{"id":8537,"date":"2024-05-12T23:10:17","date_gmt":"2024-05-12T21:10:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-fokus\/"},"modified":"2024-05-12T23:10:17","modified_gmt":"2024-05-12T21:10:17","slug":"sfg-joint-venture-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-fokus\/","title":{"rendered":"SFG Joint Venture &#8211; Fokus"},"content":{"rendered":"<div><a href=\"https:\/\/sfg.groups.io\/g\/jv1\/message\/63\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n\t\t\t\t\tFokus<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>\t\t\t\tBy @&#8230;<\/p>\n<p>\t\t\tMoin,<\/p>\n<p>hier ein Copost mit Debora \ud83d\ude42 Danke Dir, dass Du Dich drauf eingelassen hast. Hat gro\u00dfen Spass gemacht!<\/p>\n<p>Es geht auch um Missionsvorbereitungen. Allerdings etwas andere, als die \u00dcbung der Marines.<\/p>\n<p>Ich habe mich dazu auch noch von einer Freundin beraten lassen. Dank auch an sie!<\/p>\n<p>&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p># Ort: USS Hepahaistos, CNS-B\u00fcro<br \/># Zeit: MD 5.0930<\/p>\n<p>Ettore betrat das CNS-B\u00fcro. Es war ein seltsames Gef\u00fchl, wieder hier zu sein. Es hatte sich einiges ge\u00e4ndert. Nazira hatte ihrer Kreativit\u00e4t freien Lauf gelassen und umgestellt oder neu dekoriert.<\/p>\n<p>&#8222;Guten Tag, Miss Tapai. Sehr h\u00fcbsch geworden&#8220;, sagte er beim Eintreten und lie\u00df den Blick noch etwas schweifen. Auch sie hatte viele Pflanzen in diesem Raum, jede so platziert, dass sie eine gem\u00fctliche, entspannte Atmosph\u00e4re f\u00f6rderten. Dazu waren einige Landschaftsbilder gekommen, auf die man bequem aus jedem Winkel des B\u00fcros aus sehen konnte. Es waren unterschiedliche Landschaften, die ihm nichts sagten. Vermutlich von ihrem Heimatplaneten? Jedefalls war, soweit er das sagen konnte, f\u00fcr jeden Geschmack etwas dabei. Und er wusste &#8211; so mancher Patient konzentrierte seinen Blick zu bestimmten Zeiten in einem schwierigen Gespr\u00e4ch gerne auf etwas anderes, als den Therapeuten.<\/p>\n<p>&#8222;Guten Tag, Mr. della Scala. Es freut mich, dass es Ihnen gef\u00e4llt. Nehmen Sie doch Platz und erkl\u00e4ren Sie mir bitte ganz entspannt, worum es geht&#8220;, sagte Nazira h\u00f6flich. &#8222;Und nur keine Scheu, es ist sicher ungewohnt f\u00fcr Sie, auf der anderen Seite des Tisches zu sitzen.&#8220; Sie l\u00e4chelte freundlich.<\/p>\n<p>Ettore erwiderte das L\u00e4cheln: &#8222;Sicher genauso ungewohnt wie f\u00fcr Sie als Counselor, jemanden zu haben, der die Diagnose schon kennt.&#8220; Er zog die Uniform glatt, bevor er sich setzte.<\/p>\n<p>Nazira l\u00e4chelte ihn warm an. Darf ich Ihnen etwas zu Trinken anbieten?&#8220;, erkundigte sie sich.<\/p>\n<p>&#8222;Gerne, eine Spremuta, einen frisch gepressten Orangensaft, bitte.&#8220; Er legte ein Padd bereit, lehnte sich dann entspannt zur\u00fcck und bedankte sich, als Nazira das gew\u00fcnschte Getr\u00e4nk vor ihm abstellte.<\/p>\n<p>&#8222;Dann erz\u00e4hlen Sie mal von Ihrer &#8218;Diagnose'&#8220;, forderte sie ihn auf und legte ein Padd bereit.<\/p>\n<p>&#8222;Versagensangst&#8220;, antwortete er schlicht.<\/p>\n<p>Nazira hob die Augenbrauen. &#8222;K\u00f6nnen Sie mir das bitte n\u00e4her erl\u00e4utern?.