N’Abend,
hier ein Copo mit Kim bei dem Ela auch noch ein par Zeilen beigesteuert hat. Es beleuchtet ein wenig die Teilnehmenden Chars und bringt das Charbuilding ein wenig voran.
Ich hoffe das lesen macht euch soviel Spaß wie uns das schreiben – mein Dank hier nochmal an Kim und Ela.
Und nun lass ich euch lesen 🙂
Gruß
Mac
PS: Ich hoffe das ich morgen spätestens übermorgen zu dem RPG komme das mir in den Fingern kribbelt. Ich bekommt also bald noch was zu lesen von mir.
<RPG>
# Ort: Quartier della Scala/Loona
# Zeit: SpD 03.2030
Ettore hatte eine Schürze von Mel umgebunden, saß auf der Couch und kümmerte sich um seine Brogues. Er hatte einen der Schuhe zwischen die Oberschenkel geklemmt und behandelte ihn sorgfältig mit Bürsten und Cremes. Der andere hatte schon seine Behandlung erfahren und stand bereits still vor sich hin glänzend auf dem Boden.
„Und Du bist sicher, dass ich nicht im Anzug gehen sollte?“, erkundigte sich Ettore Richtung Dusche.
Ein durch die Schalldusche etwas verzerrtes Lachen schall ihm entgegen. „Es ist eine Einladung zum Abendessen, ich glaube nicht, dass Shay da groß etwas Formelles vorhat. Ich werde das blaue Kleid mit den gestickten Applikationen anziehen.“
Kurz darauf hörte man nur noch die Geräusche der Dusche.
Das blaue Kleid war ein leichtes Sommerkleid, das Ettores Meinung nach zu einem Picknick auf der Wiese, aber nicht einer Einladung auf einem Raumschiff passte. Er verzog den Mund und blickte nochmal auf die Schuhe, die inzwischen fertig waren. Na, wenn sie meinte.
Er räumte alle Utensilien weg und fand sich damit ab, hemdsärmlig zu Shay und Elisa zu gehen.
„Kannst Du mir bitte wenigstens die burgunderfarbene Fliege ummachen?“ Er reichte Mel das Schleifenband, als sie mit mit einem Handtuch unterm Arm, nicht um ihren Körper, aus der Dusche kam.
Jetzt rollte Mel mit den Augen. „Das ist absolut overdressed, aber wenn Du unbedingt meinst, komm her.“
Dankbar gab er ihr die Schleife. Während sie sie mit geübten Handgriffen den Kragen hochschlug, die Fliege umband, den Kragen wieder umschlug, meinte Ettore: „Keiran hat doch die gleiche. Wir können für seinen kurzen Auftritt im Partnerlook gehen.“
Lachend verschwand Mel im Schlafzimmer, während sich Ettore noch immer halbnackt fühlte, aber immerhin jetzt mit adäquatem Halsschmuck.
# Zeit: SpD 03.2102
# Ort: Quartier Ruthven/Careen
<Quote>
„Nein ich denke das liegt weniger am Erzieher. Es ist vermutlich nur eine schwierige Phase für ihn. Die Zwillingen benötigen mehr Aufmerksamkeit und er ist neugierig und fängt an sich für andere Dinge wie eben diesen Brauch um den Nikolaus zu interessieren.“ versuchte Ettore zu erklären.
„Aber wir sind nicht her gekommen weil wir über unsere Kinder reden wollten, Elli wie geht es dir, wie bist du überhaupt an Bord gekommen und wie es geht Luca? Es gibt soviel zu erzählen.“ lenkte Ettore dann ab und Shay beschloss das Thema erst einmal ruhen zu lassen und widmete sich dem Stück Schweinebraten auf seinem Teller.
