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Kein Haus auf der Insel

Posted on 30. Juni 2025 By admin

<RPG>

#Ort: Krankenstation, Büro von Jetsun

#Zeit: SpD 2.1250

Massimo war echt in Eile. Nachdem Jori Massimo eben auf dem Gang angesprochen hatte, um ihn zur Teilnahme an der Such- und Rettungsmission für Captain Ruthven aufzufordern, hatte Massimo gerade einmal 20 Minuten, ehe sie aufbrechen wollten. Eher weniger.

Das gefiel dem Marine nicht wirklich. Er hätte gern noch zuvor mit Jetsun gesprochen, anstatt ihr einfach eine Nachricht zu hinterlassen. Gut, sie waren nicht miteinander verabredet gewesen, doch irgendwie wollten sie ja doch zusammen ein paar Tage verbringen. Und das klappte und klappte einfach nicht.

Jetzt stürmte er einfach in die Krankenstation und war erleichtert, dass man ihn da inzwischen schon so gut kannte, als dass er einfach durchgewunken wurde in Jetsuns Büro.

Die Ärztin sah erstaunt aber erfreut auf, als Massimo so herein platzte, doch ihre Miene wich schnell einer gewissen Besorgnis, als sie sah, dass Massimo seine Sani-Tasche umhatte.

„Was ist los?“ fragte sie unsicher.

„Ich, äh,“ begann Massimo, zögerte kurz, um dann einfach direkt fortzufahren.

„Ich muss runter auf Shermans. Wir haben ein kleines Team zusammengestellt, um den Captain zu suchen.“

„Oh.“ machte Jetsun. Eine Worthülse, die sie in letzter Zeit allzu häufig benutzte.

„Das… ich kann da aber nicht mit, Liebling. Ich habe Termine über Termine. Und heut Nachmittag bin ich selbst auf Sherman an der Uni für meine Vorsprache bei der Promotionskommission.“

Massimo machte ein gequältes Gesicht. „Das, äh, ist doch prima. Wir hatten Dich auch gar nicht eingeplant, weißt Du. Das ganze ist ziemlich spontan entstanden. Nur Jori und ich, Ana und Fabi.“

Jetsuns Gesicht wurde ausdruckslos. „Spontan? Das ist keine offizielle Mission?“

„Nein. Wir machen uns einfach nur Sorgen. Daher.“

„Das halte ich für keine gute Idee. Mal ganz davon abgesehen, dass ich auch gern mitgegangen wäre, sind solch spontane Sachen meist furchtbar fehleranfällig. Ihr nehmt ein Shuttle, fliegt einfach runter nach Shermans und… was dann? Fragt euch durch?“

Massimo seufzte. Er hatte keine Lust zu streiten. Und auch keine Zeit. Eigentlich wollte er sich nur von Jetsun verabschieden und los.

„Schatz, ich muss los. Ich wollte Dir eigentlich nur persönlich davon berichten. Die Anderen warten auf mich. Bitte, ich liebe Dich!“

Jetsun schmolz zusammen mit ihrem Ärger.

„Pass auch Dich auf. Und auf die anderen. Du kennst ja Fabi. Ich… komme ja klar.

Aber melde Dich heut Abend. Ich bleib nach der Kommission noch etwas auf Sherman. Wenn ich um 2000 noch keine Nachricht von Dir habe, komme ich und suche nach Dir. Das ist ein Versprechen!“

Ach je… Massimo nickte. „Ich lasse auf jeden Fall von mir hören.“

Er beugte sich vor, gab Jetsun einen flinken Kuss auf die Lippen, der dann aber doch zu einem ordentlichen Knutscher wurde. Dann riss er sich los, lächelte, winkte und war wieder weg.

Jetsun sah ihm nach, dann starrte sie die geschlossene Tür an.

Shermans… Wie gern wäre sie… aber das war ja nur aufgeschoben.

Sie seufzte tief, dann machte sie sich wieder an die Arbeit.

