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Weihnachtspost 2020 Teil 1/2

Posted on 24. Dezember 2020 By admin
<RPG> 
 
# Zeit: Kurz vor Weihnachten 2416 
# Ort: Verschiedene Quartiere auf der USS Hepaistos 
 
Die Quartiere lagen im dunkeln den die Personen welche die Quartiere bewohnten schliefen tief und fest. Zumindest taten sie das bis ein heller Fanfarenstoß erklang und jeder quasi urplötzlich aufrecht im Bett saß. 
 
Es wurde geflucht und nach Licht gerufen und tatsächlich wurde es in den Quartieren hell, aber nicht so hell wie sonst. Das Licht war gedimmt und eine grüne Gestalt mit gelber Zipfelmütze erschien in den Räumen. 
 
„Einen wunderschönen guten Morgen!“ erklang es von der Gestalt und die welche schon länger auf der Hephaistos waren konnten sich ein kurzes aufstöhnen nicht verkneifen. 
 
War es wirklich schon wieder soweit?“ 
 
„Ja es ist so weit!“ schien die Gestalt die unausgesprochene Frage zu beantworten. „Es ist kurz vor Weihnachten und ich bin der Weihnachtswichtel der dir mitteilen wird wen du zu Weihnachten beschenken sollst. 
Leider bin ich diesmal etwas spät dran. Der Verkehr vor Alpha Centauri war wirklich die Hölle aber nun bin ich da und ich verkünde dir wen das du diesmal zu Weihnachten beschenken sollte. 
Die genauen Instruktionen was es mit Weihnachten und dem Wichteln auf sich hat habe ich wie immer in eurem Postfach hinterlassen. 
Also gib dir Mühe und suche ein vernünftiges Geschenk aus! Keine halbherzigen Sachen. Ich beobachte dich.“ verkündete die Gestalt und war mit einem leisen Puff in einer holographischen Rauchwolke verschwunden. 
 
„Wenn ich den erwische der die Quartiere mit Holoemitter ausgestattet hat.“ kam es brummelnd aus Richtung Bett
 
# verschiedene Quartiere / zeitgleich
 
Jenn stöhnte auf. Ausgerechnet Trish? Was bitte hatte das Schicksal zur Zeit nur gegen sie? Andererseits – wann hatte sie eigentlich das letzte Mal Weihnachten gefeiert? So richtig? 
Schnell verbannte sie diese Gedanken wieder, den nur zu schnell kroch die altbekannte Dunkelheit in ihrem Innern hoch. 
Trish also … das war eine Herausforderung der sie sich stellen würde!
 
#
Jetsun brauchte einige Zeit, bis sie wieder eingeschlafen war. Einerseits waren ihre beiden Hörnchen durch diese unselige Trompete so dermaßen aufgedreht gewesen, dass sie sie ständig rascheln und stöbern hörte. Aber viel mehr waren es ihre Gedanken, die die CM wach hielten. Was um Himmels Willen sollte oder konnte sie der XO bloß schenken?
 
Eigentlich wusste sie so gut wie nichts über diese Frau. Sie war zuvor XO auf der Ainama gewesen, dem Schiff, welches von den Klingonen zerstört worden war. Sie hatte sich immens tapfer geschlagen und war – sicher vor allem aufgrund der Kriegslage – zur XO der Hephaistos ernannt worden. Jetsun nahm an, dass diese Art von Beschäftigungstherapie gar nicht so falsch war. Aber ob nun richtig oder falsch, es gab im Grunde nichts, was sie privat über Samantha wusste. Gar nichts.
 
