Hier dann also die Fortsetzung der Mission bei Team Vulkan – mit Potential die Gruppen bald wieder zusammen zu führen.
Ich hoffe, es gefällt euch. Fehlt dann nur noch Team Moos… (bin dabei).
</NRPG>
<RPG>
# Ort: Vulkangebirge Kerbas, Thassos IV, Unterhalb des Gehörnten Kopfs
# Zeit: MD 8.2000
# Team Vulkan: C. Ruthven, Geary, Enovo / MiA: PO Greene
# zusammen mit Kalokairi Kataigida (Wirtschaftsministerin),
# Dak Arouraia atto Tyre (Kriegerin – insgeheim Agentin der Prinkipax Crobyzes),
# und Dynatos Istorios Tragodistis atto Turena (Dichter & Sänger)
# sowie Gete Pararthma Sithon atto Myzen (Silberschmied)
<QUOTE>
Die Gespräche hatten sich gelegt – sie alle waren erschöpft. Inzwischen
führten sie die Dinos am Zügel, nachdem sich die sturen Tiere geweigert
hatten, sie weiter bergauf zu schleppen. Ihnen allen war bewusst, dass
sie längst einen Unterschlupf für die Nacht suchen hätten sollen. Müde
einen Schritt vor den anderen setzend, erstiegen sie gemeinsam die
letzte Anhöhe, um auf dem Pass Halt zu machen.
Das Erste, was sie bemerkten, war das Auffrischen des Windes. Alle
fröstelten in der kühlen Abendluft. Vor ihnen lag ein Plateau, das von
zerklüfteten Rissen durchzogen war. Die niedrighängenden Wolken darüber
zeigten einen rot-orangen Widerschein, dessen Quelle irgendwo vor ihnen
liegen musste. Vom Prix keine Spur.
Jetzt, wo sie es sahen, fiel ihnen auch der leichte Hauch von Schwefel
auf der hier in der Luft lag. Würde der Wind nicht hangaufwärts, auf den
Vulkan zu wehen, so wäre es ihnen wohl noch deutlich früher aufgefallen.
Wo war nur dieser Drache hin? … Doch da bemerkten sie etwas anderes.
"Da!", rief Dak Arouraia. Die anderen folgten ihrem ausgestreckten
Finger und sahen es ebenfalls. Da war eine Felsformation, die genau
aussah wie…
"Der gehörnte Kopf!" rief Tragodistis.
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Der Gehörnte Kopf – das Wegzeichen zu dem Lavasee im Vulkan, aus welchem sie das 'feurige Blut der Erde' schöpfen musste. Durch all die Strapazen hinweg hatten sie die Lavakessel gerettet, doch – zu welchem Preis?
Claudia sah zu den Mitgliedern ihrer Reisegruppe. Dak Arouraia atto Tyre wie auch John Geary wirkten noch halbwegs fit, obgleich der erfahrene Blick einer kommandierenden Offizierin auch hier Anzeichen von Müdigkeit entdecken konnten. Die Kikonerin hielt stoisch Ausschau nach weiteren Bedrohungen, während John mehr ein Auge darauf hatte, dass niemand zurück blieb. Die Tatsache, dass John erschöpft war, machte Claudia daran fest, dass er seit einiger Zeit damit aufgehört hatte, dumme Witze zu reißen.
Der Rest der Reisegruppe war jedoch körperlich wie auch emotional am Ende. Die Entführung – Claudia wollte gedanklich noch nicht von Verlust sprechen – von PO Greene hatte stark an der Moral gezehrt. Nicht nur, dass es schlimm war, jemanden zu verlieren – die rothaarige Technikerin war mit ihrer offenen und charmanten Art sozialer Kit und Motivator dieser Gruppe gewesen. Ihr Lächeln hatte den Dichter begeistert, sanfte Worte den Silberschmied motiviert. Selbst die Reibereien zwischen ihr und der Ministerin waren durch Trish mehr als einmal abgemildert worden.
Die 'Jagd' nach dem Prix, um Trish zu retten, war in den letzten Stunden die treibende Kraft für ihr Fortkommen gewesen, doch mit der hereinbrechenden Dunkelheit schwand auch diese Hoffnung. Und nun da sie das Ziel fast erreicht hatten, war es auch törricht, weiter zu gehen. Denn in ihrem Zustand im Dunkeln weiter zum Krater zu gehen, wäre nicht nur töricht sondern lebensgefährlich. Zumal nicht daran zu denken war, die Lava heute Nacht woanders hin zu bringen.