</Quote>
„Das ‚Wie ich an Bord kam‘ ist geheim fürchte ich.“ lachte Elli auf „Aber Luca geht es den Umständen entsprechend. Während des Prozesses war er niedergeschlagen und unkonzentriert, was sich auf seine schulischen Leistungen niedergeschlagen hat, aber ich denke inzwischen hat er die Kurve bekommen. Nicht zuletzt Dank Shays Schwester.“ meinte sie und sorgte damit dafür das Ettore sich an dem Wein den er gerade trinken wollte verschluckte und leicht hustetet.
„Nicht Claudia. Sie meint Teresa. Meinte jüngste Schwester.“ klärte Shay dann auf nachdem sich Ettore beruhigt hatte. „Die müsste jetzt auch – lass mich nachdenken – 20 werden dieses Jahr? Himmel wie die Zeit vergeht.“
„Wie viele Schwestern hast du eigentlich?“ fragte nun Melody nach. Bislang wusste sie nur von Claudia.
„Nur 2 denke ich. Bei Vater kann man sich da nie so sicher sein. Claudia ist älter als ich und Teresa das Küken. Ich hatte noch 2 Brüder, Quinn und Felix. Beide starben bevor Teresa zur Welt kam. Ich vermute mal Vater hat auf einen weiteren Sohn gehofft.“ erklärte Shay bereitwillig auch wenn ihm anzumerken war das er über seine beiden Brüder nur ungern sprach.
„Jap, Teresa wird 20 und dein Vater will das sie was aus ihren Leben macht.“ warf nun Elli wieder ein und Shay rollte mit den Augen. „Natürlich will er das.“ seufzte er dann und spießte einen Knödel auf.
„Hrm, ich habe zwar keine Ahnung was Deutsche Küche ist aber das hier schmeckt köstlich. Ich muss Mosley sagen das er das öfter machen soll.“ sinnierte der Schotte dann während er den Knödel zerteilte und genüsslich verspeiste.
„Und ich dachte schon, wir bekämen dieses seltsame schottische Nationalgericht vorgesetzt.“, meinte Ettore.
„Nein, Haggis wollte ich Euch nicht wirklich zumuten.“ meinte Shay amüsiert. Das Gericht hatte einen schlechten Ruf, das wusste er. Und das durchaus zu Recht.
„Das hier ist sehr lecker. Vorallem die Sauce hat eine interessante Gewürznote. Was ist es…“, begann Ettore.
„Thymian.“ wurde er sofort von Melody unterbrochen. „Ja, es ist wirklich toll abgeschmeckt. Aber sagt mal, wollt Ihr eigentlich keine Kinder haben? Ich meine so wie Shay mit Keiran umgeht, wäre er sicher ein guter Vater. Und Deine Fürsorge für Luca haben wir ja auch gesehen.“
Elli rollte mit den Augen. Nicht einmal hier wurde sie mit dem Thema verschont. „Nein wollen wir nicht.“ antwortete sie etwas ruppiger als beabsichtigt was Shay die Stirn runzeln ließ. Das war offenbar ein wunder Punkt.
„Nein, nicht jetzt zumindest und in Zukunft keine Ahnung. Ich weiß nicht ob und wie ich ein Kind mit dem Job als CO vereinbaren soll. Die kurze Zeit mit Luca an Bord hat gezeigt das sowas fast unmöglich ist und er ging schon selbstständig zur Schule und war kein Baby um das man sich rund um die Uhr kümmern muss. Ich denke ihr zwei könnt ein Lied davon singen.“ schlug er das Thema elegant zurück zu Ettore und Melody.
„Nun ja, ich bin selber ein Zwilling. Da gab es eine hohe Chance, nachdem Keiran kein Zwilling wurde, dass wir noch welche bekommen. Es ist jetzt aber auch so in Ordnung. Auch wenn es manchmal stressig ist“, entgegnete Melody.