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja nat\u00fcrlich&#8220;, erkl\u00e4rte Ettore, &#8222;Aber erst wollte ich noch erkl\u00e4ren, warum ich mich an Sie gewandt habe, wo ich doch schon wei\u00df, was ich habe und letztendlich auch wei\u00df, was ich bei Angstattacken tun muss. Ich brauche Sie vor allem, um meine Gedanken und Gef\u00fchle zu sortieren und einordnen zu k\u00f6nnen, um handlungsf\u00e4higer zu werden. Wissen Sie, ich habe so lange mit Supervision gearbeitet. Das fehlt mir auf meinem neuen Posten. Daher brauche ich da Ihre Hilfe.&#8220;<\/p>\n<p>\/\/ Ich f\u00fchle mich geehrt\/\/ dachte sie und sagte dann: &#8222;Das kann ich nachvollziehen. Aber auch bei einem solchen Ansatz bin ich Ihnen gerne behilflich.&#8220; Sie machte eine kleine, ruhige Geste mit der Hand um ihn aufzufordern, weiter auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p>&#8222;Nun, wie Sie wissen bin ich auf den Posten des Zweiten Offiziers beordert worden. Soweit so gut. Ich habe ja bereits Erfahrung als F\u00fchrungsoffizier eines Schiffes. Aber warum jetzt, zu Kriegszeiten? Ich bin kein ausgebildetete Kommandant f\u00fcr Kampfhandlungen. Es stehen doch sicher genug junge Offiziere bereit, die von einem Kommando tr\u00e4umen und entsprechend ausgebildet sind. Warum ich?&#8220; er strich sich mit den Fingern durch das Haar, als wolle er sie raufen.<\/p>\n<p>Er grummelte: &#8222;Ich werde das Gef\u00fchl nicht los, dass mir oder dem Captain da jemand einen dummen Streich spielen will. Aber das nur am Rande.&#8220;<\/p>\n<p>Nazira bemerkte seine nerv\u00f6se Geste, kommentierte seinen Zustand jedoch nicht und hakte statt dessen nach: &#8222;Was meinten Sie mit &#8218;dummer Streich&#8216;?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ach!&#8220; Ettore seuzte. &#8222;Mit Commodore Ruthven hat es mal einen kleineren Zwischenfall gegeben&#8230; wegen meiner Behinderung. Ich wei\u00df, unter welchem psychischen Druck die Commodore damals stand. Ich habe es ihr nicht pers\u00f6nlich genommen, auch wenn es mich damals wortw\u00f6rtlich umgehauen hat. Alte Geschichten.&#8220; Er winkte ab. &#8222;Aber ich werde das Gef\u00fchl nicht los, dass sie dahinter steckt, dass ich auf dem Posten bin. Entweder unserem Captain zuliebe, aus Wiedergutmachung&#8230; ich wei\u00df es nicht. Irgendwie f\u00fchlt es sich nach Falschspielen an. Man setzt doch nicht auf ein lahmes Pferd, wenn man das Rennen gewinnen will. Wenn Sie diesen Vergleich erlauben.&#8220;<\/p>\n<p>Die Trill guckte den Italiener ungl\u00e4ubig an und dann musste sie einfach Lachen. &#8222;Entschuldigen Sie.&#8220; Sie hielt die Hand vor den Mund und hatte sich schnell wieder unter Kontrolle.<\/p>\n<p>&#8222;Aber, Mr. della Scala. Ich glaube, da hat sich bei Ihnen eine Ecke zu viel in die Gedanken geschlichen&#8220;, erkl\u00e4rte sie ruhig, aber immer noch am\u00fcsiert. &#8222;Wenn sie wirklich falsch spielen w\u00fcrde &#8211; was ich nicht glaube &#8211; w\u00fcrde sie ja das Leben vom Captain, von uns allen und letztendlich auch von sich selber gef\u00e4hrden. Warum sollte sie das tun?&#8220;<\/p>\n<p>Ettore runzelte die Stirn. &#8222;Hmm&#8230;.&#8220; Er dache einen Augenblick nach. &#8222;Da haben Sie recht. Vermutlich habe ich mich da in Gedanken festgefahren. Das k\u00f6nnten wir also als abgehakt behandeln. Ich werde bei Gelegenheit einfach den Captain drauf ansprechen.