Hallo Ihr Lieben,
hier das CoPo von Katie und mir. Hat viel Spass gemacht und mit Jenn sind wir jetzt ein großes Stück weiter.
Viel Freude beim Lesen.
<RPG>
Ort: K-7, Sternenflottenbüros
Zeit: SpD 4.2330
Der Offizier prüfte ihre Papiere mehrere Male. Immer wieder blickte er von dem PADD zu der vor ihm stehenden jungen Frau. Sie trug die Abzeichen eines Lt. Ihre Augen waren freundlich und sie lächelte scheu. Er mochte Japaner, vielleicht lag es daran, dass er immer wieder diese junge Frau anschauen musste. Sie waren so herrlich freundlich und zurückhaltend.
Als er erneut hochblickte, lächelte die junge Frau ihn wieder an. Er mochte dieses Lächeln. Es war bezaubernd. Ihre Augen, sie waren wie feinste Schokolade. Am liebsten würde er sich darin verlieren. In seinen Gedanken trug die junge Frau einen Kimono. Leider waren die Haare für eine kunstvolle Frisur etwas kurz, also trug sie in seinen Gedanken eine Perrücke. In der Hand hielt sie ein Tablett auf welchem eine Teekanne und zwei Teeschälchen standen. Auch hier lächelte sie ihn freundlich an, während er bestimmt und fast schon herrisch auf den Tisch vor sich zeigte.
Der junge Mann, er stammte aus England, einem kleinen Dorf Namens Hawkshead, war kein schlechter Mensch oder Soziopath. Er liebte seine Tagträume und er liebte es in Rollen zu schlüfen. Er als stolzer Shogun, der von seiner Dienerin mit Tee beglückt wurde. Na ja, vielleicht auch noch anders, doch das waren andere Phantasien, das war ein schöner Tagtraum.
Zu dumm nur, dass er ihn eben am Tag träumte. Na ja, von der Uhrzeit her war es eigentlich eher Nacht. Auch wenn es das auf einer Raumstation ja eigentlich immer war. Aber er hatte Dienst und er hatte eine Aufgabe. Diese Offizierin zeigte ihm ihre Papiere, weil sie an Bord dieser Raumstation mit der Sicherheit sprechen wollte. Sie zeigte ihm ihre Papiere, damit er bestätigte, dass sie zum einen das Recht hatte hier auf der Station tätig zu werden. Weil ihre Befehle es ihr ermöglichten und weil sie höflich sein wollte. Das einzig war er tun musste war einen imaginären Stempel auf die Papiere zu hauen. Auch dazu war wenig manuelle Arbeit nötig. Er musste nur eine Taste auf seiner Tastatur drücken. Dann würde der Stempel automatisch vom Computer gesetzt werden.
Doch wenn er das tat. Dann war die junge Frau weg. Und er konnte nicht mehr in ihren wunderschönen braunen Augen verweilen. Wobei die Augenfarbe durchaus etwas von zartbitter hatte. Hach, zartbitter, war das nicht die beste Schokolade und wäre es nicht wunderbar, wenn er ein kleines, nur ein ganz kleines Stück von dieser jungen Frau…
„Ens. Sie machen eine sehr gute Arbeit, Sie sind gründlich, das gefällt mir. Doch ich muss dringend zur Sicherheit der Station!“ Die junge Frau war höflich, sehr höflich. Aber auch bestimmt.
Ens. Boris Thatcher verschluckte sich fast. Sein Traum zerplatzte im nichts und er bekam einen hochroten Kopf. Dann nickte er und räusperte sich kurz. „Entschuldigen Sie Lt. Sato, natürlich ist ihr Anliegen bewilligt. LtCmdr. Tully erwartet Sie im Verhörraum. Wir haben zwei Tellariten festnehmen können!“
Inari nahm das PADD vom dem Ens. entgegen und lächelte ihn wieder freundlich an. „Das sind sehr gute Nachrichten Ens. Thatcher, vielen Dank.“ Dann verneigte sie sich noch einmal ganz leicht und verließ den Raum.