#Ort: Shermans Planet, medizinische Fakultät, Empfang

#Zeit: SpD 2.1430

Nach der Rückkehr der Hephaistos aus dem Krieg war hauptsächlich froh, dass Ana gesund und munter war. Die Wiedervereinigung der Familie war ein kleines Freudenfest. Die erlittenen Verluste stimmten die Iskyra traurig. Einige hatte sie ja gekannt. Zumindest flüchtig. Die Schäden am Schiff waren nicht ohne, aber nichts, was die Techniker und Ingenieure wieder reparieren konnten.

Das Leben ging weiter und hatte Überraschungen parat. Sie erhielt eine Einladung zur medizinischen Fakultät, wo es um die von ihr eingereichten Arbeiten gehen sollte. Es war ja nicht das erste Mal, dass sie zu einer solchen Kommission eingeladen wurde. Abschlüsse hatte sie ja schon einige gesammelt. Ortrichk ging es nie um Urkunden oder gar Titel. Es war ihre Neugier und Wissensdurst, der sie antrieb, hart an den Dingen zu arbeiten und zu lernen. Obwohl es dieses mal etwas anders war. Es wurmte sie sehr, dass ihre erste Arbeit über die Anthropologie der Iskyra nicht anerkannt worden war. Diese war nun verbessert und erweitert worden und erneut eingereicht. Zusammen mit gleich zwei weiteren umfangreichen Dokumenten.

„Physiologie und Anthropologie der Iskyra (auch vergleichend)”
“Moderne Feinchirurgie”
“Individuelle Prothesen, mittels Neurochirurgie und Neurotechnologie“

Um welche der Arbeiten es gehen sollte, hatte nicht in der Einladung gestanden. So hatte Ortrichk sich umfangreich vorbereitet und einen großen medizinischen Koffer gepackt. Ihren ganzen Stolz, den von Ana entwickelten medizinischen Tricorder samt Handschuh, trug sie an der Hüfte.

Nachdem sie den Empfang passiert hatte, ging Ortrichk in die Cafeteria, um sich zu stärken. Unter Umständen würde es ein langer Tag werden. Oder würde sie mehrmals kommen müssen?

In der Cafeteria und davor wimmelte es von Leuten aller Spezies. Ärzte, Wissenschaftler, Laboranten, Leute der Sternenflotte und ein paar Zivilisten. Ortrichk aß ihren Nachtisch und beobachtete die Menge, bis sie ein bekanntes Gesicht erspähte. Jetsun!

#Ort: Shermans Planet, medizinische Fakultät, Empfang

#Zeit: SpD 2.1500

Ein Planet war ein Planet. Wenn er einer wie Shermans war, dann bedeutet das wundervolle Temperaturen und vor allem Raum zum Fliegen. Jetsun hatte keine Regelungen entdecken können, die das Fliegen mit eigenen Flügeln irgendwie verboten. Daher nutzte sie die Möglichkeiten, ihre Fertigkeiten weiter zu verbessern.

Die Hauptstadt, in der sich auch die Universität von StarFleet Medical befand, war eine ganz normale, moderne Stadt nach Föderationsmaßstäben, nur aufgrund des reichlich vorhandenen Platzes nicht besonders hoch gebaut.

Dennoch hatte Jetsun sich von der Hephaistos einfach direkt runterbeamen lassen und erst einmal auf Flugversuche verzichtet. Sie wollte keine Scherereien gleich welcher Art vor dem Treffen mit der Prüfungskommission. Nicht, dass sie sich beim Landen verletzte, oder es wieder Probleme mit irgendwelchen Leuten gab, die dann gleich die Sicherheit riefen. Und so hatte sie ihre Uniform angezogen, die sie extra für sich zurechtgeschnitten hatte. Also ein schulterfreies Neckholder Kleid, das den Rücken frei ließ, so dass sie ihre Flügel frei bewegen konnte, und das eben hinten am Nacken mit einem Magnetverschluss gehalten wurde. Dazu Ballerinas, da sie die Schaftstiefel nicht mochte. Eine kleine Messangerbag mit ihrem PADD und anderen wichtigen Dingen hatte sie dabei. Auch die hatte einen Riemen mit einem Magnetverschluss, da es ansonsten völlig unmöglich war, die Tasche vernünftig umzuhängen. Lieber mochte Jetsun Gürteltaschen, doch da passte einfach nichts rein.

