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Und sie tanzen einen Tango

Posted on 19. Juni 2025 By admin

Hallo zusammen,

 

hier ein Copo von Kim und mir. Hat viel Spaß gemacht, ich hoffe, es macht auch beim Lesen Spaß J

 

Gruß

Debora

 

<RPG>

 

# Ort: Sherman, Hauptsiedlung, kleines Lokal mitten im Ort

# Zeit: SpD 5.2100 

    

Im Keller des Lokals „Traumtänzer“   befand sich ein großer Raum. Entlang der Wände gab es kleine Tische, die immer wieder durch Säulen unterbrochen wurden, die die Decke trugen. Auf den Tischen waren kleine Lampen, um eine gemütliche Atmosphäre zu erzeugen. Die Tische waren fast alle durch ein vielfältiges Publikum besetzt. Am langen Ende des Raums war eine große Bar. Die vielen verschiedenartigen Getränke, die dort ausgeschenkt wurden, waren sehr bunt anzusehen und belebten die sonst eher einfach gehaltene Ausstattung.

 

Das wichtigste war aber die leere Mitte. Denn dort befand sich ein sehr gepflegter Tanzboden. Er war schon etwas in die Jahre gekommen, aber man konnte erkennen, dass große Sorgfalt darauf verwandt wurde, ihn gut zu erhalten.

 

In einer der Ecken fehlte ein Tisch. Stattdessen war dort ein kleines Podest. Dort saß ein Bajoraner als eine One-Man-Band und spielte jede Stilrichtung, die sich das Publikum wünschte.

 

Das Publikum hatte meist seine Favoriten, guckte aber auch gerne zu und genoss die Drinks, wenn eine Musik erklang, der sich nicht alle zugewandt fühlten.

 

„Und Sie meinen wirklich, dass wir das ohne Üben einfach so wagen sollten?“ Ettore war sich nicht sicher, als sie die Treppe runter gingen und einen der Tische ansteuerten. Es hatte zwar etwas Planungs-Spagat benötigt, aber schlussendlich hatten er und die CO der Nemesis es doch noch geschafft, ihre Verabredung zum Tanzen einzuhalten, bevor die nächsten Missionen die beiden Schiffe wieder trennte.

 

„Doch, ich habe das schon mal gemacht. Wir setzen uns ganz entspannt auf einen Drink hin und Sie können erst einmal gucken, wie das hier läuft.“ Sureya setzte sich und blickte sogleich interessiert auf die Tanzenden, die in Paaren, einzeln oder kleinen Gruppen den Boden in diesem Fall immer wieder heftig stampften.

 

„Äh wir müssen die Drinks hoffentlich nicht selber an der Bar abholen?“ Ettore klang sehr besorgt.

 

Sureya lachte. „Nein, Sie werden sehen, in der Pause nach dem nächsten Musikstück, wird jemand kommen. Studieren Sie lieber die Karte. Die Auswahl der Drinks ist enorm.“ Sie deutete auf die Karte.

 

„Sie waren wohl schon öfter hier?“ fragte der Italiener, während er seinen Blick über die wirklich sehr umfangreiche Karte schweifen ließ und die Zutaten der sehr phantastisch benannten Cocktails und Longdrinks studierte. Sein dunkler, schlichter aber eleganter Anzug schien ihn im Halbdunkel des Tisches fast mit dem Hintergrund verschmelzen zu lassen. Das einzige, was herausstach, war seine rote Krawatte. 