# 
Shay und Elisa sahen sich an. „Schöne Bescherung.“ brummte Elisa. „Können wir tauschen?“ Das veranlasste Shay zu einem trockenen Lachen. „Bloß nicht, das bekommt der Wichtelelf mit und mit denen ist nicht zu spaßen.“ Elisa vergrub sich wieder unter ihrer Decke. „Aber ich kenne unseren Chefwissenschaftler kaum.“ maulte sie. „Ach und Lt. Ajur kennst du besser? Komm lass uns aufstehen, dann können wir noch zusammen frühstücken, eh ich zum Dienst muss.“ Shays kalte Hand fuhr unter die warme Bettdecke und piekste Elisa in die Seite, was sie zu einem entrüsteten Quietschen veranlasste, jedoch auch den erwünschten Erfolg hatte: sie sprang aus dem Bett. Ärgerlich bewarf sie ihren Ehemann mit ihrem Kopfkissen, welches dieser jedoch geschickt auffing. „Das wird dir heut Nacht fehlen.“ grinste er und legte es beiseite. 
Elisa schnaubte nur. „Vergiss du lieber nicht Trish auch ein Geschenk zu besorgen. Du kannst deine Konkubine ja nicht leer ausgehen lassen.“ schoss sie zurück und nun war es Shay der ein Kissen nach ihr warf.
Elisa wich geschickt aus und grinste breit. „Ernsthaft, sag Bescheid wenn du Hilfe brauchst.“ meinte sie dann nur. 
 
Einige Zeit nachdem Shay gegangen war und Elisa das Küken gefüttert und mit ihm gespielt hatte, grübelte sie immer noch über ein mögliches Geschenk für Daniel nach.  Jemanden zu beschenken, den man nicht Nahe stand, war immer recht schwer. Lt. Claton kannte sie zwar grundsätzlich schon viele Jahre, dennoch wusste sie fast nichts über ihn. Auch der letzte grinselnde Tipp ihres Mannes im hinausgehen ‚Socken gehen immer‘ war nicht hilfreich gewesen. Also brütete sie weiter. 
 
Shay dagegen hatte bereits das perfekte Geschenk für Ajur im Kopf, auch wenn dabei ein wenig Eigennutz mitspielte. Immerhin wäre es ein sehr klassisches Geschenk für einen Klingonen, nur das mit dem einpacken konnte schwierig werden. Trish dagegen … ja Trish war eine ganz andere Nummer. 
 
# 
Wie üblich, wenn man spontan ein Geschenk finden musste, war Fabièns Geist sofort wie leergefegt. Ähnlich wie er, war Careen plötzlich an Bord geploppt, und er kannte sie kaum. Zumal sie sich sehr zurückhaltend verhielt. Was konnte man da tun?
 
Eine Stunde später war zumindest das Quartier schon mal weihnachtlich geschmückt. Äpfel und Nüsse lagen dekorativ herum, es roch nach Tannenduft und Räucherkerzen, und Kerzen tauchten den Raum in ein
gemütliches Licht. Trish würde staunen, wenn sie von ihrer Schicht kam. Zufrieden betrachtete Fabi das Ambiente.
 
Nur Geschenkideen waren dabei leider nach wie vor nicht aufgetaucht. Nachdenklich betrachtete LaGroille die Lichterpracht. Er erinnerte sich an Weihnachten zu Hause in Lyon. Dabei fiel ihm ein Spruch seiner Mutter wieder ein: „Essen geht immer.“
 
// Essen geht immer //, wiederholte er in Gedanken. Damit konnte man nichts falsch machen. Schon machte er sich auf den Weg zur Station. Dort hatte es doch in einer Nische diesen kleinen Delikatessenladen gegeben.
 
# 
Die Sternenflotte und ihre Traditionen! 
Der Klingone stellte einerseits mit Genugtuung fest, dass seine Bemühungen, den nervigen Wichtel der letzten Jahre von Erfolg gekrönt gewesen war, doch auch, dass es dieses Jahr nun leider einen neuen Wichtel gab. Er seufzte resigniert. In gewisser Weise erinnert ihn das an einige Rituale seines eigenen Volkes: Unnötig, nervig und doch jedes Jahr aufs Neue durchgeführt, da es sich ‚einfach gehörte‘. Vermutlich sollte er einfach akzeptieren, was er nicht ändern konnte.
 