Recht guter Laune spazierte die Buthanerin dann die Wege entlang vom Transporterterminal bis hin zur Uni um sich am Empfang dort zu melden. Sie war etwa eine halbe Stunde vor ihrem Termin da, aber das war ihr sehr recht. Jetsun mochte es nicht, zu knapp zu erscheinen.

„Guten Tag, Lieutenant.“ wurde sie von der jungen Frau am Empfang begrüßt. Natürlich beäugte die ihre pechschwarzen Flügel. Daran hatte sich Jetsun weitgehend gewöhnt.

„Guten Tag!“ erwiderte Jetsun den Gruß.

„Ich bin Lieutenant Jetsun Pema, leitende medizinische Offizierin der USS Hephaistos. Ich habe heute einen Termin mit Herrn Professor Doktor Eschri und seinen Kollegen.“

„Ah!“ machte die Frau und gab etwas in ihr Terminal ein.

„Ihre PK bitte?“

„040686-J-10119“ erwiderte Jetsun.

„Danke. Ja, Sie sollen um 1530 in Raum S312 einfinden, Lieutenant. Sie wissen, wo das ist?“

„Ich war bereits einmal da. Ich denke, ich finde es. Es ist auch gut ausgeschildert.“ erwiderte Jetsun höflich.

„Ja, das stimmt. Sie können einfach direkt dorthin gehen. Auf dem Gang sind Bänke und vielleicht können Sie auch im Vorzimmer warten. Sie können aber auch noch kurz in die Cafeteria gehen. Die ist gleich dort drüben.“

„Vielen Dank, das werde ich machen.“ nickte Jetsun.

Die Empfangsdame tippte auf einen Taster und der Durchgang weiter hinein in das Gebäude wurde freigegeben. Jetsun lächelte der jungen Frau noch einmal zu und trat hindurch in Richtung Cafeteria.

Die Cafeteria war schönes und modern. Holographische Darstellungen verschiedener Kuchen-, Torten- und, wie Jetsun sie nannte – Schnuckelstücke ließen den Gästen das Wasser im Munde zusammenlaufen. Jetsun betrachtete die Leckereien und stellte fest, dass rationale Gegenargumente gegen ein Stück Bienenstich wie Sahne in der Sonne schmolzen. Nein, das bisschen Zucker tat ihrer Bauchspeicheldrüse gar nichts. Und nein, sie war auch gar nicht zu nervös. Sie konnte das locker ab. Also wählte sie ihren Bienenstich und dazu einen gekühlten Latte Macchiato. Dann suchte sie mit den Augen nach einem Platz, als sie ums Haar das Tablett mit Kaffe und Kuchen fallen gelassen hätte. Da saß Ortrichk Lertary – Ivoin. Die Ehefrau von Lwaxana Ivoin. Und sah sie direkt an.

Jetsun wurde kalt. Plötzlich fiel ihr alles wieder ein. Die Hochzeitsfeier der beiden. (https://groups.io/g/USS-Hephaistos/message/1379) Jetsun hatte nicht gut mitgespielt. Eigentlich gar nicht richtig. Weder bei der Junggesellenabschiedsfeier noch bei der Trauungzereminie. Gut, es ging ihr da auch richtig mies. Das war kurz bevor ihr ihre Flügel gewachsen waren. Seitdem hatte eine gewisse Funkstille zwischen ihr und dem Brautpaar Ana und Ortrichk geherrscht.

Zum Glück sah Ortrichk aber nicht böse aus. Und da es ausgesprochen unhöflich gewesen wäre, diese jetzt zu meiden, nahm sie sich ein Herz und ging zu dem Tisch, an dem die große Iskyra saß. „Hallo, Ortrichk,“ begrüßte sie die und fügte dann hinzu: „Ich freue mich, Dich hier zu sehen. Darf ich mich zu Dir setzen?“

Was auch immer an Groll zwischen ihnen geherrscht hatte, schien jetzt auf jeden Fall keine Rolle mehr zu spielen. Ortrichk nickte ihr lieb zu: „Hallo Jetsun. Schön, Dich hier zu treffen.“

Sie machte eine Geste zu einem der freien Stühle. „Setz Dich.“

„Danke!“ Tatsächlich etwas erleichtert, nahm Jetsun Platz.