 

Die kleine Ägypterin lachte kurz und warf ihre langen Rasterzöpfe hinter ihre Schulter, was die Perlen an deren Enden leise klicken ließ. „Ein, zweimal.“ sagte sie ehrlich. „Die Nemesis ist nun schon eine ganze Weile auf K7 als Basis stationiert gewesen, und ich suche immer zwischen den Missionen nach einem guten Ort zum Tanzen.“ Im Gegensatz zu Ettores zurückhaltenden Kleidungsstil, war Sureya, wie immer, auffallend. Selten hatte er einen so extrovertierten Menschen erlebt, der vor fast nichts zurückschreckte – sei es eine Tanzfläche, eine Bühne oder eine Konfrontation. Ihr leuchtend rotes Kleid war figurbetont, lang und nach unten leicht ausgestellt mit einem Schlitz an der Seite der bis zum Oberschenkel reichte und ihr somit Bewegungsfreiheit gab, sowie ärmellos und schulterfrei, nur um den Nacken herum gehalten.

 

„Wollen Sie gar nicht in die Karte sehen?“ fragte der Italiener, nachdem er seine Auswahl langsam eingrenzen konnte. 

 

„Nein, ich bestelle immer das selbe“, antwortete Sureya nonchalante. Das aktuelle Stück endete, und wie erwartet tauchte ein Kellner auf und Sureya bestellte wie aus dem Phaser geschossen einen Brandy Sour. 

 

„Vielleicht sollte ich dem Anlass unseres Aufenthalts hier einen Fernandito bestellen?“, überlegte er laut und blickte dann Sureya fragend an.

 

„Man kann alles empfehlen. Nicht, dass ich alle Drinks probiert hätte“, beeilte sich die Ägypterin zu sagen. „Aber alles, was ich probiert habe, war ausnahmslos gut.“

 

„Also so sei es: Einen Fernandito bitte“, sagte er zu dem Kellner.

 

Ein weiteres Musikstück später kamen die Getränke, und die beiden Offiziere in Zivil prosteten sich zu. „Möge uns dieser Abend Freude bereiten – bis wir das nächste Mal eine Gelegenheit finden“, sagte die Ägypterin, ihr Glas hochhaltend, mit einem leicht schiefen Lächeln. So zahm kannte Ettore sie sonst gar nicht, eigentlich hatte er etwas Spitzfindigeres oder fast schon Zweideutiges von ihr erwartet, aber natürlich war sie nicht hier, um mit ihm zu flirten. Vielleicht machte das schon den Unterschied.

 

„Auf dass wir noch oft die Gelegenheit haben werden, die Freuden zu genießen.“ Sagte er nachdenklich aber bestimmt. Sie hatten gerade einen Krieg überlebt. Was würde noch kommen?

 

Sureya nickte ernst zu seinem Spruch und brachte ihr Glas näher, bis sich die beiden Gläser mit leichtem Klingen berührten. Sie wirkte meist so unbesorgt, geradezu abenteuerlustig und wagemutig, doch Ettore war ein guter Beobachter und kannte sie – der Krieg mit allem, was dazu gehört, war auch an ihr nicht spurlos vorübergegangen, im Gegenteil – hatte sie doch bereits in der Eröffnungsrochade der Klingonen vor ein paar Jahren ihr früheres Schiff und ihre gesamte Crew bei der Verteidigung einer Kolonie verloren. Nein, die ernsten Seiten des Krieges waren ihr vertraut und hatten ihre Narben hinterlassen, aber sie ließ es sich selten anmerken. 

 

So auch jetzt – nachdem sie beide getrunken hatten, fast schon andächtig, setzte sie das Glas ab und wandte ihre Blick wieder auf die Tanzfläche, die tanzenden Personen beobachtend, während ihr in einem gefährlich aussehenden High Heel steckender Fuß im Takt mitwippte. 

 

„Sollen wir erst ein, zwei Probeläufe mit anderen Tänzen machen, bevor wir uns an einen Tango wagen?“ fragte sie Ettore mit einem feinen Lächeln.