"Wir brauchen dringend ein Nachtlager" meldete sich die Wirtschaftsministerin zu Wort, ganz so als habe sie Claudias Gedanken gelesen.
"Dort unten ist ein kleines Tal mit einigen Bäumen. Da muss es Wasser geben" schaltete sich Dak Arouraia atto Tyre ein. Der vulkanische Boden war sehr fruchtbar und so gab es dort unten tatsächlich so etwas wie eine 'grüne Oase', ein urtümlicher Garten, der ihnen für die Nacht Schutz und Obdach bieten konnte.
Claudia sah die Wirtschaftsministerin an, welche nickte.
"Dann gehen Sie bitte voran" bat die Commodore die kikonische Kriegerin.
***
# Ort: Thassos IV, nahe des Bad des Diafotismós; Lager des Team Vulkan
# Zeit: MD 7.2015
"… dieses Nachtlager gehört also auch zur überlieferten Tradition?" fragte Trish den Lyriker, Sänger und Dichter, Dynatos Istorios Tragodistis atto Turena. Sie hatte sich mit dem Mann schon von Anfang an gut verstanden – und es schien, dass ihre natürliche Art Grenzen, die Aufgrund der Herkunft, des Geschlechts und des wahrgenommenen Standes existierten, leicht überwinden konnten.
"Das ist richtig. Es erinnert an das gemeinsame Mal von Meleotase und Yin Shi. Sie saßen zusammen und backten Amorita, da sie keine andere Speise hatten."
"Oh, die sagenhaften Frauen haben gebacken?" Sie hob eine Augenbraue und lächelte. "Dabei hätte ich gedacht, dass die Männer eher die Bäcker sind."
"Das ist richtig. Aber Meleotases Leibdiener war verschollen und Yin Shi reiste ohne männliches Gefolge. Tatsächlich waren sie, der Überlieferung nach, alleine in jener Nacht. Auch wenn ich mich fragen muss, wer die Geschichte dann aufgeschrieben hat" Er lächelte ebenfalls und schien sich in Trish Gegenwart zu entspannen.
"Und, wie ist das Rezept? Ist das überliefert?"
"Natürlich."
"Können wir es backen?" fragte Trish, mit Begeisterung in der Stimme.
"Jetzt?"
"Natürlich. Wir bereiten uns doch schließlich auf die Quest vor, nicht wahr?"
"Da haben Sie natürlich Recht" pflichtete der Dichter bei. "Wir könnten Glück haben… nach der Überlieferung war es fast zur gleichen Zeit im Jahr, als Meleotase und Yin Shi aufbrachen. Mal sehen, ob wir alle Zutaten finden können…"
Er wunderte sich ein wenig, dass sie als _Frau_ persönlich packen wollte. Andererseits – sie schien keinen so hohen Rang zu haben, von daher könnte das zu ihren Aufgaben gehören. Außerdem war ihr Enthusiasmus ansteckend – und sie hatte natürlich auch Recht: Es gehörte zur Queste dazu. Und.. er konnte ihr einfach nichts abschlagen. Was für eine faszinierende Person.
***
# Ort: Vulkangebirge Kerbas, Thassos IV, Nachtlager unterhalb des Gehörnten Kopfs
# Zeit: MD 8.2153
"… und so haben wir Amorita-Brot gebacken" beendete Dynatos Istorios Tragodistis atto Turena die Erzählung am knisternden Lagerfeuer. "Wenn ich mir das erlauben darf – sie war… ist eine bemerkenswerte Frau."
Nachdem man das Lager aufgeschlagen hatte, hatte man sich zum Essen ans Feuer gesetzt. Unweigerlich war das Gesprächsthema dabei auf Trish gekommen.
"Ich…" Nik räusperte sich, traute sich dann aber doch zu fragen. "…ich habe zufällig gehört, dass Sie Petty Officer Greene mit der Bezeichnung 'déarix' bezeichnet haben. Das beinhaltet die Wortwurzel von 'Himmel', 'oberste Sphäre', zusammen mit der Endung für hochstehende Frauen beziehungsweise weibliche Herrschertitel, aber anders dekliniert."
