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[USS-Hephaistos] An der Flanke des Feuerbergs

Posted on 2. Februar 20203. Februar 2020 By admin
 

<RPG>

# Ort: Vulkangebirge Kerbas, Thassos IV
# Zeit: MD 8.1515
# Team Vulkan: C. Ruthven, Geary, Enovo / MiA: PO Greene
# zusammen mit Kalokairi Kataigida (Wirtschaftsministerin), Dak Arouraia
atto Tyre (Kriegerin – insgeheim Agentin der Prinkipax Crobyzes),
# und Dynatos Istorios Tragodistis atto Turena (Dichter & Sänger), Gete
Pararthma Sithon atto Myzen (Silberschmied)

<quote>
In diesem
Moment war der Prix über ihr. Die gewaltigen Kiefern schnappten ins Leere,
doch die Klauen bekamen den Leib der Rothaarigen zu fassen.
Mit wildem Gebrüll umgriff das Männchen den weiblichen Leib der irischen
Französin und ließ sich von starken Schwingen nach oben tragen…

"Neeein!" ertönte es, von mehreren Kehlen, aus der Höhle.
John griff einen Stein und schleuderte ihn mit aller Kraft, doch hatte der
Prix schon an Höhe gewonnen und das Wurfgeschoss prallte nur wirkungslos
gegen den Fels.

"Es… tut mir leid" gab sich die Kriegerin reumütig, während der Prix
mitsamt seiner Beuge hinter einer Biegung weiter oben am Berg verschwand.
"Ich… konnte nichts tun…" Und jeder hatte es gesehen. Perfekt..
</quote>

Wie betäubt stolperten die Kameraden aus der Höhle und sahen dem Prix
hinterhier, wie er irgendwo zwischen den schroffen Gipfeln verschwand.
Warum? Was hatte das Tier bewogen, Trish mitzunehmen? Warum hatte er sie
überhaupt angegriffen?

Nach einer scheinbaren Ewigkeit kam Claudia wieder etwas zur Besinnung.
"Ich rufe das Schiff", verkündete sie entschlossen.

"Aber…" setzte Kataigida an, sah dann aber selbst ein dass dies eine
Ausnahmesituation war. "Versuchen Sie es." Sie sah noch immer auf die
Stelle zwischen den Felsen, wo der Prix verschwunden war.

Wortlos begannen Dak Arouraia und Pararthma Sithon, ihre Ausrüstung
wieder aus der Höhle zu holen. Lethargisch folgte Enovo ihnen.

Claudia tippte an den Kommunikator auf ihrer Brust. "Ruthven an
Hephaistos. Hephaistos, bitte kommen."

Stille. Sie tippte noch mal und wiederholte die Worte. Wieder geschah
nichts.

Sie tippte ein weiteres mal auf ihr Abzeichen. "Kommunikator,
Selbstdiagnose."

["Das Gerät funktioniert ordnungsgemäß."]

"Kommunikator, Verbindungsdiagnose – Hephaistos."

["Verbindung zu Hephaistos nicht möglich."]

"Grmpf", grummelte die Commodore. "Kommunikator, ausführliche
Verbindungsdiagnose – warum gibt es keine Verbindung!?"

[Verbindung zu Hephaistos nicht möglich."], wiederholte das Gerät stur.

"Verd..", in letzter Sekunde erinnerte sie sich ihrer Vorbildfunktion.
"Warum will das Ding nicht." Wenn sie nur eine Technikerin im Team … oh.

Obwohl sie wusste dass es sinnlos war, versuchte sie es trotzdem weiter.
"Ruthven an Hephaistos. Ruthven an Hephaistos, verdammt."

Nikolaj, der gerade mit einer Kiste in der Hand aus der Höhle geschlurft
kam, meinte lethargisch: "Wahrscheinlich im Funkschatten."

"Wie bitte?", fuhr Claudia herum.