„Wisst Ihr, ich hatte mir das nie vorstellen können, eine Familie zu gründen. Meine erste Captain in der Sternenflotte hatte zwei Adoptivkinder. Alle sagten, sie wäre seitdem viel ausgeglichener. Und für eine Frau, die eine Mischung aus menschlichen, vulkanischen und klingonischen Genen ist, soll das schon was heißen. Daher dachten wir, dass das vielleicht auch was für Euch wäre.“ Ettore erzählte es ganz ungezwungen. Als Elli das Gesicht verzog meinte er nur: „Natürlich ist das Eure Entscheidung. Es war nur Interesse an Eurem Leben.“
Nach dem Essen hatten sie das Geschirr schnell beiseite gestellt und waren alle zusammen auf einen Digestif auf das Sofa gewechselt.
Shay wollte sich endlich mal vorwagen, und sein Anliegen anzubringen.
„Du sag mal, ich habe da mal eine Frage. Es hat Beschwerden gegeben, dass Du Dich gegenüber den Kikonen sehr… sagen wir mal unhöflich verhalten hättest. Du mochtest sie nicht besonders, oder?“
Ettore sah Shay überrascht an. „Nein, ich mochte sie nicht besonders. Allerdings ist mir neu, dass es da Beschwerden gegeben hätte. Denn zum einen war ich im Gegensatz zu anderen Crewmitgliedern außerhalb der Quest quasi nicht auf dem Planeten, weil es auch ohne das genug zu tun gibt. Und zum anderen hätten sicher weder Deine werte Frau Commodore-Schwester noch der Sonderbotschafter die Chance ausgelassen, mir eine offizielle Beschwerde anzuhängen.“
„Das stimmt. Aber warum mochtest Du sie denn nicht?“ Shay wollte da noch mal nachhaken.
„Es gibt genug offensichtliche Gründe, die aber weiter nicht von Belang sind. Darf ich fragen, wer sich da beschwert hat?“, erkundigte sich Ettore.
„Na ja, der Prinkipaxillis scheint wohl der Ansicht zu sein, dass Du schlecht über ihr Volk sprächest“, versuchte Shay es vorsichtig auszudrücken, ohne Jetsun zu erwähnen.
Jetzt musste Ettore laut auflachen. Shay war irritiert. „Was ist daran nun lustig?“
Ettore nahm sein Glas Whiskey in die Hand und drehte es ein wenig, um den Lichtreflex in der goldenen Flüssigkeit zu beobachten.
„Man kann auch alles verdrehen, um von sich selber abzulenken.“ Sagte er schließlich.
„Wie meinst Du das?“ fragte Shay.
„Ach Shay, das ist doch so offensichtlich… hast Du auf dem Planeten irgendeine Kikonin oder einen Kikonen gesehen, deren Physiognomie nicht völlig perfekt war?“ fragte er den Schotten.
„Nein. Jetzt, wo Du es sagst.“ murmelte Shay leise und dachte darüber nach.
„Und hast Du die Blicke im Rücken gespürt und das Getuschel gehört, als wir durch die Straßen gingen? Für die Quest durften wir ja auch noch halbnackt umherziehen, damit alle es sehen können.“
„Ich dachte, die Lachen darüber, dass die rituelle Kleidung uns nicht sonderlich gut steht“, resümierte Shay.
„Ach Shay“, Ettore lächelte, „nimm es nicht persönlich, aber wahrscheinlich bist Du einfach zu ‚durchschnittlich‘ um verachtende Blicke und hämisches Getuschel mitzubekommen.“
Elli und Mel nickten stumm. Die Erfahrung der Außenseiter zu sein und deshalb Blicke und Getuschel auf sich zu ziehen kannten sie beide.
Shay runzelte die Stirn und dachte über die Worte nach. Das war nicht das was er von den Kikonen mitbekommen hatte. Konnte seine Wahrnehmung derart anders sein als die von Ettore?
„Aber was hat das mit den Kikonen zu tun?“ fragte Shay nach.
