{"id":8565,"date":"2024-05-22T10:10:19","date_gmt":"2024-05-22T08:10:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-der-weg-ist-das-ziel-irgendwie\/"},"modified":"2024-05-22T10:10:19","modified_gmt":"2024-05-22T08:10:19","slug":"sfg-joint-venture-der-weg-ist-das-ziel-irgendwie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-der-weg-ist-das-ziel-irgendwie\/","title":{"rendered":"SFG Joint Venture &#8211; Der Weg ist das Ziel&#8230; irgendwie&#8230;"},"content":{"rendered":"<div><a href=\"https:\/\/sfg.groups.io\/g\/jv1\/message\/73\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n\t\t\t\t\tDer Weg ist das Ziel&#8230; irgendwie&#8230;<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>\t\t\t\tBy Jetsun.Pema@&#8230; (Jetsun Pema)<\/p>\n<div style=\"\">\n<div style=\"\">\n<div>Ein CoPost von Sunny und mir.<br \/>\nIrgendwie wuchs das und wuchs das und wir werden das vielleicht auch noch fortsetzen.<br \/>\nMal seh&#8217;n. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>\n&lt;RPG&gt;<\/p>\n<p>#Ort: Prim\u00e4re Krankenstation<br \/>\n#Zeit: MD3.1700<\/p>\n<p>Jetsun hatte nat\u00fcrlich, wie alle Abteilungsleiter der Hephaistos, die Infos \u00fcber die \u00dcbungen bekommen. Und ebenso nat\u00fcrlich hatte sie sofort deutlich gemacht, dass die Haupt-Krankenstation auf der sekund\u00e4ren Sektion &#8222;off limits&#8220; f\u00fcr die \u00dcbung gestellt wurde. Extra dazu hatten sie daher die sekund\u00e4re KS in der prim\u00e4ren Sektion vorbereiten lassen. Dort w\u00fcrden vier Leute Bereitschaftsdienst tun, und so f\u00fcr die \u00dcbungen m\u00f6gliches Personal spielen. Und obwohl dies eine Kampf\u00fcbung war, war das medizinische Personal nicht bewaffnet. Das war es nie, sofern nichts anderes angeordnet war.<\/p>\n<p>Jetsun selbst hatte die Fr\u00fchschicht auf der prim\u00e4ren KS gehabt und war seit f\u00fcnf Uhr aktiv. Massimo und sie hatten den gestrigen Abend und die Nacht unabh\u00e4ngig voneinander jeder in seinem Quartier verbracht, da sie beide ja fr\u00fch hoch mussten. Massimo hatte sicher noch flei\u00dfig gelernt, aber Jetsun hatte keine Meinung dazu gehabt und den Abend mit Nenii verbracht.<\/p>\n<p>Der Tag war normal. Es gab jede Menge zu tun auf der KS, sowohl f\u00fcr das normale Personal als auch f\u00fcr sie als CM. Drei Operationen, eine Notoperation eines Tr\u00fcmmerbruches des linken Handgelenkes, aber auch viele Routine-Reihenuntersuchungen. Plus nat\u00fcrlich die vielen Verwaltungsaufgaben, die eine F\u00fchrungsposition mit sich brachte. Das Gute war immerhin, dass alle Verbrauchsg\u00fcter nach und nach auf Sollstand oder sogar dar\u00fcber hinaus aufgef\u00fcllt wurden.<\/p>\n<p>Kurz vor Mittag kam dann eine Meldung von Emily, die anfragte, ob sie nach Dienstschluss gemeinsam etwas unternehmen wollten. Jetsun bekam sofort ein schlechtes Gewissen, sie hatte ja schon den letzten Nachmittag vertr\u00f6delt. Andererseits hatte sie ja vom F\u00c4D die dringende Empfehlung ausgesprochen bekommen, sich nach M\u00f6glichkeit zu entspannen. Also sagte sie zu. Ab 16:00 hatte sie frei.<\/p>\n<p>Die letzte halbe Stunde vor Dienstschluss war sie unruhig. Sie hatte Massimo eine Nachricht zukommen lassen, dass sie diesen Abend mit Emily zusammen verbringen wolle, aber noch keine Antwort erhalten. Sie war kurz davor, in der HazOps anzufragen, ob es Massimo gut gehe, doch dann riss sie sich zusammen. Er konnte weitaus besser auf sich selbst aufpassen als sie es konnte.<br \/>\nDann hatte sie noch \u00fcberlegt, ob sie Em fragen k\u00f6nnte, ob sie Nenii vielleicht mit dazu holen d\u00fcrfe, doch auch davon hatte sie wieder Abstand genommen. Sie wusste ja nicht einmal, was Em vorhatte.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich um 16 Uhr hatte Emily die T\u00fcr zu ihrem B\u00fcro in der KS durchschritten und sie angestrahlt. &#8222;Hey Fl\u00fcgelchen! Was wollen wir machen? Hast Du Lust, vielleicht auf K7 zu einem Friseur zu gehen, der auch Federn f\u00e4rbt? Ich habe da gelesen, dass die so richtig tolle Regenbogenfarben machen.<br \/>\nWobei&#8230;&#8220; f\u00fcgte sie dann hinzu, als sie Jetsuns entgeistertes Gesicht bemerkte &#8222;&#8230;die Farbe ja gut zu deinen Haaren passt. Wir m\u00fcssten das dann alles zusammen f\u00e4rben lassen. Das wird dann vielleicht so ein wenig zu viel.&#8220;<br \/>\nEm zuckte innerlich mit den Schultern. Jetsun fehlte ganz eindeutig ein wenig der Mut zum Wagnis.<\/p>\n<p>&#8222;Ich h\u00e4tte gro\u00dfe Lust, einmal runter auf den Planeten. Sherman&#8217;s soll ja richtig sch\u00f6n sein.&#8220; meinte die CM stattdessen. &#8222;Vielleicht kann man da sich etwas anschauen. Oder schwimmen gehen. Oder beides. Sicherlich haben die da am Strand oder an einem See auch ein klasse Restaurant.&#8220; Essen, das hatte sogar Jetsun begriffen, war f\u00fcr Em immer ein wichtiger Zufriedenheitsfaktor.