<RPG>
#Ort: Brücke USS Hephaistos
#Zeit: MD 10.2040
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Richards starrte ihn immer noch an wie ein Reh im Scheinwerferlicht.
Shay verdrehte innerlich die Augen – der Vorschlag war ja gut gewesen,
aber gegen diese Nervosität sollte der Junge was tun. In Ettores Augen
konnte er schon sehen, wie er Richards für einen Termin vormerkte.
„Na los, worauf warten Sie“, befahl Shay etwas unwirsch. Dann wandte er
sich Ettore zu.
„Die Idee mit dem Köder fand ich trotzdem gut. Ich habe keine Lust zu
warten, bis wir weitere Opfer beklagen müssen. Was schlägst du vor?“
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„Das Holodeck,“ antwortete der Italiener knapp.
Shay schaute den Italiener ungläubig an.
„Ich brauche hier lebendes Material, sonst wird das Nichts mit dem
Einfangen“, antworte Daniel unwirsch.
„Sie haben bereits Ihren Adrenalin-Scan, wie ihn Mr. Richards
vorschlug.“ Ettore nickte dem jungen Ensign aufmunternd zu. Es hatte den
jungen Mann offensichtlich einiges an Überwindung gekostet, sich
überhaupt zu Wort zu melden. „Und Sie können nicht einfach – wie heißt
es doch – den Teufel mit dem Betzelbub austreiben.“
Der Chefwissenschaftler war kurz davor seine Fälle schwinden zu sehen.
Zumindest kam es ihm so vor, als würde der Counselor seine Köder-Idee
blockieren wollen. „Kann man das nicht mit ebenfalls mit den bereits von
Angst überwältigten Crewmitgliedern machen?“ fragte er.
„Ich werde kein Crewmitglied der Gefahr aussetzen wollen. Die Folgen
wären noch unabsehbarer, als sie jetzt schon sind.“ Gerade wollte er
weiter sprechen, als Shay ihn unterbrach.
„Was ist denn damit gemeint?“, erkundigte er sich besorgt.
„Nun, aufgrund der Meldungen gehe ich davon aus, dass mindestens ein
Drittel bis die Hälfte der Crew schwere und schwerste Mittel- und
Langzeitfolgen dieser Angstzustände davontragen wird. Bei sehr
schlechter Entwicklung rechne ich damit, dass ein Viertel dauerhauft
dienstuntauglich bleiben wird,“ sagte Ettore nach kurzem Überlegen.
Shay machte große Augen und ihm blieb der Mund offen stehen.
„Ich kann nicht glauben, dass so ein Eindringling zu so etwas im Stande
ist. Das bißchen Stress…“, meinte Daniel.
„Sicher haben Sie recht, was den Eindringling angeht. Aber er ist ja
gewissermaßen der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt. Lassen Sie
es mich so erklären: Aufgrund der Kriegssituation leidet der Großteil
der Crew unter Existenz- und Verlustängsten. Manche mehr, manche
weniger. Manche machen sich darüber nicht so viele Gedanken, weil sie es
sich nicht leisten können.“ Ettore bedachte Shay mit einem kurzen Blick.
Ihre Blicke trafen sich für einen Augenblick, ohne dass die anderen es
bemerkten.
„Darunter leiden bereits viele, manche haben Schlafstörungen, manche
Hungerattacken andere fühlen sich dienstuntauglich. Alles soweit noch in
dem Rahmen, der sich aufgrund der Situation erahnen und auch behandeln
lässt.
Dieser Eindringling triggert diese – nennen wir sie mal – Grundstimmung
der Angst und wirkt dabei wie ein Multiplikator ins Unendliche. Für
einige Crewmitlglieder wird diese Reise leider in dauerhaftem Wahnsinn
enden. Daher kann ich aus psychologischer Sicht Nichts verantworten, was
die Crew noch mehr gefährdet. Und das sollte meiner Meinung nach niemand
von uns.“ Mit diesen Worten sah er Daniel eindringlich an.
Der fühlte sich prompt zu einer Verteidigung genötigt. „Ich will hier
sicher niemand gefährden, aber wenn wir so ein Wesen fangen wollen,
brauchen wir einen Köder.“
Ettore tippte ein paar Dinge in ein Padd: „Ja richtig, aber das bedeutet
nicht, dass wir jemanden erhöhter Angst aussetzen. Wir haben die
Möglichkeit, auf dem Holodeck in simulierten Szenarien, Angstzustände
hervorzurufen und diese noch durch den Computer verstärken zu lassen.