"Funkschatten. Die Heph ist hinter dem Planeten. Im aktuellen Orbit
dauert es bestimmt wenigstens … hm … drei, vier Stunden ehe sie
wieder erreichbar ist. Hier in den Bergen eher noch länger." Enovo
setzte die Kiste ab, ließ sich darauf nieder und ließ die Schultern hängen.

"Grmpf!!" Mangels weiterer öffentlichkeitstauglicher Kraftausdrücke trat
sie gegen einen Stein, welcher polternd etliche Meter Richtung Tal kullerte..

Kataigida legte ihr vorsichtig eine Hand auf den Arm, für eine Kikonin
eine ungewöhnlich vertrauliche Geste. "Wir sollten weiter den Berg
hinaufsteigen, dem Prix hinterher. Vielleicht finden wir sowohl den
gehörnten Kopf als auch Ihre … unsere Kameradin."

Claudia nickte stumm.

– drei Stunden später (ca. MD8.1900) –

Sie waren dem Vorschlag der Ministerin gefolgt (was hätten sie auch
anderes tun sollen) und den Weg den Berg hinauf fortgesetzt. Wie es in
den Bergen häufig der Fall war, schienen in der klaren Luft Entfernungen
viel kürzer, als sie in Wirklichkeit waren. Sie waren auf den Pass
zugeritten, den der Prix so mühelos überflogen hatte. Obwohl sie die
Reittiere angetrieben hatten so gut es ging, hatten sie ihn erst nach
über einer Stunde erreicht.

Als sie schließlich auf dem karg bewachsenen Sattelpunkt standen, lag
vor ihnen ein langer Anstieg zwischen steilen Bergwänden. In der Ferne
mündete er in einen weiteren Pass, hinter dem wer weiß was liegen
mochte. Zumindest konnten sie sicher sein, dass der Prix dort
entlanggeflogen war, denn die Wände links und rechts hätte wohl auch das
große Flugtier nicht überwinden können.

Also waren auch sie dem Weg hinauf gefolgt. Inzwischen hatten sie die
zweite Passhöhe beinahe erreicht. Die Bergrücken links und rechts wurden
langsam niedriger und gaben nach links und rechts mehr Platz frei. Die
Hitze der Wüste war vergessen – hier auf dem Weg war es noch angenehm
warm, doch oben auf den Gipfeln konnte man weiße Schneefelder in der
Abendsonne blinken sehen.

Claudia war keine Expertin, doch sie hatte auch den Eindruck, dass ihre
Reitdinos mit der Höhenluft zu kämpfen hatten. Sie schienen kurzatmiger
zu sein und waren unwillig sich zu beeilen oder große Steigungen zu
überwinden. Auf der Plus-Seite konnte sie verzeichnen dass sie sich
langsam wieder etwas klarer fühlte. Soweit sie beurteilen konnte traf
das auch auf ihre Kameraden zu. Wahrscheinlich kam ihnen der reduzierte
Sauerstoffgehalt hier in der Höhe zugute.

Leider bedeutete das, dass ihr auch ihre Situation klarer bewusst wurde.
Schon wieder hatte sie die ihr anvertraute Crew enttäuscht.

"Ich hätte mich gar nicht erst darauf einlassen sollen", seufzte sie zu
sich selbst.

"Hm?" fragte Kataigida und ritt näher heran.

"Ach nichts." Claudia warf einen kurzen Blick nach hinten. Die anderen
folgten ihnen, waren aber nicht in Hörweite.

"Denken Sie dass wir den Prix einholen können? Ich glaube nicht daran",
sie hatte gerade keine Lust irgendwem etwas vorzuspielen.

"Die Chancen stehen schlecht", stimmte die Wirtschaftsministerin zu.
"Doch wir müssen es versuchen. Wir werden unser Bestes geben."

"Hmhm", nickte Claudia, und fuhr resigniert fort: "Manchmal ist das
Beste eben einfach nicht genug."

