{"id":8506,"date":"2024-05-01T13:11:09","date_gmt":"2024-05-01T11:11:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-lieber-arm-ab-als-arm-dran\/"},"modified":"2024-05-01T13:11:09","modified_gmt":"2024-05-01T11:11:09","slug":"sfg-joint-venture-lieber-arm-ab-als-arm-dran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-lieber-arm-ab-als-arm-dran\/","title":{"rendered":"SFG Joint Venture &#8211; Lieber Arm ab als arm dran"},"content":{"rendered":"<div><a href=\"https:\/\/sfg.groups.io\/g\/jv1\/message\/56\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n\t\t\t\t\tLieber Arm ab als arm dran<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>\t\t\t\tBy @&#8230;<\/p>\n<p>\t\t\tMoin,<\/p>\n<p>hier kommt ein Copost mit Assets. Danke Dir, hat wieder gro\u00dfen Spass<br \/>gemacht \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Ist nur etwas schmerzerf\u00fclltes Charbuilding. Aber wir wollten Jynah und<br \/>Mel noch etwas n\u00e4her zusammenbringen, damit sie sich auf K7 nicht<br \/>langweilen, w\u00e4hrend die Mission l\u00e4uft. Und ja, da war auch noch was,<br \/>wor\u00fcber nicht gesprochen wurde. Das eine oder andere wisst Ihr schon je<br \/>nach Crew, aber wir haben das jetzt auch nochmal ausgespielt, damit die<br \/>Chars auch im Bilde sind.<\/p>\n<p>Allen einen sch\u00f6nen Feiertag.<\/p>\n<p>&lt;rpg&gt;<\/p>\n<p>#Zeit: MD 05.1815<br \/>#Ort: K7 &#8211; Quartierbereiche<\/p>\n<p>&#8222;Mama, sind wir bald da?&#8220;, fragte ein kleiner schwarzhaariger Junge mit<br \/>gr\u00fcnen Augen. Die Mutter beruhigte: &#8222;Nur noch dort um die Ecke und dann<br \/>geben wir das eben schnell ab. Und dann gehen wir etwas essen. Aber<br \/>nicht nochmal Pommes.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Och menno\u2026 Nudeln? Mit Omaso\u00dfe?&#8220;<br \/>Jynah Ros seufzte laut: &#8222;Mal sehen. Ich glaube nicht, dass es sowas auf<br \/>der Promenade hier gibt.&#8220;<\/p>\n<p>Zumindest hie\u00df das f\u00fcr den Jungen: Es w\u00fcrde in ein Restaurant gehen.<br \/>Nicht zu Hause essen aus dem Replikator und die Promenade war sehr<br \/>spannend.<\/p>\n<p>Am Nachmittag hatten Jynah und Shay noch etwas an dem Shuttle gebastelt,<br \/>diesmal war auch Via dabei gewesen, die sich an der<br \/>Kommunikationskonsole aufgehalten hatte, aber auch Shay viel erkl\u00e4rte<br \/>was sie dort machte. An Via war wirklich eine gute Lehrerin verloren<br \/>gegangen, sie erkl\u00e4rte alles perfekt und f\u00fcr Kinder verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Mutter und Sohn gingen um die Ecke und blieben vor einer Quartiert\u00fcr<br \/>stehen. Jyn bet\u00e4tigte den Summer und keine Minute sp\u00e4ter wurde ge\u00f6ffnet.<br \/>Melody mit einem Baby auf dem Arm machte ein erstauntes Gesicht: \u201eMiss<br \/>Ros! Was f\u00fchrt Sie zu uns?\u201c Dann sah sie den kleinen Jungen, der an der<br \/>Hand der Frau ging: \u201eDu musst Shay Junior sein. Das ist aber eine<br \/>\u00dcberraschung, sch\u00f6n, Dich zu sehen!&#8220;<\/p>\n<p>Sie hielt die T\u00fcr auf. \u201eKommen Sie beide rein. Ettore, hier ist Besuch!\u201c<br \/>In der anderen Hand hielt Jynah einen Strau\u00df bunter Blumen und eine<br \/>Flasche Rotwein: &#8222;Ich wollte mich bei Ihnen und Ihrem Mann bedanken, f\u00fcr<br \/>die freundliche Aufnahme und alles andere. Ich\u2026 ich sollte mehr Hoffnung<br \/>haben. Shay &#8211; Captain Ruthven &#8211; hat mit seiner Schwester gesprochen und<br \/>wenn alles gut l\u00e4uft, werde ich hier auf K7 bleiben, zumindest so lange,<br \/>bis die Artemis und die Hephaistos wieder da sind. Ich warte eigentlich<br \/>nur noch auf die Versetzungsorder.&#8220;<\/p>\n<p>\u201eDas h\u00f6rt sich doch wunderbar an! Ich freue mich f\u00fcr Sie!\u201c Melody<br \/>umarmte Jynah mit dem freien Arm sehr herzlich. Diese stand etwas<br \/>\u00fcberrascht da. Dann hob sie nochmal die Mitbringsel in die H\u00f6he.<br \/>\u201eOh, das w\u00e4re aber nicht n\u00f6tig gewesen. Sind die sch\u00f6n.\u201c Mel nahm ihr<br \/>die Blumen aus der Hand und schnupperte daran. \u201eDa f\u00fchlt man sich doch<br \/>gleich besser. Ich werde sie gleich versorgen.\u201c, sie strahlte Jynah an<br \/>und eilte dann in den hinteren Teil des Quartiers.<\/p>\n<p>\u201eWas gibt es?\u201c, erkundigte sich Ettore und kam um die Ecke, ebenfalls<br \/>ein Baby auf dem Arm. Er trug zivil, einen weichen Rollkragenpullover<br \/>und wirkte etwas m\u00fcde, war aber bei dem Anblick von Jynah und ihrem Sohn<br \/>schnell sehr viel lebendiger. \u201eSie besuchen uns? Das ist aber eine<br \/>Freude. Ich hoffe, Sie f\u00fchlen sich besser als neulich, Miss\u201c, sagte er.<br \/>Dann zwinkerte er Shay junior zu.<\/p>\n<p>\u201eDas ist ja der Grund, ich wollte mich bedanken. Shay hat wohl mit<br \/>seiner Schwester gesprochen und es besteht Aussicht auf\u2026 es besteht<br \/>Hoffnung, dass wir beide zusammenbleiben k\u00f6nnen.