{"id":8448,"date":"2024-04-22T23:10:22","date_gmt":"2024-04-22T21:10:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-suess-und-kalt\/"},"modified":"2024-04-22T23:10:22","modified_gmt":"2024-04-22T21:10:22","slug":"sfg-joint-venture-suess-und-kalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-suess-und-kalt\/","title":{"rendered":"SFG Joint Venture &#8211; S\u00fc\u00df und kalt"},"content":{"rendered":"<div><a href=\"https:\/\/sfg.groups.io\/g\/jv1\/message\/39\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n\t\t\t\t\tS\u00fc\u00df und kalt<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>\t\t\t\tBy shanses72@&#8230; (Assets)<\/p>\n<p>\t\t\tCopo!<\/p>\n<p>Ganz vielen lieben Dank, Kim, das war gro\u00dfartig und hat irre viel Spa\u00df gemacht, auch die gegenseitige Charakterrecherche und das Nachlesen einiger RPG oder uralter Dinge. Ich freu mich auf weitere Plots, auch mit den Kindern \ud83d\ude42<\/p>\n<p>\u00a0Viel Spa\u00df auch Euch beim Lesen!<\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&lt;RPG&gt;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\"># Zeit: MD 02.2340<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\"># Ort: K7 &#8211; Zugang zur Hephaistos<\/span><\/p>\n<p><span><span><\/p>\n<p><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&lt;QUOTE&gt;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Ettore, Sam, das ist Jynah Ros&#8220;, stellte er vor, &#8222;Jy, Du kennst Sam ja,<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Ettore, mein zweiter Offizier.&#8220;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Die Technikerin gab artig die Hand, allerdings ein wenig irritiert, dass<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">dieser Mann nur einen Arm hatte, wie sie selbst. Im Gegensatz zu ihr<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">hatte er nicht einmal eine Prothese.<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&lt;\/QUOTE&gt;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Ettore ergriff die ihm dargebotene Hand und hielt kurz inne. Sie f\u00fchlte<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">sich irgendwie falsch an. \u201eOh\u201c entfuhr es ihm wissend, als ihm klar<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">wurde, dass es sich um eine k\u00fcnstliche Hand handeln musste. Anstatt die<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Hand anzuschauen, sah er die Frau an, zu der sie geh\u00f6rte. Im Gesicht<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">konnte er Unsicherheit und Verzweiflung, Wut und Hoffnung erkennen.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Er neigte Kopf und Oberk\u00f6rper, deutete eine Verbeugung und einen<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Handkuss an.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201eIhr ergebenster Diener, Ma\u2019am\u201c, sagte er und lie\u00df die Hand los. Diese<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">blieb noch f\u00fcr einen Augenschlag in der Position, bis sie wieder an die<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Seite der Frau zur\u00fccksank. Jynah Ros l\u00e4chelte freundlich, aber es wirkte ein wenig traurig.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&lt;QUOTE&gt;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Guten Abend. Ich wollte eigentlich auch gar nicht st\u00f6ren, aber\u2026 falls<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Du einen kurzen Moment Zeit hast, Shay, w\u00e4re ich sehr dankbar.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Shay Ruthven schloss die Augen. Was w\u00fcrde nun wieder kommen? Dann nickte<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">er: &#8222;Einen Moment.&#8220;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Er wandte sich an seine beiden Offiziere und Freunde: &#8222;Geht doch<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">schonmal vor, ich komme gleich nach.&#8220;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&lt;\/QUOTE&gt;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201eWer war das?\u201c erkundigte sich Ettore. Der Name Ros lie\u00df irgendwie nichts<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">bei ihm Klingeln. \u201eShay hat uns nur mit Vornamen vorgestellt. Das ist<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">doch seltsam.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201eOh, das ist eine Geliebte von Shay\u201c, sagte Sam schulterzuckend, w\u00e4hrend<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">sie weiter gingen, als sei es das Selbstverst\u00e4ndlichste, dass auf<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Offiziers-Kennlerntreffen Verflossene des Skippers auftauchten.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201eWas?\u201c Ettore war entsetzt. Wieviele Geliebte hatte der Skipper eigentlich.