"Wie meinen Sie das?", fragte Kataigida.

"Wissen Sie, ich hatte ein eigenes Kommando. Ein eigenes Schiff, die
Ainama. Ich hatte die Verantwortung für mehrere hundert Leute…"

Kataigida nickte und hörte zu. Sie ahnte was kommen würde.

"Die Klingonen haben uns erwischt. Das Schiff zerstört. Wir … " sie
stockte – " wir gaben unser Bestes aber es reichte nicht. So viele sind
gestorben… und etliche haben die Klingonen gefangen…"

Sie brauchte einen Moment ehe sie weitersprechen konnte. Auch wenn sie
es niemals zugegeben hätte (vor allem nicht ihrem Bruder gegenüber), es
tat gut es jemandem zu erzählen. Und manchmal war es einfach leichter,
sich jemand Fremden anzuvertrauen.

"Ich denke immer wieder darüber nach… was hätte ich anders machen
können … hätten wir der Schlacht irgendwie entkommen oder sie ganz
vermeiden können…"

"Manchmal muss man einfach entscheiden, ohne den rechten Weg zu kennen",
bemerkte die Kikonin. "Dafür haben wir unsere Ehre und unsere Familie um
uns zu leiten."

<NRPG: Ball an Yvonne>

– gegen MD8.2000 –

Als sie den zweiten Pass erreichten, war von der Sonne war nur noch ein
schmaler Strich am Horizont zu sehen. Lange Schatten flossen ineinander
und verblassten allmählich, während die Dämmerung sich herabsenkte. Der
Wind legte sich langsam und brachte Kälte mit sich.

Die Gespräche hatten sich gelegt – sie alle waren erschöpft. Inzwischen
führten sie die Dinos am Zügel, nachdem sich die sturen Tiere geweigert
hatten, sie weiter bergauf zu schleppen. Ihnen allen war bewusst, dass
sie längst einen Unterschlupf für die Nacht suchen hätten sollen. Müde
einen Schritt vor den anderen setzend, erstiegen sie gemeinsam die
letzte Anhöhe, um auf dem Pass Halt zu machen.

Das Erste, was sie bemerkten, war das Auffrischen des Windes. Alle
fröstelten in der kühlen Abendluft. Vor ihnen lag ein Plateau, das von
zerklüfteten Rissen durchzogen war. Die niedrighängenden Wolken darüber
zeigten einen rot-orangen Widerschein, dessen Quelle irgendwo vor ihnen
liegen musste. Vom Prix keine Spur.

Jetzt, wo sie es sahen, fiel ihnen auch der leichte Hauch von Schwefel
auf der hier in der Luft lag. Würde der Wind nicht hangaufwärts, auf den
Vulkan zu wehen, so wäre es ihnen wohl noch deutlich früher aufgefallen.

Wo war nur dieser Drache hin? … Doch da bemerkten sie etwas anderes.
"Da!", rief Dak Arouraia. Die anderen folgten ihrem ausgestreckten
Finger und sahen es ebenfalls. Da war eine Felsformation, die genau
aussah wie…

"Der gehörnte Kopf!" rief Tragodistis.

<NRPG: noch einen Ball in die Luft werf. Denkt daran, Kontakt zur Heph
kam erst 8.2116 zustande (Elas Post vom 5.1.)>

</RPG>

<SUM>
# Ort: Vulkangebirge Kerbas
# Zeit: MD8.1515 – MD8.2000
Alle sind schockiert von Trish's Entführung. Claudia versucht die Heph
zu erreichen, doch es kommt kein Kontakt zustande.
Mangels Alternativen steigt man weiter den Vulkan empor. Gegen Abend
stoßen die Gefähten auf den "gehörnten Kopf", eine Felsformation.
</SUM>

** submitted by
Johannes
aka Lt. Fabien LaGroile, MiA

[Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]

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