{"id":8850,"date":"2025-02-24T10:41:39","date_gmt":"2025-02-24T09:41:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/days-of-mourning\/"},"modified":"2025-02-24T10:41:39","modified_gmt":"2025-02-24T09:41:39","slug":"days-of-mourning","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/days-of-mourning\/","title":{"rendered":"Days of Mourning"},"content":{"rendered":"<div>\n<div>\n<div>&lt;RPG&gt;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>#Ort: Readyroom des CO<\/div>\n<div>#Zeit: MD32.1100<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Captain!&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Shay nickte der jungen Frau zu, die eintrat und ihm ihrerseits gr\u00fc\u00dfend zunickte.<\/div>\n<div>&#8222;Lieutenant Jetsun Pema. Treten Sie ein und nehmen Sie gern Platz!&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Danke, Captain.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Shay nahm seinerseits wieder Platz und musterte dabei so unauff\u00e4llig, wie es ihm halt gelang, das Gesicht der Bhutanerin. Sie sah abgek\u00e4mpft aus. Gut, das taten so einige nach diesem letzten, wirklich haarstr\u00e4ubenden Einsatz. Dennoch wirkte sie leider nicht nur abgek\u00e4mpft, korrigierte sich der Schotte, sondern auch&#8230; deprimiert&#8230; depressiv? Irgendwie sowas.<\/div>\n<div>Shay runzelte die Stirn. Es gefiel ihm nicht, diese Frau so zu sehen.<\/div>\n<div>Zugegeben, Jetsun war nie die strahlende, bl\u00fchende junge Offizierin, die er erwartet hatte, wie man in ihrem Alter sein sollte&#8230; oder konnte. Sie war im Grunde immer schon eher die nachdenkliche Person. Aber so etwas?<\/div>\n<div>Irgendetwas qu\u00e4lte Jetsun. Nun, er w\u00fcrde es hoffentlich erfahren.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Kann ich Ihnen etwas anbieten, Lieutenant? Wasser? Tee? Fruchtsaft? Oder&#8230; etwas anderes?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Nein danke, Sir, ich&#8230; ach&#8230; doch, gern. Fruchtsaft. Gerne Orange. Danke, Sir.&#8220;<\/div>\n<div>Jetsun gelang ein L\u00e4cheln, was Shay ein wenig beruhigte.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Nachdem er sie und sich selbst versorgt und wieder Platz genommen hatte, sah er die CM direkt an. &#8222;Nun, Lieutenant, Sie hatten um dieses Gespr\u00e4ch gebeten. Was kann ich f\u00fcr Sie tun?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;F\u00fcr mich? Nun&#8230; das sind&#8230; zwei Dinge. Zwei Themen.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Zwei?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Jetsun atmete einmal tief durch.<\/div>\n<div>&#8222;Ja, Sir. Da ist einmal&#8230; meine Abteilung hatte leider&#8230; im Gegensatz zu dem Wunder anderer Abteilungen&#8230; weniger Gl\u00fcck. Es gab Tote. Sieben Tote unter den Patienten und drei unter der medizinischen Crew.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Ja.&#8220; erwiderte der CO.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Jetsun sah den Captain an. Irgendwie hatte sie mehr als Reaktion erwartet.<\/div>\n<div>Sie runzelte die Stirn. &#8222;Das war kein Zufall, Sir.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Nicht?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Nein, Sir.&#8220; Sie sch\u00fcttelte den Kopf. &#8222;Gewiss nicht.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Gab es ein&#8230; Fehlverhalten? Oder&#8230; eine andere Ursache bei Ihren Leuten, die sie derartige Verluste erleiden lie\u00dfen. Im Gegensatz zu anderen Abteilungen des Schiffes?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Ja, Sir, das denke ich. Es gab ja Alarm. Das Schiff drohte aufzuschlagen. Alle sollten sich irgendwie sichern. Das taten meine Leute, so gut es eben ging. Aber wir sind eine&#8230; aktive Abteilung. Wir konnten nicht eben alles stehen und liegen lassen und in Deckung gehen, wir hatten unsere Patienten. Einen sogar auf dem OP, wo eine Notoperation stattfand. Er war einer der Toten dann. So wie auch unser MTA, SCPO Te-Aboshanai, der ihn gerade betreute.