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201eVon fr\u00fcher! USS Avalon, als er noch CSO war\u201c, beschwichtigte Sam.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201eHmm\u201c. meinte Ettore. Irgendwie tat ihm Elisa leid. Sie durfte sich als<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">einzige Ehefrau des Captains nennen, auch wenn der anscheinend auf junge<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Unteroffizierinnen stand.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Sie war\u2026 verheiratet mit Shay in Arcadia&#8220;, erkl\u00e4rte Samantha, &#8222;Es m\u00fcssen Erinnerungen von Shay gewesen sein. Vielleicht auch von mir.&#8220; Sie zuckte mit den Schultern. Es war lange her. Die Zeit in dieser seltsamen Welt war sehr merkw\u00fcrdig gewesen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cIch kann mich an die Zeit in Arcadia nicht erinnern\u201d, meinte Ettore. \u201cMel auch nicht. Manche Personen wirken einem etwas n\u00e4her, aber das war es schon. Mit solchen Offenbarungen h\u00e4tte ich nicht gerechnet.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Ettore \u00fcberlegte, sollte er Samantha weiter \u00fcber diese Frau ausfragen, ihre Geschichte? Diese Jynah hatte beinahe verzweifelt geklungen, als sie Shay ansprach. Dann aber fuhr Samantha direkt fort: &#8222;Sie war auf der Br\u00fccke gestern. Tauchte da einfach auf, gr\u00fc\u00dfte freundlich und Shay nahm sie mit in den Bereitschaftsraum.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Ettore stolperte beinahe: &#8222;Wie kam sie dahin?&#8220;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Aus dem Turbolift marschiert, als ob nichts dabei w\u00e4re. So weit ich wei\u00df, ist sie als Technikerin sehr begabt. Wir haben damals einige Holodeckspiele zusammen gespielt und uns in der Bar der Avalon unterhalten. Im Camelot&#8220;, erinnerte sich die erste Offizierin, aber das alles war Ewigkeiten her. &#8222;Das war vor Elisa. Und danach dann irgendwann wieder&#8220;, versuchte Sam einzuordnen, &#8222;glaube ich.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Allein diese Hochzeit war ein einziges Chaos gewesen. Eigentlich h\u00e4tte jemand ganz anderes heiraten sollen, nicht Shay und Elisa. Der Admiral, der die Trauung von Akira Silverhawk und Assets Careen &#8211; Elisas Adoptivsohn &#8211; vornehmen sollte, hatte, betrunken, Shay und Elisa dann verheiratet, nachdem der fr\u00fchere Verlobte der eigentlichen Braut auftauchte, diese schwer verletzte und Shay den Br\u00e4utigam niederscho\u00df und bet\u00e4ubte, bevor der den anderen Mann umbringen konnte. Der starb trotzdem auf der Krankenstation, die Todesursache wurde nie richtig gekl\u00e4rt. Herzversagen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&lt;nrpg: Akira ist Asgonidin, sie hat ihrem Ex all ihre Verzweiflung und Angst und Trauer \u00fcber eine empathische Verbindung geschickt und ihn damit get\u00f6tet&gt;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Bei der Beschreibung des Turbolifts musste der Italiener l\u00e4cheln. \u201cUnd Du meinst nicht, dass es da ein Sicherheitsleck gibt, das wir vor der Mission noch dringend schlie\u00dfen sollten?\u201d erkundigte er sich. \u201cWas w\u00e4re, wenn nicht die Verflossene, sondern sagen wir mal, eine allgemeing\u00fcltigere Gefahr aus dem Lift k\u00e4me?\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cJa, habe ich auch schon gedacht und die Sicherheit mit einem Check-Up beauftragt\u201d, meinte Sam und g\u00e4hnte dann ausf\u00fchrlich, \u201cIch lasse mir morgen ein Update geben. Aber heute war schon lang genug. Soviele Leute.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cDann w\u00fcnsche ich erholsamen Schlaf und s\u00fc\u00dfe Tr\u00e4ume.\u201d Ettore war stehen geblieben und winkte Sam zum Abschied. \u201cIch bin bis Abflug bei der Familie.\u201d Er deutete hinter sich Richtung Raumstation.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">**********<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Jynah war froh, dass Shay ihr zugeh\u00f6rt hatte. Die Umarmung hatte gut getan, sie ein wenig Mut und Kraft finden lassen, aber da war diese Angst. Angst, getrennt zu werden von ihrem Sohn, Angst, noch mehr dieser Erlebnisse durchmachen zu m\u00fcssen, wie in den letzten Monaten. Angst, dass Shay ihr doch nicht helfen w\u00fcrde, trotz aller Versprechungen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Wer war sie denn schlie\u00dflich noch f\u00fcr ihn? Eine Ex-Geliebte, Ex-M\u00e4tresse, Ex-Konkubine neben seiner Frau. Sie hatte ihn geliebt und trotz der Beteuerungen, dass auch er sie geliebt _hatte_, diese Zeit war wohl vorbei, auch wenn sie sich noch so sehr w\u00fcnschte, sie w\u00e4re es nicht. Sie war das Spielzeug, dass er in die Ecke geworfen hatte, als er es nicht mehr ben\u00f6tigte. So, wie er es vorhersagte, damals.