Diesmal hatte ihm das diabolische Weihnachtswichtelmastermind (vermutlich steckte hier ja jemand dahinter und es war nicht nur ein einfacher Algorithmus, auch wenn dieser zum Einsatz kommen mochte) also den schweren Fall des Neuzugangs zugelost. Nicht, dass der TAK das nicht schon in die Möglichkeiten eingerechnet hätte.
Diesmal war es aber wirklich schwer, das konnte Ajur schon auf Anhieb sagen.
 
Mit federnden Schritten ging der Klingone in das Bad des Quartiers, erledigte die Morgentoilette und kehrte in das Quartier zurück – ganz in einen blauen Anzug aus Hose und übereinandergefaltetem Oberteil, das ein wenig an einen kurzen Morgenmantel erinnert. Da er noch etwas Zeit bis zum Dienst hatte, hatte er beschlossen zu meditieren. Mit ruhiger Hand zündete er einige Kerzen an und nahm dann den Lotussitz auf dem Boden seines kargen Quartiers ein.
 
Während Ruhe seinen Geist durchströmte, fokussierte er seine Gedanken auf das Problem. Wie üblich hatte er sich Informationen über die neuen Crewmitglieder besorgt – denn immerhin war er nicht nur der TAK der Einheit sondern auch für das ATAK, dessen Geheimhaltung und Schutz verantwortlich. Die Akte von Ensign Johnson war insofern bemerkenswert als dass sie unbemerkenswert dünn und einmal wohltuend gewöhnlich war.
Was sein analytischer Verstand herausarbeiten konnte war, dass sie wohl in gewisser Weise auch damit zu kämpfen gehabt hatte, die Erwartungen der Eltern durch eigene Pläne zu durchkreuzen. Sie hatte einen Schicksalsschlag erlebt, war aber nicht von ihrer Bahn abgewichen. Dinge, die er respektieren konnte.
Im Gegensatz zu ihm selbst schien sie ihren Ausgleich aber nicht im Inneren, durch Meditation, sondern durch äußere Betätigung zu suchen – jedenfalls, wenn er die Vielzahl der Sportkurse und Aufzeichnungen über Kampfkurse richtig deutete.
Was hatte es eigentlich immer damit auf sich, dass die Menschen den Kampf und die Kampftechniken suchten, obgleich ihre Kultur dies gerade nicht von ihnen verlangte? Wussten sie nicht, wie glücklich sie sich schätzen konnten? Er seufzte. Irgendwie würde er die Menschen wohl nie verstehen.
 
# 
Skye konnte sich ein gequältes Wimmern nicht verkneifen, denn sie war erstens noch immer hundemüde und zweitens extrem schlecht darin Geschenke für Menschen zu finden, die nicht gerade zur Familie gehörten. Ihre Brüder kannte sie in und auswendig, weshalb sie immer irgendetwas Lustiges für die Beiden fand, aber Emily erschien ihr nicht unbedingt die einfachste Person zu sein, für die man etwas finden konnte. Außerdem war Skye erst kurze Zeit an Bord und noch dabei sich einzufinden. Nichtsdestotrotz schien das Wichteln auf dem Schiff Tradition zu haben und sie war die Letzte, die das nicht ehren würde. 
 
Müde schwang sie ihre Beine aus dem Bett und schlurfte zum Schrank, während sie gedanklich schon dabei war über Emily und deren Vorlieben nachzudenken. Vielleicht musste sie sich in den kommenden Tagen einfach öfter mit ihr unterhalten, um ein Gefühl für die Interessen der Anderen zu bekommen. Als jemand der in der Sicherheit arbeitete, hatte Skye zumindest Erfahrung im unterschwelligen Verhören von Menschen ( und Aliens ). In Windeseile schlüpfte sie in ihre Uniform und machte sich auf den Weg zu ihrem Posten, wobei sie allerdings jetzt schon auf die Mittagspause hin fieberte, weil ihr diese die Gelegenheit zur Informationsbeschaffung bieten würde.
 