 

„Vielleicht sollten wir uns vor allem auf _einen_ Tango einigen“, überlegte Ettore laut. „Ich kenne den Standard-Tanz“,  er hob den Arm und deutete mit dem Kopf ein paar ruckartige Kopf- und Oberkörperbewegungen an. „Mit dem Tango Argentino bin ich nicht so vertraut wie Sie.“ 

 

Die kleine Ägypterin musste kurz über seine Karikatur der klassischen Bewegungen beim Tango als Standard-Turnier-Tanz grinsen. „Die von Ihnen gerade angedeuteten Bewegungen gehören tatsächlich nicht zum argentinischen Tango. Ruckhafte Kopfbewegungen und Richtungswechsel, große ausladenden Schritte. Der argentinische Tango hat eher kleiner Bewegungen und Schritte und ist fließender, wird dafür aber enger getanzt und wirkt dadurch intimer. Dann gibt es noch den amerikanischen Tango… der ist mehr auf Show und ausgefallene Figuren ausgelegt und hat den wenigsten Körperkontakt zwischen den Tanzpartnern. Das entspricht in etwa dem, was Sie in der Wunderbar beobachten konnten, als Mr. Vaish und ich getanzt haben.“ Sie hob kurz die Brauen und sah den Italiener fragend an. „Ich passe mich da gerne an Sie an, Ettore. Was davon wäre Ihnen am angenehmsten? Wir wollen doch beide Spaß haben nicht?“ Sie lächelte, zahmer als er es von ihr kannte.

 

„Bei einer so begnadeten Tänzerin wie Ihnen, würde ich gerne den Tango Argentino ergründen. Ich meine, es ist ja doch irgendwie die ursprünglichste Form. Was die anderen Versionen angeht: Ihr Show war mehr als großartig, da wäre jeder Versuch es auch nur annähernd nachzuahmen, schon im Ursprung gescheitert. Ebenso wie beim Turniertanz.“ Er tat mit der Hand, als würde er Pomade ins Haar streichen. „Der Lack ist schon länger ab.“ 

 

Sureya musste aufpassen, dass sie sich vor Lachen nicht verschluckte.

 

„Aber zum Aufwärmen können wir uns auch erst einmal etwas unkomplizierterem widmen, wenn Sie wünschen. Hatten Sie da etwas Spezielles im Sinn?“ Er deutete auf die Tanzfläche, wo gerade eine Art Line Dance initiiert worden war.

 

Jetzt war es an Sureya, das Gesicht zu verziehen. „Line Dance ist nicht so mein Ding. Ich mag Paartänze lieber“ erklärte sie, und widmete sich dann einer Anzeigetafel an der Wand neben dem Tisch, auf der sie kurz herumtippte. „Jacen – das ist der Bajoraner der die Musik macht da drüben – stellt in der Regel die Liste zur Verfügung was er geplant hat, so dass man sich darauf einstellen kann“, erklärte sie. „Über diese Liste kann man aber auch Wünsche äußern.“ 

 

Kurz scrollte sie durch die Liste, bis sie bei der aktuellen Zeit angekommen war. „Ah ja, hier ist der Line Dance.. als nächstes kommt ein ChaCha. Den könnten wir doch gut zum Aufwärmen nehmen, was meinen Sie?“

 

„Das können wir gerne machen.“ Er stand auf, als die Musik langsam dem Ende zuging. Eine kleine Verbeugung vor ihr machend, fragte er: „Ms. Captain, darf ich um diesen Tanz bitten?“

 

Sureya musste spontan grinsen. „Ms. Captain? Ihren Wunsch nach etwas Förmlichkeit in allen Ehren, aber gleiches Recht für Alle – Sie können mich gerne ebenfalls beim Vornamen nennen. Oder wenn es offiziell klingen soll, Ms. Bateh… lassen wir doch unsere Ränge vor der Tür, hm?“ Sie blinzelte zu ihm auf und reichte ihm dann in einer eleganten Geste ihre Hand um aufzustehen. 

 

Er bot ihr den Arm und sie gingen zusammen zur Tanzfläche. 