„Nun, in gewisser Weise verkörpere ich für sie etwas, das eigentlich nicht vorhanden bzw. sichtbar ist: Mann, unvollkommene Physiognomie und trotzdem in gewissem Umfang Repräsentant – immerhin war ich Teil der ersten Delegation. Sich dann über den anderen lustig zu machen oder schlecht zu reden ist ein Verdrängungsmechanismus, um sich mit der Wirklichkeit nicht auseinandersetzten zu müssen.“ erklärte Ettore.
„So habe ich das bisher noch nicht betrachtet.“ grübelte der Skipper und doch nagte etwas an ihm. Ein Bild, eine Erinnerung … er kam nicht drauf bis es ihm dann doch einfiel.
„Klar, kann ich mir denken, ist auch nichts dabei“, antwortete Ettore. „Nur dass ich dann für sie keine Sympathien hege, kann man glaube ich auch nachvollziehen.“
„Jetzt will ich dir nicht zu Nahe treten aber – kann es sein das du Aufgrund deiner vergangenen Erlebnisse diesbezüglich nicht auch falsche Schlüsse ziehst?“ fragte Shay dann vorsichtig. Immerhin erklärte sich so nun ein Teil des Problems.
„Glaub mir, meine Erfahrung spricht für mich.“ betonte Ettore und Shay seufzte. Er wollte nicht mit dem Freund streiten oder gar Partei für die Kikonen ergreifen aber gleichzeitig fühlte er sich verpflichtet das Missverständnis aufzuklären.
„Nicht in dem Fall. Die Kikonen haben über dich geflüstert aber nicht weil sie dich abstoßend fanden.
Im Gegenteil, viele denken sogar das die Tatsache das du uns begleitet hast der Grund war warum wir die Queste überhaupt erfolgreich geschafft haben. Sie haben dich verehrt und sahen in dir etwas ähnliches wie den Bruder der Atrexa der im übrigen sein rechtes Bein verloren hat und sowas wie der höchste der angesehenen Männer auf Thyene ist. Ein großartiger Dichter nebenbei wohl auch noch. Und wenn ich mich richtig erinnere war der eine Sänger auf dem Empfang blind. Das schien niemanden gestört zu haben.“ führte Shay nachdenklich aus.
„Jedes Mal wenn wir Verhandlungen mit den Kikonen geführt haben wurde gefragt ob du ebenfalls daran teilnehmen würdest und warum nicht. Das ging soweit das selbst meine Schwester einsehen musste das es vielleicht besser wäre wenn du teilnimmst.
Hier hat dann allerdings der Botschafter überstimmt. Und wenn du mich fragst war das auch der Grund warum sie sich dann doch noch entschuldigt hat – nicht das ich sie in der Beziehung verteidigen will. Das war meilenweit außerhalb aller Prinzipien der Flotte und unserer Erzieheung.“
„Davon wusste ich nichts.“ meinte Ettore dann perplex und wieder seufzte Shay.
„Tut mir Leid ich hätte es dir sagen sollen aber wir hatten so viele Dinge um die Ohren und dann kam der plötzliche Durchbruch und die ganzen Austauschoffiziere …
Wenn du mir nicht glaubst dann Besuch Selene solange sie noch an Bord ist. Ich denke sie kann dieses Missverständnis besser ausräumen als ich.“ schlug Shay vor und hatte damit den Übergang zum nächsten Thema solange Ettore nachdenklich in sein Glas sah.
„Apropos Missverständnis. Das mit Jetsun Pema und dir .. ist doch hoffentlich auch eins? Sie denkt nämlich auch du könntest sie nicht leiden und würdest deshalb keine CNS Sitzungen mit ihr abhalten.“ stach Shay in das nächste Wespennest. Nicht wissend das Ettore gerade 1 Tag vorher mit Jetsun geredet hatte.
Shay glaubte seinen Ohren nicht, als er irgendwas von ‚Ponyhof‘ hörte. „Was hast Du gesagt, fragte er höflich nach.
„Oh ich persönlich halte Miss Pema für ein wenig naiv und pflichtvergessen. Aber ich muss sagen, dass ich weder Sympathie noch Antipathie empfinde. Dafür hatten wir bisher viel zu wenig Kontakt.“ Erklärte Ettore ganz neutral.
