Hey Leute,
nachdem es im alten Jahr nicht mehr gereicht hat, starte ich mal ins neue Jahr, mit neuen Vorsätzen und einem neuen RPG
Viel Vergnügen.
<RPG>
Zeit: SpD 11.0915
Ort: Shermans Planet
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Jenn entglitten kurz die Gesichtszüge, „Deine Freunde sind echte Langweiler.“
Emily Nickte, „Aber sowas von.“
Zusammen liefen die beiden Frauen noch in Richtung Transporterraum, „Vielleicht kann ich den Termin ja noch auf heute vorverlegen und dann können wir morgen ganz früh wieder auf den Planeten“, überlegte die Trill nachdenklich.
„Warum wollten die denn nicht mit auf den Planeten?“ Der Plan war Wasserdicht.
Em zuckte mit den zierlichen Schultern, „Sie hatten Angst dass wir erwischt werden und du dann Ärger bekommst. Das wollten sie nicht.“
Jenn entglitten erneut die Gesichtszüge, als sich ihr Körper auch schon in einem gleißenden Licht auflöste und auf dem Planeten materialisierte.
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Da stand sie nun. Ohne Em aber dafür mit Tonnen von Essen. Das würde sie alleine nie bewältigt bekommen. Der Strand war wunderschön und das Meeresrauschen war absolut fantastisch. Gleich stellte sich bei Jenn ein Gefühl von Urlaub ein. Ein Gefühl von Zuhause sein. Dabei war es egal um welches Meer auf welchem Planeten es sich handelte, allein das Geräusch war schon Heimat pur.
Über ihr kreischten Vögel. Auf der Erde hätte sie die Tiere Möwen genannt. Doch hier hatten sie etwas von Fledermäusen, allerdings waren sie locker so groß wie ein ausgewachsener Feldhase. Auch waren die Geräusch nicht ganz wie die von Möwen. Sie klangen eher etwas schaurig.
Etwas weiter vorne stürzten sich zwei der Tiere auf einen ahnungslosen Urlauber der gerade eine Schale mit Pommes, oder so etwas ähnliches verdrücken wollte. Doch bevor er sich umsehen konnte, hatten die Tiere ihm die Schale aus der Hand gerissen. Zurück blieb ein schimpfender Mann welcher zurück zum Kiosk ging.
Die Spannweite der Flügel dieser seltsamen Meeresbewohner war erstaunlich und Jenn beschloss sofort, ihr Essen nur in geschlossenen Räumen zu verzehren. Offenbar war das auch der Grund, warum es mehrere Hütten über den gesamten Strand verteilt gab. Denn dort konnte man die Türe schließen und hatte dann seine Ruhe.
Jenn ging zu einem Kiosk und stellte sich in die Reihe. Als sie vom Verkäufer angesprochen wurde, wuchtete sie die Tasche über den Tresen. „Verwahr die für mich Süßer. Morgen komme ich mit meiner Freundin und dann hole ich sie wieder ab. Am besten Du kühlst das Ganze.“
„Was soll das? Ich bin keine Garderobe!“ schimpfte der einheimische Verkäufer.
„Ne, aber sie haben doch bestimmt etwas um Ihr Essen zu kühlen.“
„Pah, Kühleinheiten, glauben Sie wir sind so rückständig. Wir replizieren das Essen täglich frisch direkt auf Anforderung!“ Der Mann wuchtete die Tasche wieder zurück und blitzte Jenn ärgerlich an.
Diese zuckte mit den Schultern. „Dann machen wir eben kein Geschäft!“ und griff nach der Tasche.
„Ein Geschäft?“ Fragte der Mann sichtlich interessiert.
„Ja, ich hätte ihnen hier einige exklusive Replikatorrezepte von Risa. Die sind dort der absolute Knaller diese Saison.“ Jenn schob einen Datenchip auf dem Tresen mit ihrem Finger hin und her.
„Risa sagen Sie? Die achten doch…“
„…eifersüchtig auf Ihre Replikatorrezepte? Ja, das tun sie.“
Die Augen des Mannes wurden größer und er leckte sich über seine Lippen. „Was muss ich dafür tun?“
„Die Tasche bis morgen aufbewahren und freies Essen und Trinken für mich und meine Begleitung für den Dauer unseres Aufenthaltes.“ Jenn schon den Datenchip ein kleines Stück zu dem Mann. Sie hielt ihn nur noch mit einer Fingerspitze fest und lächelte den Mann an.
Dieser rechnete. Die Tasche aufzubewahren war kein Ding, doch das freie Essen und Trinken musste abgewägt werden. „Wie groß ist ihre Begleitung?“
„Och, je nachdem kann es variieren. Doch ich habe zierliche Freundinnen.“ Jenn zeigte Bilder von Inari und Em. Wie gut, dass man der Trill nicht ansah, was sie alles verputzen konnte.