„Was treibt Dich hierher?“ fragte sie dann vorsichtig.

„Das Gleiche wollte ich Dich auch fragen,“ meinte Ortrichk fröhlich.

„Ich bin hier, weil ich gleich eine Besprechung zu meiner Dissertation habe. Ich hoffe, dass die endlich anerkannt wird. Eigentlich habe ich drei Arbeiten eingereicht, nachdem meine erste irgendwie nicht ausreichte.“

„Drei!“ Jetsun war sprachlos. Dann stieß sie kurz die Luft aus.

„Das ist ja was.“ Sie schüttelte den Kopf.

„Ich treffe mich hier mit Professor Eschri. Er ist mein Doktorvater. Bei ihm hatte ich mein Thema eingereicht und dann meine Arbeit. Und dazu soll ich jetzt ein paar Erklärungen abgeben.“

Etwas nervös schaute sie auf ihr Stück Bienenstich. „Ich hoffe, das reicht so. Ich hatte so furchtbar wenig Zeit dafür.“

„Das verstehe ich,“ meinte Ortrichk mitfühlend. „Du bist immerhin die Chefmedizinerin. Ich hatte aber gedacht, Du wärst schon Doktorin.“

„Nein.“ Jetsun schüttelte den Kopf. „ursprünglich war ich an Bord gekommen, um im diplomatischen Dienst zu arbeiten. Es gab keine Planstelle in der Medizin. Daher habe ich das gewählt. Ich kam mit Botschafter Jared als seine Assistentin an Bord. Aber dann verloren wir leider unseren CM, Dr. Skubalon und seine Stellvertretung. Und ich bekam die Aufgabe, diesen Posten provisorisch zu übernehmen.“

Sie zuckte mit den Schultern. „Seitdem habe ich nie wirklich die Zeit für eine Doktorarbeit gefunden.“

Ein Kellner, in recht klassischem Outfit, brachte Ortrichk ihr bestelltes Menu. Klöße, Rotkohl und Rouladen. Natürlich in einer Menge, die nur Iskyra zuträglich war. Während Jetsun überlegte, ob sie auch noch etwas Warmes ordern sollte, sprach Ortrichk.

“Ich kenne das Zeitproblem aus meiner Zeit als CWI.”, die Katze zerlegte einen Kloß und stippte ihn in die Sauce, “Man hat viel zu tun und zu lernen, was nicht unbedingt den eigenen gesetzten Zielen entspricht. Botanik war nicht so wirklich mein Fachgebiet. Aber man muss sich trotzdem darum kümmern und lernen. Naturwissenschaften halt. Erst als ich Elternzeit nahm,um mich um Tara und Lani zu kümmern, fand ich Zeit, um meine Interessen zu verfolgen. Ich konnte an meiner Arbeit zu “Physiologie und Anthropologie der Iskyra (auch vergleichend)” weiter arbeiten. Als wir dann die Hephaistos verlassen mussten, fand ich meinen Doktorvater. Professor Albertson. Er brachte mir nicht nur sehr viel bei. Er erweckte auch weitere Interessen, motivierte mich und entwickelte neue Instrumente, die es mir ermöglichen allerfeinste chirurgische Eingriffe vorzunehmen. Woher mein Interesse an Prothesen kommt, dürfte klar sein.”

Ortrichk hob eine Pfote und deutete auf ihre Nase, auf der eine feine Brille saß, welche ihre Kurzsichtigkeit kompensierte.

Jetsun versuchte sich zu erinnern, ob sie irgendetwas über Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber medizinischen Mitteln in Ortrichks Krankenakte gelesen hatte, aber ihr fiel es grad nicht ein. So nickte sie nur. „Ah, ja. Das verstehe ich. Steht Dir aber gut!“

“Danke.”, Ortrichk lächelte ein Iskyralächeln. Es galt aber einem Studenten, der die ganze Zeit zu ihnen starrte und offensichtlich versuchte zu lauschen. Da er Iskyra nicht kannte, erschrak er heftig und widmete sich schnell wieder seinem Teller. Kichern setzte die Katze fort.