Bis in Bereiche, die ein lebendes Wesen nicht mehr aushielte. Sie haben
bereits Ihr Adrenalin vom lebendigen Objekt. Lassen Sie die Ängste nur
holographische Wesen durchleiden.“
<NRPG: Ihr meint es aber sehr sportlich hier mit dem CNS, eine wichtige
Diskussion auf der Brücke und keine 5 Minuten später schon auf der
Krankenstation… puh. Ein Glück, wenn der Turbolift mal nicht klemmt 😉
</NRPG>
# Ort: Krankenstation
# Zeit: MD 10.2041
<QUOTE>
Ettore selbst nahm sich da nicht aus, aber Befehl war Befehl und er
konnte verstehen das sich Shay auch um das Außenteam sorgte. Daher war
er nun hier und fragte sich gleichzeitig ob die Szene die sich hier
abspielte wirklich Real war oder auch nur eine Halluzination.
Er entschied sich innerhalb von Augenblicken für ein reales Szenario und
hoffte einfach zu der CSO durchzudringen.
////
“Tut mir leid, ich wollte Sie nicht…sorry”,
murmelte die CSO und fuhr sich über das Gesicht. Sie fühlte sich wie von
einem
Lastwagen überfahren und hatte eine Million Fragen, aber zunächst war sie
einfach nur froh, nicht mehr in ihrem Albtraum gefangen zu sein.
</QUOTE>
„Atmen Sie ruhig durch.“
Nathaly hatte sich aufgerappelt und fühlte Skyes Puls. Der war zwar noch
sehr hoch, aber es gab derzeit keine akute Gefahr. Die Sanitäterin
nickte dem Counselor zu. „Sie entschuldigen mich, es gibt noch andere,
die Hilfe brauchen, wenn etwas ist, dann rufen Sie mich.“
Ettore nickte nur zu Bestätigung. „Miss Johnson, an was können Sie sich
erinnern?“
„Ich war … ich bin …?“ fragend sah Skye den Counselor an. „Ich weiß
es nicht, Sir.“ murmelte sie.
Enttäuscht und erschöpft ließ sie ihre Schultern hängen. Sie hatte sich
zum Ende abrupt aufgesetzt, sich ungläubig auf der Krankenstation
umgesehen. Nun ließ sie sich erschöpft auf ihr Bett zurücksinken.
„Können Sie es mir sagen?“ fragte sie ängstlich.
„Wissen Sie, wer Sie sind?“ fragte der Italiener kryptisch.
Diese Frage verwirrte Skye noch mehr. Aber Ihr gegenüber schien auf eine
Antwort zu warten.
„Ensign Skye Johnson, Sicherheitschefin, ich war auf Außenmission und
dann…dann ist da nichts mehr.“ Sie wirkte noch immer beunruhigt, was
hatte das alles zu bedeuten?
„Vielen Dank, Miss. Was auch immer Sie erlebt haben, scheint es Ihren
Verstand nicht in Mitleidenschaft gezogen zu haben.“ Er lächelte Sie
freundlich an. „Das ist sehr gut.“
Er legte ein Datenpadd neben ihr Bett. „Wenn Sie sich etwas ausgeruht
haben, versuchen Sie sich bitte zu erinnern. Es gibt nichts, was
unbedeutend ist.“
Ettore beschloß auch noch nach den anderen Mitgliedern des Außenteams zu
sehen. Und später würde er noch einmal wiederkommen. Sie brauchten
dringend Antworten.
</RPG>
<SUM>
#Ort: Brücke USS Hephaistos
#Zeit: MD 10.2040
Ettore schlägt eine Simulation auf dem Holodeck vor, um die Crew nicht
weiter zu gefährden.
# Ort: Krankenstation
# Zeit: MD 10.2041
Skye kann sich an Nichts erinnern, weiß aber, wer sie ist. Antworten auf
viele Fragen sind weiter gesucht.
</SUM>
submitted by
Kim
aka
LtCmdr. Ettore Ludovico della Scala
CNS – USS Hephaistos
SD 270531.7