„Pflichtvergessen?“, hakte Shay nun überrascht nach. War da doch irgendwas im argen.
„Ja, ich meinte, wir sind im Krieg, haben viele Gerettete aufgenommen und sie springt immer, wenn der Sonderbotschafter rief, um auf den Planeten zu beamen.“ meinte Ettore.
„Ich glaube aber, jetzt irrst Du Dich wirklich.“ entgegnete Shay entschieden.
„Kann sein.“ meinte Ettore. „Ist ja nur mein Eindruck.“
Ein leichtes Kichern unterbrach die etwas angespannte Situation. Wie auf’s Stichwort schauten alle zu Mel. „‚Das Leben ist kein Ponyhof’…“ sie lachte noch immer.
„Und Sitzungen im Rahmen einer Lanzeittherapie sind immer so eine Sache. Du hast doch heute gesehen, womit wir uns beschäftigen angesichts des Kriegs. Ich kann den Angehörigen in Sorge oder Trauer schlecht sagen ‚Tut mir leid, dass Ihre Angehörigen tot/vermisst/verletzt sind. Aber leider lässt meine Zeit gerade nicht mehr als 10 Minuten für Sie Zeit.‘
Renal und und ich haben mehr als genug zu tun. Ich bin so froh, dass sie überhaupt da ist. Und viele Gespräche, Besuche und Therapien sind derzeit viel akuter als etwas, das schon Jahre zurückliegt, jetzt zwar an die Oberfläche gekommen ist, aber nicht so akut ist. Wie bei Miss Pema. Sie braucht Ruhe und Kontinuität. Eine längere Perspektive. Beides ist weder im Rahmen einer Außenmission noch in Kriegszeiten so einfach. Wirklich Zeit für diese ruhigen Termine gab es in den letzten gut 6 Wochen eigentlich nicht. Wir werden das schon wieder Aufnehmen, keine Sorge. Aber von der kurzfristigen Absage von Terminen, weil der Botschafter rief, hat sie vermutlich nichts gesagt, oder?“
Shay ließ den Inhalt seines Glases kreisen und seufzte, „Nein hat sie nicht. Um ehrlich zu sein wir haben auch nicht sehr lange darüber gesprochen. Aber gut zu wissen. Abgesehen von der Dauermüdigkeit schien sie die Doppelbelastung gut weg zu stecken. Ich war positiv überrascht nach der Aktion mit Ilyetis auf dem Asteroiden. Aber lassen wir das, das wird schon wieder zu dienstlich.“ schob Shay das Thema zur Seite.
„Sag mal, welche Aufgabe wirst Du jetzt eigentlich an Bord übernehmen?“ fragte Mel an Elli gewandt. Fast als wollte sie Shays Kommentar über das dienstliche überhören.
Als sie Ellis entsetztes Gesicht sah, antwortete sie schnell: „Keine Sorge, ich wollte Dich nicht als Babysitter einspannen. Das kann Shay viel zu gut, wenn seine Zeit es ihm ermöglicht. Aber ich dachte, wir könnten vielleicht ab und an mal durchs Miniosum und das Schiff spazieren. Ich möchte mehr von Dir hören.“
„Das ist noch nicht ganz raus. Ich hatte ihr den stellverstretenden TAK angeboten aber bis jetzt hat sie sich noch nicht entschieden.“ grinste Shay als wüsste er von einem Scherz dem alle anderen unbekannt war.
„Und warum nicht wieder OPS? Soweit ich das sehe könnte Ms. Larson die Unterstützung brauchen.“ fragte Ettore neugierig nach.
„Miniosum klingt hervorragend. Und wie Shay schon sagt, ich hab mich noch nicht entschieden.“ antwortete Elli auf die Frage und Shay wiederum lehnte sich ein wenig zu Ettore.