“Auf der Akademie hat man Retinax 5 probiert.”, sie kicherte, “Ich bekam eine allergische Reaktion. Haarausfall. Heftig. Das Gemeinschaftsquartier war eine Woche lang überall mit Flocken von meinem Pelz bedeckt. Und Prothesen… lehne ich für mich selbst ab. In meiner Heimat gibt es solches nicht. Und ich bin zu naturverbunden. Und in der Wildnis von Olbia II gibt es gar keine Ärzte. Die Heiler haben nur Kräuter.”, versonnen machte sie eine Pause.

Die beiden so unterschiedlichen Wesen aßen dann erst einmal und die leichte Spannung verflog. Ortrichk aß ihr Mittagessen während Jetsun von dem Bienenstich futterte.

„Sag“, fragte dann die Iskyra, „seit wann hast die diese großen schwarzen Flügel? Bei meiner Hochzeit waren die noch nicht da.“

Jetsun nickte. „Ja, das stimmt. Diese Flügel… das sind, wie soll ich das sagen, das sind Überbleibsel von unserem Aufenthalt in der Anomalie. Arcadia. Einige von uns hatten da körperliche oder auch psionische… Andersartigkeiten. Ich hatte da diese Flügel. Und ich konnte da auch etwas zaubern. Auch Caraxes, der Rabe von Nazira, stammt daher. Als wir dann die Anomalie wieder verließen, blieb da da eine oder andere zurück. Meine Flügel aber hatte ich da nicht mitgenommen. Aber anscheinend die Anlagen dazu. Kurz nach Deiner Trauung kamen die dann wieder.“ Jetsun seufzte. „Das tat ganz schön weh.“

„Okay…“ meinte Ortrichk und späht einmal neugierig über Jetsuns Schultern.

„Und kannst du damit so richtig fliegen?“

„O ja. Und es macht viel Spaß. Bei einem Einsatz habe ich zusammen mit Caraxes auch… naja, etwas Aufklärung geflogen.“ Dass sie dabei in einen See abgestürzt und ums Haar ertrunken war, erwähnte Jetsun nicht.

„Sie bringen aber auch eine Menge Nachteile mit sich. Ich kann keine normale Uniform mehr tragen, keinen normalen Raumanzug oder Reinraumanzug. Und Basketball geht auch nicht mehr. Und ich muss noch viel mehr aufpassen, wenn ich mich irgendwo bewege, damit ich da nichts umstoße und so. Aber es geht schon immer besser.“

Das mit dem Basketball fand Ortrichk ja nicht so tragisch. Sie hatte für Ballspiele eh nichts übrig. Aber das mit der Kleidung. Das war auch für Schwanzträger schon nicht so einfach. So nickte sie ein wenig mitfühlend und hob dann eine Pfote, mit der sie auf die Flügel deutet, “Ich würde gerne deine Fügel mit meinem Trikorder scannen, wenn du erlaubst und sich eine Gelegenheit bietet.”

„Gern!“ erwiderte die Buthanerin. „Wann immer du magst. Komm einfach zu mir.“

Wieder aßen sie etwas und Jetsun beendete ihr Kuchenstück, so wie Ortrichk ihr Menü.

„Wo musst Du gleich hin?“ fragte die Iskyra dann.

„Raum S312.“ erwiderte Jetsun. „Ich habe noch zehn Minuten, dann müsste ich aufbrechen.

Und Du?“

„S622.“ erklärte Ortrichk. „Selbes Gebäude, aber etwas höher.“

Sie trank ihren großen Saft während Jetsun an ihrem Latte Macchiato nippte.

„Wir können ja gleich zusammen losgehen.“

„Ja, gern.“ Jetsun lächelte. „Soll ich deinen Teller mit auf mein Tablett nehmen, dann kann das zusammen abgeräumt werden.“

„Oh, gerne!“

Geschickt stapelte die Bhutanerin das Geschirr. Dann leerten sie beide ihre Becher und erhoben sich. „Lieber etwas zu früh…“ meinte Jetsun.