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Sie haben die OP weiter durchf\u00fchren lassen? Trotz der Aufschlagswarnung?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Nein, Sir. Wir haben unterbrochen. Nat\u00fcrlich haben wir das. Doch der Patient lag noch auf dem OP und Te-Aboshanai war bei ihm. Durch die Wucht des Aufschlags hatte sich der Arbeitskopf des OP-Systems von der Deckenhalterung losgerissen und&#8230; den SCPO zusammen mit dem Patienten erschlagen.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Ich verstehe.&#8220; Shay nickte. So genau wollte er das gar nicht h\u00f6ren.<\/div>\n<div>&#8222;Das war&#8230; ungl\u00fccklich.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Ja, Sir, das war es.&#8220; Jetsun seufzte wieder.<\/div>\n<div>&#8222;Ich schreibe grad die Kondolenzkarten an die Familien und Angeh\u00f6rigen der Opfer.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Sie machen das? Das ist&#8230; eigentlich meine Aufgabe, Lieutenant.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Es waren meine Patienten und meine Crew. Und ich kannte diese Leute. Jedenfalls die meiner Crew. Ich hielt es f\u00fcr meine Pflicht&#8230;&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Okay.&#8220; Shay nickte. &#8222;Bevor sie die Karten abschicken, m\u00f6chte ich sie sehen. Ich werde etwas dazuf\u00fcgen, wenn Sie erlauben. Es geht nicht, dass der Captain des Schiffes sich nicht dazu meldet.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Nat\u00fcrlich, Sir.&#8220; Jetsun l\u00e4chelte kurz.<\/div>\n<div>&#8222;Ich m\u00f6chte auch eine Gedenkfeier durchf\u00fchren. Da ausschlie\u00dflich meine Abteilung betroffen war, habe ich dazu schon \u00dcberlegungen angestellt.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Wieder meine Aufgabe, Lieutenant.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Jetsun sah auf. &#8222;Sie wollen das machen, Sir?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Von wollen ist keine Rede. Aber auch das ist meine Pflicht. Und ja, doch, ich will das machen. Das sind wir unseren Leuten schuldig.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Das sehe ich genauso, Sir. Ich m\u00f6chte dabei sein. Meinen Teil leisten.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Dann machen wir das gemeinsam. Zeigen Sie mir, was Sie bislang so haben. Wir stimmen uns dazu ab.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Danke, Sir.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Okay!&#8220; Shay atmete selbst einmal tief durch. &#8222;Das waren Ihre zwei Punkte? Ich habe n\u00e4mlich auch noch eines.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;\u00c4h, nein, Sir. Das war&#8230; nur der erste.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;M-hm.&#8220; Shay wappnete sich auf mehr Frust.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Es geht um Nenii. Also Neniitowuh&#8217;koohut&#8230;&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Shay staunte, dass die CM diesen Namen so locker aussprechen konnte.<\/div>\n<div>&#8222;Ihr Hologramm.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Ja, Sir. Ich m\u00f6chte gern, dass sie offiziell als Lebensform anerkannt wird. K\u00f6nnen Sie mir dabei helfen?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Shay lehnte sich in seinem Sitz zur\u00fcck. &#8222;Dar\u00fcber haben wir schon gesprochen, Lieutenant. Sie wissen, dass ich nichts dagegen habe. Aber Sie m\u00fcssen sich dar\u00fcber im Klaren sein, dass dazu wesentliche Voraussetzungen erforderlich sind. Und hier bin ich mir nicht sicher, ob diese alle erf\u00fcllt sind. Doch sagen Sie mir eines, Lieutenant: Was versprechen Sie sich davon?