\u201c Sie deutete auf den<br \/>Junior und hielt die Flasche hoch.<\/p>\n<p>\u201eHat er das?\u201c Die Mundwinkel des Italieners wanderten ganz leicht<br \/>vergn\u00fcgt nach oben. \/\/ Ist ihm sicher nicht leicht gefallen. Aber sch\u00f6n,<br \/>dass er Verantwortung \u00fcbernehmen will.\/\/ \u201eAber das ist doch kein Grund<br \/>f\u00fcr dererlei Umst\u00e4nde, Miss. Das ist doch selbstverst\u00e4ndlich. Wirklich.\u201c<br \/>Er schielte auf das Etikett. \u201eEine ausgezeichnete Wahl. Kommen Sie doch<br \/>rein und stellen Sie sie bitte einfach dort dr\u00fcben auf den Couchtisch\u2026<br \/>ich bin gerade belegt.\u201c Er l\u00e4chelte schief, hob das Baby etwas h\u00f6her und<br \/>deutete mit dem Kopf in die Richtung.<\/p>\n<p>&#8222;Ich nehme nichts als selbstverst\u00e4ndlich wahr, Sir, das\u2026 hat mir<br \/>wirklich viel bedeutet&#8220;, gab Jynah h\u00f6flich und ein wenig zur\u00fcckhaltend<br \/>von sich, tats\u00e4chlich war es ihr auch ein wenig peinlich, wie sie sich<br \/>verhalten hatte, wie sie sich hatte gehen lassen. Wie sie anderen zur<br \/>Last gefallen war. Das war so gar nicht sie, die immer alles selbst und<br \/>ohne Hilfe schaffen wollte, die stolz war auf das, was sie erreicht<br \/>hatte, auf ihre Arbeit &#8211; in beiden Berufen &#8211; und auf ihren Sohn.<\/p>\n<p>\u201eIch will auch!\u201c kleine schnelle Schritte rannten an ihnen vorbei und<br \/>liefen auf Shay Junior und das riesige Raumschiffspielzeug zu. In kurzer<br \/>Zeit waren die beiden Jungen in das Spiel vertieft.<\/p>\n<p>\u201eEin Geschenk von Shay&#8230; \u00e4h Captain Ruthven\u201c, korrigierte sich Jyn<br \/>vorsorglich.<\/p>\n<p>\u201eJa, er kann tolle Geschenke machen. Und er ist sehr kinderlieb. Das<br \/>dort ist unser \u00c4ltester: Keiran. Wir sagen \u00fcbrigens auch Du zu ihm, weil<br \/>wir mit ihm und seiner Frau befreundet sind. Das Pl\u00fcschtier da hinten<br \/>hat er Keiran geschenkt. Und er ist auch Patenonkel f\u00fcr unsere beiden<br \/>Kleinen.\u201c Er wippte das Kind auf seinem Arm etwas hoch und runter.<\/p>\n<p>Bei den Worten &#8222;seiner Frau&#8220;, zuckte Jynah kurz zusammen. Sie war Elisa<br \/>immer aus dem Weg gegangen. Sie hatte diese Ehe nie wirklich verstanden,<br \/>aber schlussendlich akzeptiert, dass es so war &#8211; und Shay dann<br \/>verlassen, nachdem er trotz allem mit immer weiteren Frauen angebandelt<br \/>hatte &#8211; und Jynah dann noch belog. Das alles war allerdings Jahre her<br \/>und sollte nicht mehr wehtun. Eigentlich. Und doch war da dieser kleine<br \/>Stich. Wieder. Immernoch. Aber ja, es stimmte: &#8222;Shay konnte immer gut<br \/>mit Kindern umgehen. Schon damals, auf der Avalon. Auch etwas, dass ich<br \/>an ihm\u2026&#8220;, sie schluckte den Rest herunter \/\/\u2026geliebt habe\u2026\/\/<\/p>\n<p>\u201eWie mir scheint, haben die Jungs entschieden, dass Sie etwas<br \/>hierbleiben.\u201c Melody lachte. \u201eWir waren gerade dabei Enya und Eliseo zu<br \/>f\u00fcttern. Aber vielleicht k\u00f6nnen Sie ja Eliseo nehmen und das machen,<br \/>dann mache ich uns schnell ein paar Sandwiches.\u201c<\/p>\n<p>Ohne eine Antwort abzuwarten, hatte Jynah pl\u00f6tzlich ein Baby im Arm und<br \/>Mel war im Nebenraum verschwunden.<\/p>\n<p>Jynah z\u00f6gerte. Nat\u00fcrlich wusste sie, wie man ein Baby f\u00fctterte, hatte es<br \/>hunderte Male gemacht. Aber dies hier war ihr nicht ganz geheuer. Sie<br \/>wollte dem Baby auf keinen Fall weh tun. Sie traute ihrem Arm da nicht<br \/>ganz. Unentschlossen guckte sie von dem kleinen s\u00fc\u00dfen Gesicht auf ihren<br \/>k\u00fcnstlichen Arm.<\/p>\n<p>\u201eLegen Sie Eliseo einfach auf den Boden. Dann passiert nichts, wenn man<br \/>ihn nicht halten kann. Mir gelingt es sonst auch nicht\u201c, sagte Ettore,<br \/>der ihr Z\u00f6gern bemerkt hatte.<\/p>\n<p>Jynah drehte sich um und sah, wie der Italiener auf dem Boden sa\u00df und<br \/>vor sich das zweite Baby liegen hatte. Er strahlte es an, beugte sich<br \/>nach vorne und schob einen L\u00f6ffel in seinen Mund. Als er sich nach vorne<br \/>beugte, konnte sie sehen, wie auch der leere \u00c4rmel seines Pullovers hin<br \/>und her pendelte. Das gab ihr einen kleinen Stich \/\/ Bei Dir k\u00f6nnte es<br \/>genauso aussehen, wenn&#8230;\/\/ schnell hatte sie sich aber wieder gefangen<br \/>und machte es genauso und war mit der Methode erstaunlich erfolgreich.<br \/>Anscheinend war das Baby daran gew\u00f6hnt. Jynah l\u00e4chelte. So klein war<br \/>Shay auch einmal gewesen.<\/p>\n<p>Kurz darauf kam Mel mit einer Platte Sandwichs. Dann stellte sie noch<br \/>eine gro\u00dfe Kanne Tee und mehrere Becher auf den Tisch. \u201eTut mir leid, es<br \/>ist auf die Schnelle nur etwas Einfaches. Jungs, es gibt was zu Essen!\u201c<br \/>rief sie in die Richtung. \u201eOh, haben Sie vielen Dank, das haben Sie toll<br \/>gemacht.