Der Vormittag verging schleichend langsam und auch wenn sie zwischendurch mit dem Ausfüllen von Protokollen beschäftigt war, drifteten ihre Gedanken immer wieder zum Wichteln ab und sie überlegte, worüber Emily sich wohl freuen könnte. Als es endlich Zeit für ihre Pause war, hatte Skye zumindest schon einmal beschlossen Weihnachtskekse nach dem Rezept ihrer Mutter zu backen, allerdings musste noch ein ordentliches Geschenk her. In der Messe angekommen, fand sie nur Freundinnen von Emily vor, nicht ihre Wichtelpartnerin selbst, doch Skye entschied dass auch dies genügte. Freundlich begann sie mit ihnen ein Gespräch und fragte unterschwellig nach allem, was Emily so interessierte. Guter Dinge verließ sie nach dem Essen die Messe und hatte zumindest eine vage Vorstellung von dem, was sie mithilfe des Replikators am Abend erstellen konnte. Ihre Zugriffsrechte als Sicherheitschefin nutzte sie eventuell in den folgenden Stunden auch eher großzügig, um Informationen über Emilys Vergangenheit heraus zu finden, statt wirklich zu arbeiten, aber es war ein recht ruhiger Tag an Bord.
 
Als sie am Abend endlich zurück in ihr Quartier kam, wusste sie genau, was sie neben den Plätzchen noch als Geschenk vorbereiten wollte. Bewaffnet mit einem Bauplan und einem Stück Kuchen als Wegzehrung, machte sie sich auf zu einem der größeren Replikatoren an Bord, denn der war dringend nötig für ihr Projekt. Glücklicherweise war es nicht mehr sehr belebt auf den Korridoren und sie hatte alle Ruhe der Welt, als sie jegliche relevanten Informationen in die Maschine einspeiste und bereits kurze Zeit später ihr Geschenk in Händen hielt: ein Modell der Black-Star, dem Schiff auf dem Emily aufgenommen worden war als Kind, komplett aus glitzerndem, violetten Kristall repliziert. Skye hatte keine Ahnung, wie sie das einpacken sollte, aber sie hatte glücklicherweise noch einige Tage Zeit, um das herauszufinden.
 
# 
Samantha brummte unwillig und schloss wieder die Augen. Ausgerechnet der Counselor musste ihr zugelost werden. Da begann der Tag gleich mit Kopfschmerzen. Um dem vorzubeugen rollte sie sich auf die Seite zusammen und versuchte weiterzuschlafen. Zum Glück fiel ihr das leicht, auch wenn ihr Problem sie bis in ihre Träume verfolgte. 
 
Draußen schneite es und Samantha saß mit Christopher Robin in der gemütlichen Küche, als Puu hereinstürmte und einen großen Schwall Schnee mit hereintrug. 
 
„Puu mach die Tür zu!“ rief Sam, „hier wird doch alles ganz nass. 
Schwungvoll warf Puu die Tür hinter sich ins Schloss, oder wollte es zumindest. Die Tür traf das Schloss nicht, denn die Schnauze von Iaah war just in diesem Moment im Weg. Getragen vom Schwung einer Schneewehe, und dem massiven Körper des blauen Esels schwang die Tür wieder auf. 
 
Christopher Robin sprang auf und half Iaah, der seine Schnauze im Schnee kühlte, während Puu bereits auf Sam einredete. 
 
„Wir wollen heute Plätzchen backen.“ Er reckte ihr eine seiner Pfoten entgegen, auf der eine kleine Plätzchenform lag. 
 
„Oh!“ rief Sam verzückt „eine Einhornform.“ 
 
Puu nickte und strahlte. „Ja und einen Regenbogen habe ich auch dazu.“ 
 
 
Ein Weckerpiepen riss Samantha aus ihrer zweiten Schlafrunde. Sie streckte sich und fing an zu grinsen. So verquer der Traum auch gewesen sein mag, die Idee mit den Plätzchenformen gefiel ihr. Ettore hatte Kinder, es bestand die Hoffnung, dass ein derartiges Geschenk tatsächlich auch zum Einsatz kommen könnte. 
 
