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# Ort: Holodeck Überwachungsraum
# Zeit: MD 11.0020
Es war keine 20 Minuten her, dass Savek aus dem Tiefschlaf geweckt wurde, weil der Counselor ihn dringend auf dem Holodeck sprechen wollte. Schlaftrunken war er zum Holodeck gegangen. Nach all den Alpträumen hatte er auf einen ruhigen und erholsamen Schlaf gehofft, bevor er zur Alphaschicht wieder auf dem Hangerdeck erscheinen sollte. Um halbwegs wieder ansprechbar zu sein, hatte er sich noch schnell einen Raktajino repliziert und war mit dem Becher in der Hand zum Holodeck gegangen.
Als die Türen zum Holodeck aufhissten, war der Eingang überraschend von einem weiblichen Rücken mit einer Uniform, die zur gelben Truppe gehörte, blockiert. Er musste so abrupt anhalten, dass der Kaffee nicht schnell genug bremsen konnte und ein paar Spritzer des heißen Getränks landeten auf der Uniform. `Nichts zu sehen` dachte er noch, als die Inhaberin der Uniform mit einem lauten „Autsch“ nach vorne sprang und sich rasch umdrehte. Savek sah einen Phaser auf sich gerichtet.
„Sorry, Ma’am“, sagte er. „Ich wurde hierher beordert.“
„Mr. Savek?“ hörte er eine Stimme aus dem Hintergrund.
„Wie befohlen“, antwortete er und nahm unwillkürlich Haltung an.
„Das ist schon gut, lassen Sie ihn bitte durch.“
Savek drückte sich an Trish vorbei, die nun den Phaser wieder wegsteckte.
„Bitte setzten Sie sich.“ Savek sah sich dem Counselor und der CM gegenüber, die beide auf eine Liege deuteten. Behend hatte Jetsun ihm den Becher entwunden.
„Mr. Saveek es geht um einen Versuch, mit dem Monster zu kommunizieren, wofür wir jemanden brauchen, der über telepathische Fertigkeiten verfügt. Diese Aufgabe wird Ihnen nicht befohlen, dennoch hoffen wir, dass Sie sie freiwillig übernehmen. Aufgrund der Datenbank scheinen Sie geeignet für diesen Versuch. Ms. Pema wird den gesamten Prozess medizinisch überwachen“, erklärte Ettore das nächtliche Zusammentreffen.
Savek sah nicht wirklich überzeugt aus. „Was erwarten Sie denn von mir?“ fragte er zurückhaltend.
„Im Wesentlichen sind Sie in diplomatischer Mission unterwegs. Sie sollen dem Monster – oder wie immer Sie das Wesen betiteln wollen – mitteilen, dass wir keine bösen Absichten haben und dass es uns großen Schaden anrichtet“, erklärte Ettore.
„Das ist nicht einfach…“ er wirkte nicht gerade selbstsicher.
„Zunächst einmal wäre es toll, wenn Sie sich zu dieser Sondermission formal bereit erklärten, Mr. Savek“, meinte Ettore.
„Das Wohl von Vielen….“, begann Savek, brach dann ab und sagte nur: „… aber ich kann nicht garantieren, dass ich erfolgreich sein werde.“
„Erst einmal vielen Dank, dass Sie diese Aufgabe freiwillig übernehmen.“ Ettore nickte dem Vulkanier anerkennend zu. „Und eine Garantie auf Erfolg haben wir nicht. Das erwartet auch niemand. Das Leben bietet nie eine Garantie auf Erfolg.“
Jetsun zeigte einen kleinen Überwachungssensor und diverse andere Geräte. „Diese werden wir an Ihnen befestigen, um jederzeit Ihr Stresslevel überwachen zu können.“
Savek blickte das Gerät skeptisch an. „Und wie genau soll ich mit dem Wesen kommunizieren?“
Ettore hatte ein Padd hervorgeholt und studierte es einen Augenblick. Dann legte er es weg und sah den Vulkanier direkt an.
„Die bisher gemeldeten Fälle bei Kontakt mit dem Wesen waren Ängste und Alpträume. Die Reaktion der meisten Crewmitglieder war eine Abwehrreaktion. Daher schlage ich vor, dass Sie versuchen, sich auf Szenen und Bilder des harmonischen Miteinanders von uns und dem Wesen konzentrieren. Welche Bilder es sind, überlassen wir natürlich Ihnen. Wenn Sie diese starken Bilder projizieren hoffen wir, dass Sie in Kontakt mit dem Wesen kommen können. Wie es weiter geht, werden wir Ihnen überlassen.“ Zählte Ettore dann auf.