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;\u00c4h&#8230;&#8220; Jetsun f\u00fchlte sich \u00fcberrumpelt.<\/div>\n<div>&#8222;&#8230;Gerechtigkeit?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Gerechtigkeit! Wof\u00fcr? Wogegen? Aus welchem Grund? Wollen Sie Nenii denn freigeben?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Wie&#8230; freigeben?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Wollen Sie, dass sie das Schiff verl\u00e4sst? M\u00f6chten Sie sie gern gehen lassen? K\u00f6nnte sie das \u00fcberhaupt?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Sie&#8230; sie&#8230; sie hat einen mobilen Emitter. Und mit dem G\u00fcrtelrechner kann sie&#8230; k\u00f6nnte sie&#8230;&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Das meinte ich nicht. Die technischen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Hologramme sind vielleicht nicht an allen, aber doch an vielen Pl\u00e4tzen innerhalb der F\u00f6deration gegeben. Aber, wenn ich es richtig erinnere, hat Nenii doch eine Art Heimat. Kann sie diese ihr bekannte Umgebung verlassen? Und dann ist da noch die Frage ihrer pers\u00f6nlichen Eignung, eigene Wege zu gehen.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Jetsun f\u00fchlte sich irgendwie angegriffen. &#8222;Wie meinen Sie das, Sir?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Shay sah seine Chefmedizinerin scharf an. &#8222;Sie haben dieses Hologramm erschaffen. Ihrem Bericht nach haben sie es dabei&#8230; ich nenne es mal &#8218;auf sich selbst gepr\u00e4gt&#8216;. Nenii ist ihnen gewisserma\u00dfen verfallen. Sie ist ganz gewiss nicht frei in ihren Entscheidungen. Glauben Sie also, dass sie wirklich gehen k\u00f6nnte?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Jetsun war blass geworden. Noch blasser, als sie es schon war.<\/div>\n<div>&#8222;Ich habe sie doch nicht versklavt, Sir. Nat\u00fcrlich kann sie gehen. Das, was uns verbindet, sie und mich, ist Liebe.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Freie Liebe?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;So frei wie&#8230; \u00e4h&#8230; zum Beispiel die Liebe zwischen Mutter und Kind. Oder zwischen&#8230; Sissi und mir.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Ihre Hauskatze?&#8220; Shay lachte tonlos auf. &#8222;Auch die kann wohl nicht gerade frei das Schiff verlassen.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Sie k\u00f6nnte. Aber sie will nicht. Wenn man ihr die Kabinent\u00fcr \u00f6ffnen w\u00fcrde, w\u00fcrde sie sicherlich rauslaufen und sich umsehen. Aber immer gern zur\u00fcckkommen. Weil eben ihre, wie nannten Sie es? die ihr vertraute Heimat hier ist.<\/div>\n<div>Sie haben nat\u00fcrlich recht. Ebenso wie Nenii hat Sissi sich ihre Heimat nicht aussuchen k\u00f6nnen. Die Katze habe ich zu Weihnachten bekommen. In einem Paket. Von meinem Julklapp. Sissi hatte keine Wahl, aber ich hatte sie und ich habe sie gern aufgenommen. Und wir beide haben etwas davon, n\u00e4mlich eine Bindung, die uns beiden wohltut.<\/div>\n<div>So ist es auch mit Nenii. Ja, sie war urspr\u00fcnglich ein&#8230; Holospiel. Und ja, ich habe sie geformt. Nach meinen W\u00fcnschen und Bed\u00fcrfnissen. Sowohl k\u00f6rperlich als auch psychisch. Dass sie so&#8230; so&#8230; wurde, wie sie nun ist, mit eigenen Ideen, W\u00fcnschen und alledem, das kam durch das Programm des fr\u00fcheren Holodocs. Das habe ich so nicht erwartet. Aber sie ist es nun einmal. Und das macht sie ebenso zu einem Lebewesen wie es der Holodoc geworden ist. Und daher&#8230; wollte ich das.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Shay hatte still zugeh\u00f6rt. Nun machte er eine beschwichtigende Geste.