 
*** ein paar Tage später *** 
 
Sam betrachtete das kleine Kistchen vor ihr auf dem Tisch. Sie hatte eine bunte Mischung vor sich liegen. Verschiedene Keksformen und Stempel lagen herum: ein Einhorn und ein Regenbogen, so wie in der Hand von Winnie Puu in ihrem Traum. Auf weihnachtliche Motive hatte sich verzichtet. Sie erinnerte sich daran, dass Shay ihr erzählt hatte, dass die Familie della Scalla damit nicht viel anfangen konnte. Und so war sie sich nicht sicher, ob das für die Eltern okay wäre. 
 
Sie packte die Förmchen und Stempel in die Kiste. Obenauf legte sie einen Brief. 
 
„Lieber Mr. della Scalla, 
ich hoffe Sie können diese Förmchen nutzen und gemeinsam mit ihren Kindern kleine Kunstwerke zaubern. Mischen Sie einfach etwas Butter, Mehl, Zucker und ein Ei, kneten Sie den Teig gut durch und anschließend auswalzen und ausstechen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß! 
Ihr Wichtel“ 
 
# 
Emily war müde weiter im Bett liegen geblieben! Das Spielchen kannte sie ja nun schon zu Genüge und auch wenn ihre Freunde durch die Bank weg, fürchterlich verzückt waren, spielte die junge Trill gerade mit dem Gedanken die Selbstzerstörung des Schiffes auszulösen, nur um ein paar weitere Stunden Schlaf zu ergattern. Ne Scherz, so etwas würde die junge Frau niemals tun, vielleicht hier und da das Panzertape welches das Schiff zusammenhielt lösen, damit sich ihre Probleme von allein lösten, aber auch das war wohl keine Option. Wenn das Schiff auf irgendwelchen Decks seine strukturelle Integrität verlor, dann gab es einen Alarm, geordnete Panik, man musste rennen, RENNEN, RENNNNNNNENNNN! Nein, das war viel zu anstrengend, darum konnte alles beim Alten bleiben – leider hieß das auch sie brauchte ein Geschenk.
Innerlich seufzte die Trill, wie als war schwer für den weißen Wolf ein Geschenk zu besorgen! Er war sicherlich schon 136 Jahre alt und hatte in seinem Leben so alles angesammelt was man brauchte. Vielleicht war 136 ein klein wenig übertreiben, aber er hatte ne Glatze und Menschen bekamen so etwas doch nur wenn sie so richtig, richtig, richtig alt waren! Und wenn man alt war, dann besaß man eigentlich alles was man brauchte, so war das zumindest bei ihren Vätern gewesen. Zwar versuchten ihre Freund Emilys Vorstellungen in eine etwas realistischere Richtung zu lenken, aber dank der frühen Stunde gelang es ihnen nicht.
Langsam setzte die Trill sich im Bett auf und blickte sich suchend um! In ihrem Zimmer war nichts was sie einfach in Folie schmeißen konnte und dem alten Herrn als super stygisches It Geschenk verkaufen konnte!
Das wäre vielleicht auch zu einfach gewesen. „Kommt schon! Mit vereinten Kräften finden wir das Super- Geschenk“, quietschte Em hüpfte aus dem Bett und lief in Richtung Bad.
*Du meinst, WIR finden das passende Geschenk und du gehst duschen? Ich könnte nun viele Gründe anführen, warum das nichts wird, aber nehmen wir doch mal den naheliegensten! Wir sind quasi ne Verknüpfung zwischen deinem Unterbewusstsein und dem des Symbionten, also finde den Fehler* 
Emily sah wie ihre Freunde beleidigt verpufften, „Drückeberger!“ ihre Stimme quietschte kurz durch den Raum, als sie auch schon im Bad die Hüllen fallen ließ, „Ich brauch den Spürhund der gute Geschenke jagt und findet!“
Eine der braunen Augenbrauen wanderte ein kleines Stück nach oben, war es wirklich so einfach. Die Dusche glich eher einer Katzenwäsche und schon hatte Emily sich in ihren Hasenoverall geschmissen. Nachdenklich zog sie an den Kordeln, welche die Stoffohren aufrecht stehen ließen. 
Emily dachte nach, sie hatte noch einige Stunden bis sie zur Mittagschicht musste. Das Wichtelhologramm musste lernen die Schichten miteinzurechnen, so hatte sie jedoch Zeit. Mit einem Bollerwagen bewaffnet lief sie ein fröhliches Weihnachtslied trällernd zur technischen Abteilung. Eine Baugruppe nach der Anderen landete im Bollerwagen, den Werkzeuggürtel hatte sie um die zierlichen Hüften geschnallt, so trug der große Wells- Hase mit Weihnachtsmütze und Zuckerstange im Mund, nun einen voll ausgestatten Arbeitsgürtel und machte sich auf den Rückweg in ihr Quartier. 
Der Bollerwagen hatte irgendwie keine Einparkhilfe, weswegen er beim Rangieren zwischen Tisch und Wand verkantete, „Dich motz ich später für Trish auf. Dann hat sie ein Gefährt um ihre Kuchen zu verteilen und viel mehr Stauraum als auf dem winzigen Tablett. Mehr Stauraum heißt mehr Kuchen für mich und mit ein wenig rosa Farbe und viel Glitzer, einer Kühleinheit und einer elektronischen Einparkhilfe, bist du das perfekte Geschenk. Aber bevor der Elf mich verhext mach ich erst das richtige Wichtelgeschenk fertig.“ Liebevoll tätschelte Em das Holz des Bollerwagens, er war sicherlich schon in heller Aufregung ein aufgemotztes Weihnachtsgeschenk zu werden. Er würde eine Sprachreinheit brauchen, damit der Trish auch immer sagte wer unbedingt Kuchen brauchte!
 