„Sie kennt meinen Namen…“ seufzte Boris und blickte der Frau seiner kommenden Träume etwas melancholisch hinterher.
Ort: K-7, Verhörraum
Zeit: MD 5.0005
<quote>
*** Verhörraum ***
Der Komplize schwieg sich aus. Egal welche Taktik man anwendete, er schwieg. Entweder war er ein Profi, oder er hatte vor seinen Auftraggebern mehr Angst als vor einer sehr langen Haftstrafe.
An dem Typen hatte die Sicherheit der Station sich ihre Zähne ausgebissen. Skye hatte diverse Flüche ausgesprochen als sie die Befragung an einem PADD verfolgt hatte. Die Offiziere hier machten einen guten Job, aber wenn man das als zum Schweigen verdammter Zuschauer verfolgte, dann wusste man immer was man besser machen konnte.
Genervt knallte Thomson die Tür hinter sich zu und schnaufte laut auf, „Dieser Dreckskerl spricht nicht!“ Der Sicherhitoffizier blickte zu Skye, „Irgendwelche klugen Ratschlage?“
Die junge Frau schüttelte nur sehr langsam den Kopf. Sie wusste, wann man besser die Klappe hielt um seinen Willen zu bekommen.
„Lust auf ne Runde böser Cop – noch viel böserer Cop?“
Der Mann lächelte leicht, „Na gut, dann nehmen wir uns den Tellariten zusammen vor.“
</quote>
In diesem Moment öffente sich die Tür. LtCmdr Tully betrat den Raum, ihm folgte eine asiatisch aussehende Offizierin. Sie trug eine gelbe Uniform. War sie ebenfalls von der Sicherheit?
„Na, haben wir schon Ergebnisse?“ fragte Tully. Er wollte endlich weiterkommen in diesem Fall. Noch immer reizte es ihn, so jemanden wie Ens. Jennifer Larson in den Knast zu bringen. Doch je länger die Untersuchungen dauerten umso mehr zweifelte er daran, dass sie das getan hatte, was man ihr zur Last legte. Er war ein zu guter Cop um hier nicht die vielen Fehler und Lücken in der Geschichte zu entdecken.
Thomson schüttelte den Kopf. „Er will einfach nicht reden, ich hatte Ens. Johnson gerade gefragt, ob wir einen weiteren Anlauf starten sollten!“
Skye holte kurz Luft, sie wollte ergänzen, dass es in Richtung böser und noch böserer Cop gehen sollte. Doch Thomson schüttelte kaum merklich mit dem Kopf und die junge CSO der Hephaistos verstand den Wink sehr schnell und sagte nichts.
„Hm, nicht gut. Wir brauchen Ergebnisse. Dies hier ist Lt. Inari Sato, sie hat Befugnisse in diesem Fall ebenfalls zu ermitteln. Vielleicht geben wir ihr und Ens. Johnson gemeinsam eine Chance.“ Tully deutete dabei auf Inari, welche freundlich lächelte und sich kurz verneigte.
Thomson biss sich auf die Lippe. Es gefiel ihm gar nicht, das andere die Befragung weiterführen würden. Er hatte einiges in diesen Fall hineininvestiert und nun würde womöglich andere die Lorbeeren ernten? Andererseits war es Ens. Johnson zu verdanken, dass man diese zwei Verdächtigen überhaupt gefasst hatte. Also hatte es sich die junge Frau verdient eine Chance zu bekommen. „Ja Sir, doch darf ich Fragen, was Lt. Sato für besondere…“
Inari blickte kurz zu Tully, dieser nickte, dann machte sie einen Schritt nach vorne und verneigte sich noch einmal vor Thomson. „Lt. Thomson, keine Sorge, ich bin hier zum zu helfen. Nicht um Ihnen oder Ens. Johnson die Lorbeeren zu stehlen. Ich werde Sie untersützen. Dank guter Verbindungen verfüge ich über Techniken, die Ihnen vielleicht helfen können. Lassen Sie es uns einfach versuchen, ich wäre dabei dankbar für jeden Rat und jede Hilfe die ich von Ihnen bekommen kann.“ Die Japanerin lächelte freundlich und demütig.