<\/p>\n<p>&#8222;Es gibt da unten so alte Ruinen. Oder Geb\u00e4ude, die heute zu Ruinen gemacht werden. Ich hab geh\u00f6rt, dass die Marines da unten etwas mit Sprengstoff experimentieren wollen. Also da w\u00fcrde ich nicht hingehen wollen. Aber Du hast recht. Einen sch\u00f6nen Planeten besuchen, mit so echter Luft und Himmel und so&#8230;&#8220;, erkl\u00e4rte Emily nachdenklich. In ihrem eigenen recht kurzen Leben hatte die CING gar nicht so viel Zeit auf echten Planeten verbracht, aber ihre fr\u00fcheren Wirte umso mehr, also war es irgendwie eine Mehrheitsentscheidung der Freunde und ja, so lange Jetsun ihr Essen versprach, war alles gut.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatte sie selbst nach den Enter\u00fcbungen frei. Es war erstaunlich, wie aufgeregt die gesamte Besatzung bei solchen \u00dcbungen immer war, ABER eines war klar: die Idee war unglaublich gut durchdacht und sicher hatte der oder die Erfinderin sich einiges dabei gedacht.<br \/>\nEm griff nach einem PADD und lie\u00df sich ein paar Dinge von dem Planeten anzeigen. &#8222;Also&#8220;, erkl\u00e4rte sie nach einiger Zeit, &#8222;Wir k\u00f6nnen ein bisschen wandern. Guck mal.&#8220; Emily hielt der CM das PADD vor die Nase, es zeigte eine offizielle Wanderroute, die an drei Restaurants vorbeif\u00fchrte und an einem klaren Bergsee endete.<br \/>\n&#8222;Es scheint sicher, ist weiter weg von den \u00dcbungen, auch wenn die da fast durch sein m\u00fcssten, es gibt was zu essen und ne sch\u00f6ne Landschaft UND es ist nur Laufen, kein Klettern oder so.&#8220;<br \/>\nEmily fand ihre Idee gut, Laufen war jetzt nicht so ihres, aber wenn sie gut war, dann fiel ihr auch noch f\u00fcr diese Problem eine L\u00f6sung ein und sie war verdammt gut.<\/p>\n<p>Jetsun hatte das PADD studiert und langsam genickt, sie war von der Landschaft und der Aussicht beeindruckt, aber vor allem brauchte sie auch einfach ein wenig Zeit zur Entspannung.<br \/>\n&#8222;Gut, das sieht nach einem Plan aus&#8220;, erkl\u00e4rte die CM.<\/p>\n<p>Emily nickte ebenfalls, &#8222;Dann in 15 Minuten im Transporterraum. Ich k\u00fcmmere mich um die entsprechenden Genehmigungen und hole Ana ab?&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun zuckte zusammen, &#8222;Warum Ana?&#8220;; fragte sie mit leicht entgleister Stimme.<\/p>\n<p>Emily legte die Stirn in Falten, &#8222;Warum nicht? Sie ist doch bald ohne ihre Familie auf dem Schiff und soll jetzt schon merken, dass sie Freunde hat, auf die sie sich verlassen kann.&#8220;<br \/>\nJetsun \u00fcberlegte gerade, ob es nicht besser w\u00e4re, Ana an ihre Freunde zu erinnern, indem man daf\u00fcr auch tats\u00e4chlich Freunde genommen h\u00e4tte und nicht die Person, auf die die TO allergisch reagierte, in vielerlei Hinsicht.<br \/>\nAllerdings war die aufgedrehte CING viel zu schnell verschwunden, als das Jetsun noch etwas h\u00e4tte sagen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das konnte ja lustig werden!!!<\/p>\n<p>\n#Ort: Sherman&#8217;s Planet<br \/>\n#Zeit: MD3.1730<\/div>\n<div>(1430 Ortszeit)<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Zum Gl\u00fcck hatte Emily eine Zeitzone ausgew\u00e4hlt, in der es vor Ort gerade erst kurz nach Mittag war. So war noch genug Zeit zum Wandern, Picknicken und vielleicht noch etwas Schwimmen im See!<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Die drei Damen materialisierten auf der Oberfl\u00e4che des Planeten, die drei Damen und eine m\u00fcrrische Einhornkatze namens Amalzia, die f\u00fcr den Ausflug in ein Geschirr gesteckt worden war. Der Tierarzt hatte gesagt, dass die Einhornkatze auch das ein oder andere Pfund zu viel auf den Rippen hatte und sich mehr bewegen sollte. Also war es voll praktisch, wenn Amalzia am Ausflug teilnahm.<\/p>\n<p>Schon im Transporterraum hatte Jetsuns Laune etwas gelitten. Sie hatte sich f\u00fcr den Ausflug Zivilkleidung angezogen. Zuerst wollte sie eines ihrer kikonischen Gew\u00e4nder anziehen, doch die waren fast alle nicht f\u00fcr ihre sch\u00f6nen Schwingen zugeschnitten. Das war jetzt doof. Also hatte sie ihre Kiste aus Arcadia ge\u00f6ffnet und sich eines der Kleider der Magierin genommen. Ein knielanges Kleid aus gelockerter Seide, dunkelblau mit breitem silbernen Saum. Und nat\u00fcrlich R\u00fcckenfrei wegen der Fl\u00fcgel.<br \/>\nAna schaute sie zwar nicht direkt finster an, strahlte aber auch nicht gerade vor Gl\u00fcck, als sie sie erblickte. Und nieste demonstrativ. Zumindest kam es Jetsun so vor.<\/p>\n<p>&#8222;Hallo Ana!&#8220; begr\u00fc\u00dfte Jetsun sie absichtlich fr\u00f6hlich. &#8222;Ich freue mich auch, Dich zu sehen.&#8220;<\/p>\n<p>Ehe diese antworten konnte unterbrach Emily, ihre Einhornkatze an der Leine, die zwei. &#8222;Kommt, wir wollen los. Da unten ist gerade super Wetter und frische Luft. Perfekt f\u00fcr Allergiker!&#8220;<br \/>\nUnd sie trat mit der Katze auf eine Transporterplattform und machte deutlich, dass sie notfalls alleine losziehen w\u00fcrde, w\u00fcrden die Anderen sich nicht ein wenig beeilen.