\u201c Sie nahm dankbar Jyn das Baby wieder ab. Und die Erwachsenen<br \/>sa\u00dfen kurz darauf auf der Couch.<\/p>\n<p>Die Jungen kamen angerannt. Aber Shay stockte nun kurz, als er, vom<br \/>Spiel noch ganz eingenommen, die fremden Erwachsenen sah. Er schmiegte<br \/>sich an das Bein seiner Mutter und zupfte an ihrer Uniformhose. Bevor<br \/>Jynah sich ihm zuwandte, stellte sie nun offiziell vor: &#8222;Mein Sohn, Shay<br \/>Junior Ros. Shay, das ist Lieutenant Commander della Scala und seine<br \/>Frau, Mistress della Scala. Die beiden haben mir sehr geholfen&#8220;,<br \/>erkl\u00e4rte Jynah und beugte sich nach vorne, um n\u00e4her an ihrem Sohn zu<br \/>sein, der etwas sagen wollte.<\/p>\n<p>\u201eLoona\u201c, sagte Ettore ganz ruhig und ohne Tadel, \u201emeine Frau hat ein<br \/>eigenes Leben und einen eigenen Namen. Der ist Loona.\u201c Dabei betonte er<br \/>das L so \u00fcbertrieben in seiner Mimik, dass Jynah nicht umhin kam, kurz<br \/>zu lachen.<\/p>\n<p>\u201eOder einfach Melody\u201c, sagte Mel. \u201eBitte greifen Sie zu. Und Ihr d\u00fcrft<br \/>Euch ein Sandwich nehmen und im Raumschiff essen.\u201c Sagte Mel mit einem<br \/>kurzen Blick auf Jynah, die best\u00e4tigend nickte.<\/p>\n<p>&#8222;Melody&#8220;, sagte Jynah leise, &#8222;Dann sagen Sie einfach Jynah zu mir, oder<br \/>Jyn.&#8220;<\/p>\n<p>\u201eRaumschiff!\u201c Keiran hatte sich ein Brot geschnappt und war schon wieder<br \/>zu dem roten Flitzer gerannt.<\/p>\n<p>Shay klebte noch immer am Bein seiner Mutter. Leise, kaum f\u00fcr Ettore zu<br \/>verstehen, deutete der Junge auf den Mann: &#8222;Der hat nur einen Arm, Mama,<br \/>so wie Du, bevor Du den neuen bekommen hast.&#8220;<\/p>\n<p>\u201eJa, Schatz, manchmal passiert jemandem etwas&#8220;, erkl\u00e4rte Jynah, ohne<br \/>genauer zu werden.<\/p>\n<p>Jynah nahm ihren Sohn in die Arme und hob ihn auf ihren Scho\u00df, so dass<br \/>er nun von ihrem Arm festgehalten wurde. Dem echten, dem linken. Dem<br \/>anderen traute sie nicht wirklich.<\/p>\n<p>Neugierig sah Shay Ettore an: &#8222;Mama hatte auch nur einen Arm, nach dem<br \/>Unfall unter dem Antideuteriumtank, aber dann hat sie einen neuen<br \/>bekommen, aber Shuttles kann sie damit nicht tragen und der funktioniert<br \/>nicht so, wie sie das will.&#8220;<\/p>\n<p>Jynah schmunzelte, wurde dann aber etwas rot. Das war sicher kein Thema,<br \/>was der Mann offen ausdiskutieren wollte.<\/p>\n<p>&#8222;Shay m\u00f6chte immer alles genau wissen&#8220;, entschuldigte sie sich, &#8222;ich hab<br \/>keine Ahnung, von wem er das hat&#8220;, log sie.<\/p>\n<p>\u201cDa hat Deine Mamma aber gro\u00dfes Gl\u00fcck gehabt, dass sie einen neuen Arm<br \/>bekommen hat. Ich habe keinen bekommen. Schau, Du darfst da anfassen.\u201d<br \/>Ettore hatte sein Sandwich weggelegt und Shay seinen leeren \u00c4rmel<br \/>hingehalten, dabei eine \u00fcbertrieben traurige Mine aufgesetzt. \u201cDeshalb<br \/>habe ich nur einen Arm.\u201d<\/p>\n<p>Jynah war etwas verwundert, wie Ettore damit so locker umgehen konnte,<br \/>aber es freute sie, dass er mit seiner Reaktion auf Junior einging. \u201cDu<br \/>darfst Dir ein Sandwich nehmen und weiter spielen. Wenn Du willst.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHmhm\u201c. Shay nickte.<\/p>\n<p>Nachdem Jynah auch ein Sandwich genommen und verzehrt hatte, merkte Sie,<br \/>das Ettores Blick auf ihr ruhte. \u201eHatten Sie uns nicht vor ein paar<br \/>Tagen erz\u00e4hlen wollen, was bei Ihnen passiert war?\u201c erkundigte er sich<br \/>h\u00f6flich. \u201eGlauben Sie mir, dar\u00fcber sprechen hilft.\u201c<\/p>\n<p>Jynah schluckte. Diese Geschichte hatte sie einige Male erz\u00e4hlt, aber es<br \/>tat weh, dar\u00fcber zu reden, \u00fcber den Verlust. Aber doch, es war richtig,<br \/>es zu erkl\u00e4ren: &#8222;Ich\u2026 es ist\u2026 etwa 2 Monate her. Ich war bei meinem\u2026<br \/>hmm, Vorgesetzten, Freund und irgendwie auch Mentor. Tam Sula. Er ist<br \/>der vertretende Wissenschaftschef der Artemis. Er kommt von Betazed. So,<br \/>wie meine Mutter. Er bringt mir bei, wie ich mich besser konzentrieren<br \/>kann, wie ich mentale Angriffe und Ausforschungen abblocke und wie ich<br \/>besser die Gef\u00fchle anderer wahrnehmen und unterscheiden kann. Ich war<br \/>nie besonders gut darin, aber ich musste mich einige Male gegen<br \/>\u00dcbergriffe&#8220; \/\/meiner Mutter!\/\/ &#8222;erwehren, von neugierigen Personen.&#8220;<\/p>\n<p>Jynah blickte auf ihre Finger, betrachtete die Unterschiede, die Farbe,<br \/>die nicht ganz passte, sp\u00fcrte das Gef\u00fchl, was in ihrer rechten Hand<br \/>irgendwie dumpf anklang, was nicht &#8218;richtig&#8216; war.<\/p>\n<p>&#8222;Roweir, er ist Techniker in der Lebenserhaltung, hatte ein Problem mit<br \/>einer Plasmaleitung und Energiesysteme und Computer sind mein<br \/>Spezialgebiet, ich habe quasi alle Plasmaleitungen und Verteiler der<br \/>Artemis gewartet und eingestellt und meine Arbeit war perfekt. Aber<br \/>schon \u00fcber den Kommunikator konnte ich h\u00f6ren, dass etwas nicht stimmte.