Thomson nickte. Er mochte es nicht, aber andererseits, wenn sie damit weiter kamen, wäre er der Letzte der sich weigern würde. Also trat er einen Schritt zurück. „Ens. Johnson, Sie sind dran!“
Auch Inari blickte zu Skye. „Ens. Johnson, wie würden Sie vorgehen?“ klang ihre höfliche Frage.
Skye hatte bereits geistig abgeschaltet und den Blick starr auf den Verhörraum gerichtet. Im Kopf ging sie fieberhaft alle Ideen durch, die dazu führen konnten, den Festgenommenen zum Reden zu bringen, aber keine von ihnen war besonders schmerzfrei. An der Akademie hatte man ihr natürlich nicht nahe gelegt, bei Verhören ungewünschte Methoden anzuwenden, aber als jüngste Schwester von zwei großen Brüdern, war Skye sich durchaus der Tatsache bewusst, dass man manchmal mit ein wenig Einschüchterung und Schmerz viel erreichen konnte. Allerdings wusste sie auch zu gut, dass dies hier ihre Bewährungsprobe war und sie vermutlich nicht direkt so in ihre Amtszeit auf der Hephaistos einsteigen sollte. Doch wie am besten vorgehen?
Ihr Blick glitt schnell zurück zu den anderen Anwesenden, als sie angesprochen wurde, und Skye fühlte sich ein wenig ins Rampenlicht geschubst, ohne dass sie das wollte. Sie konnte nun schlecht zugeben, dass all ihre bisherigen Erfahrungen in dem Bereich von theoretischer Natur gewesen waren und sie es noch nie mit einem wehrhaften Gefangenen zu tun gehabt hatte. Allerdings wussten die Anderen das vermutlich schon, immerhin hatte man sie frisch von der Akademie angeheuert.
„Ich würde vorschlagen, dass Lt. Sato und ich es mit einem etwas….freundlicheren Ansatz versuchen“, sagte sie nach einem kurzen Augenblick und widerlegte damit das Vorhaben, auf das sie sich zuvor mit Thomson geeinigt hatte. Vielleicht war alles, was sie brauchten, ein bisschen gespielte weibliche Fürsorge um den Idioten zum reden zu kriegen. Bisher hatten es ja nur Männer versucht.
„Lt. Sato und ich sind offensichtlich beide weiblich und könnten versuchen ihm ins Gewissen zu reden – natürlich nur aus Sorge, weil wir Gerüchte von Seiten des Kartells gehört haben, laut denen seine Verhaftung dort auf wenig Gegenliebe gestoßen ist. Wir können ihn allerdings bedauerlicherweise nur vor größerem Schaden als einer Gefängnisstrafe beschützen, wenn er uns Details darüber gibt, was seine Rolle in der ganzen Geschichte war und was sonst nocht geplant ist…“, erklärte sie unschuldig und zuckte leicht mit den Achseln. „Wenn das nichts bringt, kann ich ihm immer noch die Nase brechen“, fügte sie scherzhaft hinzu und hoffte dass niemand diese Aussage zu ernst nahm.
Inari lächelte freundlich und neigte ganz leicht und kurz ihren Oberkörper. „Ein sehr guter Plan Ens. Johnson, ich glaube das wir mit weiblicher Empathie hier weit kommen können.“
LtCmdr Tully lächelte erfreut. Schon vor dem Vorfall mit Ens. Larson war er kein Freund von Methoden welche Gewalt als Mittel zur Informationsbeschaffung ansahen. Der Vorfall mit Jennifer Larson hatte seine Abscheu für Folter und Gewalt aber noch verstärkt. Noch immer bekam er einen hochroten Kopf wenn er daran denken musste, dass ein Häftling in seiner Obhut mißhandelt worden war. „Lt. Sato, ich sehe wir verstehen uns. Thomson, sie verfolgen das Ganze und berichten mir dann. Ich habe noch zu tun. Sollte etwas sein…“
Thomson nickte. „Dann rufe ich sie, Sir.“
„Gut. Lt. Sato, ich lege die Befragung in ihre Hände.“ Tully blickte nochmal alle Beteiligten kurz an und verließ dann den Raum.