<br \/>\nJetsun folgte ihr und stellte sich links neben Em, Ana rechts von der CING.<\/p>\n<p>Em hatte recht. Es war super Wetter hier unten auf dem Fleckchen von Shermans Planet, wo sie gelandet waren. Klarer Himmel, 24\u00b0C warm und nur ein leichter Wind. Mochte sein, dass es weiter oben etwas k\u00fchler werden w\u00fcrde, doch davor hatte Jetsun keine Angst mehr. Ja, f\u00fcr sie war Arcadia wirklich ein Segen gewesen. Schon alleine wegen Massimo, den sie sonst nie kennengelernt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Es war auch absolut leer, also keine anderen Leute, die hier liefen. Wahrscheinlich lie\u00dfen sich die meisten Besucher lieber gleich oben beim Restaurant hinbeamen. Jetsun war das nur recht. Hier war es sch\u00f6n und die \u00c4rztin in ihr sagte sich, dass etwas Laufen ihnen bestimmt guttat.<\/p>\n<p>Sie sah Em an. &#8222;Meinst Du, dass die Katze frei laufen darf, oder ist die sonst weg?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wei\u00df ich nicht.&#8220; meinte Em fr\u00f6hlich. &#8222;Ich glaub eher, dass Amalzia dann einfach hier sitzen bleiben w\u00fcrde.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Amalzia?&#8220; fragte Ana etwas irritiert.<\/p>\n<p>&#8222;Ja.&#8220; Em t\u00e4tschelte der Einhornkatze leicht den Hinterkopf. &#8222;So hei\u00dft sie.&#8220;<\/p>\n<p>Ana nickte monoton, hatte die Katze halt einen seltsamen Namen, dann war das eben so.<\/p>\n<p>&#8222;Em?&#8220; fragte Jetsun, nachdem sie einige Minuten gelaufen waren.<\/p>\n<p>&#8222;Hm?&#8220; fragte diese zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&#8222;Was&#8230; wirst Du mit Amalzia machen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wie&#8230; machen?&#8220; Emily dachte kurz nach. &#8222;Mehr Bewegung auf jeden Fall. Vielleicht baue ich auch so eine coole Holobox f\u00fcr sie, wo sie dann drin rumtoben kann. Das ist auf jeden Fall viel besser als ein gro\u00dfes Hamsterrad f\u00fcr sie. Auch wenn so ein Hamsterrad nat\u00fcrlich Energie produziert statt sie zu verbrauchen. Vielleicht kann man das ja irgendwie kombinieren. Hmm&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Nein, ich meine&#8230; wegen des Krieges. Wirst Du Amalzia mit auf den Feldzug nehmen?&#8220;<\/p>\n<p>Emily blieb stehen und sah Jetsun an. &#8222;Wie jetzt?&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun seufzte tief. &#8222;Ich habe Angst! Ich habe eine Schei\u00dfangst vor dieser n\u00e4chsten Mission. Ich hab&#8216; \u00fcberlegt, ob ich meine Tiere auch lieber hier lassen sollte auf K7. Ich will nicht, dass die umgebracht werden von den Klingonen. Die haben sich das nicht ausgesucht, diesen Krieg!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben uns das auch nicht ausgesucht!&#8220; meinte Ana heftig.<br \/>\n&#8222;Die Klingonen haben uns angegriffen. Und wenn wir es schaffen, diesen Krieg jetzt zu beenden, dann ist mir das sehr recht.&#8220;<\/p>\n<p>Jetsun schloss die Augen. Und nickte. &#8222;Du hast recht! Und f\u00fcr Dich muss es noch viel, viel schlimmer sein. Ich mache mir nur Sorgen um meine Tierchen, aber Du hast Deine Frau. Und was muss sie nur f\u00fcr Sorgen ausstehen. Es ist&#8230; furchtbar.&#8220;<\/p>\n<p>Ana sah Jetsun an, sagte aber nichts, sondern schluckte nur. Die \u00c4rztin hatte da n\u00e4mlich durchaus recht. Ortrichk machte sich durchaus Sorgen, doch bislang hatte Ana es geschafft, diese weitgehend zu zerstreuen. Sie selbst hatte sich einfach auf ihre Aufgaben konzentriert und das Thema Krieg einfach nur analytisch betrachtet.<\/p>\n<p>Emily versuchte das Thema wieder in etwas angenehmere Bahnen zu lenken, &#8222;Ich kann sie gar nicht auf der Station lassen. Auch wenn es ein klein wenig Hassliebe ist, h\u00e4ngt die an Pemin und der ist ja mit Sam so verbunden, dass er allein nicht zurechtkommt. Also muss sie halt mit. Aber wir haben Rettungskapseln f\u00fcr die Tiere f\u00fcr den Notfall, ist doof, aber ist nun mal so und vielleicht ist die Mission ja auch vollkommen ungef\u00e4hrlich und wir machen uns nur unn\u00f6tig Sorgen.&#8220;<\/p>\n<p>Em schob nun Ana und Jetsun ein St\u00fcck vorw\u00e4rts, der Weg zum Bergsee wanderte sich ja nun mal nicht von selbst.<br \/>\n&#8222;Also, der Ausflug ist zur Ablenkung und zum Kr\u00e4ftesammeln gedacht&#8220;, erkl\u00e4rte Emily und freute sich, dass Anas Allergiemittel wohl wirkte, denn es war kein Niesen zu h\u00f6ren.