{"id":8815,"date":"2024-12-24T12:00:58","date_gmt":"2024-12-24T11:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/weihnachten-die-vorbereitungen\/"},"modified":"2024-12-24T12:00:58","modified_gmt":"2024-12-24T11:00:58","slug":"weihnachten-die-vorbereitungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/weihnachten-die-vorbereitungen\/","title":{"rendered":"Weihnachten &#8211; Die Vorbereitungen"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<div>&lt;RPG&gt;<\/div>\n<div># Zeit: 4 Wochen vor Weihnachten<br \/># Ort: USS Hephaistos<\/div>\n<div>&lt;QUOTE&gt;<br \/>W\u00e4hrenddessen materialisierte Wichtelotron bei Ettore, dieses Mal in einer neuen Form: mit einem schief sitzenden Rentiergeweih und einer glitzernden roten Nase. \u201eEttore, die Schicksalsw\u00fcrfel wurden geworfen! M\u00f6ge dein Wichtelpartner von deiner schenkenden Genialit\u00e4t erleuchtet werden!\u201c Es paffte ein Miniaturfeuerwerk in Ettores Quartier. \u201eIch sehe, dass mein Enthusiasmus ansteckend ist! Viel Erfolg, Ettore!\u201c<br \/>Auf Ettores Terminal ploppte pl\u00f6tzlich eine Nachricht von Wichtelotron3000 auf und enth\u00fcllte den Namen: Jetsun Pema.<br \/>Immerhin war damit die Frage nach dem Wichtelpartner gekl\u00e4rt.<br \/>&lt;QUOTE&gt;<\/div>\n<div>Spontan fiel Ettore ein, dass er der jungen \u00c4rztin einen Band der Ars Amatoria schenken sollte. So wie die Bhutanerin sich an den italienischen Marine ranschmiss, konnte sie sicher noch etwas literarische Hilfestellung im Anhimmeln mit Ovidscher Liebeslyrik gebrauchen.<br \/>Aber nein.<\/div>\n<div>Er verwarf die Idee wieder. Vermutlich hatte sie eine etwas andere Vorstellung von romantischen Liebesbekundungen. Er w\u00fcrde sich wohl doch etwas anderes einfallen lassen m\u00fcssen.<\/div>\n<div>\u201eSchatz, sagt mal, kannst Du eigentlich H\u00e4keln oder Stricken?\u201c, erkundigte er sich bei seiner Frau.<\/div>\n<div>Mel guckte ihn aus weit ge\u00f6ffneten blauen Augen an \u00fcberrascht an. \u201eIch?\u201c sie hielt die H\u00e4nde hoch. \u201eAlso in der Erde w\u00fchlen und feine Stoffe schlie\u00dfen sich irgendwie aus &#8230; sicher habe ich es mal versucht. Mom kann toll stricken. Aber so wie sie kann ich es nicht. Es ist so&#8230; lala. Aber so richtig&#8230; nein eher nicht.\u201c Sie lachte ein glockenklares Lachen. \u201eAber warum willst Du das eigentlich wissen, das hat Dich doch bisher noch nie interessiert.\u201c<\/div>\n<div>Sie ging auf den kleinen Tisch zu, wo Ettore noch immer das Terminal anstarrte und legte ihm von hinten die Arme um die Schultern. \u201eAch so, Weihnachten?\u201c, fragte sie.<\/div>\n<div>\u201eJa richtig. Und da unsere \u00c4rztin ja eine Metamorphose durchgemacht hat, hatte ich an so etwas wie Fl\u00fcgelw\u00e4rmer gedacht. Ist doch sicher kalt, sowas oben ohne.\u201c er machte eine unbestimmte Handbewegung nach oben hinten.<br \/>Mel prustete los. \u201eAlso sicher g\u00e4be es da etwas, wenn der Bedarf an Fl\u00fcgelw\u00e4rmern akut w\u00e4re &#8230; aber vermutlich ist der Markt sehr begrenzt. Sonst h\u00e4tten die Ferengi schon ein Monopol. Ich glaube, Du solltest Dir was anders einfallen lassen. Wenn ich mir das nur vorstelle&#8230;\u201c sie lachte weiter, schlug einmal mit den Handfl\u00e4chen vor Lachen auf die Schultern ihres Mannes, so dass der zusammenzuckte und entfernte sich dann wieder, um ihrer eigenen Aktivit\u00e4t nachzugehen.<\/div>\n<div>Ettore gr\u00fcbelte weiter. Dabei fing er mit den Fingern der Hand an, leise den Rhythmus von Jingle Bells auf den Tisch zu klopfen.<\/div>\n<div>\u201eSag mal, Melody. Was wollen wir Shay eigentlich dieses Jahr schenken?\u201c, fragte Ettore gedankenverloren.<\/div>\n<div>\u201eAm besten eine Erweiterung des Ehebetts. Triple-Breite. Du verstehst?\u201c, erwiderte sie. Und machte ohne auch nur mit der Wimper zu zucken mit ihrer T\u00e4tigkeit weiter.<\/div>\n<div>\u201e\u00c4h, wie meinst Du das jetzt\u2026 das kannst Du doch nicht im Ernst meinen.\u201c Ettore hatte abrupt den Kopf gedreht. Er wusste gar nicht, ob Mel das nun ernst gemeint hatte oder im Scherz gesagt hatte.<\/div>\n<div>Den Blick auf sich sp\u00fcrend, hielt sie kurz inne, wischte sich mit der Hand die Haarstr\u00e4hne aus dem Gesicht und meinte. \u201eNa ja eigentlich eine Mischung aus beidem\u201c, antwortete sie verschmitzt. \u201eAber er sollte sich wirklich etwas einfallen lassen. Ich glaube nicht, dass dieses Bermuda-Dreieck auf Dauer gut geht\u2026\u201c<\/div>\n<div>\u201eHmm. Da magst Du recht haben. Aber alle Beteiligten wirken derzeit ja ganz zufrieden mit ihrem Arrangement.\u201c Er \u00fcberlegte. \u201eDann sollten wir vielleicht etwas anderes finden. Meinst Du, wir sollten alle Kinder diesmal mitnehmen zur Feier?\u201c<\/div>\n<div>\u201eF\u00fcr die Zwillinge k\u00f6nnte es etwas viel sein. Wie w\u00e4re es, wenn wir vorher mit ihnen den Baum anschauen und sie dann erstmal zur\u00fcckbringen. Wir k\u00f6nnen eine Minifeier mit ihnen bei uns machen. Alle \u201eGro\u00dfen\u201c gehen dann zur offiziellen Feier.\u201c<\/div>\n<div>\u201eIn Ordnung, das machen wir so.\u201c<\/div>\n<div>=\/=<\/div>\n<div>&lt;Quote&gt;<br \/>Auf Ortrichks Terminal ploppte pl\u00f6tzlich eine Nachricht von Wichtelotron3000 auf und enth\u00fcllte den Namen: Massimo Aquila.<br \/>Immerhin war damit die Frage nach dem Wichtelpartner gekl\u00e4rt.<br \/>&lt;\/Quote&gt;<\/div>\n<div>Weniger schnell gekl\u00e4rt war, was sie verschenken sollte. Sie kannte den Italiener mit etwas deltanischem Blut nicht genauer. Hazard-Team Sanit\u00e4ter, mit milit\u00e4rischer Ausbildung. Ein Kampftraining verwarf sie sofort wieder. Es war unpassend. Weihnachten war das Fest der Liebe. Und aus Erfahrung wusste sie, dass ein Mensch gegen Iskyra keine Chance hatte. Sie waren einfach zu langsam. Aber man konnte ihn, sp\u00e4ter mal, mit Lani in das Trainingsprogramm einladen. Das w\u00fcrde lustig werden.<\/div>\n<div>Was wusste sie? Nur das, was die Ger\u00fcchtek\u00fcche hergab. Und das k\u00fcmmerte Ortrichk mal gar nicht. Klar, dass sich alle darin einig waren, dass er sympathisch war. Das war eine Eigenschaft, die man allen Deltanern zuschreiben konnte. Leider war er, so der Kern der Ger\u00fcche, nicht allzu sehr gesellig. Ein Hilfsmittel f\u00fcr seine Arbeit war genauso unangemessen wie ein Training auf der Matte. Was tun?<\/div>\n<div>Der Zufall kam ihr zur Hilfe. Sie hatte sich in das kleine, aber ruhige B\u00fcro f\u00fcr Lehrer zur\u00fcckgezogen, um an ihrer Doktorarbeit zu arbeiten. Es ging nat\u00fcrlich um Prothesen. Speziell solche die einen chirurgischen Eingriff erforderten. Dazu w\u00fcrde sie, *erneut*, ihre Arbeit \u00fcber die Anatomie der Iskyra beilegen. Ob dann gut 1500 Seiten reichen w\u00fcrden?<br \/>Hier auf dem Schiff konnte sie in Ruhe weiterschreiben. Die Kinder brauchten keinen Abholservice mehr. Tara war eh selbst\u00e4ndig genug und Lani konnte nach der Schule hier gut allein ins Quartier gehen. Heute hatte Ortrichk nicht unterrichtet. Die Kids waren in der wissenschaftlichen Abteilung eingeladen. Fatal war dann nur, dass sie gut 30 Minuten l\u00e4nger arbeitete als geplant.<\/div>\n<div>Im Quartier angekommen, stellte sie fest, dass Ana nicht da war. Aber die Kinder. Und wie! Im Zimmer der Kids ging eine lautstarke Toberei ab. So laut, dass die beiden zuerst gar nicht bemerkten, dass die gro\u00dfe Katze in der T\u00fcr stand. Es flogen die Fetzen! Erst als Lani fast in ihre Pflegemutter prallte fand das Unheil ein Ende.<\/div>\n<div>\u201cOh. Rarrtch grrr drrrrrrrrrrrrch!\u201d, fluchte die kleine Iskyra. Tara vermied den Blickkontakt zu Ortrichk und betrachtete ihre Kleidung, welche nicht daf\u00fcr gedacht war, den scharfen Krallen einer Iskyra stand zu halten. Wenigstens war sie nicht verletzt. Der Raum war ordentlich verw\u00fcstet.<\/div>\n<div>Ortrichk nahm es gelassen. Solches kannte sie ja schon. Nur nicht in diesem Umfang. Sie beugte sich zu Lani hinunter und hob die \u2018kleine\u2019 Iskyra auf, um zu schauen, dass sie unversehrt war. Tara konnte inzwischen ja auch t\u00fcchtig austeilen und war solche K\u00e4mpfe gewohnt. Zu allem \u00dcbel glitt Lani\u2019s in Mitleidenschaft gezogener Rock \u00fcber ihre H\u00fcfte und fiel zu Boden. Ein wei\u00dfes Unterh\u00f6schen wurde sichtbar.