<\/div>\n<div>&#8222;Gut. Nur, Jetsun, m\u00fcsste Nenii ebenso wie der Holodoc vor eine Kommission treten und sich erkl\u00e4ren. Und auch Sie m\u00fcssten sich erkl\u00e4ren, ebenso wie ich und wie Lieutenant Tapai. Vielleicht geht das gut, vielleicht aber auch nicht. Doch, bitte denken Sie scharf nach: Was w\u00e4re dadurch gewonnen? Was h\u00e4tte Nenii davon? Was w\u00fcrde sich in ihrem&#8230; Leben \u00e4ndern? Gewiss, sie k\u00f6nnte &#8211; theoretisch &#8211; umziehen in eine eigene ihr zugewiesene Wohnung, doch, seien Sie ehrlich, glauben Sie, dass sie das wirklich k\u00f6nnte? Oder wollte?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Ich&#8230; wollte, dass sie, vielleicht, auf K7 oder sonstwo, im Zweifel&#8230; Menschenrechte einfordern k\u00f6nnte, wenn es n\u00f6tig w\u00e4re.&#8220; erwiderte Jetsun leise.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Shay nickte, l\u00e4chelnd. &#8222;Das verstehe ich. Aber nicht einmal das ist notwendig. Sie bekommt einen Bordausweis, falls n\u00f6tig. Aber mehr w\u00e4re wirklich nicht notwendig, wenn sie an Bord bleibt. Und hier, haben Sie ja selbst gesagt, ist ihre Heimat. Geht es ihr gut. Was sollte sie da&#8230; drau\u00dfen?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Jetsun dachte nach. Dachte an die letzte Mission, die ums Haar fatal geendet w\u00e4re. Es hatte nicht allzuviel gefehlt und sie w\u00e4re gestorben. Doch dann dachte sie an Sissi, die dann ja auch tot w\u00e4re. Ebenso wie Nenii dann auch. Doch was w\u00e4re die Alternative gewesen? Sissi in einem Tierheim? Das w\u00e4re ja &#8211; vielleicht &#8211; noch gegangen, aber Nenii&#8230; irgendwo alleine in der F\u00f6deration? Abgeschnitten? Sie sch\u00fcttelte den Kopf.<\/div>\n<div>&#8222;Ich w\u00fcnschte, dieser Krieg w\u00e4re endlich vorbei&#8230;&#8220; fl\u00fcsterte sie.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Ich auch. Glauben Sie mir, das w\u00fcnsche ich mir auch sehr. So, wie alle hier.<\/div>\n<div>Hoffen wir, dass die Opfer, die wir gebracht haben, ihren Nutzen hatten.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Jetsun sah auf. &#8222;Glauben Sie das?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Ich wei\u00df es nicht, aber ich hoffe es sehr.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Jetsun nickte. Sie dachte an Te-Aboshanai, den Efrosianer. Dann kam ihr Commander Lam Vika, die Kommandantin der Badger in den Sinn. Und an deren Crew. Mochte vielleicht die Kommandantin mit stolzer Miene und erhobenen Hauptes freiwillig in den Tod gegangen sein, doch wie viele der jungen Leute ihrer Besatzung taten das unfreiwillig und vor Angst weinend und schreiend?<\/div>\n<div>Jetsun biss sich auf die Unterlippe um nicht aufzust\u00f6hnen.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Alles in Ordnung, Lieutenant?&#8220; fragte Shay, dem das nat\u00fcrlich nicht entgangen war.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Nein, Sir. Ist es nicht. Ich dachte nur gerade an die Badger. Und all die jungen Frauen und M\u00e4nner dort an Bord. Es ist&#8230; so furchtbar!&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Shay nickte nur, schweigend. Dann sah er Jetsun an. &#8222;M\u00f6chten Sie sich frei nehmen, Lieutenant?&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Sie hatten doch auch noch etwas f\u00fcr mich, Sir.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Shay sch\u00fcttelte den Kopf. &#8222;Das hat Zeit bis K7, Lieutenant. Nehmen Sie sich eine Auszeit. Vielleicht zusammen mit Sergeant Aquila. Und Nenii. Was immer sie m\u00f6chten.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Jetsun sah auf. Dann l\u00e4chelte sie. &#8222;Das hat Zeit bis K7, Sir. Aber danke.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Shay z\u00f6gerte noch eine Sekunde. Jetsun war bekannt daf\u00fcr, sich zu \u00fcberarbeiten und gerade das, was sie eben angesprochen hatte, setzte ihr sichtlich zu.