<br \/>\nAu\u00dferdem hatte sie doch den Plan, dass beide sich vertragen w\u00fcrden, denn sie fand diesen Streit ganz schrecklich und sie wollte doch mit Beiden befreundet sein und das ging auf gar keinen Fall, wenn Ana und Jetsun Feinde waren. Das hatte sie in den letzten 800 Jahren ein paar mal sehr schmerzlich lernen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die drei liefen den schmalen Wanderweg entlang, es gab immer wieder etwas zu sehen, mal liefen sie seitlich an einem Berg empor, dann wieder f\u00fchrte der doch recht anstrengende Weg nach oben durch ein kleines Waldst\u00fcckchen, dass ein wenig Schatten spendete und die Einhornkatze extrem aufregend fand. Alles in allem lief Amalzia tats\u00e4chlich recht flei\u00dfig mit, das h\u00e4tte Emily nicht zu hoffen gewagt, denn Ana hatte im Vorfeld mit ihrer vulkanischen Freundin Berechnungen angestellt, welche diese Verhalten fast ausschloss. Vielleicht musste die mathematische Formel noch mal speziell auf Haustiere abge\u00e4ndert werden.<br \/>\n&#8222;Also Jetsun, wenn wir am See sind, dann musst du aber mal fliegen, das habe ich so richtig noch gar nicht gesehen&#8220;, erkl\u00e4rte Emily w\u00e4hrend sie mit ihrem Rucksack auf dem R\u00fccken \u00fcber einen umgefallenen Baumstamm hopste.<br \/>\nAu\u00dferdem waren sie nun knapp 30 Minuten unterwegs, da war es doch langsam an der Zeit ein wenig herum zu quengeln, und zu fragen, wann sie denn endlich da waren, immerhin w\u00fcrde das Picknick, was sie in den Taschen und Rucks\u00e4cken hatten, sich auch nicht von selbst essen.<\/p>\n<p>Jetsun hatte sich inzwischen schon wieder beruhigt. Einerseits tat es ihr leid, dass sie sich vorhin so hatte gehen lassen. Das war m\u00f6glicherweise verst\u00e4ndlich, aber eben nicht gut. Au\u00dferdem tat ihr die Missstimmung zwischen ihr und Ana leid. Sie w\u00fcrde sich gern entschuldigen wollen, wusste aber nicht so recht, wie sie das anstellen sollte. Leider bot ihr Ana auch keinen Aufh\u00e4nger f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Lustigerweise war das gar nicht wirklich n\u00f6tig. Als Betazoidin war Lwaxana ja telepathisch veranlagt und konnte somit Gedanken lesen, auf diese Weise kommunizieren und auch die Gef\u00fchle vieler Wesen deuten. Fast schon gegen ihren Willen hatte sie Jetsuns Gef\u00fchle aufgenommen. Zuerst die Angst, dann aber auch die Reue, wie auch die Freude \u00fcber diesen Ausflug, die M\u00f6glichkeit, mit ihrer Freundin picknicken zu k\u00f6nnen und sogar, hier etwas fliegen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nZugegeben, Ana war eher eigenbr\u00f6tlerisch, eher pessimistisch eingestellt und nie besonders geduldig mit anderen Lebewesen. Aber sie war kein Misanthrop. Die Tatsache &#8211; und das war es &#8211; dass diese gefl\u00fcgelte \u00c4rztin sich ernsthaft sch\u00e4mte und so viel Angst vor diesem bevorstehenden Konflikt hatte, andererseits echte Freude an diesem kleinen Ausflug versp\u00fcrte, lie\u00df sie einiges an ihren Vorbehalten der Bhutanerin gegen\u00fcber verlieren. Immerhin konnte Em ja schon seit langem gut mit ihr.<\/p>\n<p>Jetsun schaute derweil zu Emily. &#8222;Gern. Glaub mir, ich freue mich auch sehr darauf.&#8220;<br \/>\nSie schaute sich um. \u00dcberall am Wegesrand gab es kleine Hinweistafeln, die die gegenw\u00e4rtige Position und die Entfernung zu den Zielen angaben. &#8222;Wir haben aber noch etwas Wegstrecke vor uns.&#8220; meinte sie. &#8222;Aber wenn du m\u00f6chtest, k\u00f6nnen wir gern eine kleine Rast einlegen. Da vorn, schau, da ist ein sch\u00f6ner Platz.&#8220;<\/p>\n<p>Das war es tats\u00e4chlich. Vom eigentlichen Wanderweg hing eine kurze Abzweigung ab, die nach h\u00f6chstens zehn Metern zu einer runden Plattform f\u00fchrte, die einen wundervollen Ausblick auf die unter ihnen liegende Landschaft bot. An zwei Seiten der Plattform waren B\u00e4nke angebracht mit Tischen davor. An der Stirnseite der Plattform eine Tafel mit einer Erkl\u00e4rung zu den Landmarken, die man sehen konnte.<\/p>\n<p>Jetsun, die keinen Rucksack trug &#8211; vor allem, weil sie einen solchen aufgrund ihrer Fl\u00fcgel nicht so einfach tragen konnte &#8211; stellte ihre Umh\u00e4ngetasche auf den Tisch. &#8222;M\u00f6chte wer etwas trinken?&#8220; fragte sie. Sie hatte extra Isotonisches Wasser mitgenommen.<\/p>\n<p>Emily meldete sich, packte aber gleich auch erst einmal ihre Kekse aus, die sie vorsichtshalber mitgenommen hatte. Das eigentliche Picknickessen musste noch warten, aber sie wollte sich ja nicht nachher wie ein Wolf dar\u00fcber hermachen. Das w\u00e4re unanst\u00e4ndig. Daher, um den ersten Hunger zu stillen, waren die Kekse eine vorz\u00fcgliche Zwischenmahlzeit. Vor allem weil sie vier Packungen hatte, eine ganze Packung f\u00fcr jede Dame und eine kleine Packung Katzenkekse f\u00fcr die Einhornkatze, eines der wenigen Lebewesen, welches ebenso verfressen wie die Trill selbst war.<\/p>\n<p>Amalzia hopste auf die Bank, setzte sich artig hin und schaute dann ausgesprochen erwartungsvoll zu ihrem Frauchen. Jetsun kannte den Blick von Sissi, ein Blick, dem man kaum widerstehen konnte. Sie wollte grad etwas sagen, als Em auch schon eine Dose Leckerlis hervorholte.<br \/>\n&#8222;Ah!&#8220; meinte Jetsun. &#8222;Du hast auch die guten Stickies von Dr. Zevran?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja. Die sind voll lecker!