&#8220;<br \/>Dass Jynah diesen erst mitsamt ihrer Uniform vom Boden aufklauben musste<br \/>und sich anziehen, weil sie mit Tam zu diesem Zeitpunkt im Bett gelegen<br \/>hatte, war sicherlich f\u00fcr die Geschichte nicht wichtig, dachte Jynah.<br \/>&#8222;Tam hat mir dann die Freigabe f\u00fcr sein Terminal erteilt und ich habe<br \/>versucht, den Fehler \u00fcber den Computer zu analysieren. Einstellen konnte<br \/>ich das von da nicht, aber die Ursache war ein Fremdmagnetfeld, was dort<br \/>nicht hingeh\u00f6rte. Nur woher das kam, das konnte ich nicht feststellen.<br \/>Also bin ich so schnell wie m\u00f6glich runter in die Abteilung, die direkt<br \/>unter den Antimaterietanks lag. Dort ging die Hauptplasmaleitung zu den<br \/>Impulstriebwerken entlang, unterhalb des Fu\u00dfbodens. Ich hatte Roweir<br \/>gebeten, mir einen feldst\u00e4rkenmessf\u00e4higen Tricorder zu besorgen und den<br \/>gab er mir dann auch im Gang vor dem Raum.<\/p>\n<p>Er fragte mich noch, ob ich da wirklich rein wollte. Ich fand die Frage<br \/>schon dumm. Als ob ich eine Wahl gehabt h\u00e4tte. Ich hab ihn und einen<br \/>anderen Techniker dann weggeschickt und bin rein und eine zeitlang<br \/>dachte ich, ich k\u00f6nnte die Eind\u00e4mmungsfelder stabilisieren, aber die<br \/>fluktuierten immer mehr. Ich hatte irgendwann nur noch die Wahl, an<br \/>welcher Stelle der Leitung das Leck kommen w\u00fcrde und dann w\u00e4re Plasma in<br \/>gro\u00dfen Mengen ausgetreten, direkt unter dem Antimaterietank. Einen<br \/>kurzen Moment hatte ich den Gedanken, ich lasse nun alles einfach<br \/>hochgehen, direkt unter mir das Plasma austreten, dann w\u00fcrde ich nichts<br \/>mehr vom Rest mitbekommen, es w\u00e4re sofort zu Ende, aber dann meldete<br \/>sich Captain Toussaint von der Br\u00fccke und erkl\u00e4rte mir seinen Plan: Er<br \/>schickte mir Eind\u00e4mmungsfeldgeneratoren, die ich einsetzen konnte, um<br \/>den Bruch abzufangen. Der war unvermeidlich geworden, aber so wurde<br \/>austretendes Plasma in eine Blase gedr\u00fcckt und konnte auch aus dieser<br \/>herausgebeamt werden, einfach per Masse in einem gewissen Umfang und<br \/>verschoben in ein anderes Eind\u00e4mmungsfeld. Das funktionierte auch und<br \/>irgendwer auf der Br\u00fccke schaffte es auch, den Plasmafluss zu<br \/>verringern, der im Rohr selbst noch war.&#8220;<\/p>\n<p>Jyn musste kurz \u00fcberlegen, wie sie den Rest erkl\u00e4ren sollte, das w\u00fcrde<br \/>nun sehr technisch werden: &#8222;Auf jeden Fall hatte ich uns damit ein<br \/>bisschen Zeit erkauft. Nur ewig w\u00fcrde auch das nicht gutgehen, nur ein<br \/>paar Minuten w\u00fcrden die Eind\u00e4mmungsfelder funktionieren. Der Plasmadruck<br \/>im Rohr nahm ab und wir berieten uns kurz, verwarfen die Idee, einen<br \/>Propfen in das Rohr zu beamen, so genau war ein Transport einfach nicht<br \/>machbar und bei einer Abweichung von nur ein paar Millimetern w\u00e4re der<br \/>Schaden gr\u00f6\u00dfer als der Nutzen. Also habe ich um ein Flickset gebeten. Im<br \/>Prinzip ist so eine Plasmaleitung eigentlich nur eine Ansammlung von<br \/>Spulen, die das Plasma dort halten, wo es durchflie\u00dft. Es gibt<br \/>Flicksets, die genau diese Spulen enthalten und das Rohr verschlie\u00dfen<br \/>und die Eind\u00e4mmungsfelder wieder komplettieren. Der Druck in der Leitung<br \/>war schon stark gesunken und ich dachte, ich k\u00f6nnte den Flicken einfach<br \/>aufsetzen. Diese Dinger sind\u2026 sie passen sich an die Oberfl\u00e4che an und<br \/>verschlie\u00dfen fast automatisch solche Lecks. Wenn die L\u00f6cher klein sind<br \/>und der Druck nicht zu hoch. Ich musste also nur den Flicken aufsetzen,<br \/>das hab ich dann und dann gab es eine Abweichung im Druck des Rohres,<br \/>eine Ecke des Flickens dr\u00fcckte sich nicht automatisch an, ich hab dann<br \/>versucht, mit der Hand\u2026 dann kam das Plasma direkt aus der losen Stelle.<br \/>Alles brannte, ich dachte, das war es nun. Und dann\u2026&#8220;<\/p>\n<p>Jynah zuckte mit den Achseln: &#8222;Ich hab nichts mehr mitbekommen, nicht<br \/>den Nottransport, nicht, wie mich Dr. Corapara behandelt hat, wie er die<br \/>Kleidung von meiner Haut trennte, wie er die Reste meines Armes<br \/>irgendwie rettete. Erst am n\u00e4chsten Morgen hat man mich dann aufgeweckt<br \/>und ich wollte einfach nur nach Hause, bis ich versuchte, den rechten<br \/>Arm anzuheben. Und der war nicht mehr da, nur noch\u2026 ein Stumpf. Es hat<br \/>Tage gedauert, bis meine Haut wieder in Ordnung war und nach einer Woche<br \/>hat mir der Doc dann dieses Ding angepasst, hat meine Nerven damit<br \/>verbunden, wir haben Stunden damit verbracht, alles anzupassen. Ich<br \/>komme nicht gut mit ihm aus, er hat so eine Art, die mich einfach w\u00fctend<br \/>macht. Und ich glaube, meine Art mag er auch nicht besonders.