Inari ging die zwei Schritte, welche sie von Skye trennten, auf die junge Ensign zu. Sie neigte leicht ihren Kopf und sprach mit leiser Stimme in das Ohr der CSO. „Ens. Johnson, ich vertraue darauf, dass Sie dieses Verhör zu einem erfolgreichen Ende bringen werden.“
Skye nickte, doch dann blickte sie verblüfft zu Inari. „Ich, hat nicht gerade…“
EIn Lächeln war die Antwort der Japanerin. „Keine Sorge, ich werde dafür Sorgen, dass er mehr als bereitwillig mit Ihnen spricht. Doch dann müssen Sie einen Abschluss erzielen.“
„Wie möchten Sie das erreichen?“ Skye runzelte die Stirn. Sie hatte die Befragung verfolgt welche Thomson geführt hatte. Der Tellarit war ein harter Knochen.
„Sie werden den Punkt erkennen, an welchem es an ihnen liegt. Ich habe volles Vertrauen, dass sie den Vorteil nutzen, welchen Sie durch mein Handeln erringen.“
Dann drehte sich Inari zu Thomson um. „Wir werden unsere Befragung mit dem Tellariten Talav beginnen.“
„Wenn Sie meinen Ma’am, doch dieser Tellarit ist mit allen Wassern gewaschen.“ Er zeigte auf eine Tür und tippte dann in das Bedienfeld einen Code ein. Die Tür öffnete sich und der Verhörraum lag in seiner kühlen und unkomfortablen Atmosphäre vor den beiden Frauen. Inari bediente noch kurz ein Gerät, welches sie an ihrem Gürtel ihrer Uniform befestigt hatte. Dann betrat sie den Raum, gefolgt von Skye.
Sie lächelte und setzte sich. Auch Skye setzte sich neben Inari und blickte den Tellariten an. Sie bemühte sich um eine neutrale Miene. Sie wollte den Tellariten nicht einschüchtern, aber auch nicht zu freundlich und kumpelhaft wirken.
„Mr. Talav, ich bin Lt. Sato, dies ist Ens. Johnson. Wir möchten Sie zu den Vorfällen u Mrs. Ynx und dem Mord an Lt. Sigmarsson befragen.“ Inari blieb freundlich aber bestimmt.
Talav jedoch wirkte so, als würde er an seinem Stuhl festfrieren. Er bekam große Augen und musterte die Japanerin. Auch Skye blickte für einen Moment verwirrt zu Inari. Auch auf sie wirkte es so, als hätte sich die Stimme der Japanerin verändert. Sie wirkte nicht mehr so zart. Sie hatte eine rauchigere Note bekommen. Verstellte die Asiatin ihre Stimme? War das ein Kniff, welchen diese anwendete? Andererseits kam Skye die Stimme durchaus bekannt vor.
Talav wirkte immer noch etwas steif als er antwortete. „Ich werde dazu nichts sagen. Ich möchte mit einem Anwalt sprechen.“
Skye reagierte nun vor Inari. „Das ist ihr gutes Recht. Doch Sie wissen, dass wir sie auf frischer Tat ertappt haben, was den Überfall auf Mrs Ynx angeht. Auch konnten wir Kontobewegungen entdecken, welche Sie Ens. Larson unterschieben wollten. Dies wirft kein gutes Licht auf Sie Mr. Talav.“
„Anwalt, Missie, falls Ihnen das was sagt!“ reagierte Talav barsch.
Skye wollte sich vorbeugen, doch Inari hielt sie mit einer leichten Bewegung zurück. Sie lächelte Talav an. Strich sich eine Strähne ihres schwarzen Haares hinter ihr Ohr. „Mr. Talav, was erhoffen Sie sich von einem Anwalt. Ihre Schulden sind nicht bezahlt.“
Das Gesicht es Tellariten ruckte zu Inari. Er fixierte sie mit seinen Augen. DIe Hände hielten sich krampfhaft am Tisch fest. „Was…, wie meinen…, Schulden?“ Offenbar bescherte dem Mann etwas großes Unbehagen.
