{"id":8791,"date":"2024-11-19T00:10:45","date_gmt":"2024-11-18T23:10:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-blut-stolz-und-gift\/"},"modified":"2024-11-19T00:10:45","modified_gmt":"2024-11-18T23:10:45","slug":"sfg-joint-venture-blut-stolz-und-gift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-blut-stolz-und-gift\/","title":{"rendered":"SFG Joint Venture &#8211; Blut, Stolz und Gift"},"content":{"rendered":"<div><a href=\"https:\/\/sfg.groups.io\/g\/jv1\/message\/165\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n\t\t\t\t\tBlut, Stolz und Gift<br \/>\n\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>\t\t\t\tBy @&#8230;<\/p>\n<div>\n<div>Hey ihr Lieben,<\/p>\n<p>wir entwirren auf der Artemis weiter den verschwundenen Tag MD 24. Los geht&#8217;s mit einem Tripost von Dannimax, Fynn und mir. Danke euch und viel Spa\u00df beim lesen!\u00a0<\/p>\n<p>&lt;RPG&gt;<\/p><\/div>\n<div># Zeit: MD 24.0741<br \/># Ort: Offiziersmesse aka temp. Krankenstation, USS Artemis \u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div>Mit leicht angewiderten Gesicht hatte Liyun das geknutsche der beiden G\u00e4ste auf dieser tempor\u00e4ren Krankenstation beobachtet, verbat sich aber selbst, das ganze auch noch zu kommentieren, stattdessen zog er die blutigen Handschuhe und die nicht minder verschmierte Sch\u00fcrze aus und warf sie in einen medizinischen Biom\u00fcllvaporisierer.\u00a0<\/p>\n<p>\u201cWie geht es Samsaan?\u201d brachte Gaspar dann doch ein paar T\u00f6ne in die Konversation ein, die zuvor so vielsagend mit Blicken und K\u00f6rpersprache get\u00e4tigt wurde.\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div>Liyuns Gesicht blieb ernst. \u201cEr hat zwei Stiche eines D\u2019k Tahg oder Qutluchs in die linke Niere und den Pankreas kassiert. Diese Waffen haben meist noch Widerhaken, sind also in der Lage, Organe richtig zu zerfetzen. Eine Hand breit weiter oben und es h\u00e4tte das Herz erwischt, dann h\u00e4tten wir f\u00fcr ihn nichts mehr machen k\u00f6nnen. \u00c4hnlich w\u00e4re es bei einer Perforation des D\u00fcnndarms gewesen. So aber hatte er Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck, ich war in der Lage, mit dem zellularen Repulsor die Wunden zu versiegeln. Der Zw\u00f6lffingerdarm war dabei auch nur leicht l\u00e4diert, aber die Niere war doch schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Auch deswegen w\u00fcrde ich ihn gerne noch ein wenig hier behalten, denn durch den Kampf hat sein K\u00f6rper immer noch einen erh\u00f6hten Endorphinhaushalt. Sobald dieser abnimmt, wird sich sein K\u00f6rper erst entscheiden, ob er die Reparatur an den beiden Organen auch annimmt oder sie abst\u00f6\u00dft. Ich will also seine K\u00f6rpertemperatur im Auge behalten. Steigt sie \u00fcber 40,5 Grad Fieber kann es sein, dass wir die Niere doch noch herausnehmen m\u00fcssen.\u201d<\/p>\n<p>\u201cIst er ansprechbar?\u201d wollte sich der Captain dann doch pers\u00f6nlich um seinen ersten Offizier k\u00fcmmern.<\/p>\n<\/div>\n<div>\u201cEr m\u00fcsste eigentlich jeden Moment aufwachen, ja.\u201d nickte Liyun. \u201cDa ist aber noch etwas. Im Nierenbereich gaben die Scanner einige schwache Anzeichen von Isotopen her, ebenso latente Gammastrahlung. W\u00e4re ich auf der Krankenstation und nicht in diesem Not-Lazarett k\u00f6nnte ich eine genauere Analyse erstellen, so aber kann ich nur sagen, dass solche Sachen nicht in einen K\u00f6rper geh\u00f6ren, auch nicht bei einem Caitianer.