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Die Kraft, um weiter zu gehen, hatte sie nicht. Sie lehnte sich an die Wand, sackte daran herunter, zog die Knie an den K\u00f6rper und umschlang sie mit den Armen.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Gedanklich befasste Jynah sich mit einem Ausweichplan. Sie musste sich und ihren Sohn in Sicherheit bringen, irgendwie. Shay hatte ein anderes Leben. Sein Schiff und seine Mannschaft, seine verdammte _Pflicht_, gingen vor, selbst vor seinem Sohn. Das h\u00e4tte sie sich denken k\u00f6nnen, aber sie hatte es nicht wahrhaben wollen. Nun sa\u00df sie hier, mit Versprechungen, von denen sie nicht wusste, ob sie wirklich zutrafen. Oh, er hatte das ernst gemeint, als er es sagte, da war sie sicher. Und dann w\u00fcrde wieder etwas dazwischen kommen. Ein Akira-Klon, eine Melissa Andrews, eine Carmen Milagros, eine Trish Greene oder was auch immer und es w\u00e4re ihm egal was dann mit Jynah passierte und er w\u00fcrde alles vergessen in den Armen irgend einer anderen Frau oder vielleicht auch eines anderen Mannes, wie seinem Therapeuten damals in Schottland, und Jynahs Leben w\u00e4re am Ende erneut zerst\u00f6rt.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">So sank sie zusammen am Rand des Weges. Ungeweinte Tr\u00e4nen in den Augen, die sie krampfhaft zu unterdr\u00fccken versuchte und mit aller Macht zur\u00fcckdr\u00e4ngte, die sie noch aufbringen konnte. Sie w\u00fcrde ihm ein wenig Zeit geben, die Hoffnung war da, dass er doch noch helfen w\u00fcrde, aber sie konnte sich nicht v\u00f6llig darauf verlassen. In letzter Konsequenz m\u00fcsste sie desertieren. Verschwinden. Nie wieder auftauchen und alles andere bis auf Shay Junior zur\u00fccklassen. Das war die einzige andere M\u00f6glichkeit. Und sie war furchtbar. Die Konsequenzen w\u00e4ren grausam, sollte sie erwischt werden. Das w\u00e4re ihre allerletzte Option.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Mitten hinein in diese \u00dcberlegungen sah sie mit verschleiertem Blick den Mann auf sie zukommen, den Shay ihr vorhin vorgestellt hatte. Ettore? So hie\u00df er wohl. Sollte sie besser fl\u00fcchten und ihm aus dem Weg gehen? Er war freundlich gewesen bei der Begr\u00fc\u00dfung, auf eine altert\u00fcmliche, galante Art. Aber vielleicht ging er auch einfach weiter und ignorierte sie, so wie sie hier sa\u00df. Kraft wegzulaufen hatte sie keine mehr.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cMa\u2019am\u201d, sagte er mit sanfter Stimme und ging in die Knie. \u201cIst alles bei Ihnen in Ordnung?\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\/\/Nein, nat\u00fcrlich nicht!\/\/ wollte sie sagen. Schreien! Aber sie fand keine Worte, stattdessen ersch\u00fctterte sie ein Heulkrampf. Freundliche Worte, mitf\u00fchlend, in diesem Moment zu viel, das letzte bisschen Kraft schwand.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cNicht doch, nicht doch. Kommen Sie\u201d, er legte sich ihren Arm um die Schulter und Jyns Beine streckten sich automatisch. \u201cWohin darf ich Sie begleiten, Ma\u2019am?\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cIch.. ich wei\u00df nicht\u201d, fl\u00fcsterte Jyn leise. Dann begann sie wieder zu schluchzen.<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Ettore blickte in das Gesicht der Frau und jetzt erkannte er die junge Frau, die vorhin so eindringlich auf Shay eingeredet hatte.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cAber, aber\u2026dann kommen Sie erst einmal mit zu mir\u201d, schlug er vor. Jyn lie\u00df sich wortlos abschleppen, allein h\u00e4tte sie es nicht einmal geschafft aufzustehen, aber die Schritte in Begleitung des Mannes ging sie wie in Trance. Einige Zeit sp\u00e4ter waren sie vor dem Interims-Quartier der Familie. Als die T\u00fcr aufglitt, schafften sie es gerade noch bis zur Couch, auf die sie mehr schlecht als recht stolperten und Jynah dort sichtlich in sich zusammenfiel.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Ettore betupfte sich vorsichtig mit einem Taschentuch die Stirn. Das Herumf\u00fchren war sehr anstrengend gewesen.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Von dem L\u00e4rm aufgeweckt kam Mel in einem hauchzarten Neglig\u00e9 mit einem weiten Morgenmantel um die Ecke. \u201cIst der Abflugbefehl da?\u201d fragte sie besorgt. Dann sah Sie die zusammengesunkene Jynah auf dem Sofa. \u201cOh, wer ist das?\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cDas ist Miss oder Mrs Ros\u201d, erkl\u00e4rte Ettore. Da er nur wenig \u00fcber sie wusste entschied er sich f\u00fcr eine neutrale Erkl\u00e4rung: \u201cSie kennt Shay von fr\u00fcher. Und wie mir scheint, hatte\u00a0 sie gerade einen kleinen Nervenzusammenbruch. K\u00f6nntest Du bitte ein Glas Wasser und ein paar Taschent\u00fccher holen, Schatz?\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cIch \u2026 \u00e4h ja.\u201d sie entschwand. Ettore suchte in einem der Schr\u00e4nke nach einer Wohndecke, die er beim Einzug gesehen hatte. Als er sie gefunden hatte, legte er sie vorsichtig Jyn \u00fcber die Schulter.