&#8220;<\/p>\n<p>Er notierte sich &#8218;Shay, Commodore Ruthven, Versetzung?&#8216;.<\/p>\n<p>&#8222;Vor meiner Nachfrage wollten Sie mir erl\u00e4utern, worin ihre \u00c4ngste bestehen&#8220;, nahm die Trill den Faden wieder auf.<\/p>\n<p>&#8222;Ja. Ich habe einfach Angst davor, dass es an meiner Unf\u00e4hgikeit scheitert und ich andere, die Crew, den Flottenverband, die Sternenflotte mit ins Verderben ziehe. Ich meine &#8211; ich kann wegen meiner Behinderung nicht das \u00fcbliche Sternenflottenprotokoll befolgen, ein Au\u00dfenteam anzuleiten. Ich kann noch nicht mal ein Phasergewehr halten.&#8220;<br \/>Er imitierte das Halten mit einer Hand und lie\u00df sie dann einfach sinken. Zwischendurch hatte seine Stimme etwas emp\u00f6rt geklungen, aber zum Schluss war es ein eher deprimierter Ton. &#8222;Und doch wurde ich auf den Posten befohlen&#8230;Bitte helfen Sie mir, Miss Tapai, dar\u00fcber Klarheit zu bekommen, wie ich es am besten angehe, dass das nicht passieren wird.&#8220;<\/p>\n<p>Ettore blickte noch einmal sicherheitshalber auf sein Padd. &#8222;Ich glaube das war alles.&#8220;<\/p>\n<p>Die kleine Trill nickte langsam und bed\u00e4chtig. Ihr zweiter Offizier hatte sich in der Tat einen ganz sch\u00f6nen Batzen an Versagens\u00e4ngsten und Selbstzweifeln zurecht gelegt und sich ziemlich in diese hineingesteigert.<\/p>\n<p>&#8222;Ich m\u00f6chte die reale Gefahr des Krieges nicht verharmlosen&#8220;, sagte Nazira und blickte nochmal auf ihre Notizen. &#8222;Dennoch scheinen Ihre Gedanken vorallem in einem Konzept gefangen zu sein, das die \u00c4ngste sch\u00fcrt.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Konzept?&#8220; Ettore blickte auf und Nazira an. Aber es war kein fokussierter Blick, so verschwammen ihre Trillpunkte noch mehr als sonst. Seine Gedanken rasten. &#8222;Ah, ich verstehe. Danke. Selbsterf\u00fcllende Prophezeihung.&#8220;<\/p>\n<p>Er tippte &#8218;Selbsterf\u00fcllende Propheizeihung&#8216; in sein Padd.<\/p>\n<p>Sie betrachtete ihn eine ganze Weile lang mit zur Seite leicht geneigtem Kopf. &#8222;Sie haben den falschen Fokus, Mr. della Scala&#8220;, sagte sie dann ruhig.<\/p>\n<p>&#8222;Den falschen Fokus?&#8220; fragte er, unbewusst ihre Geste imitierend, was der Trill durchaus auffiel. Er spiegelte sie. Das war gut. Es zeigte Rapport und Akzeptanz seines Gegen\u00fcbers.<\/p>\n<p>Nazira nickte. &#8222;Sie konzentrieren sich auf das, was Sie _nicht_ k\u00f6nnen.&#8220; Kurz pausierte sie. Dann musste sie l\u00e4cheln. Es passte zu dem Italiener, dass er sich so viele Gedanken um seine Schw\u00e4chen machte. Dann ermunterte sie ihren Gegen\u00fcber: &#8222;Wenn Sie so streng und genau mit sich sind: Was sind, nach Ihrer eigenen Selbstkenntnis, Ihre St\u00e4rken, worin sind Sie gut?&#8220;<\/p>\n<p>Ettore hielt kurz inne, dann lehnte er sich vor und notierte &#8218;Fokus&#8216; auf sein Padd.<\/p>\n<p>&#8222;Ich war bereits in der Kommandoebene t\u00e4tig, kenne die Crew, da ich nicht neu auf das Schiff versetzt worden bin, habe Erfahrung in diplomatischen Missionen, bin normalerweise ruhig, agiere eher defensiv und sehe den Einsatz von Waffen nicht als L\u00f6sung eines Problems an&#8220;, antwortete er spontan. &#8222;Leider habe ich auch den Hintergrund, dass die Prometheus-Klasse f\u00fcr taktische Aufkl\u00e4rung und Kampfeins\u00e4tze in Dienst gestellt wurde.