\u201d<\/p>\n<p>\u201cRadioaktive Partikel? Das klingt nicht gut\u2026\u201d\u00a0<\/p>\n<p>\u201cAbsolut nicht. Aber ohne eine genaue Untersuchung, mit welchem Isotop wir es zu tun haben und welche Zersetzungsrate vorliegt, kann die Auswirkung von M\u00fcdigkeit bis zur Strahlenkrankheit alles beinhalten.\u201d<\/p>\n<p>\u201cKlingt, als sollte ich mir Sorgen machen.\u201d<\/p>\n<\/div>\n<div>\u201cEr hat eine klingonische Waffe zweimal in den Leib gerammt bekommen. Sie sollten sie generell Sorgen machen. Sowas ist auch psychisch eine Herausforderung. Ich w\u00e4re generell nicht sicher, ob Samsaan \u00fcberhaupt Besuch will. Als Caitianer wird er seinen Anblick aktuell als nicht sonderlich akzeptabel ansehen.\u201d Eine Handbewegung deutete auf einen Vorhang im hinteren Bereich der Notbehelf Krankenstation. Zudem machte er eine einladende Geste, ihm dorthin zu folgen.\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div>\u201cWegen dem vielen Blut?\u201d fragte Gaspar nach. \u201cIch habe die blutige Sch\u00fcrze gesehen.\u201d<\/p>\n<p>Kurz darauf gr\u00fcbelte Dr. Corapara, was der Captain wohl meinen k\u00f6nnte, dann kam ihm die Erleuchtung. \u201cAh\u2026 nein, nicht mal deswegen. Die Handschuhe h\u00e4tten dar\u00fcber wohl eher Aufschluss gegeben, aber das Blut auf der Sch\u00fcrze war haupts\u00e4chlich davon, dass ich mich \u00fcber ihn lehnen musste. Und er hat ja quasi im Blut des Klingonen gebadet. Durch den K\u00f6rperkontakt hat die Sch\u00fcrze dieses violette Blut der Klingonen aufgesaugt. Also nein, Klingonen haben violettes Blut, weil ihre metallische Oxidationsbindung der Blutk\u00f6rper auf Mangan-Basis funktioniert. Zum Vergleich, Vulkanier haben das gr\u00fcne Blut auf Basis einer Kupferf\u00e4rbung. Sie teilen sich die Farbe ihres Blutes daher mit unseren Tintenfischen. Caitianer haben wie wir Menschen eine eisenbasierte Blutf\u00e4rbung f\u00fcr den Sauerstofftransport. Daher ist ihr Blut rot. Ich denke, dass Lt. Cmdr. Samsaan diesen Dreck eher als Troph\u00e4e tragen w\u00fcrde. Aber nein, das Problem war das Fell. Bei einer offenen Operation muss man verhindern, dass Haare in das Innere des K\u00f6rpers gelangen, also wurde er um die Einstichstellen weitr\u00e4umig rasiert.\u201d die beiden waren am Vorhang angekommen. Liyun schob ihn vorsichtig zur Seite und der Captain sah, dass das Fell seines ersten Offiziers wie ein zerschnittener Flickenteppich aussah. Ein Verbandspflaster an seiner Flanke lie\u00df erahnen, wo die Operation stattfand.\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div>\u201cDas Fell wird nat\u00fcrlich nachwachsen und dann auch die Narbe \u00fcberwuchern, die er davon getragen hat. Dennoch wird dieser Fellschnitt ihn eine Weile besch\u00e4ftigen, erwarten sie also keine gute Laune, sobald er das bemerkt. Und wenn ich das als Counselor noch dazugeben darf, versuchen sie ihn auch erst gar nicht mit solchen Nebens\u00e4chlichkeiten aufzumuntern, dass ich ihm nicht noch zus\u00e4tzlich eine Halskrausenschirm verpassen musste. Das wird es nicht besser machen.