<\/div>\n<div>\u201cOops.\u201d, die kleine Iskyra hob die H\u00e4nde und zuckte mit den Schultern. Die Unschuldsmiene gelang nicht wirklich.<\/div>\n<div>Mama Ortrichk lie\u00df Lani einfach fallen, was aber kein Problem war. Elegant landete die kleine Katze auf den Hinterpfoten, fing den Fall gekonnt ab und machte einen Handstand\u00fcberschlag r\u00fcckw\u00e4rts, weg von der Pflegemutter, die vielleicht doch etwas b\u00f6se sein konnte.<\/div>\n<div>War Ortrichk aber nicht. Es bereitete ihr etwas Kummer, dass sie jetzt h\u00e4rtere Strafen verh\u00e4ngen musste. Nur was?<\/div>\n<div>\u201cIn 2 Stunden ist hier alles \u2018pico bello\u2019\u201d, ordnete sie an und verlie\u00df das Kinderzimmer.<\/div>\n<div>Es war ja nicht das erste Mal, dass die Kids ihr Zimmer wieder in Ordnung bringen mussten. Sie hatten \u00dcbung.<\/div>\n<div>Mit einem Pfirsich-Maracuja-Saft stand die Iskyra am Fenster, als ein Shuttle vorbeiflog und auf Warp ging. Da hatte sie eine z\u00fcndende Idee. Warum nicht 2 Fliegen mit einem Streich erledigen? Der Saft landete, fast im Flug, in Replikator und die Iskyra flitzte davon, um Material und Pl\u00e4ne zu besorgen. Sie musste sogar zwei Mal los, um alles zu besorgen.<\/div>\n<div>Als die beiden Kinder fertig mit Aufr\u00e4umen waren, unterzog Ortrichk das Zimmer einer gr\u00fcndlichen Inspektion. Trickserei musste ausgeschlossen werden. Das hatten die beiden auch schon versucht.<\/div>\n<div>Auf dem gro\u00dfen Esstisch, der auch anderweitig eingesetzt wurde, standen 2 gr\u00f6\u00dfere Boxen und es lag der Rohling eines Batleth dabei. Tara schwante nichts Gutes.<\/div>\n<div>\u201cSetzt euch, bitte.\u201d, forderte Ortrichk auf: \u201cIch erkl\u00e4re euch nun eure Aufgaben. Ich habe hohe Erwartungen an euch, denn das Ergebnis eurer Arbeit soll ein Weihnachtsgeschenk werden. Es wird also nicht dar\u00fcber geplaudert. Soweit klar?\u201d<\/div>\n<div>\u201cKlar.\u201d, nickten die beiden unisono.<\/div>\n<div>\u201cDas Batleth ist f\u00fcr dich.\u201d, die gro\u00dfe Katze trat neben Tamara: \u201cIch m\u00f6chte das du die Waffe verzierst. Es soll nicht zum K\u00e4mpfen da sein, sondern eine sch\u00f6ne Dekoration f\u00fcr ein Quartier. In der Kiste ist alles was du brauchst. Es gibt verschiedene Methoden, das Metall zu verzieren. Gravur, \u00e4tzen, polieren, Beschichtung und Inlays. Egal welche Methode du verwendest, man kann sie auch kombinieren, ich erwarte ein erstklassiges authentisches Ergebnis.\u201d<\/div>\n<div>Innerlich \u00e4chzte die Halbklingonin. Das w\u00fcrde ewig dauern, die Methoden zu erlernen. Ihre Pflegemutter verlangte Handwerkskunst vom Feinsten!<\/div>\n<div>Lani sollte es nicht viel besser ergehen.<\/div>\n<div>\u201cIn deiner Kiste ist der detaillierte Bausatz einer HU-16E Albatross. Ein Wasserflugzeug der Erde. Historische Daten kannst du dir ja anschauen. Das fertige Modell wird eine Spannweite von circa 1 Meter haben. Nicht flugtauglich. Aber du wirst es flugtauglich machen, damit man es mit einer Fernsteuerung fliegen kann. Alles was du brauchst, ist in der Box.\u201d<\/div>\n<div>\/Rrrrrdrrrf drr.\/ fluchte Lani in Gedanken. Das w\u00fcrde sehr schwierig werden. Die gut 2000 Teile waren nicht so sehr das Problem. Das war ein Geduldsspiel. Aber der Umbau zur Flugtauglichkeit war trickreich, wollte sie keine Details zerst\u00f6ren. Und sie hatte nur eine Chance!\u00a0<\/div>\n<div>Die Freizeit der beiden w\u00fcrde f\u00fcr ein paar Wochen sehr eingeschr\u00e4nkt sein. Sie w\u00fcrden handwerkliches Geschick erlernen und hoffentlich in Zukunft das Kinderzimmer nicht mehr verw\u00fcsten.<\/div>\n<div>Zu k\u00e4mpfen hatten beide, mit den Aufgaben. Tamara musste erst experimentieren, welches Ergebnis die verschiedenen Methoden der Bearbeitung lieferten, bevor sie einen Entwurf erstellen konnte. Ihre Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Ortrichk musste sie mehrmals zur Ordnung rufen, damit das Fluchen aufh\u00f6rte.<\/div>\n<div>Lani hatte auch so ihre Sorgen. Alleine schon still zu sitzen, war nicht ihr Ding. Einfach zusammen bauen w\u00e4re ja einfach gewesen. Aber das Fahrwerk, die Flaps und die Steuerruder mussten ja f\u00fcr die Fernsteuerung beweglich werden. Und ausbalanciert musste es auch sein, sonst w\u00fcrde das Modell nicht fliegen k\u00f6nnen.<br \/>Immerhin hatte sich die kleine Iskyra einen Trick bei ihrer Pflegemutter abgeguckt. F\u00fcr die feinen Arbeiten trug sie (kleine) OP-Handschuhe. Etwas das Professor Albertson entdeckt hatte. Wann immer Ortrichk in OP arbeitete, verhinderten die Handschuhe, dass ihre Krallen ausfuhren, was die Feinarbeit wesentlich erleichterte.<\/div>\n<div>\u201cGuter Trick.\u201d, lobte Ortrichk.<\/div>\n<div>\u201cHabe ich bei einem Doktor abgeguckt.\u201d, scherzte die Kleine.<\/div>\n<div>\u201cIch bin kein Doktor. Zumindest nicht in der F\u00f6deration.\u201d<\/div>\n<div>\u201cAber du arbeitest flei\u00dfig daran. Ich glaube an dich! Das wird schon werden!\u201d<\/div>\n<div>=\/=<\/div>\n<div>Ajur hasste dieses Wichteltron aus ganzem Herzen. Einmal hatte er sogar den Programmierer mit dem Tod bedroht. Da er damit nicht der einzige gewesen war, hatte dieser dem Programmieren abgeschworen und war Landwirt auf einer Koloniewelt gegeben &#8211; doch das Wichteltron existierte immer noch. Entweder wurde es durch Geheimdienste weiterentwickelt oder es gab eine Untergrundweihnachtswichtelterroristengruppe. Einflussreiche Terroristen, wenn sie die Hephaistos als Testgebiet ausw\u00e4hlen konnten. Was sagte eigentlich die Computersicherheit dazu? War das vielleicht ein geschickt platzierter Angriff zur Demoralisierung der Crew?<\/div>\n<div>Nat\u00fcrlich kannte Ajur das Konzept von &#8218;Schenken&#8216;. Auch wenn dies in seiner Heimat nicht unbedingt weit verbreitet war &#8211; es war nicht so, dass Klingonen nichts verschenkten. Tats\u00e4chlich kosteten viele Klingonen jeden Tag voll aus &#8211; immerhin k\u00f6nnte er der letzte sein &#8211; und konnten dabei sehr gro\u00dfz\u00fcgig sein. Es war vielmehr so, dass Geschenke in seiner Kultur eine spezifische Signifikanz hatten. Man schenkte einzelnen Personen etwas, was passend schien, weil man sie sch\u00e4tzte und achtete, weil man dachte, dass Geschenk und Beschenkter zusammenpassten. Jedes Geschenk war bedeutsam, und ein falsches Geschenk auszuw\u00e4hlen Grund genug f\u00fcr einen Krieg zwischen H\u00e4usern. Dagegen war dieses Wichteln wie eine Verh\u00f6hnung &#8211; man erhielt zuf\u00e4llig jemanden zugelost, dem man irgendwas schenken sollte. Nat\u00fcrlich, die Idee war, dass man den Gegen\u00fcber n\u00e4her kennen lernte und etwas fand, was diesem gefiel &#8211; was aber nicht beachtet wurde, war, ob die Person ein Geschenk auch verdiente. Und ob man dieser Person auch die Ehre eines Geschenks erweisen wollte. Damit wurde die Tradition des Schenkens, aus Ajurs Sicht, entwertet. Und das in der F\u00f6deration, die sich auf die Flagge geschrieben hatte, die Kulturen aller zu achten. Tja, vermutlich hatte er einfach das Pech, dass die Klingonen eben nicht in der F\u00f6deration waren. Sondern man sich miteinander im Konflikt befand.<\/div>\n<div>Nun, er hatte sich schon an viele Br\u00e4uche angepasst. Und generell w\u00fcrde er auch dieses Wichteln wieder \u00fcberstehen &#8211; allerdings war er mit der Wahl seiner Wichtelpartnerin nun ganz und gar nicht einverstanden. Ausgerechnet Larson. Beide hatten, als Jennifer an Bord gekommen war, so ihre Schwierigkeiten gehabt und diese nicht wirklich ausr\u00e4umen k\u00f6nnen. Nein, wenn es um Geschenke ging, stand die OPS wahrlich nicht weit oben auf seiner Liste&#8230;<\/div>\n<div>&lt;NRPG&gt; An dieser Stelle der sehr wichtige Hinweis, dass sich etwaige Vorurteile und Abneigungen rein ingame, zwischen den Charakteren abspielen. Spielerseitig ist alles super \ud83d\ude09 &lt;\/NRPG&gt;<\/div>\n<div>=\/=<\/div>\n<div>T&#8217;Vala war nun wahrlich nicht die schwierigste Auslosung, die Trish h\u00e4tte haben k\u00f6nnte. Immerhin hatten sie mit der Musik gemeinsame Interesse, da kam man auch schon einmal ins Gespr\u00e4ch.