„Bist du etwas aufgeregt?“ fragte Ortrichk und Jetsun nickte deutlich. „Ja, ziemlich.“ gestand sie.

„War ich beim ersten Versuch auch. War ja auch nicht unbegründet. Aber du packst das schon!“

„Danke!“ meinte Jetsun und ging neben der großen Iskyra her in Richtung der Liftzugänge.

„Sag, da du ja wieder an Bord bist, wirst du sicher auch wieder eine Untersuchung haben. Komm gern zu mir, dann können wir noch ein wenig plaudern und vielleicht Erfahrungen austauschen. Ich…“ Jetsun lächelte „würde gern etwas über Tara und Lani hören.“

Ortrichk lachte und nickte dann. „Ja, warum nicht.“ Der Lift kam und die beiden traten ein. Jetsun tippte beide Ziele ein und der Lift setzte sich in Bewegung. Der Liftzugang zu S3 kam zuerst und Jetsun stieg aus, drehte sich noch einmal zu Ortrichk um und winkte ihr zu. „Viel Erfolg!“

„Dir auch!“ dann schlossen sich die Lifttüren und die Iskyra war weg.

#Ort: Shermans Planet, medizinische Fakultät, Sitzungssaal S312 – dann am Strand

#Zeit: SpD 2.1645

#Ball: Massimo und das Suchteam

Die Tür schloss sich hinter Jetsun und sie atmete einmal sehr tief durch. Dann sah sie sich um. Da waren die Liftzugänge. Sie fühlte sich ausgelaugt. Oh, das Gespräch war sehr erfolgreich gewesen, aber sowohl Professor Eschri als auch seine beiden Kollegen hatten eine Art, ihr das Wissen förmlich aus dem Hirn zu saugen. Das war zwar sehr, sehr gut so, denn so konnte sie mit Informationen glänzen, von denen sie gar nicht mehr gewusst hatte, dass sie sie überhaupt hatte. Aber es war eben auch sehr anstrengend gewesen.

Die Arbeit, so hatte vor allem Dr. Sui gemeint, sei ausgesprochen knapp gehalten. Sie hätte sich noch mehr Informationen dazu gewünscht, doch aufgrund der zeitlichen Bedingungen dieser beschleunigten Dissertation sei das noch akzeptabel gewesen. Dr. Slixx dagegen meinte, dass gerade in der Kürze die Würze läge. Vor allem, weil es ja auch ein sehr spezielles Thema war.

Sie würden das ganze noch einmal durcharbeiten. Jetsun nahm an, dass das zusammen mit weiteren „Experten“ der Fall sein würde, wer auch immer hier ein Experte für Kikonen sein würde. Vielleicht ja eine AI. In einer, spätestens zwei Wochen würde sie dann wieder von ihnen hören.

Das war eine gute Nachricht. Jetsun freute sich auf etwas Urlaub. Sie hatte das „Haus auf der Insel“ nicht vergessen.

A-Propos: Vergessen! Jetsun hatte noch nichts von Massimo gehört. Also beschloss sie, wie sie es ja versprochen hatte, nach ihm zu schauen. Aber vorher, dass hatte sie für sich beschlossen, würde sie etwas an den Strand gehen, der hier ja nur einige Kilometer entfernt war.

Jetsun ging zum Lift und ließ sich dann ganz nach oben bringen, dort, wo einerseits der Shuttle-Landeplatz und auf der entsprechend abgewandten Seite ein schöner Balkon war. Dieser Balkon war ihr Ziel.

Dort angekommen, zog sie ihre Balerinas aus und steckte sie in ihre kleine Messengerbag. Dann breitete sie ihre Flügel aus. Die irritierten Blicke anderer Anwesender ignorierte sie. Und dann sprang sie in die Luft.

Es war ein wundervolles Gefühl. Die unglaubliche Leichtigkeit, die sie umfing, war einfach herrlich. Sie schaute sich um und erkannte sofort die Wasserlinie des Strandes. Also steuerte sie mit wachsender Geschwindigkeit diese Richtung.