\u201d wies Liyun den Captain an, auf einem Stuhl neben dem Bett noch Platz zu nehmen. Die Armaturen \u00fcber dem Biobett zeigten Samsaans Biowerte, Gaspar erkannte die Anzeige mit 39 Grad K\u00f6rpertemperatur. \u201cOh, hat er bereits Fieber?\u201d machte er sich Sorgen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\u201cKeine Sorge, Caitianer haben eine h\u00f6here K\u00f6rpertemperatur als Menschen. 39 Grad sind f\u00fcr Homo Felidis v\u00f6llig normal. Wie gesagt, er sollte jeden Moment aufwachen.\u201d<\/div>\n<div>Toussaint musterte den Caitianer, dessen normalerweise gl\u00e4nzendes, makelloses Fell jetzt in rasierten Partien und getrockneten Blutsprenkeln kaum wiederzuerkennen war. Er wusste, dass Samsaans Stolz darunter leiden w\u00fcrde.<\/p>\n<\/div>\n<div>Pl\u00f6tzlich regte sich der Kopf des Caitianers. Seine dunkelgr\u00fcnen Augen \u00f6ffneten sich langsam und fixierten Gaspar, als ob er seinen CO zun\u00e4chst gar nicht wirklich erkennen konnte. Doch dann schlich ein leichtes, wenn auch schmerzliches Funkeln in Samsaans Blick, und er versuchte, sich ein wenig aufzurichten. Gaspar hob beruhigend die Hand. \u00a0<\/div>\n<div>\u201eGanz ruhig, Commander. Es ist alles in Ordnung. Sie haben uns einmal mehr mit Ihrer Entschlossenheit beeindruckt,\u201c sagte der Captain mit ruhiger Stimme und setzte ein leichtes L\u00e4cheln auf. \u00a0<\/div>\n<div>Samsaan blinzelte, schloss die Augen kurz und brummte dann leise, wobei sich seine Ohren leicht nach hinten legten \u2013 ein Ausdruck, den Gaspar als verlegene Ver\u00e4rgerung deutete. \u201eMirrr&#8230; w\u00e4rr es lieber gewesen, das auf&#8230; wenigerr&#8230; \u00f6ffentliche Weise zu tun.\u201c \u00a0<\/div>\n<div>Gaspar nickte verstehend, neigte sich etwas vor und legte eine Hand beruhigend auf Samsaans Schulter. \u201eSie haben Amun das Leben gerettet \u2013 und damit auch die Sicherheit dieses Schiffes und der gesamten Crew gew\u00e4hrleistet.\u201c \u00a0<\/div>\n<div>Samsaan schnurrte leise, vielleicht zustimmend. Er wandte seinen Blick zur Seite, weg von Gaspar, und seine Augen blieben an einer spiegelnden Oberfl\u00e4che h\u00e4ngen, in der er sich kurz selbst sehen konnte. Ein tiefes, langes Seufzen entwich ihm, und Gaspar sp\u00fcrte, dass das Missfallen \u00fcber die rasierten Partien in seinem Fell mehr bedeutete, als es zun\u00e4chst schien. \u00a0<\/div>\n<div>Liyun, der noch in H\u00f6rweite geblieben war, trat n\u00e4her und r\u00e4usperte sich. \u201eDas Fell wird wieder wachsen, Commander, und die Narben werden kaum sichtbar sein.\u201c \u00a0<\/div>\n<div>Samsaan sah Liyun mit einem eher belustigten Blick an. \u201eDas hoffe ich, Doktorrr&#8230;\u201c brummte er leise, wobei das Schnurren sich wieder abmilderte.\u00a0<\/div>\n<div>Gaspar nickte. \u201eWir alle wissen, dass Sie derjenige sind, der sich bedingungslos f\u00fcr seine Crew einsetzt. Und wenn ich den Doc weiter in Schutz nehmen darf, hat er Ihnen tats\u00e4chlich die Halskrause erspart.\u201c Ein sanfter, fast scherzhafter Ton schlich sich in die Worte des Captains. \u00a0<\/div>\n<div>Ein leichtes L\u00e4cheln, das Samsaan wohl nicht ganz unterdr\u00fccken konnte, huschte \u00fcber sein Gesicht, ehe er wieder ernst wurde und mit seinen Augen Gaspar fixierte. \u201eUnd die Saboteurrre?\u201c \u00a0<\/div>\n<div>\u201eGefasst,\u201c sagte Gaspar ruhig.