<\/div>\n<div>Schwierig war eher, dass Trish ein soziales Netz an Bord hatte, das Aufmerksamkeit brauchte &#8211; vor Allem in schwierigen Zeiten. Und so war die Technikerin in den n\u00e4chsten Tagen schwer besch\u00e4ftigt &#8211; vielleicht zum Unbill ihres Partners. Immerhin &#8211; es gab Pl\u00e4tzchen. Irgendwer musste ja schlie\u00dflich als Versuchskaninchen herhalten. Und das konnte ja nicht immer der arme Fabi sein.<\/div>\n<div>=\/=\u00a0<\/div>\n<div>&lt;QUOTE&gt;<br \/>W\u00e4hrenddessen materialisierte Wichtelotron bei Reha, dieses Mal in einer neuen Form: mit einem schief sitzenden Rentiergeweih und einer glitzernden roten Nase. \u201eReha, die Schicksalsw\u00fcrfel wurden geworfen! M\u00f6ge dein Wichtelpartner von deiner schenkenden Genialit\u00e4t erleuchtet werden!\u201c Es paffte ein Miniaturfeuerwerk in Emilys Quartier. \u201eIch sehe, dass mein Enthusiasmus ansteckend ist! Viel Erfolg, Reha!\u201c<br \/>Auf Rehas Terminal ploppte pl\u00f6tzlich eine Nachricht von Wichtelotron3000 auf und enth\u00fcllte den Namen: Jori Tainia.<br \/>Immerhin war damit die Frage nach dem Wichtelpartner gekl\u00e4rt.<br \/>&lt;\/QUOTE&gt;<\/div>\n<div>Immerhin kannte Reha den Mann gut genug, um zu wissen, welche Vorlieben er besa\u00df. Ein Mann, der Prinzipien mochte, der allein gut zurechtkam, aber auch seine Abteilung kompetent f\u00fchrte. Ein J\u00e4ger. In einer anderen Welt ein H\u00fcter des Waldes. Was w\u00fcrde sich ein solcher Mann w\u00fcnschen? Wor\u00fcber w\u00fcrde er sich freuen?\u00a0<\/div>\n<div>Nein, es war nicht weiter schwierig. Sie wusste genau das richtige Geschenk. Etwas, dass sowohl sch\u00f6n, als auch praktisch war und das er zu sch\u00e4tzen w\u00fcsste. Sie setzte sich an die Konsole und suchte im Netz. &#8218;The Shop&#8216; und die &#8218;General Supply Company&#8216; lieferten schlie\u00dflich alles, was man sich nur vorstellen konnte. \u00dcberallhin. Man musste eben nur aufpassen, dass man auch qualitativ und gr\u00f6\u00dfentechnisch das Richtige bekam und das Kleingedruckte genau lesen.\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&lt;QUOTE&gt;<br \/>T&#8217;Vala erhielt einen n\u00fcchternen Vortrag dar\u00fcber, warum Wichteln \u201elogisch emotionalisierend\u201c sei, w\u00e4hrend Nazira versuchte, das Hologramm zu \u00fcberreden, einen kleinen Tipp zum Wichtelpartner zu geben.<br \/>Auf T&#8217;Valas Terminal erschien schlie\u00dflich der Name: Samantha DeCoster.<br \/>&lt;\/QUOTE&gt;<\/div>\n<div>Nat\u00fcrlich kannte die Vulkanierin die erste Offizierin. Aus Besprechungen, dienstlichen Unterredungen und Personalgespr\u00e4chen, die zu den Aufgaben der Commander geh\u00f6rten. Hatten sie sich jemals \u00fcber private Dinge unterhalten? Sie lie\u00df ihre Begegnungen vor ihrem inneren Auge Revue passieren. Nein, sie wusste so gut wie nichts von der ersten Offizierin. Was sie allerdings wusste, war, dass Emily diese Frau sehr mochte. Wer in seinem Geist einen wahren Schrein einer anderen Person besa\u00df, musste diese wohl sehr sch\u00e4tzen. Vielleicht war es ganz gut, wenn sie Emily fragen w\u00fcrde, was sich Samantha wohl w\u00fcnschen k\u00f6nnte? Ja, das war eine gute M\u00f6glichkeit. Und au\u00dferdem musste sie sowieso los, sie hatte eine Verabredung mit Nazira und Fabi im Technik-Verteilerraum. Es hatte sich so ergeben, dass sie dort alle paar Tage zusammenkamen, um ein wenig Musik zu machen.\u00a0<\/div>\n<div>T&#8217;Vala griff ihren mitgebrachten Instrumentenkoffer und verlie\u00df ihren Arbeitsplatz heute sehr p\u00fcnktlich, auf die Sekunde genau zu Dienstende.\u00a0<\/div>\n<div>Kurze Zeit sp\u00e4ter stand sie bereits vor dem B\u00fcro der Chefingenieurin. Der Computer hatte ihr verraten, wo sie Emily finden konnte. Die Vulkanierin bet\u00e4tigte den Summer und das Schott fuhr keine zehn Sekunden sp\u00e4ter auf.\u00a0<\/div>\n<div>Emily war einerseits dabei, irgendein technisches Ger\u00e4t auf ihrem Tisch auseinanderzunehmen, andererseits hatte sie in der linken Hand ein St\u00fcck K\u00e4sekuchen und eine Tasse stand auf dem Tisch.\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Hallo, Emily, ich ben\u00f6tige einen Rat&#8220;, kam T&#8217;Vala direkt zur Sache.\u00a0<\/div>\n<div>Die CING sah von ihrer Arbeit auf. Einen Rat? F\u00fcr die Vulkanierin? Nun, warum nicht, sie half gern: &#8222;Du musst nach dem Baden immer die F\u00fc\u00dfe gut abtrocknen.&#8220;<\/div>\n<div>T&#8217;Vala war einen Moment \u00fcberfordert. Was sollte diese Bemerkung? Dann begriff sie. Dies war ein allgemeiner Rat. Allerdings nicht das, was sie ben\u00f6tigte.\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Danke. Dies ist allerdings nicht, was ich meinte, ich habe ein spezifisches Problem, f\u00fcr dass ich Deinen Rat ben\u00f6tige. Es geht um Commander de Coster.&#8220;<\/div>\n<div>Emily sah nun doch auf und genauer zur Wissenschaftlerin: &#8222;Was ist mit Sam?&#8220; Hatte ihre Sam etwa ein Problem?\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Ich suche ein Geschenk f\u00fcr sie. Und ich wei\u00df nicht, was sie gebrauchen k\u00f6nnte, oder was ihr gef\u00e4llt. Logisch betrachtet w\u00fcrde ich ein Buch, eine Schrift oder etwas \u00c4hnliches ausw\u00e4hlen, das sowohl erbaulich, als auch bildend in einem w\u00e4re. Eine logische Wahl, doch sollte es auch zu ihr passen.&#8220;<\/div>\n<div>Ein kleiner Stich von Eifersucht befiel Emily: &#8222;Wieso willst Du\u2026&#8220;, fast h\u00e4tte sie &#8218;meiner&#8216; gesagt, &#8222;Sam etwas schenken?&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Das Wichtelotron hat mir Commander de Coster zugeteilt.&#8220;<\/div>\n<div>Das beruhigte Emily. Schlie\u00dflich hatte sie selbst ja auch jemanden, f\u00fcr den sie ein Geschenk besorgen musste. Nun, konstruktiv denken. Was k\u00f6nnte Sam gebrauchen?<\/div>\n<div>&#8222;Super w\u00e4re ein Urlaub auf Risa&#8220;, schlug Emily vor und fand, den h\u00e4tte sie auch verdient, &#8222;F\u00fcr zwei Personen.&#8220;<\/div>\n<div>T&#8217;Vala dachte einen Augenblick dar\u00fcber nach, dann sch\u00fcttelte sie den Kopf: &#8222;Ich denke nicht, dass dies passend w\u00e4re und ich glaube auch nicht, dass die Commander so bald das Schiff f\u00fcr einen Urlaub verlassen wird.&#8220;<\/div>\n<div>Emily nickte, biss ein St\u00fcck von dem Kuchen ab und hatte schon die n\u00e4chste Idee: &#8222;Sam mag R\u00e4tsel und Knobelspiele und so.&#8220; Und wenn Sam mit ihr spielte, ben\u00f6tigten sie auch immer viel\u2026 &#8222;Und Kekse und Schokolade dazu. Viele.&#8220; Sie nickte und schob schnell nach: &#8222;Sam liebt das.&#8220;<\/div>\n<div>Damit konnte T&#8217;Vala etwas anfangen. Diese Art Hinweis hatte sie ben\u00f6tigt.\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Vielen Dank, Emily, Du hast mir sehr geholfen. Logik-R\u00e4tsel und Nahrungsmittel. Danke.&#8220;<\/div>\n<div>Die Vulkanierin wandte sich ab und verlie\u00df den Raum.\u00a0<\/div>\n<div>=\/=<\/div>\n<div># Zeit: W-26<br \/># Ort: USS Hephaistos<\/div>\n<div>&#8222;Immer dasselbe vor Weihnachten!&#8220; murrte Jetsun vor sich hin.<\/div>\n<div>&#8222;Hmm?&#8220; machte Massimo, w\u00e4hrend er mit Sissi spielte, indem er ihr Leckerlis auf dem Fu\u00dfboden schnippte, hinter denen sie mit Begeisterung hinterher jagte. Die neuen Milchdrops von Dr. Zevran waren hervorragend. Der Tierarzt hatte Jetsun ja eine Auswahl an Leckerchen mitgegeben, die sich so sehr auf den Bauchumfang der Katze auswirkten. Das in Verbindung mit mehr Bewegung war schon eine gute Hilfe.<\/div>\n<div>&#8222;Das FedNet laggt schon wieder. Und bei Jangtse sind die Lieferzeiten grad explodiert. Da zu bestellen ist ziemlich aussichtslos.&#8220;<\/div>\n<div>Die Bhutanerin lehnte sich in ihrem B\u00fcrostuhl zur\u00fcck, vorsichtig darauf bedacht, ihre Fl\u00fcgel nicht einzuklemmen. Im Stehen und Gehen war das relativ unproblematisch, doch im Sitzen musste sie schon etwas aufpassen.<\/div>\n<div>&#8222;Was wolltest Du denn bestellen, mio Angelo?&#8220; Massimo erhob sich von der Couch, sehr zum Verdruss der Katze, die eigentlich noch gar nicht zufrieden war, und trat zu Jetsun, legte ihr eine Hand auf die nackte Schulter. Jetsuns Uniform, bedingt durch ihre Schwingen, gefiel ihm ganz gut so, R\u00fcckenfrei mit Neckholderverschluss.