„OPS wäre natürlich auch noch drin aber ich würde Ms. Larson den Posten ungern wieder wegnehmen kaum das sie ihn ein paar Tage hat. Sie soll sich ihre Sporen verdienen und Himmel nun sind wir schon wieder beim Dienst! Schluss jetzt! Sag du mir lieber wann ihr vorhabt Enya und Eliseo taufen zu lassen oder wie auch immer man das nennt und was ich den beiden schenken darf bei der Gelegenheit.“
„Ja, Du hast recht. Wichtig ist, dass Du wieder wohlbehalten zurück bist,“ antwortete Mel. „Also, zu meinem Glauben bekennt man sich, wenn man dazu bereit ist. Für höhere Weihen kann man in Jugendlichem Alter initiiert werden.“
Elli lächelte: „Na an Priesterin und Priester hatte ich dabei eigentlich nicht gleich gedacht.“
„Ich bin ohne Glauben groß geworden. Bisher habe ich auch noch nichts vermisst. Ich denke, die Kinder sollen es selber entscheiden, wenn sie soweit sind“, erklärte Ettore. „Ich glaube, wenn Sie von Euch ab und an mal liebevolle Zuwendung bekommen, ist das mehr als Geschenk genug!“
Elli machte ein langes Gesicht. Sie hatte Spaß am Schenken gefunden. „Hmm, wenn Ihr meint.“
„Einmal hat sich Ettore aber auf ein Ritual von mir eingelassen“, berichtete Mel auf ein Samhain-Ritual anspielend.
„Da habe ich aber vor allem an Dich geglaubt, Schatz“ antwortete Ettore.
„Das ist doch immerhin etwas“, meinte Elli amüsiert.
„Glaubt Ihr, dass man eine Religion braucht, um seinem Leben eine Bedeutung zu geben?“, fragte er in die Runde.
Elisa musste an Colin denken. Das, dem er hinterherrannte, hatte rein gar nichts mit Religion zu tun. Aber er hatte ein Bestimmung. Sie seufzte innerlich.
„Nein, es braucht keine Religion, um seine Bestimmung zu finden. Aber sie kann dabei helfen.“
Da sie merkte, dass ihr, mal wieder, die Tränen in die Augen schossen, stand sie auf um sich am Replikator kaltes Wasser zu holen, in der Hoffnung, dass Shay sich der Frage annahm. So blieb ihr hoffentlich genügend Zeit, sich wieder zu sammeln.
Shay sah ihr nach und runzelte leicht die Stirn. Inzwischen war er auf Ellis Stimmungsschwankungen eingestellt was nicht bedeutete das es dies leichter machte. Er würde gern helfen, wusste aber auch nicht recht wie und so versuchte er eben einfach da zu sein – falls sie ihn brauchte.
So wie jetzt.
„Ich bin katholisch erzogen wurde und schleppe den Kram sicherlich noch unbewusst mich aber ich Grunde finde ich für mich persönlich Religion eher nutzlos. Ich weiß manche finden Trost darin oder eben wie du – sagst – eine Bestimmung. Für andere ist ihre Arbeit ihre Bestimmung.“ zuckte er dann mit den Schultern und lenkte die Aufmerksamkeit somit wieder auf sich.
Falls Meoldy oder Ettore etwas von dem kurzen Moment der wechselnden Stimmung bemerkt hatten so zeigte es keiner der Beiden.
„So wie für dich?“ neckte Ettore und Shay schnaubte hörbar.
„Das war die Bestimmung die sich Vater für mich gewünscht hätte aber sicher nicht meine schon gar nicht wenn ich sie mir aussuchen könnte.“ meinte der Schotte dann.
„Lass mich raten? Prixzüchter auf Thassos?“ kicherte Mel die heute morgen erst die aktuelle Prawda gelesen hatte.