\u201d<\/p>\n<p>Ettore nickte stumm. Dieses Gef\u00fchl, wenn \u00c4rzte nur an ihre Kunst<br \/>dachten, aber nicht an den Patienten, kannte er selber nur zu gut. \u201cIch<br \/>kann ihre Gef\u00fchle nachvollziehen. Das Aufwachen ist furchtbar.\u201d<\/p>\n<p>Jynah nickte: \u201cAuf jeden Fall sah mein Arm zuerst noch schlimmer aus.<br \/>Metall, Carbon, Dr\u00e4hte, Titan. Ich habe mich nicht einmal getraut, damit<br \/>jemandem die Hand zu geben, das war\u2026 ein Roboterarm. Den Humanmantel hat<br \/>der Doc erst nach Abschlu\u00df der Einstellungen aufgetragen. Tam hatte<br \/>eigentlich eine andere Idee, er ist Wissenschaftler und Biologe. Es ist<br \/>nicht sein Spezialgebiet, aber er besch\u00e4ftigt sich auch mit der\u2026<br \/>Modifikation von Lebewesen, so hat er es zumindest genannt. Er meinte,<br \/>ein biologisch gewachsener Arm w\u00e4re als Ersatz vielleicht m\u00f6glich, aber<br \/>bisher gab es dazu keinen Ansatz und wir reden irgendwie nicht mehr \u00fcber<br \/>das Thema. Ich habe darauf bestanden, dass der Doc am Oberarm den<br \/>Programmierport frei l\u00e4sst, als er den Humanmantel aufgebracht hat, so<br \/>kann ich noch etwas an der Programmierung arbeiten und ich kann die<br \/>Nervenimpulse direkt auf ein PADD leiten und dar\u00fcber auch andere<br \/>Funktionen steuern. Spielereien bisher. Licht- oder<br \/>Temperatureinstellungen im Quartier, die statt Finger- oder<br \/>Handgelenksbewegungen dann ausgef\u00fchrt werden. Ich kann dar\u00fcber ein PADD<br \/>bedienen, besser als mit den k\u00fcnstlichen Fingern, aber\u2026 es ist kein<br \/>Ersatz. Und dann sind da noch immer ab und an Schmerzen, wie Kr\u00e4mpfe,<br \/>oder das Gef\u00fchl, dass alles brennt.&#8220;<\/p>\n<p>Ettore nickte. \u201cJa, Kr\u00e4mpfe habe ich leider auch \u00f6fters. Schon seltsam,<br \/>dass man in Fingern, die man nicht mehr hat verkrampfen kann.\u201d Er<br \/>seufzte. Aber all diese technischen Einrichtungen, sei es in der<br \/>Erz\u00e4hlung der jungen Frau \u00fcber ihren Unfall, sei es nun beim Mitwirken<br \/>bei der Gew\u00f6hnung an den Arm. Es schien ihr irgendwie Halt zu geben.<br \/>Eine Aussicht, die Ettore sehr hoffnungsvoll fand.<\/p>\n<p>\u201eEs tut mir leid, dass Sie diesen schweren Unfall hatten und soviel<br \/>Schmerzen ertragen mussten\u201c, sagte Ettore. Es war Mitgef\u00fchl, kein<br \/>Mitleid. Das war etwas, was Jynah schon bei ihrem ersten Gespr\u00e4ch<br \/>aufgefallen war. Nach so viel Reden und dann auch noch \u00fcber sich griff<br \/>sie nun zu der Kanne mit Tee und schenkte sich vorsichtig einen Becher ein.<\/p>\n<p>\u201cSie sind sehr stark, Jynah. Das merkt man. Sie sind doch schon so aktiv<br \/>dabei, sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Also, meine<br \/>unprofessionelle Meinung dazu: Sie machen das toll! Nur Mut auch den<br \/>n\u00e4chsten Schritt zu gehen!\u201d, sagte Mel und nickte Jyn aufmunternd zu.<\/p>\n<p>\u201eIch gebe meiner Frau vollkommen Recht. Vielen Dank, dass Sie das<br \/>Vertrauen haben, es uns zu erz\u00e4hlen. Auch wenn das noch f\u00fcr Sie alles<br \/>sehr neu und schlimm ist, haben Sie wirklich gro\u00dfes Gl\u00fcck gehabt. Ich<br \/>hoffe f\u00fcr Sie, dass Sie dies in ein paar Jahren auch so sehen k\u00f6nnen.<br \/>Aber geben Sie sich Zeit.\u201c Er l\u00e4chelte Sie freundlich an.<\/p>\n<p>\u201eEntschuldigen Sie, diese pers\u00f6nliche Frage, Sie sprechen so ruhig<br \/>dar\u00fcber, als h\u00e4tte hat die Zeit das bei Ihnen bewirkt? Ich meine, Sie<br \/>tragen noch nicht mal eine Prothese\u201c, fragte Jyn. Sie merkte, dass sie<br \/>ganz offen fragen konnte.<\/p>\n<p>\u201eIch kenne die Geschichte schon und bringe mal unsere Zwillinge ins<br \/>Bett.\u201c Mel war aufgestanden und hatte sich auch Eliseo von Ettores Scho\u00df<br \/>genommen.<\/p>\n<p>Ettore r\u00e4usperte sich und nahm auch einen Schluck vom Tee. \u201eJa, kann man<br \/>so sagen, aber ich habe es auch auf die harte Tour gelernt. Es scheint<br \/>da leider keine Abk\u00fcrzung zu geben.\u201d Er lachte kurz ein wenig bitter.<br \/>\u201cBei mir ist es schon 16 Jahre her, dass ich den Arm verloren habe. Es<br \/>war ein bewaffneter \u00dcberfall auf ein Forschungsprojekt. Sehr abgelegen.<br \/>Eine Detonation direkt neben mir hat den Arm einfach ausgerissen.\u201d Er<br \/>machte mit der Hand eine wegwerfenden Geste. \u201dLeider konnten wir erst<br \/>Wochen sp\u00e4ter medizinisch gut versorgt werden. Da war es dann schon<br \/>etwas sp\u00e4t, aus dem, was nicht mehr da war, noch was zu machen.\u201d Sagte<br \/>er kryptisch.<\/p>\n<p>Als Jynah ihn fragend ansah, fuhr er fort: \u201dGeben Sie mir mal ihre Hand.<br \/>Die linke.\u201c Z\u00f6gernd hob Jynah den Arm. \u201eJetzt f\u00fchlen sie mal bei sich,<br \/>hier, und hier.