<\/div>\n<div>Jetsun seufzte und legte ihren Kopf in den Nacken. &#8222;Ach, mio Caro, ich wollte es mir dieses Mal zu Weihnachten etwas einfacher machen. Aber ich glaube, diese Idee kann ich mir abschminken.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Ich w\u00fcrde vorschlagen,&#8220; meinte der Italiener, &#8222;dass wir einfach noch eine Woche warten. Vielleicht sind wir dann schon wieder an der StarBase K7. Da kann man sehr sch\u00f6n Bummeln gehen. Da finde ich sicher auch etwas f\u00fcr Sissi. Und f\u00fcr Kiba und Dema.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;F\u00fcr Sissi? Und f\u00fcr die H\u00f6rnchen?&#8220; fragte Jetsun etwas irritiert.<\/div>\n<div>&#8222;F\u00fcr Dich nat\u00fcrlich auch.&#8220; lachte Massimo. Ziel erreicht!<\/div>\n<div>&#8222;Ach, ich war bestimmt nicht eifers\u00fcchtig!&#8220; meinte Jetsun nicht wirklich besonders \u00fcberzeugend. &#8222;Ich find&#8217;s aber total s\u00fc\u00df, dass Du an die Tierchen denkst.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Wir sind doch eine Familie, alle zusammen.&#8220;<br \/>Massimo trat n\u00e4her zu Jetsun und zog sie in seine Arme: &#8222;Du und ich und die drei Kleinen.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Mmmmmmguteidee&#8230;&#8220; nuschelte Jetsun. &#8222;Was h\u00e4ltst Du davon, wenn wir uns einfach schonmal hinlegen?&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Sehr viel besser, als hier weiter sinnlos Zeit am Terminal zu verbringen.&#8220; fand Massimo.<\/div>\n<div>Sissi fand das nicht. Sie beobachtete die beiden gro\u00dfen Menschen noch einen Augenblick, doch als die dann in der gro\u00dfen Kuschelkiste verschwanden, wandte sie sich etwas beleidigt ab. Wenn die beiden Gro\u00dfen jetzt alleine miteinander kuscheln wollten, dann w\u00fcrde sie eben stattdessen in ihre eigene Spielwelt gehen. Dort gab es zwar keine Leckerlies, aber daf\u00fcr jede Menge andere interessante Dinge zu fangen.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div># Zeit: W-19<br \/># Ort: USS Hephaistos &#8211; angedockt an K7<\/div>\n<div>Die Promenade der Raumstation bot jede Menge M\u00f6glichkeiten. Es gab Gesch\u00e4fte jeder Art und selbst wenn man nicht fand, was man suchte, So konnte man sich doch mit Ideen eindecken und dann den Replikator nutzen, oder selbst etwas basteln. Massimo hatte einige Ideen, womit er Jetsun eine Freude machen k\u00f6nnte. Der Juwelier auf der Station hatte schon einmal etwas f\u00fcr ihn hergestellt, ganz nach Massimos W\u00fcnschen und w\u00fcrde das sicherlich auch noch einmal tun. Und dann war da ja auch noch die Person, f\u00fcr die er ein Wichtelgeschenk besorgen sollte.\u00a0<\/div>\n<div>Jetsun l\u00e4chelte, hier in den breiten G\u00e4ngen stie\u00df sie nicht mit ihren Fl\u00fcgeln an. Auch sie dachte dar\u00fcber nach, was sie ihrem Wichtelpartner schenken sollte.\u00a0<br \/>&#8222;Wer ist Dir eigentlich zugelost worden?&#8220;, fragte sie neugierig. Massimo wusste sofort, was gemeint war: &#8222;Das ist doch geheim! Aber ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung, was ich da suchen soll. Nicht ansatzweise.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Na komm schon, Du verr\u00e4tst mir, wen Du hast und ich verrate Dir, wem ich etwas schenken soll.&#8220;<\/div>\n<div>Massimo brummte: &#8222;Na gut. Ich muss ein Geschenk f\u00fcr Ortrichk finden.&#8220;<br \/>Er seufzte, dann grinste er innerlich und sagte in ernstem Ton: &#8222;Was w\u00fcnscht sich wohl eine Katze? Einen neuen Kratzbaum? Eine Stoffmaus mit Katzenminze?&#8220;\u00a0<\/div>\n<div>Jetsun sah ihn entgeistert an. Ortrichk war doch keine Hauskatze!\u00a0<br \/>&#8222;Du willst ernsthaft Ortrichk Hauskatzenspielzeug schenken?&#8220;\u00a0<br \/>Massimo sch\u00fcttelte den Kopf: &#8222;Nein, ich habe an Sissi gedacht. Die Kleine und die beiden Rabauken-Nager sollten doch auch etwas bekommen!&#8220;\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Oh&#8230; das ist wirklich lieb von Dir!&#8220;<br \/>Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange. Ortrichk. Das war wirklich nicht leicht.\u00a0<br \/>&#8222;Ich habe Commander Careen gezogen.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Die Frau vom Captain? Na das wird auch nicht leicht. Obwohl\u2026 bei all dem Stress, den sie hat, vielleicht eine Kombination? Eine Musikauswahl, ein gutes Buch und ein Schaumbad zum Entspannen?&#8220;<\/div>\n<div>Jetsun blieb unvermittelt stehen, so dass ein anderer Besucher der Mall, der hinter ihr und Massimo ging, etwas hektisch ausweichen musste. &#8222;Das ist&#8230; eine gute Idee. Eine richtig gute Idee!&#8220; meinte sie. Dann grinste sie. &#8222;Verschenke, was Du selber gerne h\u00e4ttest. Dann kommt etwas Gutes dabei heraus!&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Hmm&#8230;&#8220; meinte Massimo, deutete dabei vorw\u00e4rts. Die zwei gingen wieder weiter.<br \/>&#8222;&#8230;was ich selbst gern h\u00e4tte&#8230;&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Ach ja!&#8220; Er dachte nat\u00fcrlich \u00fcber Ortrichk nach. Jetsun hatte die Iskyra bei deren Hochzeitsfeier mit Lwaxana Ivoin kennengelernt. Damals ging es Jetsun k\u00f6rperlich gar nicht gut, sie litt unter Schmerzen und Verspannungen und war daher fr\u00fchzeitig von der Feier verschwunden. Und sie hatte den Verdacht, dass sowohl Ortrichk als auch Ana ihr das irgendwie \u00fcbelgenommen hatten.<br \/>Ana&#8230; k\u00f6nnte man die fragen? Aber das w\u00e4re dann doof, weil das Geheimnis dann keines mehr w\u00e4re. Was wusste sie \u00fcber die Iskyra&#8230;<br \/>Sie war sehr neugierig, kulturell interessiert, mochte gern lesen und Fremdsprachen&#8230; hmm&#8230;<br \/>&#8222;Ich k\u00f6nnte Dir helfen.&#8220; meinte sie dann. &#8222;Wenn Ortrichk sich f\u00fcr fremde Kulturen interessiert, die Leute, Sprache und Geschichte und all das, k\u00f6nnte ich versuchen, \u00fcber Arsinoe an ein paar sch\u00f6ne Dinge von und \u00fcber die Kikonen heranzukommen.&#8220;<\/div>\n<div>Jetzt war es Massimo, der stehenblieb. &#8222;Du meinst, das k\u00f6nnte klappen? Ist das nicht etwas knapp?&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Vielleicht. Aber mit FedEx und dann beschleunigter Versand, k\u00f6nnte das noch reichen. Oder wir machen das digital und \u00fcber Replikator.&#8220;<br \/>Zwischen den Kikonen und der F\u00f6deration gab es inzwischen eine Art \u00dcbersetzungsprogramm f\u00fcr Replikatordaten.<\/div>\n<div>&#8222;Das w\u00e4re mir, ehrlich gesagt, lieber. Auf eine Last-Minute-Lieferung zu warten, ist mir zu nervenaufreibend!&#8220; meinte Massimo. &#8222;Wie Du ja selber letztens gesagt hast, ist vor Weihnachten immer alles etwas chaotisch.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Stimmt.&#8220; l\u00e4chelte Jetsun. &#8222;Aber vielleicht finden wir hier ja etwas Sch\u00f6nes als Beigabe. Oder eine h\u00fcbsche Verpackung&#8230;&#8220;<\/div>\n<div>Massimo war damit \u00e4u\u00dferst zufrieden. Das w\u00fcrde die Iskyra sicherlich interessieren und vielleicht gab es ja auch ein paar Dinge anderer Kulturen noch hier auf der Station zu finden?<\/div>\n<div>Zufrieden, nein, eher gl\u00fccklich schlenderten die beiden die breiten G\u00e4nge der Einkaufsmeile von K-7 weiter entlang. Hier und da stoppten sie und als Jetsun eine Filiale von &#8222;Luxury Things&#8220; entdeckte, ging sie hinein.<\/div>\n<div>Hier war es ein wenig schwieriger. Offenbar erwartete der Inhaber nicht, dass Gorn oder Kzinti hier st\u00f6berten, denn die G\u00e4nge waren ein wenig schmal. Jetsun musste ihre Schwingen ziemlich an ihren R\u00fccken heran pressen, doch es gelang ihr, keine der Auslagen durcheinander zu bringen oder gar umzuwerfen. F\u00fcnfzehn Minuten sp\u00e4ter stand sie wieder auf dem Gang, mit zwei eleganten Hochglanz-Zellstofft\u00fcten bewaffnet, in der nicht nur ein Teil ihrer Geschenke untergebracht waren, sondern auch noch jede Menge Proben und andere Gratisbeigaben, ohne die so ein Wellnessshop wohl nicht auskam. Wenigstens den angebotenen Jahreskalender hatte sie ablehnen k\u00f6nnen. Ihr n\u00e4chstes Ziel war dann ein Bookstore, gern auch ein Antiquariat.