Inaris Lächeln erlosch. „Ja, Schulden Mr. Talav!“ die rauhe Stimme von Inari wurde noch etwas tiefer und bedrohlicher.
„ANWALT!“ schrie nun Talav laut und blickte dabei zu den Kameras, welche im Raum installiert waren.
„Mr. Talav. Sie könnten ihre Situation verbessern, wenn wir dem Staatsanwalt berichten können, dass sie kooperativ waren. Wer gab den Befehl Mrs. Ynx anzugreifen und wer steckt hinter dem Mord an Lt. Sigmarsson. Wir wissen, dass Sie nicht der führende Kopf hinter allem sind!“ flunkterte Skye und hoffte den Mann so etwas aus der Reserve zu locken.
Talav blickte zornig zu Skye. „A N W A L T!“ sagte er sehr laut und langsam, so als hätte er es mit einem begriffsstutzigen Wesen zu tun.
Skye sah wie Inari erneut an ihrem Gürtel auf das Gerät tippte. Talav hatte zu den Kameras geblickt. Dann blickte er hektisch zu Skye und Inari. „Warum sind die Kameras ausgegangen, was soll dass, ich will einen Anwalt!“ erklang es hektisch.
Skye blickte zu den Kameras, das rote Aufzeichnungslicht war aus, die Kameras waren tatsächlich abgeschaltet worden. Dann hörte sie ein erschrockenes Keuchen von dem Tellariten. Sie folgte seinem Blick und es entrang sich auch ihr ein überraschter Laut. Neben ihr saß nicht mehr Inari Sato, sondern Jennifer Larson. Die Augen der OPS blitzten den Tellariten an. Dann schubste Jennifer Skye vom Stuhl. Der Schubs war hart und rücksichtslos. Skye krachte gegen die Wand. Jennifer stand auf und donnerte ihre Fäuste auf den Tisch. Nun wusste Skye auch, woher ihr die Stimme so bekannt vorgekommen war. Sie rappelte sich auf.
„Du Wurm, Du machst Schulden bei einem Ferengi und als ich Dich auslösen will, Dir und Deiner Familie die Freiheit gebe aus purer Güte, willst Du mir einen Mord in die Schuhe schieben!“ donnerte Jennifer und näherte sich dem Tellariten.
Dieser sprang seinerseits auf und zog sich zur Wand zurück. Panisch blickte er zu Skye. „Helfen Sie mir, diese Frau ist gefährlich!“
Skye schoss auf Jennifer zu. „Ens. Larson, sie stehen unter Arrest, was tun sie hier! Das gefährdet alles!“
„Lassen Sie mich in Ruhe, ich werde diesen Wurm zerquetschen.“ Jennifer versuchte am Tisch vorbeizukommen. In diesem Moment öffnete sich die Tür und Thomson stürzte herein. Er packte Jennifer und drängte die sich wehrende OPS zum Raum heraus. Beim hinausgehen zwinkerte Jennifer Skye zu.
Dann schloss sich die Tür und Skye war allein mit Talav.
Gut, das hatte Sky definitiv nicht erwartet und auch NICHT mit weiblicher Empathie gemeint. Was zum Teufel war denn auf diesem verfluchten Schiff los?! Es wurde scheinbar Zeit, dass hier etwas mehr für Ordnung gesucht wurde. Auch wenn sie das Gefühl hatte, dass sie nach dieser Showeinlage erst einmal einen Schnaps brauchte, bevor sie Talav weiter verhörte, war ihr auch bewusst, dass sie seine aktuelle Verfassung sehr gut nutzen konnte, denn so wie es aussah, war ihm der Hosenboden gerade dezent auf Grundeis gegangen.
Bevor sie den Mund aufmachen konnte, um etwas zu sagen, erspähte sie auf dem Boden ein kleines rundes Objekt, das scheinbar von Jenns Gürtel abgefallen war beim Versuch sie rauszuzerren. Sky bückte sich unauffällig und hob es auf, drückte auf den Knopf und stellte die Kameras wieder an. Ein Geständnis war nur gültig, wenn es Beweise gab, die vor Gericht Stand hielten.