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Melody kam mit dem Wasser und den Taschent\u00fcchern. Sie stellte beides vor Jyn ab. Dann zog sie den Morgenmantel enger um sich und setzte sich hin.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Jyn wischte sich mit dem \u00c4rmel ein wenig die Tr\u00e4nen aus dem Gesicht. Dann griff sie zu dem Glas. Auf dem Weg zum Mund begann sie zu zittern. Sie verfluchte diesen furchtbaren Arm, mit dem sie noch nicht mal ein Glas Wasser trinken konnte, wenn sie emotional aufgew\u00fchlt war. Das Wasser schwappte \u00fcber den Glasrand hinaus. Da sp\u00fcrte sie, wie das Glas pl\u00f6tzlich leichter wurde. Mel hatte die Bem\u00fchungen der Frau bemerkt und wortlos unter das Glas gegriffen und stabilisierte so die Bewegungen. Wenn sie gemerkt hatte, das es sich um einen k\u00fcnstlichen Arm, eine k\u00fcnstliche Hand handelte, so lie\u00df sie sich nichts anmerken. Es war eine selbstverst\u00e4ndliche Geste, eine Geste, die zeigte, jemand war es gewohnt schnell Hilfestellung zu geben. Jyn konnte ein paar Schlucke trinken und schlie\u00dflich das Glas sogar wieder absetzen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Zu ihrem Erstaunen stellte sie fest, dass von beiden Personen kein Mitleid ausging, auch wenn sie sicher einen erb\u00e4rmlichen Anblick abgab. Beide zeigten echtes Mitgef\u00fchl, Interesse und sogar etwas Neugierde.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201c\u00c4hm. Meine Frau Melody Loona, mein Name ist Ettore Ludovico della Scala\u201d, stellte Ettore sie beide vor. \u201cM\u00f6chten Sie vielleicht dar\u00fcber sprechen, was passiert ist?\u201d fragte er h\u00f6flich.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Einen kurzen Moment schloss Jynah die Augen. Wollte sie dar\u00fcber sprechen, \u00fcber all das, was ihr im Kopf herum ging, mit fremden Menschen? Auch wenn sie nett und freundlich waren, sie aufgenommen hatten, es war ihr immer schwer gefallen, andere mit ihren Sorgen und N\u00f6ten zu belasten, in den meisten F\u00e4llen hatte sie alles in sich hinein gefressen und mit sich selbst ausgemacht. Sie hatte sich immer f\u00fcr unabh\u00e4ngig und stark gehalten, f\u00fcr jemanden, der mit jeder Situation schon irgendwie zurecht kommen w\u00fcrde. Sie hatte immer alles irgendwie \u00fcberlebt, mit sich selbst ausgemacht, hatte selten geklagt \u00fcber ihr Schicksal, die Z\u00e4hne zusammengebissen und weiter gemacht. Fr\u00fcher f\u00fcr ihren Traum, den Pulitzerpreis zu gewinnen, eine Reportage zu erzeugen, die es wert war, von jedem gelesen zu werden. Einen Skandal aufzudecken oder \u00fcber ein geschichtliches Ereignis zu berichten.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Jetzt, mit ihrem Sohn, war dieser Traum ein wenig in den Hintergrund geraten und sie trug nicht nur mehr Verantwortung f\u00fcr sich selbst, sondern f\u00fcr einen kleinen Jungen ebenso. Sie sah Ettore an, nickte vorsichtig: &#8222;Danke, ich\u2026 ich bin Ihnen sehr dankbar&#8220;, hauchte sie, w\u00e4hrend sie sich langsam fasste, die Gedanken konzentriert auf das Bild eines schwarzhaarigen Wuschelkopfes mit gr\u00fcnen Augen darunter, die denen seines Vaters so \u00e4hnlich waren.\u00a0<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Ich\u2026 sollte zur\u00fcck zu meinem Sohn, er ist vier Jahre alt, ich musste dringend kurz mit seinem Vater sprechen. Ich m\u00f6chte Sie nicht mit meinen Problemen belasten, es ist freundlich von Ihnen, ich\u2026&#8220;, Jynah brach ab, wie sollte sie all das erkl\u00e4ren und eine Erkl\u00e4rung hatte der nette Offizier sicherlich verdient.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Ettore schaltete schnell. \u201cMadonna!\u201d entfuhr es ihm. Shay war der Vater des Kindes dieser Frau. Ein anderer Schluss kam nicht in Frage.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Ich wei\u00df nicht, Sie sind der zweite Offizier der Hephaistos und\u2026&#8220;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Hilflos hob Jynah die Arme, der k\u00fcnstliche mit minimaler Verz\u00f6gerung und erneut verfluchte Jynah in Gedanken dieses tote St\u00fcck Metall und Kunststoff, zusammen mit ihrem Schicksal.\u00a0<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Ich sollte zur\u00fcck auf die Artemis, eigentlich. Es war alles ein bisschen viel in letzter Zeit. Zu viele Dinge, die schief liefen.&#8220;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Jynah blickte auf den fehlenden Arm Ettores, dann auf ihre k\u00fcnstliche Hand. &#8222;Der Verlust meines Armes war da nicht einmal das Schlimmste, glaube ich\u2026&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cJa, genau. Ich bin der zweite Offizier und war fr\u00fcher der Counselor an Bord. Ich kenne es also, dass mir Personen von Problemen erz\u00e4hlen und es st\u00f6rt mich in keiner Weise, wenn es Ihnen doch hoffentlich dadurch besser geht\u201d erkl\u00e4rte er. \u201cUnd ich k\u00fcmmere mich als Botanikerin um die Pflanzen\u201d, erg\u00e4nzte Melody. \u201cNat\u00fcrlich nur, wenn die Zivilisten nicht von Bord empfohlen werden.