liebe Gr\u00fc\u00dfe,ela &lt;RPG&gt;# Ort: Station K7; Garten# Zeit: SpD 10.1930 Emily hatte sich in den letzten Tagen auf der Station herumgedr\u00fcckt. Es war angenehm mal nichts mit dem Krieg oder anderen Dramen zu&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/bei-pommes-rot-weiss\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Bei Pommes rot wei\u00df&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-8077","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8077","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8077"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8077\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8077"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8077"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8077"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}