„Warum nicht?“ fragte er zurück. „Nein eigentlich wollte ich immer Musiker werden.“
„Musiker? Du singst doch nicht Mal in der Öffentlichkeit.“ hob Ettore eine Augenbraue um Shay zu mustern der tatsächlich ein wenig rot wurde.
„Nicht mehr, nein.“ gab er dann zu und trank einen großen Schluck um das Unbehagen los zu werden.
„Warum eigentlich nicht. Elli hat uns erzählt das du unter der Dusche singst und das wohl gar nicht schlecht.“ fragte Melody und Shay verschluckte sich und hustete nun kräftig.
„Nun ich denke es ist ein Unterschied ob man allein unter der Dusche singt oder vor Publikum.“ kam ihm Ettore zur Hilfe.
„Lampenfieber kann man behandeln.“ hakte Melody nach die das Thema offenbar nicht ruhen lassen wollte.
„Nope.“ widersprach Shay der sich langsam wieder beruhigt hatte. „Ich habe kein Interesse daran es zu behandeln, danke.“
„Dann also doch Prixzüchter.“ grinste Ettore breit.
„Genau. Auf die Prix.“ hob Shay sein Glas und hoffte das Thema damit beendet zu haben. Wie sie von Religion ausgerechnet zu seinem schlimmsten Jugendtrauma gekommen waren erschloss sich ihm nicht wirklich, aber es hatte Elli offenbar genug Zeit gegeben um sich wieder zu fangen und zu ihnen zu sitzen.
# Später am Abend
Ettore und Melody waren gegangen und Elli hatte sich ins Schlafzimmer zurück gezogen um sich umzuziehen und bettfertig zu machen. Shay hörte das surren ihrer Zahnbürste während er nachdenklich aus dem Fenster ins finstere Weltall starrte.
Das Gespräch hatte etwas in ihm ausgelöst von dem er noch nicht sicher war wie er damit umgehen sollte.
Langsam schwenkte er den Rest Whisky in seinem Glas und trank ihn schließlich in einem Zug leer. Dann ging er zum Sideboard in dem das elektrische Piano verstaut war und rollte es schließlich auf dem Wohnzimmertisch aus.
Langsam ließ er die Finger über die Tasten gleiten und lauschte der Melodie bis er schließlich die Augen schloss und einfach begann zu singen.
Während er sich ganz auf das Lied und den Moment konzentrierte, war Elisa aus dem Bad getreten und lauschte andächtig und mit geschlossenen Augen. Er hatte eine wunderschöne Stimme und die melancholische Melodie passte zu diesem Abend. Als die letzten Töne verklangen, trat sie leise hinter ihn und legte ihm die Hände auf die Schultern. „Das war wunderschön.“
Shay lehnte sich na hinten und an sie und brummte. „Manchmal muss es einfach raus…“ Er hörte das Lächeln in ihrer Stimme, als sie ihm antwortete „Das sollte wohl öfter rauskommen, wenn es so wunderschön ist.“ Sie strich sanft über seine Schulter. „Danke.“
Er drehte den Kopf leicht und drückte einen sanften Kuss auf ihre Fingerspitzen.
„Lass uns zu Bett gehen.“ meinte er dann auch wenn er Ellis Berührung sehr genoss.
</RPG>
<SUM>
# Ort: Quartier della Scala/Loona
# Zeit: SpD 03.2030
Ettore und Melody machen sich bereit für das Abendessen mit Shay und Elisa
# Zeit: SpD 03.2102
# Ort: Quartier Ruthven/Careen
Das Abendessen und der anschließende Umtrunk lassen die Paaren von einem Thema zum nächsten schweifen und versetzen sowohl Shay als auch Elisa in melancholische Stimmung so das Shay, als sie wieder allein sind, noch ein Lied singt.
Das Abendessen und der anschließende Umtrunk lassen die Paaren von einem Thema zum nächsten schweifen und versetzen sowohl Shay als auch Elisa in melancholische Stimmung so das Shay, als sie wieder allein sind, noch ein Lied singt.
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sumitted by
Kim, Ela und Mac