&#8220; meinte Em und grinste breit.<br \/>\n&#8222;Und nein,&#8220; lachte sie, als sie Jetsuns Gesicht sah &#8222;Ich futtere die Zia nicht weg. Ich hab meine eigenen!&#8220;<\/p>\n<p>Ana hatte sich inzwischen mit ihrem Mini-PADD besch\u00e4ftigt, das sie dabei hatte.<br \/>\n&#8222;Wir haben etwa 32,4% der Strecke zum Ziel geschafft.&#8220;<br \/>\nJetsun und Emily nickten, das klang nach einer guten Strecke und danach, dass es gar nicht mehr so lang dauern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Jetsun l\u00e4chelte Em freundlich an. &#8222;Was bedeutet, dass wir aller Voraussicht nur noch einen Zwischenstopp ben\u00f6tigen.&#8220;<\/p>\n<p>Emily nickte, w\u00e4hrend Ana innerlich die Augen verdrehte, sie waren allesamt gut ausgebildet, sie h\u00e4tten den restlichen Weg auch gut ohne Pause schaffen k\u00f6nnen, das w\u00e4re viel effektiver gewesen. Vielleicht h\u00e4tte sie ihre vulkanische Freundin zu dieser Wanderung laden sollen? Dann st\u00fcnde sie nicht allein da, wenn sie den Damen solche Informationen unterbreiten musste.<br \/>\nSo hielt Ana lieber den Mund und griff nach einem der Kekse, ihre Sorte war mit irgendeiner marmeladigen F\u00fcllung, da hatte selbst Ana nichts gegen einzuwenden, \u201cinteressanter Geschmack.\u201d<\/p>\n<p>Emily kicherte leise, \u201cKlar, die hat Trish f\u00fcr uns gebacken.\u201d<\/p>\n<p>\u201cOh\u201d, gab Ana fast etwas betr\u00fcbt zur\u00fcck. Die Kekse waren gut, aber wenn sie von Hand gemacht waren, dann war die Gefahr geboten, dass sie nie wieder genauso gut schmecken w\u00fcrden.<\/p>\n<p>\u201cTrish backt uns sicher noch mal welche und die sind dann noch viel, viel leckerer.\u201d<br \/>\nAna hatte bei den Worten der Trill aufgeblickt &#8211; ja, die Option, dass die n\u00e4chsten Kekse noch besser wurden, war auch gegeben, denn durch \u00dcbung wurden Menschen besser.<br \/>\nAllerdings schien der Captain sich in den letzten Tagen des \u00d6fteren mit dieser anderen h\u00fcbschen Technikerin herum zu treiben, es gab auch bereits Ger\u00fcche wegen ihres Sohnes, hing Ana sorgenvoll ihren Gedanken nach.<br \/>\nEs war ja in der Galaxis mehr als bekannt, dass Menschen mit Liebeskummer nicht mehr kochen oder backen konnten, sie versalzten alles, offensichtlich lag bei Menschen das emotionale Zentrum im Gehirn nah an dem Zentrum welches sich mit den Mengenangaben bei der Nahrungszubereitung lag.<br \/>\nAlle vier knabberten an ihren Keksen und lie\u00dfen die Natur auf sich wirken. Der Wind strich sanft durch die Bl\u00e4tter der B\u00e4ume und machte dabei dieses typische Ger\u00e4usch. Das Wetter war nicht zu warm und nicht zu kalt und so setzen die Vier ihren Weg fort, bevor die Einhornkatze dem Ger\u00e4usch der V\u00f6gelchen folgte und sie am Ende die Katze noch aus einem der B\u00e4ume holen mussten.<\/p>\n<p>Sie mussten keine Rast mehr machen. Der Weg war zwar tats\u00e4chlich noch einmal doppelt so weit wie die bisher zur\u00fcckgelegte Strecke, doch es schien, dass auch bei Em der Wunsch, zum Ziel, also zu dem Gasthof zu gelangen, stark genug ausgepr\u00e4gt war, dass eine Rast nur unn\u00f6tig Zeit kosten w\u00fcrde. Au\u00dferdem konnte sie Kekse ja auch im Gehen knabbern.<\/p>\n<p>\n#Ort: Sherman&#8217;s Planet, Gasthaus<br \/>\n#Zeit: MD3.1845<br \/>\n(1545 Ortszeit)<\/div>\n<div>\nDas Ziel-Gasthaus war nicht direkt auf dem Gipfel des Berges gelegen. Dieser war zwar auch \u00fcber einen gesicherten Wanderweg zu erreichen, aber das w\u00e4ren noch einmal eine Stunde Wegstrecke und diese dann auch deutlich steiler zu erklimmen als der Weg bisher war.<br \/>\nDaf\u00fcr lag das Gasthaus an einem malerischen See, der sich hier auf einer Hochebene gebildet hatte. Eine h\u00fcbsche Uferterrasse bot viele Sitzpl\u00e4tze und es waren noch einige der Tische frei, so dass man sich da gem\u00fctlich hinsetzen konnte.<br \/>\nZum Gl\u00fcck stand kein Schild irgendwo, dass Tiere nicht erlaubt waren. Es gab auch zwei-drei Besuchergr\u00fcppchen, die einen Hund oder ein anderes Haustier mitgebracht hatten, die nun brav und zivilisiert (Amalzia h\u00e4tte es angepasst genannt) zu F\u00fc\u00dfen ihrer Herrchen lagen und dort vor sich hind\u00f6sten.<\/p>\n<p>Emily \u00fcbernahm die F\u00fchrung und steuerte einen sch\u00f6nen Tisch auf der Terrasse an, wo sie sich einen Platz am Gel\u00e4nder sicherte. Amalzia hopste neben sie auf den Stuhl, rollte sich dort mehr oder weniger zufrieden zusammen und signalisierte deutlich, dass sie f\u00fcrs Erste genug marschiert war. Nat\u00fcrlich hatte sie diese Wegstrecke nicht wirklich angestrengt, denn auf Thyene war sie eine sp\u00fcrbar h\u00f6here Gravitation gewohnt. Daf\u00fcr allerdings auch eine sauerstoffreichere Atmosph\u00e4re. Ana und Jetsun nahmen sich die Pl\u00e4tze gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Sofort kam eine Kellnerin herbei und reichte ihnen je ein PADD mit dem Tagesangebot.