\u201c er f\u00fchrte ihre Hand vorsichtig dorthin, wo ihr<br \/>Armstumpf noch einiges an kr\u00e4ftigen Muskeln hatte.<\/p>\n<p>Ettore tippte sich an die Stirn. \u201eAlles noch gut mit hier oben vernetzt<br \/>und kann genutzt werden. Deshalb k\u00f6nnen Sie auch schon nach so kurzer<br \/>Zeit so gut mit ihrer Prothese arbeiten.\u201c<\/p>\n<p>Bei dem Wort \u2018gut\u2019 zog Jynah die Stirn in Falten und wollte<br \/>protestieren. Ettore sah es und lachte. \u201cIch zeige Ihnen den<br \/>Unterschied: Bei mir ist da nichts mehr. Ich habe es mehrere Jahre<br \/>versucht, aber es war nicht wirklich gut. Und bei meiner ersten Mission<br \/>in der Sternenflotte wurde ich entf\u00fchrt und gefoltert. Dort wurde mir<br \/>gewisserma\u00dfen der letzte Versuch mit einer Prothese weggebrannt, weil<br \/>das Kontaktst\u00fcck gebrannt hat. Schauen Sie.\u201c Ettore zog seinen Pullover<br \/>aus. Er nahm erneut die Hand der Frau und legte sie auf seine Schulter.<br \/>Man konnte deutlich sehen, dass die linke K\u00f6rperh\u00e4lfte schmaler war, das<br \/>Schl\u00fcsselbein stand noch etwas heraus. Darunter war eine Delle. Aber<br \/>ansonsten sah sie Brandwunden, alte Narben, und sie sp\u00fcrte die Knochen,<br \/>die nur durch wenig nachgez\u00fcchtete Haut bedeckt waren, bevor man die<br \/>ersten Rippen erkennen konnte.<\/p>\n<p>\u201eHier ist nur noch Haut und Knochen, alles, was man an Muskeln, Nerven,<br \/>Sehnen h\u00e4tte benutzen k\u00f6nnen, ist weg. Es hat noch nicht mal zum<br \/>Abpolstern unterhalb der Schulter gereicht. Da war mal der Ansatz zu<br \/>einer Armprothese. Sie sehen noch die Reste der R\u00fcckoperation.\u201d Er<br \/>machte mit Jynahs Fingern eine etwas vage Bewegung im Kreis um seine<br \/>Schulter. \u201cErst hier habe ich wieder Muskeln. Reichlich wenig f\u00fcr gute<br \/>Nervenimpulse. Erinnern Sie sich, wieviel sie bei Ihnen gef\u00fchlt haben.\u201c<br \/>Er nahm ihre Hand und f\u00fchrte sie zu den Brustmuskeln und zwischen die<br \/>Schulterbl\u00e4tter, spannte die jeweiligen Muskeln an, so dass sie sie gut<br \/>f\u00fchlen konnte. Als er die Hand auf seinen R\u00fccken f\u00fchrte, blieben Jynahs<br \/>Finger an einer sehr tiefen Narbe h\u00e4ngen, die diagonal \u00fcber den R\u00fccken<br \/>verlief. Sie fuhr mit den Fingern ein wenig daran entlang. Dann zog sie<br \/>die Hand schnell und verlegen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ettore l\u00e4chelte sie freundlich an. \u201eEs ist schon in Ordnung.\u201c Er zog<br \/>seinen Pullover wieder \u00fcber und strich sich durch das Haar. \u201eDas war<br \/>auch Plasma. Allerdings welches, das mit purem Hass und roher Gewalt in<br \/>meinen K\u00f6rper getrieben wurde. Ich sagte doch, ich wei\u00df, wie Plasma<br \/>einen verbrennt. Leider keine so heroische Geschichte wie bei Ihnen. Ich<br \/>wurde bei der Entf\u00fchrung mit Plasmapeitschen gefoltert. Ich habe noch am<br \/>ganzen K\u00f6rper Narben davon.\u201c. Den letzten Teil sagte er leise.<\/p>\n<p>Jynah musste schlucken. Sie wusste, zu was intelligente Lebewesen in der<br \/>Lage waren.<\/p>\n<p>Sie hatte mehrfach dem Tod ins Auge geblickt, war niedergeschossen<br \/>worden von einem Attent\u00e4ter und hatte nicht nur einmal in den Lauf einer<br \/>Waffe geblickt.<\/p>\n<p>Sie hatte Shay, Shay Ruthven, ihren Freund, im Arboretum gefunden, mit<br \/>diesem Speer quer durch den Leib und sie hatte dann den Nottransport<br \/>eingeleitet, um daraufhin von ihm ferngehalten zu werden f\u00fcr zwei Tage,<br \/>in denen niemand ihn hatte besuchen d\u00fcrfen. Sie hatte geweint und sich<br \/>dann getr\u00f6stet. Mit Russel Cypher, dem damaligen zweiten Offizier und<br \/>Wissenschaftschef. Und dann war sie zu Dr. Benton gegangen und hatte<br \/>darauf bestanden, bei Shay sein zu d\u00fcrfen. Die hatte dann letztendlich<br \/>\u2018ja\u2019 gesagt und so war Jynah bei ihm gewesen, als er erwachte. Sie hatte<br \/>ihn gepflegt und sich um ihn gek\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Sie hatte miterlebt, wie der Ex ihrer damaligen CO diese auf deren<br \/>Hochzeit \u00fcberfiel. Wie Commander Akira Silverhawk beinahe dadurch ihre<br \/>ungeborenen Kinder verlor.<\/p>\n<p>Sie hatte miterlebt, wie Menschen starben, in Tr\u00e4umen, in einer<br \/>Traumwelt, die Auswirkungen auf die Wirklichkeit hatte.<br \/>Sie hatte in den Lauf einer Barkai-Waffe geblickt auf einer Welt, die<br \/>jetzt unbewohnbar war.<\/p>\n<p>Sie hatte hinter Mike Rainor gestanden, als der von einem<br \/>Klingonenschwert durchbohrt wurde und starb und dann kam immernoch mehr<br \/>Tod. Klingonen, fremde Parasiten oder Viren, ein sterbendes, riesiges,<br \/>fremdes Wesen aus einem anderen Universum, dass sie um Hilfe bat &#8211; f\u00fcr<br \/>ihr Junges. Und sie konnten nichts tun. Jynah konnte nichts tun. Auch<br \/>nicht f\u00fcr den Marine, der an ihr vorbei in den Tod st\u00fcrzte.