<\/div>\n<div>Samsaan schloss die Augen und atmete erleichtert aus. \u201eDann&#8230; hat sich derr Einsatz tats\u00e4chlich gelohnt.\u201c \u00a0<\/div>\n<div>F\u00fcr einen Moment herrschte Stille zwischen den drei Offizieren, ehe der Cait sich wieder auf den Captain fokussierte. \u201cCaptain, ich m\u00f6chte meinen Rrr\u00fccktrritt anbieten.\u201d, er\u00f6ffnete er schlie\u00dflich. In seinen tiefgr\u00fcnen Augen lag eine ihm eigene Ernsthaftigkeit. Er konnte noch immer das Ger\u00e4usch des brechenden Schultergelenks h\u00f6ren und den Geschmack des klingonisches Blutes schmecken. Wenn er es sich einzugestehen vermochte, so war er ein wenig von sich selbst \u2026 entsetzt. Unter normale(re)n Umst\u00e4nden w\u00e4re er, davon war er \u00fcberzeugt, in der Lage gewesen, sich mehr zu beherrschen, aber bei Klingonen fiel ihm das schwerer. Der Wille war schw\u00e4cher, auch wenn das Verm\u00f6gen vielleicht da war.<\/div>\n<div>Gaspar Toussaint lie\u00df Samsaans Worte einen Moment lang im Raum stehen. Er sah seinem ersten Offizier in die Augen, versuchte, die Mischung aus Ersch\u00f6pfung, Entschlossenheit und tiefer Unsicherheit zu deuten, die darin zu lesen war. Dann atmete der Captain tief durch und richtete sich gerade auf, seine Stimme ruhig, aber unnachgiebig. \u00a0<\/div>\n<div>\u201eCommander,\u201c begann er, \u201eich sch\u00e4tze Ihre Ehrlichkeit und verstehe, dass Sie diese Entscheidung in guter Absicht treffen. Aber ich muss Ihr Gesuch ablehnen \u2013 aus mehreren Gr\u00fcnden.\u201c \u00a0<\/div>\n<div>Samsaans Ohren zuckten leicht. Gaspar lehnte sich ein wenig n\u00e4her, um seine Worte zu unterstreichen. \u00a0<\/div>\n<div>\u201eErstens: Ihr Handeln war keineswegs ein Versagen. Sie haben in einer hochgef\u00e4hrlichen Situation nicht nur Amun gerettet, sondern auch einen klingonischen Saboteur aufgehalten. Das war keine impulsive Tat, sondern eine bewusste Entscheidung, das Leben Ihrer Crew und die Sicherheit der Artemis \u00fcber alles zu stellen. Genau das erwarte ich von meinem ersten Offizier.\u201c \u00a0<\/div>\n<div>Samsaan \u00f6ffnete den Mund, doch Gaspar hob eine Hand, um ihm zuvorzukommen. \u00a0<\/div>\n<div>\u201eZweitens: Ich verstehe, dass Sie \u00fcber das, was passiert ist, nachdenken und es in Frage stellen \u2013 das tun wir alle. Aber Zweifel, Commander, sind kein Zeichen von Schw\u00e4che. Sie zeigen, dass Sie sich Gedanken \u00fcber Ihre Handlungen machen und die Verantwortung tragen, die mit Ihrer Position einhergeht.\u201c \u00a0<\/div>\n<div>Der Caitianer senkte leicht den Blick, und seine Ohren legten sich ein wenig an. Gaspar beugte sich ein St\u00fcck weiter vor, um Samsaan direkt in die Augen zu sehen. \u00a0<\/div>\n<div>\u201eDrittens \u2013 und das ist der wichtigste Punkt: Ihre Aufgabe hier ist noch nicht erf\u00fcllt. Dieses Schiff braucht Sie. Ich brauche Sie. Samsaan, Sie sind nicht nur ein Offizier, der Befehle ausf\u00fchrt. Sie sind eine F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit, jemand, zu dem die Crew aufschaut. Wenn Sie jetzt gehen, senden Sie ein falsches Signal \u2013 dass der Druck und die Fehler, die wir alle machen k\u00f6nnen, gr\u00f6\u00dfer sind als die St\u00e4rke, die wir in uns finden, um weiterzumachen.\u201c \u00a0<\/div>\n<div>Samsaans Schnurren setzte leise wieder ein.