# 
Charley lag im Bett und grübelte über diesen Brauch nach. Als ob er Zeit für sowas hatte. Und dann auch noch den Captain! Er kannte den Man doch kaum. Verdammt! Müde schwang er die Beine aus dem Bett und ließ sich von Computer die Personalakte des CO vorlesen. Durch seinen Rang und seinen Posten hatte Charley ein wenig mehr Einblick in diese als andere, aber wirklich helfen tat ihm da auch nicht. 
 
Sein Blick fiel auf das leere Glas und die danebenstehende ebenfalls leere Flasche. Der CO war Schotte und offenbar einem guten Schluck nicht abgeneigt, andererseits – das war zu einfach und Einfallslos. Er brauchte etwas anderes.
 
#
Auch Daniel machte sich so seine Gedanken. Was konnte man wohl dem französischen Bruchpiloten schenken? Dann wiederum fragte er sich wieso Fabien überhaupt den Beinamen Bruchpilot bekommen hatte. Immerhin war er erst seit kurzem an Bord und bislang hatte er die Hephaistos noch nicht zu Schrott geflogen. 
Der CWI beschloss das es Zeit wurde andere Quellen als die Personalakte aufzusuchen und so ließ er sich vom Computer das bordeigene und aus geheimen Quellen gespeiste Singlebörse Profil des neuen FLG vorlesen.
Vermutlich wusste Fabien nicht einmal das er bei Cupido ein Profil hatte, Daniel selbst war durch Zufall auf sein eigenes gestoßen und er hatte all diese Infos sicher nicht eingetragen. 
Daher betrachtete er die Informationen die der Computer ihm zu Fabiens Hobbies und Vorlieben lieferte auch eher mit Misstrauen bis ein Eintrag ihm schließlich eine Idee für ein Geschenk brachte.
 
 
# Ort: Quartier della Scala/Loona 
# Zeit: Einige Tage vor Weihnachten 
 
„Und Du bist sicher, dass das so funktioniert?“ 
 
Mel betrachtete Skeptisch eine kleine Kiste, die im Stil eines Piratenschatzes gehalten war. 
 