&#8220; Er seufzte.<\/p>\n<p>&#8222;Moment, bitte. Werten Sie das erstmal nicht in dieser Phase. Ihr letzter Punkt sollte also hei\u00dfen &#8218;Hintergrundwissen&#8216;. Das ist doch nicht gerade wenig. Es sind schon mal mehr Punkte als auf der Soll-Seite. Da hatten wir&#8220;, sie schaute nochmal auf ihr Padd, &#8222;Kampferfahrungen als Kommando-Offizier, Kampf, Au\u00dfenteam. Wobei wir die beiden letzten Punkte wohl dem Hintergrund Einschr\u00e4nkungen durch Ihre Behinderung zuordnen k\u00f6nnen. Dann sind es ja eigentlich nur zwei Punkte: Kampfkommandant auf der Br\u00fccke und Einschr\u00e4nkungen durch Behinderung.&#8220;<\/p>\n<p>Ettore machte sich auch eilig einige Notizen. Beim schnellen Tippen rutschte das Padd auf der glatten Oberfl\u00e4che hin und her. Er gab ein undefiniertes Ger\u00e4usch von sich, das Nazira \u00fcberrascht aufblicken lie\u00df.<\/p>\n<p>&#8222;Entschuldigen Sie.&#8220; Er seufzte, griff in seine Tasche und holte eine kleine rutschfeste Unterlage raus und legte das Padd darauf. Nun konnte er weiter tippen.<\/p>\n<p>Nazira beobachtete das Ganze interessiert. Es war eher selten, dass ihr Gegen\u00fcber sich genau wie sie Notizen zum Gespr\u00e4chsverlauf machte. Auch hatte sie sich eigentlich nie \u00fcberlegt, welche Alltagst\u00fccken der Italiener anscheinend t\u00e4glich \u00fcberwand. Dennoch bewunderte sie seine Routiniertheit mit solchen kleineren Schwierigkeiten. Er schien auf alles stets gut vorbereitet zu sein, das war ihr schon fr\u00fcher aufgefallen. Dennoch wollte sie ihren kleinen Einwand nicht ungesagt lassen.<\/p>\n<p>&#8222;Mr. della Scala&#8230; ich wei\u00df, sich Notizen zu machen, liegt in unserer Natur, und ich m\u00f6chte Sie nicht davon abhalten.. aber w\u00e4re es nicht vielleicht hilfreicher, Sie w\u00fcrden sich darauf konzentrieren, was unser Gespr\u00e4ch bei Ihnen ausl\u00f6st? Wie _Sie_ sich dabei f\u00fchlen?&#8220; fragte die silberhaarige Trill langsam und bed\u00e4chtig, ihre gro\u00dfen gr\u00fcnen Augen lagen ruhig und beobachtend auf ihm, und erneut legte sie ihren Kopf ein wenig schief, als sie ihn genau betrachtete. Dem Italiener fiel auf, dass sie dies immer zu tun schien, wenn sie nachdenklich war. Langsam nahm sie einen Schluck von ihrer gro\u00dfen Teetasse, die sie sich zusammen mit seinem Orangensaft geholt hatte. Sie strahlte Ruhe aus, so intensiv, als wolle sie ihn entspannen, beruhigen, von seiner Nervosit\u00e4t herunterholen. &#8222;Wenn es hilft, k\u00f6nnen Sie gerne im Anschluss noch einem Moment hier im B\u00fcro bleiben, sich sortieren und dann alles notieren&#8230;die wichtigen Erkenntnisse bleiben meist ohnehin haften&#8220;, f\u00fcgte sie sanft und langsam an.<\/p>\n<p>&#8222;Nein, ich brauche das jetzt. Es hilft mir wirklich, langsam klarer zu sehen&#8220;, murmelte er vor sich hin. Dann machte er noch eine Eingabe in das Padd, guckte noch einmal auf seine Notizen und lehnte sich zur\u00fcck. Dann sah er die junge Trill direkt an. &#8222;Ich f\u00fchle, wie die Gedanken in meinem Kopf langsam aufh\u00f6ren zu kreisen und an Ort und Stelle verbleiben. Jetzt kann ich anfangen aufzur\u00e4umen.