Hallo Zusammen,
hier was kleines von mir aus dem Weihnachtsstress.
Liebe Grüße
Miri
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# Zeit: SpD 01.1602
# Ort: USS Hephaistos – Krankenstation
Das so etwas auch immer ihr passieren musste! Das ihre Freunde zu vielen Dingen eine andere Meinung hatten – war das eine, aber das der Boss nun deswegen böse auf sie war etwas ganz Anderes. Sie hatte den Captain nicht verärgern wollen!
Geknickt und mit hängenden Schultern schlenderte Emily mit ihrem kleinen Korb in Richtung Krankenstation.
Ihr Zahn schmerzte. Wenn an einem Zahn etwas abgebrochen war, was schmerzte da eigentlich? War es ein Phantomschmerz wie es bei Menschen mit abgetrennten Gliedmaßen der Fall war, oder war die Wurzel gereizt? Verletzt? Musste sie nun sterben? Offensichtlich waren ihre Freunde sich einig in der Tatsache, dass man an einem abgebrochenen Zahn nicht sterben musste, also sah Emily von einer Panikattacke ab und würde sich erst nach langen 10 Minuten Wartezeit als akuter Notfall bezeichnen.
Genervt hopste Em auf die Liege der Krankenstation und wimmelte einige anfliegende Krankenschwestern gekonnt ab, bis Nathaly (mit dem süßen Hintern) sich Emilys annahm. Das entschädigte für die neun Minuten Wartezeit – ein wenig zumindest.
Das die Hephaistos einen Zahnarzt hatte, war eine Erkenntnis auf welche die Trill gern hätte verzichten können. Wenigstens war der junge Mann sehr nett und wie er versprochen hatte, hatte es gar nicht wehgetan. Nathaly hatte ein Kühlpad besorgt auf die Wange der Trill gelegt und diese zeitgleich beruhigt. Den Lolly den Keiran beim letzten mal bekommen hatte, wollte hier aber keiner rausrücken! Unverschämtheit wie Emily fand, aber egal wie lieb sie guckte, sie bekam einfach nicht ihren Willen. Zahnärzte waren wohl durch ihr Studium immun gegen flehende Welpenblicke.
Es schien wirklich so als hätte der Zahnarzt Nerven wie aus Drahtseilen gespannt, denn er setzte sich bis zum Ende gegen die Trill durch. Eine Gabe die bis jetzt kaum eine Person auf der Hephaistos aufweisen konnte.
Genervt schlenderte die Trill davon und überlegte wie sie das Chaos was ihre Freunde verursacht hatten wieder gut machen konnte. Sie wollte nicht das Shay böse war, aber sie konnte ja auch nichts daran ändern, das der Botschafter recht hatte!
Emily würde sich mit ihren Freunden beraten was sie Shay Gutes tun konnte.
Gerade als die junge Trill die Krankenstation verlassen hatte und Nathaly sich erst den Avancen Emilys und dann den plumpen Flirtversuchen des Zahnarzt erwehrt hatte, nahm sie die Muffins mit ins Schwesternzimmer. Ihre Kolleginnen hatten auch eine kleine Aufmerksamkeit verdient und es war schrecklich nett von der Trill sich wegen der Zahnbehandlung auf diese Weise zu bedanken, dass Emily die Muffins des Grauens schlichtweg vergessen hatte, konnte ja niemand ahnen.
Es dauert nur 5 Minuten, dann hatten sich 4 Schwestern ein Stück ihres Zahnes abgebrochen.
# Quartier Ruthven – später
Nachricht von Lt. Wells an Captain Ruthven
Es tut mir leid, dass der Botschafter dir so viel Stress gemacht hat, aber er hat es nicht böse gemeint.
Ich auch nicht!
Er hat zwar Recht wegen dem MHN, aber dafür kann er ja nichts.
Ich habe dir aber einen digitalen Gutschein gebastelt. Sag Bescheid, wenn du den einlösen willst.
Shays Augenbraue wanderte ein kleines Stückchen nach oben. Er wusste nicht was ihm mehr Sorgen machte. Die Geschichte um das MHN, der Umstand dass einer von Emilys Freunden für das Chaos verantwortlich war, oder das die Trill nicht geschrieben hatte wofür der Gutschein war.
Ganz gewiss würde sie auf das Einlösen bestehen.