\u201d Sie stemmte entr\u00fcstet die H\u00e4nde in die H\u00fcfte.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cJa, der Krieg\u2026 da werden selbst Invalide wie ich in die F\u00fchrungsebenen der Schiffe beordert\u201d, er klang etwas verbittert und dennoch troff es vor Ironie. Ein Humor, den Jynah in diesem Zusammenhang nicht nachvollziehen konnte. Wie konnte er dar\u00fcber einen Witz rei\u00dfen? Sie starrte weiter auf ihre k\u00fcnstliche Hand und schluckte. W\u00fcrde sie dar\u00fcber auch mal Witze machen?<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cGeben Sie sich ruhig Zeit \u2026 Miss?\u201d\u00a0 fragte er nach.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Jynah nickte zur Best\u00e4tigung.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cSie sind jeder Zeit willkommen, wenn Sie \u00fcber das \u2018ein bisschen viel\u2019 sprechen wollen. Haben Sie keine Angst.\u201d Bis dahin waren die Emotionen, die die Betazoidin sp\u00fcrte interessiert, aber nicht aufdringlich gewesen. Auch die Frau schien es f\u00fcr v\u00f6llig normal zu halten, dass nach Mitternacht heulende Frauen auf ihrem Sofa landeten. Allerdings merkte sie, dass die Stimmung sich \u00e4nderte und ihr nun echte Neugierde aber auch gro\u00dfe Freude entgegenkam.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cAber warum hat Shay nie erz\u00e4hlt, dass er einen Sohn hat. Das ist wunderbar! Unser Erstgeborener ist im gleichen Alter!\u201d Mel und Ettore strahlten Jyn freudig an.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Diese beiden vor ihr waren wirklich nett, das erkannte Jynah und sie verstand auch, weshalb Ettore der zweite Offizier war. Shay hatte immer jemand &#8217;netten&#8216; im Team ben\u00f6tigt, der sich um die Probleme k\u00fcmmerte. Damals war dies wohl seine B\u00fcroleiterin Angel gewesen, die Frau, mit der Jynah auch unz\u00e4hlige Stunden verbracht hatte, um zu tratschen. Nett, aber auch bestimmt, wenn es sein musste.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Shay\u2026 ich habe es ihm erst vor einigen Wochen erz\u00e4hlt, dass\u2026 dass er einen Sohn hat. Er hat\u2026&#8220;, aber das war jetzt nicht wichtig. Es war nicht wichtig, dass Shay Ruthven ihr das Herz gebrochen hatte, es geradezu aus ihrer Brust gerissen hatte. Diese beiden guten Menschen vor ihr hatten zumindest eine Erkl\u00e4rung verdient, weshalb Jynah so am Ende war, warum sie Angst hatte, weshalb sie sich ohnm\u00e4chtig und hilflos f\u00fchlte.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Sie\u2026 Das Flottenkommando\u2026 sie haben angeordnet, die Zivilisten der Artemis auf der Station zu lassen, aber sie bestehen auf der Erf\u00fcllung meines Vertrages. Ich soll meinen Sohn hier zur\u00fccklassen, aber ich soll mit der Artemis\u2026 er ist vier Jahre alt! Er hat nur mich, sein Vater\u2026&#8220;, sie schniefte. Nun war es sowieso raus. &#8222;Ich habe versucht, Shay dazu zu bewegen, mich auf die Hephaistos zu bringen, zusammen mit unserem Sohn, damit wir zusammen sind. Shay Junior &#8211; ich habe ihn nach seinem Vater genannt &#8211; Ich kann ihn doch nicht allein zur\u00fccklassen! Ich kann das nicht, ich kann ihn nicht hier lassen und dann in diesen verdammten, g\u00f6tterverfluchten Krieg ziehen!&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Erneut kamen Tr\u00e4nen: &#8222;Wenn ich Shay verliere\u2026 da verliere ich lieber meinen anderen Arm auch noch im Plasmafeuer.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Die beiden waren Eltern, sie w\u00fcrden es verstehen. Shay Ruthven und seine verdammte Pflicht, die vor allem anderen ging! Sein Schiff, seine Mannschaft, sein Job! Seine g\u00f6tterverdammten Regeln! Er h\u00e4tte schon l\u00e4ngst etwas unternehmen k\u00f6nnen! Wenn er nur gewollt h\u00e4tte!\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Mel war aufgestanden und hatte sich neben die Frau gesetzt und sie einmal kr\u00e4ftig umarmt. Dann hatte sie Jyns rechte Hand genommen und ihre darauf gelegt. So als w\u00e4re es nichts, als w\u00e4re es ganz normal. \u201cIch kann ihre Angst verstehen\u201d, sagte sie.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Ettore musterte Jyn einen Augenblick, denn er merkte, da waren die seelischen Wunden allesamt noch sehr frisch. \u201cPlasma\u2026\u201d sagte er in Gedanken. \u201cEin Unfall?\u201d, fragte er dann nur.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cJa, ich\u2026 \u201c, sagte Jyn aber die Tr\u00e4nen quollen wieder hervor und erstickten ihre Worte. Aber vielleicht war es auch nicht wichtig.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cEs war erst vor kurzem, nehme ich an\u201d, erkundigte sich Ettore vorsichtig.