„Talav, ich denke es wird Zeit hier Klartext zu sprechen. Sie stehen gerade auf GANZ dünnem Eis. Nicht nur Lt. Larson will ihnen den Hals rumdrehen, sondern auch ihre ehemaligen Kollegen aus dem Kartell. Das einzig Richtige, was sie jetzt machen können, ist uns reinen Wein einzuschenken, damit wir wissen, womit wir es zu tun haben, und wovor wir sie beschützen müssen. Wir können nur ihnen und ihrer Familie helfen, wenn wir Informationen haben“, sagte sie eindringlich und rutschte auf ihrem Stuhl näher heran, um ihre Hand auf die des Tellariten zu legen. Generell war ihr vollkommen egal, was aus ihm wurde. Jenn hätte ihm hier und jetzt die Kehle durchschneiden können und es hätte sie wenig berührt, aber das musste er ja nicht wissen. Er sollte glauben, dass sie sein Bestes wollte.
Talav war vollkommen aus dem Konzept gebracht durch Jenns plötzliches Auftauchen und ihre Anschuldigungen und jede Bewegung die er machte wirkte fahring. Skye konnte sehen, dass es in seinem Oberstübchen krampfhaft arbeitete, allerdings war er nicht sonderlich entscheidungsfreudig wie es schien, denn er blieb einen langen Moment still, während sein Blick panisch zwischen ihr und der Türe hin und her glitt, so als habe er Angst, dass jeden Augenblick jemand Neues herein stürzte, um ihm den Gar aus zu machen. Immerhin schien er seinen Anwalt vergessen zu haben.
„Okay, okay! Ich habe Sigmarsson getötet! Ich hatte keine andere Wahl“, rief er aufgebracht und fuhr sich hektisch durch den Bart. Skye war gerade sehr zufrieden mit sich und der Wende, die diese Befragung aktuell nahm. Schien so, als kamen sie doch noch auf ihre Kosten. „Waren sie alleine dafür verantwortlich, oder hatten sie Hilfe? Sie müssen da vollkommen ehrlich mit uns sein, Talav, ansonsten können wir ihnen nicht so helfen, wie sie es verdienen“, betonte sie nochmal eindringlich. Der Tellarit sank in sich zusammen und schien jeglichen Kampfgeist verloren zu haben, wohl wissend, dass er nun so oder so hinter Gitter wandern würde. „Ich habe es zusammen mit einem Ferengi namens Brak getan…er ist vom Kartell und sollte dafür sorgen, dass Sigmarsson definitiv stirbt. Es war nur ein Job, wissen sie? Nichts persönliches. “ Skye blickte ihn kühl an, denn für die Familie des Opfers, war dies definitiv etwas Persönliches. „Gibt es sonst noch etwas, das wir wissen sollten?“ Der Tellarit schüttelte den Kopf, ohne sie anzusehen.
„Was meinte Larson, als sie sagte, meine Schulden sind nicht gedeckt?“ Skye zuckte lediglich die Achseln und erhob sich langsam von ihrem Platz. „Ich glaube, das müssen sie schon selbst herausfinden. Die Zeit wird zeigen, ob die Ferengi noch eine Rechnung mit ihnen offen haben. Wir sind hier fertig.“
„Warten sie! Was passiert jetzt mit mir? Ich…verlange einen Anwalt!!“ Leben schien in Talav zurück zu kehren, aber Skye deutete nur auf die Kameras an der Decke, die wieder rot blinkten. „Ich denke, dafür ist es jetzt zu spät. Sie haben gestanden und ein Anwalt kann da nichts mehr retten.“
„Das ist Betrug! Larson hat mich attackiert und…und mich negativ beeinflusst! Das kann so nicht vor Gericht verwendet werden! Ich will einen Anwalt!“
Skye blickte ihn mit gerunzelter Stirn an und legte den Kopf zur Seite. „Larson? Larson sitzt selbst in Hausarrest und hat ihr Quartier seit Tagen nicht mehr verlassen. Ich weiß nicht wovon sie reden. Hier war nie jamden außer Lt. Sato und ich, die nur den Raum verlassen hat, um sich um die ausgefallenen Kameras zu kümmern. Sie scheinen wohl nicht ganz fit zu sein. Ich werde dafür sorgen, dass einer unserer Ärzte sie untersucht“, sagte sie ganz ruhig und unschuldig, als wäre nie etwas vorgefallen, bevor sie den Raum verließ und die Türe hinter sich schloss.