# Ort: USS Hephaistios – Büro CO
# Zeit: SpD 3.1530
Ball: Mac
Mata hatte um einen Termin bei dem Captain gebeten, dieses mal ging es nicht um Jennifer Larson, sondern um ihren zweiten Klienten. Wenn das hier weiter so gut lief, dann würde sie sich dumm und dämlich an dem Schiff verdienen. Wenn jetzt noch irgendwo eine Teppichfalte leicht Wellen warf, dann würde sie darüber stolpern und den ganzen Kahn auf Schmerzensgeld, Verdienstausfall und Schadensersatz verklagen. Was Emily nur an diesen Personen fand? Sie waren alle samt schrecklich anstrengend und wenn es nach ihr gehen würde, dann würden sie zu dritt diese Station verlassen und diese Wesen alle samt sich selbst überlassen.
Gut, erst wenn sie das MHN und die ewig nervende Larson herausgeboxt hatte. Gern, redete die Trill sich ein, dass sie es nur wegen der Presse tat, aber in Wirklichkeit hatte sie sich schon vor einer ganze Weile eingestehen müssen, dass sie niemanden hängen lassen würde.
Auf hochhackigen Schuhen und im Anzug saß nun Mata mit übergeschlagenen Beinen vor Shay, der sein Glück gar nicht fassen konnte. „Als rechtlicher Beistand habe ich die Beurteilung ihres Psychologen bezüglich des MHNs gelesen. Ich mache mir nun gar nicht erst die Mühe, ihnen zu sagen, dass dieses Gutachten vor Gericht keinen Bestand hat. In solch einem Fall sollte man intensive Sitzungen mit seinem zu begutachtenden Patienten führen und nicht irgendetwas aus den Datenbanken ziehen, allein dieses Vorgehen beinhaltet wieder eine Diskriminierung meines Mandanten. Ich habe da eine wirklich fähigen Psychologin an der Hand. Wir haben bereits in einem anderen Fall eines Hologrammes zusammengearbeitet. Eine junge Frau mit besten Reverenzen und einem zuckersüßen Gesicht, ist in jeder Verhandlung der Liebling der Richter.“
Shay nippte an seinem Kaffee, ohne seinem Gegenüber erneut einen anzubieten. Wenn die Trill nichts zu trinken bekam, dann ging sie vielleicht schneller.
„Ich kann uns allerdings auch diesen ganzen Ärger ersparen. Auch den Umstand das dieser Arzt… der Vorgänger von Mss Pema glaube ich, erst der Grund dafür war das mein Klient ein Gewissen entwickeln musste…Furchtbar was da passiert ist.“
Shay blickte auf, das würde diese Person nicht tun! Das würde alles auf ihn und seine Crew zurückfallen und woher kam sie überhaupt an diese Informationen.
Das war unglaublich!
„Vielleicht gibt es aber auch einen anderen Weg“; deutete Mata an und lehnte sich leicht über den Tisch um die Atmosphäre etwas verschwörerisch aufzuladen, „Sie wollen das Hologramm loswerden. Mss Pema hat Angst vor ihm und sogar ihr Haus und Hof Psychologe spricht sich für eine Entlassung aus der Sternenflotte aus.“ Shays Augen weiteten sich, er war gespannt auf das Angebot, wenn sie alle ohne größeres Aufsehen aus der Sache rauskamen und am Ende alle das bekamen was sie wollten, dann bestand nur noch die Frage was er dafür tun musste.
„Ich habe dem Holodoc einen Job angeboten, als mein Assistent und er war sehr angetan und sofort versucht diesen anzunehmen.“
Shays Augen weiteten sich, „Das ist ein Scherz.“
Mate schüttelte den Kopf, „Nein, er und dieses Mini Programm von Mss Larson wollen beide ihr Schiff verlassen. Bei dem kleinen sollte es kein Problem sein. Es wurde von Mss Wells programmiert und war nie Eigentum der Sternenflotte.“
Shay räusperte sich, „Ich werde darüber nachdenken.“
„Mehr habe ich nicht erwartet“, mit diesen Worten erhob sich die Anwältin.