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cJa, es war erst vor\u2026 Wochen\u201d, schluckte sie, \u201calles brannte und dann hatte ich pl\u00f6tzlich dieses\u2026 dieses Ding an mir.\u201d Sie hatte alle Abscheu in diese Worte gelegt.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cWieviel vom Arm haben sie denn noch?\u201d, fragte Ettore ruhig. Es war ganz sachlich, nicht aufdringlich und so hatte sie das Gef\u00fchl antworten zu k\u00f6nnen, es waren nur Antworten. Sie war nicht unter Druck, irgendwem Rechenschaft ablegen zu m\u00fcssen.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cEtwa so.\u201d Sie deutete etwa auf die H\u00e4lfte ihres Oberarms.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cVerstehe\u201d, antwortete Ettore. F\u00fcr ihn h\u00f6rte sich das alles sehr gut an, aber er konnte verstehen, warum es Jyn \u00fcberforderte. \u201cIch wei\u00df, das wird sie jetzt nicht sehr \u00fcberzeugen, aber ich kann Ihnen versichern, man kann sich an alles gew\u00f6hnen.\u201d Er lehnte sich vor und sagte dann leise. \u201cEines Tages werden sie \u00fcber jeden Zentimeter froh sein, den sie noch haben\u201d, erkl\u00e4rte er.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Jyn ri\u00df \u00fcberrascht die Augen auf. \u201cNie im Leben. Warum?\u201d sie konnte nur staunen.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cEs ist ein eingespieltes Gef\u00fcge. Sie haben sicher noch viel eigene Muskelmasse und aktive Nervenenden. Wenn sie schon nach so kurzer Zeit so gut mit ihrem k\u00fcnstlichen Arm umgehen k\u00f6nnen, ist das sehr hoffnungsvoll f\u00fcr sie.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cHoffnungsvoll?\u201d Jyn konnte es nicht glauben. Hatte sie sich get\u00e4uscht und die Leute waren nicht nett, sondern wohl eher verr\u00fcckt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cJa, denn sie k\u00f6nnen ganz sicher das hier noch!\u201d Er griff in die Obstschale und nahm einen Apfel, dann lie\u00df er den Apfel mit einer lockeren Bewegung aus dem Handgelenk in die Luft fliegen, verpasste ihm mit den Fingern noch ordentlich Spin und fing ihn federnd auf. \u201cUnd nun Sie.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Mel gab die Hand frei und irgend etwas in Jyn bewog sie dazu, den Apfel zu ergreifen und es zu versuchen. Es h\u00e4tte fast geklappt. Das Handgelenk hatte etwas zu lange gebraucht und dann war der Apfel viel zu hoch geflogen. Sie konnte ihn nur m\u00fchsam mit beiden H\u00e4nden auffangen. Aber ihr Ehrgeiz war geweckt. Sie lie\u00df die anderen Gedanken kurz hinter sich und versuchte es erneut. Diesmal gelang das kleine Kunstst\u00fcck. Es kam ihr sogar ein kleines L\u00e4cheln \u00fcber die Lippen.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Ettore nickte zustimmend. \u201cSehr gut. Darauf k\u00f6nnen Sie aufbauen. Wenn Sie es wollen. Es ist Ihre Entscheidung.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cUnd was auch immer ist. Nat\u00fcrlich kann ich mich um ihren Sohn k\u00fcmmern, wenn Sie mit der Artemis ausr\u00fccken m\u00fcssen. Meine Pflanzen sind ja alle an Bord der Hephaistos. Und auf einen Esser mehr kommt es auch nicht an. Nur Mut, Miss. Das Leben ist sch\u00f6n und kostbar, wir sollten es feiern!\u201d, ermutigte Mel sie.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Das war ein sehr nettes Angebot, aber es half nicht. Shay bei f\u00fcr ihn fremden Menschen zur\u00fccklassen, auch wenn sie so nett waren, war etwas, das ihr unm\u00f6glich war. Sie h\u00e4tte ihn ja auch mit Deniri und Risto hier lassen, m\u00fcssen, den beiden au pair von Anders und Shay, die ebenfalls hierbleiben mussten, die Shay kannte, aber das war nun einmal kein Ersatz f\u00fcr die Mutter.\u00a0<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Das\u2026 das ist sehr lieb, aber ich kann meinen Sohn nicht allein lassen. Wir waren noch nie lange getrennt, das l\u00e4ngste war, als ich auf der Krankenstation war, da hat sich meine Freundin um ihn gek\u00fcmmert. Ihr Sohn ist f\u00fcnf und sie hat Shay f\u00fcr ein paar Tage bei sich aufgenommen, aber selbst da\u2026 ab dem zweiten Tag hat sie ihn jedes Mal mit zu mir gebracht. Ich\u2026 ich sah schrecklich aus. Meine ganze rechte Seite war voller frischer Haut, alles war verbrannt, der Arzt musste die Kleidung an einigen Stellen vom K\u00f6rper trennen und\u2026&#8220; Sie sch\u00fcttelte sich, allein bei dem Gedanken. Zumal der Arzt auch noch Corapara gewesen war, der Typ war absolut nicht ihr Fall und sie hatte ihn angezickt. Vielfach. Und ihrer Meinung nach zurecht, nachdem der sie auf dem Holodeck in eine bl\u00f6de Situation gebracht hatte und als sie diese auf ihre Weise l\u00f6ste und alles auf Anfang setzte, war er beleidigt verschwunden.