\u00a0<\/div>\n<div># Zeit: MD 24.0809<br \/># Ort: Offiziersmesse aka tempor\u00e4re Krankenstation, USS Artemis <br \/>\u00a0<\/div>\n<div>Gaspar Toussaint hatte kaum das Zimmer verlassen, als ein schriller Alarmton von Samsaans Biobett ert\u00f6nte. Dr. Corapara drehte sich blitzschnell um, w\u00e4hrend seine Augen die schnell ansteigenden Werte auf dem Display pr\u00fcften. Samsaan hatte sich \u00fcbergeben m\u00fcssen und Nasenbluten bekommen, die Herzfrequenz war unregelm\u00e4\u00dfig, die Niere gab wenig Grund zur Heiterkeit und ein seltsamer, rot gef\u00e4rbter Marker begann in Samsaans Blutwerten zu blinken. Es bedeutete einen rapiden Abbau von wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\u201eAy Caramba, Das&#8230; ist schon mal kein Schlafgift gewesen,\u201c murmelte Liyun mit gerunzelter Stirn und rief seine Assistenten herbei. \u201eComputer, pr\u00e4zisiere die Analyse der Blutwerte und \u00fcberpr\u00fcfe auf Fremdstoffe,\u201c befahl er scharf. Das Summen des Scanners verst\u00e4rkte sich, und nach wenigen Sekunden erschien ein toxikologisches Profil auf dem Schirm.<\/p>\n<\/div>\n<div>Gaspar war gerade im Begriff gewesen, den Raum endg\u00fcltig zu verlassen, als er den Doktor so abrupt reagieren sah. Er drehte sich wieder um und ging auf das Bett seines Ersten Offiziers zu. \u201eWas ist los, Doktor?\u201c fragte er, die Stimme angespannt.<\/p>\n<\/div>\n<div>Liyuns Gesicht verh\u00e4rtete sich, als er die Ergebnisse des Scans betrachtete. \u201eCaptain, es ist wie bef\u00fcrchtet, es scheint, dass LtCmdr. Samsaans Blut Spuren eines seltenen klingonischen isotopischen Giftes aufweist \u2013 vermutlich durch den Qutluch, den Korrath verwendet hat.\u201c Er sch\u00fcttelte langsam den Kopf, seine Miene ernst und angespannt. \u201eDas Toxin ist tr\u00e4ge, wirkt jedoch zersetzend auf die Organe und blockiert die Heilungsvorg\u00e4nge.&#8220;<\/p>\n<\/div>\n<div>Gaspar Toussaint f\u00fchlte, wie sich ein Knoten in seinem Magen bildete. \u201eHaben Sie ein Gegenmittel?\u201c fragte er, die ruhige Stimme des Captains nun merklich angespannt. \u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div>\u201eNoch nicht,\u201c antwortete Liyun knapp, &#8222;Ich werde das Wissenschaftsteam sofort hinzuziehen, sie m\u00fcssen die toxischen Komponenten analysieren.\u201c Er tippte hastig auf sein PADD und schickte eine Nachricht an Lt. Sharom Ventra und Tam Sula vom Wissenschaftsteam. \u201cVielleicht sollten wir auch Stella hinzuziehen. Wir m\u00fcssen dieses Isotop ausfindig machen. Gibt es diesen Dolch noch, mit dem Samsaan erwischt wurde?\u201d<\/p>\n<\/div>\n<div>\u201cIch lasse das sofort checken. Wenn das wirklich ein toxisch-isotopisches Klingengift war, h\u00e4tte der Bordcomputer diese Strahlung nicht schon erkennen m\u00fcssen, als der Klingone an Bord kam?\u201d wunderte sich der Captain.\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<div>\u201cNein. Die beiden waren clever, die haben sich nicht mal beamen lassen, weil die Biofilter ihre Natur sofort aufgedeckt h\u00e4tte. In diesem Fall gibt es zahlreiche Methoden, um solche Dinge zu verh\u00fcllen. Nehmen Sie nur zum Vergleich Polonium 210. Das hat eine so gro\u00dfe Zerfallsrate, dass f\u00fcr eine Vergiftung eine Menge im Milligrammbereich ausreicht. Acht Gray davon im K\u00f6rper und man bekommt das volle Programm. Diarrhoe, Erythema, Alopezie, An\u00e4mie, Blutungen aus Nase, Zahnfleisch und Rektum\u2026 Im schwerwiegenden Fall kommt auch noch die tragische Walking-Ghost-Phase dazu. Auf der anderen Seite ist die Strahlungsreichweite ebenfalls im Millimeterbereich. Um es zu isolieren, reicht ein einfaches Blatt Papier. Das macht den unbemerkten Transport extrem einfach.