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Er versuchte es mit einem hoffentlich aufmunternden L\u00e4cheln und atmete tief durch.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Wenn sie das mit Nenii tats\u00e4chlich weiter verfolgen wollen, helfe ich nat\u00fcrlich. Wir werden dann allerdings einen guten Anwalt ben\u00f6tigen, der sich auf sowas spezialisiert hat. Daher w\u00fcrde ich vorschlagen, es zun\u00e4chst einmal zu lassen und zu sehen, wie sich Nenii weiterentwickelt.<\/div>\n<div>Wenn sie das Schiff verlassen m\u00f6chte um zum Beispiel auf K7 spazieren zu gehen dann werde ich veranlassen, dass sie einen Bordausweis bekommt.<\/div>\n<div>Vielleicht m\u00fcssen wir das Ganze aber auch aus einer anderen Perspektive sehen. Sie haben Nenii als Hologramm in einer &#8211; wenn man so will &#8211; Pr\u00e4Warp Welt erschaffen.<\/div>\n<div>Es sollte zwar nicht sein, aber es kommt immer wieder einmal vor, dass wir Personen aus solchen Welten in unsere Gesellschaft integrieren m\u00fcssen. Erst vor einiger Zeit gab es einen Bericht der USS Galathea von solch einem Ereignis.<\/div>\n<div>So etwas dauert seine Zeit und sollte nicht \u00fcberst\u00fcrzt werden. Nenii wurde in sehr kurzer Zeit mit sehr vielen Dingen konfrontiert, die sie bislang auch aufgrund ihrer Programmierung \u00fcberhaupt nicht verstanden hat.<\/div>\n<div>Sie jetzt noch vor eine Kommission zu zerren, halte ich pers\u00f6nlich f\u00fcr den falschen Weg. Haben Sie mit Nenii schon einmal dar\u00fcber geredet? Also \u00fcber alles. Ihr erkl\u00e4rt, was genau ein Replikator ist und wie er funktioniert. Das dies keine Zauberei eines Geisterwesens ist? Vieles in unserem Alltag kommt uns v\u00f6llig normal vor, weil wir damit aufgewachsen sind und es nicht anders kennen. F\u00fcr Nenii ist das alles v\u00f6llig neu und wie sie darauf reagiert und sich anpasst, wird f\u00fcr solch eine Kommission sicherlich auch ausschlaggebend sein.<\/div>\n<div>Lassen Sie Nenii die Zeit, hier wirklich anzukommen. Vielleicht w\u00e4re es auch einmal gut, wenn Nenii sich einmal mit Lt. Tapai unterh\u00e4lt. Um durch jemand neutrales herauszufinden, wie weit sie inzwischen schon an Bord angekommen ist.<\/div>\n<div>Nur so als Vorschlag. Denken Sie einmal dar\u00fcber nach, ja?&#8220; beendete er seine doch etwas l\u00e4nger gewordene Rede.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Er w\u00fcrde helfen, wenn sich Jetsun zu dem Schritt mit der Kommission entschloss, aber zum jetzigen Zeitpunkt war er sich nicht wirklich sicher, ob sie diesen Kampf auch gewinnen k\u00f6nnten. Ja, es gab viele Parallelen zum Holodoc der Voyager, aber es gab mindestens genauso viele Gegens\u00e4tze.<\/div>\n<div>Der Doktor war von Anfang an als Mitglied der Crew programmiert worden, w\u00e4hrend Nenii von einem Volk stammte, das nicht einmal mehr existierte und die eine, aus heutiger Sicht, primitive Lebensweise pflegte. Der Kulturschock f\u00fcr die junge Frau musste enorm sein.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Auch Jetsun machte sich ihre Gedanken. Dann nickte sie. &#8222;Danke, Captain. Wirklich Danke. Sie haben recht, denke ich. Also&#8230; ich glaube auch, dass Nenii noch nicht so weit ist. So, wie ich sie kenne, und was Massimo mir erz\u00e4hlt&#8230; also Sergeant Aquila&#8230; will Nenii gar nicht irgendwo anders hin. Wir haben also sehr viel Zeit f\u00fcr alles. Und die sollten wir nutzen, sie darauf vorzubereiten, was sie erwartet. Jetzt etwas zu \u00fcberst\u00fcrzen w\u00e4re der ganz falsche Weg.&#8220;<\/div>\n<div>Jetsun l\u00e4chelte ihren CO offen an. Es war richtig gewesen, zu fragen. Sie hatte einen zu engen Blickwinkel gehabt. Und die Idee, Nazira einzubeziehen, gefiel ihr ausnehmend gut.