&#8220; Er l\u00e4chelte.<\/p>\n<p>Nazira l\u00e4chelte ebenfalls. &#8222;M\u00f6chten Sie mir diesen Prozess genauer beschreiben?&#8220;, fragte sie einladend.<\/p>\n<p>Ettore nickte. &#8222;Nun, es macht mich handlungsf\u00e4higer. Der Sturm der Gedanken \u00fcberrollt mich nicht, sondern ich kann sie aufr\u00e4umen. Es ist eine besseres Gef\u00fchl, selber agieren zu k\u00f6nnen, statt etwas ausgeliefert zu sein.&#8220;<\/p>\n<p>Nazira sah, dass es f\u00fcr ihn Sinn machte, sich Dinge im Gespr\u00e4ch zu notieren. Er schien dennoch alles mitbekommen zu haben, was sie gesagt hatte. Sie nickte langsam zu seiner Erkl\u00e4rung. Das klang gut.<\/p>\n<p>&#8222;Den einen Punkt werde ich nicht \u00e4ndern k\u00f6nnen.&#8220; Es klang ein wenig traurig. Er griff sich an die linke Schulter und strich mehrfach mit der Handfl\u00e4che dar\u00fcber. &#8222;Ich werde mich also auf die \u00dcberwindung des anderen mit Hilfe meiner St\u00e4rken konzentrieren.&#8220;<\/p>\n<p>Nazira nickte zufrieden und machte sich selber ein paar Notizen. Sie war froh, dass er eine aktive Formulierung mit &#8218;konzentrieren&#8216; gew\u00e4hlt hatte. Nicht einschr\u00e4nkend mit &#8218;darauf konzentrieren m\u00fcssen&#8216;. Auch wenn ihm seine Behinderung wohl ab und an einen kleinen Stich gab, wenn er an seine Einschr\u00e4nkungen dachte, schien diese wohl nicht der Hauptgrund f\u00fcr die \u00c4ngste des Italieners zu sein. Das war auf jeden Fall eine interessante Erkenntnis.<\/p>\n<p>&#8222;Eine Frage: Wie l\u00e4uft, Ihrer Meinung nach, Ihre Zusammenarbeit mit dem Captain und Commander deCoster?&#8220;, erkundigte sie sich wie beil\u00e4ufig, wieder mit leicht zur Seite geneigtem Kopf, wie er bemerkte.<\/p>\n<p>&#8222;Ich denke, es l\u00e4uft ganz gut&#8220;, begann Ettore vorsichtig. &#8222;Wir sind noch nicht so lange in dieser Konstellation ein Team, aber haben, glaube ich, eine gute Vertrauensbasis.&#8220; Er ging in Gedanken noch mal die letzten \u00dcbungen durch. Eigentlich hatte auch der mehrt\u00e4tige Probeflug zum Abschluss der Wartungsarbeiten ohne Shay gut geklappt.<\/p>\n<p>&#8222;Ja, Vertrauen ist auf jeden Fall da. Wenn jeder die Routinen kennt. Wir sind alle keien Rookies mehr. Es ist sehr angenehm, mit erfahrenen Personen zusammenzuarbeiten. Und ich habe dem Captain ja lange als Berater zur Seite gestanden und kennen seinen Stil.&#8220; Ettore guckte nun Nazira an. &#8222;Ich verstehe noch nicht ganz, wie mir das weiter hilft. Mit Routine, werden wir es ja vermutlich kaum zu tun haben.&#8220;<\/p>\n<p>Die kleine Trill l\u00e4chelte. &#8222;Nein, nat\u00fcrlich nicht. Aber Sie haben gerade best\u00e4tigt, dass Sie mit dem Captain und der Commander eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit erleben. Das ist mit das Wichtigste auf einem Schiff: eine stabile F\u00fchrungscrew, die der Besatzung Vertrauen gibt.&#8220; Sie pausierte kurz. &#8222;Sie sind zu dritt. Wenn das Schiff getrennt wird, hat es drei Teile, jedes von einem von Ihnen gef\u00fchrt. Wenn Sie drei gut zusammenarbeiten k\u00f6nnen, dann k\u00f6nnen es die drei Teile der Hephaistos auch. Und das ist wichtig, finden Sie nicht auch?&#8220; sie legte ihren Kopf erneut ein wenig schief, Ettores Reaktion abwartend.<\/p>\n<p>&#8222;Ja. Auf jeden Fall!