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Ich kann das nicht, ich\u2026&#8220;, sie fasste all ihre Kraft zusammen: &#8222;Ich werde ihn nicht hier lassen um in den Krieg zu ziehen, Shay hat mir versprochen, er l\u00e4sst das nicht zu, aber\u2026 warum hat er nicht schon l\u00e4ngst etwas unternommen?&#8220;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Warum, das wusste Jynah eigentlich ganz genau. Weil er mit anderen Dingen besch\u00e4ftigt war.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cSie m\u00fcssen es ja auch nicht. Ich kann verstehen, dass Sie sich da zwischen zwei Pflichten entzwei gerinnen f\u00fchlen. Beantragen Sie eine Versetzung auf die Station. Es gibt auch hier genug zu erledigen. Bestehen sie auf Innendienst, um ihre Verletzung zu bew\u00e4ltigen. Sie sind ganz sicher kreativ, dass Ihnen etwas einf\u00e4llt. Niemand sollte gezwungen werden, in einem Krieg zu k\u00e4mpfen, wenn man nur mit der H\u00e4lfte seines Ichs dabei ist.\u201d meinte Ettore. Er wusste, dass er auch seine bessere H\u00e4lfte auf der Station zur\u00fccklassen w\u00fcrde, aber f\u00fcr ihn war klar, dass die Pflicht zuerst kam. Koste es, was es wolle.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Wenn es so einfach w\u00e4re\u2026&#8220;, seufzte Jynah und blickte auf ihre Hand, die noch immer den Apfel hielt, &#8222;man hat mir zu verstehen gegeben, dass ich meinen Vertrag erf\u00fcllen m\u00fcsse.&#8220;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Sie schauderte. &#8222;Zivilisten h\u00e4tten von Bord zu gehen, die Mannschaft h\u00e4tte ihre Pflicht zu erf\u00fcllen. Ich brauche eine aktive Anforderung, jemand, der weit genug oben steht in der Hierarchie, der diese Anforderung stellt. Danach habe ich\u2026 M\u00f6glichkeiten, diese Anforderung schnell umzusetzen. Ich habe ein paar Kontakte, die ich aktivieren kann, aber ohne diese Anforderung, werden wir getrennt, mein Sohn und ich. Und das ist etwas, mit dem ich nicht leben kann. Ich brauche Hilfe, ich kann das nicht alleine.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Dieses Eingest\u00e4ndnis, ausgesprochen, tat weh. Es war viel zu viel Hilfe von anderen n\u00f6tig in den letzten Wochen und sie hasste es. Sie hasste es, um Hilfe zu bitten und zu betteln. Selbst die Hilfe Elins oder Tams, die sie erhalten hatte, ohne zu fragen, brachte sie in die Lage einer Schuld ihnen gegen\u00fcber. Sie hatte immer alles irgendwie allein versucht zu durchstehen und oft war das gutgegangen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Mel war wieder neben sie gerutscht, nahm ihr den Apfel aus der Hand und t\u00e4tschelte diese. \u201cAber, aber\u201d, sie l\u00e4chelte und guckte der Betazoidin dann tief in die Augen. \u201cLiebe Miss, jeder braucht mal Hilfe. Das ist ganz normal. Mal braucht man mehr, mal weniger. Das ist etwas, das mein Mann auch erst lernen musste: Es ist keine Schande, wenn man mal Hilfe braucht.\u201d\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Ettore zuckte schuldbewu\u00dft die Schultern. Ein Bild, dass auf Jyn wegen des fehlenden Arms etwas befremdlich wirkte. \u201cJa\u201d, sagte er. \u201cSie hat vollkommen recht. Mir war das am Anfang auch unglaublich peinlich. Aber in Wirklichkeit ist es das nicht. Lassen Sie mich mal \u00fcberlegen\u2026\u201d er war aufgestanden und ging ein wenig hin und her. Dann kam er mit einem Krug Wasser, goss Jyn ein frisches Glas ein und ging dann nochmal los, um sich selber eins zu holen und einzuschenken.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cIch glaube, sie sollten mit der Ersten Offizierin der Hephaistos sprechen. Commander de Coster war fr\u00fcher XO von Commodore Ruthven. Und\u201d, er unterbrach kurz, als er Jyn bei der Nennung des Namens laut aufst\u00f6hnen h\u00f6rte, \u201cJa Commodore Ruthven ist hier FKOM-OPS und k\u00f6nnte sicher ein gutes Wort f\u00fcr Sie einlegen.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Er nippte an dem Wasserglas. Dann lehnte er sich zur\u00fcck und wickelte das eine Bartende gedankenverloren um seinen Finger. \u201cUnd ich w\u00fcrde mit Ihrem Bordarzt oder ihrem Bordcounselor sprechen. Sie sollten sich derzeit f\u00fcr nur eingeschr\u00e4nkt dienstf\u00e4hig erkl\u00e4ren lassen. Also keine Au\u00dfeneins\u00e4tze, etc. Das w\u00fcrde einen Innendienst auf K7 auf jeden Fall rechtfertigen.\u201d er l\u00e4chelte Jyn fast spitzb\u00fcbisch an. \u201cIch jedenfalls h\u00e4tte keine Bedenken, Ihnen so ein Attest auszustellen. Leider ist das nicht in meiner Befugnis. Aber seit Sie hier sitzen, haben sie mehr als genug bewiesen, wie traumatisiert sie sind.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Bei dem Wort \u2018Trauma\u2019 schrak Jyn zusammen.<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">\u201cKein Grund, Angst zu haben, Miss.\u201d erkl\u00e4rte Ettore beruhigend. \u201cSie brauchen hier keine Scham haben, seien Sie einfach ganz Sie selber. Glauben Sie mir, ich habe auch Vieles von dem durchgemacht, was Sie durchleben. Ich vermute, es gibt keinen dunklen Ort, an den Sie Ihre Gedanken f\u00fchren, den ich in meinen nicht \u00e4hnlich bereist habe. Das ist normal. Sie sind normal. Es gibt keinen Grund f\u00fcr Scham. Bitte, versuchen Sie das zu verstehen.