 

„Auch wenn wir schon einmal zusammen getanzt haben, eine kurze Erinnerung: Sie können die Hand hier auf der Schulter auflegen“, dabei legte er ihre Handfläche auf seine Schulter, „aber bitte nicht zufassen. Dadurch ist der Abstand zum Tanzpartner für Sie sehr viel enger, als Sie das gewohnt sind. Wenn Sie in diese Richtung öffnen wollen, müssen sie das selbstständig machen. Führen kann ich nur von hier.“ Wobei er seinen Arm um ihren Körper legte und vorsichtig ein wenig schob.

 

Sureya nickte kurz. Es fühlte sich etwas seltsam an, aber sie erinnerte sich daran, dass sie das schon mal gemacht hatten und es eigentlich ganz gut geklappt hatte.

 

„Und Achtung: 1-2-3-4!“, zählte Ettore ein, als die Musik anfing. 

 

Körpererinnerung ist etwas wundervolles. Bereits während der ersten Schritte in der ungewohnten Tanzhaltung kam die automatische Erinnerung an frühere Tänze mit ihm wieder, und es lief gut – bis er eine Drehung andeutete, und sie prompt aus seinem führenden Arm herausdrehte und plötzlich alleine da stand. Sureya musste kurz lachen und drehte dann prompt wieder zurück zu Ettore, um sich wieder nahtlos in seinen führenden Arm zu schmiegen. Die Schritte des ChaCha waren beiden gut genug vertraut, dass sie diesen ersten Test-Tanz voll und ganz dazu verwenden konnten, um mit den einzigartigen Gegebenheiten wieder vertraut zu werden. Als der Tanz endete, gingen sie erst einmal zurück zu ihrem Tisch, um einen erfrischenden Schluck aus ihren jeweiligen Gläsern zu nehmen. 

 

„Das war doch zumindest ein guter Anfang“, bemerkte Ettore. 

 

„Besser als die üblichen Übungen, um den Kreislauf etwas in Wallung zu bringen, jedenfalls.“ Sureya lachte.

 

Ein paar Musikstücke später stand ein Tango auf der Musikliste.

 

„Also, wollen wir es versuchen?“, fragte Sureya. „Wir nehmen es einfach als Training. Wir halten es simpel. Dann kommen wir schon zurecht.“

 

„Wenn Sie meinen, dann darf ich Sie also um diesen Tango bitten, Sureya?“ fragte er und strich noch schnell die Krawatte glatt.

 

Diesmal standen sie enger beieinander. Vorsichtig begannen sie die ersten Grundschritte. Als dies recht solide funktionierte, begann vor allem Sureya, zu improvisieren. 

 

Sie bedeute ihm wortlos mit kleinen Muskelbewegungen innezuhalten und tanzte elegant, mit gerecktem Kinn um ihn herum, bevor sie wieder normal weitertanzten. Beugte sich weit nach hinten und zog ein Bein bis an seine Hüfte hoch, stellte dann aber fest, dass er sie nicht gut halten konnte und kam sofort wieder hoch. Drehte sich mitten in der Schrittfolge mit dem Rücken zu ihm, so dass sie beide voreinander her tanzten und sein führender Arm für einen Moment auf ihrem Bauch lag. Dabei bemerkte sie auch, dass die vielen Kapriolen und Sonderfiguren, die sie beim Tanzen mit ihrem EO gewohnt war, nichts für Ettore waren. Nicht nur wegen seinem Handicap, sondern auch, weil er ein ganz anderer Typ Tänzer war.

 

Als sie wieder am Tisch saßen und an einem frischen Drink nippten sagte die Ägypterin: „An der Stelle, wo ich mich so weit nach hinten gelehnt habe, hätte ich gerne etwas mehr Unterstützung gehabt.“ 

 

„Hmm“, meinte Ettore. „Tja, dann müssen Sie sich an der Krawatte festhalten. Mehr war nicht drin.“ Er zuckte mit den Schultern und verzog den Mund.