„Deal!“ Der Mann lächelte und hielt ihr die Hand hin.
„Deal.“ Bestätigte Jenn und schon den Chip mit der Tasche zu dem Mann. Dann nahm sie noch einen Longdrink mit. Der Drink war in einem versiegelten Behälter und man konnte durch einen Strohhalm daraus trinken. Offenbar hatte man die Getränke schon abgesichert gegen die „Vögel“.
Genüsslich zog Jenn am Strohhalm und inhalierte dann die salzige Meeresluft. Langsam sah sie sich nach einem gemütlichen Flecken um. Sie trug eine Bikini und hatte ein Tuch, welches sie auch als Strandtuch nehmen konnte um ihre Hüften gewickelt.
„Risa, wann waren sie das letzte Mal dort?“ erklang eine Stimme hinter Jenn.
Langsam drehte sich die schwarzhaarige OPS zu der fremden Stimme um. Was sie sah gefiel ihr. Eine Frau mit einer blonden Mähne stand vor ihr. Auch sie trug einen Bikini. Die Frau war braun gebrannt, doch es war eine schöne Bräune. Die blauen Augen der Frau bohrten sich wie ein eiskalter Eissee in Jenns Augen. Sie trug zwei goldene Kreolen und hatte ihre Hand ebenfalls um einen Longdrink gelegt. Ein verführerisches Lächlen lag auf ihren Lippen.
Jenn wusste nicht genau was es war, doch in ihr sprangen alle Alarmglocken an. Diese Frau war zu gut, zu hübsch, zu perfekt. Doch trotz dieses Alarmes war sie äußerst neugierig. Etwas war an dieser Frau was sie interessierte. Was sie dazu veranlasste mit dem Feuer zu spielen.
„Das ist schon länger her.“ Erwiderte Jenn und ließ es sich gefallen genauso gemustert zu werden.
„Haben Sie dem Mann dann alte Daten vertickt?“ Die blondhaarige Frau mit dem unglaublich seidig schimmernden Haar deutete mit einem kurzen Nicken zu dem Mann am Kiosk.
„Nein.“ Jenn nahm einen langen Zug aus ihrem Drink.
„Verstehe, Sie haben gute Verbindungen…“ erwiderte die Frau.
Ein Nicken war Jenns Antwort. Sie biss sich auf die Unterlippe.
„Oh, wie unhöflich. Sorry, doch ich fand ihr Verhandlungsgeschick äußerst interessant. Ich heiße Sarah und bin definitiv ihr Fan.“ Die Frau streckte Jenn eine Hand entgegen.
Sicher ergriff Jenn. Ein fester Händedruck, das war angenehm. Die Frau lächelte sie an. „Ich heiße Jennifer, doch alle nennen mich Jenn.“
„Schön Sie kennen zu lernen Jenn. Warum konnte ihre Freundin nicht mit?“
„Sie haben aber aufmerksam zugehört Sarah.“ Stellte Jenn sachlich fest.
„Ja, habe ich.“
Irgendwie war es erfrischend. Sarah machte keinen Hehl daraus, dass sie Jenn aushorchte. Sie machte nicht tausend Worte, sondern stand zu ihren Taten. Auch wenn das die Alarmglocken eher noch mehr zum Schwingen brachte. Doch Jenn liebte die Gefahr. Und Sarah roch noch Gefahr.
„Sie hatte noch etwas zu erledigen, will mich aber morgen begleiten.“ Langsam steuerte Jenn auf einen Baum zu, welcher entfernt Ähnlichkeiten mit einer Palme hatte. Die Blätter waren ebenfalls länglich und gute Schattenspender. Jenn richtete einen prüfenden Blick nach oben. Es gab keine Kokosnüsse oder ähnliche Früchte die auf einen herabfallen konnte. Sie löste ihr Strandtuch und legte es auf den Boden. Dann blickte sie zu Sarah. „Es ist groß genug für uns beide.“
„Oh, das ist aber nett.“ Sarah setzte sich zu Jenn und beide Frauen verfielen in ein längeres Schweigen.
„Ich komme von der USS Hammarskjöld. Wir haben eine Woche Urlaub hier im System.“ Sarah hatte ihren Longdrink in den Sand gesteckt und blickte nun zu Jenn.
„USS Hephaistos.Wir haben ebenfalls Landurlaub. Die Hammarskjöld ist ein Schiff welches hauptsächlich diplomatische Aufgaben erfüllt, oder?“
„Ja, so ist es. Von daher kommen wir viel herum. Doch es ist mal schön, nicht nur berufliche Konversationen zu pflegen.“ Langsam steckte sich Sarah ihr Haar hinter das rechte Ohr.