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Jynah nickte vorsichtig, dann aber sch\u00fcttelte sie den Kopf: &#8222;Arzt und Counsellor sind die gleiche Person auf der Artemis und wir\u2026 kommen nicht gut miteinander aus, vorsichtig gesagt. Es ist kompliziert.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Sei seufzte tief: &#8222;Alles ist kompliziert. Ich stehe sowieso mehr oder weniger unter Beobachtung der F\u00fchrungsoffiziere, ich habe einige Probleme mehr an Bord und ich bin\u2026 in mehr als einer Problemlage. Die ganzen letzten Monate waren ein Tiefschlag nach dem anderen. Seit Japori\u2026&#8220;\u00a0<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Einen Moment dachte sie an all die Leute, die sie dort gekannt hatte, die es nun nicht mehr gab. Ausgel\u00f6scht bei einem \u00dcberfall der Klingonen. Sie dachte an Mike Rainor, der sich vor sie gestellt hatte und von einem klingonischen Schwert durchbohrt worden war. An den Marine, der vor ihr in den Tod gest\u00fcrzt war. An ihre eigenen Fehlentscheidungen, an alle Dummheiten, die sie begangen hatte. Ja, sie hatte auch andere retten k\u00f6nnen, nicht zuletzt das Schiff bei ihrem Einsatz unter dem Antideuteriumtank, unter dem diese verdammte Plasmaleitung Leck geschlagen war.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Der Mann hasst mich, glaube ich, der Doc.&#8220;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Jynah schluckte. Da stand Wasser, aber sie brauchte etwas anderes, ein wenig Energie.\u00a0<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Kann ich\u2026 eine Slug-O-Cola, kalt, mit Eis\u2026&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Mel lachte: &#8222;Nat\u00fcrlich!&#8220; und besorgte das Gew\u00fcnschte aus dem Replikator.\u00a0<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Danke&#8220;, murmelte Jynah, bevor sie einen gro\u00dfen Schluck der kalten, dunklen Fl\u00fcssigkeit trank. S\u00fcss und kalt. So wie sie es fr\u00fcher gewesen war. Vor all dem. Selbst\u00e4ndig und unabh\u00e4ngig, auf niemanden angewiesen. Stark. Eine Tigerin, die sich nahm, was sie wollte. Alles hatte sich ver\u00e4ndert. Shay hatte sie ver\u00e4ndert und noch mehr die ganzen Erlebnisse, seit er ihr das Herz zerquetscht hatte.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&#8222;Danke, Sie haben Recht. Ich brauche Hilfe. Und ich muss lernen, damit umzugehen.&#8220;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Ettore und Mel l\u00e4chelten wissend.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&lt;\/rpg&gt;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&lt;sum&gt;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\"># Zeit: MD 02.2340<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\"># Ort: K7 &#8211; Zugang zur Hephaistos<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Ettore spricht mit Sam \u00fcber die seltsame Begegnung mit der Technikerin und erf\u00e4hrt ein wenig \u00fcber Jynah. Dann verabschiedet er sich. Auf dem Heimweg stolpert er \u00fcber die am Boden sitzende Halbbetazoidin, hilft ihr auf und bringt sie mit ins das Quartier auf K7, wo Melody hinzukommt. Beide versuchen Jynah aufzubauen, sie sehen ihre Probleme und wollen gern helfen. Jynah findet es schwer, Hilfe anzunehmen, findet aber in Ettore und Mel Zuh\u00f6rer und Ratgeber.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">&lt;\/sum&gt;<\/span><\/p>\n<p><span><span><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">submitted by<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">Kim und Assets<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">aka<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">LtCmdr. Ettore Ludovico della Scala, 2O, USS Hephaistos<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"  margin-top: 0pt;\"><span style=\"\">CPO Jynah Ros, REP\/TECH USS Artemis<\/span><\/p>\n<div><span style=\"\">\u00a0<\/span><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fc\u00df und kalt By shanses72@&#8230; (Assets) Copo! Ganz vielen lieben Dank, Kim, das war gro\u00dfartig und hat irre viel Spa\u00df gemacht, auch die gegenseitige Charakterrecherche und das Nachlesen einiger RPG oder uralter Dinge. Ich freu mich auf weitere Plots, auch mit den Kindern \ud83d\ude42 \u00a0Viel Spa\u00df auch Euch beim Lesen! &lt;RPG&gt; # Zeit: MD 02.2340&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-suess-und-kalt\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;SFG Joint Venture &#8211; S\u00fc\u00df und kalt&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-8448","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8448"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8448\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}