<\/div>\n<div>&#8222;Ich werde Ihren Rat annehmen.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Sehr gut!&#8220; nickte Shay. &#8222;Machen Sie sich zusammen mit Ihrem&#8230; mit Sergeant Aquila ein paar entspannte Stunden. Dann k\u00f6nnen Sie auch wieder viel besser f\u00fcr Ihre Patienten da sein.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Jetsun sah auf. Das hatte sie nicht gemeint, doch auch hier hatte der Captain einen Punkt. Also grinste sie ein wenig unbeholfen. &#8222;Ist gut, Sir. Danke auch daf\u00fcr!&#8220;<\/div>\n<div>Sie erhob sich. &#8222;Danke, dass Sie sich Zeit f\u00fcr meine&#8230; Sorgen genommen haben.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Shay stand ebenfalls auf. &#8222;Jederzeit, Lieutenant. Sie liegen mir, wie alle meine Leute, wirklich am Herzen.&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&#8222;Ja, Sir. Das wei\u00df ich. Danke!&#8220; erwiderte Jetsun ehrlich. Spontan streckte sie ihre Hand aus und ebenso spontan ergriff Shay diese. Beide Menschen hielten den H\u00e4ndedruck einige Sekunden lang aufrecht und Shay stellte fest, dass die zierliche Buthanerin eine ausgesprochen warme, trockene Hand hatte. Ein gutes Zeichen, wie er sich zu erinnern glaubte.<\/div>\n<div>Dann nickte er Jetsun zu. &#8222;Gut, dann k\u00f6nnen Sie wegtreten, Lieutenant!&#8220;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Kurz sah er noch der jungen Frau nach, die dann seinen Besprechungsraum verlie\u00df. Und erst dann fielen ihm wieder ihre schwarzen Fl\u00fcgel auf. Wie schnell man sich an diesen eigentlich ja doch sehr ungew\u00f6hnlichen Anblick gew\u00f6hnt hatte! Shay l\u00e4chelte. Arcadia. Ein wahrhaft m\u00e4chchenhafter Ort&#8230;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&lt;\/RPG&gt;<\/div>\n<div>&lt;SUM&gt;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>#Ort: Readyroom des CO<\/div>\n<div>#Zeit: MD32.1100<\/div>\n<p><\/p>\n<div>Jetsun hatte Captain Ruthven um ein Gespr\u00e4ch gebeten. Dabei kommt ihre Frustration \u00fcber den letzten Einsatz und vor allem die Todesopfer, die zu beklagen waren, zum Vorschein. Shay ist \u00fcberrascht, dass sie nicht nur ihrerseits die Angeh\u00f6rigen der Opfer anschreiben will, sondern auch eine Trauerfeier organisieren will, merkt aber an, dass beides eigentlich seine Aufgabe sei. Sie beschlie\u00dfen dann, in diesem speziellen Fall die Aufgaben gemeinsam anzugehen.<\/div>\n<div>Jetsun spricht auch das Thema Nenii an. Shay r\u00e4t ihr ab, dem Hologramm zu diesem Zeitpunkt B\u00fcrgerrechte erstreiten zu wollen und Jetsun nimmt seinen Rat dankbar an. Stattdessen bekommt sie vom CO ein paar Tage frei, um sich zu regenerieren.<\/div>\n<p><\/p>\n<div>&lt;\/SUM&gt;<\/div>\n<p><\/p>\n<div>submitted by Isi Fox und Mac<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;RPG&gt; #Ort: Readyroom des CO #Zeit: MD32.1100 &#8222;Captain!&#8220; Shay nickte der jungen Frau zu, die eintrat und ihm ihrerseits gr\u00fc\u00dfend zunickte. &#8222;Lieutenant Jetsun Pema. Treten Sie ein und nehmen Sie gern Platz!&#8220; &#8222;Danke, Captain.&#8220; Shay nahm seinerseits wieder Platz und musterte dabei so unauff\u00e4llig, wie es ihm halt gelang, das Gesicht der Bhutanerin. Sie sah&#8230;<\/p>\n<p class=\"more-link-wrap\"><a href=\"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/days-of-mourning\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Days of Mourning&rdquo;<\/span> &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-8850","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-archiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8850"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8850\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sf-germany.org\/einheiten\/uss-hephaistos\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}