<br \/>\nEmily w\u00e4hlte f\u00fcr sich eine eher bescheidenere Kombination an Kuchen, Tortenst\u00fccken und einem Getr\u00e4nk aus, dazu eine bunte Auswahl an Keksen f\u00fcr Amalzia, wobei diese ja auch noch ihre Stickies von Dr. Zevran hatte. Aber es war weise, Reserven einzuplanen.<br \/>\nJetsun nahm einen Ceylon-Tee und ein St\u00fcck gedeckter Erdbeertorte, Ana ein St\u00fcck Rhabarber-Baiser Torte und einen Kaffee.<\/p>\n<p>&#8222;Kommt sofort!&#8220; meinte die Kellnerin, nickte freundlich und verschwand.<\/p>\n<p>&#8222;Oh, ich mag jetzt nicht mehr warten. Ich bin gleich zur\u00fcck!&#8220; stie\u00df Jetsun aus und legte ihre Tasche auf ihren Sitz. Dann ging sie zu einer kleinen Aussichtsplattform mit einem Fernrohr auf einem Sockel am Gel\u00e4nder, die aber derzeit unbesetzt war. Und dann breitete sie ihre Schwingen aus.<\/p>\n<p>Als Svargiya waren ihre Schwingen \u00fcblicherweise dreifach zusammengelegt. Von den Schulterbl\u00e4ttern gewisserma\u00dfen erst einmal einen Meter nach unten, dann \u00fcber ein Gelenk wieder hoch bis fast auf Kopfh\u00f6he und dann wieder hinab bis fast zum Boden. Dennoch sahen die Schwingen nicht st\u00f6rend oder zu massiv aus. Doch ausgebreitet wirkten sie immens weit.<br \/>\nJetsun ging kurz in die Hocke, dann sprang sie hoch und schlug gleichzeitig mit den Fl\u00fcgeln. Das war keine schwere k\u00f6rperliche Arbeit, da sie ja nur ihr Gewicht von knapp \u00fcber 50 kg heben musste. Drei Schl\u00e4ge pro Sekunde reichten aus und sie war nach etwa zwanzig Sekunden auf gut zehn Meter H\u00f6he.<\/p>\n<p>Ein Vogel hatte seinen Schwerpunkt etwa in der K\u00f6rpermitte, wo er auch den meisten Auftrieb durch die Fl\u00fcgel hatte. Dar\u00fcber hinaus haben die ihren Schwanz und ihre F\u00fc\u00dfchen werden angezogen bzw. fallen kaum ins Gewicht. Eine Svargiya dagegen hatte ihre Fl\u00fcgel weit oberhalb des Massenschwerpunktes ihres menschlichen K\u00f6rpers, was sie so im Grunde nicht zu einem richtigen Gleitflug bef\u00e4higte. Um dennoch gleiten zu k\u00f6nnen, musste das Zentrum des Auftriebs eben weitgehend mit dem Schwerpunkt \u00fcbereinstimmen. Dazu musste Jetsun ihre Fl\u00fcgel schr\u00e4g nach hinten in Richtung ihrer F\u00fc\u00dfe anstellen, in etwa so, wie ein D\u00fcsenflugzeug mit gepfeilten Tragfl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Das alles tat Jetsun instinktiv. Sie hatte weit mehr als 20 Jahre Flugerfahrung in Arcadia, auf die sie ja zugreifen konnte. Und kaum in der Luft, f\u00fchlte sie schon, wie sie dieses Gef\u00fchl vermisst hatte. Ihr dunkelblaues Kleid aus gelockerter Seide war so derart luftig, dass es sich nicht anders auf der Haut anf\u00fchlte, wie der Luftzug des Fahrtwindes.<br \/>\nMit kr\u00e4ftigen Schl\u00e4gen schraubte Jetsun sich h\u00f6her in die Luft bis sie etwa f\u00fcnfzig Meter \u00fcber dem Gasthof war, dann kippte sie \u00fcber die rechte Schwinge ab und ging in einen leichten Sturzflug, den sie etwa 15 Meter \u00fcber der Terrasse abfing. Es war eine Lust, eine schiere Freude!<br \/>\nJetsun wurde etwas \u00fcberm\u00fctig. Mit dem Schwung aus dem Sturzflug stieg sie wieder so weit auf, bis dieser aufgebraucht war, dann kippte sie \u00fcber die linke Schwinge ab und machte erneut einen Sturzflug, der sie dieses mal durch eine Meterhohe Font\u00e4ne f\u00fchrte, die inmitten eines Teiches vor der Terrasse hoch in die Luft spritzte. Das war Fun! Jetsun war zwar ein wenig nass geworden, doch daf\u00fcr hatte sie wirklich Spa\u00df gehabt. Sie drehte noch eine Kurve \u00fcber der Terrasse, dann schlug sie mit den Fl\u00fcgeln und landete punktgenau wieder auf der Aussichtsplattform, von der aus sie gestartet war. Kurz schlug sie noch einmal mit den Fl\u00fcgeln, sch\u00fcttelte so die letzten Tropfen daraus, dann ging sie zur\u00fcck zu ihrem Tisch.<br \/>\n&#8222;Das war so toll!&#8220; strahlte sie begeistert. &#8222;Ich hatte keine Ahnung, wie sehr ich das vermisst habe!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ja, dass Du Spa\u00df gehabt hast, sieht man.&#8220; meinte Emily.<br \/>\n&#8222;Du bist aber ein klein wenig nass geworden. Ist aber nicht schlimm. Hauptsache, es war sch\u00f6n!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ach ja. Nein, das ist toll, glaub mir. Und Fliegen, das ist wie beim Baden. Das ist ohne Kleidung noch viel sch\u00f6ner!&#8220;<br \/>\nJetsun war geistig noch immer halb in der Luft, als hinter ihr eine grollende Stimme erklang: &#8222;Sagen Sie, fanden Sie das witzig?&#8220;<\/p>\n<p>Ana hatte geschwiegen und sich lieber mit dem Kuchen befasst, nicht dass dieser durch die Temperatur noch verdarb oder \u00e4hnliches, au\u00dferdem hatte sie sich so von Jetsun ablenken k\u00f6nnen. Auf dem PADD hatte Ana nachgelesen, ob es auf diesem Planeten Krankheiten gab, die nur V\u00f6gel befielen, offensichtlich war dem nicht so, was gut war, denn sonst h\u00e4tten sie bei der R\u00fcckkehr Jetsun vom Tierarzt vielleicht noch gegen Vogelgrippe impfen lassen m\u00fcssen. Das w\u00e4re wieder anstrengend gewesen und etwas auf das Ana h\u00e4tte verzichten k\u00f6nnen. Mit dem Kaffee sp\u00fclte die Betazoidin diese Sorge herunter.