"Oh" Der Dichter machte große Augen. "Ich sehe, Sie verstehen wirklich etwas von Sprache, Enovo Nikolaj atto Moskau markia Föderation" Der Poet und der COMM hatten sich im Laufe der Reise gut verstanden und sich über die beiderseitige Herkunft ebenso unterhalten wie über Sprache. Dabei hatten sie beide auch festgestellt, wie nach dem Namensschema der Kikonen die föderativen Namen eigentlich aufzulösen wären.
"Das ist richtig."
"Ich würde das mit.. 'himmlischer Herrscherin', 'Göttin' umschreiben, richtig?" fragte Nikolaj.
"Fast. Göttin wäre déax. In der gehörten Deklination ist es mehr.. eine Ehrenbezeichnung" erklärte da der Silberschmied, der bisher geschwiegen hatte.
Der COMM nickte, blickte aber trotzdem fragend.
"Greene Trish markia Föderation ist in ihrer Erscheinung den alten Sagen und Geschichten von unseren déax verblüffend ähnlich. Die Hautfarbe, die Haare, die Augen, die Ausstrahlung… Wie eine fleischgewordene Göttin."
"Und nun ist sie weg…"
Schlagartig breitete sich Schweigen am Feuer aus. Die Stimmung war dahin.
***
# Ort: Vulkangebirge Kerbas, Thassos IV, am Krater
# Zeit: MD 9.0923
"Prix-Kühe!"
Am nächsten Morgen hatte die Welt schon anders ausgesehen – zumindest heller. So war die Gruppe, immerhin ausgeruhter, nach einem kargen Frühstück aufgebrochen, um zum Vulkan zu gelangen und wenigstens die Quest zu erfüllen. Obgleich sie gestern den Gehörnten Kopf erreicht hatten, hatte der Weg zum eigentlichen Krater noch mehr als eine Stunde durch eine neblige, schwefelverkrustete Felsebene benötigt. Doch nun, als sie aufbrodelnde Lava schon sehen konnten, stießen sie erneut auf eine Prix-Herde. Oder die Prix-Herde.
Diese weidete auf einem fruchtbaren Fleck direkt in Sichtweite des majestätischen und aktiven Lavasees. Die Schuppen der Weibchen hatte eine bronzene Färbung angenommen. Claudia war sich nicht sicher, ob es sich um die gleiche Herde handelte wie zuvor – aber eine dritte Herde, nachdem die zweite bereits unbekannt schien, wäre doch ein wenig zu weit hergeholt, oder?
"Verdammt. Scheint, als hätten sie uns gewittert" brummte John. "Da sind wir wohl… ange_echst_."
Claudia verdrehte für einen Moment die Augen – da waren sie wieder, die Wortwitze.
Tatsächlich hoben mehrere der Prix die Schnauzen und witterten. Dann stieß die erste von ihnen einen langezogenen Warnruf aus, in den andere einstimmten. Wieder wurden die Ponies nervös – doch hier, nahe des Kraters, gab es kaum einen Ort, wo man sich verstecken konnte. Oder auch nur einen sicheren Pfad.
"Das hat uns gerade noch gefehlt" Dak Arouraia atto Tyre wirkte besorgt. Sicher, es wäre ihrer eigentlichen Herrin nicht unrecht, wenn diese Queste scheitern würde – aber sie selbst verlor ungern ihr Leben dabei. Und wenn hier oben das Männchen erschien und es zum Kampf kam… Sie hatte ja gehofft, dass der Verlust der Rothaarigen die Fremden demotivieren würde, doch es schien, als hätte eine grimmige Entschlossenheit die Gäste der Föderation erfasst. Als wollten sie die Quest noch zu Ende bringen, damit das Opfer am Ende nicht umsonst war. Eine Einstellung, die die Kriegerin widerwillig anerkennen mussten – und akzeptieren konnte.
"Wir müssen uns eine Deckung suchen" merkte Kalokairi Kataigida an. "Bevor das Männchen wieder kommt!"