<\/div>\n<div>Eine Buchhandlung hatten sie dann auch gefunden, vorn am Schild stand einfach &#8218;T.H. B\u00fccher und mehr&#8216;. Der Laden war recht schmal, aber er schien nach hinten nicht aufzuh\u00f6ren. Zumindest konnten weder Jetsun noch Massimo die hintere Wand von hier aus sehen, B\u00fccher waren in zwei nebeneinander liegenden, etwa jeweils zwei Meter breiten G\u00e4ngen in Regalen aufgereiht. Die Eigent\u00fcmerin, eine \u00e4ltere Frau mit Brille und langem, grauen, zu einem Zopf geflochtenen Haar, stand hinter der Theke im vorderen Teil des Ladens. Ein Schild an ihrer Kleidung macht klar, wer T.H. war: &#8218;Es bedient Sie Thalia Hugendubel&#8216;. &#8222;Guten Tag. Kann ich Ihnen helfen?&#8220;, fragte sie auch freundlich und blickte \u00fcber die schmale Brille hinweg ihre Kunden an.\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Wir w\u00fcrden uns gern ein wenig umsehen, danke&#8220;, gab Massimo zur\u00fcck. &#8222;Wir suchen verschiedene Geschenke f\u00fcr unsere Freunde und Kollegen.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Sehen Sie sich gern um, wir f\u00fchren alles, was jemals geschrieben wurde und wenn Sie etwas nicht finden, k\u00f6nnen wir es ganz sicher besorgen.&#8220;<\/div>\n<div>Jetsun ergriff die Gelegenheit beim Schopfe. &#8222;Ich h\u00e4tte gern ein gutes Buch&#8230; eine Abenteuergeschichte. Von einer Heldin, die eigentlich gar keine ist, aber aus&#8230; guten Gr\u00fcnden zu einer wird. Sie sollte in der Gegenwart spielen, nicht zu \u00fcberdreht, fantastisch sein, aber fesseln.&#8220; Sie sah die Dame an. &#8222;K\u00f6nnen Sie mit meinem etwas&#8230; unkoordinierten Ideen etwas anfangen?&#8220;<\/div>\n<div>Thalia l\u00e4chelte breit. &#8222;Ganz bestimmt sogar. Ich stelle Ihnen schnell eine Auswahl zusammen. Mit einer Inhaltsangabe. Und einigen&#8230; Attributen. Mehr oder weniger Action, mehr oder weniger Detektivgeschichte, mehr oder weniger Romantik&#8230; all so etwas.&#8220;<\/div>\n<div>Jetsun staunte. &#8222;Sie sind ein Schatz!&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Danke. Ich habe nur eine gute KI.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Und Sie wissen sie zu nutzen.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Ich stell mal was f\u00fcr Sie zusammen. Augenblick bitte&#8230;&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Oh&#8230; und haben Sie auch Musik?&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Aber nat\u00fcrlich. Aber nicht alles. Eher&#8230; klassisches.&#8220;<\/div>\n<div>Massimo lachte: &#8222;Nur bitte keine klingonischen Opern!&#8220;<br \/>Die Frau hinter der Theke nickte und l\u00e4chelte: &#8222;Wie Sie w\u00fcnschen.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Noch etwas: Ich suche einige Reiseberichte, etwas, aus dem man einiges \u00fcber verschiedene Kulturen des bekannten Weltraumes erfahren kann. Vielleicht keine allzu trockenen Berichte.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;An welche Kulturen dachten Sie?&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Da bin ich vollkommen offen, es ist als Geschenk gedacht.&#8220;<\/div>\n<div>Die Frau nickte: &#8222;Ich sehe mal nach. Da gibt es sicherlich einige B\u00fccher.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Dankesch\u00f6n!&#8220;<\/div>\n<div>Jetsun und Massimo lie\u00dfen die Inhaberin in Ruhe suchen und widmeten sich den ersten Regalen, um sich umzusehen. Doch es dauerte nur wenige Minuten, da hatte Frau Hugendubel zwei PADDs in den H\u00e4nden, die sie Massimo und Jetsun reichte: &#8222;Eine Auswahl nach ihren W\u00fcnschen&#8220;, reichte sie beiden die Leseger\u00e4te.\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Das h\u00f6rt sich doch gar nicht schlecht an. Ein Besuch Vulkans. Durch die W\u00fcste auf einem Sehlat. Oder hier: Andoria &#8211; Kultur und Kunst, eine Reise durch die Museen des kalten Planeten.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;So viele Welten zum Besuchen. Und so wenig M\u00f6glichkeiten.&#8220; seufzte Jetsun.<br \/>&#8222;Solange dieser Krieg tobt, werden wir wohl kaum Urlaub bekommen. Also, um wirklich einmal zu verreisen. Wei\u00dft Du, ich w\u00fcrde Dir gern einmal meine Heimat zeigen. Und Deine sehen.&#8220;<\/div>\n<div>Massimo strahlte sie an. &#8222;Wir werden ganz sicher diese M\u00f6glichkeit haben, mio Angelo.&#8220;<br \/>Sp\u00e4testens bei der Hochzeitsreise. Doch das wagte er noch nicht auszusprechen. Nicht hier und nicht jetzt. Aber dass sie beide diese Gedanken hegten, wussten sie auch beide.<br \/>&#8222;Ich habe allerdings an das Geschenk gedacht. Ein paar B\u00fccher, falls das andere nicht rechtzeitig kommt&#8220;, erkl\u00e4rte der Italiener. Sicher w\u00fcrde sich Ortrichk \u00fcber spannende Berichte \u00fcber andere Welten ebenso freuen.\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Ach ja, richtig.&#8220; nickte Jetsun. Dann widmete sie sich wieder der Suche.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div># Ort: Hephaistos<br \/># Zeit: Zwei Wochen vor Weihnachten<\/div>\n<div>Es war eine ruhige Tagschicht in der Vorweihnachszeit. Nicht mehr lange, und alle w\u00fcrden die Feiertage genie\u00dfen. Auch jetzt liefen die Dinge schon etwas lockerer, war der Leistungsdruck nicht mehr ganz so hoch. Die Scanner scannten etwas geruhsamer, es wurde nur mit Warp acht geflogen, damit man die Aussicht l\u00e4nger genie\u00dfen konnte, und an der COMM wurde zwischendurch auch schon mal ein Weihnachtslied gesummt oder sogar gesungen.<\/div>\n<div>Doch da&#8230;<\/div>\n<div>&#8222;Roter Alarm? Wieso!?&#8220; erschrak Shay. &#8222;Das habe ich doch gar nicht angeordnet!&#8220;<\/div>\n<div>Auch die anderen Anwesenden auf der Br\u00fccke fuhren aus ihren Gedanken auf, als die normale Deckbeleuchtung dem roten Licht wich. Wo war der Feind? Doch etwas war anders, wie ihnen kurz darauf klar wurde. Goldene Sterne funkelten inmitten des roten Scheins, und etwas wie ein leises Gl\u00f6ckchenklingen war zu h\u00f6ren.<\/div>\n<div>Shay tippte auf seiner Armlehnenkonsole herum, um herauszufinden, was hier schieflief. Da legte sich die Hand von Sam auf seinen Arm.<\/div>\n<div>&#8222;Ganz ruhig, Captain. Das ist gar kein roter Alarm. Das ist etwas ganz anderes. Ich habe schon einmal etwas \u00e4hnliches erlebt.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Ach ja? Wann?&#8220;, wunderte er sich.<\/div>\n<div>&#8222;Erm, d\u00fcrfte ziemlich genau vor einem Jahr gewesen sein.&#8220;<\/div>\n<div>Helles Licht begann die Br\u00fccke zu erf\u00fcllen. Es kam vom Hauptbildschirm. Der gewohnte Anblick des Weltraums war einem pl\u00f6tzlichen Schneegest\u00f6ber gewichen, dass dort herumwirbelte. Pl\u00f6tzlich wirkte es k\u00e4lter auf der Br\u00fccke, manche meinten sogar, einen kalten Lufthauch zu sp\u00fcren. Doch der Blizzard lie\u00df schnell wieder nach. Allm\u00e4hlich sch\u00e4lten sich die Konturen von Buden, Tannenb\u00e4umen und vielen verschiedenen Wesen aus dem Schneegest\u00f6ber. Drei der Anwesenden erkannten es sofort, doch die anderen sahen es zum ersten Mal.<\/div>\n<div>&#8222;Was ist das f\u00fcr ein Ort?&#8220; fragte der Captain unruhig.<\/div>\n<div>&#8222;Das ist der Weihnachtsmarkt der 1001 Geschenke&#8220;, erkl\u00e4rten Elisa und Sam gleichzeitig und ohne jeden Zweifel in der Stimme.<\/div>\n<div>&#8222;Aha. Sch\u00f6n. Was sucht der zu dieser Zeit auf meinem Hauptbildschirm??&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Nun, es ist wohl wieder mal Zeit, ihn zu besuchen&#8220;, stellte Elli fest. &#8222;Diesmal d\u00fcrfen wohl wir alle da hin. Komm mit Shay, das wird lustig!&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Ich hab schon l\u00e4ngst ein Geschenk&#8220;, murrte Fabi\u00e8n. &#8222;Muss ich auch mit? Ihr wisst, wie das ausgeht&#8230;&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;JAA, du kommst gef\u00e4lligst mit. Hier wird sich nicht gedr\u00fcckt&#8220;, konterte Sam sofort. &#8222;Und nur falls das nicht klar genug war, das ist ein Befehl.