<br \/>\nEmily war noch fasziniert von den Fl\u00fcgeln und dem Fliegen und Ana wartete geradezu darauf, dass Emily darum bat, mit herum geflogen zu werden.<br \/>\nWenn diese Frage nun auf den Tisch kam, dann w\u00fcrde sie h\u00f6chstpers\u00f6nlich mit der Einhornkatze zur\u00fcck laufen, komme was wolle.<br \/>\nDie Aussicht auf Nacktbaden war auch nicht sonderlich verlockend f\u00fcr die etwas verklemmte Ana.<br \/>\nNun aber hatte ein \u00e4lterer Mann das Wort an ihre Begleitung gerichtet und dieser beschwerte sich \u00fcber den Windzug, \u00fcber die Wassertr\u00f6pfchen und dar\u00fcber, dass Jetsun sicher einige einheimische V\u00f6gelchen verschreckt hatte.<br \/>\nRecht hatte der Typ\u2026 ABER\u2026 wenn hier jemand mit Jetsun schimpfte, dann war sie das, immerhin kannte sie die Eigenarten der \u00c4rztin besser und hatte damit mehr Recht zu meckern. Ana meckerte eigentlich auch wirklich mal ganz gern und ja, irgendwie passte es ihr nicht, dass nun Fremde mit Jestun schimpften.<br \/>\nKurz r\u00e4usperte sich die Betazoidin, \u201cIch w\u00e4re Ihnen sehr verbunden, wenn sie sich um ihren Kram k\u00fcmmern w\u00fcrden.\u201d<br \/>\nEm und auch die Gefl\u00fcgelte blickten zu Ana, welche weiter ihren Kuchen vernichtete, als sei nicht das geringste gewesen.<\/p>\n<p>Der \u00e4ltere Mann, der sich ja nun in der Not sah, vor seinen drei Begleiterinnen &#8211; alle drei ebenso hochbetagt wie er selber &#8211; als Autorit\u00e4t bestehen zu m\u00fcssen, r\u00e4usperte sich noch einmal, um seinen Worten so mehr Gewicht zu verleihen. &#8222;Und wer sind Sie bittesch\u00f6n?&#8220;<\/p>\n<p>Ana seufzte theatralisch. &#8222;Ich bin diejenige, die sich nicht so schnell aufregt, weil sie so das Leben sehr viel besser genie\u00dfen kann. Au\u00dferdem lebt man so l\u00e4nger!&#8220; erwiderte sie. Den Spruch hatte sie mal aufgeschnappt und schon lange darauf gewartet, ihn mal anbringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8222;Was?&#8220; war das einzige, was der Mann dazu brachte.<\/p>\n<p>&#8222;Unverfrorenheit!&#8220;, &#8222;Frechheit!&#8220;, &#8222;Diese Jugend von heute..!&#8220; kamen weitere hochqualifizierte \u00c4u\u00dferungen seitens seiner drei Begleiterinnen.<\/p>\n<p>Jetsun erhob sich und nickte dem Mann zu. &#8222;H\u00f6ren Sie, guter Mann, es tut mir leid&#8230;&#8220; begann sie, doch Ana unterbrach sie deutlich: &#8222;Nein, tut es nicht!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh!?&#8220; machte Jetsun und sah nun verwirrt zu der Technikerin.<\/p>\n<p>&#8222;Es wird Ihnen leid tun!&#8220; schimpfte der Mann, der sich nun langsam in Rage brachte.<br \/>\n&#8222;Glauben Sie ja nicht, wen Sie vor sich haben!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Mein Hut. Er ist ruiniert!&#8220; jammerte eine der Frauen.<\/p>\n<p>&#8222;Genau! Es wurde kein Regen angek\u00fcndigt. Wir haben extra den Wetterbericht verfolgt. Heute ist nur sch\u00f6nes Wetter geplant. Und da kommt dieses gefiederte Weibsst\u00fcck und spritzt uns alle nass!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das wird teuer!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Es wird noch deutlich teurer, wenn Sie sich nicht ganz schnell beruhigen!&#8220; meinte Ana, die sich nun langsam selber zu \u00e4rgern begann. Konnte man denn nicht einmal in Ruhe ein St\u00fcckchen Kuchen essen?<\/p>\n<p>&#8222;Sie&#8230; Sie&#8230; Sie&#8230; Frau, sie angebliche..!&#8220; schimpfte der Mann. &#8222;Was wagen Sie es, mich zu bedrohen?!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich bedrohe Sie doch nicht!&#8220; meinte Ana und hob ihren Tricorder.<br \/>\n&#8222;Ich sehe nur, dass Sie einen Herzschrittmacher vom Typ CardioPilot XXV haben. Und welcher grad an der Obergrenze seiner zugelassenen Leistungsf\u00e4higkeit angelangt ist.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh, Karl!&#8220; rief eine der Frauen mit pl\u00f6tzlich deutlich nerv\u00f6serer Stimme.<br \/>\n&#8222;Hast Du etwa heute fr\u00fch wieder vergessen, Dein Sedariston zu nehmen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Was?&#8220; ereiferte sich Karl, drehte sich zu der Frau um.<br \/>\n&#8222;Gundfried, ich hab doch&#8230; ganz bestimmt hab ich&#8230; oh!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Warten Sie!&#8220; rief nun Jetsun. &#8222;Sedariston? Welche St\u00e4rke nehmen Sie?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Was geht Sie das an, Frau?!&#8220; meckerte Karl, doch die Frau, Gundfried, erwiderte: &#8222;Eintausendf\u00fcnfhundert zu f\u00fcnfundsiebzig. N3&#8220; Sie war vielleicht etwas schusselig, doch sowas konnte sie sich ausgezeichnet merken. &#8222;Warum?