 

„Oh. Entschuldigen Sie.“ Sureya fasste ihre Haare neu zusammen und die Perlen klimperten lustig. „Ich werde mir was anderes einfallen lassen.“

 

„Es macht sehr viel Spaß, mit Ihnen zu tanzen, Sureya. Ich kann es nur einmal wieder feststellen. Es ist ein Gefühl von Leichtigkeit und Freude. Sie erinnert mich an frühere Zeiten. Leider merke ich manchmal doch zu sehr, die Probleme.“ Er rieb sich das rechte Knie. „Also zu vielen Drehungen rechts, sind definitiv gestrichen. Aber Ihre Bewegungen. Diese Leichtigkeit und Präzision. Man kann verstehen, dass der Argentino eine tänzerische Verführung ist. Zumindest, wenn Sie ihn tanzen. Wüsste ich es nicht besser, könnte ich zu dem Gedanken kommen, dass Sie mich verführen wollten.“

 

„Nur zum Tanz natürlich!“, antwortete sie prompt. Beide lachten einvernehmlich.

 

Schließlich wollten sie noch einen gemeinsamen letzten Tango tanzen. Ein ruhmreicher Abschluss des Abends. Ein paar Gäste waren schon gegangen, aber auch bei den anderen Tangos waren sie nie das einzige Tanzpaar gewesen.

 

Diesmal trauten sie sich, etwas enger zu stehen. Der Kontakt und auch das Spiel mit dem Körper des anderen waren vertrauter. Ein Spiel mit den Füßen endete nicht mehr mit einem spitzen Absatz auf den Zehen des Italieners. Und als Sureya bei einer Umdrehung einmal versehentlich den Kontakt verlor, konnte sie dies inzwischen gut genug überspielen. Sie legte die linke Hand auf Ettores Schulter und lehnte sich dann mit beiden Armen in einer Verführerischen Geste weit nach vorne, während er leicht zurückwich, ohne dass einer von ihnen den Halt verlor. Mit einem kurzen Sprung, war Sureya nur einen Takt später wieder in der Grundposition.

 

Sureya hatte sich inzwischen angewöhnt, die freie, rechte Hand entweder elegant hoch in der Luft zu halten, oder sie auf ihre Hüfte zu setzen, oder in besonders engen Posen diese auch wie erlaubt auf seiner linken Schulter abzulegen. Die Übungstänze zuvor hatten sich bezahlt gemacht. In diesem Tanz klappte alles reibungslos.

 

Die kleine energische Ägypterin wirkte zwar häufig etwas rau in ihren Umgangsformen, doch konnte sie auch den Raum und einzelne Personen gut lesen. Nun, bei Ettore, konnte sie fühlen, wie er in den fließenden Bewegungen aufging, die intime Nähe dieses speziellen Tanzes genoss, ohne dass weitere Erwartungen daran geknüpft werden, darin schwelgte, die Bewegungen seines eigenen Körpers und des ihren einfach nur zu fühlen. Sie passte sich an – keine großen Gesten, Sprünge oder Figuren wie sie sie mit Ratan tanzen würde, nein – das hier war einfach nur der Genuss der Bewegung. Sie gönnte ihm das, und ließ sich ebenfalls darauf ein, für diesen kurzen Moment. 

 

<NRPG> Zur Anregung, wie sowas aussehen kann, wenn Profis das machen https://m.youtube.com/watch?v=smF3IT3tMuo&pp=ygUFdGFuZ28%3D </NRPG>

 