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Aye Ma&#8217;am&#8220;, sagte der Franzose mit leichter Ironie. Aber er stand gehorsam auf. &#8222;Sobald wir die T\u00fcr gefunden haben.&#8220; Er ging um seine Konsole herum und ganz nah an den Hauptbildschirm heran.<\/div>\n<div>&#8222;Nicht schlecht. Es wirkt so echt, als k\u00f6nnte man einfach durch die Scheibe durchgehen und w\u00e4re dort&#8230;&#8220;<\/div>\n<div>Langsam n\u00e4herte sich Fabi\u00e8ns Hand dem Glas. Doch irgendein freches Kind warf wohl gerade mit Schneeb\u00e4llen. Denn auf dem Bildschirm war zu sehen, wie ein solcher durch die Luft flog, immer n\u00e4her herankam&#8230; und Fabi mitten ins Gesicht traf!<\/div>\n<div>&#8222;Puh, kalt!!&#8220;, sch\u00fcttelte er sich angesichts der eisigen \u00dcberraschung.<\/div>\n<div>&#8222;Damit w\u00e4re das wohl gekl\u00e4rt&#8220;, kommentierte Sam. &#8222;Wer will noch mitkommen?&#8220;<\/div>\n<div>Shay trat zu Fabi und betrachtete die Szenerie. Er war sich ziemlich sicher das genauso irgendwelche altmodischen Horror-Holodeckszeanrien anfingen. Umso verbl\u00fcffter war er als Sam einfach schnurstracks auf den Schirm zu ging und pl\u00f6tzlich auf der anderen Seite wieder auftauchte.<\/div>\n<div>Nachdem auch Elli sich Sam angeschlossen hatte seufzte er kurz und murmelte ein leises &#8222;Fein.&#8220; ehe er auch auf die andere Seite des Schirmes wechselte und nun tats\u00e4chlich mitten in einer Schneelandschaft stand. Vielleicht h\u00e4tte er sich vorher etwas W\u00e4rmeres zum Anziehen replizieren sollen. Missmutig steckte er seine schnell kalt werdenden Finger in die Hosentaschen und sch\u00fcttelte sich den kalten Schnee von den Schuhen.<\/div>\n<div>Emily hingegen war von ihrer Konsole getreten und auf den Hauptschirm zu gerannt. Erstens machte sich IHRE Sam auf ein Abenteuer auf und zweitens hatte Fabi eine Schneeballschlacht gestartet, wenn auch nur in dem er dem Ball aus gefrorenem Wasser nicht ausgewichen war.\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Krieg!!!!&#8220;, quietschte die Trill sprang durch den Schirm und landete flach auf dem Bauch um weiteren Angriffen auszuweichen und gleichzeitig in Deckung zu gehen. Eine kleine Pyramide aus runden Schneeb\u00e4llen in unterschiedlichen Gr\u00f6\u00dfen wurden angefertigt und beiseite gelegt. Die Trill und ihre imagin\u00e4ren Freunde waren zu jeder Schlacht bereit.<\/div>\n<div>W\u00e4hrend Emily in Deckung hinter eine Zuckerwattenbude blieb und von hier aus alle Buden \u00fcberwachte, machte der Rest der Gruppe sich weiter auf den Weg \u00fcber den Weihnachtsmarkt der 1001 Geschenke.\u00a0<\/div>\n<div>Man sollte meinen, der Zauber des Neuen h\u00e4tte sich etwas gelegt, doch das war keineswegs der Fall. Es gab jede Menge neues zu bestaunen. Vielleicht hatten sie auch die entsprechenden Buden das letzte Mal einfach nicht wahrgenommen?<\/div>\n<div>Obwohl, diese eine da hinten h\u00e4tten sie unm\u00f6glich \u00fcbersehen. Sie war deutlich gr\u00f6\u00dfer als die anderen Verkaufsst\u00e4nde und hatte ein auff\u00e4lliges Kupferdach mit Verzierungen. Doch das war nicht das Seltsamste daran. Rohre aus Bronze liefen an den W\u00e4nden entlang, bildeten ein verschlungenes Labyrinth aus Verbindungsst\u00fccken, Ventilen und Zeigerinstrumenten. Zwei ebenfalls bronzefarbene Schornsteine ragten \u00fcber das Dach hinaus. Aus ihnen stiegen fette wei\u00dfe Dampfwolken in den winterlich klaren Himmel hinauf. Die Kl\u00e4nge einer Dampforgel waren zu h\u00f6ren, die die Besucher anlockte.<\/div>\n<div>Auch die G\u00e4ste der Hephaistos lie\u00dfen sich durch das markante H\u00e4uslein anlocken. Sie mussten sich durch eine Traube von Menschen dr\u00e4ngen, die bereits da herumstanden und zuschauten. Ein gutaussehender junger Mann war gerade dabei, eine kompliziert aussehende Maschine zu erl\u00e4utern.<\/div>\n<div>Ana hatte versucht das Ganze auszusitzen, aber wenn sie auf dem Schiff zur\u00fcckblieb, dann kamen die Anderen sicher nicht zurecht und am Ende musste sie noch die Verlust Meldung f\u00fcr die halbe Crew ausf\u00fcllen, da konnte man sich doch lieber in ein Zipfelm\u00fctzen &#8211; Abenteuer st\u00fcrzen.\u00a0<br \/>M\u00fcrrisch mit den H\u00e4nden in den Hosentaschen schlich Ana hinter der Gruppe her und schnaufte immer wieder ver\u00e4chtlich, auch um ihren Standpunkt noch einmal akustisch zu untermalen.<\/div>\n<div>&lt;NRPG: <a href=\"https:\/\/sl.bing.net\/rZzwzKdv8C\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/sl.bing.net\/rZzwzKdv8C<\/a> &gt;<\/div>\n<div>&#8222;Wer von ihnen kennt noch die guten alten R\u00e4ucherm\u00e4nner? Traditionell handgefertigt im Erzgebirge in Mitteleuropa. Ich sehe fragende Gesichter? Nun, es handelt sich um kleine, dekorative Holzfiguren. Man kann das Oberteil von den Beinen trennen und eine sogenannte R\u00e4ucherkerze hineintun, die wohlriechende D\u00fcfte verbreitet. Durch Bohrungen im Inneren wird der Rauch nach oben gef\u00fchrt, so dass er aus dem Mund der Figur zu kommen scheint.&#8220;<\/div>\n<div>Der junge Mann machte eine dramatische Pause und bannte das Publikum mit seinem Blick.<\/div>\n<div>&#8222;Gut genug f\u00fcr die Stube, nicht wahr? Seit vielen hundert Jahren geben wir uns damit zufrieden. Doch sicher haben sie auch schon festgestellt, dass das bisschen Duft nicht viel hermacht. H\u00e4lt vielleicht eine Stunde, dann ist er verflogen. Was, wenn Sie \u00fcber l\u00e4ngere Zeit verl\u00e4sslichen, wartungsfreien Duft brauchen? Was ist, wenn Sie mal gr\u00f6\u00dfere R\u00e4ume ber\u00e4uchern m\u00fcssen? Eine Halle, einen Au\u00dfenbereich, vielleicht einen Weihnachtsmarkt? Suchen Sie nicht l\u00e4nger. Meine Damen und Herren, ich pr\u00e4sentiere Ihnen &#8211; exklusiv &#8211; den neuen SmokeMaster 2500!&#8220;<\/div>\n<div>Dramatisch deutete er auf die Maschine, die vor ihm stand. Ein verstecktes Spotlight ging an und lie\u00df die bronzenen Rohre effektvoll gl\u00e4nzen. Fehlte nur noch eine Fanfare.<\/div>\n<div>&#8222;DAS, sehr geehrte Damen und Herren, das ist R\u00e4ucherwerk auf Profiniveau! Eine Anlage in Industriequalit\u00e4t. Zuverl\u00e4ssig, langlebig, leistungsstark. Sie werden ihren alten R\u00e4ucherm\u00e4nnlein keine Tr\u00e4ne nachweinen. Sehen Sie hier, das Herzst\u00fcck der Maschine. Nicht eine, nicht zwei, nein &#8211; zehn Brennkammern aus rostfreiem Stahl. Mit einem einfachen Handgriff zu \u00f6ffnen. Ein automatischer Aschefeger r\u00e4umt die Kammer frei f\u00fcr die n\u00e4chste R\u00e4ucherkerze.&#8220;<\/div>\n<div>Er zeigte auf weitere Teile der Maschine. &#8222;Ziehen Sie an diesem Hebel, um den Z\u00fcndmechanismus auszul\u00f6sen. Gegen Aufpreis auch mit Zeitschaltuhr. Sehen Sie diese Rohre hier? Das ist der Hochleistungsvergaser. Sorgt f\u00fcr eine Frischluftzufuhr von bis zu 1000 Kubikmeter pro Stunde. Damit entfesseln sie Weihnachtsstimmung ohne Kompromisse.<\/div>\n<div>Und hier &#8211; stufenlos einstellbares Rauchverteilungssystem. Bis zu neun R\u00e4ume k\u00f6nnen angeschlossen und separat geregelt werden. Von leichtem Weihnachtsduft &#8211; \u00fcber kr\u00e4ftiges Aroma (f\u00fcr verschnupfte Nasen) &#8211; bis zur H\u00f6chststufe, wir nennen sie &#8218;Nebel von London&#8217;&#8230;&#8220;<\/div>\n<div>W\u00e4hrend er sprach, demonstrierte er die Einstellungen. Der Hebel sah aus wie der altmodische Befehlshebel, wie man ihn auf Dampfschiffen fand. Als er ihn auf &#8222;Nebel von London&#8220; einstellte, quoll eine dunkelgraue Wolke aus den \u00d6ffnungen der Maschine. Sie breitete sich gedankenschnell aus und h\u00fcllte alles in weitem Umkreis in weihrauchduftenden Nebel. &#8222;SmokeMaster 2500! Feiern Sie Weihnachten bis ans Limit!&#8220;, brachte der Verk\u00e4ufer seinen Werbevortrag zum Abschluss. Seine Stimme klang ged\u00e4mpft.<\/div>\n<div>&#8222;&#8230; Seid ihr noch hier?&#8220; fragte Fabis Stimme in die Wolken hinein. Die Sichtweite betrug etwa noch drei\u00dfig Zentimeter.<\/div>\n<div>&#8222;Ja&#8220;, antwortete Sam. &#8222;Ist das deine Hand?&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Nein, das bin ich&#8220;, sagte Elli. &#8222;Lass blo\u00df nicht los.&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;Keine Sorge. Shay?