Jetsun wusste, dass sie vorsichtig sein musste. Bei ihrem Absturz war sie viel zu schnell gewesen und sie wusste auch, was sie falsch gemacht hatte. Vor allem war sie für ihre hohe Geschwindigkeit viel zu niedrig geflogen. Das würde ihr nie wieder passieren. Dafür musste sie hier aufpassen, nicht in den kontrollierten Luftraum für die Nahverkehrsshuttles zu gelangen. Vielleicht sollte sie sich ein Armband besorgen, auf dem sie lokale EFIS-Informationen abrufen und mit dem Flugleitsystem kommunizieren konnte. Aber solange sie hier in der Nähe des Gebäudes und der Einflugschneise der Shuttles 350m nicht überschritt, war sie sicher.

Der Strand kam näher. Es gab da einen kleinen Yachthafen, weiter hinten war eine Überseebrücke, an der kleine Seebäderschiffe anlanden konnten. Und es gab einen ausgedehnten Badestrand. Jetsun breitete ihre Schwingen, die sie für den Überflug etwas nach hinten genommen hatte, um ihre Körper in der Horizontalen zu halten, weit aus. So verzögerte sie und ihr Körper schwenkte in die Vertikale, was für das Landen wichtig war. Leider ging damit einher, dass der Luftstrom ihr Kleid hochschob, was schon ein wenig unglücklich war, ihr selbst allerdings wenig ausmachte. Jetsun suchte sie die unmittelbare Wasserlinie aus und setzte dann mit einem leichten Spritzen etwa drei Meter im Wasser auf, welches ihr an dieser Stelle etwa bis zu den Knien reichte. Der Saum des Röckchens ihrer Dienstuniform endete auf den Oberschenkeln und wurde daher auch nicht nass. Außerdem hätte auch das ihr nicht so viel ausgemacht. Blöder war, dass sie die Flügel nicht nass werden lassen wollte, weil das beim Starten nachher immer etwas schwieriger war. Außerdem wollte sie ja niemanden unnötig nassspritzen. Also hielt sie die Schwingen erst einmal hoch, was ein wenig albern aussah, während sie doch lieber wieder aus dem Wasser hinausging. Dann spazierte sie glücklich, barfuß durch den weichen Sand, direkt an der Wasserlinie. Da war der Sand nicht so heiß.

Dann lächelte sie, und tippte ihren Kommunikator an.

„Jetsun Pema an Massimo Aquila. Massimo? Seid ihr noch unterwegs?“

</RPG>

<SUM>

#Ort: Krankenstation, Büro von Jetsun

#Zeit: SpD 2.1250

Massimo eröffnet Jetsun, dass er Shermans Planet besuchen würde, sie aber nicht mitnehmen konnte. Da es sich um eine Such- und Rettungsmission für Captain Shay war, akzeptierte Jetsun das… gerade noch, erklärte aber, dass sie nach ihrem Besuch auf dem Planeten nach ihm schauen wollte.

#Ort: Shermans Planet, medizinische Fakultät, Empfang

#Zeit: SpD 2.1430

Ortrichk besucht die medizinische Fakultät der Universität auf Shermans, um mit einem Kolloquiumsteam ihre neu eingereichte Doktorarbeit zu besprechen.

#Ort: Shermans Planet, medizinische Fakultät, Empfang

#Zeit: SpD 2.1500

Auch Jetsun ist dort, um ihrerseits ihre Doktorarbeit vor dem Kolloquium vorzustellen.

Noch vor dem Termin treffen beide angehende Doktoren in der Cafeteriea aufeinander und unterhalten sich ausgesprochen gut miteinander.

#Ort: Shermans Planet, medizinische Fakultät, Sitzungssaal S312 – dann am Strand

#Zeit: SpD 2.1645

#Ball: Massimo und das Suchteam

Jetsun kommt knapp, aber immerhin doch erfolgreich durch das Kolloquium. Danach beschließt sie, sich etwas am Strand dort zu erholen. Dort versucht sie dann, Massimo und das Suchteam zu kontaktieren.

</SUM

submitted by Isi Fox und Michel

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