Für einen Augenblick lehnte sie dagegen und atmete tief durch. „Was zum TEUFEL?!“
Skye blickte zu Jennifer Larson, diese wurde von Thomson in Schach gehalten. Doch während Skye auf die OPS blickte veränderte sich diese vor ihr. Nicht mehr Jennifer stand vor ihr, sondern wieder Inari Sato. Diese lächelte scheu. Auch Thomson bemerkte was hier vor sich ging und im entfuhr nun ebenfalls „Was zum Teufel ist hier los?“
„Kein Teufel, nur eine holographische Technik.“ Inari deutete auf ihren Gürtel. Genauer gesagt auf die Gürtelschnalle. Als sie wieder darauf drückte stand erneut Jennifer Larson vor ihnen. Kurz darauf nicht mehr. „Es war nur ein Trick. Ich bin Inari Sato, nicht Jennifer Larson. Ich war mir aber sicher dass es ausreichen würde Mr. Talav einen gehörigen Schrecken einzujagen. Auch hatte ich vollstes Vertrauen das Ens. Johnson diesen Vorteil zu nutzen wüsste.“ Dabei sah Inari anerkennend zu Skye.
Diese schüttelte den Kopf. „Lady, eine Warnung wäre schön gewesen!“
„Dann hätten Sie nicht so überzeugend handeln können. Verzeihen Sie mir meine Täuschung.“
Tully betrat wieder den Raum, dann blickte er auf alle Beteiligten. „Hat Ihre List funktioniert Lt. Sato?“
„Ja LtCmdr Tully, das hat Sie. Wie ich es mir gedacht habe, ist Mr. Talav gegenüber Ens. Johnson eingebrochen. Ich möchte nochmal betonen, dass Ens. Johnson ausgezeichnete Arbeit in diesem Verhör geleistet.“ Inari nahm ein PADD von Tully entgegen. Sie las es kurz, dann lächelte Sie. „Danke LtCmdr. ich werde Ens. Larson die gute Nachricht überbringen. Werden Sie gegen den Ferengi Brak vorgehen?“
„Ich habe bereits ein Team losgeschickt, um den Ferengi zu verhaften. Allerdings hat sein Schiff bereits abgelegt. Wir werden es wohl der Flotte übergeben müssen, den Ferengi aufzubringen.“
Inari nickte leicht. „Das ist bedauerlich. Doch ich habe vollstes Vertrauen in die Flotte.“ Dann sah sie zu Skye. „Ens. Johnson, vielleicht sollten wir die gute Nachricht sowohl Cpt. Ruthven, als auch Ens. Larson überbringen, was meinen Sie?“
Skye nickte und zeigte auf die Tür. „Nach Ihnen Lt. Sato.“
</RPG>
<SUM>
Ort: K-7, Sternenflottenbüros
Zeit: SpD 4.2330
Inari Sato kommt auf K-7 an. Der diensthabende Offizier tut sich etwas schwer mit ihren Papieren. Was weniger an den Papieren liegt sondern viel mehr an seinen Tagträumen. Schließlich bekommt Inari aber ihre Freigabe.
Ort: K-7, Verhörraum
Zeit: MD 5.0005
LtCmdr. Tully bringt Inari Sato mit. Diese übernimmt gemeinsam mit Skye das Verhör. Die beiden Frauen beginnen freundlich. Über eine List bringen sie Talav dazu, alles zu gestehen. Damit ist Jenn entlastet.
</SUM>