&#8220;<\/div>\n<div>Ein Husten mit schottischem Akzent ert\u00f6nte. &#8222;Ja, ja. Erm.. LaGroille&#8230; ich hoffe das ist *Ihr* Bart?&#8220;<\/div>\n<div>&#8222;In der Tat&#8220;, Fabi ergriff Shays Hand, damit er sich nicht weiter an seinem Bart festhalten musste.<\/div>\n<div>&#8222;Und, wollen wir so einen Smokemaster f\u00fcr unser Quartier?&#8220; fragte Elli im Scherz, dann dr\u00fcckte sie jedoch nochmal Sams Hand und fl\u00fcsterte. &#8222;Das w\u00e4re das perfekte Geschenk f\u00fcr Emily.&#8220;<\/div>\n<div>Emily befand sich aktuell noch in einer epischen Schneeballschlacht mit den Weihnachtselfen, welche die letzten Geschenke f\u00fcr den Nordpol einforderten und so konnte die Trill diese Idee nicht kommentieren.\u00a0<\/div>\n<div>Ana r\u00e4usperte sich jedoch, &#8222;Energetisch eine Vollkatastrophe, aber wir wissen das die Trill das nicht so genau nimmt.&#8220;<\/div>\n<div>Wieder ein schnaufen, welches jedoch durch ein Husten unterbrochen wurde &#8211; das stank ja hier fast so wie auf Betazed.\u00a0<\/div>\n<div>Es hatte lang gedauert, bis sich der Nebel rings um den Smokemaster verzogen hatte. Die Leute der Hephaistos hatten nicht die Geduld gehabt, darauf zu warten und waren zu den n\u00e4chsten St\u00e4nden geschlendert. Auch wenn sie inzwischen nach einem ersten Gl\u00fchwein ausgelassener plauderten, hatte doch jeder im Kopf, dass in aller Heimlichkeit das ein oder andere Geschenk gefunden werden musste.<\/div>\n<div>Mit leichtem Entsetzen in der Stimme nahm Shay zur Kenntnis, dass sie den Markt erst wieder verlassen konnten, wenn alle Geschenke gefunden waren.\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Und was ist mit unserem Schiff?&#8220; fragte er leicht besorgt.<\/div>\n<div>&#8222;Die merken nix, wir sind rechtzeitig zur Bescherung zur\u00fcck.&#8220; schmunzelte Elli und Shay verschluckte sich am Gl\u00fchwein.<\/div>\n<div>Kameradschaftlich klopfte Fabi dem Schotten auf den R\u00fccken. &#8222;Nee, wir sind zur\u00fcck, wie wir losgekommen sind. Es vergeht keine Zeit auf dem Schiff.&#8220;<\/div>\n<div>Sam hatte sich inzwischen von der Gruppe entfernt und musterte an einem Holzstand ein wundersch\u00f6nes Wandbild. Es handelte sich um eine Art Wimmelbild mit unz\u00e4hligen bekannten und unbekannten Tieren, welche miteinander interagierten. Eingebettet waren die Szenen in sich durchwechselnde Landschaften, vom irdischen europ\u00e4ischen Wald, \u00fcber den risanischen Strand, bis zur kargen W\u00fcste auf Poinsettia III war alles dabei. Die \u00dcberg\u00e4nge zwischen diesen Landschaften waren flie\u00dfend, so dass es schwer zu sagen war, wo Steppe endete und Meer begann. Die Tiere wirkten so realistisch, dass es Sam fast vorkam, als w\u00fcrden sie sich bewegen. Sie nickte dem H\u00e4ndler an dem Stand zu. Sie hatte wohl das perfekte Geschenk f\u00fcr den Tierarzt gefunden.\u00a0<\/div>\n<div>Sam wollte sich gerade wieder zu den anderen begeben, da fiel ihr Blick auf den Nachbarstand. Dieser war&#8230;. ja!<\/div>\n<div>Am Dachfirst prangte ein Schild mit der Aufschrift &#8222;Huuuhn!&#8220; und der Name war Programm. Eine kleine Auswahl von vielleicht 1278 H\u00fchnern aus Holz, Keramik, lackiert, bemalt, naturbelassen, Ton, Wolle, Kristallglas, &#8230; Sandstein(!?) waren hier ausgestellt. Vorsichtig nahm Sam eins davon in die Hand. Die Figur war aus edlem Holz gedrechselt und glattgeschliffen. Fast f\u00fchlte sie sich lebendig an, was vielleicht auch daran lag, dass das Holz sich warm in ihre Handbeuge schmiegte. Vielleicht hatte sie ja ein Weihnachtsgeschenk f\u00fcr Emily gefunden.<\/div>\n<div>Shay war wiederum an einem Stand h\u00e4nge geblieben an dem es verschiedene B\u00fccher und Pl\u00fcschtiere gab. Neugierig betrachtete er die Auswahl an Pl\u00fcsch-Targs und Tribbles. Das k\u00f6nnte was f\u00fcr Ettores Zwillinge sein, dann aber wurde seine Aufmerksamkeit auf ein Buch gelenkt.<\/div>\n<div>Es war eine Mischung aus einem richtigen Buch mit Holoprojektion. Wenn man die Seite aufklappte dann erschien die Szene die im Buch beschrieben wurde. Die erste Geschichte handelte von der Familie Rossi sich aufgemacht hatte einen Planeten mit Pizzabergen zu untersuchen. Das war durchaus ein passendes Geschenk!<\/div>\n<div>Und f\u00fcr Kieran hatte er auch gleich etwas am Nachbarstand gefunden. Vielleicht war die Idee hier her zu kommen gar nicht so doof gewesen.\u00a0<\/div>\n<div>Nach knappen 1000 und einem Schnaufer hatte Ana auch ein Geschenk gefunden und rechnete akribisch durch, ob die Verlustmeldung nicht doch die bessere Wahl gewesen w\u00e4re.\u00a0<\/div>\n<div>Emily hingegen kam mit dem Schlitten des Weihnachtsmanns und ein paar recht angeschlagen Weihnachtselfen angesaust, den Schlitten voller P\u00e4ckchen, die sich stapelten, &#8222;Ich habe f\u00fcr alle auf dem Schiff was&#8230;. hat einer noch die Adresse von dem Praktikanten aus der Botanik vor 11 Monaten, dem habe ich auch was besorgt&#8230;. ach und den Krieg gegen die Elfen habe ich gewonnen f\u00fcr das Schiff. Wir gehen nun Bruder.- und Schwesternschaft saufen&#8230; bis sp\u00e4ter.&#8220;<\/div>\n<div># sp\u00e4ter<\/div>\n<div>&#8222;Muss ich mir Sorgen machen?&#8220; musterte Elli ihren Ehemann der sich auf dem Markt nicht nur mit Gl\u00fchwein sondern auch gleich noch mit einer M\u00fctze und Handschuhen eingedeckt hatte.\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Wieso?&#8220; fragte der Schotte v\u00f6llig \u00fcberrascht und setzte den gef\u00fcllten Sack den er sich \u00fcber die Schultern geschwungen hatte vorsichtig auf dem Boden ab. Immerhin sollten die Geschenke darin nicht kaputt gehen.<\/div>\n<div>&#8222;Deshalb.&#8220; deutete Elli auf den Sack und Shay grinste breit. &#8222;Ich muss eben viele Leute beschenken, da kommt einiges zusammen.&#8220; gab er zur\u00fcck. Immerhin hatte er nun seine Geschenke beisammen auch wenn das f\u00fcr seinen Wichtel mit das schwerste gewesen war. Irgendwie schien dieser Weihnachtsmarkt aber tats\u00e4chlich f\u00fcr jeden etwas zu haben.\u00a0<\/div>\n<div>Nicht weit entfernt betrachtete ein P\u00e4rchen die Auslagen eines Schmuckverk\u00e4ufers. Der Mann hatte ein rundliches Gesicht und ein einnehmendes L\u00e4cheln. Sein Kinn wurde von r\u00f6tlichen Barthaaren geziert, die \u00fcber den Dreitagebart hinausgewachsen waren, aber noch nicht als Vollbart bezeichnet werden konnten.<\/div>\n<div>Seine Begleiterin hatte schulterlange schwarze Haare, die sie offen trug, und die ihr beim Betrachten der silbernen Ringe immer wieder ins Gesicht fielen. Beide trugen etwas altmodische Kleidung, die hier in dieser Umgebung aber durchaus passend erschien.\u00a0<\/div>\n<div>Als die Frau kurz aufblickte, begegnete sie zuf\u00e4llig dem Blick des Verk\u00e4ufers hinter dem Ladentisch. Infolgedessen stutzte dieser und betrachtete sie eingehend.<\/div>\n<div>&#8222;Sie waren doch gerade eben schon hier?!&#8220;, wunderte er sich, wobei er erst sie, dann ihren Begleiter skeptisch ansah.<\/div>\n<div>Die beiden sahen den Verk\u00e4ufer fragend an und verstanden anscheinend nicht, was er meinte. Stirnrunzelnd schaute der Verk\u00e4ufer nun in die Richtung, in die Shay und Elli davongegangen waren. Doch sie waren bereits in der Menge verschwunden.<\/div>\n<div>Achselzuckend wandte er sich wieder dem P\u00e4rchen zu und setzte ein freundliches L\u00e4cheln auf. &#8222;Haben Sie etwas gefunden, das Ihnen gef\u00e4llt?&#8220;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div># Zeit: 2 Wochen vor Weihnachten<br \/># Ort: Holodeck, Weihnachtsmarkt 21. Jahrhundert, Deutschland<\/div>\n<div>Die Fachwerkgeb\u00e4ude rahmten den Marktplatz ein und schufen so eine ganz besondere Atmosph\u00e4re. Doch sah man vom Marktplatz an sich kaum etwas. Zum einen war der Platz voller Menschen, zum anderen dr\u00e4ngten sich diese an den St\u00e4nden des Weihnachtsmarktes. \u00dcberall sah man Menschen in gel\u00f6ster Stimmung:<\/div>\n<div>\u201ePassen Sie doch auf, Sie Honk! Ich habe Gl\u00fchwein in der Hand!\u201c<\/div>\n<div>\u201eWas kostet das Ding. Seid ihr von allen guten Geistern verlassen?\u201c<\/div>\n<div>\u201eDas ist mein Zeh, auf dem Sie sich so gem\u00fctlich ausruhen\u2026\u201c<\/div>\n<div>Ja, es herrschte eine weihnachtliche, besinnliche Stimmung. Sie war regelrecht ansteckend.