Innerlich lachte Jenn leise auf. „Das kann ich mir vorstellen. Dafür dass sie aber viel unterwegs sind, haben sie eine äußerst hübsche Bräune.“
Sarah lächelte scheu. „Ja, ich weiß. Ich gestehe, ich bin viel auf dem Holodeck und lasse die Sonne auf meinen Pelz brennen.“
Pelz würde ich das nicht gerade nennen, dachte Jenn als ihre Blicke über Sarahs Körper wanderten. Dann nahm sie ihren Longdrink und prostete Sarah zu. „Auf den Urlaub.“
„Auf den Urlaub.“ Erwiderte Sarah lächelnd.
Zeit: SpD 12.0401
Ort: USS Hephaistos, Jenns Quartier
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Das Schott zu Jenns Quartier fuhr zur Seite und eine gut gelaunte Trill platze herein, „Ich bin jetzt fertig und wir können los.“
Mit gepackter Pickniktasche und in Badesachen stand die Trill startklar im Quartier ihrer Freundin.
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Unter lautem Stöhnen griff sich Jenn an den Kopf. Sie blickte zu entsetzt zu Em. „Weißt Du wie spät es ist?“
„Ja, warum?“ Em griff in ihre Tasche und zog ein Sandwich heraus.
„Auf Sherman ist es noch dunkel.“ Erwiderte Jenn und stöhnte auf. Sie hatte Kopfschmerzen. Es waren definitiv ein paar Drinks zu viel gewesen gestern.
„Neeee, das ist doch ein Planet, die haben dort nicht nur einen Strand, weißt Du!“ Em hippelte vor Jenn auf und ab und verspeiste den letzten Bissen ihres Sandwiches. „Und Du trägst ja schon Deinen Bikini!“
Jenn blickte an sich herab. Sie trug tatsächlich noch den Bikini von gestern. „Ah ja. Du hast recht.“
Em kramte in ihrer Tasche. Dann drückte sie Jenn eine kleine Packung in die Hand. „Schluck das und dann hopp!“
Vorsichtig blickte Jenn in ihre Hand. Es handelte sich um eine Kopfschmerztablette. Es war schon verwunderlich, dass es die überhaupt noch gab, da die meisten Medikamente über ein Hypospray verabreicht wurden. Sie nahm die Tablette aus der Packung und schluckte die.
Em reichte ihr eine Flasche Wasser. „Die darfst Du nicht trocken schlucken!“
Gehorsam nahm Jenn einen Schluck aus der Flasche. Dann riss sie die Augen auf. Die Schmerzen waren mit einem Schlag weg und sie fühlte eine seltsame Kraft in sich. Ihr Körper vibrierte fast schon vor Energie. „Em, wie oft nimmst Du diese Tabletten?“ fragte Jenn besorgt und fragte sich ob von diesen Tabletten diese ungeheure Energie kam, die die Trill immer an den Tag legte.
„Bist Du verrückt. Ich würde die nie schlucken!“ erwiderte Em. „Kommst Du jetzt?“
„Die Tasche kannst Du hier lassen. Ich habe vorgesorgt.“ Erwiderte Jenn und griff sich noch schnell das Tuch, welches sie wieder um ihre Hüfte wickelte. Dazu nahm sie noch eine Sonnenbrille mit. Etwas sagte ihr, dass sie diese heute brauchen würde. Sie erinnerte sich an einen schönen Nachmittag und einen feucht fröhlichen Abend. Aber tatsächlich fragte sie sich, wie sie in ihr Quartier gekommen war. Und noch viel mehr, was Sarah aus ihr herausgeholt hatte?
„Bist du wahnsinnig, soll ich etwa verhungern?“ Em nahm das nächste Sandwich aus der Tasche.
„Auf dem Planeten…“
„Ja, ja. Aber bis wird dort sind meine Liebe, bis wir dort sind.“ Em ergriff Jenns Hand und zog diese durch die Gänge.
Jenn war sich in einem sicher, auf Sherman brauchte sie erst einmal eine Dusche und dann würde sie nach Sarah Ausschau halten. „Hast Du die aktuellen Wetterdaten?“ fragte sie Em.
<Bällchen zurück *g*>
</RPG>
<SUM>
Zeit: SpD 11.0915
Ort: Shermans Planet
Jenn befindet sich allein auf Sherman. Sie lernt dabei Sarah kennen. Etwas an der Frau bringt in Jenn alle Alarmglocken zum Schwingen. Doch Jenn ignoriert diese und unterhält sich mit Sarah.
Zeit: SpD 12.0401
Ort: USS Hephaistos, Jenns Quartier
Em holt Jenn ab. Diese ist verwundert über die Uhrzeit, hat Kopfschmerzen und einen Filmriss. Trotzdem begleitet sie ihre Freundin nach Sherman.
</SUM>
Submitted by
Friddi
Aka
Ens. Jennifer Larson
OPS USS Hephaistos