„Aber ja, mir wurde in der technischen Abteilung mehrfach versichert, dass die Kiste erst dann im Sand auf dem Holodeck materialisiert, wenn das dazugehörige Padd aktiviert wird.“ erklärte Ettore. 
 
„Na wenn Du meinst…. gut, dass Du den Gürtel genommen hast, nicht die Weste. Miss Larson ist eine junge Frau, die möchte sicher chick aussehen. So eine Survival-Weste ist praktisch, aber nicht so kleidsam.“ 
Melody tippte auf eine Ansicht, auf einem Padd. 
 
„Immerhin spare ich mir mit der Kiste den jährlichen Ärger mit der Weihnachtsschleife.“ meinte Ettore froh. 
 
„Nein, Du willst das Padd doch hoffentlich einpacken und nicht einfach so unter den Baum legen.“ lachte Mel. 
 
„Stimmt auch wieder… sag mal nehmen wir die Kinder mit auf’s Holodeck?“ fragte er. 
 
„Na ja bei Sandstrand habe ich eigentlich wenig Bedenken, selbst wenn ein wenig Sand im Magen von Enya und Eliseo landen sollte. Nur mit dem Wasser müssen wir etwas aufpassen. Kieran hat da sicher Lust auf ‘Plantschen‘“, dachte Mel laut und streckte sich behaglich auf dem Sofa aus. 
 
„Dann muss ich wohl nur noch die Karte schreiben.“ meinte Ettore und ging zum Replikator, um falsches Pergament und einen Gänsekiel nebst schwarzer Tinte zu replizieren. 
 
„Mhhm“, murmelte Mel und döste ein wenig ein. 
 
‚Miss Larson, damit Sie Ihre Hände mal von dem freimachen können, was dort immer so hängen bleibt. Andere können manchmal eine helfende Hand benötigen. Frohe Weihnachten. 
Ettore L. della Scala‘ 
 
Ettore begutachtete sein Werk. Die Feder hatte etwas über das falsche Pergament gekratzt und klitzekleine Tintenspritzer hinterlassen. Aber es war alles in allem gelungen. Mit der schnörkelreichen Schrift verband er das große E und das große S seines Namens wie immer untereinander mit einem einzigen Schwung. Das falsche Pergament sah täuschend echt aus und passte sehr gut zu der kleinen Piratenschatzkiste. Alles in allem vielleicht nicht Weihnachtlich, aber sehr passend zum angekündigten Ambiente der Südsee. 
 
Zufrieden legte Ettore den Gruß zu den anderen Gegenständen in die Kiste, verschloss diese mit einem kleinen Schloß, das mit einem einfachen Druckmechanismus zu öffnen war. Dann sah er zu Mel rüber und ging auf Zehenspitzen eine Decke holen, die er vorsichtig über sie legte. 
 
 
# Zeit: noch kürzer vor Weihnachten 2416
# Ort: Sternenbasis K-7, Einkaufsmeile (was man so Meile nennt)
 
Jetsun war gar nicht glücklich über diese Station. Sie war klein, militärisch und nicht besonders gut sortiert. Der einzige Laden, der auch nur annähernd interessant war, war ein Antiquariat. Dummerweise erinnerte sie sich an ein früheres Weihnachten, wo sie ebenfalls etwas Antikes für ihren Wichtelpartner gekauft hatte, was aller Wahrscheinlichkeit nach im Müll gelandet war.
Dennoch… wenn man überhaupt keine Ahnung hatte, was man schenken sollte, dann sollte man etwas schenken, was man selber gern bekommen hätte. Optimaler Weise etwas nicht allzu spezielles.
Ein Vorteil war, dass Commander DeCoster ein Mensch von der Erde war. Also einer Hochtechnologiewelt. Jetsun wusste, dass sie christlich getauft war, hatte aber nie irgendetwas Religiöses von ihr gehört. In dem Antiquariat gab es eine tolle antike Bibel, die wunderschön geschrieben und mit tollen Bildern verziert war. Da Jetsun aber selber Buddhistin war, hatte sie keine klare Vorstellung, ob so etwas wirklich ein Geschenk für die EO wäre. Wohl eher nicht.
 