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin \u00c4rztin!&#8220; erwiderte Jetsun.<\/p>\n<p>&#8222;Sie? Ich hab noch nie von einer \u00c4rztin geh\u00f6rt, die hier halbnackt durch die Luft fliegt. Wo sind Sie denn niedergelassen?&#8220; meckerte Karl weiter, wenn auch deutlich halbherziger.<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin nirgendwo niedergelassen. Ich bin die leitende medizinische Offizierin der USS Hephaistos, einem Sternenschiff der Flotte. Lieutenant Jetsun Pema!&#8220;<\/p>\n<p>Ana schlug sich im Geiste mit der Hand vors Gesicht. Jetzt posaunte Jetsun auch noch ihre halbe Lebensgeschichte in der \u00d6ffentlichkeit heraus. Mit der konnte man wirklich nirgendwo hingehen!<br \/>\nEmily musste leise kichern, als sie sich weiter mit dem Kuchen befasste, man musste ja Priorit\u00e4ten setzen. Aber niedergelassen war schon ein niedliches Wortspiel, nach der Flugshow, die Jetsun hingelegt hatte.<\/p>\n<p>&#8222;Ach, Sie sind die Chef\u00e4rztin dort an Bord?&#8220; meldete sich eine andere der Frauen zu Wort.<br \/>\n&#8222;Das ist ja toll. Die Nichte meiner Enkelin Semiramis ist ebenfalls \u00c4rztin an Bord eines Sternenschiffes. Sie sagt immer, dass man&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Hildegard, bitte, das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt daf\u00fcr!&#8220; unterbrach Gundfried ihre Freundin.<\/p>\n<p>&#8222;Irgendwie ist ja wohl nie die Zeit daf\u00fcr!&#8220; brummelte Hildegard, ein wenig beleidigt.<\/p>\n<p>Jetsun war im Doktor-Modus. &#8222;H\u00f6ren Sie, wenn Sie ihr Sedariston vergessen haben, kann ich Ihnen etwas geben. Midazolam. Es ist ganz ohne Nebenwirkungen und gut vertr\u00e4glich ohne Wechselwirkungen mit anderen Mitteln. Aber es h\u00e4lt nicht besonders lange an. Nach vier Stunden l\u00e4sst die Wirkung schon wieder nach.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;W\u00fcrden Sie das bitte tun?&#8220; bat Gundfried sie. &#8222;Das w\u00e4re ganz reizend.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Was? Gundfried, aber&#8230; Dein Hut!&#8220; Karl war inzwischen v\u00f6llig verwirrt.<\/p>\n<p>&#8222;Ach, der Hut&#8230; Der ist ja nun schon ein paar J\u00e4hrchen alt und au\u00dferdem finde ich, dass ich damit viel \u00e4lter wirke als ich mit meinen hundertzw\u00f6lf eigentlich bin.&#8220;<\/p>\n<p>Nach dieser kurzen Pause, in der es galt Leben zu retten, oder Kuchen vor dem schlecht werden zu vernichten, setzen die drei Damen und die Einhornkatze ihren Weg fort und erreichten endlich den Bergsee.<\/p>\n<p>Der Anblick war atemberaubend und Emily lief ein paar Schritte schneller, denn sie musste doch noch das Picknick aufbauen und danach wollte sie auf jeden Fall eine Runde schlafen, bis sie verdaut hatte und endlich schwimmen konnte. Ana hingegen versuchte ihr Handtuch so zu platzieren, dass sie nicht direkt in dem ekligen Sand sa\u00df.<\/p>\n<p>&lt;mbtbc&gt;<\/p>\n<p>&lt;\/RPG&gt;<\/p>\n<p>\n&lt;SUM&gt;<\/p>\n<p>#Ort: Prim\u00e4re Krankenstation<br \/>\n#Zeit: MD3.1700<\/p>\n<p>Jetsun und Emily verabreden sich, zusammen auf Shermans Planet eine kleine Wanderung mit Picknick zu machen. Dass Em dabei noch Ana und Amalzia mitnimmt, hatte Jetsun nicht geahnt.<\/p>\n<p>\n#Ort: Sherman&#8217;s Planet<br \/>\n#Zeit: MD3.1730<br \/>\n\u00a0 (1430 Ortszeit)<\/div>\n<div>\nDie Wanderung beginnt. Notwendige Futterpausen werden nat\u00fcrlich eingehalten.<\/p>\n<p>\n#Ort: Sherman&#8217;s Planet, Gasthaus<br \/>\n#Zeit: MD3.1845<br \/>\n\u00a0 (1545 Ortszeit)<\/div>\n<div>\nDie letzte Pause vor dem Bergsee wird ein wenig spannend, als Jetsun beim Fliegen ein kleines Missgeschick widerf\u00e4hrt und eine \u00e4ltere Besuchergruppe dies gar nicht gut findet. Doch alles geht gut aus.<\/p>\n<p>&lt;\/SUM&gt;<\/p>\n<p>\nsubmitted by Sunny &amp; Isi Fox<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Weg ist das Ziel&#8230; irgendwie&#8230; By Jetsun.Pema@&#8230; (Jetsun Pema) Ein CoPost von Sunny und mir. Irgendwie wuchs das und wuchs das und wir werden das vielleicht auch noch fortsetzen. Mal seh&#8217;n. \ud83d\ude42 &lt;RPG&gt; #Ort: Prim\u00e4re Krankenstation #Zeit: MD3.1700 Jetsun hatte nat\u00fcrlich, wie alle Abteilungsleiter der Hephaistos, die Infos \u00fcber die \u00dcbungen bekommen. Und ebenso&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-der-weg-ist-das-ziel-irgendwie\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;SFG Joint Venture &#8211; Der Weg ist das Ziel&#8230; irgendwie&#8230;&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-8565","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8565","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8565"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8565\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8565"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8565"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8565"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}