&#8220;, antwortete Ettore. Diesmal machte er sich keine Notizen, weshalb Nazira nachfragte. &#8222;H\u00f6re ich da ein &#8218;aber&#8216;?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Jein&#8220;, antwortete Ettore. Er machte eine Art Grimasse, als er das Jein in die L\u00e4nge zog. &#8222;Ich muss sagen, dass ich eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Commander und dem Captain nie angezweifelt hatte.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;So? Welcher der drei Schiffsteile wurde f\u00fcr den Ernstfall Ihnen zugeteilt?&#8220;, erkundigte sie sich.<\/p>\n<p>&#8222;Die Terti\u00e4re Sektion. Hades.&#8220; antwortete er ruhig.<\/p>\n<p>Die CNS nickte langsam. &#8222;Hades. So viel ich wei\u00df, ist Hades haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Schutz der zivilen Besatzungsmitglieder verantwortlich, Krankenstation, und so weiter,haupts\u00e4chlich eine Unterst\u00fctzungseinheit, richtig?&#8220;<\/p>\n<p>Der 2O nickte langsam. &#8222;So ist es.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Und f\u00fcr die kommende Mission sind die meisten Zivilisten von Bord gegangen.&#8220; Sie pausierte kurz. &#8222;Sie haben dennoch eine Br\u00fcckenbesatzung in Hades, richtig?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Genau. Es sind ja nicht nur Personen, sondern auch Ressourcen in der terti\u00e4ren Sektion&#8220;, sagte er wieder langsam und f\u00fcgte dann an, &#8222;Sie wollen darauf hinaus, dass Hades von allen drei Teilen am besten zu mir und meinen Bef\u00e4higungen passt, und ich ohnehin nicht alles alleine machen muss, richtig?&#8220;<\/p>\n<p>Nazira l\u00e4chelte best\u00e4tigend.<\/p>\n<p>&#8222;Ich habe Hades jetzt schon einige Male kommandiert. Der Aufgabe f\u00fchle ich mich durchaus gewachsen&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>&#8222;Dann ist es also doch das Gesamtkommando? Sie haben doch auch \u00f6fters das Br\u00fcckenkommando in der einen oder anderen Schicht, oder wenn Captain Ruthven und Commander DeCoster aus einem anderen Grund, zum Beispiel einer Au\u00dfenmission, nicht da sind. Was ist anders?&#8220;, erkundigte sie sich.<\/p>\n<p>Ettore seufzte tief. &#8222;Ich habe schon fr\u00fcher in Vertretung des Captains ein Schiff kommandiert. Es ist ein enormer Unterschied, ob Sie ein Schiff kommandieren oder ein Schiff kommandieren, das in Kriegszeiten st\u00e4ndigt einem Angriff oder Verteidigungsfall ausgesetzt ist. F\u00fcr derartige Handlungen fehlt mir sowohl die Intuition als auch die Erfahrung. Da helfen auch x Simulationen und \u00dcbungen nichts. Deshalb f\u00fchle ich mich so fehl am Platz. Commander deCoster hat gerade erst ein Schiff verloren, obwohl sie als Kommandantin sehr erfahren ist. Sie hatte schon ein eigenes Kommando und ist hier ja eigentlich eher zur\u00fcckgestuft eingesetzt&#8230;der Captain selbst kommt aus dem Sicherheitsbereich, er hat einen 7. Sinn f\u00fcr Gefahren&#8230;Ich glaube, sie verstehen, worauf ich hinaus will?&#8220;<\/p>\n<p>Auf ein best\u00e4tigendes Nicken von Nazira fuhr er fort: &#8222;Als Team erg\u00e4nzen sich unsere F\u00e4hgikeiten, aber auf mich allein gestellt, habe ich da wenig zu bieten. Das macht mir Angst. Dass der Ernstfall nicht dann eintritt, wenn wir uns erg\u00e4nzen, sonden wenn es hart auf hart auf die Bef\u00e4higungen des Einzelnen ankommt.