Aber es gab andere Bücher. Nicht unbedingt viele, aber es gab einen Schuber, der hand- oder selbstgemacht zu sein schien. Darin waren vier Bücher von relativ ähnlichem Format (klar, sonst hätte das auch nicht funktioniert) die spannend aussahen. Alle waren recht alt aber gut erhalten. Ob es wirklich Originale waren konnte Jetsun nicht erkennen. Letztendlich ließen sich ja auch alte Originalbücher replizieren, was eine Klassifizierung immens schwer werden ließ. Andererseits hielt diese Option den Preis für solche Werke etwas niedriger. Echte Originale waren gewiss unerschwinglich. Und die würden hier, auf einer Sternenbasis weit fort von der Erde kaum einmal auftauchen.
Der Einband war wirklich interessant. Er hatte alte schwarz-weiße Stiche als Motive und einen Schriftzug mit dem Namen „Alexandre Dumas“ darauf. Jetsun kannte den Namen und musste unwillkürlich lächeln.
Dann schaute sie sich die Bücher an. Das erste war „Der Graf von Monte Christo“, eine Erzählung aus dem Jahre 1844. In der ging es um Rache und um die Vergeblichkeit derselben. Dieses Buch hatte Jetsun tatsächlich einmal gelesen, wenn auch auf einem PADD. Eine überraschend gut geschriebene Geschichte aus einer Zeit und Gegend, die ihr völlig seltsam vorkam.
Das zweite Buch war der erste Teil eines Dreiteilers mit den Titeln „Die drei Musketiere“. Dann folgten der zweite Teil “ Zwanzig Jahre danach“ und als dritter Teil der Trilogie „Der Vicomte von Bragelonne“. Dass es diese zwei Folgebände gab hatte Jetsun nicht geahnt. Sie beschloss, sie sich selber als digitale Version einmal zu kaufen.
 
Mit dem schweren Schuber im Arm ging sie zur Kasse. Der Verkäufer war erstaunlich geschäftsuntüchtig. Oder vielleicht sensibel genug, um ihr nicht noch in epischer Breite die Vorzüge ihres Kaufs vorzuschwärmen. Stattdessen packte er ihr das ganze hübsch ein. Während sie wartete, fiel ihr Blick noch auf ein kleines Gedichtbüchlein und schlug es auf.
 
—-
Glaube, Hoffnung und Zuversicht
 
Glaube an dich
und du lässt dich selbst nie im Stich.
Lasse deine positiven Gefühle zu,
deine Selbstheilungskräfte werden aktiviert
und die Heilung kommt im Nu.
 
Durch Hoffnung bekommst du wieder Energie,
dein Körper hat dadurch eine ganz andere Lebensharmonie.
Durch den Glauben und die Hoffnung wurden schon viele Menschen gesund,
wer weiß, doch das hat bestimmt seinen Grund.
 
Sei zuversichtlich und habe Vertrauen,
mit der Zuversicht kannst du leichter nach vorne schauen. 
Lasse sie nicht außer Acht,
denn es ist die Zuversicht, 
die in deinem Körper wacht.
 
Glaube, Hoffnung und Zuversicht,
diese drei Säulen wärmen dich 
und geben dir Licht.
Also, glaube an die Hoffnung 
und sei zuversichtlich mit deinem Glauben,
denn auf diese drei Säulen,
kannst du ein Leben lang bauen.
—-
 
Irgendwie gefielen ihr diese Verse. Sie waren nicht weltbewegend, aber sprachen sie irgendwie an. Also nahm sie das kleine Büchlein auch noch mit und tat es gewissermaßen als Glückwunschkarte obenauf.
 
 
</RPG>

<SUM>

Vorweihnachtliche Geschenkbeschaffung

</SUM>

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