\u201d<\/div>\n<div>Gaspar schluckte. \u201cVermuten sie eine Poloniumvergiftung?\u201d<\/p>\n<p>Liyun sch\u00fcttelte den Kopf. \u201cNein, da d\u00fcrften sie als Klingonen kaum dran kommen k\u00f6nnen. Es w\u00e4re auch zu aufw\u00e4ndig f\u00fcr den vorgesehenen Einsatz einer solchen Waffe. Polonium ist als isotopisches Gift perfekt, wenn man nicht wissen soll, warum die Person krank wurde. F\u00fcr subtile Giftanschl\u00e4ge sind die Klingonen ja eher nicht bekannt. Hier wollte man einfach nur sichergehen, dass die Person den Messerangriff nicht \u00fcberlebt.\u201d<\/p>\n<\/div>\n<div>*20 Minuten sp\u00e4ter*<\/div>\n<div>W\u00e4hrend Dr. Corapara Samsaans Zustand weiter \u00fcberwachte, war auf Toussaints Befehl hin Ens. Tam Sula, dazugerufen worden. Nach seiner Ankunft hatte Tam sich ohne Umschweife mit den vorliegenden Daten vertraut gemacht. Nun stand er neben Liyun vor dem Hauptdisplay, seine Augen auf die komplexen toxikologischen Analysen gerichtet. \u00a0<\/div>\n<div>\u201eDoktor,\u201c begann Tam Sula, w\u00e4hrend er die Daten analysierte, \u201eich habe die toxischen Signatur \u00fcberpr\u00fcft. Es handelt sich um eine Kombination aus organischen Toxinen und mikroverkapselten Metallverbindungen \u2013 ein klassischer klingonischer Ansatz, der gezielt Heilungsprozesse hemmt und Zellstrukturen zersetzt.\u201c \u00a0<\/div>\n<div>Gaspar Toussaint, der in der N\u00e4he von Samsaans Biobett stand, verschr\u00e4nkte die Arme und trat n\u00e4her. \u201eWie stoppen wir es?\u201c fragte er mit ruhiger Dringlichkeit. \u00a0<\/div>\n<div>\u201eDas ist nicht einfach,\u201c fuhr Tam fort, w\u00e4hrend er zus\u00e4tzliche Daten aufrief. \u201eDas Gift wurde so entwickelt, dass es sich tief in die Gewebe einbettet und Heilung blockiert. Seine Hauptkomponente ist ein neurotoxisches Mittel, das die Zellregeneration hemmt, w\u00e4hrend die metallischen Verbindungen eine oxidative Kettenreaktion ausl\u00f6sen, die gesunde Zellen sch\u00e4digt. Eine chemische Neutralisation k\u00f6nnte Wochen dauern, wenn wir sie \u00fcberhaupt entwickeln k\u00f6nnen.\u201c \u00a0<\/div>\n<div>\u201eWochen haben wir nicht,\u201c sagte Gaspar bestimmt. \u00a0<\/div>\n<div>Tam nickte ernst. \u201eEs gibt eine Alternative: gezielte molekulare Inhibitoren. Wenn wir eine Verbindung finden, die die toxischen Reaktionen auf zellul\u00e4rer Ebene blockiert, k\u00f6nnten wir das Gift unsch\u00e4dlich machen. Allerdings ist das Gift sehr spezifisch auf biologische Prozesse ausgelegt \u2013 wir m\u00fcssten pr\u00e4zise arbeiten, um gesunde Zellen nicht zu gef\u00e4hrden.\u201c \u00a0<\/p>\n<p>Liyun runzelte die Stirn. \u201eDas ist riskant. Ein Fehler, und wir k\u00f6nnten Samsaans ohnehin geschw\u00e4chten Zustand noch verschlimmern.\u201c \u00a0<\/p><\/div>\n<div>\u201eIch verstehe,\u201c antwortete Tam ruhig. \u201eAber es ist unsere beste Option. Ich werde in den wissenschaftlichen Laboren auf Deck 4 arbeiten, um die molekularen Eigenschaften des Giftes zu analysieren und einen Inhibitor zu entwickeln. Das k\u00f6nnte vier bis sechs Stunden dauern.