&#8220;<\/p>\n<p>Langsam nickte die Counselor, w\u00e4hrend sie ihn weiter genau, aber unaufdringlich beobachtete. Sie konnte seinen Punkt durchaus nachvollziehen.<\/p>\n<p>&#8222;Ich verstehe Sie.&#8220; sagte sie langsam. &#8222;Wir haben eben bereits \u00fcber Ihre unterschiedlichen St\u00e4rken gesprochen. Lernen Sie die Br\u00fcckencrew n\u00e4her kennen, noch besser als bisher. Deren St\u00e4rken. Damit Sie im Fall des Falles besser deligieren k\u00f6nnen.&#8220; Nazira l\u00e4chelte Ettore warm an.<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben schon sehr viele \u00dcbungen und Simulationen gemacht&#8220;, sagte Ettore. &#8222;Ich wei\u00df, dass ich mich auf die Crew verlassen kann. An Ihnen zweifele ich nicht. Nur an mir. Aber vielleicht wird dieser Zweifel in schwierigen Zeiten einfach bleiben.&#8220; Er sah Nazira an.<\/p>\n<p>Erneut nahm die silberhaarige Trill einen Schluck ihres Tees, wie um sich etwas Zeit zum Nachdenken zu erkaufen. Als sie die Tasse wieder abgesetzt hatte, fuhr sie wie unterbewusst langsam mit einem schlanken Finger Kreise auf dem Rand der Tasse. &#8222;Zweifel sind nicht falsch, Mr. della Scala, im Gegenteil. Jemand, der niemals Zweifel an seinen Bef\u00e4higungen hat, h\u00f6rt auf, sich selbst und seine Entscheidungen zu hinterfragen. Er h\u00e4lt sich, zumindest im fraglichen Bereich, f\u00fcr perfekt. Und das kann dann wiederum zu Fehlentscheidungen f\u00fchren. Und dazu, die Blickwinkel seiner Crew zu ignorieren. Von daher&#8230; zweifeln Sie nicht an Ihren Zweifeln.&#8220; Sie l\u00e4chelte leicht. &#8222;Nehmen Sie sie an. Nutzen Sie sie, um sich selbst stets zu hinterfragen. Nur lassen Sie sich nicht von ihnen \u00fcberw\u00e4ltigen. Sie sind der Herr Ihrer Zweifel, nicht anders herum.&#8220;<\/p>\n<p>Ihre Stimme war sanft und langsam. Ettore fiel auf, dass sie immer, wenn sie etwas ihrer Meinung nach wirklich wichtiges sagte, deutlich langsamer und sanfter sprach, anstatt, wie viele andere Personen, dann lauter und eindringlicher zu werden. Und er wusste aus eigener Erfahrung: Zuh\u00f6ren &#8211; wirklich zuh\u00f6ren &#8211; tat man meist ehr bei leisen Dingen.<\/p>\n<p>Ettore verstand, was sie meinte. Es waren Sachverhalte, die ihm nat\u00fcrlich ebenso bekannt waren, wie ihr. Dennoch schienen sie aus dem Munde der jungen Trill noch einmal eine andere Wirkung zu entfalten. Vielleicht war es etwas, das einem gesagt werden musste, um es sich selber vorsagen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nazira blickte nochmal auf ihre Notizen. &#8222;Ich denke soweit konnten wir die wichtigen Punkte kl\u00e4ren.&#8220; Sie sah den Italiener an, der best\u00e4tigend nickte. &#8222;Das sehe ich auch so.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich gehe davon aus, dass Sie selber wissen, was Sie bei Angstattacken machen m\u00fcssen, um dem Gegenzuwirken?&#8220;, fragte sie l\u00e4chelnd und nur halbernst.<\/p>\n<p>&#8222;Aber nat\u00fcrlich.&#8220; Ettore musste ebenfalls lachen. Er wirkte auf sie etwas frischer, als noch zu Beginn ihres Gespr\u00e4chs.<\/p>\n<p>&#8222;Ich bedanke mich bei Ihnen, Miss Tapai, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mir mit Ihrer fachlichen Kompetenz in meinen Gedanken etwas auf die Spr\u00fcnge zu helfen.