Sie wurden immer besser, beide. Es war fast schade, dass dies der letzte Tanz für heute sein würde. Grazil und doch energiegeladen wob die Ägypterin ihre Beine zwischen denen des Italieners hindurch, einige spielerische Elemente einbauend, bevor sie wieder gemeinsam elegant über die Tanzfläche glitten. Die Tanzhaltung war sehr eng, was ihnen erlaubte, sich fast wie ein gemeinsamer Organismus zu bewegen. Seine Hand tief auf ihrem unteren Rücken liegend… ihr Arm, um seine Schulter herum mit der Hand auf seinem Schulterblatt… ihre Stirn an seine Wange gelehnt…die Körper zumindest einseitig aneinander gepresst, so dass er sie mit dem gesamten Körper führen konnte. Sie atmeten zusammen, im Takt der Musik. Sie schwelgten auf den Klängen und ergründeten zusammen die Untiefen zwischen den einzelnen Klängen, gespannt, wann die nächste Zählzeit ihre Körper automatisch wieder in Bewegung setzen würde. Es war ein Rausch, eine Ekstase der Bewegung und der Musik, in der die Außenwelt verschwamm und nur noch sie beide auf der Tanzfläche zu existieren schienen. Der Takt der Musik war ihr Herzschlag, der Rhythmus floss durch ihre Adern und sie waren dieser eine Tanz. 

 

Als der Tanz schließlich endete, löste sich Sureya flüssig, aber ohne Eile von ihm und lächelte schief zu ihm herauf. „Das war schön. Sie können es noch immer, Ettore, und ich finde nicht, dass der Lack ab ist.“ 

 

„Doch, was Turniere angeht schon…“, er wischte sich ein paar Schweißperlen aus der Stirn. „Vielen Dank für die Ehre, mit Ihnen einen so wundervollen Tanz getanzt, ach was sage ich, gelebt und geatmet haben zu dürfen. Diese Erfahrung kann kein Preisgeld des Universums aufwiegen. Sie sehen mich heute als glücklichen Menschen.“ Er drückte ihr einen flüchtigen Hauch von einem Kuss auf die Wange, ohne mit den Lippen ihre Wange berührt zu haben. „Danke!“

 

Sie lachte kurz auf mit ihrer für eine so kleine Person ungewöhnlich vollen Stimme. *Ich habe zu danken, Ettore. In den letzten Jahren hatte ich selten einmal einen anderen Tanzpartner. Auch ich habe das hier sehr genossen…und würde mich freuen, wenn wir das einmal wiederholen könnten, bei Gelegenheit. Falls sich unsere Schiffe wieder einmal treffen…“ kurz sah sie unter sich, wie um sich zu sammeln. Auch, wenn sie nun wieder ihr eigenes Schiff, ihre eigene Crew befehligte und verdammt stolz auf beides war – die Hephaistos war doch ihre erste neue Heimat nach ihrem großen Verlust gewesen, und sie fühlte sich der Crew und dem Schiff noch immer verbunden. Sie würde die Hephaistos 100 mal aus Wurmlöchern ziehen, von Planeten bergen oder mit nackten Fingern aus einer Sonne herausgraben, was auch immer nötig war. Natürlich hoffe die Ägypterin jedoch auch, dass nichts davon mehr nötig sein würde, jetzt wo der Krieg erst einmal vorbei zu sein schien. „Melden Sie sich mal wenn Sie Zeit finden, ja?“ sagte sie schließlich etwas ungelenk, ganz untypisch für sie. Der Tanz hatte sie ein wenig…aufgeweicht?

 

Ettore verbeugte sich einmal kurz. „Stets zu Diensten“, sagte er mit einem Lächeln, bevor beide das Lokal verließen und Ettore es sich erlaubte, den Arm, ganz locker um Sureyas Schulter gelegt zu haben. 

 

</RPG>

 

<SUM>

 

Ettore trifft sich, wie per Einladung verabredet, mit Sureya in einem kleinen Tanzlokal auf Sherman, um gemeinsam zu tanzen.

 

</SUM>

 

submitted by

 

Ettore Ludovico della Scala                         Sureya Bateh

2O USS Hephaistos                                       CO USS Nemesis

kein Tango-Profi                                            echter Tango-Profi

 

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