<\/p>\n<p>Viele andere waren tot, wo sie \u00fcberlebt hatte. Und doch: Das hier, was<br \/>dieser Mann vor ihr erlebt hatte, war Folter, Grausamkeit, absichtlich<br \/>zugef\u00fcgte Wunden und Schmerz, worauf sie blickte, diese Furchen, diese<br \/>Zeichen von unmenschlichem Verhalten. Das, was dieser Mann erlebt hatte,<br \/>war purer Horror, den Narben nach.<\/p>\n<p>&#8222;Ich\u2026 ich habe nie verstanden, wie intelligente Lebewesen absichtlich<br \/>anderen Schaden zuf\u00fcgen. Ich\u2026 ich mag keine Waffen, ich bin zur<br \/>Sternenflotte gegangen, um fremde Welten zu sehen, um der Forschung zu<br \/>helfen, um _freundliche_ fremde Spezies zu treffen.&#8220; \/\/\u2026und dar\u00fcber zu<br \/>schreiben\u2026\/\/<\/p>\n<p>Jynah traten Tr\u00e4nen in die Augen: &#8222;Es tut mir leid, ich\u2026 musste an so<br \/>viele denken, die ich verloren habe. Und das da\u2026&#8220;, sie versuchte die<br \/>Feuchtigkeit aus ihren Augen zu blinzeln, &#8222;das ist einfach schrecklich.&#8220;<\/p>\n<p>\u201cIch verstehe Sie, Miss.\u201d Ettore sprach in beruhigendem Tonfall. \u201cIch<br \/>wollte auch zur Sternenflotte, um als Counselor Krieg und Gewalt zu<br \/>verhindern. Und nun finde ich mich mitten in einem Krieg wieder. Na ja,<br \/>ich hatte das gro\u00dfe Pech, zweimal in meinem Leben zur falschen Zeit, am<br \/>falschen Ort zu sein. Da kann man nichts machen.\u201d Er zuckte mit den<br \/>Schultern. Und die ungleichm\u00e4\u00dfige Bewegung machte f\u00fcr Jynah nun mehr<br \/>Sinn, nachdem sie gesehen hatte, wie wenig Muskeln zum Bewegen der<br \/>linken K\u00f6rperseite dem Italiener geblieben waren.<\/p>\n<p>Sie versuchte zu l\u00e4cheln, aber das gelang nur sehr schief: &#8222;Und\u2026<br \/>heroisch war rein \u00fcberhaupt nichts bei mir. Es gab einfach niemand<br \/>anderen, der das h\u00e4tte tun k\u00f6nnen. Ich hatte keine Wahl. Im Endeffekt<br \/>war das ein dummer Unfall, der nur deswegen passierte, weil ein<br \/>Ingenieur Quereffekte vergessen hat. Weil jemand innerhalb des Hangars<br \/>eine ganze Ladung Magnetstiefel auf dem Boden festmachte, die<br \/>Scottspulen unter dem Hangarboden das ganze verst\u00e4rkten und es keine<br \/>Kompensation daf\u00fcr gab bisher. Die wird jetzt \u00fcberall nachger\u00fcstet. Es<br \/>war\u2026 einfach unn\u00f6tig und v\u00f6llig sinnlos!&#8220;<\/p>\n<p>Sie deutete auf die Narben Ettores: &#8222;So sinnlos\u2026 nur dass es bei mir<br \/>einfach Unachtsamkeit eines Ingenieurs war, der seit Jahren tot ist und<br \/>das da\u2026 absichtliche Grausamkeit?&#8220;<\/p>\n<p>Ettore nickte. \u201cAber Sie hatten immerhin die Wahl, aktiv etwas zu<br \/>gestalten. Ich finde das sehr heroisch. In der Stunde der Not waren Sie<br \/>zur Stelle, weil Sie sich nie in Frage gestellt haben. Das finde ich<br \/>sehr mutig von Ihnen, Miss.\u201d<\/p>\n<p>So ganz konnte Jynah das nicht verstehen. Sie hatte einfach das getan,<br \/>was sie f\u00fcr richtig und notwendig gehalten hatte, so wie sie es immer<br \/>tat. Versuchen, das Richtige zu tun. Und dann Narben davon<br \/>zur\u00fcckzubehalten. Manche offensichtlich, wie die, seitlich an ihrem<br \/>Kopf, unter den Haaren versteckt, oder der ihr nun fehlende Arm, andere<br \/>tief im Innern, wie die Erinnerungen an gefallene Bekannte.<\/p>\n<p>\u201cNun\u201d, sagte Ettore, \u201cich m\u00f6chte nichts besch\u00f6nigen. Manche Dinge<br \/>bleiben. Auch ich wache nachts manchmal von Albtr\u00e4umen durch meine<br \/>eigenen Schreie auf. Oder es gibt Dinge, die einem unendlich peinlich<br \/>sind, weil man sie nicht alleine h\u00e4ndeln kann. Bei mir zum Beispiel vor<br \/>ein paar Tagen bei dem Kennlerntreffen der Crews das Buffet. Ich w\u00e4re<br \/>lieber verhungert, als mich dort anzustellen, weil ich evtl. keine<br \/>M\u00f6glichkeit gehabt h\u00e4tte, den Teller abzustellen und dann die restliche<br \/>Zeit mit dem Teller in der Hand herumgestanden h\u00e4tte. Alle h\u00e4tten sehen<br \/>k\u00f6nnen, dass ich noch nicht mal einen Buffet-Teller alleine benutzen<br \/>kann!\u201d Im R\u00fcckblick konnte Ettore dies freim\u00fctig erz\u00e4hlen und wurde nur<br \/>noch ein ganz klein wenig rot.<\/p>\n<p>Jynah schmunzelte, als sie die Andeutung von Verlegenheit sah. Sie war<br \/>nicht dort gewesen, nicht als einfaches Mannschaftsmitglied. Dann wurde<br \/>sie wieder ernst: \u201cUnd was bedeutet das alles f\u00fcr uns?\u201d<\/p>\n<p>\u201cDie Zeit vergeht. Der \u00e4lteste Trick der Welt. Das Leben geht weiter!<br \/>Der Schmerz wird bleiben. Da m\u00f6chte ich ihnen nichts vormachen. Hier und<br \/>hier.\u201d Ettore deutete auf seine Schulter und legte dann die Hand auf<br \/>seine Brust. \u201cAber er wird sich wandeln. Jetzt \u00fcbermannt er sie noch.<br \/>Und eines Tages werden Sie feststellen, dass er ein Teil ihrer<br \/>Pers\u00f6nlichkeit geworden ist.