&#8220; Er war aufgestanden und hatte Nazira die Hand gereicht.<\/p>\n<p>Nazira nahm seine Hand ohne Z\u00f6gern und sch\u00fcttelte sie kurz. &#8222;Das habe ich gerne gemacht, Mr. della Scala. Meine T\u00fcr steht Ihnen immer offen.&#8220; Sie l\u00e4chelte ihn warm an.<\/p>\n<p>Nachdem er sich verabschiedet hatte und die T\u00fcr sich hinter ihm geschlossen hatte, nahme die kleine Trill ihre noch immer halbvolle Tasse und setzte sich mit einem langem Ausatmen auf die Couch, dem Gespr\u00e4ch nachsp\u00fcrend. Es war interessant gewesen, und ganz anders als sonst. Trotzdem f\u00fchlte sie sich etwas ausgelaugt, und diese dr\u00fcckenden Kopfschmerzen setzten wieder einmal ein, das \u00fcbliche Warnsignal f\u00fcr sie, dass sie dringend eine Auszeit brauchte. Auch, wenn die Hephaistos nun recht lange im Dock gelegen hatte, f\u00fcr viele der Crew war es keine Zeit zum Ausspannen gewesen, im Gegenteil. Sie selbst war da auch keine Ausnahme. Seit sie aus der Anomalie heraus waren, hatte sie immer einen vollen Terminkalender gehabt.<\/p>\n<p>Ihr Blick wanderte zu der T\u00fcr, die fr\u00fcher in das Miniosum gef\u00fchrt hatte, und hinter der sich nun das Arboretum verbarg. Bei dem sie versprochen hatte, sich mit darum zu k\u00fcmmern, solange Melody von Bord war. Seufzend stand sie wieder auf, stellte die Tasse zur\u00fcck in den Replikator und warf einen Blick auf ihren Terminkalender. Sie hatte eine Stunde bis zu ihrem n\u00e4chsten Termin &#8211; Zeit genug. Mit einem kleinen L\u00e4cheln ging sie zu besagter T\u00fcr, und trat dann ins Arboretum. Sie nahm einen tiefen Atemzug, den Duft der feuchten, pflanzen- und erdeges\u00e4ttigten Luft in sich hineinsaugend. Ja, auch sie wusste, was sie gegen ihre eigenen Stresssymptome tun konnte und sollte. Sie nahm die Gartenhandschuhe, die neben der T\u00fcr bereit lagen, und ging weiter in den gro\u00dfen hellen Raum hinein, bis sich die T\u00fcr hinter ihr wieder schloss.<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>&lt;SUM&gt;<\/p>\n<p># Ort: USS Hepahaistos, CNS-B\u00fcro<br \/># Zeit: MD 5.0930<br \/>Nazira und Ettore f\u00fchren ein Gespr\u00e4ch \u00fcber \u00c4ngste, Zweifel und wie man beides \u00fcberwindet.<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>submitted by<\/p>\n<p>Debora<br \/>&amp;<br \/>Kim<\/p>\n<p>aka<\/p>\n<p>Lt. Nazira Tapai, CNS, USS Hephaistos<br \/>&amp;<br \/>LtCmdr. Ettore Ludovico della Scala, 2O, USS Hephaistos<\/p>\n<p>SD 300512.9\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fokus By @&#8230; Moin, hier ein Copost mit Debora \ud83d\ude42 Danke Dir, dass Du Dich drauf eingelassen hast. Hat gro\u00dfen Spass gemacht! Es geht auch um Missionsvorbereitungen. Allerdings etwas andere, als die \u00dcbung der Marines. Ich habe mich dazu auch noch von einer Freundin beraten lassen. Dank auch an sie! &lt;RPG&gt; # Ort: USS Hepahaistos,&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-fokus\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;SFG Joint Venture &#8211; Fokus&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-8537","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8537"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8537\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}