„Ich werde Ihnen ein leichtes Beruhigungsmittel geben, das Sie ganz knapp an der Bewußtseins-Grenze halten wird. Sie können Ihre Gedanken steuern, müssen aber auf nichts anderes reagieren. Sollten Ängste Sie übermannen, können wir Sie jederzeit in den Wach-Zustand zurückholen.“ Erklärte Jetsun „Ich werde Sie sicher nicht aus den Augen lassen.
„Wie eine Hypnose oder Trance?“ fragte Savek nach.
„Ja und nein.“ Antworteten Jetsun und Ettore wie aus einem Mund und hielten dann kurz inne.
„Wenn Sie so wollen eine Art Selbsthypnose“, meinte Jetsun.
„Oder für Sie vielleicht eher ein tiefer Zustand der Meditation. Keiner von uns wird Ihre Gedanken beeinflussen können. Ich werde Ihnen nur beim Herbeiführen dieses Zustands helfen“, ergänzte Ettore.
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…
„Sind wir dann alle soweit?“ fragte er in die schnatternde Runde und Savek nickte lediglich während er sein Uniformoberteil wieder anzog.
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„Ich weiß, dass Mr. Savek zu Ihrem Personal gehört, aber ich bitte Sie, jetzt das Holodeck zu verlassen, damit wir hier mehr Raum und weniger Sicherheitsrisiko haben.“ Ettores Blick streifte kurz Fabien und sah dann etwas durchdringender auf Daniel. Das unruhige Auf und Ab des Wissenschaftlers hatte ihn ganz nervös gemacht und für Fabien gab es formal keinen Grund hier zu sein. Sicher hatte er besseres zu tun.
„Ich muss aber bei diesem Experiment dabei sein“, erklärte der CWI.
„Mr. Savek hat sich freundlicher Weise bereit erklärt, uns bei einem Kommunikationsproblem zu helfen. Es ist kein Experiment, Mr. Claton“, sagte Ettore scharf.
„Und außerdem hätten Sie den Platz in der ersten Reihe haben können, haben sich aber mit Hauen und Stechen geweigert“, erinnerte ihn Jetsun. Sie hätte Fabien gerne dabei gehabt. Allerdings war ihr der CWI hier etwas im Weg und sie verstand, dass sie nur keinen oder beide haben konnte.
„Hey, ich bin nicht geeignet dazu…“, protestierte Daniel.
„Sie sind hervorragend geeignet, jetzt den Raum zu verlassen.“ Erklärte Jetsun entschieden.
Fabien machte gute Miene zum bösen Spiel und drängte den CWI Richtung Tür. An der Schwelle drehte er sich nochmal kurz um. „Ich bin direkt vor der Tür, wenn ich gebraucht werde.“ Flüsterte er Jetsun zu.
Jetsun nickt, aktivierte die Überwachungsgeräte und dann hörte man nur das Zischen eines Hyposprays.
„Entspannen Sie sich, atmen Sie tief ein und aus.“ Hörte Savek die Stimme des Counselors. „Sie denken an einen Ort, an dem Sie ganz Sie selber sind. Alles ist friedlich. Ein harmonisches Miteinander mit allen Anwesenden…auch einem Unbekannten…“
Savek atmete ein paar Mal tief ein und aus.
Er erinnerte sich an seine Zeit an der Akademie. Sie waren ein kleines Team, dass sich um die Aufnahme in das Akademiegeschwader beworben hatte. Heute war die Verkündung der Testergebnisse. Sie hatten es alle geschafft. Ein großes Gefühl der Gemeinsamkeit – eine Teams – ergriff alle, als sie gemeinsam zur Mensa gingen, um die Aufnahme zu feiern. Der berechtigte Stolz auf eine gute Leistung ließ ihr Brust anschwellen, wo nun das gerade gepinnte Abzeichen des Akademiegeschwaders prangte.
Alle hatten es geschafft. Auch der zurückgezogene Kamerad, der vorher immer versucht hatte, ihre Teamleistung zu boykottieren, nur damit er besser da stand…
<NRPG> Sorry, dass ich Fabien und Daniel gleich wieder rauszitiere. Aber die haben woanders sicher gerade was viel Wichtigers zu tun 😉 </NRPG>
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# Ort: Krankenstation
# Zeit: MD 11.0130
Es wird versucht, ein telepathischer Kontakt zu dem Monster herzustellen.
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submitted by
Kim
aka
LtCmdr. Ettore Ludovico della Scala
CNS – USS Hephaistos
SD 270831