<\/div>\n<div>\u201eWas machen wir noch einmal genau hier?\u201c zischte Jenn Inari an.<\/div>\n<div>Die Japanerin hatte rote Backen, eine Bommelm\u00fctze zierte ihren Kopf und sie trug F\u00e4ustlinge. Unter ihrer dicken Winterjacke hatte sie einen Norwegerpullover angezogen. Sie mochte es, Weihnachten in Deutschland. Weihnachten im 21. Jahrhundert. Kaum etwas strahlte auf sie so eine Faszination aus, wie diese Zeit. Der Kommerz war an allen Ecken und Kanten zu sehen. Die weihnachtliche Musik schalte aus Lautsprechern und auf dem Platz des Weihnachtsmarktes befanden sich ein Posaunenchor, welcher fr\u00f6hliche Advents- und Weihnachtslieder schmetterte.<\/div>\n<div>\u201eOh sieh nur. Da gibt es gebrannte Mandeln!\u201c rief Inari begeistert und zog Jenn mit sich. Diese rammte dabei einen dick eingepackten Weihnachtsmarktbesucher, welche gerade mit zugekniffenen Augen \u00fcber seiner Gl\u00fchweintasse geschwebt war. Der Inhalt der Tasse ergoss sich nun \u00fcber seinen Anorak.<\/div>\n<div>\u201eTschuldigung!\u201c rief Jenn, doch Inari hatte schon bereits eine L\u00fccke gefunden und Jenn folgte ihrer Freundin durch das Get\u00fcmmel.<\/div>\n<div>Ein Mann neben ihr biss gerade gen\u00fcsslich in eine Bratwurst, welche dick mit Senf bestrichen war und in einem Br\u00f6tchen steckte. W\u00e4hrend eine Frau mit spitzen Fingern ein Geb\u00e4ck in der Hand hielt, welches offenbar in Fett frittiert worden war und danach mit Sauerrahm bestrichen wurde.<\/div>\n<div>Inari stand vor dem Stand mit den gebrannten Mandeln und ihre Augen leuchteten. \u201eIch h\u00e4tte gerne eine T\u00fcte gebrannte Mandeln, und eine T\u00fcte Magenbrot, dann noch einen Bratapfel, eine Schokobanane, und dann einen Crepes mit Nuss-Nougat-Creme, Mandeln und Banane!\u201c<\/div>\n<div>Die Verk\u00e4uferin be\u00e4ugte die Japanerin skeptisch. \u201eSo etwas ham wir nicht!\u201c<\/div>\n<div>\u201eAber da sind doch die gebrannten Mandeln!\u201c<\/div>\n<div>\u201eDie schon.\u201c<\/div>\n<div>\u201eAlso, dann h\u00e4tte ich gerne\u2026\u201c<\/div>\n<div>\u201eAber das andere Zeugs, das ham wir nicht. Da m\u00fcssen sie bei den Franzm\u00e4nnern, am Nebenstand\u2026\u201c<\/div>\n<div>\u201eDort liegt doch das Magenbrot.\u201c<\/div>\n<div>\u201eJa, das ham wir. Aber das andere\u2026\u201c<\/div>\n<div>Jenn verfolgte die Diskussion zwischen Inari und der Verk\u00e4uferin. Sie musste grinsen. Denn bist auf den Crepes hatte der Stand eigentlich alles. Offenbar war mit Inari der Weihnachtselch durchgegangen.<\/div>\n<div>\u201eAch so, sie meinen den Crepes\u2026\u201c schlussfolgerte nun auch schlie\u00dflich Inari.<\/div>\n<div>\u201eSach ich doch. So was ham wir nich\u2026\u201c<\/div>\n<div>\u201e\u2026den gibt es bei den Franzosen am Nebenstand?\u201c hakte Inari nach.<\/div>\n<div>\u201eNeeee, keine Franzosen. Eigentlich kommen die aus Reichenbach, frag mich nicht, welches davon. Doch die glauben die w\u00e4rn was Besseres. Fr\u00fcher ham die Rostbratw\u00fcrste verkauft. Heute muss es diese Franzzeugs sein. Als ob die nicht w\u00fcssten, dass wir so etwas nicht m\u00f6gen\u2026\u201c<\/div>\n<div>\u201eAber die Schlange am Nachbarstand ist deutlich l\u00e4nger, als ihre!\u201c steuerte nun Jenn am\u00fcsiert bei.<\/div>\n<div>Die Verk\u00e4uferin warf Jenn einen missbilligenden Blick zu. Dann blickte sie auf die Kasse, dann zu Inari. \u201eMacht dann 30 Euro!\u201c<\/div>\n<div>\u201eAber da steht doch 15 Euro.\u201c<\/div>\n<div>\u201eInflation!\u201c<\/div>\n<div>\u201eH\u00e4h, was bedeutet das?\u201c hakte Inari verzweifelt nach, w\u00e4hrend sie in ihrem Geldbeutel kramte.<\/div>\n<div>\u201eDas dumme Frage und dumme Bemerkungen den Preis nach oben treiben!\u201c Erkl\u00e4rte die Verk\u00e4uferin nun pikiert.<\/div>\n<div>Jenn lachte und reichte der Frau das Geld, w\u00e4hrend Inari mit vollen Armen den Stand verlie\u00df. In den Bratapfel biss sich sofort hinein. Ihr Gesicht begann noch mehr zu leuchten. \u201eDas musst du probieren Jenn, ist himmlisch!\u201c<\/div>\n<div>Jenn nickte, probierte aber artig von dem Bratapfel. Dann folgte sie Inari \u00fcber den Weihnachtsmarkt. Am n\u00e4chsten Stand hielt die Japanerin dann einen Crepes in der Hand und dr\u00fcckte Jenn eine Waffel mit Sahne, Kirschen und irgendetwas alkoholischem in die Hand. Den halbgegessenen Bratapfel musste Jenn in der anderen halten.<\/div>\n<div>Als die beiden Frauen mehrere Stunden sp\u00e4ter das Holodeck verlie\u00dfen. Hatten sie mehrere Taschen in der Hand. Der Duft von Gl\u00fchwein, Bratwurst und s\u00fc\u00dfem Geb\u00e4ck umgab die beiden Offizierinnen der Hephaistos und durch die G\u00e4nge wehte ein Gef\u00fchl von Weihnachten und Jingle Bells.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div># Zeit: Ein Tag vor Weihnachten<br \/># Ort: Quartier Jetsun Pema<\/div>\n<div>Gut gelaunt und fr\u00f6hlich trat Massimo ein und wurde st\u00fcrmisch von drei kleinen Tieren begr\u00fc\u00dft, w\u00e4hrend er ein Weihnachtslied summte. Die H\u00f6rnchen hatten ihn schnell erklettert und so nahm er Sissi einfach auf den Arm, ehe er \u00fcber sie stolperte. So verst\u00e4ndig das K\u00e4tzchen auch war, sie hatte die Angewohnheit, genau im Weg zu stehen, und schon oft waren Jetsun oder Massimo fast \u00fcber die nicht mehr ganz so kleine Katze gestolpert.\u00a0<\/div>\n<div>Jetsun war bereits zu Hause und hatte sich kurz auf die Couch gelegt, nach einer harten Schicht in der Krankenstation. Anscheinend hatte jeder heute irgendwelche kleinen Wehwehchen oder Unannehmlichkeiten. Solange es aber nur Kleinigkeiten waren, die sich schnell behandeln und heilen lie\u00dfen, war die Welt noch in Ordnung. \u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Mio caro, so gut gelaunt?&#8220;, fragte Jetsun l\u00e4chelnd.\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Das Paket ist doch noch gekommen, ich habe also nicht nur die B\u00fccher mit den Reiseberichten, sondern auch noch ein wenig zur kikonischen Kultur und Geschichte f\u00fcr Ortrichk&#8220;, gab der Marine kund. Au\u00dferdem hatte er auch das Geschenk f\u00fcr Jetsun bekommen. Aber das w\u00fcrde er ihr sicher nicht auf die Nase binden.\u00a0<\/div>\n<div>&#8222;Und einige Leckerchen f\u00fcr gewisse vierpfotige Mitbewohner habe ich auch.&#8220;<\/div>\n<div>Die hatte er auch bereits eingepackt und auch das Geschenk f\u00fcr Jetsun, aber noch nicht das Wichtelgeschenk.\u00a0<\/div>\n<div>Jetsun grinste breit. Sehr sch\u00f6n! Es freute sie wirklich, dass Arsinoe so flink reagiert hatte. Sie selbst hatte ihr Geschenk f\u00fcr ihren Wichtelpartner ebenso schon h\u00fcbsch verpackt, wie auch die Geschenke f\u00fcr Massimo und Nenii. Weihnachten konnte also kommen.<\/div>\n<div>&lt;\/RPG&gt;<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>&lt;SUM&gt;<\/div>\n<div>Die Crew der Hephaistos macht sich auf die Geschenkesuche.<\/div>\n<div>&lt;\/SUM&gt;<\/div>\n<div>&#8212;<\/div>\n<div>submitted by<\/div>\n<div>Wichtelotron<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;RPG&gt; # Zeit: 4 Wochen vor Weihnachten# Ort: USS Hephaistos &lt;QUOTE&gt;W\u00e4hrenddessen materialisierte Wichtelotron bei Ettore, dieses Mal in einer neuen Form: mit einem schief sitzenden Rentiergeweih und einer glitzernden roten Nase. \u201eEttore, die Schicksalsw\u00fcrfel wurden geworfen! M\u00f6ge dein Wichtelpartner von deiner schenkenden Genialit\u00e4t erleuchtet werden!\u201c Es paffte ein Miniaturfeuerwerk in Ettores Quartier. \u201eIch sehe, dass&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/weihnachten-die-vorbereitungen\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Weihnachten &#8211; Die Vorbereitungen&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-8815","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8815","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8815"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8815\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8815"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8815"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8815"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}