Kurz bevor sie die Tür erreicht hatte, hielten die Worte des Captains sie zurück, „Sie wissen, dass der Holodoc ein Freund von Emily ist. Sie wird ihn vielleicht nicht gehen lassen wollen.“
Mata zuckte mit den Schultern, „Sie meinen doch nicht, dass sie am Ende auf diesem Schiff bleiben wird? Sie wird bei Annalise und mir bleiben wollen. Das steht außer Frage! Es braucht vielleicht noch etwas Zeit bis sie es auch weiß, aber am Ende wird alles gut. Und wenn nicht, dann ist es eben nicht das Ende.“
Mata verließ ohne weiter Worte den Raum und machte sich gedanklich ein paar Stichpunkte für ihre Rechnung.
# Ort: USS Hephaistios – Messe
# Zeit: SpD 5.0700
Ball: Kathi
Es war früh! Wenn Emily eine Erkenntnis aus dem Umstand unter Drogen gesetzt worden zu sein erlangt hatte, dann war es dieser: Drogen machten hungrig. Die Nacht hatte sie auf der Krankenstation verbringen müssen und sich da schon zwei Snacks bringen lassen. Jetzt war sie vor knapp 20 Minuten entlassen worden und ihr erster Weg hatte die junge Trill zur Messe geführt. Es dauerte nicht lang, da hatte Emily bereits ein Tablett so gut gefüllt, das zwei Offiziere davon hätten satt werden könnten. Jonglierend blickte die Trill sich um, es war gar nicht so einfach den Schwerpunkt des Tabletts aus zu bilanzieren, wenn das Zeug darauf immer von links nach rechts schwappte. Em blickte sich um, sie brauchte einen Platz zum Sitzen und das sofort.
Jackpot!
Ein freier Platz am Tisch der neuen Sicherheitschefin. Passte ja perfekt, dann konnte Em futtern und gleichzeitig die junge Frau darüber aufklären, dass sie nun richtig dicke Freunde werden würden.
Mit einem Klatsch landete das Tablett auf dem Tisch vor Skye, während Emily elegant auf dem freien Stuhl platznahm, lag der fragende Blick der menschlichen Frau auf ihrem Gegenüber.
„Nein, nein… natürlich ist der Platz noch frei“, schwang der Trill ein Schwall aus Sarkasmus und Ironie entgegen. Skye fragte sich, wann die Höflichkeit aus der Mode gekommen war.
Emily wusste zwar nicht so recht was das jetzt sollte, sie hatte doch gar nicht gefragt ob der Platz noch frei war, aber gut… vielleicht hörte die Sicherheitstante auch Stimmen die sonst keiner hören konnte, da wollte sie nun nicht nachbohren.
„Ich bin Emily Wells“, bereits kauend streckte die Trill ihrem Gegenüber die klebrige Hand entgegen. Der Blick der Brünetten wanderte langsam von dem kauenden Gesicht, was aktuell irgendwie Ähnlichkeit mit einem Hamster aufwies zu der klebringen Hand.
Skye seufzte und drückte Emily ihre Servierte in die Hand, „Skye Johnson – Sicherheit.“
Emily würgte das Essen aus ihren Backen herunter, „Weiß ich doch… also ich nenn dich Skyilein, ja?“
„Nein“, war die knappe Antwort.
„Skyi?“
„Nein!“
„Skyline?“
„Nein!!!“
Emily seufzte, „Na dann, finde ich noch ne coolen Spitznamen für dich.“
Die junge Frau fragte sich ob ihr Gegenüber immer noch unter Drogen stand und von der Krankenstation getürmt war, „Ähm, sag mal… Emily? Richtig? Wer hatte denn Dienst auf der Krankenstation als du gegangen bist, ich muss auch noch hin… vielleicht… und nur damit ich weiß was mich erwartet.“
„Jetsun, die ist nett, da musst du dir keine Sorgen machen.“
Skye nickte langsam und betätigte unauffällig ihr PADD. Nein, noch keine verloren Patienten gemeldet.
Vielleicht hatte ihr Gegenüber das alles auch nicht überwunden und brauchte andere psychologische? Hilfe, auf jeden Fall brauchte sie hier Hilfe. Suchend blickte Skye sich um, aber irgendwie war keine Rettung in Sicht. Sie könnte einfach gehen, aber wenn diese verwirrte Person dann hilflos zurück blieb, dann würde alles was sie anstellte schlussendlich auf sie zurückfallen.