\u201c \u00a0<\/div>\n<div>Gaspar Toussaint nickte knapp. \u201eDann verlieren Sie keine Zeit. Holen Sie, was Sie brauchen, und beginnen Sie sofort.\u201c Tam Sula nickte und wandte sich zur T\u00fcr.\u00a0<\/div>\n<div>\u201eDoktor, was k\u00f6nnen wir in der Zwischenzeit tun, um seinen Zustand zu stabilisieren?\u201c, wollte der Captain wissen.<\/div>\n<div>Liyun seufzte leise und bereitete eine Injektion vor. \u201eIch werde ein tempor\u00e4res Antitoxin verwenden. Es wird die Symptome lindern und den Heilungsprozess zumindest ein wenig unterst\u00fctzen, aber es ist keine Heilung. Wir k\u00f6nnen nur hoffen, dass es ihm genug Zeit verschafft.\u201c \u00a0<\/div>\n<div>Gaspar beobachtete, wie Liyun das Antitoxin ruhig und pr\u00e4zise verabreichte. Samsaans Atem blieb flach, und die Monitore \u00fcber seinem Bett blinkten weiterhin in alarmierendem Rot.\u00a0<\/div>\n<div>W\u00e4hrend die Zeit weiter verstrich, widmete sich Tam Sula mit voller Konzentration der Entwicklung eines molekularen Inhibitors und Liyun und sein Team \u00fcberwachten unerm\u00fcdlich Samsaans Zustand. Es war ein Wettlauf gegen die Zeit, der die Entschlossenheit der gesamten Crew forderte. \u00a0<\/div>\n<div>&lt;\/RPG&gt; \u00a0<\/div>\n<div>&lt;SUM&gt;<\/div>\n<div># Zeit: MD 24.0741<br \/># Ort: Offiziersmesse aka temp. Krankenstation<br \/>ARTEMIS: Captain Gaspar Toussaint besucht den verwundeten Samsaan in der tempor\u00e4ren Krankenstation. W\u00e4hrend Gaspar Samsaan f\u00fcr seinen heldenhaften Einsatz lobt, schl\u00e4gt der Erste Offizier erneut seinen R\u00fccktritt vor. Gaspar weist das Gesuch zur\u00fcck. Stattdessen ermutigt er ihn, seine Verantwortung anzunehmen und weiterhin als Vorbild f\u00fcr die Crew zu dienen.<\/div>\n<div># Zeit: MD 24.0809<br \/># Ort: Offiziersmesse aka tempor\u00e4re Krankenstation \u00a0<br \/>ARTEMIS: Als Samsaans Zustand sich rapide verschlechtert und er das Bewusstsein verliert, findet Dr. Corapara heraus, dass ein klingonisches Gift die Ursache ist. Captain Toussaint zieht Tam Sula hinzu. Da eine chemische Neutralisation Wochen dauern w\u00fcrde, schl\u00e4gt Tam die Entwicklung eines molekularen Inhibitors vor, um das Gift auf zellul\u00e4rer Ebene zu blockieren. Die Crew macht sich sofort an die Arbeit.<br \/>&lt;\/SUM&gt;<\/div>\n<div>Submitted by<br \/>Dannimax, Fynn &amp; Mo<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blut, Stolz und Gift By @&#8230; Hey ihr Lieben, wir entwirren auf der Artemis weiter den verschwundenen Tag MD 24. Los geht&#8217;s mit einem Tripost von Dannimax, Fynn und mir. Danke euch und viel Spa\u00df beim lesen!\u00a0 &lt;RPG&gt; # Zeit: MD 24.0741# Ort: Offiziersmesse aka temp. Krankenstation, USS Artemis \u00a0 Mit leicht angewiderten Gesicht hatte&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/sfg-joint-venture-blut-stolz-und-gift\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;SFG Joint Venture &#8211; Blut, Stolz und Gift&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-8791","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8791"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8791\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}