"Das ist eine _echs_trem doofe Situation!" warf John ein. "Hier sind wir wie auf dem Präsentierteller." Was ihn nicht zu kümmern schien, wie Claudia feststellte. Tatsächlich wirkte der CSO der Hephaistos seltsam unbeschwert und risikofreudig. Als wäre er betrunken. Nik hingegen wirkte betrübt, war still, fast depressiv.
"Zu spät" knurrte die kikonische Kriegerin grimmig und umfasste ihren Speer fester, als man das Brüllen des Prix-Männchens aus dem Krater hörte.
Der Ruf des halbstarken Drachen hallte dutzendmal gebrochen zwischen den Felsen wider. Mit Schrecken sah Claudia, wie sich der massige Leib des Prix empor hob. Es musste eine Art Felshöhle oder Insel am Krater geben, wo das Männchen geruht hatte. Die Commodore konnte den Windstoß der mächtigen Schwingen spüren, die die Thermik des Vulkans nutzten, um die schuppige Gestalt in die Luft zu tragen.
Doch irgend etwas war seltsam. Es schien fast so, als..
"Schh mein Großer. Beruhige dich." hörte sie eine beruhigende Stimme. Im nächsten Moment landete die große, halbstarke Echse mit Getöse wieder auf dem Felsen, so dass der Boden erzitterte. Der Hals der Echse ruckte gen Himmel, stieß fauchend einen Flammenstoß aus, der die rauchgeschwängerte Luft erhellte – und senkte sich dann gen Boden.
"So ist es gut" Ein glockenhelles Lachen erfüllte die Luft.
Lange Beine schwangen sich vom Rücken des männlichen Prix. Beine, die zu einem wohlproportionierten, weiblichen Körper gehörten. Die Überreste einer Tunika bedeckten nur noch Tallie, Hüfte und Teile der Oberschenkel. Lange rote Haare fielen lockig über den bloßen Rücken und bedeckten die nicht mehr bläuliche sondern nur irgendwie… golden leuchtende Haut.
Trish tätschelte die Wange des erstaunlich zutraulichen Drachenmännchen, griff in die Überreste ihrer Kleidung und holte etwas hervor, dass sie ihm vor die Nase hielt. Gierig streckte der Drache die Zunge danach aus und zog es in den Mund, schleckte der Rothaarigen die Hand ab.
"Gut dass Sie da sind, Commodore – mir geht langsam das Amorita aus"
Noch bevor sie antworten konnte, flüsterte Dynatos Istorios Tragodistis atto Turena nur "Déax ton prix…" und ging auf die Knie. Alle Kikonen taten es ihm gleich. Zuletzt auch Dak Arouraia atto Tyre. So etwas hatte es noch nie gegeben…
</RPG>
<SUM>
# Ort: Vulkangebirge Kerbas, Thassos IV, Unterhalb des Gehörnten Kopfs
# Zeit: MD 8.2000
Team Vulkan kommen am Vulkankrater an. Da es jedoch bereits Dunkel wird, wäre ein weiteres Vorangehen Selbstmord. Daher beschließt man Rast zu machen. Ein kleines Wäldchen in einer Senke bietet Unterschlupf.
***
# Ort: Thassos IV, nahe des Bad des Diafotismós; Lager des Team Vulkan
# Zeit: MD 7.2015
Trish spricht mit dem Dichter und erfährt, dass der Brauch des ersten Nachtlagers ebenfalls auf die ursprüngliche Geschichte von Meleotase und Yin Shi zurück geht. Beide haben an jenem Abend gegen den Hunger etwas namens Amorita gebacken. Trish überredet Dynatos Istorios Tragodistis atto Turena dazu, es beiden gleich zu tun.
***
# Ort: Vulkangebirge Kerbas, Thassos IV, Nachtlager unterhalb des Gehörnten Kopfs
# Zeit: MD 8.2153
Die Rückschau auf Trish und die Begegnung mit ihr offenbart, dass sie im Erscheinungsbild den Göttinnen der alten Sagen ähnelt.
***
# Ort: Vulkangebirge Kerbas, Thassos IV, am Krater
# Zeit: MD 9.0923
Als man am Krater ankommt, trifft man dort erneut auf Prix. Diese stoßen Warnrufe aus und rufen so das Männchen auf den Plan. Doch diesmal wurde es überraschend gezähmt…
</SUM>
übermittelt von
Christian "Effi" Hellinger
aka
Trish Greene
Göttin der Prix
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