# Ort: USS Hephaistios – Holodeck 1
# Zeit: SpD 5.1600
Ball: Isa
Ballett war schwieriger als sie gedacht hatte. Ihre Freunde hatten sie gewarnt, dass sie überhaupt nicht trainiert war, dass sie erst üben musste, langsam anfangen musste. Es verwunderte wohl niemanden das Emily sich nicht sonderlich an diese guten Ratschläge halten wollte, oder konnte. Sport war nicht ihres, aber das Tanzen fühlte sich gut an. Mehr als das!
Der verstauchte Knöchel, die überdehnten Bänder, oder das verstauchte Handgelenk gefielen ihr hingegen nicht, aber das alles hatte Jetsun ja binnen der letzten Stunde richten können.
Vielleicht waren drei Besuche auf der Krankenstation doch etwas zu viel für ihre überfürsorgliche Freundin, weswegen Emily das Holodeckprogramm stoppte als die Ärztin das Holodeck betrat.
„Spioniert du mir nach“, stelle Emily leicht zickig in den Raum. Das hier gehört ihr! Ihr und ihren Freunden!
Trocken schluckte Jetsun, „Nein, natürlich nicht“, rechtfertigte sie sich, „Ich wollte dir nur ein paar Tipps geben. Ich mein noch eine Sportverletzung in einer Stunde und du stellst einen neuen Rekord auf. Außerdem bin ich so etwas eher von den Leuten der Sicherheit gewohnt.“
Emily hatte sich im Schneidersitz es sich auf dem Boden bequem gemacht und seufzte nun, „Du weißt doch gar nicht was ich mache.“
Jetsun zuckte mit den zierlichen Schultern, „Ja, aber oft sind es Kleinigkeiten. Das falsche Aufwärmen, oder so.“
Seufzend blickte die junge Frau auf die Trill, „Ich mein es nur gut, aber ich will dich auch nicht nerven.“
Emily legte den Kopf in den Nacken und blickte gegen die Decke, sie war nicht nett und im Grunde konnte ihre Freundin nichts dafür.
„Komm her“; rief sie Jetsun zurück, die bereits im Begriff war zu gehen. Emily tippte mit ihrer Hand neben sich auf den Boden. Kurz hielt ihre Freundin inne, setzte sich dann jedoch neben die Trill, „Ich will dich nicht nerven, aber aktuell verstehe ich dich einfach nicht“, gab Jetsun nachdenklich und sehr leise zu.
Emily nickte zögerlich, „Ich mich auch nicht“, sie legte den Arm um die Freundin und ließ den Computer das Programm starten.
Ein Balltstück, den Staatsballetes von Trill materialisierte sich um sie herum, und die Tänzerinnen und Tänzer tanzten keine 20 Zentimeter von ihnen Entfernt. Die riesige Halle, mit den bunten Fenster und den wundervollen Lichtern waren beeindruckend. Die Atmosphäre atemberaubend, selbst in dieser Simulation. Emily und Jetsun saßen auf der Bühne und während Pema auf die Tänzer blickte, hatte Emily das Publikum fest im Blick.
„Warum guckst du denn nicht hin“, fragte Jetsun irgendwann als sie ihren Blick von den Tänzern richten konnte.
„Mach ich doch!“, nun gelang es Emily den Blick von den Zuschauern zu nehmen und besonders von den Beiden die immer in der ersten Reihe saßen, „Guck mal, gleich hat Audird ihr Solo.“
Emily legte ihren Kopf gegen die Schulter der Freundin und blickte nun in dieselbe Richtung wie Pema, „Sie ist wirklich gut. Kennst du sie?“
Emily seufzte, „Das ist eine sehr lange Geschichte.“
„Ich habe viel Zeit“, erklärte die junge Ärztin.
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# Zeit: SpD 01.1602
# Ort: USS Hephaistos – Krankenstation
Emily lässt ihren abgebrochenen Zahn behandelt. Vergisst dabei jedoch ihren Korb mit den Muffins des Grauens.
# Ort: USS Hephaistios – Büro CO
# Zeit: SpD 3.1530
Ball: Mac
Mata macht Shay einen Vorschlag wie alle zufrieden und ohne weitern Ärger aus der Affäre um das MHN herauskommen.
# Ort: USS Hephaistios – Messe
# Zeit: SpD 5.0700
Ball: Kathi
Emily und Skye lernen sich kennen.
# Ort: USS Hephaistios – Holodeck 1
# Zeit: SpD 5.1600
Ball: Isa
Jetsun versucht Emily zu helfen. Dabei kommen die Freundinnen sich nach dem Dramen der letzten Wochen wieder näher.
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