\u201d<\/p>\n<p>Einen Moment sah Jynah zu Boden. Das Leben ging weiter. Aber f\u00fcr<br \/>wieviele endete es auch &#8211; oft v\u00f6llig sinnlos. Dann sp\u00fcrte sie die W\u00e4rme<br \/>und Freundlichkeit Ettores, die er ausstrahlte, trotz allem, was er<br \/>erlebt hatte. Sie sah hoch zu ihm und hoffte, irgendwann auch diese<br \/>St\u00e4rke, diese Sicherheit, zur\u00fcckzubekommen. Das, was sie einmal besessen<br \/>hatte und was in manchen Momenten wiederkehrte. Sie schmunzelte, als sie<br \/>an Shay Ruthven dachte. Der brachte sie immer wieder dazu, entweder<br \/>w\u00fctend oder zickig zu reagieren. K\u00e4mpferisch zu reagieren &#8211; und damit<br \/>brachte er auch ein wenig das Gef\u00fchl von Kontrolle f\u00fcr Jynah zur\u00fcck.<br \/>\u00dcber sich selbst und ihr Schicksal. Es tat noch immer weh, aber es gab<br \/>ihr auch Kraft. _Er_ gab ihr diese Kraft. Und nun auch Hoffnung, f\u00fcr<br \/>sich und ihren Sohn.<\/p>\n<p>Tief atmete die Technikerin durch.<\/p>\n<p>\u201cDerzeit kann ich daran noch nicht glauben\u2026\u201d sagte sie leise.<\/p>\n<p>\u201cDas verstehe ich. Geben Sie sich Zeit. Suchen Sie Hilfe. Solange wir<br \/>noch nicht im Einsatz sind, k\u00f6nnen Sie nat\u00fcrlich gerne jederzeit zu mir<br \/>kommen. Aber suchen Sie auch professionelle Hilfe. Sprechen Sie dar\u00fcber,<br \/>fressen Sie es nicht in sich hinein. Es ist keine Schande, Hilfe zu<br \/>brauchen und danach zu fragen.\u201d Ettore hatte kurz ihre linke Hand<br \/>ergriffen und dr\u00fcckte sie kurz, um ihr ein wenig Mut zu machen.<br \/>Mel war zur\u00fcckgekommen und legte einen Finger auf die Lippen. Dann<br \/>deutete sie auf die Ecke, wo die beiden Jungs vor Kurzem noch gespielt<br \/>hatten. Nun waren beide eingeschlafen, jeder ein Arm \u00fcber das Raumschiff<br \/>gelegt. \u201cSind die nicht s\u00fc\u00df?\u201d, fragte sie.<\/p>\n<p>\u201cIch finde, wir sollten uns der von Ihnen mitgebrachten Flasche Wein<br \/>widmen. Sp\u00fclen wir ein wenig den Schmerz und den Kummer \u00fcber die Welt<br \/>mit einem guten Schluck hinunter\u201d, schlug Ettore vor.<\/p>\n<p>Mel war wieder in den Nebenraum gegangen und hatte drei Gl\u00e4ser geholt.<br \/>Sie stellte sie auf den Tisch. Ettore hatte die Flasche an sich<br \/>genommen, auf den Boden gestellt und mit den F\u00fc\u00dfen festgehalten. Nun<br \/>begann er langsam mit einem Somelierbesteck die Flasche zu \u00f6ffnen.<br \/>Schlie\u00dflich schenkte er allen ein.<\/p>\n<p>Mel war auf der Couch hinter Ettore gerutscht und kuschelte sich nah an<br \/>ihn. Sie hob das Glas. \u201cAuf was trinken wir?\u201d, fragte sie.<\/p>\n<p>\u201cAuf das Leben.\u201d Er deutete mit dem Kopf zu den Jungen: \u201cAuf die n\u00e4chste<br \/>Generation!\u201d<\/p>\n<p>Darauf stie\u00df Jynah gern an. Shay Junior war das Beste, was sie im Leben<br \/>vollbracht hatte, er war ihr ganzer Stolz, ihr ein und alles. Warm<br \/>l\u00e4chelte sie, als die Gl\u00e4ser aneinander stie\u00dfen und sie f\u00fchlte \u00e4hnliches<br \/>von Ettore und Melody ausgehen. Stolz und Liebe.<\/p>\n<p>&lt;\/rpg&gt;<\/p>\n<p>&lt;sum&gt;<\/p>\n<p>#Zeit: MD 05.1815<br \/>#Ort: K7 &#8211; Quartierbereiche<br \/>Eigentlich will sich Jynah nur kurz bei Ettore und Melody bedanken, mit<br \/>einer Flasche Wein und einem Blumenstrau\u00df, die dankbar angenommen<br \/>werden, aber dann sind da zwei Jungs, die miteinander spielen und so<br \/>bitten Mel und Ettore Jynah herein. Jynah und Ettore erz\u00e4hlen die<br \/>Geschichten ihres jeweiligen Armverlustes, Ettore spricht Jynah Mut zu.<\/p>\n<p>&lt;\/sum&gt;<\/p>\n<p>submitted by<\/p>\n<p>Assets und Kim<\/p>\n<p>aka<\/p>\n<p>CPO Jynah Ros, REP\/TECH USS Artemis<br \/>&amp;<br \/>LtCmdr. Ettore Ludovico della Scala, 2O, USS Hephaistos<\/p>\n<p>SD300501\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lieber Arm ab als arm dran By @&#8230; Moin, hier kommt ein Copost mit Assets. Danke Dir, hat wieder gro\u00dfen Spassgemacht \ud83d\ude42 Ist nur etwas schmerzerf\u00fclltes Charbuilding. Aber wir wollten Jynah undMel noch etwas n\u00e4her zusammenbringen, damit sie sich auf K7 nichtlangweilen, w\u00e4hrend die Mission l\u00e4uft. Und ja, da war auch noch was,wor\u00fcber nicht gesprochen&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-lieber-arm-ab-als-arm-dran\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;SFG Joint Venture &#8211; Lieber Arm ab als arm dran&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-8506","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8506","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8506"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8506\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8506"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8506"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8506"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}